Hunger, Kohldampf

Hallo!

Was kann man essen, um Hungerattacken aus dem Weg zu gehen?
Ich esse früh etwas (meist kleinen Joghurt), mittags und abends (warm).
Aber ich bekomme immer zwischen 10 und 11.30 Uhr Hunger, dann ab 15 Uhr nochmal.
(meist „frisst“ man da was ungesundes in sich rein)
Besonders am Morgen stört es wirklich, auch wenn ich früh zu Hause nichts esse (kriege ich noch eher Hunger).
Ich trinke tagsüber Wasser und am morgen Tee.
Max. 1 Tasse Kaffee pro Tag.

Am Sonntag liefen auf 3 Sat Berichte über Zeit (Schaltjahr); da kamen sie auch auf das Thema Biorythmus zu sprechen, Naturvölker in Afrika finden es völlig absurd, zu vorgegebenen Zeiten zu essen und nicht dann, wenn man Hunger hat…
Das war noch mein Anreiz zu diesem Artikel.
Aber man hat nicht immer Nahrungsmittel um sich…

Danke für Tipps!
Nicole

Hallo,
Deine Nahrungspausen sind viel zu lang. Besser 5 Mahlzeiten am Tag, als stoßweise große Schübe. Dann entfällt auch die Müdigkeit nach der Nahrungsaufnahme, da kleinere Portionen ausreichen. Nahrung kann auch in flüssiger Form zu sich genommen werden. Instant Haferflocken, Ovomaltine, Banenen + X, da kann man Kalorien nach belieben „reinfüllen“.

Gruss
Enno

Ich esse früh etwas (meist kleinen Joghurt),

Hallo,

also ein kleiner Joghurt ist garantiert zu wenig. Wenn es ein Fruchtjoghurt ist, dann ist er wahrscheinlich auch noch mit diesem Müllzucker Glukosesirup gesüßt, der nur billig ist, aber eher schädlich als nahrhaft.

Versuch doch, den Joghurt mit 2 - 3 Esslöffeln groben Haferflocken zu verrühren, kein Müsli mit Trockenfrüchten oder sonst einem süßen Zeugs. Es gibt zwar einen Riesen-Hype um Fett, aber IMHO sind manche Zucker - allen voran Glukose - genauso schlecht, was die Wirkung auf den Körper und die Fettzellen angeht.

Ich koche mir Haferbrei, was in der Mikrowelle in einer Minute fertig ist: Haferflocken, Wasser (keine Milch, wird nicht weich), einmal aufkochen, 1 min stehenlassen, Joghurt dazu. Ich nehme fettarmen Naturjoghurt, aber nur meine Wut auf die Zuckerindustrie hat mich dazu bewogen, mich daran zu gewöhnen. Ein Löffel Fruktose oder normalen Zucker wird nicht schaden, aber Honig oder Glukose sind schlecht, wenn man lange durchhalten will.

mittags und
abends (warm).
Aber ich bekomme immer zwischen 10 und 11.30 Uhr Hunger, dann
ab 15 Uhr nochmal.

Das ist normal! Wenn man nicht zwischen den Mahlzeiten hungrig wird, hat man sich zu den Mahlzeiten überfressen. Es ist nur ein logistisches problem, ob man nämlich die Pause hat, um zu essen…

(meist „frisst“ man da was ungesundes in sich rein)

Ich habe im Auto immer eine Schachtel Roggenknäcke, und nehme grundsätzlich ein paar Äpfel oder so etwas mit, wenn ich aus dem Haus gehe.

Besonders am Morgen stört es wirklich, auch wenn ich früh zu
Hause nichts esse (kriege ich noch eher Hunger).

Wundert’s dich?

Also, ich habe den Eindruck, dass du
1.) zu wenig isst und
2.) das meiste abends.
Beides macht dick, und senkt auf Dauer den Stoffwechsel. Wenn das Gewicht auch nicht dein Problem ist, so ist der Energiepegel natürlich gekoppelt an den Grundumsatz und dessen Tagesverlauf. Wem nützen die Kalorien in der Nacht? Die gehen stantepe ins Fettgewebe über. Tagsüber fehlen sie (man läuft leicht krumm vor Hunger), also wird der Stoffwechsel gesenkt, damit dann abends - richtig! Der Run aufs Fettgewebe beginnt. Energie? Fehlanzeige…

Du könntest versuchen herauszufinden, was für Dinge du tagsüber essen könntest, die vollwertig und sättigend sind und sich am Arbeitsplatz verstauen lassen.
Meine Favoriten waren (arbeite jetzt zu Hause) Bohnen- oder Reissalate und Riesensandwiches mit Gemüse und einer Bratenscheibe. Nun ist es so, dass ich für meine Familie sowieso kochen muss und immer verschiedene Sachen da habe. Es gibt aber bestimmt auch Dinge, die man neben der abendlichen Kocherei mit wenig Aufwand herstellen und morgens mitnehmen kann.

Abends kannst du dann etwas ganz Leichtes kochen, wie Fisch oder Gemüsesuppe, oder die Portion klein halten. Klar, Kotelett und Pizza finden dann nur am Wochenende statt (mittags halt), aber daran gewöhnt man sich.

So behält man seine Figur und seine Energie und vermurkst sich nicht den Stoffwechsel. Ich kenne sehr viele Menschen, die durch dieses Hauptsächlich-abends-essen langsam, aber stetig zugenommen haben und dann, mit Ende dreißig, geht nichts mehr, man bekommt die „Feinkost-Kuppel“ nicht mehr herunter. Klar, es spielen auch andere Faktoren eine Rolle, aber in deiner Situation bekommst du wahrscheinlich nicht so viel Bewegung, da wird die Ernährung noch wichtiger.

Alles Gute für dein Abitur!

Gruß von einem ehemaligen Dauerdiätler,
Claudia

Danke für Tipps!
Nicole

Abendesser
Hallo Claudia!

Erstmal vielen Dank für die ausführlichen Hinweise, das war schon aufschlussreich.

Bei uns ist aber noch so, dass das Abendessen als sozialer Faktor genommen wird. (das klingt jetzt vermurkst, ich meine, man sieht sich 10 Stunden nicht, aber abends kann man zusammen essen)
Meistens kommen wir so 18 Uhr nach Hause, ich wäre dann eh viel zu faul um zu kochen (wenn ich allein bin, gibts Dosenessen), aber er kocht anscheinend für sein Leben gern.
Nun ist es so, dass es das deftige Kottelett abends nicht geben sollte, ich kann davon nicht einschlafen.
(gegessen wird ca. 19.30 Uhr, das Gekoche nimmt auch Zeit weg…)
In letzter Zeit haben wir Hühnchen, Kartoffeln, Tomaten/Gemüsesosse.
Das stösst mir zumindest nicht schwer auf…
Früher (Schulzeiten) habe ich mal einen Tick gehabt, nach 18 Uhr nichts schweres mehr zu essen.
Ausser einen Apfel, Banane oder Brühe.
Aber das kriege ich heute nicht mehr hin, ist wahrscheinlich auch zu ungesund.
Ins Bett gehe ich meist 23 Uhr.

Hm, wenn man sich Schnitten für die Arbeit macht, ist das auch nicht der Hit.
Äpfel hängen mir nach einer Woche auch zum Hals raus (als Zwischenmahlzeit), wahrscheinlich ist Abwechslung das Zauberwort…
Wenn mir schwummrig wird, esse ich ein paar Gummibärchen .

Ist das wieder kompliziert diese Ernährungskiste…

Danke nochmal für Dein Posting!

Grüsse,
Nicole

Hallo Nicole,

nach acht Jahren permanenten Zunehmens habe ich in den letzten zwei Jahren 13 Kilo abgenommen, und so endlich wieder mein „Gleichgewicht“ von +/- 50 Kilo erreicht. Und mein Erfolgsrezept war und ist: hör auf Deinen Körper! Wenn Du Hunger hast, iß etwas. Wenn Du Appettit auf Pizza hast, oder auf Schokolade, saure Gurken oder Kuchen - iß genau das, worauf Du Appettit hast. Allerdings nicht in rauen Mengen, sondern immer nur so viel, wie Dein Körper braucht (also langsam essen, genießen und hören, wann es genug ist!).
Ich persönlich frühstücke garnicht. Meine erste Mahlzeit am Tag ist meist eine gut mit Salami belegte Kürbiskernsemmel so um 10.00 Uhr; dann ein verhältnismäßig kleines, aber dennoch reichliches Mittagessen (mit viel Mineralwasser dazu), wobei ich auf Pommes, Pizza und Co. NICHT verzichte! Nachmittags als Kraftspender was Süßes (meist Schokolade) und abends nur noch mal kurz was aus dem Kühlschrank (ein Käse- oder Wurstbrot).
Das mag für jeden anders aussehen, aber ich finde ganz wichtig, daß man auf seinen Körper hört. Und wenn Du Deinem Körper - also DIR - den jeweiligen Wunsch erfüllst, wirst Du auch niemals in die Gefahr kommen, im Supermarkt über die Strenge zu schlagen (und hinterher in der „Zwangslage“ zu stecken, das alles wieder aufessen zu müssen). Chips und Schokolade zu Hause zu haben, bedeutet für mich mich nicht mehr, das innerhalb kürzester Zeit vernichten zu müssen, weil es schlecht werden könnte, sondern es besteht die Möglichkeit es essen zu können, wenn ich Lust darauf habe.
Alles ist erlaubt, aber in Maßen - ich denke, das ist das beste Motto!

Viele liebe Grüße,
Heike

Auch Dir danke für den Artikel!
…das beruhigt ungemein!

Grüsse,
Nicole