*Ironie an*
Hi, infotalk (wieder mal) !
Nachfolgende dokumentiere ich den Absatz aus dem Vortrag
„Europa und seine Lebenswerte“ von Kardinal Joachim Meisner
Woher er die wohl kennt ? Oder geht er davon aus, dass seine eigenen Werte die Werte von ganz Europa sind ? Wieso glaubt der Typ eigentlich, dass er - etwa - für mich sprechen kann ? Übrigens; korrekterweise müsste sein Vortrag „Europa und meine Lebenswerte“ heißen.
bei der Konrad Adenauer-Stiftung und der Hanns Seidel-
Stiftung am 24. Oktober 2003 in Budapest, in dem er auf die
Homosexualität eingeht. Dieser Absatz ist die einzige Stelle,
an dem er über Homosexualität gesprochen hat.
Mach nu mal den Typen nicht wichtiger, als er ist. Du sprichst lediglich von einem Vereinsmitglied, seine Moral gilt also bestenfalls für seinen Verein, für alle anderen ist das, wenns sies so sehn, schnuppe.
Nun kann man es drehen und wenden, wie man will.
Schränk das Drehn und Wenden nicht auf die Arten ein, in denen Du drehst und wendest. Sonst müsst ich noch annehmen, Du willst hier tatsächlich für die katholische Kirche missionieren.
Homosexualität ist eine Spielart der Sexualität, aber daß sie
dazu bestimmt oder auch nur geeignet sei, im Rahmen der
Schöpfungsordnung eine Rolle zu spielen, also für die
Schöpfung neuen Lebens da zu sein - das kann man wirklich
nicht behaupten. Jedenfalls nicht, solange nicht zwei
Homosexuelle gemeinsam ein Kind gezeugt haben.
Zölibat ist auch eine Spielart der Sexualität, indem ich bewusst beschließe, keinen Sex zu haben und damit keinen Nachwuchs in die Welt zu bringen, stell ich mich direkt gegen die Schöpfungsordnung. Aber nen Tipp von mir: Geh zum Bischof nach Rom und schlag ihm vor, den zwangsweisen Zölibat abzuschaffen ! Mal sehn, was der dann meint *gg*.
Wenn man sich über eine Aussage wie die folgende dermaßen
aufregen kann, wie es hier und bei den Homosexuellen-Verbänden
der Fall ist, dann hat das schon Züge von Extremismus an sich,
mindestens.
Dass Du immer gleich alles für aufregen hältst, ist schon sehr belustigend; dass Du alle, die für ihre Rechte eintreten, für Extremisten hälst, erheblich weniger. Aber Du folgst halt auch dem alten Hut vom „Dschi-Dabbelju“, der da meinte: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich !“. Schon ein bißchen verstaubt, die Ansicht, meinste nicht ?
Dazu gehört eine wesentliche Grundkategorie des
Christentums,
Is cool, dass ein katholischer Bischof immer meint, für die gesamte Christenheit sprechen zu können ! Sag ihm das mal, dass er maximal für seinen Klub spricht und vermutlich noch nicht mal das.
das sich darin eins weiß mit der gesamten
„vormodernen“ Menschheit, nämlich, dass im Sein des Menschen
immer ein Sollen liegt, dass der Mensch nicht selbst aus
Zweckmäßigkeitberechnungen Moral erfindet, sondern er Moral im
Wesen der Dinge vorfindet.
Gut, dass es den Zölibat schon seit ewigen Zeiten gibt, nichwahr ?
Menschliche Vernunft beruht auf der
Fähigkeit, diese Botschaft der Dinge zu vernehmen und danach
sein Handeln auszurichten. Vernunft hat etwas mit „vernehmen“
zu tun. Der Tatsache, dass es den einen Menschen in zwei
Grundausstattungen gibt, nämlich als Mann und Frau, geht eine
Botschaft aus, nämlich, dass der Mann auf die Frau hin
geordnet ist und die Frau auf den Mann, dass sie sich in der
Ehe gegenseitig ergänzen und in der Familie fruchtbar werden,
sodass der Fortbestand der Menschheit damit gesichert ist.
Und die vielen Kinder, die zölibatär Lebende in die Schöpfung mit einbringen ? Schon bemerkenswert *gg* !
_ Homosexualität etwa ist in der Schöpfungsordnung nicht
vorgesehen. Das Gesetz Israels als Glaubensnorm verband den
Kosmos mit der Geschichte und war Ausdruck der Wahrheit des
Menschen wie der Wahrheit der Welt überhaupt._
Welche Wahrheit, die vom Bischof, von der katholischen Kirche, Deine, meine ? Ich erzähl Dir eine Geschichte:
Der Teufel war mit seinem Freund unterwegs, als sich vor den beiden jemand bückte, um ein Stück Wahrheit aufzuheben. Der Freund fragte den Teufel:„Beunruhigt Dich das nicht, dass jemand ein Stück Wahrheit gefunden hat ?“ „Keineswegs“, antwortete der Teufel, „ich werde ihm sogar gestatten, daraus ein Religionsbekenntnis zu machen.“
Und hiermit weist Du jetzt, von wem „Dein“ Bischof die story von der Wahrheit hat *g*.
Damit verband
sich die Überzeugung von den objektiven Werten, die sich im
Sein der Welt aussagen, der Glaube, dass es Haltungen gibt,
die der Botschaft der Schöpfung entsprechend wahr und immer
gut sind und dass es ebenso andere Haltungen gibt, die - weil
dem Dasein widersprechend - falsch und immer schlecht sind.
Das find ich immer schön, wenn - seiens jetzt religiöse oder a-religiöse Ideologien - von objektiven Werten die Rede ist. Schöner kannst die eigene Meinung einfach nicht immunisieren. Wirklich toll gemacht, wenn auch nicht unbedingt neu. Nein, wenn ich ehrlich sein soll; ein unendlich verstaubter Hut, den „Dein“ Bischof da aus seiner Mottenkiste gegraben hat. Der war schon steinalt, als das Christentum noch taufrisch war.
Es verband sich damit die Überzeugung, dass uns der Wille des
Schöpfers darin anruft und dass im Einklang unseres Willens
mit dem Seinen unser eigenes Wesen recht und gut ist.
Wann hat er denn den Schöpfer zuletzt kontaktiert, „Dein“ Bischof ?
Ich hab Jesus zuletzt beim Frühstück gesprochen und er hat mir, zum wiederholten Male - diesmal mit nach oben verdrehten Augen - erklärt, dass seine „sogenannten“ Stellvertreter auf Erden weder seine Ansicht noch die seines Vaters wiedergeben. Und, ebenfalls zum wiederholten Male, hat er mir gesagt: „Nein, nein und nochmals nein. Die Bibel ist nicht von mir, ich hab kein einziges Wort geschrieben.“
Jesus liebt uns nämlich, JA, Dich auch und selbst „Deinen“, die Dinge seltsam verdrehenden Kardinal. Auch wenn der noch so viel Quatsch verzapft.
Uuuuuund *Ironie aus*.
Liebe Grüße
Wolkenstein