Hundebegegnung

Hallo,

ich habe schon des öfteren gesehen, das unangeleinte Hunde, ungeachtet des schreienden Herrchens, zu einem Hund rennen der angeleint ist. Meist geht das ja ziemlich locker aus.
Aber welches Verhalten vom Hundehalter mit dem angeleinten Hund ist denn nun richtig? Wie soll man sich verhalten, wenn man einen agressiven, kranken oder Leinenpöbler an der Leine hat?

Grüße

Hallo,

Wie soll man sich verhalten, wenn man einen agressiven, kranken oder Leinenpöbler an der Leine hat?

Schwer zu pauschalieren. Grundsätzlich ist Loslassen und Weggehen meist die beste Wahl, da sich die meisten Hunde ohne Störung durch den Menschen ganz gut arrangieren.

Wenn ich weiß, dass mein Hund beschädigt - also ernsthaft zubeißt - muss er auch an der Leine einen Maulkorb tragen. Alles andere wär grob fahrlässig. Ob ich mich mit ihm entferne oder auch hier die Leine loslasse, hängt von verschiedenen Umständen (wie der Größe des anderen Hundes und dessen Aggressionspotential) ab.

Wenn mein angeleinter Hund krank/ verletzt ist, bekäme der ankommende Hund von mir eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht.

Schöne Grüße,
Jule

Wie soll man sich verhalten, wenn man einen agressiven, kranken oder Leinenpöbler an der Leine hat?

welchen Hund hast du denn nun? Einen aggressiven, kranken oder einen Leinenpöbler? Einen großen, eine kleinen, einen schwarzen, einen weissen usw. Hund?
Es gibt für all diese Typen kein allgemeingültiges Allheilrezept. Das Verhalten sollte sich nach dem jeweiligen Hund richten. Man sollte sich jedenfalls nicht in den Konflikt zweier Hunde reinmischen, das kann blutig enden.
Ich z.B. nehme meinen schwerkranken Hund bei Annäherung anderer Hunde hoch. Als er noch gesund war, hat er auch gestänkert, lief aber nach dem Kommando bei Fuss. Bedrängte ihn der Unangeleinte zu stark, dann kam es zu einer Beisserei.

Tatsache ist eins:
Es gibt in Deutschland kaum eine generelle Anleinpflicht. Wenn es zu einer Beisserei zwischen einem angeleinten und einem unangeleinten Hund kommt, ist auch der Halter des angeleinten Hundes haftbar.

Oft versuchen die Halter mit den Worten „der tut nix…“ abzuwiegeln um danach zu sagen „…das hat er noch nie gemacht…“
Wirksam ist es, den Halter des unangeleinten Hundes mit dem Zuruf: „Vorsicht, Zwingerhusten“ dazu zu bringen, seinen Hund wieder einzufangen.

Gruss

Iru

Liebe Inge, dies ist ein ganz anderes Thema und ist nicht auf mich bezogen. Es ist eine allgemeine Frage da es ja jedem von uns passieren kann! Also das ein unangeleinter Hund auf den eigenen zu rennt.
Davon ab bin ich der Meinung das die Leine nur ab gehört wenn ich mich auf meinen Hund verlassen kann und er abrufbar ist! Wenn nicht ist das grob fahrlässig.
Ich möchte nur hören, welches Verhalten dabei richtig ist. Nix da alle gegen Franzie. Die Franzie wills nur wissen!
Jule, kann man einem Hund Pfefferspray entgegen pfeffern? :smile:
Ich meine wenn der eigene Hund verletzt ist ist das wirklich ne gute Idee. Aber was sagt man dann zum Hundehalter? Sorry dein Hund ist auf meinen kranken zu gerannt und darum hat er Pfefferspray abbekommen? Das endet doch bestimmt in endlosen Diskussionen, oder?
Hattet ihr solche Situationen mal?

*bei diesem Beitrag ist nix ironisch gemeint, ich interessier mich wirklich dafür, weil es ja bei manchen HH’s an der Tagesordnung zu sein scheint seinen Hund ohne Leine im Wald rennen zu lassen…

Liebe und neugierige Grüße

Hallo,

die Frage ist allg gehalten! Als meine Hündin kastriert wurde und noch eine relativ frische OP Narbe am Bauch hatte und Nachbars Hund auf sie zu gestürmt kam habe ich sie auf den Arm genommen. Klar, bei nem kranken Hund macht man das. Meine sind auch ein Fliegengewichte mit 5 kg. Aber als Halter einen, sagen wir mal, Mastinos kann ich ihn kaum hoch heben. :smile: Das wäre wohl doch etwas zu schwer. Weiter gehen ist ja auch so ne Sache, der unangeleinte kommt doch dann eh hinter her geschissen. *Sorry für den Ausdruck*

Aber wenn es dann zu einer Beisserei kommt zwischen angeleinten und unangeleinten, warum muss der HH mit dem angeleinten auch Schuld haben? Das versteh ich nicht so ganz. Er hat ja seine Pflicht des anleinens erfüllt. Ich dachte das geht danach… *grübel*

Hallo,

Wenn mein angeleinter Hund krank/ verletzt ist, bekäme der
ankommende Hund von mir eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht.

Und du bist dir sicher, dass sich der Hund das gefallen lässt, der Wind richtig steht, so das du nicht die Ladung abbekommst und erst mal anders zu tun hast, als dich mit deinem Hund zu beschäftigen und du dir sicher bist, den Halter einschätzen zu können.

Pfefferspray ist kein Allheilmittel und sollte nie nur einfach so, weil es dir in den Sinn kommt oder weil ein anderer Hund auf dich zugelaufen kommt, eingesetzt werden. Da gibt es sicher besseres.

Für jemanden der sonst gute und durchdachte Beiträge abgibt, ist diese Art der Abwehrung etwas daneben.

Gruß
BelRia

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Aber als Halter einen,
sagen wir mal, Mastinos kann ich ihn kaum hoch heben. :smile:

Wobei der unangeleinte Aggressor schon leicht suzidös veranlagt sein müsste, sich mit einem Mastino anzulegen.

Aber wenn es dann zu einer Beisserei kommt zwischen
angeleinten und unangeleinten, warum muss der HH mit dem
angeleinten auch Schuld haben? Das versteh ich nicht so ganz.
Er hat ja seine Pflicht des anleinens erfüllt. Ich dachte das
geht danach… *grübel*

Weil es unsere Gerichte nicht so sehen, dass der unangeleinte immer der Aggressor ist. Auch der Hund an der Leine kann anfangen. Und eine „Pflicht des anleinens“ gibt es nicht.

Gruss

Iru

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Hallo,

Ich meine wenn der eigene Hund verletzt ist ist das wirklich
ne gute Idee. Aber was sagt man dann zum Hundehalter? Sorry
dein Hund ist auf meinen kranken zu gerannt und darum hat er
Pfefferspray abbekommen? Das endet doch bestimmt in endlosen
Diskussionen, oder?

Bei Pfefferspray solltest du aufpassen das der Wind richtig steht, sonst hast du das Zeug in den Augen und kannst weder dir noch deinem Hund helfen. Dazu sei geschrieben, dass nicht jeder Hund sich dieses so gefallen lässt, mal vom Halter abgesehen.

Hattet ihr solche Situationen mal?

Mit Pfefferspray zum Glück noch nicht, aber mit Hunde die auf meine zugelaufen sind, wobei meine sehr spielfreudig sind und zur Not ihre schnellen Beine benutzen.
Wobei, vor Jahren haben mich, meinen kleinen Sohn und meine damalige Hündin, mal 2 ausgewachsene Bernersennenhunde umkreist, war nicht angenehm, aber mit einem beherzten - haut ab - und Fußauftreten, trollten sich die Riesen und von weitem kam der Ruf …dietunnichts…*g*. Haben sie ja auch nicht, sie waren einfach nur neugierig und was genau hätte in dieser Situation nun das herum herumgefuchtelt mit Pfefferspray gebracht??

weil es ja bei manchen HH’s an der
Tagesordnung zu sein scheint seinen Hund ohne Leine im Wald
rennen zu lassen…

Ist nicht verboten, so lange die Hunde aufs Wort gehorchen und nicht jagen.

Ich für mich bin eher für Gespräche, für das Miteinander und für die Rücksichtnahme, als ich anfange nun mit Waffen herum zu fuchteln.

Gruß
BelRia

http://de.wikipedia.org/wiki/Pfefferspray

Hallo BelRia.

Und du bist dir sicher, dass sich der Hund das gefallen lässt,der Wind richtig steht, so das du nicht die Ladung abbekommst…

Ja. Ich habe 12 Jahre lang mit gefährlichen Hunden gearbeitet, ich kann mit Pfefferspray umgehen. Ich habe auch geschrieben, dass ICH das tun würde, nicht, dass das ein Allheilmittel wäre.

oder weil ein anderer Hund auf dich zugelaufen kommt, eingesetzt werden. Da gibt es sicher besseres.

Zum Beispiel was?

Schöne Grüße,
Jule

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Hallo Franzie,

Davon ab bin ich der Meinung das die Leine nur ab gehört wenn ich mich auf meinen Hund verlassen kann und er abrufbar ist!

Dem stimme ich nicht unbedingt zu. Normalerweise hat es ja Gründe, warum ein Hund angeleint ist. Fehlender Gehorsam ist einer davon. Das Problem in einer solchen Situation ist, dass der angeleinte Hund weder ordentlich kommunzieren, noch sich wehren (falls notwendig) noch davonlaufen kann. Abhängig von der Größe und Gefährlichkeit des entgegenkommenden Hundes würde ich persönlich lieber riskieren, dass mein Hund abhaut, als dass er zusammengebissen wird.

…kann man einem Hund Pfefferspray entgegen pfeffern? :smile:

Nicht, ohne es geübt zu haben. Wie BelRia richtig schreibt, gibt es eine Menge an potentiellen Störfaktoren. Waffen - egal welche - verleihen oft eine trügerische Sicherheit. Es beeindruckt einen Hund aber wenig, wenn man ihm mit der Spraydose droht. Man muss das Spray dann schon auch entschlossen benutzen. Ich empfehle es ausdrücklich nicht als Allheilmittel.

Aber was sagt man dann zum Hundehalter?

In dem Fall ist mir der andere Hund plus Halter schnuppe. Die Verantwortung dafür, dass sein Hund unangeleint zu mir gelaufen ist, trägt allein er. Dann muss er auch mit den Konsequenzen fertig werden.

Hattet ihr solche Situationen mal?

Ich habe früher mit gefährlichen Hunden gearbeitet, die im Zuge des Resozialisationsversuchs auch auf öffentlichem Gelände spazierengeführt wurden. Sie waren dabei immer mit Leine und Maulkorb gesichert, trotzdem waren sie aufgrund ihrer Kampferfahrung oft noch ernstzunehmende Gegner für kleinere Hunde. In solchen Situationen habe ich das Pfefferspray vorgezogen, um andere Hunde abzuhalten.

Schöne Grüße,
Jule

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Hallo,

Als meine Hündin kastriert wurde
und noch eine relativ frische OP Narbe am Bauch hatte und
Nachbars Hund auf sie zu gestürmt kam habe ich sie auf den Arm
genommen. Klar, bei nem kranken Hund macht man das.

aber auch das kann nach hinten losgehen. Eine Nachbarsfrau hatte in einer ähnlichen Situation dann wortwörtlich nur noch die Hälfte ihres Dackels auf dem Arm - den Rest hatten die großen Nachbarshunden abgebissen.

Wäre es glimpflicher ausgegangen, wenn sie ihn nicht auf den Arm genommen hätte? Der Dackel hätte auf jeden Fall die Möglichkeit besessen, selbst zu kommunizieren, oder?

Weiter gehen ist ja auch so ne
Sache, der unangeleinte kommt doch dann eh hinter her
geschissen. *Sorry für den Ausdruck*

Ich kann jetzt nur von meinem Hund (63 cm / 25 kg) ausgehen (nicht aggressiv, nicht krank, kein „Leinenpöbler“). Er läuft auf den Spaziergängen zumeist frei, wird aber stets abgerufen, wenn Menschen mit / ohne Hunde kommen. Er wird in den Situationen aber nicht angeleint, da er bei Fuß bleibt. Falls da ein Hund zu aufdringlich wird, hat er die Möglichkeit, ihm freundlich Bescheid zu geben.

Aber wenn es dann zu einer Beisserei kommt zwischen
angeleinten und unangeleinten, warum muss der HH mit dem
angeleinten auch Schuld haben?

Es ergibt sich zumeist eine Haftung für jeweils beide Seiten, weil beide eine gefährliche Sache (Hund) als Luxus halten. In gerichtlichen Streitfällen hängt es aber vom Richter ab - allgemein sollte man immer von 50:50 ausgehen.

Das versteh ich nicht so ganz.

Ich schon: Ich bin für meinen Hund, sein Verhalten und seine Begegnungen verantwortlich.

Viele Grüße

Kathleen

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Hallo BelRia.

Und du bist dir sicher, dass sich der Hund das gefallen lässt,der Wind richtig steht, so das du nicht die Ladung abbekommst…

Ja. Ich habe 12 Jahre lang mit gefährlichen Hunden gearbeitet,
ich kann mit Pfefferspray umgehen.

Selbst wenn du damit umgehen kannst, heißt es nicht, dass sich der Hund das gefallen lässt, dass jeder Hund nur weil er ohne Leine herumläuft als gefährlich eingestuft werden muss und/oder der Halter tatenlos zuschaut oder verpasst du dem dann auch eine Ladung, falls er dir entgegen tritt.

Ich habe auch geschrieben,
dass ICH das tun würde, nicht, dass das ein Allheilmittel
wäre.

Wenn du diese hier schreibst, kannst du davon ausgehen, dass einige Pfefferspray genau als ein solches Mittel ansehen und sich dann wundern, wenn der Schuss nach hinten los geht.

Du siehst also jeden Hund der auf dich zugelaufen kommt, als Gefahr an, die du mit allen Mitteln abwehren muss, obwohl du dir nicht sicher bist, was der Hund will oder ob er wirklich so böse ist, dass du so schwer gegen ihn vorgehen musst und ihn mal eben so eine Pfefferladung verpasst und der Halter natürlich tatenlos zusieht, wie du seinen Hund verletzt ohne ersehbaren Grund.

Das würde heißen die Gefahr geht nicht vom Hund aus, sondern von dir! Schwer zu verstehen bei jemanden der vorgibt mit Hunden zu arbeiten.

Zum Beispiel was?

Abwarten was der Hund überhaupt will, ihn ansprechen, wobei die meisten Hunde eh abdrehen wenn nicht herumgefuchtelt wird. Hunde sind einfach nur neugierig, die wenigsten sind auf Streit aus.

Gruß
BelRia

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Hallo Kathleen,

Wäre es glimpflicher ausgegangen, wenn sie ihn nicht auf den Arm genommen hätte? Der Dackel hätte auf jeden Fall die Möglichkeit besessen, selbst zu kommunizieren, oder?

Interessante Frage und meines Erachtens schwer zu entscheiden, ohne dabeigewesen zu sein. Ich denke, das Ergebnis würde davon abhängen, ob der angreifende Hund bereits beim Heranlaufen Beschädigungsabsichten hatte oder nicht. In dem Fall hätte er den Dackel vermutlich auch am Boden alle gemacht. Die Heftigkeit der Bissverletzung (wenn diese so gravierend war) spricht eher dafür. Weglaufen hätte der Dackel aufgrund seiner Anatomie ja auch nicht können.

Wenn der andere aber erst durchs Entziehen des Dackels richtig sauer wurde (was öfter passiert), hätte es ohne Hochheben auch anders enden können.

Schöne Grüße,
Jule

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Hallo,

Wenn du diese hier schreibst, kannst du davon ausgehen, dass einige Pfefferspray genau als ein solches Mittel ansehen und sich dann wundern, wenn der Schuss nach hinten los geht.

Das liegt in der Entscheidung jedes Einzelnen.

Du siehst also jeden Hund der auf dich zugelaufen kommt, als Gefahr an, die du mit allen Mitteln abwehren muss, obwohl du dir nicht sicher bist, was der Hund will oder ob er wirklich so böse ist…

Nein. Habe ich das irgendwo geschrieben? Ich sprach von der Situation, einen verletzten Hund an der Leine zu haben. Einen solchen kann auch eine spielerische Attacke eines anderen Hundes noch schwerer verletzen.

Wenn ich nun also davon ausgehe, dass ich nicht riskieren kann, dass die Hunde das selbst regeln können, mein Hund nicht fliehen kann, ich die Leine nicht loslassen kann, weil ich damit riskieren würde, dass mein Hund wegläuft und verfolgt wird, sind meinen Möglichkeiten relativ enge Grenzen gesetzt. Ich kann den Hund anschreien und mich drohend in seine Richtung bewegen, was sicher auch Versuch Nummer 1 wäre. Ca. 50 Prozent aller Hunde werden sich davon nicht beeindrucken lassen. Bevor ich nun also zuschauen würde, wie der Vierbeiner z.B. meinem frisch operierten Hund ins Kreuz springt, würde ich das Spray einsetzen.

dass du so schwer gegen ihn vorgehen musst und ihn mal eben so eine Pfefferladung verpasst

Nein. Nicht mal eben so. Ich könnte ihn auch wegtreten, was ich aber ab einer gewissen Größe nicht versuchen würde.

und der Halter natürlich tatenlos zusieht, wie du seinen Hund verletzt ohne ersehbaren Grund.

Ich habe einen Grund. In diesem Fall einen frisch operierten Hund. Und wenn der Halter nicht tatenlos bleibt, sondern zusieht, dass er seinen Vierbeiner eingefangen kriegt, ist das nur von Vorteil.

… Hunde sind einfach nur neugierig, die wenigsten sind auf Streit aus.

Wobei es in dem von mir geschilderten Fall völlig egal ist, ob der Hund dem meinen freundlich verspielt ins Kreuz hüpft oder in Raufabsicht. Die Folgen wären gleichermaßen schlimm. Wer seinen Hund nicht abrufen kann, soll ihn gefälligst an der Leine lassen. Die Massen von nicht erzogenen "Der-tut-Nix"en sind in meinen Augen das weit größere Problem.

Schöne Grüße,
Jule

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Hi Iru,

Weil es unsere Gerichte nicht so sehen, dass der unangeleinte
immer der Aggressor ist.

Glücklicherweise …

Gruß,
Anja

Die Massen von nicht erzogenen "Der-tut-Nix"en
sind in meinen Augen das weit größere Problem.

…und werden in der Anzahl vermutlich nur noch von den "Hat der noch nie gemacht"en übertroffen.

Gruss

Iru

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Hallo,

Wenn du diese hier schreibst, kannst du davon ausgehen, dass einige Pfefferspray genau als ein solches Mittel ansehen und sich dann wundern, wenn der Schuss nach hinten los geht.

Das liegt in der Entscheidung jedes Einzelnen.

Du scheinst zu übersehen, dass Mitglieder hier Hilfe suchen und nach jedem Strohhalm greifen der ihnen geboten wird und selten den Unterschied erkennen mögen der von einem Einsatz von Pfefferspray ausgeht.

Du siehst also jeden Hund der auf dich zugelaufen kommt, als Gefahr ::an, die du mit allen Mitteln abwehren muss, obwohl du dir nicht ::sicher bist, was der Hund will oder ob er wirklich so böse ist…

Nein. Habe ich das irgendwo geschrieben?

Das lese ich so, dass du jeden Hund als eine Gefahr siehst der den Einsatz von Pfefferspray gerechtfertigt.

Ich sprach von der
Situation, einen verletzten Hund an der Leine zu haben. Einen
solchen kann auch eine spielerische Attacke eines anderen
Hundes noch schwerer verletzen.

Dazu muss dieser aber auch nah genug herankommen. Ein Hund der sich deinem mit Abstandhalten nähert, von dem geht erstmal keine Gefahr aus, da Hunde chronisch neugierig sind.

Außerdem sollte ein Hundehalter der dazu noch mit Hunden arbeitet, wie geschrieben, andere Möglichkeiten der Abwehr haben, als gleich nach dem Pfefferspray zu greifen und womöglich eine ganz andere Situation heraufbeschwört, als gewollt.

Wenn ich nun also davon ausgehe, dass ich nicht riskieren
kann, dass die Hunde das selbst regeln können, mein Hund nicht
fliehen kann, ich die Leine nicht loslassen kann,

Von Hunde selber regeln habe ich nichts geschrieben, sondern mir geht es ganz alleine darum, das sich nun nicht jeder mit Pfefferspray bewaffnet weil es einer trügerischen Sicherheit dienen könnte, einen Hund abzuwehren.

Ich kann den Hund anschreien und mich drohend in seine
Richtung bewegen, was sicher auch Versuch Nummer 1 wäre. Ca.
50 Prozent aller Hunde werden sich davon nicht beeindrucken
lassen.

Kenne ich anders. Hunde sind nur neugierig, wenn man ihnen beherzt entgegen tritt, ohne ihnen zu drohen oder bedrohlich zu wirken, drehen sie ab, auch wenn sie aus sicherer Entfernen noch mal bellen müssen.

Bevor ich nun also zuschauen würde, wie der Vierbeiner
z.B. meinem frisch operierten Hund ins Kreuz springt, würde
ich das Spray einsetzen.

Du stellst es so hin, als wenn andere Hunde, deinem Hund nach dem Leben trachten und mal eben so deinem Hund ins Genick springen würden. So aus einer Laune heraus. Das du als erfahrener Hundehalter eine solche Situation nur mit dem Mittel Pfefferspray abwehren würdest, ist doch recht seltsam, wo du doch deinen Hund schützen möchtest.

und der Halter natürlich tatenlos zusieht, wie du seinen Hund verletzt ohne ersehbaren Grund.

Ich habe einen Grund. In diesem Fall einen frisch operierten
Hund.

Das ist immer noch kein Grund auf einen Hund los zugehen, der sich dir neugierig nähert.

Und wenn der Halter nicht tatenlos bleibt, sondern
zusieht, dass er seinen Vierbeiner eingefangen kriegt, ist das
nur von Vorteil.

Und wenn er dieses nicht macht, ziehst du dann deine Waffe und schießt mit Pfefferspray um dich ??

Schon mal daran gedacht, dass du nicht alleine auf der Welt mit deinem Hund bist, wobei ich fast annehme, dass du mit deinem schwer verletzten Hund kaum ein Hundewiese aufsuchen würdest.

… Hunde sind einfach nur neugierig, die wenigsten sind auf Streit aus.

Wobei es in dem von mir geschilderten Fall völlig egal ist, ob
der Hund dem meinen freundlich verspielt ins Kreuz hüpft oder
in Raufabsicht.

Wie du immer auf ins Kreuz hüpfen kommst ist mir schleierhaft. Es geht ganz alleine darum, das sich dir ein neugieriger Hund nähert und um mehr nicht.

Wer
seinen Hund nicht abrufen kann, soll ihn gefälligst an der
Leine lassen.

Die meisten Hunde sind bereits an der Leine, weil Freilauf nur in dafür ausgewiesenen Flächen möglich ist und dahin wird es dich wohl kaum mit deinem schwer verletzten Hund ziehen.

Die Massen von nicht erzogenen "Der-tut-Nix"en
sind in meinen Augen das weit größere Problem.

In meinen Augen sind das größere Problem, diese Hundehalter die mit Waffen ins Gelände ziehen, nach dem Motto wer sich meinem Hund nähert bekommt eine Ladung Pfefferspray ab, egal ob der andere Hund neugierig ist und einen Spielkameraden sucht, erstmal „schießen“ und dann fragen oder sich wundern wenn sich ein Halter wehrt.

Miteinander scheint immer mehr aus der Mode zu kommen, genauso wie gegenseitige Rücksichtnahme.

Gruß
BelRia

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Hallo BelRia,

ich befürchte, dass du mich grade missverstehen willst. Das scheine ich auch nicht ausräumen zu können.

Deswegen nur soviel:

  1. Pfefferspray ist nicht das Mittel meiner Wahl, ich habe bei fremden Hunden im Laufe meines Lebens 3x Pfefferspray eingesetzt.
  2. Ich greife keine harmlos rumlaufenden Hunde an.
  3. Ich sehe mitnichten eine Gefahr in anderen Hunden, im Gegenteil: Die meisten Hunde haben ohne Eingreifen des Menschen keinerlei Probleme miteinander.
  4. Ich kann erkennen, in welcher Absicht ein Hund nähert.

Schöne Grüße,
Jule

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Hallo Jule,

ich befürchte, dass du mich grade missverstehen willst. Das
scheine ich auch nicht ausräumen zu können.

Deine Befürchtungen sind falsch und im weiteren Verlauf deines Beitrages ist alles aufgeräumt worden :smile:

Viele Grüße
BelRia

… wenn mich bzw. mein Pferd ein unangeleinter Hund direkt und gezielt angreift , pflege ich meist unmissverständlich aber sehr freundlich und unmissverständlich zu rufen:

ICH/Mein Pferd tu/t nix - ich/es will nur spielen … allerdings wird ihr Hund das wahrscheinlich nicht überleben … wollen Sie das ??? Wenn nicht, rufen Sie ihn ZURÜCK !!

Kommt weder Antwort noch Reaktion gebe ich Gas :smile: Fast IMMER rennen die Viecher mit eingezogenenm Schwanz zu Ihren Herrchen zurück (die die Tieren dann meistens gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz schnell anleinen) … bis auf einen - der hatte schon vorher nicht aufs Herrchen gehört - den habe ich (damals mit Pferd „bewaffnet“) dann in dem nächsten Ort (6 km) gejagt … 600 kg Lebendgewicht mit ca. 50 km/h waren wohl überzeugend

wobei mir alle unbewaffneten (und hundeängstlichen) Fussgänger ob der Überzahl an superunerzogenen Kröten ausserhalb der Ortschaften wirklich leid tun :-\

Gruß H.

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