Hallo!
Wir haben neulich im Bekanntenkreis darüber dikutiert, welche Voraussetzungen für eine kirchliche katholische Hochzeit gelten.
Darf man katholisch heiraten, wenn man getauft aber nicht gefirmt ist, die Taufe aber im Säuglingsalter stattfand?
Oder muss man sich dann nachfirmen lassen?
Ist die Firmung nicht eine selbstständige Bestätigung der Taufe?
Muss man überhaupt katholisch getauft sein?
diese thema hat mich grade sehr interessiert, aber mir stellte sich noch eine frage.
wie sieht der papst die ehe, wenn einer von beiden katholisch (mit taufe und firmung und so)der andere aber nicht katholisch sondern protestant ist?
es wäre ja dann ne ökumenische heirat, oder? wird die genauso vom papst anerkannt wie eine kath/kath-trauung?
Alles egal. Es muss sich im Moment noch um eine Person des
anderen Geschlechts handeln.
interessant.
aber es stellt sich die frage: ist dieses vorgehen eine bürokratische erleichterung jüngerer zeit oder ist das wirklich „kirchliches gesetz“, d.h. wird eine gültige ehe geschlossen? mir ist nämlich bekannt, daß die einzige gültige trauung von nichtmitgliedern beim islam möglich ist, wobei aber nur die frau ein nichtmoslem, und zwar nur eine christin oder jüdin, sein darf, nicht aber der mann.
was heitßt für dich „vom papst anerkannt“? Wenn die beiden katholisch heiraten, ist es eine ganz normale Eheschließung. Das gleiche gilt, wenn man einen „Heiden“ heiratet. Man braucht aber eine Genehmigung vom Bischof. Der katholische Partner muß sich verpflichten seine Kinder im katholischen Glauben zu erziehen. Darüber muß man sich vorher im klaren sein. Wir (Katholik&Atheist) haben darüber vorher mit dem Pfarrer gesprochen.
In Bezug auf eine ökumenische Hochzeit habe ich folgendes gefunden:
Eine ,gemeinsame" oder „ökumenische" Trauung gibt es nur im Bereich der Evangelischen Landeskirche Baden und der Erzdiözese Freiburg. Die Trauung wird dann nach dem „Formular C“ gestaltet, das die Pfarrer beider Konfessionen und die Bestimmungen beider Kirchen berücksichtigt. Eine Trauung nach diesem Ritus ist in beiden Kirchen ohne Weiteres anerkannt. In anderen Landeskirchen bzw. Diözesen kann nur eine Trauung nach dem evangelischen Ritus mit Beteiligung des katholischen Pfarrers, oder umgekehrt die Trauung nach dem katholischen Ritus unter Beteiligung des evangelischen Pfarrers stattfinden.
Viele Grüße
Talesia
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vielen dank. deine ausführungen haben mir soweit gut geholfen.
was ich mit „vom papst anerkannt“ meinte war, ob er eventuell sauer ist, wenn eines seiner katholischen schäfchen jemanden von der „anderen religion“ (in diesem falle protestant) ehelicht. bezüglich der kirchlichen erziehung der evtl entstehenden kinder oder so. es müssen dann ja nicht unbedingt zwingend katholische kinder werden…denk ich mal.
katja
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Hallo Katja,
wenn die beiden katholisch heiraten, „müssen“ es katholische Kinder werden. Du hast es nämlich vor Gott versprochen. Deshalb meinte ich, daß man sich darüber vorher klar sein muß. Ich als „Heide“ mußte versprechen, dafür zu sorgen daß die Kinder im katholischen Glauben erzogen werden.
Gruß
Talesia
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was heitßt für dich „vom papst anerkannt“? Wenn die beiden
katholisch heiraten, ist es eine ganz normale Eheschließung.
Das gleiche gilt, wenn man einen „Heiden“ heiratet. Man
braucht aber eine Genehmigung vom Bischof. Der katholische
Partner muß sich verpflichten seine Kinder im katholischen
Glauben zu erziehen. Darüber muß man sich vorher im klaren
sein.
Und wenn ich das versprochen habe, kommt das dann einer kontrollieren? Und was passiert, wenn ich sie nicht im katholischen Glauben erziehe?
Müssen 2 heiratende Katholiken das auch versprechen? Selbstverständlich ist doch eine Erziehung im katholischen Glauben nicht. Wie soll die denn aussehen? Außerdem gibt es mit Sicherheit auch Katholiken, die zawar getauft und gefirmt sind, aber sonst noch nie eine Kirche von innen gesehen haben. Wie sollen die denn wissen, wie der katholische Glaube geht?
Und wenn ich das versprochen habe, kommt das dann einer
kontrollieren? Und was passiert, wenn ich sie nicht im
katholischen Glauben erziehe?
Das kommt keiner kontrollieren. Und im übrigen mußt Du auch nicht unterschreiben, daß Du die Kinder katholisch erziehen wirst. Der katholische Partner unterschreibt lediglich, daß er versuchen wird, die Kinder im katholischen Glauben zu erziehen. Er muß das aber nicht um jeden Preis durchsetzen, wenn beispielsweise die Ehe ansonsten gefährdet würde. Naja, und der nicht-katholische Partner unterschreibt das eh nicht…
Zumindest in unserem Fall wurde das alles im Gespräch nicht so heiß gegessen…
Grüße
Kari
wenn die beiden katholisch heiraten, „müssen“ es katholische
Kinder werden. Du hast es nämlich vor Gott versprochen.
Deshalb meinte ich, daß man sich darüber vorher klar sein muß.
Ich als „Heide“ mußte versprechen, dafür zu sorgen daß die
Kinder im katholischen Glauben erzogen werden.
Das scheint aber auch hier und da unterschiedlich gehandhabt zu werden. Mein Mann (seines Zeichens Evangele) mußte nämlich nicht unterschreiben, daß unsere Kinder mal katholisch erzogen werden. Das mußte nur ich (und ich mußte auch nur unterschreiben, daß ich mich bemühen werde…wenn aber die Ehe daran zerbricht, muß ich nicht…). Unser Pfarrer meinte damals, daß er das von ihm natürlich nicht verlangen könne… (Wir haben „evangelisch-ökumenisch“ mit Dispens geheiratet, sprich federführend bei der Trauung war ein evangelischer Pfarrer, mit dabei auch ein katholischer und die Ehe wurde auch von der katholischen Kirche anerkannt.)
Grüßle
Kari - die sich mit dem Thema lange und ausführlich auseinandergesetzt hat…
Und wenn ich das versprochen habe, kommt das dann einer
kontrollieren? Und was passiert, wenn ich sie nicht im
katholischen Glauben erziehe?
Müssen 2 heiratende Katholiken das auch versprechen?
Selbstverständlich ist doch eine Erziehung im katholischen
Glauben nicht. Wie soll die denn aussehen? Außerdem gibt es
mit Sicherheit auch Katholiken, die zawar getauft und gefirmt
sind, aber sonst noch nie eine Kirche von innen gesehen haben.
Wie sollen die denn wissen, wie der katholische Glaube geht?
Gruß
daddeldue
Und warum sollten die beiden dann katholisch heiraten?
ihr habt ja nicht katholisch geheiratet, deshalb kann das schon anders sein. Ich hab jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß die katholische Erziehung der Kinder bei der Trauung sehr wichtig ist. Da es meinem Mann sehr wichtig ist und er ja auch so erzogen wurde und ein sehr liebenswerter Mensch geworden ist habe ich das Versprechen gegeben. Aber wie habt ihr euch geeinigt, zB. mit der Taufe evangelisch oder katholisch?
Gruß
Talesia
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ein anruf bei deinem örtlichen katholischen pfarrer und du weißt bescheid.
falls du dir aber von einer katholischen hochzeit irgendeinen positiven
einfluß auf den verlauf deiner ehe versprichst ,muß ich dich leider entäuschen.
aber vermutlich steht ohnehin,wie bei allen anderen auch, nur der showeffekt im vordergrund.