Homosexualität - eine Krankheit?

hi,

man könnte aber auch sagen, dass frau, statt eine „fiese ratte“ zu sein, mehr persönliche ressourcen hat, um den anforderungen einer bestimmten stelle zu begegnen. ob jetzt personalverantwortliche in der wirtschaft mit nettigkeit weiterkommen, sei dahingestellt, leute, die das aber knallhart machen, ohne depressionskrank zu werden, müssen nicht fies sein, es kann einfach in ihre persönlichen fähigkeiten, in einem bereich professionell sein zu wollen, passen (und auch in ein menschenbild, das ich nicht bewerten will).

jemand, der aber da depressionen bekommt, bekommt die nicht wegen der gemeinheit der stelle, sondern weil anforderungen und belastungen auf individuelle fähigkeiten und ressourcen treffen, die nicht zueinander passen. ausserdem treffen in der regel bei depressionsausbruch so viele faktoren aufeinander, dass sie nur als auslöser betrachtet werden können.

der icd-10 hat keinen blick auf ursachen von erkrankungen, es werden symptome als kriterien gelistet, die dann erlauben festzustellen: patient A hat krankheit B. das ist alles. welche behandlung C aufgrund welcher ursachen mit welchen individuellen zielen dann hilfreich ist, muss der patient mit einem helfer angehen.

alleine das diagnose-system als problem hinzustellen, wäre zu wenig, finde ich.

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Hi nochmal

mmmh und bei Frauen sollte es dann umgekerht sein??

Ja, wenn du so willst: entsprechend. Aus meiner Praxis-Erfahrung könnte ich sogar mehr weibliche ödipale Problem-Konstellationen rekrutieren als männliche, wenn ich so darüber nachsinne.
Zur Homosexulität bei Tieren kann ich hingegen wenig beitragen. :wink:
Gruß,
Branden

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Hallo,

ich bin keine Fachfrau, habe mir aber auch schon öfter darüber Gedanken gemacht, was nun wirklich „psychisch gestört“ ist und was nicht.

Patrick schreibt : „Wer sagt denn, wie Verhalten idealnormiert sich darstellt und wie es sich idealnormiert begründet?“

Ich weiss aus vielen Erfahrungen mit vieln Menschen, dass Menschen ganz bestimmte Verhaltensweisen nicht akzeptieren (z.B. wenn ein Mensch, der einmal durch Ärzte als psychisch krank und böse diagnostiziert wurde, sich lautstark (mit verbaler Reaktion)gegen ständige, gegen ihn gerichtete Aggressionen wehrt. Es gibt eine ziemlich große Gruppe von Menschen, die geht tatsächlich davon aus, dass ein Mensch, der irgendwann einmal als psychisch krank diagnostiziert wurde, auf jedes widerlich autoritäre und widerlich aggressives Gehabe seiner Mitmenschen untertänig (brav) reagieren müsse. Reagiert der Mensch wehrhaft, so wird das nicht als berechtigtes Verhalten angesehen, sondern als „krankhafter Aggressionsausbruch“ . Es gibt tatsächlich viele Psychotherapeuten, die das wehrhafte Verhalten ganz genauso als „krankhaftes Verhalten“ ansehen.

Und so ist es mit vielen Verhaltensweisen, die ganz normale Verhaltensweisen sind, aber von der Gesellschaft (großen Teilen der Gesellschaft) umgedeutet bzw. falsch gedeutet werden.

Hallo, Alpha,

stimmt, ich habe bewertet. Das ist unzulässig.

Es geht also nur darum, ob man von seinem persönlichen Potential her im Hinblick auf bestimmte Anforderungen paßt, oder eben nicht und das Ganze ist völlig wertfrei zu sehen, da Bewertungen und Interpretationen unwissenschaftlich sind.

Weil ich gerne extreme Beispiele bringe:

Ein Massenmörder und Vergewaltiger, der seine Taten gut findet und persönlich glücklich ist und für den Depressionen unbekannt sind, ist also psychisch gesund, weil er ein gutes Potential als Massenmörder hat?

LG Rolo

Hallo Angelika

Es gibt eine ziemlich große Gruppe von Menschen, die geht
tatsächlich davon aus, dass ein Mensch, der irgendwann einmal als
psychisch krank diagnostiziert wurde,
auf jedes widerlich autoritäre und widerlich aggressives
Gehabe seiner Mitmenschen untertänig (brav) reagieren müsse.
Reagiert der Mensch wehrhaft, so wird das nicht als
berechtigtes Verhalten angesehen, sondern als „krankhafter
Aggressionsausbruch“ . Es gibt tatsächlich viele
Psychotherapeuten, die das wehrhafte Verhalten ganz genauso
als „krankhaftes Verhalten“ ansehen.

ist dies nicht erschreckend ?
Wenn dem so ist, muß man davon ausgehen,daß das zutreffende
Urteilsvermögen psychischer Befindlichkeiten mit einem Studium
der Psychologie nicht wesentlich verbessert wird, partiell sogar
verschlechtert.
Leider wird ja das Urteilen in diesem Bereich weitgehend den
„Gutachtern“ überlassen statt dem eigenen Gefühl und Verstand
etwas zuzutrauen, so als wäre Psychologie wie Mathematik,
welche man wirklich erlernt haben muß um sie anwenden zu können.

Gruß VIKTOR

Hallo Viktor,

ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen, die für sich den Beruf Psychotherapeut auswählen, für diesen Beruf nicht geeignet sind.

Genauso verhält es sich mit dem Beruf „Psychiater“.

Ich hatte mit zwei Psychiatern ein Verhältnis (nacheinander)und kann mit Sicherheit sagen : beide hatten enorme Probleme. Der eine hatte als Kind und Jugendlicher unter starken Minderwertigkeitskomplexen gelitten. Er träumte davon, etwas Besonderes zu werden. Er wählte den Beruf Arzt und speziell Psychiater. Viele Menschen, die „etwas und Besonderes“ sein wollen, werden Arzt oder Jurist.

Als Psychiater hat man dann auch noch „Macht über andere Menschen“, kann seine psychischen Probleme, Neurosen, Persönlichkeitsstörungen hinter den Störungen und Neurosen anderer Menschen verstecken … und noch befriedigender ist : man kann sich an anderen Menschen abreagieren, ohne dafür bestraft zu werden.

Der zweite Psychiater liebte Sex so sehr und genoss es, wie wild fremdzugehen. Er war verheiratet und hatte u.a. zu mir gesagt: „Ich habe seit zwei Jahren keinen Sex mehr mit meiner Frau. Ich will mich scheiden lassen.“ Durch diesen fiesen Trick hatte er es geschafft, dass ich mit ihm ins Bett ging, was ich ursprünglich nicht wollte.
Dieser zweite Psychiater und Psychotherapeut hatte wahrscheinlich noch mehrere Probleme, die zu der Berufswahl Psychiater und Psychotherapeut geführt hatten. Und dieser Mann war auch Gutachter vor Gericht. In seinem Fall weiss ich, dass für ihn „ein falsches Gutachten schreiben“ (z.B. um Kollegen, die einen Fehler bzw. Straftaten begangen hatten, vor Bestrafung/Gefängnis und Geldstrafen zu schützen) etwas Selbstverständliches war.
Er ist ganz bestimmt kein Einzelfall.

Schlimm, dass unsere Richter und Staatsanwälte in Bezug auf Psychiater
und ihre falschen Diagnosen und falschen Gutachten einfach nichts mitkriegen. Als seien sie im Tiefschlaf (Hypnose) oder aber als profitierten sie finanziell irgendwie an den miesen Geschäften einiger Psychiater.

Gruß
Angelika

Es gibt tatsächlich viele

Psychotherapeuten, die das wehrhafte Verhalten ganz genauso
als „krankhaftes Verhalten“ ansehen.

ist dies nicht erschreckend ?
Wenn dem so ist, muß man davon ausgehen,daß das zutreffende
Urteilsvermögen psychischer Befindlichkeiten mit einem Studium
der Psychologie nicht wesentlich verbessert wird, partiell
sogar
verschlechtert.
Leider wird ja das Urteilen in diesem Bereich weitgehend den
„Gutachtern“ überlassen statt dem eigenen Gefühl und Verstand
etwas zuzutrauen, so als wäre Psychologie wie Mathematik,
welche man wirklich erlernt haben muß um sie anwenden zu
können.

Gruß VIKTOR

Entschuldigt mein Stören, aber…
Hallo erstmal…

…aber wer behauptet, Homosexualität wäre eine Krankheit, gute Nacht…

WIE KANN MANN SOETWAS BEHAUPTEN? Und sich dann noch so köstlich drüber auslassen und dahinter stehen?

Jetzt weiß ich auch warum ich fast nur schuwle und lesben als „Freunde“ hab obwohl ich nicht vom anderen „Ufer“ bin aber dennoch Ambitionen :wink: man muß ja mitreden können, und muß man ja nicht verheimlichen, aber zum Verständnis…

Jetzt stell ich dazu mal ne Frage: Ist „normal?“ sein, wenn es das überhaupt gibt, vielleicht eine Krankheit? Könnnnnte man auch extra klären…

Ich denke ja, denn den schwulen und lesben macht es nichts aus, wenn einer „normal“ ist. Aber der „normale“, nicht jeder, fühlt sich angegriffen und denkt er wird „infiziert“…!!!

So weit…tz

XX

Hi…

„Behauptung“ nehm ich zurück. Aber diese Idee an sich ist schon sehr verschoben…

Sorry Leute…weitermachen

XX :wink:

Anforderungen und Potential
Hi, Alpha,

Hab noch mal über Deine und meine Zeilen nachgedacht und ein wenig recherchiert und mich mit Leuten unterhalten, etc

Was Du schreibst, hat mich ein wenig schockiert und traurig gemacht.
Du stellst also einzig darauf ab, ob das persönlichen Potential und Profil für bestimmte Anforderungen passend ist.

Wenn ein Mensch gemäß seinen Neigungen „eingesetzt“ wird, wird er zufrieden und glücklich sein, wenn die Anforderungen, die an ihn gestellt werden, nicht seinen Neigungen entsprechen, wird er eher unglücklich und unzufrieden sein.

Laß mich das Ganze doch einmal von der anderen Seite her aufziehen:

Glaubst Du denn nicht, dass es in Wirtschaft und Gesellschaft Entwicklungen gibt, die unmenschlich und unfair sind und die deshalb Menschen in psychische Probleme stürtzen können (z. B. Erpressung durch Androhung der Entlassung, Mobbing, Intrigen, etc)

Wenn ich Dich recht verstehe, sagst Du sinngemäß aus:

Ein Mensch, der z. B. aufgrund Mobbing depressiv wird, trägt eben nicht die geeigneten Potentiale in sich, sonst würde es ihm nichts ausmachen.

Was ist mit den Menschen, die Mobbing einsetzen und betreiben? Ist das ein legitimes Mittel der Machtgestaltung? Heiligt der Zweck die Mittel? Gibt diesen Menschen der Erfolg recht?

Ich persönlich würde eher diejenigen Menschen anklagen, die Mobbing betreiben und nicht diejenigen, die es aufgrund fehlender Potentiale nicht schaffen, sich Mobbing zu entziehn.

Was meinst Du dazu?

LG Rolo

Hallo Angelika,

ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen, die für
sich den Beruf Psychotherapeut auswählen, für diesen Beruf
nicht geeignet sind.

ich hatte auch Bekannte, welche Psychologie studiert hatten und
teilweise in diesem Bereich tätig waren.
Während bei einem wohl etwas Persönlichkeitsstörung gegeben schien
stand die andere doch ziemlich real im Leben.
Was mir bei beiden (und auch noch einigen anderen)fast einheitlich
auffiel- sie glaubten zu sehr an das, was sie sich angelernt hatten.
Und hier liegt die Gefahr.
Ich denke, ein guter Psychologe oder Psychotherapeut muß erst einmal
alles vergessen, was er „studiert“ hat und nur fallweise auf sein
Wissen zurückgreifen.
Wer therapiert wie studiert, liegt daneben.

Schlimm, dass unsere Richter und Staatsanwälte in Bezug auf
Psychiater
und ihre falschen Diagnosen und falschen Gutachten einfach
nichts mitkriegen. Als seien sie im Tiefschlaf (Hypnose) oder
aber als profitierten sie finanziell irgendwie an den miesen
Geschäften einiger Psychiater.

Nun letzteres glaube ich nicht ganz.(oder nehme es mal nicht an)
Doch daß Gutachten und Gegengutachten in diesem Bereich wohl oft
gegeben sind, sollte doch hellhörig machen.Da könnte man auch
Würfeln - oder besser doch auf eigenes Urteil vertrauen.
Ich nehme an, daß bei den meisten Gerichtsurteilen den Richtern
auch nichts anderes übrig bleibt.

Gruß VIKTOR

hallo Branden
danke für den Einblick in die Praxis Erfahrung :smile:)Nun ich hoffe meine Anmerkungem zu demn Tieren ist so angekommen wie ich dachte, denn wenn man das beobachtete dominante Elternverhalten mit der Homosexualität bei Menschen in Verbindung bringt, warum sollte das bei Tieren dann so anders sein?? nun und da ist ja wie erwähnt die schwierigkeit festzustellen sind z.B Pinguinmuttis auch so dominat das der Sprößling schwul wird :smile:)- es hätte mich überrascht

es bleibt ein spannendes thema
danke dir vielmals

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Homosexualität ist ‚unnormal‘?
Ok, bin ich (männlich, glaub ich) mit einem Vertreter der Gattung Mann, der homosexuell ist, im Gespräch, so überkommt mich ein unheimliches Gefühl. Ich würde es als eine Art Furcht bezeichnen wollen …

Stelle ich mir nun die Frage, ob Homosexualität unnatürlich ist, so antworte ich mir selber wie folgt: NEIN.

Denn wäre sie es, so würde uns Mütterchen Natur dies nicht zulassen. Aus meiner Sicht hat Homosexualität also irgendeine Bedeutung. Welche? Keine Ahnung. Muss ich auch nicht, nicht mein Job.

Ich selber (männlich) bin ja auch homosexuell, nämlich lesbisch: Ich liebe Frauen!

Das einzige Problem, das ich mit dem ganzen Thema unter diesem Aspekt habe: Nu bin ich schon lesbisch, aber die Frauen akzeptieren mich nicht als Freundin *schnief und schmunzel*

Ich finde, man sollte das Thema einfach nehmen, wie es ist: Es ist da, Mütterchen Natur wird sich was dabei gedacht haben und es ist also ok. Und die zugehörigen Probleme - nun, die bereiten wir uns selbst.

Obwohl: Unheimelig ist mir dennoch … Hachja …

Hallo

Stelle ich mir nun die Frage, ob Homosexualität unnatürlich
ist, so antworte ich mir selber wie folgt: NEIN.
Denn wäre sie es, so würde uns Mütterchen Natur dies nicht
zulassen. Aus meiner Sicht hat Homosexualität also irgendeine
Bedeutung. Welche? Keine Ahnung. Muss ich auch nicht, nicht
mein Job.

bei der Homosexualität geht es nicht um natürlich oder nicht
sondern um Akzeptanz.
Krankheit,die Pest,Unglücke und Katastrophen sind ebenfalls natürlich
ob sich "Mütterchen Natur"sich da was bei gedacht hat oder auch nicht.
Die Antwort - die Homosexualität ist „natürlich“ also toleriere ich
diese und akzeptiere Homosexuelle ist unbefriedigend.
Anders wird ist es besser:
Egal ob die Homosexualität natürlich ist oder nicht oder ob ich sie
als natürlich ansehe oder nicht (ich glaube hier nicht allen welche
hier lauthals verkünden wie natürlich sie Homosexualität halten) so
akzeptiere ich meine Mitmenschen mit dieser Neigung, egal ob mir
homosexuelle Handlungen zuwider sind oder nicht.
Gruß VIKTOR

Hi Mc

wenn man das beobachtete dominante
Elternverhalten mit der Homosexualität bei Menschen in
Verbindung bringt, warum sollte das bei Tieren dann so anders
sein??

NUn, weil der Mensch eine weitaus kompliziertere Psyche hat, die sich aus unbewussten, vorbewussten und bewussten Anteilen rekrutiert. Der Mensch lant seine Zukunft (ob es ihm viel nützt, ist eine andere Frage *g*) und er weiß, dass er sterben wird usw. usf.
Er hat eine (oftmals strenges, oftmals zu wenig ausgeformtes) Über-Ich und verarbeitet insofern seine kindlichen Erfahrungen, Identifikationen zund Identitätserlebnisse ganz anders als die anderen Tiere es vermutlich tun können.
Es grüßt dich
Branden

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