Hi Elrond
Schächten ist so eine Sache, dazu noch ohne Betäubung, die
heute überhaupt keinen Sinn mehr hat, denke ich.
hast Du einmal einen Schlachthof von innen gesehen, wenn darin
gearbeitet wird und hast Du mal bei einer Hausschlachtung
zugesehen.
Natürlich, bei uns zu Hause wurde geschlachtet, der Metzger kam einmal im Jahr, geschlachtet wurde auf dem Hof, die Wurst in der Waschküche gemacht, wir haben als Kinder dabei geholfen, da gab es immer leckere Sachen, ganz frische Wurst, Mett, Rippchen, das war ein Ereignis.
Selbstverständlich wurde das Tier vorher mit Bolzenschuß getötet.
Schächten ist aber was anderes, man läßt das Tier ausbluten.
Zitat
Nach den Vorschriften der Shechita müssen dem Tier die Beine zusammen gebunden werden, dann wird es so auf die Seite geworfen. Der Kopf wird mit maximaler Gewalt nach hinten gezogen, um den Hals zu überstrecken. In dieser Stellung werden ihm die Halsweichteile durchschnitten und es anschliessend an einem Hinterbein zum Ausbluten aufgehängt. Wenn vorhanden, wird dazu oft eine „Umlegetrommel“ verwendet. Auf diese Weise werden zunächst die Haut und die oberflächlichen Halsmuskeln durchschnitten, dann die tieferliegende Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes, so dass eine Lautäusserung nicht mehr möglich ist. Im gleichen Zug durchtrennt man die Speiseröhre und die daneben liegenden Nerven, die das Zwerchfell motorisch versorgen, sowie die beiden Halsschlagadern. Während des Ausblutens thrombosieren und verstopfen häufig ihre körpernahen Gefässenden, sodass nachgeschnitten werden muss.
Wegen der durchtrennten Zwerchfell-Nerven kommt es zu einer schlaffen Zwerchfell-Lähmung und wegen des Aufhängens wird es vom Bauchinhalt kopfwärts gedrängt. Das führt zu einer Beeinträchtigung der Atmung, die mit auf der Bewegung dieser Muskel-Sehnen-Platte beruht. Zu den unerträglichen Schnittschmerzen und der ungewohnten Hängelage bekommt das Tier somit noch Todesangst durch Atemnot. Wegen des angst-, atemnot- und schmerzbedingt verstärkten Atmungsvorganges wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Vormagen-Inhalt in die Lungen aspiriert, was zusätzlich schwere Erstickungsanfälle zur Folge hat.
Und das alles - im Gegensatz zu den Behauptungen der Schächt-Befürworter - bei vollem Bewusstsein und uneingeschränkter Schmerzempfindung! Denn mit dem Schächtschnitt wurden nur die beiden Halsschlagadern durchtrennt, nicht aber die in der Halswirbelsäule liegenden paarigen Wirbelsäulenarterien und ebenso wenig die Nackenarterien. Beide sind gleicher Grösse wie die Halsarterien und haben im Kopf und im oberen Halsbereich zahlreiche massive Gefässverbindungen - Anastomosen - die weiterhin für eine ausreichende Blutversorgung des Gehirnes sorgen. Neben den bekannten Schutz-Funktionen der Lebewesen, die bei Blutverlust des Körpers die periphere Blutversorgung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf Null reduzieren, sorgt der orthostatische Blutdruck im Gefässsystem des aufgehängten Tieres zusätzlich für eine Gehirndurchblutung. Sie hält das Tier bei Bewusststein, bis mit schlagendem Herzen fast der gesamte Blutinhalt des Gefässsystem aus den Halsschlagadern ausgelaufen ist.
Filmaufnahmen belegen das durch eine volle Reaktionsfähigkeit und bewusste Orientierung des weitgehend ausgebluteten Tieres, das nach dem Entbluten entfesselt, mit der entsetzlichen Halswunde aufsteht und fluchtartig-taumelnd dem Ausgang des Schlachtraumes zustrebt.
Um diese barbarische Schlachmethode zu begründen, beruft man sich unter anderem auf die alttestamentarischen Aussagen im V. Buch Mose 12,23, wo es heisst: „Nur vor einem hüte dich, dass du das Blut nicht issest. Denn ihr Blut (der Tiere, d.V.) gilt für ihre Seele. Darum darfst du seine Seele nicht mit dem Fleische essen.“
Vielfache wissenschaftlich fundierte und unabhängige Untersuchungen haben schon lange belegt, dass im Fleisch eines unbetäubt geschächteten Tieres ebenso viel Restblut enthalten ist wie von dem vorher betäubten Tier. Es ist also eine aufrecht erhaltene Illusion, dass der gläubige Jude beim Fleischgenuss kein Fremdblut zu sich nähme. Wenn er sich streng an das göttliche Gebot halten will, muss er - entsprechend den Ernährungsanweisungen im 1. Buch Mose auf das Fleisch verzichten! Das ist jedenfalls die Meinung des bekannten jüdischen Philosophen Leon Pick, der die Anweisungen, kein Blut zu essen, als „ein tatsächliches Verbot des Fleischverzehrs“ auslegt.
Zitat Ende
Dr. med W. Hartinger/Journal Weber/Okt. 1996
Das ist Tierquälerei mit zweifelhaften Begründungen.
Gruß
Rainer