drmatische Anekdote
Eine kurze Anekdote:
Obwohl mich Eure Antworten, Pumpkin und Peter72,
etwas beruhigen konnten, bereitete mir mein
„verstimmtes“ Hören doch zunehmend Kummer, so dass ich
mich auf die Suche nach Erfahrungsberichten im Internet
machte, was jedoch erfolglos bleiben sollte.
Statt dessen stieß ich auf die Internetseite
eines HNO-Arztes, der meine Hörensationen perfekt beschrieb,
allerdings in der Rubrik „Hörsturz und Innenohrschaden“.
„Könnte es womöglich doch ein Hörsturz gewesen sein?“,
drängte sich mir als Frage zunehmend auf. Auf der Seite
des ominösen HNO-Docs war eine Handynummer für Notfälle angegeben -
die ich anrief. Zusammenfassend vermittelte mir der Arzt,
dass ich definitv einen schweren, irreversiblen Innenohrschaden als
Folge eines Hörsturzes erlitten hätte und sofort durchblutungs-
fördernde Maßnahmen einleiten müsse, um zu retten, was noch
zu retten ist. Da seine Beschreibung meiner Symptome haargenau
stimmte, also ein dissonantes Hören, ein verstimmtes Klangbild,
überkam mich doch die Panik und ich nahm ein Taxi
ins nächste Krankenhaus - als Musiker war die Vorstellung
unerträglich, einen bleiebenden(!) Schaden davongetragen zu haben.
Der Arzt im Krankenhaus war sehr bemüht, mir den Wind aus
den Segeln zu nehmen und dementierte die Ansicht des
ominösen Internet-Docs. Das Ohr sei noch leicht gerötet,
das Trommelfell also noch nicht wieder komplett schwingunsfähig.
Zudem ergabe die Tatsache, dass ich ihn gut verstehen konnte
in Kombination mit dem Hörtest, der unauffällig verlief,
eine Entwarnung von seiner Seite. Er verschrieb mir für eine
weitere Woche Antibiose (Amoxycillin 750) und riet mir
davon ab, in Zukunft wieder solche Nummern anzurufen.
Einerseits bin ich etwas beruhigt, andererseits plagt
mich nach wie das „worst case-Szenario“ eines Dauerzustandes.
Da ich dieses Doppelthören extrem anstrengend finde,
treffe ich weder Leute, gehe aus dem Haus,
noch lasse ich irgendwelche Töne oder Geräusche an meine Ohren
- die Welt klingt furchtbar,wie in einem schlechten Zombiefilm.
Aber: der Krankenhaus-Doc schien kompetent und ich gerate
leicht in Panik. Zwei Faktoren, die ich berücksichtigen sollte 
Bon nuit, Sebastian