Hilfe, ich verkalke!

Hilfe,

ich bin doch erst 42 und verkalke schon *g*

Also Scherz beiseite, neulich wurde bei mir eine Verkalkung in der Schulter festgestellt, und gestern hat mein Frauenarzt nach einer Sonographie (Mammographie erfolgte auch kürzlich) gesagt, dass ich winzige Kalkablagerungen in der Brust habe. Igitt. Wo kommt das her? Kann man ernährungsmäßig was tun, damit das nicht weiter fortschreitet? Bin dankbar über jede Info.

Gruß
Nelly

Zusatzfrage
Kann das an sehr kalkhaltigem wasser liegen, welches man in Form von Kaffee oder Tee täglich zu sich nimmt?

Gruß
Nelly

Hallo Nelly,
Wasserleitungen verkalken, wenn man sie nicht konstant auf über 70°erhitzt.
Dann können sich nämlich Bakterien an der Wand absetzen, die mit ihren Ausscheidungen das Rohr verkalken.
Es gibt Theorien, daß auch die Verkalkung der Adern mit einer bakteriellen Infektion verbunden ist.
Gruß
Rolf

Schmarr’n!
Also - beim Zähneputzen aufpassen, daß die Bakterien aus der Wasserleitung nicht in den Blutkreislauf kommen? Die ‚Verkalkung‘ der Arterien mag mit Bakterien etwas zu tun haben, mit Kalk hat sie NIX zu tun. Es ist deshalb auch nicht nötig, den Körper konstant auf 70 Grad zu erhitzen, was ja sonst auch eine Idee wäre, oder Rolf?

Kai

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Kann das an sehr kalkhaltigem wasser liegen, welches man in
Form von Kaffee oder Tee täglich zu sich nimmt?

Gruß
Nelly

Nein, definitiv nicht. Es konnte kein Zusammenhang zwischen dem Kalkgehalt des Trinkwassers und Kalkablagerungen im Körper gefunden werden, da hierdurch der Kalziumhaushalt nur unwesentlich beeinflusst wird, welcher wiederum einer sehr genauen Regulation unterliegt.

Ich glaube, zwischen den Verkalkungen in der Brust und in der Schulter besteht kein Zusammenhang. Verkalkungen der Schulter (z.B. die Peritendinosis calcarea) sind degenerative Veränderungen oder Kalkablagerungen nach entzündlichen Erkrankungen im Schulterbereich.

„Verkalkungen“ der Brust (diese sind röntgenologisch als kalksprizterartige Ablagerungen sichtbar) bilden sich ebenfalls bei vielen gutartigen Erkrankungen der Brust und sind meist völlig harmlos. Beim Brustkrebs finden sich zwar auch Verkalkungen, diese sind jedoch sehr gut von gutartigen Veränderungen unterscheidbar.

Gruss,

Dr. med. Abraxas

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Korrekt. Um das Ganze klarzustellen, es gibt schwache Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen atherosklerotischen Plaques und einer Chlamydieninfektion, neuere Studien haben diesen Zusammenhang jedoch ziemlich entkräftet.

Es ist zwar richtig, das in atherosklerotischen Plaques Kalziumablagerungen vorhanden sind, diese entstehen jedoch durch die entzündlichen Veränderungen und werden vom Calciumserumspiegel nicht beeinflusst.

Gruss,

Dr. med. Abraxas

Hi,

Also - beim Zähneputzen aufpassen, daß die Bakterien aus der
Wasserleitung nicht in den Blutkreislauf kommen? Die
‚Verkalkung‘ der Arterien mag mit Bakterien etwas zu tun
haben, mit Kalk hat sie NIX zu tun. Es ist deshalb auch nicht
nötig, den Körper konstant auf 70 Grad zu erhitzen, was ja
sonst auch eine Idee wäre, oder Rolf?

und um auch das klarzustellen: die Verkalkung von Wasserleitungen hat zwar mit dem Kalk und auch mit der Temperatur des Wassers zu tun, nichts jedoch mit Bakterien. (BTW: je höher die Wassertemperatur, desto stärker die Verkalkung, man sehe sich einen Wasserkocher an).

Gruß Stefan

Servus Nelly,
wenn Du mal da nachschaust

http://www.brustkrebs-info.de/patienten-info/index.p…

kannst Du ja den Ausdruck dieser Seite mal Deinem Gynäkologen zeigen, ob er eine weitere Diagnostik für nötig hält. Aber sag Benni nichts :wink:

Kai

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Wer ist Benni?
Aber für den Link gab es einen *

Gruß
Nelly

Also - beim Zähneputzen aufpassen, daß die Bakterien aus der
Wasserleitung nicht in den Blutkreislauf kommen? Die
‚Verkalkung‘ der Arterien mag mit Bakterien etwas zu tun
haben, mit Kalk hat sie NIX zu tun. Es ist deshalb auch nicht
nötig, den Körper konstant auf 70 Grad zu erhitzen, was ja
sonst auch eine Idee wäre, oder Rolf?

Kai

Du pupst nur herum und gibst keine Antwort auf die gestellte Frage:
Woher kommt der Kalk bzw. die Verkalkung?
Einfach nur verneinen und dann keine andere Lösung anbieten ist einfach, bringt uns aber nicht weiter.
Gruß
Rolf

und um auch das klarzustellen: die Verkalkung von
Wasserleitungen hat zwar mit dem Kalk und auch mit der
Temperatur des Wassers zu tun, nichts jedoch mit Bakterien.
(BTW: je höher die Wassertemperatur, desto stärker die
Verkalkung, man sehe sich einen Wasserkocher an).

Gruß Stefan

Sorry, aber du verwechselst das mit Kesselstein.
Eine normale Wasserleitung unter 60° verkalkt durch Bakterienausscheidungen!
Wo bleibt eigentlich Deine Antwort auf die gestellte Frage?
Woher kommt dann der Kalk, bitte schön?

Gruß
Rolf

Hallo Rolf

Wo bleibt eigentlich Deine Antwort auf die gestellte Frage?
Woher kommt dann der Kalk, bitte schön?

Der Kalk kommt natürlich aus der Nahrung, so gesehen hast du schon recht.
Allerdings ist es so, das es sehr fein regulierende Regelkreise im Körper gibt, die den Ein- und Ausbau von Kalk in den Knochen, den Gehalt an freiem Kalzium im Blut und natürlich auch die Aufnahme und Ausscheidung von Kalzium regulieren.
Sollte es dich tatsächlich interessieren such doch mal nach Parathormon, D-Hormon ud/oder Calzitonin im Internet, da gibt es massen Informationen.

Beim gesunden Erwachsenen ist es so, das genausoviel Kalzium wieder ausgeschieden wird, wie aufgenommen worden ist.
Und es wird nur soviel aufgenommen, wie aktuell für normalerweise ablaufende Umbauprozesse, die Nervenfunktion, Hormonaufbau und und und gerade gebraucht wird.
Außerdem wird das aufgenommene Kalzium normalerweise nicht im Brustgewebe abgeschieden.
Wenn es das doch wird, gibt es eine „pathologische“ Ursache, diese liegt aber nicht in der hohen Belastung des Wasser oder der Nahrung, sonst müßte ich mir sowas ja auch durch den Genuß von viel Milch und Bananen anessen können und nicht nur bei stark kalkhaltigem Wasser.

Ganz allgemein ist die Regulation von Resorptionsmengen im Darm ein überaus spannendes Thema.
Von sehr wenigen Dingen (hm Fett und Zucker gehören leider dazu) können wir durch mehr Essen auch eine mehr Aufnahme erzwingen.

Schönen Tag noch
Kerstin

P.S. Keine Antwort auf die Ursprungsfrage, aber auf deine Frage schon.

Korrekt. Um das Ganze klarzustellen, es gibt schwache Hinweise
auf einen Zusammenhang zwischen atherosklerotischen Plaques
und einer Chlamydieninfektion, neuere Studien haben diesen
Zusammenhang jedoch ziemlich entkräftet.

Was ist denn das für eine tendenzielle Sprache?
Es gibt keine Hinweise, sondern nur schwache Hinweise, die dann auch noch ziemlich! entkräftet wurden.

Es ist zwar richtig, das in atherosklerotischen Plaques
Kalziumablagerungen vorhanden sind, diese entstehen jedoch
durch die entzündlichen Veränderungen und werden vom
Calciumserumspiegel nicht beeinflusst.

Wodurch entstehen denn entzündliche Veränderungen?
Vielleicht durch Bakterien?
Oder kommen sie jetzt mit dieser ominösen Autoimmun-Theorie?
Gruß
Rolf

Was ist denn das für eine tendenzielle Sprache?
Es gibt keine Hinweise, sondern nur schwache Hinweise, die
dann auch noch ziemlich! entkräftet wurden.

Guten Tag,

das ist eine vorsichtige Ausdrucksweise, die den Unsicherheiten der wissenschaftlichen Erkenntnis auf diesem Gebiet entspricht. Hätten Sie sich schoneinmal mit medizinischen Publikationen beschäftigt, würden Sie wissen, das der Begriff „schwache Hinweise“ bei statistischen Untersuchungen durchaus häufig verwendet wird. Neuere Studien zeigen sogar gar keinen Zusammenhang mehr zwischen einer Chlamydieninfektion und einem erhöhten kardiovaskulärem Risiko, daher bezeichne ich die Hypothese als „entkräftet“.

Wodurch entstehen denn entzündliche Veränderungen?
Vielleicht durch Bakterien?
Oder kommen sie jetzt mit dieser ominösen Autoimmun-Theorie?
Gruß
Rolf

Nein, die entzündlichen Veränderungen entstehen nicht durch Bakterien. Es gibt eine recht ausgereifte Theorie zur Atherosklerogenese, die ich unterstüzte. Lesen Sie die aktuelle Literatur. Die Entzündungsreaktion kommt danach durch die Immunantwort von Makrophagen zustande, welche u.a. oxidativ verändertes LDL phagozytieren.

Gruss,

Dr. med. Abraxas

Liebe Nelly,

erstmal keine Angst haben, bitte. Verkalkungen sind unter Umständen nichts schlimmes.
Was Deine Schulter anbetrifft, kann dies durch dauernde Fehlbelastung hervorgeurfen worden sein. Kommt halt vor.
Kleine Verkalkungen in Deiner Brust, können ein Hinweis auf Verkalkungen kleiner Arterien sein.
schau mal hierunter nach =

http://www.brustkrebs-info.de/patienten-info/index.p…

Liebe Grüße
Christiane

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Was ist denn das für eine tendenzielle Sprache?
Es gibt keine Hinweise, sondern nur schwache Hinweise, die
dann auch noch ziemlich! entkräftet wurden.

Guten Tag,

das ist eine vorsichtige Ausdrucksweise, die den
Unsicherheiten der wissenschaftlichen Erkenntnis auf diesem
Gebiet entspricht.

Trotzdem erhebt sie aber den Anspruch auf Richtigkeit?

Hätten Sie sich schoneinmal mit
medizinischen Publikationen beschäftigt, würden Sie wissen,
das der Begriff „schwache Hinweise“ bei statistischen
Untersuchungen durchaus häufig verwendet wird. Neuere Studien
zeigen sogar gar keinen Zusammenhang mehr zwischen einer
Chlamydieninfektion und einem erhöhten kardiovaskulärem
Risiko, daher bezeichne ich die Hypothese als „entkräftet“.

Wenn mediziner etwas nicht erklären können, dann greifen sie zu Kunstwörter, die von allen akzeptiert werden, aber gar nichts erklären.Damit keiner auf den Gedanken kommt, daß die Mediziner etwas nicht verstehen, hat man die Autoimmuntheorie erfunden.
Schon kann alles wunderschön erklärt werden, ohne Erklärung.

Nein, die entzündlichen Veränderungen entstehen nicht durch
Bakterien. Es gibt eine recht ausgereifte Theorie zur
Atherosklerogenese, die ich unterstüzte. Lesen Sie die
aktuelle Literatur. Die Entzündungsreaktion kommt danach durch
die Immunantwort von Makrophagen zustande, welche u.a.
oxidativ verändertes LDL phagozytieren.

„Immunantwort“, was für eine tolle Wortschöpfung!
Wo ist die Erklärung für diese Immunantwort?
Warum macht der Körper das?
Solange das keiner erklären kann gibt es auch keine Lösung zur Heilung!
Und solange sollten die Ärzte auch zugeben, daß sie keine Ahnung haben, anstatt dem Patienten ein nicht vorhandenes Wissen vorzutäuschen.
Gruß
Rolf

…von Makrophagen zustande, welche u.a.
oxidativ verändertes LDL phagozytieren…
Dr. med. Abraxas

Hallo,
ich will es auch verstehen, und hoffentlich viele weitere Mitleser hier. Danke.
Gruss Helmut

Wenn mediziner etwas nicht erklären können, dann greifen sie
zu Kunstwörter, die von allen akzeptiert werden, aber gar
nichts erklären.Damit keiner auf den Gedanken kommt, daß die
Mediziner etwas nicht verstehen, hat man die Autoimmuntheorie
erfunden.
Schon kann alles wunderschön erklärt werden, ohne Erklärung.

Guten Tag Rolf,

Wieso maßen Sie sich an zu behaupten, die von mir kurz angerissene Theorie sei erfunden und wolle etwaiges Unwissen verbergen? Ich für meinen Teil stehe ganz offen dazu, dass viele Theorien überall und auch in der Medizin provisorische Gedankengebäude sind. Es sind jedoch Theorien, die wenigstens nach wissenschaftlichen Methoden aufgebaut wurden. Die aktuell akzeptierte Theorie zur Entstehung der Arteriosklerose ist nun wirklich eine durch viele experimentelle und statistische Untersuchungen ziemlich abgesichertes Gebäude.

Sie sollten von irgendwelchen Verschwörungstheorien Abstand nehmen, die böse Schulmedizin erfinde wahnwitzige Theorien um die Patienten kleinzuhalten. Niemand hat Interesse daran, falsche Theorien aufrechtzuerhalten.

Halten Sie ihre Theorie der bakteriellen Verursachung für valide?

Gruss,

Dr. med. Abraxas

Hallo Helmut,

entschuldigen Sie. Ich werde einmal probieren, ganz kurz und knapp und daher unvollständig die aktuell akzeptierte Theorie zusammenzufassen:

das sog. LDL (low densitiy lipoprotein, das berühmte „böse“ Cholesterin) lagert sich in der innersten Schicht der Arterien ein --> hoher Blutzucker und Oxidation führen zu verändertem Cholesterin (LDL) --> diese Veränderungen werden von bestimmten Immunzellen erkannt, die diese Partikel aufnehmen und sich zu „Schaumzellen“ verändern --> es ensteht eine Entzündungsreaktion, die durch verschiedene Faktoren auch die gesamte Arterieninnenwand verdickt, Kalksalze lagern sich ein. Diesen Endzustand nennt man Plaque, er kann im Extremfall aufplatzen und ein Blutgerinsel bilden, was dann eine Ursache für Herzinfarkt etc. ist.

Viele Grüße,

Dr. med. Abraxas

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Guten Tag, Herr Doktor!
Bitte, nehmen Sie meinen Beitrag nicht persönlich.
Ich finde es gut , daß sie hier ihr Bestes geben. Sie haben Recht, ich vermute eine Verschwörung der Pharmaindustrie mit den Arztverbänden, die mit allen Mitteln eine generelle Antibiotikatherapie bei bestimmten Krankheiten verhindern wollen.
Das würde riesige Einkommenseinbussen geben.
Wenn sie schon schreiben, daß alles schon „ziemlich“ abgesichert sei, warum geht man dann nicht auf Nummer Sicher und macht mit dem Patienten eine Antibiotikatherapie. Wenn es ihn nicht besser geht, kann man die Antibiose einfach wieder einstellen.
Das macht aber komischerweise kein Arzt und wenn es dem Patienten noch so schlecht geht.Warum werden dem Patienten dieses wichtige Medikament verwehrt?
Ich halte die Infektionstheorie aus folgenden Gründen für überzeugend weil:

  1. so viele Leute in den letzten Jahren an Herz-Kreislauf Krankheiten erkrankt sind.
    2)auch viele junge Leute betroffen sind.
    3)weil der Lebenspartner auch immer ein verwandtes Leiden hat,
    z.B.er hat Bluthochdruck, sie hat Rheuma oder Asthma.
    Sie haben die gleiche Infektion, die sich nur anders äußert.
    Mehr fällt mir gerade nicht ein, aber warum probiert man es nicht einfach aus?
    Gruß
    Rolf