Homöopathische Mittel

Hallo Stefan,

Homöopathie besitzt keine Evidenz und unterwirft sich keiner
Überprüfung.
Homöopathische Lehren sind nicht mit naturwissenschaftlichen
oder wissenschaftsmedizinischen vergleichbar sondern sind im
Kern per Dogma wahr, vergleichbar mit dem Koran als reines
Gotteswort für Muslime. Das wird zwar gern von Anhängern
bestritten, kann man aber in dessen Texten leicht selbst
nachlesen.

Die EINZIGE Basis für die von Dir genannte Präferenz des
Heilpraktikers sind zwei Paragraphen, die Samuel Hahnemann vor
200 Jahren aufgestellt hat.
Wie gesagt: Überprüft wurden die nicht. Sie gelten per Dogma
als wahr.

Welche Relevanz Du Hahnemanns Schriften zuweist, überlasse ich
Dir selbst.
Ich zitiere den werten Herrn mal aus seinem „Organon der
Heilkunst, 6. Auflage“. Zitiert sind §273-274.

ach Gottchen, wie rührend, mir kommen gleich die Tränen

*schnief, wo ist mein Taschentuch*

Sag mal, jetzt im Ernst: Glaubst du eigentlich an das, was Du da schreibst (ich spreche nicht von den Zitaten, sondern von dem davor!)?

Lies mal einen x-beliebigen Beipackzettel eines x-beliebigen Medikamentes:

Eine Rubrik heißt immer (vielleicht mit unterschiedlichem Wortlaut, aber sinngemäß immer gleich):

„Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten“

und selbst wenn Du nur hier aufmerksam den aktiven Teil dieses Forums liest, dann stößt Du u.a. auf diesen Beitrag:

/t/dalmadorm-und-alkohol/5236702

und da willst Du im Ernst behaupten, es gäbe keine Wechselwirkungen der Medikamente untereinander und aus diesem Grund sei die Aussage von Hahnemann Humbug?

Ich hoffe auf einen schnellen Sinneswandel von Dir, sonst müsste ich noch auf irgendwelche Gedanken kommen…

Und wie ja schon gesagt: Medizin ist eine Erfahrungswissenschaft, keine Naturwissenschaft. Aber das weißt Du ja sicher

Viele Grüße

Alexander

Zitate:

„In keinem Falle von Heilung ist es nöthig und deßhalb allein
schon unzulässig, mehr als eine einzige,
einfache Arzneisubstanz auf einmal beim Kranken anzuwenden. Es
ist nicht einzusehen, wie es nur dem
mindesten Zweifel unterworfen sein könne, ob es naturgemäßer
und vernünftiger sei, nur einen einzelnen,
einfachen wohl gekannten Arzneistoff auf einmal in einer
Krankheit zu verordnen, oder ein Gemisch von mehreren,
verschiednen. In der einzig wahren und einfachen, der einzig
naturgemäßen Heilkunst, in der
Homöopathie, ist es durchaus unerlaubt, dem Kranken zwei
verschiedne Arzneisubstanzen auf einmal
einzugeben.“

und

„Da der wahre Heilkünstler bei ganz einfachen, einzeln und
unvermischt angewendeten Arzneien schon
findet, was er nur irgend wünschen kann, (künstliche
Krankheitspotenzen, welche die natürlichen
Krankheiten durch homöopathische Kraft vollständig zu
überstimmen, sie für das Gefühl des
Lebensprincips auszulöschen und dauerhaft zu heilen vermögen,)
so wird es ihm nach dem
Weisheitsspruche: “daß es unrecht sei durch Vielfaches
bewirken zu wollen, was durch Einfaches
möglich,“ nie einfallen, je mehr als einen einfachen
Arzneistoff als Heilmittel auf einmal einzugeben, schon
deßhalb nicht, weil, gesetzt auch, die einfachen Arzneien
waren auf ihre reinen, eigenthümlichen
Wirkungen, im ungetrübten, gesunden Zustande des Menschen
vöIIig ausgeprüft, es doch unmöglich
vorauszusehen ist, wie zwei und mehrere Arznei-Stoffe in der
Zusammensetzung einander in ihren
Wirkungen auf den menschlichen Körper hindern und abändern
konnten und weil dagegen ein einfacher
Arzneistoff bei seinem Gebrauche in Krankheiten, deren
Symptomen-Inbegriff genau bekannt ist, schon
vollständig und allein hilft, wenn er homöopathisch gewahlt
war, und selbst in dem schlimmsten Falle, wo
er der Symptomen-Aehnlichkeit nicht ganz angemessen gewählt
werden konnte, und also nicht hilft, doch
dadadurch nützt, daß er die Heilmittel-Kenntniß befördert,
indem durch die in solchem Falle von ihm
erregten neuen Beschwerden diejenigen Symptome bestätigt
werden, welche dieser Arzneistoff sonst
schon in Versuchen am gesunden menschlichen Körper gezeigt
hatte; ein Vortheil, der beim Gebrauche
aller zusammengesetzten Mittel wegfällt."