Heroinkonsum macht imun gegen Schmerzmittel?

Hallo liebe Wissende!
Letzens hat mir ein Bekannter erzählt das Heroinkonsumenten angebliuch gegen Shcmerzmittel immun werden und dadurch zb. sogar bei einer Op alles spüren. In wie wiet stimmt das?
Und ist das auch bei anderen Drogen so?

Liebe Grüße

die was Drogen anbelangt zum glück völlig unerfahrene
Lilly

Kiffen und Zahnarzt

Und ist das auch bei anderen Drogen so?

Hallo,

Ein Bekannter hat mir mal erzählt, daß er beim Zahnarzt trotz Spritze Alles spürt. Er raucht so 10 Joints am Tag.

Gruß
Sticky

Alkohol auch
Hallo, Lilly!

Das betrifft auch Alkoholiker.
Ich bin nicht sicher, aber ich könnte mir vorstellen, dass viele Drogen diese Auswirkung haben, weil sie sich an die Synapsen andocken und Neurotransmitter beeinflussen.

Gruß
Lea

Hi,

Ein Bekannter hat mir mal erzählt, daß er beim Zahnarzt trotz
Spritze Alles spürt. Er raucht so 10 Joints am Tag.

kann ich bestätigen. Ne Frau bekam ihren Schwangershaftsabbruch mit, obwohl sie dem Arzt sagte, dass sie auf Narkotika schlecht reagiert.
Allerdings war diese Neigung schon vor ihrem regelmäßigem Haschischkonsum bekannt. Die Ursachen weiß ich nicht.
THC scheint bekannt dafür zu sein, dass es für Anästhesie unempfindlich macht. Da Heroin ein starkes Opiat ist, würde es mich nicht wundern.

Bin aber kein Mediziner, also nur Laienmeinung!

bye

Hallo, Lilly!

Hi,

Das betrifft auch Alkoholiker.
Ich bin nicht sicher, aber ich könnte mir vorstellen, dass
viele Drogen diese Auswirkung haben, weil sie sich an die
Synapsen andocken und Neurotransmitter beeinflussen.

Das ist auf einige/viele härtere Drogen zutreffend.
Aber bei Alkohol (sprich Ethanol) ist es nicht so. Alkohol ist „zu klein“ um als Neurotransmitter wirken zu können. Es wirkt nicht an den Synapsen (jedenfalls nicht hauptsächlich), sondern diffundiert in Körperflüssigkeiten und Zelle und wirkt auf diese Art. Ethanol ist ein Zellgift, es wird schnell (und in Vergleich zu anderen Drogen wie THC ziemlich schnell) in der Leber abgebaut; wenn der Patient nüchtern (also kein °/00) ist, sollte es keine Wirkung haben.

Viele Grüße,
i.

Hi Lilly,
ein Kumpel von mir, der früher so ziemlich alles genommen hat,
mittlerweile aber nichts mehr nimmt, hat heute immer noch teilweise das
Problem daß sie seine Narkosen anders dosieren müssen als bei Menschen
die noch nichts genommen haben!
Er hatte auch bei seiner ersten OP das Problem, daß er mittendrin wach
wurde!
Ob es am früher konsumierten Heroin lag oder an den anderen Drogen, das
weiß ich nicht, aber Heroin kann ich nur bestätigen, das stimmt!

LG
von der auch drogenunerfahrenen
Marisa

Hi!

Heroin gehört zur Gruppe der Opiate und benutzt gleiche oder ähnliche Rezeptoren wie die in der Narkose eingesetzten Opiate. Durch längeren Gebrauch werden diese Rezeptoren unempfindlicher, was man zum Beispiel auch in der Behandlung von Schmerzpatienten sieht, die im Lauf der Zeit oft höhere Dosen benötigen. Eigentlich müßte allerdings auch der Gewöhnte durch eine höhere Dosis eine höhere Schmerzunterdrückung erreichen.
Eine Narkose besteht zudem ja auch nicht nur aus dem Schmerzmittel sondern einem ganzen Cocktail aus Medikamenten, die zum Teil auch eigene analgetische Wirkung haben.

Was hinzu kommt ist natürlich, daß durch das Heroin sicher irgendwelche Leberenzyme verstärkt gebildet werden, die Opiate abbauen.

Unsgesamt denke ich, daß ein erfahrener Anästhesist auch beim Junkie eine ähnlich wirksame Narkose machen kann wie beim Durchschnittspatient - wenn er es nur weiß.

Gruß
Peter

Hi,

Das ist auf einige/viele härtere Drogen zutreffend.
Aber bei Alkohol (sprich Ethanol) ist es nicht so. Alkohol ist
„zu klein“ um als Neurotransmitter wirken zu können.

hier irrst Du gewaltig!

Über das Blut gelangt der Alkohol ins Gehirn, wo er die Informationsübertragung der Nervenzellen beeinflusst, indem er bei einer geringen Dosierung stimulierend, bei mittleren und höheren Dosierungen jedoch hemmend wirkt. Abhängig von der Dosis wird hierbei der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt, dem man - ähnlich wie bei anderen Suchtmitteln wie Heroin, Nikotin oder Kokain - die „belohnende“ Wirkung des Alkohols zuschreibt. Bei langfristig erhöhtem Alkoholkonsum verändern sich bestimmte Rezeptoren hinsichtlich ihrer Anzahl und ihrer Wirkungsweise.

Quelle:http://www.dhs.de/substanzen_alkohol.html

Mit Heroin und Kokain ist es nicht anders wie mit Alkohol. Die Droge selbst ist nicht der Transmitter, sondern der Konsum dieser Drogen bewirkt eine übermäßige Freisetzung von Neurotransmittern wie z.B. Dopamin.

Alkohol ist nicht „klein“ sondern eine der mächtigsten und härtesten Drogen überhaupt. Der einzige Unterschied liegt in der Legalität. Alkohol ist dabei ebenso einflußreich wie Kokain und Heroin. Und selbstverständlich muß regelmäßiger Alkoholkonsum und selbst Nikotinkonsum bei einer Narkose berücksichtigt werden. Warum sonst sollte dies wohl vom Narkosearzt vorher abgefragt werden?

Gruß,
Gerhard

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Hallo Lilly,

als Anästhesist kann ich dazu sagen:
Die meisten Konsumenten von Drogen (insbesondere Opiatabhängige und Alkoholiker) benötigen meist mehr Narkosemittel als „normale“ Menschen. Das liegt sicher auch an der verminderten Empfindlichkeit/Anzahl von Rezeptoren und einem beschleunigten Abbau der Substanzen.
Für die OP heisst das: Der Anästhesist muss Bescheid wissen (auch er steht natürlich unter Schweigepflicht, auch z.B. gegenüber der Polizei) und entsprechend die Medikamente anders dosieren oder andere Einsetzen.

Hoffe, dir damit geholfen zu haben,

Gruss,

ch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Zusatzfrage (Codein)
Hallo!

Ich klinke mich einfach mal ein mit meiner Frage:

Ich nehme aufgrund von (leider vererbter) Migräne schon seit einigen Jahren u.a. auch Codein-haltige Schmerzmittel (Codein ist ja ein Opiat). Ich habe bei einer größeren Behandlung beim Zahnarzt bemerkt (leider sehr…), dass die Betäubingsspritzen irgendwann nicht mehr gewirkt haben. Der ZA musste ohnehin von Anfang mehr spritzen als üblich. Auch bei der Entfernung eines Muttermales brauchte ich zwei Spritzen statt einer, um die entsprechende Stelle taub zu bekommen.

Kann das am Codein liegen?

Gruß
Liza

Hi,

Das ist auf einige/viele härtere Drogen zutreffend.
Aber bei Alkohol (sprich Ethanol) ist es nicht so. Alkohol ist
„zu klein“ um als Neurotransmitter wirken zu können.

hier irrst Du gewaltig!

Über das Blut gelangt der Alkohol ins Gehirn, wo er die
Informationsübertragung der Nervenzellen beeinflusst, indem er
bei einer geringen Dosierung stimulierend, bei mittleren und
höheren Dosierungen jedoch hemmend wirkt. Abhängig von der
Dosis wird hierbei der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt,
dem man - ähnlich wie bei anderen Suchtmitteln wie Heroin,
Nikotin oder Kokain - die „belohnende“ Wirkung des Alkohols
zuschreibt. Bei langfristig erhöhtem Alkoholkonsum verändern
sich bestimmte Rezeptoren hinsichtlich ihrer Anzahl und ihrer
Wirkungsweise.

Quelle:http://www.dhs.de/substanzen_alkohol.html

Mit Heroin und Kokain ist es nicht anders wie mit Alkohol. Die
Droge selbst ist nicht der Transmitter, sondern der Konsum
dieser Drogen bewirkt eine übermäßige Freisetzung von
Neurotransmittern wie z.B. Dopamin.

Alkohol ist nicht „klein“

das bezog sich auf das Molekulargewicht
ethanol hat ein deutlich kleineres mol-gewicht als dopamin oder acetylcholin. das meinte ich. und daher - wie auch gesagt wurde - wirkt es nicht direkt als neurotransmitter, sondern verändert/verstärkt deren wirkung (oder vermehrtr deren ausschüttung), wirkt also auf indirektem wege

sondern eine der mächtigsten und
härtesten Drogen überhaupt.

Etwas gegenteiliges habe ich nicht behauptet

Der einzige Unterschied liegt in
der Legalität. Alkohol ist dabei ebenso einflußreich wie
Kokain und Heroin. Und selbstverständlich muß regelmäßiger
Alkoholkonsum und selbst Nikotinkonsum bei einer Narkose
berücksichtigt werden. Warum sonst sollte dies wohl vom
Narkosearzt vorher abgefragt werden?

Gruß,
Gerhard

Nein
Mooin,

…denn der Zahnarzt spritzt lokales Betäubungsmittel, das nix mit Opiatrezeptoren zu tzun hat.

Wirsing,

Chris

Danke…
… dann liegt’s wohl an mir…

Gruß
Liza