Hilfe! Bandscheibenvorfall! Was tun als Sportler

Hallo,

lt. MRT-Befund habe ich einen breitbasigen Bandscheibenvorfall im Segment LWK5/SWK 1 mit links-mediolateraler Betonung. Bandscheibengewebe reicht hier bis an die linke Nervenwurzel S1 heran. Weitgehend unauffällige Darstellung der übrigen Bandscheibenfächer. Keine weitere spinale oder neuroforaminale Enge. Am ehesten muskulär bedingte Steilstellung der unteren BWS. Keine frische knöcherne Verletzung oder Luxation. Regelrechtes Myelonsignal, unauffälliges umgebendes Weichteilgewebe. Kein Hinweis auf ein malignes oder entzündliches Geschehen.

Was genau bedeutet das alles?

Ich habe keinerlei Taubheitsgefühle oder auch kein Kribbeln in den Beinen!

Ich bin sehr sportlich. Ich jogge regelmäßig, fahre viel Fahrrad, betreibe Krafttrainingsübungen (Kreuzheben, Kniebeugen, vorgebeugtes Rudern, Bankdrücken, Frontdrücken, Klimmzüge).

Was darf ich davon weiterhin machen?

Was darf ich vorerst oder nie wieder davon machen?

Geht joggen z. B. weiterhin mit superduper gedämpften Laufschuhen?
Wie siehts mit Fahrrad fahren aus?
Was ist mit den Krafttrainingsübungen?
In welchem Wiederholungsbereich darf ich nur noch trainieren?

Welche (anderen) Übungen muss ich machen, damit ich in diesem Bereich eine Stärkung der (authochtonen) Rückenmuskulatur bewirke?

Was ist mit irgendwelchen Rumpfstabilisationsübungen?

Was ist mit Schwimmen?
Ich kann (noch) nicht schwimmen!

Kann sich der Bandscheibenvorfall zurückbilden?

Was ist sonst noch so alles zu beachten?

Welche Möglichkeiten gibts noch, um den Bandscheibenvorfall zu therapieren (Medikamente? Welche? OP? …)?

Bitte um eure Antworten.

Vielen lieben Dank im Voraus.

Schöne Grüße

hi

Was genau bedeutet das alles?

Was sagt denn Dein Arzt dazu?

Und auch zu all Deinen anderen Fragen, was hat denn Dein Arzt dazu gesagt?

Wäre ja doof, wenn Du nur Antworten bekommen würdest, die Dir schon Dein Arzt gegeben hat.

Gruß
Edith

Wichtig ist, einen engagierten und nicht gelangweilten Physiotherapeuten zu finden. Die gibt es, und die wirken Wunder.
Ich vermute, dass du dir bei deinen hohen Krafteinsätzen ein paar falsche Bewegungen angewöhnt hast, ich weiß nicht welche, das muss der Physiotherapeut tun. Nach meiner unmaßgeblichen Befürchtung kann der Arzt das weniger gut.
Ist bei dir ein Arm o.ä. stärker als der andere? Das wäre ein erster Hinweis.
Zweitens: wenn du mehr Krafttraining als anderen Sport treibst, geht mit der Zunahme der Muskelkraft vielleicht nicht die nötige Zunahme der anderen mesodermalen Gewebe einher. Dann schützt die Muskulatur nicht die Gelenke wie sonst, sondern zerreißt sie, grob gesagt. So mein Arzt.
Bei mir war der Nerv ziemlich durch, der Fuß hing. Jetzt gehts wieder.

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Was genau bedeutet das alles?

Da du

keinerlei Taubheitsgefühle oder auch kein Kribbeln in
den Beinen!

hast erst einmal nichts, wobei man in Panik verfallen sollte.

Ich bin sehr sportlich. Ich jogge regelmäßig, fahre viel
Fahrrad, betreibe Krafttrainingsübungen (Kreuzheben,
Kniebeugen, vorgebeugtes Rudern, Bankdrücken, Frontdrücken,
Klimmzüge).

Was darf ich davon weiterhin machen?

Das (und die Folgefragen) besprichst du im Detail mit deinem Arzt oder noch besser: lass dir von ihm eine Überweisung zu einem guten Physiotherapeuten geben. Grundsätzlich: Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass es nicht um das OB geht, sondern bei der ein oder anderen Geschichte allenfalls um das WIE. Und das DAS ist allemal besser als NIX zu tun. Im Detail hängt aber auch ein wenig davon ab, was deine Symptome sind. Wegen Nix hat dich dein Arzt nicht in die Röhre geschoben.

Kann sich der Bandscheibenvorfall zurückbilden?

Gute Nachricht: in dem Stadium ohne Lähmungserscheinungen mit vernünftiger Therapie und Training: Ja, sogar vollständig!

Welche Möglichkeiten gibts noch, um den Bandscheibenvorfall zu
therapieren (Medikamente?

Nur, wenn die Schmerzen nichts anderes erlauben

Welche? OP? …)

Um Himmels Willen! Dafür ist es deutlich zu früh bzw. besteht dafür gar kein Anlass. Operieren tut man, wenn die Leut nicht mehr krauchen können und nichts anderes hilft.

Bitte um eure Antworten.

Vielen lieben Dank im Voraus.

Schöne Grüße

Danke, Bitte, Grüße

Hallo,

ich gebe hier mal eine umfassende Erklärung zu den Vorgängen, Verhaltensweisen usw. bezüglich der Probleme mit Wirbelsäule und Bandscheiben, weil diese Fragen hier häufig gestellt werden:

Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Wirbelsäule stehen:

zuständig sind die Orthopäden und Neurologen, falls Nerven betroffen bzw. geschädigt sind. Am allerbesten wären aber Osteopathen und bei Massagen Physiotherapeuten, die die Osteopathie beherrschen. Gehe zu einem Osteopathen und laß dir von ihm die auf dich abgestimmten Übungen zeigen.

Schmerzmittel sind als Behandlung, schon wegen der Nebenwirkungen, nicht geeignet, allenfalls vorübergehend, um Schmerzen zu lindern, damit Gymnastik möglich wird.

Osteopathie ist eine sanfte und nachhaltige Methode, die die Ursachen behandelt und behebt. So mancher wurde ohne OP geheilt, obwohl die Mediziner nicht mehr weiter wußten. Infos hier: http://www.osteopathie.de
Diese Methode ist seit den 1930er Jahren eine medizinisch anerkannte Behandlungsmethode in den USA, seit ca. 20 auch in Frankreich und England anerkannt, in Deutschland erst seit ca. 2 Jahren.

Desweiteren gibt es noch die Atlastherapie nach Arlen - auch sie könnte helfen.

Wenn du einen Physiotherapeuten findest, der die Osteopathie beherrscht, laß dir vom Orthopäden/Neurologen Massagen verschreiben und bitte den Physiotherapeuten die Osteopathie anzuwenden. Das geht ohne weiteres.

Gymnastik:
Physiotherapeuten können dir am besten helfen und dir auch, die für dich passenden gymnastischen Übungen zeigen.
Jede Übung, die Schmerzen verursacht ist falsch. Wenn du Schmerzmittel nimmst und dann Übungen machst, wird diese Schmerzgrenze stets überschritten, weil man den Schmerz zu spät bemerkt, man muß die Übungen dann stark reduzieren, wobei aber schwierig ist, festzustellen an welchem Punkt man aufhören soll. Also Übungen möglichst nicht machen, wenn Schmerzmittel eingenommen wurden!

Einrenken:
Häufiges einrenken ist nicht zu empfehlen!
Wenn Wirbel oder Bandscheibe wieder an die richtige Position rutschen, sind die Bänder, Sehnen und Muskeln, die gedehnt waren, nicht in der Lage sich sofort der neuen und gesunden Position anzupassen. Deswegen verrutschen sie sehr schnell wieder. Rückengymnastik kann Bänder usw. wieder kräftigen, was aber einige Zeit dauert. Springen Wirbel immer wieder raus, kommt es auch immer zur Überdehnung.

Nerven:
Verteilen sich von der Wirbelsäule aus über den gesamten Körper, an der WS sind es dicke Stränge aus zahlreichen Fasern, die sich dann aufteilen, wie die Äste an einem Baum.
Nervenentzündung und -schmerzen entstehen, wenn Wirbel oder Bandscheiben die Austrittsöffnung an der WS verkleinert und auf die Nerven drücken, die Reizung führt zur Entzündung und diese zu Schwellungen, die den Raum weiter verengen. Sind die Nerven geschädigt kann es in allen Körperregionen zu Schmerzen, Stechen und Krämpfen führen. Kommt es zu Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinung ist dies ein Alarmzeichen - der Arztbesuch ist dann schon fast ein Notfall.
Da die Nerven an motorischen, gefühlsmäßigen, funktionellen Vorgängen beteiligt sind, kann es z.B. zu funktionellen Störungen der Blase führen, absoluter Notfall!
Entzündungshemmende Tabletten allein lindern zwar momentan, beseitigen aber nicht die Ursache!

Verhalten:
Stehen allein kann schon schmerzhaft werden = verspannte Dauerhaltung mit Verkrampfung der Muskulatur.
Ein Hohlkreuz verstärkt die Schmerzen dann, weil die Gewichtsverteilung im System Wirbelsäule bzw. die Statik nicht mehr stimmt.
Empfehlenswert ist daher ein Ausgleichssport, Gymnastik, die die Rückenmuskulatur kräftigt, Rückenschwimmen und Kraulen etwa (nicht Bauchschwimmen) und anderes.
Tut man gar nichts, um einen Ausgleich zum vielen Stehen/Sitzen zu schaffen, wird es über kurz oder lang zu Bandscheibenschäden, evtl. zu einem Bandscheibenvorfall kommen. Sportarten die ruckhaft die Wirbelsäule Stauchen - z.B. mit dem Rad durch ein Schlagloch fahren, Tampolinspringen, Tennis, Springen u.ä.m. sind zu vermeiden ebenso wie längere Autofahrten.

Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit immer darauf achten, daß der Rücken schön warm verpackt ist, Naturfasern wie Wolle, Leinen, Seide, Baumwolle wärmen am besten, Synthetik, besonders direkt auf der Haut ist ungeeignet.

Wer viel sitzt sollte z.B. regelmäßig schwimmen gehen - keine Bauchlage, sondern Rücken, Kraul. Gymnastikübungen zeigen lassen, die die Rückenmuskulatur stärken und diese jeden Morgen machen.

Beim sitzen darauf, daß der Rücken schön gerade ist, also keinen Buckel, hängende Schultern, zwischendurch immer mal aufstehen, herumgehen, Lockerungsübungen machen.

Schwereres heben : auf einen geraden Rücken achten und dabei in die Hocke gehen statt sich zu bücken. Statt Schultasche einen Rucksack tragen.

WICHTIG! ALLE HIER GESCHILDERTEN SCHMERZEN, EMPFINDUNGSSTÖRUNGEN, LÄHMUNGSERSCHEINUNGEN SOLLTEN IMMER VON EINEM ARZT UNTERSUCHT WERDEN, WEIL SIE AUCH ANDERE URSACHEN HABEN KÖNNEN.

Halswirbelsäule:
Wichtig: an der Halswirbelsäule nichts einrenken lassen und schon gar nicht von einem Orthopäden, Chiropraktiker oder Heilpraktiker. Diese Methode ist für diesen empfindlichen Bereich völlig ungeeignet! Dabei können Halsarterien und Nerven beschädigt werden.

Nach einem Auffahrunfall könnte ein Schleudertrauma an der Halswirbelsäule vorliegen. Oft zeigen sich Beschwerden wie Schmerzen, Schwindel usw. erst später. Eine Halskrause kann vorübergehend helfen, damit der Hals stabilisiert/ruhiggestellt wird.

HWS-Probleme können, weil hier der Hauptnervenstrang zum Kopf in einem recht engen Kanal verläuft, Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Kopfschmerzen, Schwindel, Schmerzen an Schläfen, Augen gehören ebenfalls dazu.

Brustwirbelsäule:
Probleme an der BWS können Funktionen im gesamten Oberkörper bis in die Magenebene behindern, Magenkrämpfe bei krummem Rücken, Herzinfarkt ähnliche Schmerzen - diese dann unbedingt sofort vom Arzt abklären lassen, Arme und Hände beeinträchtigen usw.

Lendenwirbelsäule:
Probleme hier können die Funktionen im gesamten Unterleib, Darm, Blase, Beine, Füße, beeinträchtigen, die Bandbreite der Schmerzen kann von dumpf, stechend, lokal bis weiter verbreitet gehen. Nervenschmerzen sind wohl die schlimmsten, die es gibt.

Ernährung - wer langfristig gesund bleiben will, muß auf eine gesunde Ernährung achten, Anregungen dazu finden sich auf den Webseiten von Dr. Bruker, Dr. Pirlet und Dr. Schnitzer.

Hier ein genereller Überblick zum besseren Verständnis, warum das so wichtig ist.

Generell benötigen die Bandscheiben, Bänder, Sehnen, Muskeln, ebenso wie der Organismus zahlreiche Substanzen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme) und ausreichend Wasser, um gesund zu bleiben bzw. zu werden. Welche bei jemanden im Einzelnen fehlen, kann man nur mit extensiven Blutbildern feststellen, die die konventionelle Medizin nicht vornimmt.

Spezialisten auf diesem Gebiet sind Orthomolekularmediziner - eine Zusatzausbildung, die inzwischen gelegentlich auch von Kassenärzten gemacht wurde. So jemanden zu finden, ist aber immer noch recht schwierig.

Grundlage ist aber eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung, die auch Vollkornprodukte, viel frisches Obst und Gemüse enthalten sollte. Zu meiden ist dabei alles was industriell vorgefertigt ist - Fast Food, Tütensuppen, Cola usw.

Der Aufbau der Wirbelsäule hat eine statisch, anatomisch angepaßte Form. Bestehet in einem bestimmten Bereich ein Problem wird diese insgesamt gestört, woraus sich ergibt, daß dieses eine Problem kurz- oder langfristig auch die anderen Bereiche beeinflussen wird. Bei einer Operation, die manchmal tatsächlich in den o.g. Notfällen erforderlich sein kann, wird z.B. ein Teil der Bandscheibe oder die gesamte Bandscheibe entfernt. Dadurch wird die Statik der WS gestört, was langsfristig oft zu erneuten Problemen in anderen Bereichen der WS führt. Aus diesem Grund sollte eine OP ausschl. in Notfällen und auch dann nur erfolgen, wenn alle anderen konventionellen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Gruß,
p+p

Wow!

Vielen Dank für die umfassende Antwort.

Ich habe jetzt ein Rezept für manuelle Therapie, KG bekommen. Mit diesem Rezept kann ich also zu einem Physiotherapeuten gehen, der Osteopathie anwendet und das ist mit dem Rezept abgedeckt, mit der Selbstbeteiligung i. H. v. ca. 18 €? Eine Sitzung Ostheopatie kostet ja mal locker 60 - 80 €!

Warum gerade einen Osteopathen bzw. Physiotherapeuten, der Osteopathie anwendet?

Wo finde ich einen Osteopathen oder Physiotherapeuten in meiner Nähe, der Osteopathie auf Rezept anwendet?

Hallo,

Ich habe jetzt ein Rezept für manuelle Therapie, KG bekommen.
Mit diesem Rezept kann ich also zu einem Physiotherapeuten
gehen, der Osteopathie anwendet und das ist mit dem Rezept
abgedeckt, mit der Selbstbeteiligung i. H. v. ca. 18 €?

Ja, das geht - habe ich selbst schon gemacht.

Warum gerade einen Osteopathen bzw. Physiotherapeuten, der
Osteopathie anwendet?

Weil diese Therapie schonender und vor allem nachhaltiger ist. Bei http://www.osteopathie.de findest du eine Beschreibung. Bei mir konnte man damit jahrelange migräneartige Kopfschmerzen (HWS-Probleme) sowie LWS-Probleme beheben, bei denen alle anderen Verfahren versagt hatten.

Wo finde ich einen Osteopathen oder Physiotherapeuten in
meiner Nähe, der Osteopathie auf Rezept anwendet?

Das ist etwas aufwendiger: suche die Kassen-Physiotherapeuten in den Gelben Seiten in deinem Bereich und ruf dort an und frage nach. Vielleicht kennt dein Arzt so jemanden. Vielleicht ist auch jemand auf der Seite der Osteopathen gelistet. Falls du im 66111-Bereich wohnst könnte ich dir einen nennen.

Gruß,
p+p

Ich habe mir mal ein paar Seiten angeschaut und würde mich in dieser Reihenfolge entscheiden:

http://www.osteopathie-kassel.de/ueber-uns/therapeut…
http://www.mario-tkacz.de/index.php?seite=osteopathie
http://www.therapiezentrum-kassel.de/AndreasHempel1…
http://www.mmmoench.de/

Was sagst du zu diesen Therapeuten?

Hallo,

http://www.osteopathie-kassel.de/ueber-uns/therapeut…

Scheint i.O. da Vollausbildung: Ausbildung zum Osteopathen am College Sutherland Hamburg ( 5 Jahre)

http://www.mario-tkacz.de/index.php?seite=osteopathie

Erscheint ebenfalls OK wegen: 5 jähriges Studium an der Osteopathie Schule Deutschland mit Prüfung und Abschluss 2007. Muß aber selbst bezahlt werden. Die Behandlungsbeschreibung läßt darauf schließen, daß die Dame seriös ist.

http://www.therapiezentrum-kassel.de/AndreasHempel1…

Weckt bei mir Skepsis, weil er nichts über seine Ausbildung angibt. Staatliche Anerkennung ist nichtssagend.

http://www.mmmoench.de/

Nur bei Jens Mönch: Zusatzausbildung im Bereich Osteopathie, 1996 - 2001 Studium der Osteopathie, eingetragener Student der International Academy of Osteopathy (I.A.O.) in Belgien. Etwas günstiger -Osteopathie 80,00- als die Heilpraktikerin.
Keiner der anderen Mitarbeiter hat eine Osteopathie-Ausbildung.

Was sagst du zu diesen Therapeuten?

Hempel würde ich aus der Liste streichen. Eine weitere Bewertung kann nur nach einem Versuch erfolgen. Ausbildung bei Sutherland und der belgischen Schule sind mir bekannt und i.O. Die deutsche Schule kenne ich nicht.

Grundlegend: keine feste Zahl von Behandlungsterminen vereinbaren, wer z.B. 10 verlangt ist nicht seriös. Nach der 2. oder 3. Behandlung sollte sich zumindest eine leichte Besserung einstellen. Keinerlei Einrenken zulassen, denn das ist nicht Osteopathie, sollte das jemand versuchen wollen, einen anderen Therapeuten wählen.

Gruß,
p+p

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Werde mal beim ersten link anfangen! :wink:
Allerdings habe ich da schon Negatives gehört. Sollen wohl übelst genau auf die Uhr schauen und sogar kürzer, als üblich behandeln!?

Wie lange muss eine Sitzung Physiotherapie oder Osteopathie dauern?

Ich habe ja ein Rezept über 6 x „Manuelle Therapie“.

Wie soll ich z. B. reagieren, wenn man mir keine Osteopathie für diese Heilmittelverordnung geben möchte?

Aber i. R. d. Osteopathie sollten mir dann doch auch Übungen gezeigt werden, die ich zu Hause machen kann, oder!?

Kann ich einfach nach z. B. drei Behandlungen sagen, dass es mir nicht gefällt, keine Besserung eingetreten ist? Wie ist das dann mit den restlichen drei Sitzungen, welche ich dann woanders machen möchte? Muss ich dann jeweils die Hälfte der Selbstbeteiligung zahlen? Was ist mit der Heilmittelverordnung, welche der erste Therapeut hat?

Du vergisst aber so einiges zu erwähnen:

Ostheopathie ist keine Kassenleistung! (Manche verkluseln das zwar unter MT, das muss aber nicht)

Alle Begeisterung für diese Behandlungsmethode solltest du aber auch ein wenig differenzieren. Ein guter Manualtherapeut reicht in der beschriebenen Situation aus. Bzw. ist, wenn es hier um die Qualifikation des Therapeuten geht, jetzt mind. genauso wichtig, dass der ausreichend qualifiziert sich zum Thema sportliche Aktivitäten äußern kann!

Einen guten Physiotherapeuten zeichnet aus, dass er NICHT einseitig an einer einzigen Methode hängt (auch nicht an Ostheopathie!) sondern die einsetzt, die für den Patienten mit diesem Beschwerdebild und mit jener Ressource am besten geeignet ist!

So, wie du hier ständig indifferenziert für deine Osteopathie wirbst, könnte man den Eindruck bekommen, du bekommst vom Verband Provision…

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Nachtrag
Ich finde bspw. höchst bezeichnend, dass du deine eindeutige und ultimative Empfehlung für eine einzige Methode zu einem Zeitpunkt aussprichst, wo du überhaupt keinen Schimmer hast, was für Beschwerden der UP überhaupt hat!

Das einzige, was du hast, ist ein MRT-Befund und die negativ Aussage: keine Lähmungserscheinungen.

Wenn mein Physiotherapeut sich auf Basis derartig dünner Infos für irgendeine Maßnahme entscheiden würde, würde ich ihn wegen mangelnder Qualifikation in die Wüste schicken!

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Hallo marcel4ik,

Werde mal beim ersten link anfangen! :wink:
Allerdings habe ich da schon Negatives gehört. Sollen wohl
übelst genau auf die Uhr schauen und sogar kürzer, als üblich
behandeln!?

Wie lange muss eine Sitzung Physiotherapie oder Osteopathie
dauern?

bei der Physiotherapie „Manuelle Therapie“ = 30 Minuten.

Ich habe ja ein Rezept über 6 x „Manuelle Therapie“.

Wie soll ich z. B. reagieren, wenn man mir keine Osteopathie
für diese Heilmittelverordnung geben möchte?

Du kannst nur darauf bestehen, wenn Du die Therapie selbst bezahlst, weil keine Kassenleistung.

Aber i. R. d. Osteopathie sollten mir dann doch auch Übungen
gezeigt werden, die ich zu Hause machen kann, oder!?

Kann ich einfach nach z. B. drei Behandlungen sagen, dass es
mir nicht gefällt, keine Besserung eingetreten ist?

Ja, dass kannst Du. Du kannst gehen, wann immer DU willst.

Wie ist

das dann mit den restlichen drei Sitzungen, welche ich dann
woanders machen möcht

Muss ich dann jeweils die Hälfte der

Selbstbeteiligung zahlen? Was ist mit der
Heilmittelverordnung, welche der erste Therapeut hat?

Das KG-Rezept verbleibt in der Praxis zur Abrechnung.
Du mußt 10,–€ für das Quartal plus die anteiliege Selbstbeteilung bezahlen.

Die Heilmittelverordnung bleibt beim 1. Therapeuten und Du kannst Dir eine neue von Deinem Arzt verschreiben lassen.

Vielleicht hilft Dir das…

http://www.heilmittelkatalog.de/physio/info.htm

Vielleicht fängst Du einfach mal mit Manueller Therapie an, denn das ist eine sehr gute Therapie.
Aber Du solltest darauf achten, dass Du auch manuelle Therapie bekommst.
Manchmal ist es auch so, dass die Praxis zwar „Manuelle“ abrechnen kann, weil einer der Kollegen diese Forbildung hat, aber von den anderen nicht danach behandelt wird, weil sie es nicht können.
Dann wird oft nur massiert. Bei google gibt es Informationen, wie so eine Therapie aussehen muß.

Alles Gute
VG
merkur3

Hallo,

Du vergisst aber so einiges zu erwähnen:

Es steht dir natürlich frei zu ergänzen. Das war eine Zusammenfassung und das habe ich auch deutlich gemacht. Wenn ich alles erwähnen würde, müßte der Text mindestens 100 Seiten umfassen.

Ostheopathie ist keine Kassenleistung! (Manche verkluseln das
zwar unter MT, das muss aber nicht)

Darauf weise ich im Bereich Physiotherapeuten durchaus hin!

Alle Begeisterung für diese Behandlungsmethode solltest du
aber auch ein wenig differenzieren. Ein guter Manualtherapeut
reicht in der beschriebenen Situation aus. Bzw. ist, wenn es
hier um die Qualifikation des Therapeuten geht, jetzt mind.

Das mag stimmen. Allerdings habe ich auch mit Manual Therapie Erfahrung. Seit dem 16. Lebensjahr mit WS Problemen massivster Art geschlagen (3 Stürze auf Wirbelsäule und Steißbein), konnte mir dir Osteopathie erstmals helfen, da war ich aber schon 54 und hatte eine OP hinter mir, die nur Verschlimmerung und weitere Beschwerden eingebracht hatte.

genauso wichtig, dass der ausreichend qualifiziert sich zum
Thema sportliche Aktivitäten äußern kann!

Das sind Osteopathen auch, denn sie kennen die Belastungen und wie sich verschiedene Sportarten im Gesamtgefüge auswirken. Ich wurde damals von einem Sportarzt operiert, der verletzte Nervenfasern bei der OP, was Lähmungserscheinungen verursachte, die ich vor der OP NICHT hatte.

Einen guten Physiotherapeuten zeichnet aus, dass er NICHT
einseitig an einer einzigen Methode hängt (auch nicht an
Ostheopathie!) sondern die einsetzt, die für den Patienten mit
diesem Beschwerdebild und mit jener Ressource am besten
geeignet ist!

Bei der Osteopathie kann er sich die sog. „Einseitigkeit“ aber erlauben, weil diese Methode viel mehr umfaßt als die Manuelle Therapie oder andere.

So, wie du hier ständig indifferenziert für deine
Osteopathie wirbst, könnte man den Eindruck bekommen, du
bekommst vom Verband Provision…

Nicht undifferenziert, ich habe selbst erfahren dürfen, was man mit dieser Methode alles erreichen kann, und nur deswegen empfehle ich sie. Nach fast 40 Jahren ständiger, teils unerträglicher Schmerzen, bin ich heute schmerzfrei und wieder voll belastbar. Mir zu unterstellen, ich könnte dafür Provision erhalten, ist völlig absurd und wieder mal ein persönlicher Angriff - typisch für w-w-w, der mit dem Thema nicht das geringste zu tun.

Gruß,
p+p

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Hallo,

Ich finde bspw. höchst bezeichnend, dass du deine eindeutige
und ultimative Empfehlung für eine einzige Methode zu einem
Zeitpunkt aussprichst, wo du überhaupt keinen Schimmer hast,
was für Beschwerden der UP überhaupt hat!

Wenn du das glaubst, hast du die Beschreibung des UP nicht richtig gelesen oder ordnest die geschilderte Symptomatik nicht richtig ein, möglicherweise, weil dir die Folgen von WS-Problemen nicht so bekannt sind wie mir.

Das einzige, was du hast, ist ein MRT-Befund und die negativ
Aussage: keine Lähmungserscheinungen.

Und der Befund ist sehr aussagefähig. Wenn es erst zu Lähmungserscheinungen kommt, wird es kritisch. Ich habe dem UP einen Überblick gegeben und für den Betreffenden ist wichtig zu wissen, welche Symptome einen Notfall begründen, damit er sich in einer derartigen Situation nicht mehr mit Massagen begnügt, sondern dann gleich zum Arzt oder in die Klinik geht.

Wenn mein Physiotherapeut sich auf Basis derartig dünner Infos
für irgendeine Maßnahme entscheiden würde, würde ich ihn wegen
mangelnder Qualifikation in die Wüste schicken!

Das sind keine dünnen Infos. Der MRT-Befund ist sehr aussagekräftig. Hinzu kommt, daß ein Osteopath bzw. Physiotherapeut einen derartigen Befund insoweit überprüft, also nochmals untersucht, um dann die richtigen Maßnahmen zu ergreifen bzw. seine Behandlung darauf abzustellen.

Gruß,
p+p

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Das mag stimmen. Allerdings habe ich auch mit Manual Therapie
Erfahrung. Seit dem 16. Lebensjahr mit WS Problemen massivster
Art geschlagen (3 Stürze auf Wirbelsäule und Steißbein),
konnte mir dir Osteopathie erstmals helfen, da war ich aber
schon 54 und hatte eine OP hinter mir, die nur Verschlimmerung
und weitere Beschwerden eingebracht hatte.

Das mag deine persönliche Erfahrung sein.

Das sind Osteopathen auch, denn sie kennen die Belastungen und
wie sich verschiedene Sportarten im Gesamtgefüge auswirken.

Das ist selbst bei gut qualifizierten Osteopathen nicht zwangsläufig bzw. nicht originär durch die Osteopathieausbildung so. Ich weiß übrigens wovon ich rede, ich habe eine studierten! (nicht gleich Schule) in der Familie. Und selbst der würde als seit 15 Jahren praktizierender Osteopath nicht so eine einseitige, unreflektierte Hymne loslassen.

Ich wurde damals von einem Sportarzt operiert, der verletzte
Nervenfasern bei der OP, was Lähmungserscheinungen
verursachte, die ich vor der OP NICHT hatte.

Das ist bitter. Aber eine solche Folge gehört bei einigen Operationen zum Risiko, was nicht heißen soll, dass nicht auch möglicherweise ein Fehlergemacht wurde. Es wäre aber völlig falsch, aus so einer Erfahrung heraus abzuleiten, dass Sportmediziner oder Operateure grundsätzlich falsch arbeiten oder umgekehrt Osteopathen alles richtig machen und heilen.

Bei der Osteopathie kann er sich die sog. „Einseitigkeit“ aber
erlauben, weil diese Methode viel mehr umfaßt als die Manuelle
Therapie oder andere.

Tut sie nicht.

So, wie du hier ständig indifferenziert für deine
Osteopathie wirbst, könnte man den Eindruck bekommen, du
bekommst vom Verband Provision…

Nicht undifferenziert, ich habe selbst erfahren dürfen, was
man mit dieser Methode alles erreichen kann, und nur deswegen
empfehle ich sie.

Du empfiehlst sie nicht, du preist sie als omnipotenten Heilsbringer an unter allen Beiträgen, wo sie auch nur irgendwie passen könnte. Kritische Töne zu Grenzen und Risiken der Osteopathie kommen dabei nicht vor.

Nach fast 40 Jahren ständiger, teils
unerträglicher Schmerzen, bin ich heute schmerzfrei und wieder
voll belastbar.

Das ist genau EINE Erfahrung, nämlich deine, die du bei DEINEN Beschwerden mit DEINEM Therapeuten gemacht hast.

Mir zu unterstellen, ich könnte dafür
Provision erhalten, ist völlig absurd

Das habe ich nicht unterstellt.

typisch für w-w-w,

Typisch ist hier eher, dass sie stark kritisieren, aber selber nicht kritikfähig sind.

Ich finde bspw. höchst bezeichnend, dass du deine eindeutige
und ultimative Empfehlung für eine einzige Methode zu einem
Zeitpunkt aussprichst, wo du überhaupt keinen Schimmer hast,
was für Beschwerden der UP überhaupt hat!

Wenn du das glaubst, hast du die Beschreibung des UP nicht
richtig gelesen oder ordnest die geschilderte Symptomatik
nicht richtig ein, möglicherweise, weil dir die Folgen von
WS-Problemen nicht so bekannt sind wie mir.

Irrtum! Ich bin selber betroffen, gleich die ganze Wirbelsäule lang von unten nach oben - und ich habe, wie erwähnt, einen studierten Physiotherapeuten und Osteopathen in der Familie. Vielmehr ist es so, dass du nur aufgrund eines MRT-Befundes, der vielleicht deinem ähnelt, deine Beschwerden in den anderen reininterpretierst. Dabei kann man mit dem hier geschilderten Befund völlig beschwerdefrei sein!

Das einzige, was du hast, ist ein MRT-Befund und die negativ
Aussage: keine Lähmungserscheinungen.

Und der Befund ist sehr aussagefähig.

ISt er nicht! Ich wiederhole mich: Mit so einem Befund kann man völlig beschwerdefrei sein.

Wenn es erst zu
Lähmungserscheinungen kommt, wird es kritisch.

Wird es nicht. Dann besteht nur wirklicher Handlungsbedarf. Kritisch nenne ich eine Situation, die irreversibel ist. Aber auch ein Bandscheibenvorfall mit Lähmungserscheinungen kann sich bei vernünftiger Therapie zurückbilden. Auch ohne OP. Das bekommt dann aber ein Osteopath nicht mehr hin…

Das sind keine dünnen Infos. Der MRT-Befund ist sehr
aussagekräftig. Hinzu kommt, daß ein Osteopath bzw.
Physiotherapeut einen derartigen Befund insoweit überprüft,
also nochmals untersucht, um dann die richtigen Maßnahmen zu
ergreifen bzw. seine Behandlung darauf abzustellen.

Ich wiederhole mich: kein guter Osteopath (kein guter Physiotherapeut, kein Neurologe, kein Orthopäde, kein Neurochirurg, egal, kein Fachmann halt) würde zu so einer Beurteilung kommen, wie du sie hier abgelassen hast nur auf Basis des MRT-Befundes. Und du, dessen einzige „Bildung“ darin besteht, mal betroffen zu sein, meinst, du kannst das? Beeindruckend.

Hallo,

Werde mal beim ersten link anfangen! :wink:
Allerdings habe ich da schon Negatives gehört. Sollen wohl
übelst genau auf die Uhr schauen und sogar kürzer, als üblich
behandeln!?

Den Therapeuten sollte man sorgfältig auswählen, es gibt auch bei der Osteopathie gute und weniger gute.

Wie lange muss eine Sitzung Physiotherapie oder Osteopathie
dauern?

Das wurde unten schon beantwortet.

Ich habe ja ein Rezept über 6 x „Manuelle Therapie“.
Wie soll ich z. B. reagieren, wenn man mir keine Osteopathie
für diese Heilmittelverordnung geben möchte?

Zwingen kann man niemanden, allerdings sind Physiotherapeuten da flexibel. Ob sie Manuelle Therapie machen oder in der gleichen Zeit eine andere Methode anwenden ist nicht so wichtig. Meine persönliche Erfahrung ist, daß sie auf den Wunsch des Patienten eingehen.

Aber i. R. d. Osteopathie sollten mir dann doch auch Übungen
gezeigt werden, die ich zu Hause machen kann, oder!?

Ja und er wird sie dir wahrscheinlich auch zeigen, damit du sie richtig machst.

Kann ich einfach nach z. B. drei Behandlungen sagen, dass es
mir nicht gefällt, keine Besserung eingetreten ist? Wie ist
das dann mit den restlichen drei Sitzungen, welche ich dann
woanders machen möchte? Muss ich dann jeweils die Hälfte der
Selbstbeteiligung zahlen? Was ist mit der
Heilmittelverordnung, welche der erste Therapeut hat?

Das ist ein Problem, denn das Rezept ist nicht teilbar. Deshalb den Therapeuten sorgfältig auswählen.

Falls du eine private Leistung in Anspruch nimmst, kannst du natürlich jederzeit abbrechen. Wichtig: sich nicht auf eine feste Anzahl Behandlungen verpflichten, wie bereits gesagt.

Gruß,
p+p

Lass dich nicht so voreilig auf diese Osteopathie einschießen. Ich weiß gar nicht, was dich da so anfixt?! Ist dir bewusst, dass ein Osteopath, so er nur die Osteopathenausbildung hat, praktisch keine deiner Fragen umfassend beantworten kann? (Egal, was P+P meint…)

Was sind denn jetzt eigentlich konkret deine Beschwerden? Hast du Bewegungseinschränkungen? Wenn ja welche? Hast du Schmerzen? Wenn ja welche und wann? Dann kann man dir auch empfehlen, worauf du besonders bei der Wahl deines Therapeuten achten solltest.

Was sind denn jetzt eigentlich konkret deine Beschwerden? Hast
du Bewegungseinschränkungen? Wenn ja welche? Hast du
Schmerzen? Wenn ja welche und wann? Dann kann man dir auch
empfehlen, worauf du besonders bei der Wahl deines Therapeuten
achten solltest.

Ich bin voll beweglich, allerdings unter Schmerzen.

Am schlimmsten ists morgens nachm Aufstehen. Die Schmerzen lassen im Laufe des Tages nach. Verschwinden aber nicht komplett. Exkl. morgens habe ich die meisten Schmerzen beim nach vorne beugen (am Waschbecken, Schuhe anziehen, binden) oder beim ständigen Sitzen (ich sitze fast den ganzen Tag am Schreibtisch!).