Hilfe..?

Ich weiss nicht mehr was ich tun soll. Mein Sohn wird bald 7 und ich werde ihm einfach nicht Herr. Er hört überhaupt nicht, ist keinem vernünftigen Argument zugänglich, macht alles kaputt und jähzornig ist er auch.

Egal was man sagt, er folgt nicht, wenn ich sage komm her, läuft er mir davon - gerade rennt er wieder durch die Nachbarschaft weil ich ihm sagte er soll reinkommen weil ich mit ihm reden wollte, weil er offenbar in unser Treppenhaus gepinkelt hatte.

Er macht ständig Mist - ich weiß, andere Jungs machen auch Mist- aber hier nimmt es überhand und ich weiß gar nicht mehr was ich noch machen soll.
Klare Regeln, Grenzen, interessiert ihn alles nicht. Wenn ich ihn Strafen will, schreit er und bekommt einen Tobsuchtsanfall. Hört nie zu wenn ich etwas erklären will. Auch nicht wenn alles ruhig ist, er sagt dann jaja, geht und macht wieder Mist.

Ich bin alleinerziehend, der Vater ist nicht da, auch nicht für Besuche etc. Ich fühle mich total überfordert mit diesem Kind, ich habe schon mehrmals überlegt beim Jugendamt anzurufen und zu bitten daß sie etwas machen, egal was, aber so kann es nicht weitergehen.
Ich schrecke aber immer davor zurück, weil ich denke, ich schaffe das schon irgendwie.

Hallo,

gibt es bei Euch nicht auch eine Erziehungsberatungsstelle?? Die helfen in der Regel recht professionell weiter.
Das Jugendamt kann Dir da sicher auch einen Ansprechpartner nennen.

Mit „vielleicht schaffe ich es schon irgendwie“ kann dann evtl. auch schon alles zu spät sein. Oft hilft ja schon ein „neutraler“ Blick auf die Situation, damit man klarer sieht.
Es ist sicher keine Schande, sich Hilfe zu holen, wenn man selbst nicht weiterkommt. Nur Mut!

VG,

Birgit

Ich weiss nicht mehr was ich tun soll. Mein Sohn wird bald 7
und ich werde ihm einfach nicht Herr.

Ich bin alleinerziehend, der Vater ist nicht da, auch nicht
für Besuche etc.

Ich vermute, dass da der Hase begraben liegt, wie man so sagt. Ihm fehlt vermutlich eine väterliche Bezugsperson. Ist kein Onkel von ihm da? Kennt der Vater das Problem und kümmert sich trotzdem nicht (sch… sowas!)?

Brauchbare Lösungen haben ich leider auch nicht :frowning:

Alles Gute wünscht
Michael

Hallo,

wende Dich so bald als möglich an die Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche. Ich bin sicher, die gibt es auch in Deiner Stadt. Steht entweder vorne im Telefonbuch, oder im Zweifelsfall bei der Zentrale der Stadt anrufen und die Nummer dort erfragen.

Gruß
Maja

Du BIST überfordert…
Hallo,

es ist keine Schande bei Jugendamt anzurufen und sich einen Termin bei der Erziehungsberatung zu holen. Lieber Himmel! Dazu sind sie schließlich da! Wenn Du mit den Leuten vom Jugendamt nicht klar kommst: kirchliche Einrichtungen - wie Caritas & Co. - bieten konfessionsunabhängig auch eine Erziehungsberatung an.

Gruß

Renee

Halo R,
es hört sich sehr nach ADS dem Aufmerksamkeit-Defizit-Syndrom an! Meine 10jährige hat das in schwacher Form und ich kenne mehrere - meist Jungen - die auch so sind.
Diese Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit, viel Liebe, Geduld und Geborgenheit, feste Regeln, feste Rituale und vor allem eine ausgeglichene Mutter die konsequent ist! Bitte hole Dir Hilfe! Es gibt ein gutes Buch über ADS, ist ein Kind mit einer Blume im Mund abgebildet, ich habe es leider verborgt und noch nicht zurück.
Vielleicht googelst Du mal?
*viel Erfolg und starke Nerven
*lg Birgit

Hallo auch,

sich helfen lassen ist bestimmt nichts schlimmes und es hat schon gar nichts damit zu tun das man versagt haben könnte. Es gibt halt für die lieben Kleinen keine Gebrauchsanweisung, so dass das einzige was manchmal hilft die Erfahrung anderer ist.

Eines nur noch als doofen Ratschlag. Immer positiv Denken. Auch wenn es blöd klingt aber das ist hin und wieder schon die halbe Miete und Kinder merken so etwas zum Teil auch.

Kopf Hoch
Me

PS: Ich glaube nicht das es unbedingt etwas mit dem Fehlen des Vaters zu tun hat.

Ich weiss nicht mehr was ich tun soll. Mein Sohn wird bald 7
und ich werde ihm einfach nicht Herr. Er hört überhaupt nicht,
ist keinem vernünftigen Argument zugänglich, macht alles
kaputt und jähzornig ist er auch.

Das ist seine Spiegelung der Welt wie er sie mit Dir erlebt.

Egal was man sagt, er folgt nicht, wenn ich sage komm her,
läuft er mir davon - gerade rennt er wieder durch die
Nachbarschaft weil ich ihm sagte er soll reinkommen weil ich
mit ihm reden wollte, weil er offenbar in unser Treppenhaus
gepinkelt hatte.

Hattest Du stets Zeit für ihn, wenn er was wollte - mit Sicherheit nicht.

Er macht ständig Mist

Ein Schrei nach Aufmerksamkeit.

Klare Regeln, Grenzen, interessiert ihn alles nicht. Wenn ich
ihn Strafen will, schreit er und bekommt einen
Tobsuchtsanfall. Hört nie zu wenn ich etwas erklären will.
Auch nicht wenn alles ruhig ist, er sagt dann jaja, geht und
macht wieder Mist.

Wenn einer bestraft werden sollte, dann Du.

Ich bin alleinerziehend, der Vater ist nicht da, auch nicht
für Besuche etc.

Dafür besuchen Dich aber deine Freunde?

Ich fühle mich total überfordert mit diesem Kind

ich fühle mich total alleingelassen von dieser Mutter. Ständig denkt sie nur an sich und vergißt mich dabei total.

Ich schrecke aber immer davor zurück, weil ich denke, ich
schaffe das schon irgendwie.

Grundsätzlich gilt:
Kinder sind stets lieb und wollen es ihren Eltern recht machen.
Wenn ein Kind es den Eltern nicht recht macht, dann nur deshalb, weil es nicht weiß was gerade von ihm verlangt wird.
Es ist Pflicht und Aufgabe der Eltern dem Kind mit Liebe, Verständnis und Geduld zu begegnen.
Du hast vor langer Zeit gegen diese Deine Pflicht verstoßen. Jetzt ist der Zug bereits abgefahren und wie es scheint nicht mehr von Dir oder durch Dich zu lenken.
Du hast den Respekt Deines Kindes verloren und daran ist nicht das Kind schuld.
Jetzt brauchst Du dringend Hilfe von außen.
Dein Sohn braucht Dich - nicht Deine Lover.

Ach übrigens. ich weiß wovon ich rede, denn ich habe selbst zwei Kinder nur wenig Älter als Deins.
Und ich erziehe sie nach diesem zuvor erwähnten Grundsatz.

denn bedenke:
deine Kinder sind nicht Deine Kinder, sondern nur eine Leihgabe Gottes Dir zur Pflege übertragen. Es ist Deine Lebensaufgabe vor Gott diese Pflicht zu erfüllen.

PS: ich weiß, meine Zeilen klingen hart, ist aber nicht bös gemeint. Die Wahrheit ist meist härter als die Lüge, weshalb wir uns auch so gerne selbst belügen.

gruß Richard

*Kopfschüttel*

Dein Sohn braucht Dich - nicht Deine Lover.

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man keine grossen Reden schwingen. Nichts gegen einen guten Rat aber deine Antwort strotzt vor Vorwürfen, ohne daß du mich kennst oder eine Ahnung von der Situation hast - z.B. hatte ich nie „Lover“.

Ach übrigens. ich weiß wovon ich rede

Scheinbar nicht.

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Danke euch die geantwortet haben, habe einen Termin bei der Erziehungsberatung. :smile:

Lieber Richard

Du bist offenbar ein herrlich glücklicher Vater - Glückwunsch!

Das heisst aber noch lange nicht, dass das, was für deine Kinder gut ist, auch für alle anderen Kinder gut ist. Ich kann mir sehr schwer vorstellen, dass du ebenfalls solche Kinder hast. Da kann ich nur sagen: Ich wünschte dir wirklich auch mal ein echt schwieriges Kind - (ebenfalls genauso wenig böse gemeint, wie du es böse zu R. meintest)

Stell dich doch bitte nicht über andere, deren Situation du nicht kennst. R. sucht hier Rat und keine „Anmotze“ - die kriegt sie zuhause genug, aus welchem Grund auch immer.

Ich kann und will nicht beurteilen, warum sich das Kind so benimmt, ob es ganz einfach verwöhnt, oder überfordert, oder vielleicht sogar krank ist - wir können das hier nicht beurteilen - oder bist du vielleicht ausgebildeter Psychologe oder Erzieher? Ich denke kaum.

Lieber Richard - sei einfach zufrieden, dass du es mit deinen Kindern so gut hast, aber zieh nicht über andere her, wenn sie u.U. gar nichts falsch gemacht haben. Und selbst wenn Fehler gemacht wurden (mal ehrlich: wer ist perfekt?) es ist in jedem Fall jetzt zu spät sich darüber aufzuregen. Jetzt ist der Zeitpunkt da, wo man helfen muss und zwar nicht nur dem Kind, sondern auch der Mutter.

Ich halte es einfach nicht für richtig, wenn man Leute, die sich getraut haben Hilfe zu suchen unterbuttert und sie noch mehr entmutigt. Sie brauchen konstruktive Kritik und Hilfe. Ich hoffe, du hast verstanden, dass ich hier niemanden, weder dich noch R. angreifen oder in Schutz nehmen will.

Lieber Gruss,

Semiramis

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Servus Semiramis

Du bist offenbar ein herrlich glücklicher Vater - Glückwunsch!

ja, das bin ich tatsächlich.

Das heisst aber noch lange nicht, dass das, was für deine
Kinder gut ist, auch für alle anderen Kinder gut ist.

Doch, denn so funktioniert’s. (Was aber nicht heißen soll, daß ich selbst nicht auch Fehler mache - die mache ich bestimmt auch; da ich Mensch bin.)
Wenn einer behauptet „Wasser fließe stets den Berg hinab“ sprichst Du da dagegen?
Und genau so simpel und einfach ist das mit Kindern auch.
Ich bedaure die Mama, und weiß Gott, Vorwürfe mache ich Ihr keine.
Aber wenn jemand das Kind beim Namen nennt, dann wird es als Vorwurf aufgefaßt.

mir sehr schwer vorstellen, dass du ebenfalls solche Kinder
hast. Da kann ich nur sagen: Ich wünschte dir wirklich auch
mal ein echt schwieriges Kind - (ebenfalls genauso wenig böse
gemeint, wie du es böse zu R. meintest)

Ich hatte bereits ausreichend und intensiven Kontakt zu vermeintlich schwierigen Kindern. Es kostete mich jedesmal sehr viel Zeit und Mühe den Eltern zu verdeutlichen, daß die die schwierigen sind.

Stell dich doch bitte nicht über andere, deren Situation du
nicht kennst. R. sucht hier Rat und keine „Anmotze“ - die
kriegt sie zuhause genug, aus welchem Grund auch immer.

Ich stelle mich nicht über andere, auch wenn es für Dich so aussehen mag. Auch entnehme ich in der Deutlichkeit meiner Worte keine Anmotze, sondern vielmehr ein wachrütteln.

Ich kann und will nicht beurteilen, warum sich das Kind so
benimmt, ob es ganz einfach verwöhnt, oder überfordert, oder
vielleicht sogar krank ist - wir können das hier nicht
beurteilen - oder bist du vielleicht ausgebildeter Psychologe
oder Erzieher? Ich denke kaum.

Wenn ich Dir sage, daß ich dies in diesem Fall kann und auch weiß, dann darfst Du das genau so hinnehmen wie wenn ich Dir sage „Wer ohne Schutz im Regen steht wird naß“ .

Lieber Richard - sei einfach zufrieden, dass du es mit deinen
Kindern so gut hast, aber zieh nicht über andere her, wenn sie
u.U. gar nichts falsch gemacht haben. Und selbst wenn Fehler
gemacht wurden (mal ehrlich: wer ist perfekt?) es ist in jedem
Fall jetzt zu spät sich darüber aufzuregen. Jetzt ist der
Zeitpunkt da, wo man helfen muss und zwar nicht nur dem Kind,
sondern auch der Mutter.

Jedes Kind ist ein Spiegel seiner Eltern !!!
Genau so trifft es auch in diesem Fall zu. Selbst wenn sich beim Kinde zwischenzeitlich eine Krankheit ausgebildet haben sollte, so ist dies lediglich Ausdruck des selben Problems bereits manifestiert auf auf stofflicher Basis.

Ich halte es einfach nicht für richtig, wenn man Leute, die
sich getraut haben Hilfe zu suchen unterbuttert und sie noch
mehr entmutigt. Sie brauchen konstruktive Kritik und Hilfe.
Ich hoffe, du hast verstanden, dass ich hier niemanden, weder
dich noch R. angreifen oder in Schutz nehmen will.

nochmal, es ist bestimmt nicht meine Absicht, jemanden „rund“ zu machen oder unterzubuttern; aber die Wahrheit tut weh, deshalb trifft man sie ja auch so selten.

Lieber Gruss Richard

Egal wie Du Deine Bekanntschaften bezeichnest, wesentlich ist und bleibt: Wenn Du Deinem Sohn wirklich helfen willst, dann mußt erst Du Dich wandeln - Dein Sohnemann wird sich dann von selbst ändern.

  1. Wenn Du Vorwürfe erkennst, dann heißt das, daß ich getroffen habe, sonst würdest Du nicht „Auah“ schreien.

Es ist nicht meine Absicht und auch nicht mein Recht mich über Dich zu erheben und Dir Vorwürfe zu machen.
Aber ich sage Dir nicht was Du hören willst - denn das bringt Dich nicht weiter.

Denk einfach mal in Ruhe darüber nach.
liebe Grüße Richard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Unverschämtheit

Dein Sohn braucht Dich - nicht Deine Lover.

Was soll denn das bitte??
Deine Mutmasungen sind gelinde gesagt eine Unverschämtheit.
Dieses Forum heist wer-weiss-was und nicht www.besserwisser.de

Sue

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Ich fass es nicht.

Egal wie Du Deine Bekanntschaften bezeichnest, wesentlich ist
und bleibt: Wenn Du Deinem Sohn wirklich helfen willst, dann
mußt erst Du Dich wandeln - Dein Sohnemann wird sich dann von
selbst ändern.

Ich bin seit Jahren alleine und habe weder Bekanntschaften noch Lover, Mr. Besserwisser.

  1. Wenn Du Vorwürfe erkennst, dann heißt das, daß ich
    getroffen habe, sonst würdest Du nicht „Auah“ schreien.

Du klingst als ob du alles weisst und alles kannst, vor allem erstaunt mich, wie genau du mich „analysierst“ ohne mich zu kennen und ohne mich jemals gesprochen zu haben?
Ehrlich gesagt, in deinem Posting war kein einziger Kritikpunkt zutreffend. Aber wenn es dir hilft, dich über andere zu erheben damit du dich selber besser fühlst, nur zu.

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sorry, wollte Dich nicht verletzen.
ich empfehle Dir mal das Buch
Ist mein Kind denn zu verwöhnt?
von Theresia Maria de Jong Michaela Köster.

Wenn man davon absieht, daß die Rubrik über alleinerziehende zu sehr auf die erziehenden Elternteile gemünzt ist und dieses Erleben des Kindes außeracht läßt, ist es ein sehr gute Buch, und kann Dir bei Deinen Fragen Hilfreich sein.
Aber wende Dich möglichst nicht ans Jugendamt, sondern suche lieber im Bereich Selbsthilfegruppen, auch die Schule kann Dir neutralere Adressen geben.

Im übrigen ist es für Deinen Jungen genau so schlimm wenn Du keine Beziehung hast wie häufig wechselnde.
Im einen Fall fehlt ganz einfach der andere Pol, und im anderen Fall ist der andere Pol keine stabile Basis.
Du kannst den anderen Teil nicht ersetzen, und der andere Teil hat keine Kontrolle über Dich - da er fehlt.

Aber Bedenke bei all Deiner Sorge:
Im Zentrum steht Dein Kind und nicht Du.

Ich habe 2 Töchter ein wenig älter als Dein Sohn.
Das seltsame daran ist - die zwei sind vier - weil zwei beim Papa und zwei bei Mama. Daraus wird wohl sehr deutlich, daß die kleinen schon sehr genau wissen wie sie sich wem gegenüber zu verhalten haben.

Was glaubst Du was es mich Geduld und Nerven kostet meiner Frau klar zu machen, daß gewisse Verhaltensmuster unserer Kinder den Eltern zur Last gelegt werden müssen und nicht dem Kinde.
Erst wenn sie dann mit ihrem Latein am Ende ist läßt sie sich auf meine Vorschläge ein und der Erfolg läßt nicht lange auf sich warten.
Vieleicht habe ich hier etwas von meinem Frust gegenüber meiner besseren Hälfe an Dir ausgelassen.
Hizu kommt noch, daß mein letztes großes Engagement für das Kind sehr tragisch endete, und dies nur, weil alle Taub und blind waren - selbst das Jugendamt.

Im vordergrund meines bemühens steht aber tatsächlich das deinem Kind helfen wollen - und damit Dir.

Gruß Richard

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Hallo Richard!

Mit Interesse habe ich Deine Antworten gelesen. Es ist schön, dass Du Dich für eine konsequente Erziehung von Kindern einsetzt. Und es freut mich, dass es bei Deinen Sprösslingen funktioniert hat.

Erlaube mir trotzdem einige Anmerkungen:

1.)

Wenn einer behauptet „Wasser fließe stets den Berg hinab“
sprichst Du da dagegen?
Und genau so simpel und einfach ist das mit Kindern auch.

Meine Pädagogiklehrerin hat uns stets eindringlich davor gewarnt, von „schlimmen“ Kindern auf unfähige Eltern zu schließen.

„Ein Kind ist kein Kaugummi-Automat“, sagte sie, „wo man oben gute Erziehung reinsteckt und unten das brave Kind rauskommt“.

2.)
„Verurteile nie einen Menschen, wenn Du nicht zuvor eine Meile in seinen Schuhen gegangen bist“, lautet ein altes Sprichwort.

Du hast Kinder, taubblinde Kinder, und ich möchte Dir hier meine Anerkennung aussprechen, dass Du sie gut erzogen hast. Taubblinde sind eine Herausforderung, der ich mich nicht gerne stellen würde, muss ich ehrlich zugeben.

Trotzdem:
Es gibt auch gesunde Kinder, die sehr, sehr anstrengend sind.
Ich kenne beispielsweise eine Familie. Vier Kinder, lebhaft und aufgeweckt, trotzdem in vertretbaren Bahnen. Die Eltern hatten auch immer kluge Ratschläge für andere bereit.
Und dann kam das fünfte Kind. Es war schwierig, schwieriger, am schwierigsten. Die Eltern waren bis an ihre Grenzen, oft auch darüber hinaus, gefordert.
Als das Kind 15 war, haben sie mir gesagt, sie hätten nie für möglich gehalten, dass es so einen Sturschädel geben kann.

Und wenn beide Eltern mit diesem Kind kaum zu Rande gekommen sind, wie willst Du einer alleinerziehenden Mutter, die nebst der Kindererziehung die Sorge um ihre Familie allein tragen muss, einen Vorwurf machen, dass sie überfordert war und deshalb nicht zu jeder Zeit eine optimale Mutter gewesen ist???

3.)
Wenn Du an jemandem Kritik anbringen willst - und möchtest, dass sie auch ankommt:
Erwähne zuerst das Gute!!! Lob muss vor Kritik kommen, soll diese Gehör finden!

Alles Gute weiterhin! Und das Schicksal Deiner Töchter würde mich brennend interessieren. :smile:

Hanna

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Hallöle,

ich habe mir mal die Postings zu Deinem Hilfeschrei durchgelesen ! Sorry, aber wäre wohl schön gewesen, wenn wirklich eine Hilfestellung dabei gewesen wäre.
Für mich sieht das ziemlich nach einer Reaktion aus, die auf dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom beruhen könnte. Da ist es nicht mit Erziehungsberatung getan, sondern Dein Kind braucht zunächst ganz viel Unterstützung. Ich hatte mit meinem Sohn im Alter von 7-12 Jahren ähnliche Probleme (auch ohne LOVER und fehlender Zeit für´s Kind!!) Allerdings ist das ca. 20 Jahre her und wir waren ziemlich auf uns allein gestellt, aber es war möglich durch die Umstellung der Ernährung und begleitender Theraphie den jungen Mann auf eine (auch für ihn akzeptabele) Verhaltensweise zu bringen.
Wenn Du mags, schreibe mir gerne eine Mail, ich würde Dir gerne helfen.
Liebe Grüße
Inge

Gewagt?
Hi!

Findest Du es nicht etwas sehr gewagt, auf Grund von ein paar Zeilen hier ein ADS zu diagnostizieren?

Da finde ich es doch reichlich hilfreicher, den Tipp mit der Erziehungsberatung (die in der Regel dann auch an mehr oder minder geeignete ADS(H)-Spezialisten verweisen) zu geben!

Just my 2 Cents

LG
Guido

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Hallo Guido,

dazu Folgendes:

Findest Du es nicht etwas sehr gewagt, auf Grund von ein paar

Zeilen hier ein ADS zu diagnostizieren?

  1. Ich habe keine Diagnose gestellt, sondern einen Hinweis gegeben was der Grund für das Verhalten des Kindes sein könnte! (Hat übrigens noch eine Userin angeregt)

Da finde ich es doch reichlich hilfreicher, den Tipp mit der
Erziehungsberatung (die in der Regel dann auch an mehr oder
minder geeignete ADS(H)-Spezialisten verweisen) zu geben!

  1. Meine persönlichen Erfahrungen mit derartigen Einrichtungen sind nicht so, das ich sie als Empfehlung weitergeben würde. Es gibt durchaus auch für Mütter die Möglichkeit durch den Kontakt mit „ADS-erfahrenen Mütter“ sich zunächst einmal auszutauschen und dadurch der Problemlösung näher zu kommen. Ich halte es für wichtig möglichst gut informiert evtl. Beratungsstellen aufzusuchen. Zumal solche Kinder nicht unbedingt ein Fall für die Erziehungsberatung sind.

Gruß
Inge

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