Trennung vom Ursprung, von der Einheit …
… dieses Gefühl taucht nur bei Menschen auf die sehr bewußt sind. Sie empfinden die Trennung durch das Ego sehr intensiv …
Hm, das würde zusammengefasst bedeuten:
Jemand, der „bewusst“ ist, ist von sich selbst getrennt, anders ausgedrückt uneinig mit sich selbst, mit sich selbst nicht im Reinen. Meinst Du das so, Rolf??
Die profunde Esoterik vereint das Sich-Bewusst-Sein jedoch mit der Einheit mit dem Selbst. Und, offen gestanden, für mich persönlich ist die Sache einfach rund, wenn ich’s grade umgekehrt betrachte. Dass der plötzliche Verlust einer starken Bezugsperson wie bei Dir, Anja, zu solchen Empfindungen führt, kann ich gut nachvollziehen. Aber bei mir war kein solcher vorhanden. Zumindest nicht in dieser Weise. Hm, … müsst ich mal drüber nachdenken …
Und in dieser Einsamkeit verlor ich auch den Bezug zu meiner Umgebung
Deinen Bezug zur Einsamkeit in dieser Hinsicht finde ich nachdenkenswert. Ich stelle eben sehr überrascht fest, dass an dieses heimatlose Gefühl tatsächlich Einsamkeit gekoppelt zu sein scheint. Zwingend? Oder ergibt eine zutiefst einsame Seele automatisch „Bezugslosigkeit“ zur Umgebung (egal, welche Menschen um einen herum sind), und damit die Heimat-Losigkeit?
Branden, kannst Du einen (oder mehrere) spezifische Gründe verifizieren, der Dich zu Deiner Identifikation mit (u.a.) Berlin und Ascona veranlasst?
Ich bin seit meiner Kindheit eigentlich mit (mindestens) zwei Landschaften identifiziert bzw. fühle mich in beiden zuhause: Berlin und Ascona.
Weil Du damit im Zusammenhang „Lebensgefühl“ erwähnst: ist es die dortige Kultur, die Mentalität der Menschen dort, oder das, was Du in subjektiver Weise (aufgrund Erfahrung, Erzählung, …) damit verbindest?
Du meinst, Sharon, die Heimatverbundenheit hängt an den (im Grunde) angenehmen Erinnerungen, die man an einem (meist Kindheits-) Ort sammelt? … Mag sein, dass dies bei vielen (oder sogar im Normalfall?) DIE Heimat ausmacht. Für mich gibt es da keinerlei Zusammenhang, beides sind absolut voneinander getrennte Themen. Zwar wird man einen Ort (an dem man sich lange aufgehalten hat oder gar als wohnhaft gemeldet war) durch positive Ereignisse in angenehmer Erinnerung haben, aber das dies die Heimat ausmache, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Was aber nicht heißt, dass es nicht so ist, das will ich hier nochmals festhalten.
Sorry, wenn ich in einer einzigen Antwort auf alle Eure Kommentare Bezug nehme, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich, wie ich das sonst machen könnte. Auf jeden Beitrag eine extra Antwort zu schreiben erscheint mir sowohl für Euch, aber auch für mich sehr mühsam zu sein. Ihr könnt mir aber ruhig sagen, was Sache ist 
In diesem Sinne bin ich hocherfreut, so vielseitige Gedankenanstösse zu bekommen!