Hochzeit überhaupt möglich?

Halli,

mir brennt eine Frage auf den Lippen - einen ähnlichen Artikel habe ich auch schon hier gefunden, aber er beantwortet meine Frage nur in Teilen - genauso wie die Internetseiten, die ich gefunden habe.

Ich bin evangelisch und möchte kirchlich (evangelisch) heiraten.
Mein Freund ist aus der katholischen Kirche ausgetreten, zählt daher nicht mehr als Gläubiger (was ich ja schon irgendwie traurig finde, dass man das davon abhängig macht) und er war schon einmal (und nur) standesamtlich verheiratet.

Können wir trotzdem evangelisch heiraten? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Ist diese Trauung dann eine richtige krichliche Trauung oder nur ein Kompromiss?

Und meine zweite Frage: Mein Freund würde auch gerne das Gelöbnis vor Gott sprechen, eben weil er glaubt. Ist das möglich? Hängt das vom Pfarrer ab? Oder zählt er allein durch seinen Austritt zu den Ungläubigen und darf kein Gelöbnis vor Gott sprechen?

Ich bin für jede Information dankbar!

Viele Grüße von Kim

Hallo Kim,

herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung.

Leider kann ich deine Fragen nicht beantworten.

Aber was ich gehört hab, sind leider die katholische sowie die evangelische Kirche bzw. deren Angehörige käuflich, man muss nur suchen.

Leider halt ich leider von beiden Einrichtungen aufgrund dieser Tatsache u der dadurch resultierenden Inkonsequenz auch in anderen Gebieten als sehr unglaubwürdig, als Vertreter für Gott.

Ich wünsche dir trotzdem für dein weiteres Leben viel Glück u dass Ihr vor Gott, wenn auch viell. nur für euch, eure Ehe schliesst u dass sie nie getrennt würd.

Liebe Grüße

Andrea

OT: käufliche Kirche
Moin moin,

Aber was ich gehört hab, sind leider die katholische sowie die
evangelische Kirche bzw. deren Angehörige käuflich, man muss
nur suchen.

Ich weiss nicht, ob Du das meinst, aber ich kenne es von bestimmten Gemeinden in der Tat, dass, wenn es sich um nicht-Gemeindemitglieder handelt, man einen Obulus fordert, weil man diese Gemeindegebäude nutzt. Insbesondere Gemeinden mit beliebten weil schönen Kirchen tun dies.

Ähnliches gilt für Fälle mit nur einem oder keinem Religionsmitglied, die ja (siehe oben) durchaus gläubig sein können. In diesem Fall ist die Hochzeit (zumindest die Veranstaltung) eine Dienstleistung der Kirche bzw. der jeweiligen Gemeinde. Und Dienstleistungen zu bezahlen, halte ich durchaus für ok.

Leider halt ich leider von beiden Einrichtungen aufgrund
dieser Tatsache u der dadurch resultierenden Inkonsequenz auch
in anderen Gebieten als sehr unglaubwürdig, als Vertreter für
Gott.

Was Du mangelnde Kosequenz nennst, wird an anderer Stelle gelobt als Öffnung zum Rest der Welt. Da würde die Konsequenz, nicht heiraten lassen, weil nicht beide Religionsmitglieder, als starrsinnig und altmodisch beschrieben.

Ich wünsche dir trotzdem für dein weiteres Leben viel Glück u
dass Ihr vor Gott, wenn auch viell. nur für euch, eure Ehe
schliesst u dass sie nie getrennt würd.

Nur mal ne böse Frage zum Schluss. Warum meint der Bräutigam, zur Hochzeit einen Priester zu benötigen, wenn er doch sonst ohne auskommen kann?

Aber eins noch zum Schluss. Die besten Antworten auf die ursprünglichen Fragen gibt immer noch der jeweilige Priester, da sich hier viele einen gewissen Spielraum erlauben. Und diejenigen, die ich kennen gelernt habe, haben da durchaus eine eigene Meinung und erläutern diese auch gern.

Gruß

ALex

Hallo Kim,

Ich bin evangelisch und möchte kirchlich (evangelisch)
heiraten.
Mein Freund ist aus der katholischen Kirche ausgetreten, zählt
daher nicht mehr als Gläubiger (was ich ja schon irgendwie
traurig finde, dass man das davon abhängig macht) und er war
schon einmal (und nur) standesamtlich verheiratet.

Er ist für die kath. Kirche immer noch getauft, läst bloss seine Teilhaberschaft an der irdischen Gemeinschaft ‚ruhen‘.

Können wir trotzdem evangelisch heiraten?

klar

Und wenn ja, unter welchen Bedingungen?

i.d.R. keine, da es aber in der ev. Kirche keine so strengen Regeln gibt, kann es passieren, dass ihr an einen konservativen Pfarrer kommt, der aus verschiedenen Gründen es ablehnt. Der nächste dürfte es ohne Kopfstand machen

Ist diese Trauung dann eine richtige krichliche Trauung oder nur ein
Kompromiss?

natürlich eine richtige Trauung

Und meine zweite Frage: Mein Freund würde auch gerne das
Gelöbnis vor Gott sprechen, eben weil er glaubt. Ist das
möglich?

ja

Hängt das vom Pfarrer ab?

Die meisten dürfte es freuen.

Oder zählt er allein durch seinen Austritt zu den Ungläubigen und
darf kein Gelöbnis vor Gott sprechen?

s.o.

Ciao maxet.

Moin, moin Kim,

geht doch einfach mal zu Deinem Pfarrer; da Dein Zukünftiger aus der Kirche ausgetreten ist, hat er ja keinen Geistlichen, der für ihn zuständig wäre.
In der evang. Kirche ist es durchaus möglich, eine Evangelische mit einem aus der Kirche Ausgetretenen zu trauen; die Trauung ist dann eine „richtige“ Trauung und nicht nur eine Ersatzhandlung.

Ähnliches habe ich mal vor mehr als dreißig Jahren in der württembergischen Kirche erlebt: auch der Bräutigam war ausgetreten, aber im Traugespräch habe ich den Eindruck gewonnen, daß es ihm mit dem Versprechen vor Gott ganz ernst war. Ich bin dann - mit einer schriftlichen Darstellung - zu meinem Dekan gefahren und habe um sein Einverständnis gebeten. Hätte er nein gesagt, wäre ich auch noch zum Prälaten gefahren, und hätte der auch nein gesagt, hätte ich die beiden trotzdem getraut. Nun gut, er hat sofort zugestimmt.

Allerdings möchte ich davon abraten, es bei einem anderen zu „versuchen“, wenn Dein Pfarrer ablehnt, denn der andere braucht für eine Amtshandlung, für die er eigentlich nicht zuständig ist, die Erlaubnis dessen, der sie eigentlich vornehmen müßte. Das ist das sogenannte Dimissoriale. Wenn also Dein Pfarrer die Trauung ablehnt, wird er auch seinem Amtsbruder die Trauung nicht erlauben, und die Fälle sind sehr selten, daß sich einer über den Willen des Kollegen hinwegsetzt.

Geht also zu Deinem Pfarrer; vor der Trauung steht ohnehin das „Traugespräch“, in dem der Pfarrer Euch kennenlernen und Eure Haltung zum Glauben und zur Kirche erfahren möchte (es sei denn, er kennt Dich schon aus dem Gottesdienst oder sonst aus dem Gemeindeleben; das würde die Sache natürlich sehr viel einfacher machen). In aller Regel sind meine Kollegen - auch die in Süddeutschland - verstänsnisvolle und umgängliche Menschen. Und wenn er ablehnen sollte (aber warum sollte er?), dann geht Ihr doch einfach zum Dekan und legt ihm die Sache dar.

Grüße und alles Gute - Rolf

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Danke für eure schnellen Antworten :smile:(o.W.)
.

Hallo,

vielen Dank für deine schnelle Antwort, die mich doch sehr ermutigt hat - denn mir ist eine kirchliche Trauung sehr wichtig. Das, was du geschildert hast, trifft in ähnlicher Weise auf uns zu. Meinem Freund ist es nämlich auch sehr wichtig, das Gelöbnis vor Gott zu sprechen und es würde uns wirklich etwas fehlen, wenn uns dies nicht erlaubt würde.

Mein Freund ist aus der Kirche ausgetreten, weil er leider sehr von den Menschen seiner Gemeinde enttäuscht worden ist und sein Christsein nicht mehr von der Zugehörigkeit zu einer Kirche abhängig machen will, was für ihn nicht ausschließt, dass er wieder eine Gemeindeheimat findet. Bis jetzt hat er es noch nicht.

Ich hoffe nur, dass derjenige, der uns trauen wird, genauso verständnisvoll ist und sieht, wie wichtig und ernst uns beiden eine kirchliche Trauung ist.

Viele Grüße von Kim

Halli,

nicht-Gemeindemitglieder handelt, man einen Obulus fordert,
weil man diese Gemeindegebäude nutzt. Insbesondere Gemeinden
mit beliebten weil schönen Kirchen tun dies.

…da ich mich ja jetzt schon viel erkundigt habe: habe Preise gehört bis zu 350 Euro…

Nur mal ne böse Frage zum Schluss. Warum meint der Bräutigam,
zur Hochzeit einen Priester zu benötigen, wenn er doch sonst
ohne auskommen kann?

Lächel, das kommt er nicht…Austritt aus der Kirche bedeutet ja nicht, dass man keinen Gottesdienst mehr besucht. Bei manchen zeigt es nur, dass man nicht einverstanden ist, mit dem wie die Kirche sich präsentiert oder was sie tut…oder der Austritt ist Folge vieler Enttäuschungen (durch Menschen) - so dass man seinen Glauben frei von einer Institution leben möchte. Was ich verstehen kann.

So viele sind in der Kirche und sie bedeuten ihr nichts.,

In unserem Fall könnte mein freund wieder in die Kirche eintreten nur damit wir es leichter hätten zu heiraten. Er will es aber nicht, weil das unehrlich wäre und nur Mittel zum Zweck. Andere, die in der Kirche sind, und nur das Ritual der Hochzeit lieben und sich daher trauen lassen, werden getraut. Sollte da nicht jemand, dem dies mehr bedeutet, nicht auch die Möglichkeit haben, getraut zu werden - auch wenn er nicht einer Kirche zugehört? Ich bin froh, dass - laut eurer Antworten - dies aber möglich sein kann. Bei Katholiken scheint dies ja wesentlich schwerer zu sein.

Viele Grüße von Kim

Halli,

Leider halt ich leider von beiden Einrichtungen aufgrund
dieser Tatsache u der dadurch resultierenden Inkonsequenz auch
in anderen Gebieten als sehr unglaubwürdig, als Vertreter für
Gott.

Da kann ich dir in Teilen zustimmen - aber wie immer sind dafür Menschen verantwortlich :frowning: Wir sind leider nicht perfekt. Aber das hindert mich ja nicht, so zu leben, wie ich für mich meinen Glauben leben möchte :smile:

Ich wünsche dir trotzdem für dein weiteres Leben viel Glück u
dass Ihr vor Gott, wenn auch viell. nur für euch, eure Ehe
schliesst u dass sie nie getrennt würd.

Danke :smile: Ich fände es nur sehr schade, wenn wir sie nur für uns schließen müssten - denn für mich ist eigentlich die kirchliche Trauung die eigentliche Trauung. Egal durch welche christliche Kirche/ Gemeinschaft oder durch welchen Pastor :smile: Ich wäre sehr enttäuscht von der Kirche, wenn sie uns dies verwehren würde - und dies wäre wieder ein Grund, warum auch mein Freund sagen würde, dass die Kirche sich in vielen Dingen falsch präsentiert/ verhält etc… Wenn du sagst, es ist inkonsequent, müsste dies bedeuten, dass er nicht mehr heiraten dürfte - Ich denke aber, man sollte die Möglichkeit haben, begangene Fehler vergeben zu bekommen. Und da er nicht kirchlich getraut war, war diese Ehe für mich auch keine richtige Ehe. Im Gegensatz dazu denke ich aber, dass man an der Ehe festhalten sollte. Für mich persönlich käme nur eine Hochzeit in Frage - aber wenn diese zur Qual wird? Viele Themen, die man diskutieren könnte :smile:

Viele Grüße von Kim :smile:

Hallo Kim,

nein, ich verurteile niemanden, der Fehler gemacht hat.
Wir sind nicht frei von Fehlern, keine vollkommenden Menschen, damit müssen wir uns abfinden - bereuen u vergeben.

Ich befasse mich mit dem chr. Glauben erst intensiver seit 3 Jahren expliziet seit ein wenig mehr als 6 Monaten.
Leider kann ich mich noch nicht so ausdrücken, wie ich es mir wünschen würde, da ich viele Gedanken in mir hege, die ich gern austauschen wollen würde

Nur ich habe für mich herausgefunden, dass die katholische u evangelische Kirche nicht in mein Bild von Gott passt.
Beide Kirchen leben von auch von Kirchensteuer. Sie versäumen es fehllaufende „Schafe“ an ihr Verhalten zu erinnern u womöglich Konsequenzen aufzuzeigen u diese auch durchzuziehen. Meiner Meinung um weitere Abgänge der finanz. Einnahmen zu verhindern.

Wieviele Paare haben vor der Hochzeit Sex miteinander? Wieviele leben schon vorher zusammen bevor sie heiraten u lassen sich dann kirchlich trauen?
Ich kenn mich leider nicht mit den Regularien in der heutigen Kirche aus (da ich nicht religiös erzogen worden bin u natürlich auch keiner „Kindstaufe“ unterzogen worden bin), aber wird denn vor der Hochzeit mit dem betroffenden Paar über dieses Fehlverhalten gesprochen? Wird an dieser Stelle wirklich gereut?
Warum hat der zuständige Pastor sich nicht schon vorher um dieses Fehlverhalten gekümmert? Hätte dies eigentlich zum Ausschluss aus der Gemeinde führen müssen?

Ich bin auf gar keinen Fall frei von Fehlern u möchte hier auch niem. vorschreiben, wie er zu leben hat. Nur frage ich mich manchmal, wenn man predigt, nach der Bibel zu leben u die Gemeinde sagt, sie möchte es, warum wird dann keine Unterstützung diesbzgl. geleistet - damit meine ich auch Fehlverhalten anzusprechen u eine Lösung zu finden, dass das „Schaf“ wieder auf den richtigen Weg kommt.

Verstehst du was ich meine?

bzgl. zu euch frag ich mich, wenn ihr jem. findet, der euch kirchlich traut, hat denn dieser Verantwortliche bzw. in der Zukunft - wird dieser Verantwortliche prüfen, ob dein mein bereut u sich bessern will? oder ob er sein fehlverhalten als „natürlich gegeben“ hinnimmt.

Zu hinterfragen wäre dann zB auch die 1. Ehe.

Wie kam sie zu stande? Warum redet ihr euch raus, dass die Ehe keine Ehe war? welche Gründe gab es dafür?

  • Ich möchte nicht, dass du mir jetzt diese Fragen beantwortest, es bleibt eure Privatsphäre - keine Frage! -

Es ist schwer für mich zu erklären, aber ich finde man sollte als gläubiger Mensch solch schwerwiegende Fehler, die also konkret u offensichtlich gg. Gottes Worte verstoßen, klären u bereinigen.
Analysieren, damit sowas nicht so schnell wieder passiert, denn wir sind auch nicht vor zukünftigen Fehler geschützt.

Gerade wenn sich Geistliche für solche Ereignisse „kaufen“ lassen, hab ich mehr das Gefühl, dass die weltlichen finanziellen Mittel mehr im Vordergrund stehen, als die geistigen Bedürfnisse der einzelnen Personen u die Reinheit der Gemeinde.

So kleine Gedanken von mir, die ich versuchte in eine logische Reihenfolge zu bekommen.

LG

ANdrea

Ach Du sch…
Hallo Andrea,

es fehllaufende „Schafe“ an ihr Verhalten zu erinnern u
womöglich Konsequenzen aufzuzeigen u diese auch durchzuziehen.

Wieviele Paare haben vor der Hochzeit Sex miteinander?
Wieviele leben schon vorher zusammen bevor sie heiraten u
lassen sich dann kirchlich trauen?

aber wird denn vor der Hochzeit mit dem betroffenden Paar über
dieses Fehlverhalten gesprochen? Wird an dieser Stelle
wirklich gereut?

Warum hat der zuständige Pastor sich nicht schon vorher um
dieses Fehlverhalten gekümmert? Hätte dies eigentlich zum
Ausschluss aus der Gemeinde führen müssen?

Zukunft - wird dieser Verantwortliche prüfen, ob dein mein
bereut u sich bessern will? oder ob er sein fehlverhalten als
„natürlich gegeben“ hinnimmt.

als gläubiger Mensch solch schwerwiegende Fehler, die also
konkret u offensichtlich gg. Gottes Worte verstoßen, klären u

Danke. Ich war fest davon überzeugt, daß es Menschen, die so denken, nicht mehr gibt. Du hast mir diese Illusion soeben genommen.

Gruß,

Malte.

Gerade wenn sich Geistliche für solche Ereignisse „kaufen“
lassen, hab ich mehr das Gefühl, dass die weltlichen
finanziellen Mittel mehr im Vordergrund stehen, als die
geistigen Bedürfnisse der einzelnen Personen u die Reinheit
der Gemeinde.

wenn realität und die nachfrage nach traditionellen romantikevents zusammenprallen, dann kommt eben das raus. eigentlich müßte die kirche alle rausschmeißen, denn ich denke, daß fast jeder mensch vor der hochzeit sex hat… realistisch gesehen ist eine kirche ein unternehmen, das dienstleistungen gegen geld anbietet. punkt.

gruß
datafox

Typisch
Hallo allerseits,

das hier ist mal wieder ein typischer Fall, wo über etwas geredet wird, wovon man keinerlei Ahnung hat.

  • „Vorehelicher Verkehr“ ist längst keine Sünde mehr, über die am Sonntag geifernd gepredigt wird, auch wenn Jungfräulichkeit ein kirchliches Ideal ist.

  • In der katholischen Kirche zumindest muß rein formal die Erlaubnis zur Heirat des Bischofs eingeholt werden, wenn einer der Ehepartner ausgetreten ist oder einer anderen Konfession angehört. Diese Erlaubnis ist aber zu erteilen, wenn der katholische Partner seine Bereitschaft zur katholischen Lebensführung und die Bemühung um eine katholische Taufe und Erziehung der gemeinsamen Kinder verspricht. Der Partner muß darüber informiert sein. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die evangelische Kirche da viel strenger reagiert, aber da hat Rolf bereits mehr zu geschrieben.

  • Wiederum in der katholischen Kirche (sorry, aber da bin ich nunmal mehr im Bild) kann für einen kleinsten Obolus in der Pfarrei geheiratet werden, wenn einer der Partner dort Pfarrmitglied ist. Den genauen Preis weiß ich nicht, er liegt aber weit unter 350 €, wahrscheinlich sogar unter 20 € (ich kann nächste Woche meinen Bruder fragen, der hat letztes Jahr geheiratet). Mag sein, daß man etwas mehr zahlen muß, wenn man sich eine spezielle pfarreifremde Kirche aussucht, das ist aber bei der standesamtlichen Trauung auf den Standesämtern genauso.

Wenn das jetzt als „käuflich“ bezeichnet wird, bitteschön. Vielleicht sollte man beim Hörensagen aber mal fragen, ob da nicht aufwendiger Blumenschmuck und das Trinkgeld für die Ministranten mit in die Rechnung einbezogen wurde.

  • Stichwort Kirchensteuer: Es wird in den allermeisten religiösen Vereinigungen erwartet bzw. verlangt, daß das Mitglied finanziell einen Beitrag beisteuert. Bei einigen ist das wesentlich mehr als hierzulande (der sog. Zehnte), und den kann man dort auch nicht noch von der Steuer absetzen.

Allgemein:

Ich sehe hauptsächlich zwei Gründe, aus der Kirche auszutreten.

Einmal der Wunsch, die Kirchensteuer nicht mehr bezahlen zu müssen, aber dann muß man auch damit rechnen, nicht mehr zu Gemeinde zu gehören. Wenn ich aus dem Mieterverein austrete, werde ich ja wohl auch nicht erwarten können, daß ich dort meine Nebenkostenabrechnung für lau prüfen lassen kann.

Der zweite Grund ist, daß ich mit der Institution Kirche nicht einverstanden bin. Das kann ich nachvollziehen, aber ich bin dann nicht so heuchlerisch, im weißen Kleid mit Schleppe und Schleier durch den Kirchengang zu schreiten und mir das Ave Maria trällern zu lassen.

Wenn der zweite Grund nur einen Partner betrifft, muß man einen Kompromiß finden (wie in Corinnes Fall), und da haben wir gesehen, daß es möglich ist.

Ach übrigens: Durch den Kirchenaustritt gilt man nicht als Ungläubiger, sondern hat sich lediglich aus der jeweiligen kirchlichen Gemeinschaft entfernt. Was man glaubt und nach welchen Werten man lebt, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß
mowei

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Nachtrag - Käuflichkeit
Moin, moin,

den Artikel über die „Käuflichkeit“ der Kirche habe ich erst später gelesen: ich will darüber jetzt nicht raisonnieren. Die Amtshandlungen und also auch die kirchliche Trauung sind mit den Kirchensteuern bezahlt, sie kosten also nichts mehr extra.

Rolf

Halli,

Moin moin,

nicht-Gemeindemitglieder handelt, man einen Obulus fordert,
weil man diese Gemeindegebäude nutzt. Insbesondere Gemeinden
mit beliebten weil schönen Kirchen tun dies.

…da ich mich ja jetzt schon viel erkundigt habe: habe Preise
gehört bis zu 350 Euro…

Solche Summen habe ich noch nicht gehört, aber grundsätzlich ist das für eine größere besondere Lokalität mit Strom und (teilweise) Personal nicht zuviel, wenn man das mal aus rein weltlicher Sicht betrachtet.

Nur mal ne böse Frage zum Schluss. Warum meint der Bräutigam,
zur Hochzeit einen Priester zu benötigen, wenn er doch sonst
ohne auskommen kann?

Lächel, das kommt er nicht…Austritt aus der Kirche bedeutet
ja nicht, dass man keinen Gottesdienst mehr besucht. Bei
manchen zeigt es nur, dass man nicht einverstanden ist, mit
dem wie die Kirche sich präsentiert oder was sie tut…oder
der Austritt ist Folge vieler Enttäuschungen (durch Menschen)

  • so dass man seinen Glauben frei von einer Institution leben
    möchte. Was ich verstehen kann.

Schon, nur warum dann in bestimmten Augenblicken diese Institution nutzen wollen? Sich nur die Rosinen aus dem Angebot der Amtskirche zu suchen, ohne z. B. innerhalb der Kirche die eigenen Vorstellungen einzubringen; die katholische Kirche z. B. ist ja wesentlich mehr als nur der Papst oder der Herr Ratzinger, die immer gern als Begründung heran geogen werden.

So viele sind in der Kirche und sie bedeuten ihr nichts.,

Was hat das nun mit ihm oder euch zu tun?

In unserem Fall könnte mein freund wieder in die Kirche
eintreten nur damit wir es leichter hätten zu heiraten. Er
will es aber nicht, weil das unehrlich wäre und nur Mittel zum
Zweck. Andere, die in der Kirche sind, und nur das Ritual der
Hochzeit lieben und sich daher trauen lassen, werden getraut.

Was euch in euer Entscheidung erst einmal egal sein kann. Und noch einmal, findet ihr es ehrlicher, mit Hilfe einer Amtskirche zu heiraten, wenn er sich doch eigentlich so wenig wieder findet, dass er austritt. Warum den Segen einer Institution erbitten, die einen nicht vertritt. Ich hoffe, dass Du mir nicht böse bist, dass Du nun meine Portion Meinung abbekommst, aber ich habe einfach zuviele Menschen erlebt, die sich „ja so wenig in der Kirche wieder finden“, aber eigentlich nur die Steuern sparen wollen, um dann aber bitteschön in der Kirche heiraten zu wollen.

Wobei ich das bei euch nicht vermute, nur hier mal loswerden wollte.

Sollte da nicht jemand, dem dies mehr bedeutet, nicht auch die
Möglichkeit haben, getraut zu werden - auch wenn er nicht
einer Kirche zugehört? Ich bin froh, dass - laut eurer
Antworten - dies aber möglich sein kann. Bei Katholiken
scheint dies ja wesentlich schwerer zu sein.

Was ich durchaus bestreiten möchte. Der frühere Priester meiner Heimatgemeinde hat sogar Ehen kirchlich getraut, die standesamtlich nicht verheiratet waren. Eine Nachbargemeinde macht als freiwilliges Angebot auch für nicht katholische Paare ein Ehewochenende, in dem an zwei Tagen mehrere heiratswillige Paare unter Hilfe eines Seminarleiters die Bedeutung der Ehe (nicht nur) unter relgiösen Aspekten) sich verdeutlichen, was sich niemand antut, der nur der schönen Hochzeit wegen in einer Kirche heiratet. Vielleich wäre das auch etwas für euch.

Viele Grüße von Kim

Ebenso und dennoch oder gerade deshalb eine schöne Trauung

ALex

Liebe Andrea,

auf Deine Fragen möchte ich Dir nicht polemisch, nicht abwertend, nicht hochfahrend antworten: ich habe den Eindruck, daß Du eine Bekenntniskirche haben möchtest, eine Kirche, die nicht nur ein Bekenntnis zu Gott und Christus ablegt, sondern auch genaue Vorstellungen davon hat, was im Alltag richtig und falsch ist, diese Vorstellungen deutlich ausspricht und sie dann auch durchsetzt. Durchsetzt unter anderem mit der sogenannten „Kirchenzucht“ - der Sünder oder die Sünderin wird aus der Gemeinde ausgeschlossen für kürzere oder längere Zeit, bis er/sie Buße getan hat; für immer, wenn er/sie diese Buße ablehnt.
Nun ging es in diesem Faden um die Trauung/Hochzeit, und da liegt das Thema Geschlechtlichkeit natürlich nahe. Es liegt nahe, aber es ist nicht zwangsläufig, daran in diesem Zusammenhang zu denken. Darf ich mich verwundert zeigen - ohne alle Polemik! -, daß Dir gerade dieses Thema einfällt? Ich ziehe daraus keinerlei Schlüsse; aber ganz allgemein bin ich immer wieder erstaunt, wie sehr das Thema Sex die Menschen gerade im Zusammenhang mit der Ethik/Moral/Kirche/Glaube beschäftigt. Ich bin einfach bloß erstaunt und ziehe daraus immer noch keine Schlüsse; die kommen vielleicht später.
All die Dinge, die Du angesprochen hast, gehören in das seelsorgerliche Gespräch, das aber ist ein Gespräch zwischen dem Pfarrer und dem Christen/der Christin, und darüber hat der Pfarrer zu schweigen. Also kann außer den beiden niemand wissen, was gesagt worden ist, ob der Pfarrer nicht vielleicht doch all das gesagt hat, was Dir zu fehlen scheint.
Nun geht es aber weiter: Du findest nicht für alle Fragen unseres Lebens in der heutigen Zeit klare Anweisungen in der Bibel. Was ist mit dem Menschen, der nach einem kleinen Autounfall gleich auch noch die Beulen beseitigen läßt, die schon lange dawaren und mit dem Unfall gar nichts zu tun haben? Was ist mit dem Menschen, der in der pharmazeutischen Fabrik arbeitet und sagen wir mal an der Entwicklung von Contergan, Lipobay, Vioxx mitmacht und Menschenleben gefährdet?
Was ist mit den Menschen in der Rüstungsindustie? In der Nahrungsmittelindustrie, wenn sie sich daran beteiligen, natürliche Ingredienzien durch künstliche Aromastoffe und anderen Müll zu ersetzen - nur um des Gewinns willen? Sollen die auch aus der Gemeinde ausgestoßen werden?
Mag sein, daß Du all diese Fragen unfair findest, vor allem, da Du Dich ja erst seit einigen Monaten intensiv mit dem Glauben beschäftigst. Ich finde es großartig, daß Du das tust und wünsche Dir dazu Gottes Segen und Seinen Geist.
Ein letzter Satz: das alles paßt nicht zu Deinem Bild von Gott (Deine Worte). Was aber, wenn Du Dir gar kein Bild machen solltest?

Glaube weiter und denke weiter!

Herzlichst - Rolf

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Hallo Andrea,

Danke. Ich war fest davon überzeugt, daß es Menschen, die so
denken, nicht mehr gibt. Du hast mir diese Illusion soeben
genommen.

Gruß,

Malte.

Muss ich mich jetzt dadurch angegriffen fühlen?

Ich weiß leider nicht genau, was du bezweckst. Nur ich bin der Meinung, wenn man an Gott glaubt u sich damit beschäftigt, sollte man sich auch mit der Bibel beschäftigen.
Und sich daher bemühen nach Gottes Wort zu leben, oder?

Ich habe nur ein paar Fragen hier in das Forum geworfen, die mich beschäftigten… fühlst du dich von denen überfordert?

Oder bist du davon überrascht, dass sich jem. mit Gott u dessen Existenz auseinandersetzt?

Würd mich schon interessieren.

Viell. mal so als Info, ich bin Mitte 20, also keine so lebenserfahrene Person, die event. im christl. Glauben aufgewachsen ist, weil es „üblich“ war.
Mir ist nur aufgefallen, dass sich meine moralischen Vorstellungen stark in der Bibel wiederfanden.
Dabei fiel mir auf, dass in der Bibel steht, dass Gott seine Gebote in des Menschen Herzens eingepflanzt hat!
… es gibt mir vieles zu denken…

LG

Andrea

Liebe Andrea,

auf Deine Fragen möchte ich Dir nicht polemisch, nicht
abwertend, nicht hochfahrend antworten: ich habe den Eindruck,
daß Du eine Bekenntniskirche haben möchtest, eine Kirche, die
nicht nur ein Bekenntnis zu Gott und Christus ablegt, sondern
auch genaue Vorstellungen davon hat, was im Alltag richtig und
falsch ist, diese Vorstellungen deutlich ausspricht und sie
dann auch durchsetzt. Durchsetzt unter anderem mit der
sogenannten „Kirchenzucht“ - der Sünder oder die Sünderin wird
aus der Gemeinde ausgeschlossen für kürzere oder längere Zeit,
bis er/sie Buße getan hat; für immer, wenn er/sie diese Buße
ablehnt.
Nun ging es in diesem Faden um die Trauung/Hochzeit, und da
liegt das Thema Geschlechtlichkeit natürlich nahe. Es liegt
nahe, aber es ist nicht zwangsläufig, daran in diesem
Zusammenhang zu denken. Darf ich mich verwundert zeigen - ohne
alle Polemik! -, daß Dir gerade dieses Thema einfällt? Ich
ziehe daraus keinerlei Schlüsse; aber ganz allgemein bin ich
immer wieder erstaunt, wie sehr das Thema Sex die Menschen
gerade im Zusammenhang mit der Ethik/Moral/Kirche/Glaube
beschäftigt. Ich bin einfach bloß erstaunt und ziehe daraus
immer noch keine Schlüsse; die kommen vielleicht später.
All die Dinge, die Du angesprochen hast, gehören in das
seelsorgerliche Gespräch, das aber ist ein Gespräch zwischen
dem Pfarrer und dem Christen/der Christin, und darüber hat der
Pfarrer zu schweigen. Also kann außer den beiden niemand
wissen, was gesagt worden ist, ob der Pfarrer nicht vielleicht
doch all das gesagt hat, was Dir zu fehlen scheint.
Nun geht es aber weiter: Du findest nicht für alle Fragen
unseres Lebens in der heutigen Zeit klare Anweisungen in der
Bibel. Was ist mit dem Menschen, der nach einem kleinen
Autounfall gleich auch noch die Beulen beseitigen läßt, die
schon lange dawaren und mit dem Unfall gar nichts zu tun
haben? Was ist mit dem Menschen, der in der pharmazeutischen
Fabrik arbeitet und sagen wir mal an der Entwicklung von
Contergan, Lipobay, Vioxx mitmacht und Menschenleben
gefährdet?
Was ist mit den Menschen in der Rüstungsindustie? In der
Nahrungsmittelindustrie, wenn sie sich daran beteiligen,
natürliche Ingredienzien durch künstliche Aromastoffe und
anderen Müll zu ersetzen - nur um des Gewinns willen? Sollen
die auch aus der Gemeinde ausgestoßen werden?
Mag sein, daß Du all diese Fragen unfair findest, vor allem,
da Du Dich ja erst seit einigen Monaten intensiv mit dem
Glauben beschäftigst. Ich finde es großartig, daß Du das tust
und wünsche Dir dazu Gottes Segen und Seinen Geist.
Ein letzter Satz: das alles paßt nicht zu Deinem Bild von Gott
(Deine Worte). Was aber, wenn Du Dir gar kein Bild machen
solltest?

Glaube weiter und denke weiter!

Herzlichst - Rolf

Hallo Rolf,

da ich in einer Art „Findungsphase“ bin, sind meine Gedanken noch relativ wirr zu diesem Thema, mir fehlen viele Einblicke, die ich mir leider durch enormen Zeitmangel leider nicht so schnell aneignen kann.

Ich nehme mir die Zeit, die ich habe, die viell. zu wenig ist für dieses komplexe Thema.

Ich versuch einigermaßen auf dein Beitrag einzugehen.

Ich will nicht, dass eine christliche Einrichtung einem das Alltagsleben vorschreibt, ganz im Gegenteil, denn die Bibel sagt aus, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist u jeder einen freien Willen besitzt.
Nur frage ich mich manchmal, wenn es eine Bibel gibt, die man durch eine Taufe oder spätere Erkenntis (dies sage ich aufgrund der Kindstaufe, da man sich ja da eigentlich noch gar nicht entscheiden konnte, sondern jem. die Entscheidung dafür abnahm) als das Wort Gottes annimmt, sollte man sich doch an diese halten bzw. danach streben (weil wir unvollkommen sind).

Das mir natürlich Sex vor der Ehe als Thema einfällt, liegt wahrscheinlich erst einmal an dem Ausgangsthread u weil ich finde, dass ein offensichtlicher Verstoß gg. die Bibel ist, wenn 2 Personen unverheiratet zusammenleben. (viell. liegt es auch daran, dass ich selbst mit diesem Thema „Erfahrung“ habe)

Klar weiß ich nicht, ob der Pfarrer über solch ein Thema mit der betroffenden Christin/Christ spricht, aber leider scheint dieses Thema einfach geduldet zu sein - man geht eben mit der Zeit.
Wirklich ein Vorgehen gg. solch ein Fehlverhalten habe ich nohc nicht erlebt (im Freundes u Bekanntenkreis leben Menschen, die sich der katholischen Kirche zugehörig fühlen u auch zu ihren Pflichtveranstaltungen gehen, die sich als Katholiken bezeichnen, aber trotzdem gg. die Bibel leben).

Unter Vorgehen verstehe ich jetzt nicht sofort die Peitsche rauszuholen u den Sündiger auszupeitschen, nein, aber hat den ein Pfarrer o Pastor o wie sie alle heißen, nicht die Aufgabe jedem einzelnem Mitglied zur Hilfe zu stehen? Gehört nicht auch dazu, dass man jem. auf seine Fehler hinweist u ihn unterstützt, diese wieder zu bereinigen?

Hilft es dann der betroffenen Person, wenn einfach darüber hinweggegangen wird?
Meines ERachtens nicht!
Wozu dann eine Gemeinde, wenn diese einem nicht unterstützend beisteht?
Hat Jesu nicht gesagt, Christen sollen sich versammeln um Kraft zu tanken u nicht vom Weg abzukommen?

Deine Aufzählung bzgl. Arbeiter in bestimmten Berufen!

Nun ist die Frage, wieso geht es der Welt so schlecht? Sind es auch Bewährungsproben, denen wir trotzen müssen,die wir durchstehen sollten, wie Hiob?
Wenn man also als Christ in der Rüstungsindustrie arbeiten sollte, muss man sich fragen, ob man es mit sich u dem Glauben zu Gott u seinen Vorsätzen vereinbaren kann?
Kann man es tatsächlich gut heißen, dass das was man herstellt, andere Menschen offensichtlich töten wird?

Meines Erachtens stehen bei Christen Gott u seine Gebote an erster Stelle. Was wäre zu tun?
Meine Meinung ist dazu, seinen Job aufzugeben u sich einen andere Arbeit zu suchen, ich könnte es nciht mit mir vereinbaren… aber dafür gibt es bestimmt andere Personen, die es mit sich vereinbaren könnten…
Wenn man in der Pharmaindustrie arbeitet u im Nachhinein Ergebnisse zeigten, dass bestimmte Produkte nachhaltig Schäden bei einnehmenden Personen verursachte, finde ich nicht, dass man daran arbeitet, Menschen zu töten, sondern eher das Gegenteil. Das war, meines Erachtens vorher nicht abzusehen. NIcht so, wie wenn man Panzer herstellt, oder???

Bzgl. des Thema Krieges frage ich mich, was ist das für eine Kirche, die die Truppen segnet, damit sie in den Krieg zieht.
WEnn 2 christl. Länder an der Grenze stehen, um sich gg.seitig zu töten u die jeweiligen Kirchenoberste die eigenen Truppen segnen - wem soll Gott helfen?
DAs doch Irrsinn, oder? U steht nicht in der Bibel, du sollst nicht töten?

Da stellt sich doch für mich die Frage, ob diese oben erwähnten Kirchen nicht die falschen Propheten sind, von den Jesu sprach?

Ich weiß man soll sich von Gott kein Bild machen, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Eher meinte ich damit, dass Gott Eigenschaften verkörpert. in der Bibel wird geraten, sich diese Eigenschaften zu nutze zu machen… manchmal sehe ich das als Widerspruch zu den Taten u Gebräuchen der Kirche.
Daher entsprechen sie für mich nicht die Verkörperung Gottes o wie man es auch gerne hört „das Sprachrohr Gottes“

Ich hoffe meine Ausführungen sind nicht so verwirrend… wie gesagt, ich versuche sie noch selbst zu ordnen.
Daher bin ich gern zu einem Gedankenaustausch bereit u begrüße es sogar, natürlich in einer angenehmen Art.

Liebe Grüße

Andrea

Hi,

Muss ich mich jetzt dadurch angegriffen fühlen?

Keineswegs. Jeder wie er mag. Ich hab nur mein Erstaunen zum Ausdruck gebracht.

Ich habe nur ein paar Fragen hier in das Forum geworfen, die
mich beschäftigten… fühlst du dich von denen überfordert?

Überfordert? Es überfordert mich tatsächlich insofern, als daß ich nicht nachvollziehen kann, in keinster Weise und auch mit größter Mühe nicht, wie man so etwas wirklich glauben und propagieren kann.

Oder bist du davon überrascht, dass sich jem. mit Gott u
dessen Existenz auseinandersetzt?

Keineswegs. Nur die Konsequenzen, die Du daraus ziehst, verwundern mich.

Die von mir zitierten Stellen handeln allesamt von Fehlverhalten, Schuld, und davon, daß man offensichtlich eine gescheiterte Ehe sowie vorehelichen Geschlechtsverkehr bereuen muß/sollte. Das ist AFAIK noch ein paar Nummern härter als das, was man so üblicherweise von den Katholen mitbekommt, und selbst die empfinde ich schon als ziemlich… menschenfeindlich.

Aber wie gesagt - jeder wie er/sie mag. Daß das der Weg zum Seelenheil ist, bezweifle ich jedoch, gelinde gesagt.

Gruß,

Malte.

Kleine Einschaltung…
Lieber Malte

(1)

Es überfordert mich tatsächlich insofern, als daß
ich nicht nachvollziehen kann, in keinster Weise und auch mit
größter Mühe nicht, wie man so etwas wirklich glauben und
propagieren kann.

(2)

Keineswegs. Nur die Konsequenzen, die Du daraus ziehst,
verwundern mich.

(3)

Aber wie gesagt - jeder wie er/sie mag. Daß das der Weg zum
Seelenheil ist, bezweifle ich jedoch, gelinde gesagt.

zu 1
Bis vor 1973 war eine uneheliche Lebensgemeinschaft in Deutschland eine STRAFTAT. Es gab das Gestz der „Kuppelei“. Lebte man(n) mit seiner Freundin vor 73 zusammen, klingelte die Obrigkeit an deiner Tür. Fazit: Die Deutschen schienen es glauben zu können und selbst der Staat hat es ‚propagiert‘. Meinst du die Menschen vor 73 waren irgendwie ‚dümmer‘ als heute???

zu 2
Die Gesellschaft scheint also keinen wirklichen Halt und keinen Maßstab zu geben. Da hat einer, der an Gott und die Bibel glaubt, schon wesentlich mehr Maßstab und halt. Die Konsequenzen sind eben genau die, die Andrea aufgezeigt hat.

zu 3
Das eine ‚reine‘ Ehe kein Seelenheil bietet ist recht beobachtet. Aber Dein ‚mal ebenso Wegwischen der Gebote Gottes‘ ist allemal kein Weg.

Was ist, wenn Gott irgendwann einmal Rechenschaft von einem jeden fordert?

So long und nichts für ungut.

Felix