Hi,
vorweg
Ich bin keine 'Germanistin. Ich habe Anglistik studiert.
Weiterhin habe ich keine Studien verfasst, durchgeführt oder gelesen, die sich explizit mit der von Dir beschriebenen Verwendung von Verben befasst.
Falls Dir das nicht kundig genug ist, darfst Du hier aufhören, zu lesen.
Wenn es Dir genug ist, verliere ich noch ein paar Worte.
In „Die Tür öffnet“ handelt es sich um kein reflexives Verb. reflexive Verben haben im Deutschen ein REflexivpronomen („sich“, „mich“, …) dabei: Ich wasche mich. Du kratzt dich. Er legt sich schlafen.
In Deinem Beispiel haben wir ein intransitives Verb vorliegen.
Das einzige, was dein Beispielsatz und ein reflexives Verb gemeinsam haben, ist, dass das Subjekt zugleich Ausführender der Handlung als auch Objekt der Handlung ist. In deinem Beispielsatz handelt es sich dabei um eine Bedeutungsübertragung, eine REdefigur, ein stilistisches Mittel - die Metonymie. Den Wikipediaartikel habe ich unten verlinkt. DAher erübrigt sich die Frage, ob es ein Anglizismus ist - das Deutsche ist ganz alleine fähig, solche Dinge zu erzeugen. Sonst könnte Goethe uns heute nichts mehr sagen, und wir könnten den Brockhaus nicht kaufen… allerdings könnten wir dann auch nicht noch ein Glas trinken, was mitunter sehr gescheit wäre.
Es geht übrigens auch andersrum… so manches Buch liest sich schwer, während sich andere Bücher leicht lesen… wenn Du das hörst, dann glaubst du doch auch nicht dran, dass das ein versteckter Russizismus ist (ganz übliche Passivkonstruktion dort: Kniga tschitajetsja.) und du glaubst auch nicht, dass da ein buch hockt, das sich selbst liest.
die Franzi

Der Checker der hier der Freund von der Tussi is cruist nich im Haus durch die Ggend, sondern in einem Auto. Und weil der Checker weiß, wo das Haus seiner Freundin wohnt,kann er da hinfahren. Hier steht die Firma für ihr Produkt.