Hund oder Katze?

So wird seit einigen Jahren bei Promis und anderen eine gewisse Typ-Zugehörigkeit herausgefragt. Soll heißen: Mögen Sie lieber Hunde oder Katzen?
Ich kann das so gut wie nie beantworten, weil beide nicht gerade zu meinen Lieblingstieren gehören. Auch finde ich die Vereinfachung, mit so einer Antwort auf einen bestimmten Typ, der eben mit „Hund“ oder „Katze“ assoziiert werden soll, ärgerlich.
„Man erkennt die Absicht und man ist verstimmt.“
Ähnliches begegnete einem früher, wenn diese ebenso dämliche Aufteilung BEATLES und STONES an einen herangetragen wurde.

Ich persönlich könnte mich eher in einer Alternative APFEL versus BIRNE entscheiden.

Aber jetzt meine Frage: Ärgert Euch das auch und wenn nein, warum :smile: usw. usf.
Die Fragestellung klingt auf den ersten Blick banal, aber ich wittere dahinter ein durchaus interessantes Stück Psychologie und wüßte gern, was Ihr dazu denkt.

Gruss, Branden

Hallo Branden,

ich sehe das ähnlich wie Du, vor allem, weil man - falls die Frage versehentlich doch beantwortet wird - gleich in eine Schiene gedrückt wird, obwohl man gar nicht hineingehört.
Da ich selbst Katzenbesitzer bin, hier folgende Erfahrungen, welche so und ähnlich sehr oft abgelaufen sind:
Ein Bekannte kam nun irgendwann mal in meine Wohnung und meinte: was Du hast zwei Katzen - das stinkt ja gar nicht! Nach fünf Minuten, was rauchen tust Du auch, das riecht man ja gar nicht, wenn man in die Wohnung kommt.
Eine andere Äußerung: ich komme nur zu Dir, wenn Du die Katzen wegsperrst - eine Allergie lag nicht vor, sondern Katzenhaß, der vorher auch geäußert wurde ohne begründet zu werden.

Siehst Du ich mag Hunde sehr gern, aber ich habe etwas gegen die Haltung in engen Wohnungen einzuwenden, wo die Tiere oftmals den ganzen Tag allein sind. Oft halten Menschen Tiere, obwohl sie sich vorher nicht genügend informiert haben, so kommen meistens Mißverständnisse auf.

Beispielsweise mag ich es gar nicht, wenn der Riesen-Hund bei uns im Haus ohne Leine durch die Treppen geschickt wird. Wenn man mit vollen Taschen kommt, steht man diesem Tier sehr hilflos gegenüber. Auf die Bitte, das Tier an die Leine zu nehmen, kommt dann so etwas wie, nun haben sie sich mal nicht so, oder der tut ihnen schon nichts uswusf.; das sind Argumente die keine sind. Was weiß ich, was wirklich in dem Tier vorgeht und der Besitzer ist weit weg, weil er 1 Etage höher ein Schwätzchen hält.
Unfälle dieser Art hat es schon viel zu viele gegeben.
Auf das Thema Gassigehen möchte ich hier nicht eingehen, weil ich glaube, das es Dir darum nicht geht.

Ich könnte noch reichlich mehr schreiben, aber ich denke, dass Dir das genügt, oder?!
Gruß Iso.Osi

Hallo, Branden,

ich mag beides - Hund und Katze, Beatles und Stones.
Was nun ?

:wink:)

Gruß
Scarlet

Eben.
Das ist ja meine Frage, Scarlet.
Ich mag weder Hunde noch Katzen, aber Beatles und Stones. Kommt also -was die Fragestellung betrifft- aufs selbe raus.
Aber was machen wir damit?
Und konkret: Was machen wir, wenn uns (als Prominente dann irgendwann :smile: natürlich) so ein Fragebogen vorgelegt wird?
fragt Branden immer noch

Hi, Branden,

Ich mag weder Hunde noch Katzen,

Seeeehr bedenklich. :wink:

aber Beatles und Stones.

Schon besser. :wink:

Aber was machen wir damit?

Müssen wir überhaupt ? :wink:

Und konkret: Was machen wir, wenn uns (als Prominente dann
irgendwann :smile: natürlich) so ein Fragebogen vorgelegt wird?
fragt Branden immer noch

Antwort: Einfach ignorieren ?
(Als Prominenter kann man sich das doch erlauben.)

Gruß
Scarlet

ein dunkles Grau mit rötlich-gelben Aufhellungen
Hi Branden,

das erinnert mich sehr an einen älteren Sketch von Loriot. Da ist ein älteres Ehepaar bei der Eheberatung und muß der Psychologin die jeweilige Lieblingsfarbe nennen. Der Mann definiert dann minutiös ein spezielles Grau mit allerlei farbigen Schattierungen, weil er befürchtet in eine Schublade zu geraten wie zB: Lieblingsfarbe grau = schlägt seine Frau.

Insofern bietet Loriot eine humoristische Antwort auf die Sinnhaftigkeit einer solchen Aussage. Das gilt wohl auch für die Frage, ob man Katzen- oder Hundeliebhaber ist. Teilaspekte können aber schon aufschlußreich sein. Ich habe schon an anderer Stelle einmal hinterfragt, was zB „unsere“ Frauen hier im w-w-w aussagen wollen, wenn sie in ihrer Vika auf ihre Katzen hinweisen. Da schreibt zB eine Anja, daß sie mit ihren beiden Katzen in Darmstadt lebt - sonst nichts! M.E. soll das doch sowas heißen wie: „Ich bin so anschmiegsam wie ein Kätzchen“. Frauen die ihre Hunde bzw. sich mit ihren Hunden ablichten könnten damit aussagen, daß sie gerne beherrschen.

Ich würde also Teilaspekte einer solchen Fragestellung im richtigen Kontext als Indiz gelten lassen. Andererseits kann es aber auch nichts oder gar das Gegenteil bedeuten. Insofern bin ich jeden Tag dankbarer, daß ich kein Psychologe geworden bin.

mitleidige Grüße,
Klaus

Alternativfrage
nennt man das lieber Branden!

Ein psychologischer Verkaufstrick, der auch unter diesem Namen gelehrt wird. Ein Vertreter wendet diese Technik
z.B. an, um an einen Termin zu gelangen. Er fragt nicht,
„wollen wir einen Termin vereinbaren“, sondern fragt alternativ:
„Sollen wir uns an Dienstag oder am Donnerstag treffen?“
Weil ich dieses suggestive Verhalten kenne, antworte ich meistens, was sie wollen, weiß ich nicht, ich aber will mich nicht mit ihnen treffen. Mit wem und wann ich mich treffe, das entscheide ich schon selbst. Eingeschränkt natürlich, ich will etwas erwerben.
Nicht jedem Freund gebe ich einen Korb! :smile:
Dieses in Schubladenstecken ärgert mich auch gewaltig.
Wenn man schon a priori einer bestimmten Kategorie zugeordnet wird und einen die Möglichkeit zu Individualität verwehrt wird.
Einer der wenigen, die ich kenne, welche hier eine klare Aussage machen können, ist Alf, vom Planeten Melmag, oder wie der heißt, der liebt Katzen besonders gut durchgebraten! :wink:

Viele Grüße
Junktor

Beides
Hi

jetzt bin ich schwer verunsichert, ich habe Hund, Katz und Zwergkaninchen.
Bin ich jetzt eine multiple Persönlichkeit??

Oh je

Julia

mich ärgert es
hi branden,

ich bin jemand, der sich über solche „tests“ ärgert.

es besteht die landläufige meinung, psychologen könnten aus antworten bestimmte verborgene schlüsse über menschen ziehen - so wie einer den loriot-sketch beschrieben hat: lieblingsfarbe grau bedeutet, daß man seine frau schlägt.

tatsächlich geht das aber nicht - das müßte eigentlich jedem klar sein, da das leben sonst auch nicht so einfach ist.

tatsächlich ist es auch so, daß nicht jeder psychologe an solchen „zusammenhängen“ wie dem zwischen persönlichkeit und vorliebe für haustierarten interessiert ist oder daran glaubt.

ich als psychologin kann mir für diese fragestellung keine anwendungsmöglichkeit denken und glaube daher nicht, daß sie von seriösen wissenschaftlern beforscht wird.

leider ist es aber so, daß die leute gerade so etwas hören wollen und deswegen findet sich immer wieder jemand, der sich ins fernsehen stellt und den leuten sagt, was sie hören wollen. ich persönlich kriege jedesmal einen anfall, wenn ich einen sogenannten berufskollegen in einem TV-boulevardmagazin irgendwelche „weisheiten“, die an trivialität oder fantasie nicht zu überbieten sind, verkünden sehe.

Das…
Hi Klaus,

Da schreibt zB eine Anja, daß sie mit ihren
beiden Katzen in Darmstadt lebt - sonst nichts!

Das bin ICH nicht!!! Falls jemand auf die Idee kommen sollte…
Ich lebe mit meiner Kunst und meinen Depressionen in Frankfurt…
Man sollte die Doppel-Nicks wirklich abschaffen…
Gruß,
Anja

Auch wahr o.w.T.
.

Kann ich gut verstehen…
…Klaus, das mit dem Psychologen. Und den Sketch von Loriot mag ich auch.
Gruss, Branden

Dann gehts Dir also so wie mir.o.w.T.
.

Nö.
Noch lange nicht, Julia.

Hallo Junktor
Ich sehe, Du bist ähnlich konfrontativ wie ich im Leben.
Gruss, Branden

Also bei Dir: Katze! o.w.T.
.

Hi,

ich sehe das hauptproblem bei solchen Tests darin, dass der Leser daraus z.B. eine definitive Aussage in der Form:
„Wer eher Katzen mag ist angepasst“ ableitet, und nicht eine bestimmte statistische Wahrscheinlichkeit mit einer bestimmten Sicherheit.

Ich hab so was grad mal wieder selber erlebt, da ich in unserer Firma als Führungsnachwuchs zu einer Art Assessment Center gehen sollte/durfte. Die Ergebnisse an sich waren durchaus richtig, die Schlüsse die gezogen wurden jedoch grundlegend falsch, ganz einfach weil damit die Grenzen der Leistungsfähigkeit des Verfahrens überschritten wurden. Ich denke mal, wenn die betreffenden Psychologen nur einen Teil meiner Vorgeschichte kennen würden, müssten sie arg ins Grübeln kommen und dass sie z.T. zu den entgegengesetzten Schlüssen gekommen wären…

A.

bitte kein hund, katze aber sofort!

und was bedeutet das jetzt???

:smile:

gruß
datafox

Das bin ICH nicht!!! Falls jemand auf die Idee kommen
sollte…

Hallo Anja!

Vielen Dank für die Richtigstellung und Abgrenzung. Sowas ist gerade für Menschen wichtig, die sich hier nur selten zu Wort melden und Informationen sonst eher zurück halten.

BTW: Hattest du bezüglich der kreisrunden, juckenden Ekzeme unterhalb deiner Brustwarzen bisher irgendwelche Erfolge mit deiner Eigenurin-Mittelstrahl-Therapie? :wink:

indiskreter Gruß,
Klaus