Hallo.
Seit drei jahren leben mein mann(25), unsere tochter(6) und ich(27) in einer Dachgeschosswohnung. seit etwa einem monat sind im erdgeschoss ein älteres Pärchen mit ihren 2 sehr grossen Mischlingshunden eingezogen ( einer sehr alt, der andere noch sehr jung ).
Mit diesen neuen nachbarn gab es in den letzten wochen immer riesigen streit ( beides alkoholiker und aggressiv auf uns eingestellt ) wegen kleinigkeiten, die bis hin zu schweren beschimpfungen und drohungen reichten. Ich stehe eine woche vor der geburt unserer zweiten tochter.
die streitereien wurden uns schon lange viel zu heftig, umso mehr freuten wir uns wahnsinnig, dass es heute zu einem freidlichen gespräch mit dem pärchen kam und wir uns auf waffenstillstand geeinigt hatten.
Später am Abend kamen wir nach hause und parkten unser auto wie immer im innenhof (der unmittelbar mit der uneingezäunten terasse der neuen nachbarn verbunden ist, und auf dem die beiden hunde ungeschützt umherlaufen). mein mann brachte unsere mülltonne vor zur strasse und ich und meine kleine standen stumm und bewegungslos am auto und warteten.
Wie aus dem Nichts rannte auf einmal völlig grundlos der grössere jüngere von beiden hunden bellend, zähnefletschend und mit gesträubten nackenfell auf unsere kleine los, die laut und ängstlich nur noch „mama“ schrie und sich an mein bein klammerte. zwei schritte bevor der aggressive hund bei uns gewesen wäre, schrie die nachbarin seinen namen und kam raus, woraufhin der hund gott sei dank stehen blieb. wir waren alle geschockt und sind in unsere wohnung hoch gegangen. meine kleine zitterte am ganzen leib und weinte und stand unter schock! als mir danach richtig klar wurde, was eben passiert war konnte ich mich selbst kaum beruhigen, ich möchte so ein hilfloses gefühl voller angst um mein kleines mädchen nie wieder in meinem leben erfahren müssen.
Wir wollten die Polizei rufen, damit das nicht nochmal passiert, denn wir denken, wenn ein hund einmal aus heiterem himmel ein kleines kind (!) angreift, wird er es auch wieder tun. doch dann fiel uns ein, dass die beiden alkis sind und wirklich nicht ganz richtig im kopf und wenn ihr geliebter hund abgeholt und eingeschläfert werden würde, wäre ich mir sicher, würden die beiden uns etwas antun!
Ich weiss wirklich nicht was man da machen kann und wollte euch mal nach erfahrungsberichten oder tips fragen, denn irgendwas MÜSSEN wir tun, damit meine kleine nicht zum Opfer wird…
Bin echt total verzweifelt und hoffe auf eure Antworten!
Danke schonmal
Hallo,
das klingt schrecklich.
Die Nachbarn sind Stinkstiefel und die Hunde stehen anscheinend unter Stress, anders ist ihr Verhalten kaum zu erklären. Das bedeutet (ohne Dir Angst machen zu wollen), dass sie unberechenbar sind und es jeder Zeit wieder passieren kann.
Ich hätte die Polizei gerufen. Die hätten zwar nichts getan und auch nichts tun können, da ja „nichts“ passiert ist. Schon gar nicht den Hund einschläfern. Aber sie würden eine Akte anlegen und der Fall wird protokolliert, was bedeutet, dass es beim erneuten Streit ersichtlich ist, dass schon einmal etwas vorgefallen ist.
Mein Rat: Mach eine Meldung bei der Polizei und sprich mit dem Haus/Wohnungsvermieter - sind Hunde im Haus erlaubt. Wenn ja, dann besteht darauf, dass sie im Haus und auf dem Gelände angeleint sind.
Wenn alles nicht hilft solltet ihr euch langfristig eine andere Wohnung suchen. Vielleicht steht es ja beim Nachwuchs eh an.
Seit drei jahren leben mein mann(25), unsere tochter(6) und
ich(27) in einer Dachgeschosswohnung. seit etwa einem monat
sind im erdgeschoss ein älteres Pärchen mit ihren 2 sehr
grossen Mischlingshunden eingezogen ( einer sehr alt, der
andere noch sehr jung ).
Soweit ich weiss, muß der Vermieter a) der Haltung solcher
Tiere zugestimmt haben (hat er das)? Desweiteren sollte
b) es im Mietvertrag festgehalten sein, daß diese Tiere
auf dem allgemein zugänglichen Teil des Grundstücks
immer angeleint sein müssen.
Wie sehen a) und b) in Eurem Falle konkret aus?
Wenn ein Verstoß vorliegt, kannst Du auch etwas
unternehmen. Daß die Herrschaften Euch etwas
„antun“ würde ich nicht vermuten, so lange
diese Respekt haben und wissen, daß - egal
was sie tun - immer eine maximale Antwort
(Polizei, Vermieter, etc.) von Euch zu erwarten
ist. Die müssen Angst haben, nicht Ihr. Das ist
Dein Nahziel. Ist das nicht zu machen - umziehen.
Vielen Dank für die beiden Antworten!
Also Hundehaltung ist bei uns im haus erlaubt.
Unser Vermieter bat die beiden auch schon, solange sie ihre terrasse noch nicht abgezäunt haben, die hunde zu sichern oder in der wohnung zu lassen. So wie es aussieht interessiert die beiden das nicht wirklich. ich werde heute dem vermieter den vorfall von gestern erzählen und auch noch zur polizei gehen. ich will einfach nur frieden mit diesen menschen und ohne angst leben. das problem ist nämlich, dass wir unser auto einen meter neben ihrer terrasse parken und wir vom dach nicht sehen, ob was daran gemacht wird. Zuzutrauen wäre es denen, denn wir hatten schon Zigarettenstummel, etc. in unseren Lüftungsschlitzen stecken. Die letzten wochen mit diesen leuten waren der blanke horror und wir waren so glücklich dass gestern morgen endlich ruhe eingekehrt war…aber ich denke, wenn ich jtzt nichts unternehme, passiert vllt wirklich was und dann bereue ich es wenn ich nichts tun würde. zudem werde ich uns mit einem pfefferspray „bewaffnen“ . Und nach der Geburt fangen wir an uns nach einer anderen wohnung umzusehen, bei der wir uns sicher fühlen können!
Danke euch nochmal und liebe Grüsse
egal ob der Besitzer der Hunde ein Alki, ein altes einsames Ömachen oder sonst wer ist - wenn ein Hund meine Tochter anfällt würde ich alles in Bewegung setzen, dass sowas nicht nochmal passiert.
In deinem Fall würde ich mich ans Ordnungsamt (die bei uns auch für hunde zuständig sind) und denen das schildern. Je nachdem was sie mir erzählen, würde ich auch noch Anzeige erstatten.
Und wenn man zufällig eine Schaufel o.ä. zur Hand hat, dann ist da auch schnell Ruhe… (aber nur zum Zeitpunkt des Vorfalls)
Solche Hunde kenne ich. Ein Kunde von mir hat zwei riesige Wachhunde, die sehr scharf sind. Als die mich das erste Mal sahen, kamen sie zähnefletschend auf mich zu. Störte mich zwar nicht, aber ich habe gedacht, probiere ich mal spaßeshalber eine Methode aus, die ich eigentlich ablehne, die aber schnell geht. Habe beim nächsten Besuch jedem Hund ein Leckerli gegeben. Seit dem kommen sie jedes mal schwanzwedelnd zu mir und sind die liebsten Hunde.
Ja das wäre eine gute Möglichkeit für mich. Jedoch möchte ich nicht meine kleine mit einem leckerli in der hand auf den hund losschicken, dessen Maul in Augenhöhe meines Kindes liegt.
Ich denke ausserdem dass der hund einen knacks hat, denn kein psychisch gesunder hund würde einfach so aus dem nichts ohne optischen oder akkustischen reiz böswillig auf ein kleines kind zurennen.
trotzdem vielen dank für den gedanken
ich gehe zwar nicht unbedingt davon aus, dass der Hund das Kind ernsthaft angreifen wollte, trotzdem liegt hier vermutlich eine nicht sachgemäße Hundehaltung vor. Daher würde ich auf jeden Fall das Ordnungsamt informieren. Der Maßnahmenkatalog fängt bei Kontrollbesuchen an und geht dann über Haltungsauflagen (Leinenpflicht, Maulkorbpflicht) bis zum Tierhaltungsverbot. Tötung der Tiere kommt nur in Extremfällen. Ob Du vor dem Kontakt zum Ordnungsamt mit den Besitzern selbst sprechen möchtest, musst Du selbst beurteilen.
Weiterhin würde ich Dir empfehlen, Dir Maßnahmen auszudenken, wie Deine Tochter das Erlebte verarbeiten kann und weiterhin normal mit Hunden umgehen kann, ohne übersteigerte Angst zu bekommen. Es gibt da Programme von Tierschützern, die in Schulen oder KiGas gehen und den Kindern etwas über Körpersprache der Hunde beibringt. Respekt und Vorsicht ist natürlich i.O., aber Panik ist meist unbegründet und schränkt ein.
Ich denke ausserdem dass der hund einen knacks hat, denn kein
psychisch gesunder hund würde einfach so aus dem nichts ohne
optischen oder akkustischen reiz böswillig auf ein kleines
kind zurennen.
Das kannst Du m.E. als Betroffene und Mutter in diesem Moment gar nicht beurteilen. Du musst es aber auch nicht, es ist die Aufgabe der Halter, solche Situationen zu verhindern. Der Hund muss überhaupt keinen Knacks haben, er könnte z.B. das Grundstück bewacht haben, sich durch das Kind bedroht gefühlt haben, eine Spielaufforderung gegeben haben, die Du nicht erkannt hast … ist aber völlig irrelevant, siehe meine Empfehlung weiter oben. Das Problem ist der Halter, nicht der Hund, dort musst Du ansetzen.
Lieben dank für deine antwort!
Ich hab vergessen zu erwähnen, dass wir auch einen hund haben, allerdings ein kleiner „harmloser“ chihuahua. Unsere Kleine ist quasi mit ihr aufgewachsen und kennt die Signale und Körpersprache der Hunde. Ich hatte mein Leben lang auch Hunde und ich stand direkt dabei und sah seine augen und sein gesträubtes fell, seine angelegten ohren und gefletschten zähne. Das WAR ein böswilliger Angriff und ich will mir garnicht ausmalen, was passiert wäre, wenn die besitzerin erst eine sekunde später nach dem hund geschrien hätte…
viel ahnung von hunden kann sie nicht haben, denn als der hund danach reuevoll und unterwürfig zu ihr kam und sich neben sie setzte, kraulte und streichelte sie ihn am kopf, also quasi die belohnung für das eben passierte.
viel ahnung von hunden kann sie nicht haben, denn als der hund
danach reuevoll und unterwürfig zu ihr kam und sich neben sie
setzte, kraulte und streichelte sie ihn am kopf, also quasi
die belohnung für das eben passierte.
also das bisschen Ahnung, dass ich von Hunden habe, sagt mir, dass sie ihn dafür gelobt hat, dass er gleich zu ihr kam - das „eben passierte“ war ja da für ihn schon Vergangenheit. Hätte sie ihn zurechtgewiesen, wäre das für ihn ein: „Sie hat mich gerufen, ich komme und jetzt krieg ich Schelte“ gewesen. Eine Bestrafung hätte in dem Moment stattfinden müssen, in dem der Hund die Zähne gefletscht hat etc.
viel ahnung von hunden kann sie nicht haben, denn als der hund
danach reuevoll und unterwürfig zu ihr kam und sich neben sie
setzte, kraulte und streichelte sie ihn am kopf, also quasi
die belohnung für das eben passierte.
Nein, das ist nicht korrekt und sagt mir eher, dass bei Dir noch Informationsbedarf zum Thema Hundeverhalten und -erziehung besteht. Wenn Du Dein Kind bedroht siehst, bitte sprich mit den Hundehaltern oder mit dem Ordnungsamt. Die Erziehung fremder Hunde oder Belehrung deren Halter ist nicht Deine Aufgabe.
Vergiss es. Ich kenne da einen Hund, der schnappt und knurrt, sobald er dann eben kein Leckerli bekommt. Willst Du jedes Mal eine Bestechung dabei haben?
Außerdem würde ich befürchten, wenn das tatsächlich Hunde von Alkis sind, dass die Hunde nicht wirklich berechenbar wären, weil sie u.U. auch einen Knacks haben.
Finger weg von solchen Experimenten würde ich raten. Und schon gar nicht so etwas einem Kind beibringen!
Gruß
Demenzia
das ist süss, entbehrt aber einer gewissen erforderlichen Zuverlässigkeit. Ich persönlich würde mich weder zum Selbstvesuch hergeben, noch es irgend jemandem empfehlen.
Unser eigener Hund macht definitiv keinen Unterschied zwischen darreichender Hand und Leckerlie oder Würstchen oder anderen Fingern.
Das Geräusch erinnert an ein „hiam-hiam“, begleitet von deutlich vernehmlichem Schmatzen.
Wirklich „scharfe“ Wachhunde lassen sich nicht durch Leckerlis
bestechen.
Natürlich gibt es unbestechliche Wachhunde. Aber dass ein Hund der bestechlich ist, weil falsch ausgebildet, automatisch nicht scharf ist, und nicht beißt, darauf würde ich mich nicht verlassen.
ich verstehe Deine Ängste und es tut mir leid, daß Du und Deiner Familie sie durchstehen muss.
Ich persönlich würde es auch bevorzugen es bei der Polizei aktenkündig zu machen, denn was bleibt Euch sonst übrig? Ich spreche Euch Mut zu!
Alledings, schreibst Du Folgendes:
ich will einfach nur frieden mit diesen menschen
und im gleichen Absatz:
dem vermieter den
vorfall von gestern erzählen und auch noch zur polizei gehen.
In meinen Ohren widersprechen sich beide Angaben.
Wie gesagt, ich verstehe Deine Ängsten und kann sie sehr gut nachvollziehen. Wäre ich aber diese Nachbarn, käme Dein Handeln einer Kriegserklärung gleich.
Ich wollte es Dir nur sagen. Die Lage ist wirklich nicht einfach und Ihr seid um euren Nachbarn nicht zu beneiden…
Auf jeden Fall wünsche ich Euch viel Durchhaltevermögen und Kraft und Dir persönlich alles Gute für die Entbindung!