Kann mir jemand sagen, ob man eine Hochbegabung bereits bei einem
Kleinkind (1,5 Jahren) feststellen kann?
Mein Sohn kennt das ganze Alphabet, die Zahlen und Farben, Texte aus
Lieder auswendig, aus Eigeninitiative erlernt. Ist das nur eine
„Phase“? Körperlich und sprachlich entwickelt er sich sein Alter
entsprechend. Ich bin daran interessiert mit jemanden Kontakt zu
bekommen, der ähnliche Erfahrungen hat.
Danke
Hi,
wende dich mal an den Mensa-Club. Das ist die deutsche Vereinigung der Hochbegabten.
Gruß, Miriam
Optisches Gedächtnis bei Kleinkindern
Moin,
Kleinkind (1,5 Jahren) feststellen kann?
Mein Sohn kennt das ganze Alphabet, die Zahlen und Farben,
Texte aus
Lieder auswendig, aus Eigeninitiative erlernt. Ist das nur
eine
„Phase“?
Nein, das ist ziemlich normal. Kinder haben in dem Alter ein phänomenales optisches Gedächtnis (schon mal mit einem 3-jährigen Memory gespielt ?).
Wenn er allerdings in der Lage ist, diese Buchstaben auch zu Wörtern zusammenzusetzen und Texte zu lesen und zu verstehen, dann kannst du dich ja nochmal melden. (Und nein, bitte versuch jetzt nicht, dies in dein Kind hineinzupaukern. In seinem Alter ist die motorische Entwicklung das wichtigste).
Gruß
Marion
HI, Marion,
ich finde das nicht „ganz normal“, dass ein Kind mit 1,5 Jahren das Alfabet aufsagen, Texte von Liedern und Gedichten aufsagen kann und Zahlen und Farben kennt. Außerdem ist das auch mit optischem Gedächtnis nicht zu erklären, außer das Kind kann die Buchstaben und Zahlen schon lesen. Wenn das normal ist, dass muss ich mir ja echte Sorgen um die Intelligenz meiner fast dreijährigen Tochter machen, die bisher weder gut zählen noch jedes Lied, das sie mal hört, nachsprechen noch das Alfabet herbeten kann. Und Memory spielt Lea auch noch nicht. Ist sie jetzt zurück in ihrer Entwicklung?
Gruß, die Elbin
Moin,
ich finde das nicht „ganz normal“, dass ein Kind mit 1,5
Jahren das Alfabet aufsagen, Texte von Liedern und Gedichten
aufsagen kann und Zahlen und Farben kennt. Außerdem ist das
auch mit optischem Gedächtnis nicht zu erklären, außer das
Kind kann die Buchstaben und Zahlen schon lesen.
Lesen und Buchstaben erkennen sind zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe. Wenn du einem 1,5-jährigen ein Kärtchen mit dem Buchstagen „A“ vor die Nase hältst, dann wird es ziemlich schnell in der Lage sein zu erkennen, dass das ein „A“ ist, genau so, wie es bei anderen Bildern (bzw. realen Gegenständen) ziemlich schnell in der Lage ist zu erkennen, dass das eine „Möhre“ ist oder ein „Auto“. Lesen bedeutet hingegen wesentlich mehr, als das Erkennen von Buchstaben. Es bedeutet das sinnvolle verknüpfen von Buchstaben zu einem Wort.
Wenn das
normal ist, dass muss ich mir ja echte Sorgen um die
Intelligenz meiner fast dreijährigen Tochter machen,
Nein, musst du nicht. Ich gehe mal davon aus, dass dein Kind z.B. in der Lage ist, eine Möhre zu erkennen, wenn sie eine sieht. Dass sie ein „A“ nicht erkennt, kann daran liegen, das „A“ für Kinder in dem Alter keine Bedeutung hat und sie somit kein Interesse daran hat „A“ zu lernen. Was Kinder in dem Alter im Gedächtnis behalten, dürfte stark von den Interessen der Kinder abhängen, bzw. von dem, was die Eltern anbieten. Manche Kinder kennen sämtliche Autmomarken (aber kein Gemüse), andere Kinder kennen tausend Lieder (aber keien Automarke) etc. Sorgen müsstest du dir vielleicht machen, wenn dein Kind jeden Tag mit einer Gabel isst, aber nicht in er Lage ist, sich zu merken, was eine Gabel ist.
Ist sie jetzt zurück in ihrer
Entwicklung?
Aus diesen Gründen kaum. Es gibt Kinder, die haben nie in ihrem Leben Memory gespielt, und waren auch nicht zurück in der Entwicklung 
Gruß
Marion
Hallo,
oder wende dich an den benandelnden Kinderarzt. Der kann entweder selbst Übungen/Untersuchungen durchführen oder an eine weitere Beratungsstelle überweisen. Im Übrigen sind ‚herkömmliche‘ Intelligenztests, die einen bestimmten Iq-Wert ergeben in diesem Alter meines Wissens nach noch gar nicht durchführbar.
Herzliche Grüße :o)
Hallo Marion,
ja, er legt auch schon Wörter zusammen. Ich bringe ihn das nicht bei,
helfe ihn lediglich wenn er mich danach fragt und ich unterstütze und
motiviere ihn auch andere „normale“ Dinge zu tun, wie rutschen,
schaukeln, Fussballspielen, was er ja auch sehr gerne tut.
Ich habe gelesen, dass es nach aussen „nicht gut ankommt“ wenn das Kind
urplötzlich Dinge kann, mit denen andere Kinder sich erst Jahre später
beschäftigen. Das ist hier aber nicht der Fall. Hatte ich auch bereits
erwähnt.
Viele Grüße
Hallo,
ich denke Deine 3-jährige Tochter entwickelt sich ganz normal. In
meinem Bekanntenkreis kenne ich kein Kind das schon so früh eine
euphorische Begeisterung für Buchstaben entwickelt hat, weshalb ich
hier jemanden suche, dem es ähnlich geht. Einfach so zum Austausch und
um zu Wissen was ich tun muss, damit er Zufrieden ist.
Übrigends ist mein Sohn nie gekrabbelt und fing erst sehr spät an zu
Laufen. Der Kinderarzt machte sich auch schon sorgen, dann stand er
plötzlich eines Abends kurz vor dem Schlafengehen freihändig auf und
wackelte ein paar Schritte davon. Das übte er dann eine Stunde lang wie
verrückt bis er es konnte…
Ja, danke - das werde ich tun (die U7 ist ja bald dran, dann werde ich
das ansprechen)
Viele Grüße
Ja, ich denke auch, dass sich LEa normal entwickelt. Das war als Antwort auf den Beitrag gemeint, dass die Entwicklung deines Kindes ganz normal sei. Ist leider an der falschen Stelle gelandet, aber ich habe es erst nach dem Abschicken bemerkt.
Aber schau wirklich mal bei dem Verein Mensa vorbei: www.mensa.de, da bist du bestimmt richtig und die können dir bestimmt auch Ansprechpartner in deiner Gegend und Fördermöglichkeiten nennen.
Gruß, Miriam
Moin,
ja, er legt auch schon Wörter zusammen. Ich bringe ihn das
nicht bei,
helfe ihn lediglich wenn er mich danach fragt und ich
unterstütze und
motiviere ihn auch andere „normale“ Dinge zu tun, wie
rutschen,
schaukeln, Fussballspielen, was er ja auch sehr gerne tut.
Dann ist doch alles bestens. Solange dein Kind Spaß daran hat, lass ihn. Vielleicht wird es ihm irgendwann langweilig und er möchte anderes lernen. Gut. Lass ihn. Vielleicht kann er auch mit 3 fließend lesen und schreiben. Auch gut. Lass ihn.
Das Problem bei solchen Kinder ist nicht, dass sie mit 3 Jahren lesen und schreiben können. Das Problem ist, dass sie etwas „besonderes“ sind. „Besonders“ sein sondert aus. Die Probleme entstehen dann im sozialen Bereich bei der Interaktion mit anderen Kindern. Dein Kind weiß nicht, dass er was „besonderes“ ist, dass er sich in diesem Bereich von anderen Kinder unterscheidet. Gib du ihm nicht das Gefühl. Pfeif auch eventuell Großeltern o.ä. zurück, die enventuell regelmäßig Begeisterungsschreie ausstoßen, wenn dein Kind das Alphabet rezitiert. Manche Verwandet tendieren dazu, solche Kinder zu „Vorführkaspern“ zu machen, um anderen zu demonstrieren, wie gut ihr Kind irgendwas schon kann. Lass das nicht zu. Dein Kind ist kein Clown. Es ist aus seiner Sicht ein ganz normales Kind. Behandle es auch so.
Ich habe gelesen, dass es nach aussen „nicht gut ankommt“ wenn
das Kind
urplötzlich Dinge kann, mit denen andere Kinder sich erst
Jahre später
beschäftigen. Das ist hier aber nicht der Fall. Hatte ich auch
bereits
erwähnt.
Was heißt denn „nach außen“ ? Probleme machen bei hoch intelligenten Kinder häufig die Eltern, nicht die Kinder. Je mehr die Eltern versuchen, die Kinder in eine Sonderrolle zu drängen, desto mehr findet sich das Kind auf diesem isolierten Posten wieder. Man kann auch als Kind anderen Kinder in einigen Dingen weit voraus sein, und trotzdem ganz normal mit anderen Kindern zurecht kommen. Aus deinem Kind muss kein „Freak“ werden, falls es das ist, was dir Sorgen bereitet.
Gruß
Marion
Viele Grüße
Hallo Marion,
ich finde du dramatisierst das Ganze ein wenig - so war das nicht
gemeint. Mein Sohn spielt auch mit anderen Kindern und ist sozial
völlig normal. Es ging mir bei meiner Frage lediglich darum eine bei
ihm anscheinend besondere Begabung in gesunder Weise zu unterstützen
und einen Austausch mit jemanden zu haben, dessen Kind sich vielleicht
ähnlich verhält.
Viele Grüße
Chili
Hallo,
mal eine Frage:
Du schreibst, Dein Kind entwickelt sich sprachlich entsprechend seines Alters? Wie kann es Dich dann mit 1,5 Jahren nach Wörtern fragen? Meines Wissen geht das sprechen in Sätzen erst mit 2 Jahren los. Widerspricht sich etwas.
Gruß
Moin,
ich finde du dramatisierst das Ganze ein wenig
Nein. Ich hab einfach schon zuviele Eltern gesehen, die ihre begabten Kinder vorgeführt haben wie Zirkusäffchen. Offensichtlich ist die Verlockung zu groß zu versuchen, eigene Minterwertigkeitsfühle durch die Kinder zu kompensieren.
Es ging mir bei meiner Frage lediglich darum
eine bei
ihm anscheinend besondere Begabung in gesunder Weise zu
unterstützen
Lass ihn das machen, woran er Spaß hat. Hat er Spaß am Sport, meld ihn beim Sportverein an. Hat er Spaß am Lesen, besorg ihm Bücher. Hat er Spaß an Musik, lass ihn ein Instrument lernen etc. Gesunde Unterstützung braucht er hingegen bei seinen Schwächen.
und einen Austausch mit jemanden zu haben, dessen Kind sich
vielleicht
ähnlich verhält.
Reicht auch die Erfahrung von Leuten, die selbst man ein „besonders begabtes“ Kind waren ?
Gruß
Marion
Hallo Salbei,
Du schreibst, Dein Kind entwickelt sich sprachlich
entsprechend seines Alters? Wie kann es Dich dann mit 1,5
Jahren nach Wörtern fragen? Meines Wissen geht das sprechen in
Sätzen erst mit 2 Jahren los. Widerspricht sich etwas.
Meine Kinder sprachen alle beide mit etwa 15 Monaten Zweiwortsätze, mit 18 Monaten Dreiwortsätze und mit 2 Jahren recht lange Sätze. Gebrauch der Bezeichnung „ich“ bereits mit 1 3/4 Jahren. Erste Worte kamen mit etwa 6 Monaten, häufiger dann mit 9 Monaten, mit 1 Jahr plauderten sie schon recht viele Worte.
Nach Wörtern fragen geht sogar bereits im 1-Wort-Stadium, nämlich durch ein fragendes „Da?“ und Fingerzeigen, um von den Eltern den Namen des Gegenstandes zu erfahren.
Was du beschreibst, sind die Standard-„DIN“-Mindestanforderungen, die bei den Vorsorgeuntersuchungen geprüft werden. Mehr können darf ein Kind durchaus (ist auch gar nicht mal so selten). Ich kenne auch gesunde Kinder, die weniger sprachen und dann schlagartig aufgeholt haben. Gerade in der Sprachentwickung (und auch der Sauberkeitsentwicklung) gibt es eine sehr große Schwankungsbreite.
„Altersentsprechend“ kann durchaus bedeuten, dass das Kind so schnell ist wie die schnellsten seiner Altersgruppe, also weiter als der Durchschnitt. Um das beurteilen zu können, müsste man aber mehr wissen, am besten das Kind in entspannter Atmosphäre erleben.
Viele Grüße, Heike
besser kann man es nicht sagen! owt.
r.
Er hat einen eigenkreiierten Satz (und meines Wissens nach hat fast
jedes kleine Kind, was noch nicht „richtig“ sprechen kann eigene
Wörter, die nur die Eltern oder andere Bezugspersonen verstehen
können). Der von meinem Sohn lautet: „edeckede“, was so viel heisst wie
„was ist das?“
Moin,
Der von meinem Sohn lautet: „edeckede“,
???
Und wie heißen die Texte der Lieder, die er angeblich auswendig kann?
Nichts für ungut, aber ich habe fast den Eindruck, du projizierst hier etwas hinein.
Gruß
Marion
Hallo Marion,
die Texte sind einfache Refrains aus Kinderlieder, wie z.B. Du da,
1,2,3, imse vimse spinne usw. - ich finde das auch nicht
aussergewöhnlich. Fast alle Kinder in diesem Alter können ein Paar
Textstrophen.
Mir ging es hier darum Kontakt zu finden, die ähnlich Erfahrungen
haben.
Ich möchte nicht unhöflich sein, aber möchtest du hier einfach nur eine
Frage in Frage stellen oder helfen und eine konstruktive Antwort geben?
Hallo Chili,
Ich möchte nicht unhöflich sein, aber möchtest du hier einfach
nur eine
Frage in Frage stellen oder helfen und eine konstruktive
Antwort geben?
Ich bin zwar nicht Marion, aber ich finde ihre Frage berechtigt.
Du hast gefragt, ob man eine Hochbegabung bei einem
Kleinkind feststellen kann und gefragt, ob das nur eine Phase ist.
Es scheint mir so, als bist du etwas enttäuscht, weil dir hier viele sagen, dass dein Kind „nur“ normal ist…
Wenn dein Sohn noch „seine“ eigene Sprache hat, was für das Alter normal ist, dann kann hier m.E. nicht von einer sprachlichen Begabung sprechen. Der Unterschied zwischen dem Erkennen von Buchstaben und Lesen wurde hier schon erläutert. Ich finde es etwas merkwürdig, dass dein Sohn deinen Angaben nach schon Lieder richtig mitsingen kann, die Buchstaben verständlich benennen kann, aber auf der anderen Seite noch gar nicht richtig sprechen kann. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Oder hat er bei den Liedern und Buchstaben auch „seine“ Sprache?
In diesem Fall würde ich deinen Sohn von der Beschreibung her nicht für hochbegabt halten.
Wenn er verständlich reden kann, wird überhaupt erst deutlich, was er wirklich weiß. Ob er das dann auch verstanden hat, ist eine ganz andere Sache. Dies macht aber m.E. eine Begabung überhaupt erst aus.
Daher lass ihn Kind sein und freu dich, dass er sich ganz normal entwickelt.
Gruß
Tato