Homosexualität heilbar?

Verehrter Herr Hofrat,

Das heißt aber noch lange nicht,
dass man es unbedingt als „normales, gesundes Sexualverhalten“
ansehen muss.

das mag eine Definitionsfrage sein: Von der Seite der Fortpflanzung her nicht, keine Frage. Wenn aber die Evolution die Möglichkeit zuließ, dass gleichgeschlechtliche Liebe vorkommt, in einem eintelligen Prozentsatz der Bevölkerung, ist es vielleicht nicht so alltäglich, dass es einem bei jedem Ausgang, z.B. in den Supermarkt begegnet, wie einen die Medien glauben machen wollen, aber wenn die Evolution das zuließ, sollten diese Ausnahmen geduldet sein und in die Gesellschaft integriert werden.

Ebensowenig wie man z.B. die Neigung zur Pädophilie
verurteilen darf, die man ähnlich beurteilen muss.

Das darf man nicht? Das ist mir alledrings neu.

Es grüßt dich

Ex-HM

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Ich finde solche Universalfeindbilder auch immer schön, auf denen man pauschal rumhauen kann. Voll praktisch.

(Ich dachte mal, in diesem unseren Land gibt es eine Meinungsfreiheit?)

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Genau das wird hier versucht, aber du hast dich noch nicht
dazu geäußert, dass Homosexualität in der Evolution genauso
eine Daseinsberechtigung hat sie Heterosexualität.

Allein schon diese Denkweise, dass etwas in der Evolution eine „Daseinsberechtigung“ hat, enttarnt dich eher als verquaste Moraltheologin als als Wissenschafterin.
Da warst du früher aber schon mal besser.
Lange her.

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Da stimmen wir wohl größtenteils überein, Heidi
Hallo Heidi

Das habe ich auch glasklar verstanden.Trotzdem denke ich,dass
deine Wertigkeit(berufsbedingt)vielleicht zu sehr im Schema
gesund-krank verhaftet ist.Meine Wertigkeit liegt mehr im
Bereich Erfüllung und Lebensfreude.Das Bewertungskriterium
Norm/Abweichung halte ich generell eher für schädlich.Wir
sollten dankbar sein,dass unsere Gesellschaft halbwegs auf dem
Wege ist,unsere facettenreiche Sexualität anzuerkennen,und
dass Menschen sie leben dürfen.

Da stimme ich vollends mit dir überein. Kein Gegensatz, absolut d’accord.

Männer mit starkem weiblichen Persönlichkeitsanteil sind eine
immense Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens.

Auch dieses sehe ich ganz genauso.

Ich würde mir schon kräftig auf die Zunge beissen,bevor ich
Homosexualität mit Diabetes vergleiche,zumal hier evtl.auch
Schwule mitlesen,und sich zurecht,verletzt fühlen könnten.

Nun, meine homosexuellen Freunde sind da nicht so zimperlich, aber das mag dahingestellt sein.

Meine Hündin vergeht sich übrigens gerne mal sexuell an der
Katz.
Muß ich mit ihr zum Tierarzt? :wink:

Keineswegs. Ich sagte ja: Keine der abweichenden Neigungen sollte diskriminiert werden. Ich habe vielleicht ebensoviel Freude an der Buntheit der Gesellschaft wie du.

Damit will ich nur die mir absurd erscheinende Diskussion auf
die Spitze treiben.Man hat ausserdem bei Beobachtungen an
Affen keinerlei sexuelle Tabus-mit Ausnahme eines beschränkten
Inzestschutzes-feststellen können.Eine wissenschaftliche
Klassifizierung ist also auch fragwürdig.

Ich halte auch einen gewissen Grad von Bisexualität für absolut gesund.
Wir sollten nur nicht die Augen davor verschließen, wie bestimmte Persönlichkeitsakzentuierungen zustande kommen, zum Beispiel durch lange anhaltende konflikthafte ödipale Konstellationen oder fehlende oder schwierige elterliche Identifikationsfiguren und/oder gegengeschlechtliche erste Liebesobjekte.
Gruß,
Branden

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Ich nicht, Jürgen, und ich kenne auch kaum Kollegen, die so denken.
Gruß,
Branden

Hallo Branden,

Nun, meine homosexuellen Freunde sind da nicht so zimperlich,
aber das mag dahingestellt sein.

also ich kenne welche,die sind verdammt zimperlich.
Die würden dir ihre Stöckelschuhe an den Kopf werfen.

Wir sollten nur nicht die Augen davor verschließen, wie
bestimmte Persönlichkeitsakzentuierungen zustande kommen, zum
Beispiel durch lange anhaltende konflikthafte ödipale
Konstellationen oder fehlende oder schwierige elterliche
Identifikationsfiguren und/oder gegengeschlechtliche erste
Liebesobjekte.

Na gut.Hab ich kapiert.Es ist also nichts mehr normal.
Nicht mal mehr das schwul sein.

grüsse
Heidi

Hallo,

sind Rechtshänder psychisch gesund?
sind Linkshänder psychisch krank?
sind Beidhänder psychisch bedenklich?

Wann wird der Mensch akzeptieren, dass es alle Spielarten von allem gibt und zwar gleichbrechtigt nebeneinander und ohne, dass eine davon als „krank“ kategorisiert wird, weil sie der vermittelten Norm nicht entspricht?

fragt sich
Maralena

Hallo!

Wie airwendi weiter unten schreibt ist Homosexuallität heute nicht mehr als „Störung“ in den relevanten Katalogen (ICD-10, DSM-IV) klassifiziert - also nach allgemein vorherschendem Konsens keine Krankheit. „Geheilt“ wurde die Homosexuallität also dadurch, dass sie aus dem Katalog der Psychosexuellen Störungen genommen worden ist…

Es gibt auch m.E. nach keinen Grund, sie als „krankhaft“ wieder zu klassifizieren. Ich habe erst kürzlich von einer Kolonie von Albatrossen vor Hawai gehört (http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&…), in der ein hoher Anteil an weiblichen Päärchen lebt - die gemeinsam Brüten (natürlich nach einem Seitensprung mit einem anderen Männchen). Die Kolonie hat einen Überschuss an Weibchen und die Verbindung zu homosexuellen Päärchen bringt hier einen evolutionären Vorteil mit sich!

Es ist vorstellbar, dass dies keine Ausnahme ist - denn immer wenn brütende Vögel beobachtet worden sind ging man automatisch davon aus, dass es sich um ein gemischtes Päärchen handelt.

Lieben Gruß
Patrick

Hi,

Ich möchte hier keine große Zickerei starten,

…dass das schon geschehen ist,

ich weiß, rotes Tuch. Hab aber versucht, sachlich weiterzumachen.

es mag unmoralisch vor der heutigen Sozio- und sonstwie
korrekten Kulisse sein, aber wenn man das tiefer durchdenkt,
ist die wissenschaftliche Seite durchaus mal beleuchtenswert.
Beleuchten heißt nicht gleich ad absurdum führen!

Richtig. Die wissenschaftliche Seite ist aber, dass es evolutionär einen Sinn ergibt. Darauf ist Branden leider nicht eingegangen.

  • es gibt genug Hinweise darauf, dass es
    völlig normal ist, viele wurden hier schon genannt. Du stellst
    es auf eine Stufe mit schweren Krankheiten, und
    das ist krank.

Ich mag vielleicht beratungsresistent sein, aber das konnte
ich nicht erkennen.

Er hat es z.B. mit Diabetes verglichen.

PS.: Wann darf man eigentlich gratulieren? :smile:

So ca. Ende März. :smile:

Gruß
Cess

Allein schon diese Denkweise, dass etwas in der Evolution eine
„Daseinsberechtigung“ hat, enttarnt dich eher als verquaste
Moraltheologin als als Wissenschafterin.
Da warst du früher aber schon mal besser.

Gut, wenn du nicht in der Lage bist, normal zu diskutieren - ich hätts wissen müssen, mea culpa - lassen wir es halt.

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Hi,

Die Kolonie hat einen Überschuss an
Weibchen und die Verbindung zu homosexuellen Päärchen bringt
hier einen evolutionären Vorteil mit sich!

Und wer sagt denn, dass es nicht angesichts der Überbevölkerung der Erde auch ein „evolutionärer Vorteil“ ist, wenn sich die Homosexualität stärker durchsetzt?

Gruß,

Anja

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Katholischer Glauben heilbar?
hallo suzette,

siehste, jetzt wissen wir, daß das leiden der vielen, die als bunte masse im sommer fröhlich csd feiern, ein ende haben kann.
seit diesem artikel frage ich mich, ob denn der katholizismus heilbar ist.
es sei denn, ein katholik leidet nicht.
lustigerweise kommen solche abstrusen behauptungen zur sexualität von einem verein, indem nur männer das sagen haben (jaja, nicht ganz), die würdenträger röcke tragen, der oberhirte wie eine diva herausgeputzt ist, berichte über sexuelle ausschweifungen aus männerunterkünften dringen, auf kritik beleidigt reagiert wird, daß es einer tunte die schamesröte ins gesicht treiben würde usw.
vielleicht kann ja branden aus analytischer sicht (in einem andern thread) was dazu sagen.
eagl, wenn sich eine würdenträger dieser vereinigung äußert, erfüllt es mich abwechselnd mit belustigung oder empörung. oder aber meist mit gleichgültigkeit.

strubbel
&:open_mouth:)

Hallo Anja,

für die Evolutionsgeschichte der „Erde“ wäre es selbstverständlich ein riesiger Vorteil - von allen Planeten, welche Menschen beherbergen, würde sich derjenige Planet mit Sicherheit am ehesten Durchsetzen, auf dem sich die Menschen nicht fortpflanzen…

Aber im Ernst: Homosexualität birgt - orientiert man sich an den „neuen“ Erkenntnissen im Tierreich - evolutionäre Vorteile in Bezug auf eine stärkere Population! Natürlich setzt dies vorraus, dass auch homosexuelle Paare Kinder kriegen und großziehen.

Wenn z.B. - und diese Rate unterliegt natürlichen Schwankungen - das Verhältnis Mann/Frau in ein Ungleichgewicht gerät - Zeiten eintreten, in denen es mehr Männer als Frauen gibt, so haben die Männer mit bisexueller Orientierung und Kinderwunsch einen natürlichen Vorteil gegenüber rein heterosexuellen Männern mit Kinderwunsch (und natürlich auch umgekehrt bei weiblichem Überschuss).

So gesehen wäre Homosexualität vor evolutionsgeschichtlicher Betrachtung kein Zufallsprodukt! Es ist unter Umständen eben ein echter Vorteil in Bezug auf die eigene genetische Anlagenverbreitung (die eben auch sexuelle Orientierung beinhalten kann)!

Lieben Gruß
Patrick