Hochintelligenz bei Kleinkindern

hallo chili,

und einen Austausch mit jemanden zu haben, dessen Kind sich
vielleicht
ähnlich verhält.

als eine ehemals hochbegabte mit 2 hochbegabten kindern (inzwischen längst erwachsen) rate ich dir, pendragons ratschläge ernst zu nehmen. sehr ernst!

mein hochbegabter sohn nr. 1 wurde von meinem vater (der „nur“ eine tochter hatte) gottgleich verehrt und verwöhnt. er durfte dort jeglichen unsinn machen, wenn es sich irgendwie mit forscherdrang oder wissenshunger begründen ließ, war es ok für meinen vater. wenn nicht, wurden schnell immer entschuldigende gründe gefunden, warum dieses „besondere“ kind dieses oder jenes tat. weil ich ja auch das beste für meine söhne wollte, habe ich sie zu einem geeigneten psychologen geschleppt, der einen IQ-test mit ihnen machte - und gleichzeitig vor jedweder sonderbehandlung á la wunderkind warnte. zu recht. fördern, wenn sich begabungen zeigen, aber auf jeden fall!

obwohl ich versucht habe, das getuddele meines vaters einzuschränken und sogar den kontakt zu vermindern (aber schließlich waren es auch meine eltern und ich hatte noch einen sohn, der auch „anrecht“ auf seine großeltern hatte. also nicht so einfach), ist mein sohn sehr dadurch geprägt worden. ich glaube auch nicht, daß es zufall ist, daß er heute mit seinem leben nicht zurecht kommt, weil er sich allen überlegen fühlt, zu gut für diese welt etc. (nicht daß er auch nur eine abgeschlossene berufausbildung hat! mehrere angefangen - ja. ok, aber das ist jetzt noch ein anderes thema…)

aber wenn du deinen sohn dazu heranziehen willst, dann mißachte bitte pendragons ratschläge und meine erfahrungen.

achso: hochbegabter sohn nr. 2, der aus irgendwelchen grund nicht von der großväterlichen tuddelei tangiert wurde, hat schule und ausbildung in rekordzeit und mit bestnoten absolviert. aber um ihn wurde eben auch nicht so ein gewese gemacht, er durfte ganz normal kind sein.

gruß
ann

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Hallo Elbin,

auch wenn Pendragon das anders sieht, aber wenn deine Tochter weder zählen (nicht mal bis 10?), noch lieder mitsingen (nicht mal solche, die sie öfter hört?) und keine Spiele spielt, die sowas wie das Gedächtnis trainieren, dann würde ich mir zwar noch keine großen Sorgen machen, aber vielleicht darüber nachdenken, ob die Förderung zur Entwicklung dieser Fähigkeiten ausreicht. Ein Kind muß ja nicht alles können, aber irgendwas doch schon? Vielleicht liegen ja die Interessen deiner Tochter einfach irgendwo anders.

Ich muß sagen, wenn ich in solchen Zeitschriften wie „Eltern“ oder ähnliche manchmal lese, was Kinder in welchem Alter können sollen, wundere ich mich oft sehr, wie wenig von Kindern erwartet wird. Meine 3-jährige Tochter kann schon viel mehr, als da so erwähnt wird, aber hochbegabt ist sie meiner Meinung nach nicht, sondern einfach gut entwickelt. Ein Kind in meinem Bekanntenkreis kann für das Alter total wenig (weniger als in diesen Zeitschriften steht), aber das liegt nicht am Kind, sondern an den Eltern (wie so oft).

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Kann mir jemand sagen, ob man eine Hochbegabung bereits bei
einem
Kleinkind (1,5 Jahren) feststellen kann?

Nein, kann man nicht, die anderen haben es schon gesagt, wegen des allzubreiten Spektrums der Normalentwicklung. Es würde zudem nichts bringen, weil man mit einem hochbegabten Baby auch nicht anders umgehen würde als mit einem gut entwickelten, aufmerksamen Baby.

Besondere Beachtung braucht eine Hochbegabung allerfrühestens im Kindergartenalter, wäre allerdings dann ggf. schon deutlich feststellbar. Bei einem Dreijährigen, der z.B. fragt, wie ein Verfassungsgericht wohl schmeckt, weil er das Wort in der Zeitung gelesen hat, würde ich wohl ins Grübeln kommen. Aber auch in dem Falle kann der ganz normale Kindergarten durchaus die richtige Wahl sein, weil er das Sozialverhalten, also den Umgang mit den Normalos lehrt.

Eine spezielle Hochbegabung, z.B. Musik, Sport usw. sollte ab dem 5. Lebensjahr trainiert werden, wenn man auf Höchstleistung aus ist. Die normale Schulbildung sollte man weitermachen, bis es nicht mehr geht, weil z.B. die 12-Jährige in aller Welt Klavierkonzerte mit den Berliner Symphonikern gibt.

Eine allgemeine Hochbegabung (Intelligenz, Lernen) kann insbesondere in der Grundschule zum Problem werden, weil der Unterricht als quälend langweilig empfunden wird, das Kind aber andere Interessensgebiete noch nicht entwickeln kann. Bei einem meiner Kinder ist es so gewesen. Ich bin mit meinem Antrag, es die dritte Grundschulklasse überspringen zu lassen, nicht durchgekommen. So hat es sich halt in der Grundschule gelangweilt, nicht aufgepaßt, den Übertritt ins Gymnasium gerade so geschafft. Zwei Jahre gings dann noch weiter mit mangelnder Motivation und Schlamperei, aber jetzt kommen die Einser - Klassenbeste.

Man sollte auch wissen, daß Hochbegabung nicht nur aus den Genen, sondern auch aus dem Elternhaus kommt. Wenn z.B. die Eltern und größeren Geschwister im Hause musizieren, dann reicht das oft schon völlig aus für das, was landläufig bereits Hochbegabung genannt wird.

Gruß

Ze

Moin auch! :o)))
Nur eine kleine Zusatzbemerkung, die ich wichtig finde:

Lesen bedeutet hingegen wesentlich mehr, als das Erkennen von
Buchstaben. Es bedeutet das sinnvolle verknüpfen von
Buchstaben zu einem Wort.

…und dieses Wort mit einer „Idee“ in Zusammenhang bringen. Wenn ich meinem 4-jährigen das französische Wort „Glace“ zusammenbaue, wird er das selber tun können. Doch daß eine „Glace“ mit „Eis/Helado“ gleichzusetzen ist, daß muß er lernen. Sonst hilft das beste lesen auch nichts.

(Bitte berechtige mich wenn ich falsch liege, aber das ist die Theorie von Noham Chomski)

Ansonsten Hut ab für Deinen Beiträgen! Vielen Dank dafür!

Schöne Grüße aus Nürnberg,
Helena

Hallo,

Im Übrigen sind herkömmliche’ Intelligenztests, die einen bestimmten
Iq-Wert
ergeben in diesem Alter meines Wissens nach noch gar nicht
durchführbar.

Doch! Ich muß das widersprechen. Es gibt solche Tests, nur natürlich altersentsprechend angepaßt.
Ich stelle mir aber die Frage wofür möchte ich wissen, was für ein IQ mein Sohn hat. Für mich ändert sich nichts, wenn ich das erfahre, denn ich werde ihn weiterhin so fördern wie bis jetzt. Und ich werde ihm, in so einem Alter den Teufel tun, um in einem Leistungsdruck zu setzen. Als erwachsener, wird er schon das zu Genüge kennen.

Ich denke nämlich, daß solche Tests nur die fragwürdige Aufgabe haben, daß die Eltern damit „prallen“ oder eben dem Kind zur Druck setzen. Und weder das eine noch das andere möchte ich für ihn.

Schöne Grüße aus Nürnberg,
Helena

über hochbegabte Kinder und wie handeln ! *lang*
huhu,

ich möchte primär auf Marions Artikel weiter unten eingehen, danach allgemein:

der Artikel ist soweit in Ordnung, nur hier:

Das Problem bei solchen Kinder ist nicht, dass sie mit 3
Jahren lesen und schreiben können. Das Problem ist, dass sie
etwas „besonderes“ sind. „Besonders“ sein sondert aus. Die
Probleme entstehen dann im sozialen Bereich bei der
Interaktion mit anderen Kindern. Dein Kind weiß nicht, dass er
was „besonderes“ ist, dass er sich in diesem Bereich von
anderen Kinder unterscheidet. Gib du ihm nicht das Gefühl.
Pfeif auch eventuell Großeltern o.ä. zurück, die enventuell
regelmäßig Begeisterungsschreie ausstoßen, wenn dein Kind das
Alphabet rezitiert. Manche Verwandet tendieren dazu, solche
Kinder zu „Vorführkaspern“ zu machen, um anderen zu
demonstrieren, wie gut ihr Kind irgendwas schon kann. Lass das
nicht zu. Dein Kind ist kein Clown. Es ist aus seiner Sicht
ein ganz normales Kind. Behandle es auch so.

Ein hochintelligentes Kind merkt, dass die anderen Kinder in seinem Alter nicht mehr auf seinem Level sind. Es kann mit ihnen nix mehr anfangen und sondert sich von selbst aus, sucht Kontakt zu größeren, die nicht wollen, dass er mit ihnen spielt, weil er ja noch ein „Kleiner“ ist. In der Grundschule gehen dann die Probleme richtig los. Da viele (wie hier auch überall erwähnt) das Kind beim Lesen und Rechnen im Kindergartenalter fördern, langweilt sich das Kind in der Grundschule, und nicht jedes Kind schafft den wechsel vom Störenfried zum Klassenbesten, wie oben erwähnt wurde.
Diese Kinder werden innerlich unruhig, weil sie nicht mehr gefordert werden und darum auffällig. Das Sozialverhalten ist auch nur begrenzt, durch eben dieses „Level“ der Kommunikation zum Beispiel.

Jedoch: Man sollte Kinder nicht bremsen. Aber „nicht bremsen“ heißt auch nicht direkt fördern. Wenn ein Kind im Kindergarten unbedingt lesen will, kann man das verstehen. Ich würde ihm nur soweit geben, wie er fragt. Ansonsten (damit sind wir gut gefahren - zwei hochintelligente Kinder) haben wir die Kinder (sie kannten die ersten Buchstaben vor dem Kindergarten und legten die ersten einfachen Worte wie „Eis“ und „Pizza“ und Namen) in einen deutsch-französischen Kindergarten gebracht. Dort hatten sie dann wieder „INPUT“, was sie vom schreiben und rechnen (wir rechneten mit Gummibärchen „Wenn Dany eins wegisst *mampf* wieviele hast du dann?“ „heeeee“ *g*)ein wenig ablenkte. Das finde ich wichtig. Denn gerade hochbegabte Kinder haben einen Hang zur einseitigen Richtung, weil sie da (aufgrund ihrer Nachfragen) dort besonders gefördert werden. Durch den dt.-frz. Kindergarten (der beiden Kindern unheimlich gut tat) ging die Suche nach einer Grundschule los.
Wir wollten eine mit Musikförderung, aber die nahmen den Kleinen nicht, da er erst 5 war und körperlich zierlich. Das wäre inhaltlich allerdings genau das gewesen was er gebraucht hätte. So kam er in die nahe gelegene Grundschule. Dort war er von Beginn an Klassenbester, wurde jedoch mit der Zeit Klassenclown. Er war immer als erster fertig (mit denken, nicht mit schreiben - die Motorik konnte noch nicht umsetzen, wie er das wollte -> unruhig). Gespräche mit der Lehrerin ergaben dann eine Reihe von freiwilligen Zusatzaufgaben.
Leider ist diese Lehrerin nicht erfahren mit Hochbegabung. Meine Schwester hatte mehr Glück. Erstens brachte er ihr immer das selbst gelernte bei (die beiden laufen mit Rechenblöckchen durch die Gegend, ich hätte mich erschossen, wenn ich außerhalb der Schularbeiten noch hätte rechnen müssen -.- die beiden stellen sich Matheaufgaben, als würden sie sich Witze erzählen), zweitens hatte sie eine Lehrerin, die auf sie einging. Die Lehrerin führte ein „Zusatzaufgabensystem“ ein. 21 Lernblätter. Wer früher fertig ist, oder wer möchte kann die Aufgaben auf den Blättern machen, auch gerne zu Hause. Im Schnitt haben die Kinder etwa 8 Blätter im ersten halben Jahr durch. Meine Schwester alle 21, freiwillig und von sich aus. Meine Mutter hat sie da in keiner Weise beeinflusst. Diese Blätter sind eine gezielte Weiterbildung fürs 2. Schuljahr. Sie ist nun in den Osterferien in die 2. Klasse zu ihrem Bruder gewechselt. Er überspringt erst, wenn es auf eine weiterbildende Schule geht, da er den Klassenzusammenhalt bruacht, er ist mehr den sensible Typ.

Um das soziale und die Motorik auszugleichen machen die Kinder Musik nebenher. Sie musizieren (haben bald eine Aufführung als Mozart und seine Schwester - richtig in Kostüm) gerne und sehr gut. Sie merken, dass sie das ein bischen ausgleicht. Für die Motorik geht mein Bruder reiten, zusätzlich geht meine Mutter oft mit beiden ins Schwimmbad. Meine Schwester hat ihren Lieblingssport von selbst gewählt - fechten. Meine Eltern waren etwas erstaunt, wie sie dazu kam, aber sie liebt es tatsächlich und ist auch gut darin. Zudem gehen beide Kinder viel raus spielen. Es ist wichtig, dass gerade hochbegabte Kinder auch Kinder sein dürfen. Wenn sie immer nur gefo(ö)rdert werden, bringt sie das zwar primär weiter, aber es fehlt ihnen etwas an ihrer Kindheit. Bei hocbegabten Kindern vergisst man, dass ein 6-jähriges Kind emotional auch erst sechs ist, wenn es auch kopfmäßig weiter denken kann. Aber darum kann man das Kind nicht wie einen Erwachsenen behandeln. Es muss genauso weinen, motzen, schimpfen und lachen dürfen, wie andere sechsjährige. Denn emotional sind auch hochbegabte Kinder nicht weiter als andere! Das vergessen viele gerne, das das Kind ja „reifer erscheint“.

Hochbegabung bei Kindern bedeutet Stress und viel Arbeit für Eltern. Das geht schon bei der Kindergartensuche los, und hört nicht mehr auf. Man muss wie bei allen Kindern zahllose Fragen beantworten, oft aber mehr in die Tiefe gehende, was so manchen an die eigenen Grenzen bringt.

Hochbegabung ist NICHT, da stimmt ich dir zuu, Marion, wenn ein 1,5-jähriger in der eigenen Sprache ein Wort sagt, das in unserer ein ganzer Satz wäre. Es wäre eine Sprachbegabung vorhanden, wenn er schon 3-Wort-Sätze sprechen würde :o) in unserer Sprache.

Ich persönlich finde „Babysprache“ eh überflüssig. Wenn das Kind „balla“ sagt, ok, aber die Eltern können weiterhin Ball sagen. So muss das Kind erst die Babysprache lernen (Balla, tut-tut, wau-wau) und danach umlernen auf unsere Sprache, das ist ein Umweg. Das ist ein Auto und das MACHT tut-tut, das ist ein Hund und der MACHT wau-wau. SO sprechen Kinder vielleicht nicht ganz sooo früh, sondern minimal später, dafür müssen die Kinder danach aber nicht mehr umlernen und können die Energie in etwas anderes stecken.

So, mein Monsterartikel ist zu Ende, wer Lust hat mich zu zerreißen, weil ihm irgendwas nicht passt, BITTE ;o)

Ansonsten hoff ich, dass der Artikel für mache auch eine Bereicherung ist.

Liebe Grüße,

Dany

Hi,

So, mein Monsterartikel ist zu Ende, wer Lust hat mich zu
zerreißen, weil ihm irgendwas nicht passt, BITTE ;o)

Gerne doch…aber zerreisen will ich Dich ja gar nicht :wink:)

Ich persönlich finde „Babysprache“ eh überflüssig. Wenn das
Kind „balla“ sagt, ok, aber die Eltern können weiterhin Ball
sagen. So muss das Kind erst die Babysprache lernen (Balla,
tut-tut, wau-wau) und danach umlernen auf unsere Sprache, das
ist ein Umweg. Das ist ein Auto und das MACHT tut-tut, das ist
ein Hund und der MACHT wau-wau. SO sprechen Kinder vielleicht
nicht ganz sooo früh, sondern minimal später, dafür müssen die
Kinder danach aber nicht mehr umlernen und können die Energie
in etwas anderes stecken.

Nur hierzu ein paar Worte:
Ich stimme mit Dir völlig überein, daß Erwachsene keine Babysprache verwenden sollten. Eine angepasste Sprache ja (deutlicher, langsamer, einfacher sprechen; kurze einfache Sätze; höhere Stimme), Babyworte nein!
Aber Deine Vermutungen über die Konsequenzen treffen die Realität dann doch nicht so ganz. Ich habe mit meinen Jungs und mit Kindern im Verwandten- und Bekanntenkreis folgende Erfahrungen gemacht:
Die Kinder verwenden, teilweise sogar bewußt(!)(s.u.), recht lange ihre eigene Sprache. Der Übergang zum für alle verständlichen reden ist dann fließend (immer mehr Worte werden immer häufiger korrekt gesprochen).
Der Zeitpunkt des Sprechens ist davon unabhängig, bzw. ein evtl. Einfluss wird von anderen Faktoren deutlich überlagert.

Dazu zwei kleine Geschichten: mein Großer nannte meine Schwester Marlene irgendwann plötzlich „Illu“. Kein Mensch weiß wie er darauf kam, aber er ließ sich nicht abbringen (typischer Dialog: „Illu da?“ „Nein, aber die Marlene kommt bald“ „Illu wann?“ „Die Marlene kommt wirklich bald“ „Illu jetzt da!!!“ (und kräftig aufstampfen)). Irgendwann war „Illu“ plötzlich verschwunden und es gab nur noch Marlene…
Und zur bewußten Babysprache: unser Kleiner nennt seinen Bruder Tobias immer nur „Bias“. Da er den Laut „To“ eigentlich problemlos sprechen kann, wollten meine Frau und Tobias ihn letztens beim Abendessen vom richtigen Namen überzeugen: „Felix, sag mal To bias“ „Bias“ „Sag doch mal Tomate“ " Toooo mate" „Und jetzt sag doch mal Tooo bias“ „Nein! Nicht Tobias, Bias!!!“ Der allgemeine Lachanfall beendete die Situation… Und immer häufiger spricht er ihn mittlerweile korrekt an.

Auch wenn man mit seinen Kindern immer nur in (halbwegs) korrekten Deutsch spricht, entwickeln sie entsprechend ihren sprachmotorischen Fähigkeiten eine eigene Sprache, die sich auch eine zeitlang festsetzt, weil die eigene Familie sie ja versteht. Da das soziale Umfeld aber bekanntlich nicht an der Haustür endet, erleben sie täglich, daß sie auf die Familie als Übersetzer angewiesen sind oder schlicht nicht verstanden werden. Und da Kleinkinder einen ausgeprägten Hang zur Autonomie haben, braucht man das Interesse an der „richtigen“ Sprache auch nicht wecken…es kommt von allein.

Gruß Stefan

Hallo Stefan,

es ging mir nciht um das lernen der Sprache und dadurch entstehenden Verniedlichungen, es geht darum, dass einem Kind beigebracht wird, das ein Hund „wau-wau“ heißt, ein Pferd „hoppe-hoppe“ ein auto „tut-tut“… etc…
Dass das Kind nicht direkt alle Worte aussprechen kann ist klar. Aber es ist für das Kind umständlich (dann füge ich das nun hinzu) von der Babysprache erst die verniedlichte Sprache zu lernen und dann die richtige. Ich empfinde es als richtige Sprache, wenn ein Kind versucht „Pferd“ nachzusprechen, dabei halt seine Unfähigkeit die korrekte Ausprache verhindert. „Pär“ oder sowas ist dann m.E. keine Babysprache.

Ich hoffe, mich nun verständlicher ausgedrückt zuv haben, denn wie ich sehe, meinen wir beide das gleiche ;o)

lg, Dany