Hi Yoyo 
ich weiß nicht, ob Du die Frage richtig gelesen hast. Der gute Arbeitslose bekommt 500 Euro monatlich, seine Frau verdient 700 Euro monatlich, die beiden haben ein Kind. Also sind wir bei 1.200 Euro monatlich für drei Personen. Da wir nicht wissen, wie lange der Mensch arbeitslos ist und um welche Gläubiger es geht, wegen denen er private Insolvenz angemeldet hat, können wir nicht einfach von Sozialschmarotzertum ausgehen. Es gibt auch Menschen, die ihre Miete, ihren Strom, ihr Gas nicht mehr bezahlen können, die nicht wissen, wovon sie sich noch ernähren sollen (und das können mittlerweile auch durchaus Menschen sein, die arbeiten…). Bei drei Personen, die von 1.200 Euro leben sollen, können sich die Schulden schnell summieren, nur weil sie nicht so gern auf der Straße sitzen wollen und auch gelegentlich mal etwas zu essen kaufen wollen (Ironie…). Noch ist es vollkommen legal, Sozialhilfe zu beantragen oder zu beziehen. Frag Dich lieber, was Du monatlich für Großkonzerne abdrückst, die mittlerweile fast gar keine Steuern mehr bezahlen, aber all unsere Infrastruktur usw. fleißig nutzen.
Arwed fragt ja nicht, was der Mensch nebenbei noch so an Verdienst rumschummeln darf, sondern wo die Pfändungsgrenze liegt. Auch diese gibt es, und auch diese macht Sinn. Wo soll denn der Mensch, um den diese Frage sich dreht, noch etwas abzwacken, um die Gläubiger zu bezahlen? Und wäre Dir mit Deinen Steuerabgaben damit geholfen? Er würde dann vermutlich noch mehr Hilfen beantragen müssen, um die notwendigen Kosten (nicht Luxus) zu bestreiten.
Ich find es dumm, immer wieder über die Sozial- und Arbeitlosenhilfeempfänger herzuziehen. Dieses Elend kann schneller über einen kommen, als man denkt, und im Endeffekt spielen diese Kosten im gesamten Etat eine sehr geringe Rolle.
Gruß
Heidrun
(die auch mal Steuerklasse I hatte und sich nun auch immer wieder überlegt, woher die Miete kommen soll)
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