Herzrasen,Atemnot,Zittern.(noch)keine Diagnose

Hallo !
Seit etwa einer Woche leide ich unter Herzrasen, Zitteranfällen, Atemproblemen, sehr häufiger Übelkeit (mag kaum etwas essen) usw. Jetzt habe ich mich informiert, doch leider können diese Symptome vieles bedeuten.
Meine Ärztin hat mittels eines EKG’s keine Herzstörungen feststellen können. Nächste Woche muss ich noch zur Blutuntersuchung zur Prüfung der Schilddrüsenwerte.
Und merkwürdig ist auch, dass diese „Attacken“ meist kommen, wenn ich ansonsten relative Ruhe habe (in der Nacht am häufigsten, beim Fernsehen, Lesen).
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen, welche Ursachen es haben könnte (habe unter anderem auch von „Angstzuständen“ mit solchen Symptomen gelesen, kann das aber nicht beurteilen).

Vielen dank für die Hilfe,
Veil

hallo Vail ,

sobald du deine Schilddrüsenwerte hast :bitte sofort ins
Med.Forum stellen oder an mich mailen .

Die Doktores können in Ihrem Studium nicht alle Richtungen kennenlernen ,die die Wahrnehmung nimmt !!!

Ich hoffe ,du bist nicht ganz allein ,bis du den endgültigen Befund hast .

Trost von jemandem ,die weiß was die Schilddrüse mit einem machen kann .

Sonscha

Hallo Sonscha!
Danke für deine nette Antwort! Meine Blutuntersuchung ist erst Ende nächster Woche, deswegen häng ich leider noch ein bisschen in der Luft. Naja, muss für ein paar Tage wegfahren, organisatorischer Kram, kein guter Zeitpunkt!
Meine Ärztin hat mir gestern Beruhigungsmittel verschrieben, auf pflanzlicher Basis, haben aber trotzdem einige Nebenwirkungen. Laut Packungsbeilage zur Behandlung von leichten Depressiven Störungen… scheint nicht so, als würde meine Ärztin an eine körperliche Ursache glauben. Obwohl meine Mutter bei ihr in Behandlung ist und auch schon seit Jahrzehnten unter ihrer Schilddrüse leidet.
naja, wir werden dann sehen…
viele liebe Grüße,
Veil

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Hi
Ich glaube kaum dass du aus der Packungsbeilage auf den „Glauben“ der Ärztin bezüglich deiner Erkrankung schliessen kannst. Sie hat dir ein Beruhigungsmittel verschrieben, ob es nun bei Depressionen angewandt werden kann oder nicht…
HH
Laut Packungsbeilage zur Behandlung von

leichten Depressiven Störungen… scheint nicht so, als würde
meine Ärztin an eine körperliche Ursache glauben. Obwohl meine
Mutter bei ihr in Behandlung ist und auch schon seit
Jahrzehnten unter ihrer Schilddrüse leidet.
naja, wir werden dann sehen…
viele liebe Grüße,
Veil

Hallo Frau Veil,

ich kann mich gut in Ihre Situation versetzen, mir ging es vor vier Jahren ähnlich. Aus heiterem Himmel die von Ihnen genannten Beschwerden. Auch ich hatte bis dahin keine Probleme (zumindest dachte ich das). Denken Sie einfach mal über Ihre derzeitige Lebenssituation nach, gab es Veränderungen in Ihrem persöhnlichen Umfeld, im Beruf oder in der Partnerschaft? Irgendwann zeigt Ihnen Ihr Körper, das es etwas gibt vomit er nicht einverstanden ist. Ihr Unterbewusstsein ist stärker als Sie glauben. Ich selbst bin von einem Kardiologen zum anderen gerannt und jeder sagte mir das organisch alles in Ordnung wäre. Aber trotzdem kamen die Probleme immer wieder. Die Antwort bei mir war einfach, jedoch für mich nicht leicht zu verstehen - es waren tatsächlich Psychosomatische Störungen. Mein Körper zeigte mir auf diese Weise, das ich mal etwas die Bremse ziehen sollte und mich mit Problemen auseinandersetzen muss, welche schon länger zurückliegen. Eine Therapie brachte mir den Erfolg. Jetzt geht es mir wieder gut und mir wurde vieles Bewusst.
Mein Rat - Keine Panik beim Auftreten der Beschwerden - Organisch geht es laut Ihres Arztes ja gut - Wenn Sie das akzeptieren können, haben Sie schon fast gewonnen. Wenn Sie von meiner „Leidensgeschichte“ noch mehr erfahren möchten, senden Sie mir eine private Mail.

Gruß Gerd

Hallo Veil,

Menschen mit Ängsten, chronischer Stressbelastung und Verspannung atmen flach und unergiebig aus dem oberen Brustkorb heraus und nutzen damit nur ein Drittel bis zur Hälfte der Lungenkapazität. Bei mehr Sauerstoffbedarf atmen sie noch stärker mit dem Brustkorb statt intensiver mit dem Zwerchfell. Durch die schnelle Atmung kommt es zum belastenden Herzrasen.
Den Betroffenen fällt die Hyperventilation oft gar nicht auf, so dass sie diese auch nicht als die Ursache ihres Herzrasens erkennen können.

Durch diese schnelle Atmung kommt es zu einer „respiratorischen Alkalose“. Bei starker Hyperventilation kann der Kohlendioxidanteil im Blut in weniger als 30 Sekunden um 50% abnehmen. Innerhalb einer Minute treten Symptome auf.
Hyperventilation führt über den Kalziumabfall zur Verkrampfung der Bronchien und der Stimmritzen. Wegen der zunehmenden Angst, keine Luft zu bekommen, und wegen des Drucks im Brustkorb, atmen die Betroffenen noch tiefer und heftiger.

Nicht einmal im Extremfall führt hyperventilationsbedingte Sauerstoffnot zur Ohnmacht, wie eine niederländische Studie an
Versuchspersonen ergab, die mindestens 90 Minuten lang so schnell und tief atmeten, als sie konnten.

Der Arzt verabreicht oft eine Kalziumspritze zur Krampflösung. Die künstliche Zufuhr von Kalzium löst rasch den Muskelkrampf (Tetanie).

Warum hilft akut die Kalziumgabe, obwohl im Körper, objektiv gesehen, gar kein Kalziummangel vorliegt:
Das freie Kalzium im Blut wird bedingt durch die heftige Atmung weniger, weil wegen des stark abgeatmeten Kohlendioxids mehr Stellen am Bluteiweiß frei werden, an die das freie Kalzium nun (erst einmal) andockt.

Das freie Kalzium im Blut ist u.a. dafür verantwortlich, dass die Muskeln geschmeidig arbeiten können. Wenn weniger freies Kalzium im Blut ist, werden die Nerven erregbarer, und die Muskeln beginnen sich zu verkrampfen.

http://www.panik-attacken.de/angst/hyperventilation…

Gute Besserung und viele Grüße

Renate

(deren ruhige und zurückhaltende Mutter vor etlichen Jahren unter o. g. Symptomatik litt, ohne dass EKG, Schilddrüsendiagnostik, etc. etwas erbracht hätten - Kalzium half. Kalziumtrinkampullen hatte sie auch griffbereit. Raus aus einer belastenden Situation (Ärger mit dem Haus, plötzl. Tod ihrer Eltern) und vor allem der entspannte Urlaub meiner Eltern irgendwo am Mittelmeer haben auf lange Sicht Wunder gewirkt.)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Renate!
Danke für die Hilfe!
Meine Ärztin hat mir bereits letzte Woche gesagt, dass ich insbesondere Calcium und Magnesium-Brausetabletten nehmen sollte, um so die Probleme ein bisschen einzudämmen. Allerdings empfand ich das als nicht besonders hilfreich.
Natürlich weiß ich nicht, inwieweit einfache Calciumtabletten dabei schon Abhilfe leisten können.
Ihren Ansatz mit der Atmung empfand ich als sehr interessant: Jedesmal, wenn ich meine Atmung versuche zu kontrollieren, erscheint mir das dann immer schwerer, ich beginne auch viel schneller zu atmen, und fühle dazu noch eine ziemliche Enge im Brustkorb.
Ich werde mich auf jeden fall darüber informieren!
Herzlichen Dank,
Veil