Hoffenheim - Sperre und Punktabzug ?

Hallo,

ich nehme an, den Hintergrund meiner Frage kennen alle, die hier lesen.

Hätten die beiden Spieler, die da zehn Minuten zu spät zum Dopingtest gekommen sind, in der Zeit denn eine Chance gehabt, Maßnahmen zu ergreifen, die das Ergebnis, falls sie gedopt gewesen wären, verfälscht hätten?

Grüße
Carsten

hi,
nein hätten sie nicht gehabt. Aber das ist nicht der Punkt.
Sie waren wohl aufgefortdert zur Mannschaftsbesprechung zu gehen anstatt zum Dopingtest, insofern trifft die beiden Spieler nur eingeschränkt Schuld.

Mit der Anerkennung der Regeln zu den Dopingkontrollen duch den DFB ist diese Regel genauso zu sehen wie die Abseitsregel. Sie ist einzuhalten. Basta.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Einen Punktabzug oder Spielsperre für die beiden Spieler wirds glaube ich nicht geben. Eventuell eine Geldstrafe für den Verein. Geld braucht der DFB immer und einen Punktabzug oder eine Individualstrafe kann man halt nicht versaufen oder verfressen.

Gruß Rumburak

Hallo Carsten,
ja das gibt es. Radfahrer z.B. werden sofort nach der Zielankunft von einem Dopingkontrolleur in Empfang genommen und aufs WC begleitet.
Dort wird dann auch peinlichst genau darauf geachtet wie er in den Becher pinkelt. Es ist wohl schon vorgekommen, dass wärend dem pinkeln ein Pulver hinzugemischt wurde.
Dieses Pulver neutralisiert die verotenen Substanzen.
Eine weitere Möglichkeit ist, etwas in die Harnröhre einzuführen das den Urin ebenfalls neutralisiert.

Die Dopingmittelhersteller haben sich nicht nur auf die Herstellung von Leistungsbomben spezialisiert sondern auch auf die Vertuschung.

Gruss
Boschuh

Hallo,

nein hätten sie nicht gehabt.

Ich bin kein Experte, aber heute morgen im Autoradio sprach ein solcher, der sagte: ja, es gäbe Mittel, die durch schnelles Einnehmen eines anderen Mittels, überdeckt werden könnten. Zehn Minuten seien ausreichend. Und er gab an, dass genau das der Grund sei, warum man bei Radrennen, die Sportler direkt vom Rad holen und in den Untersuchungsraum bringen würde.

Gruß
Elke

Hi!

Zwischen Fußballern und Radfahrern gibt es aber noch immer große Unterschiede, z.B. das die Dopingkontrolle bei Fußballern nicht sofort nach Spielschluß stattfindet und sie so sowieso Zeit hätten, herumzupfuschen.

Es gibt auch bereits Klage gegen die WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur) wg. Verstoßes gegen den Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention - siehe dazu http://www.kurier.at/sportundmotor/297182.php (aus österreichischer Sicht deswegen interessant, da hier ein aktueller Nationalspieler betroffen ist)

Ich persönlich finde dieses Auftreten der WADA (hier der NADA) als reinen Profilierungsakt und Wichtigtuerei, mit dem sie dem Anti-Doping-Kampf keinen guten Dienst erweisen.

Grüße,
Tomh

PS: Aus Protest gegen die einjährige Sperre gegen Daniele Mannini und Davide Possanzini konnten alle Spiele am 30.1.09 der Serie A und B erst mit 15 Minuten Verpätung angepfiffen werden, da sich aller Spieler „verspäteten“ und auch zu den Dopingkontrollen kamen ALLE später.
Die AIC und deren Rechtsanwälte gehen bereits gerichtlich gegen die CAS vor.

nicht sofort nach Spielschluß
stattfindet und sie so sowieso Zeit hätten, herumzupfuschen.

Das musst Du jetzt aber erklären. Genau darum ging es doch…

Also, was macht der ausgeloste Fußballer nach Spielschluss?
Hat Rangnick mit seiner Behauptung recht?

S-J

hi,
Sie waren wohl aufgefortdert zur Mannschaftsbesprechung zu
gehen anstatt zum Dopingtest, insofern trifft die beiden
Spieler nur eingeschränkt Schuld.

Rangnick hat doch schon dementiert, dass zur Mannschaftsbesprechung
geladen wurde. Als Grund fuer die Verspaetung wurde ein, seiner
Meinung nach erlaubter, Trikotwechsel angegeben.

Gruss
Patrick

Hallo,

Also, was macht der ausgeloste Fußballer nach Spielschluss?
Hat Rangnick mit seiner Behauptung recht?

S-J

der Spieler hat unverzüglich zur Kontrolle zu erscheinen. Unverzüglich ist ein Wort, dass keinen Zeitrahmen zulässt.
Wenn Rangnick etwas anderes behauptet, so kennt er die Regeln nicht, oder versucht hier, warum auch immer, seine Spieler zu schützen.

Für seine Behauptung, diese Praxis wäre gang und gäbe, hat er von anderen Verantwortlichen, z.B. Allofs, auch schon Widerspruch geerntet.

Gruß
Lawrence

Hallo,

Rangnick hat doch schon dementiert, dass zur
Mannschaftsbesprechung
geladen wurde. Als Grund fuer die Verspaetung wurde ein,
seiner
Meinung nach erlaubter, Trikotwechsel angegeben.

Gruss
Patrick

dann kennt Rangnick die Regeln nicht, weshalb auch er jetzt befragt wird.

Gruß
Lawrence

Hallo,

es gab letztes Jahr einen ähnlich gelagerten Fall in der italienischen Liga. Die betreffenden Spieler wurden 1 Jahr gesperrt.
Obligatorisch bei Dopingvergehen, sind 2 Jahre, wird eine mindere Schuld beim Spieler festgestellt, kann eine Reduzierung der Strafe erfolgen.

Sich einer Dopingkontrolle zu entziehen, wird gehandhabt wie Doping selbst.

Und es gibt wohl Substanzen, die innerhalb von 10 Minuten, Dopingmittel nicht mehr festellbar machen, selbst aber nicht erkannt werden können.

Gruß
Lawrence

Hi!

Unverzüglich ist ein Wort, dass keinen Zeitrahmen zulässt.

D.b. erst nach der Verabschiedung der Fans, nach dem TV-Interview, etc. … die Spieler werden im Vorhinein „gelost“, d.b., dass der betreffende Spieler ev. 90 Minuten auf der Bank saß, bereits ausgewechselt wurde etc. … was ist mit Spielern die aufgrund einer Verletzung sofort ins Krankenhaus müssen/mußten? Werden die auch gesperrt??

DAS ist der Unterschied zu Radfahrern, die vom Rad runtergerissen und zum Urinbecher „gebeten“ werden - beim Fußball gäbe es genug Möglichkeiten, das noch zwischen Spielende und der „unverzüglichen“ Kontrolle zu verpfuschen.

Das mit den Italienern hab ich eh schon geschrieben (siehe das PS in meinem ersten Posting).

Grüße,
Tomh

PS: Ein VfB’ler würde natürlich am liebsten sehen, wenn Hoffenheim deswegen in die 4.Liga zwangsrelegiert wird :wink:

PPS: Die bisher beliebtesten Dopingmittel bei Fußballern sind ja sowieso sogar noch nach Wochen nachzuweisen … Kokain, Marihuana, …

Hallo,

nein hätten sie nicht gehabt.

Ich bin kein Experte, aber heute morgen im Autoradio sprach
ein solcher, der sagte: ja, es gäbe Mittel, die durch
schnelles Einnehmen eines anderen Mittels, überdeckt werden
könnten. Zehn Minuten seien ausreichend. Und er gab an, dass
genau das der Grund sei, warum man bei Radrennen, die Sportler
direkt vom Rad holen und in den Untersuchungsraum bringen
würde.

Wenn dem so wäre, warum nehmen z.B. die Radfahrer 10 min vor dem Ziel nicht mal sowas ein?
Aus dem Fressbeutel können die sich doch bedienen.

Wenn man aus Hautpartikeln heute eine DNS Analyse machen kann, dann
kann man auch jedes Mittel im Körper nachweisen.
Ich glaube auch nijcht dass Fussballer für die Dopingindustrie sie ein guter markt wären.
Schwarze Schafe gibt es aber überall.

Gruß Rumburak

Gerade gefunden: Präzise Antwort
Hallo,

in diesem Artikel

http://www.stern.de/sport-motor/fussball/:Hoffenheim…

lässt sich Folgendes nachlesen:

Fazit: Auch in zehn Minuten lässt sich natürlich eine Dopingprobe manipulieren, aber die Wahrscheinlichkeit erscheint in diesem Fall eher gering, weil sich simple Tricks nachweisen lassen.

und werden die theoretischen Möglichkeiten beschrieben.

Grüße
Carsten

Hallo,

nein hätten sie nicht gehabt.

Ich bin kein Experte, aber heute morgen im Autoradio sprach
ein solcher, der sagte: ja, es gäbe Mittel, die durch
schnelles Einnehmen eines anderen Mittels, überdeckt werden
könnten. Zehn Minuten seien ausreichend. Und er gab an, dass
genau das der Grund sei, warum man bei Radrennen, die Sportler
direkt vom Rad holen und in den Untersuchungsraum bringen
würde.

Hi ich muss mich da wohl korrigieren. Es soll ja laut Aussge von Herrn Franke doch Mittel geben, die Doping verschleiern können.
Nichts zu finden hiesse noch lange nicht, dasss nicht gedopt worden sei.
Eine Logik, die ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Also kann man einige Mittel nachweisen, dann war der Prüfling gedopt, kann man aber nichts nachweisen, war er auch gedopt. Halt nur mit Mitteln die nicht nachweisbar sind?
Komische Branche.
Gruß Rukburak

Hallo,

Also kann man einige Mittel nachweisen, dann war der Prüfling
gedopt, kann man aber nichts nachweisen, war er auch gedopt.

Du siehst das falsch. :wink:
Es sollte heißen:
Etwas gefunden --> Dopingmittel genommen UND doof.
Nichts gefunden --> Dopingmittel genommen UND auf dem neusten Stand der Technik, d.h. eins weiter als diejenigen, die es nachprüfen müssen.

Gruß
Elke