Husky

Hallo

Um es kurz zu machen: Ich wünsche mir schon seit ich klein bin einen Husky. Da ich aber weder mit Hunden noch mit anderen Haustieren Erfahrung habe würde ich mich freuen, wenn ihr mir einige Tipps zur Haltung und zu den Kosten geben könntet (was kostet ein Husky? Impfungen…)

Gruß
TN

Hallo,

Um es kurz zu machen: Ich wünsche mir schon seit ich klein bin
einen Husky. Da ich aber weder mit Hunden noch mit anderen
Haustieren Erfahrung habe würde ich mich freuen, wenn ihr mir
einige Tipps zur Haltung und zu den Kosten geben könntet (was
kostet ein Husky? Impfungen…)

ich ahne schon jetzt, was ich für Reaktionen auf diesen Artikel erhalten werde, aber ich möchte doch anmerken, daß Huskies üblicherweise in Regionen leben, in denen es etwas kälter als hier. Einen Husky in Mitteleuropa - also bei unseren Sommertemperaturen - zu halten, grenzt schon an Tierquälerei.

Gruß,
Christian

Hallo !

Fang doch nicht mit einem der Hunde an, die am meisten Bewegung brauchen!!!

Ein Huskie ist ein Lauftier und braucht dreimal täglich seine 60 Minuten Lauf.
Er braucht freien Auslauf in einem großen Garten. Er ist kein Stadthund.

Kauf Dir einen Labrador oder Golden Retriver. Das sind ziemlich pflegeleichte Hunde.

mfgConrad

Hallo TN,

nicht nur das Klima ist für Huskies „in diesem unserem Lande“ problematisch. Diese Rasse ist für unerfahrene Hundehalter nicht zu empfehlen. Huskies sind schwer zu erziehen. Sie erreichen die volle soziale Reife mit ungefähr 4 (!) Jahren. Fehler in der Hundeerziehung werden oft erst in diesem Alter erkennbar. Nicht selten kommt es dann auch zu Auseinandersetzungen über die Rangordnung, die mit Bissverletzungen des Besitzers enden können. Außerdem brauchen alle Schlittenhunderassen extrem viel Bewegung. Sie sind eigentlich nur mit intensivem Ausdauertraining in einer Meute am Schlitten oder Wagen ausgelastet. Wagen und Schlitten sind nicht billig, und du musst sehr viel Engagement aufbringen, um den Hund ausreichend und richtig zu trainieren.
Es gibt so viele große Hunderassen, die auch für Hunde-Anfänger prima geeignet sind z.B. Labradore und Retriever, wenn sie nicht gerade aus einer Jagdlinie stammen,Boxer oder Schäferhunde (der Deutsche, nicht der Australische, der ist schwierig) und, und, und…
Kauf dir ein Buch über Hunderassen, da findest du sicherlich viele Anregungen.

Gruß
lexi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
meiner auch:wink:

lies erst einmal hier:
http://home.wtal.de/mtv1861/Siberian-Husky/Anschaffu…

dann frag hier weiter:
http://www.schlittenhundeforum.de

Frag mal im TH nach, ob dort ein Husky ist, vielleicht könntest du dich etwas um ihn kümmern( Gassigehen etc)

LG Manu

Vorsicht lang!
Hallo TN!

Um es kurz zu machen: Ich wünsche mir schon seit ich klein bin
einen Husky. Da ich aber weder mit Hunden noch mit anderen
Haustieren Erfahrung habe würde ich mich freuen, wenn ihr mir
einige Tipps zur Haltung und zu den Kosten geben könntet (was
kostet ein Husky? Impfungen…)

Ich finde Huskies auch großartig, würde mir aber neben den in anderen Beiträgen schon genannten Gründen auch deswegen keinen zulegen, weil viele, wenn nicht die meisten, Huskies einen ausgeprägten Jagdtrieb besitzen und ich keine Lust habe, sein Leben lang einen Hund nur an der Leine spazieren führen zu können.
Was nicht heißen soll, dass man einen Jagdtrieb nicht „in den Griff kriegen“ kann, aber das erfordert normalerweise sehr viel Erfahrung, Konsequenz und Wissen. Ich kenne von bestimmt 5 oder 6 Husky- und Malamutebesitzern nur eine, die das geschafft hat.
Und ein Hund, den man in diesem winzigen Moment, bevor er seine Nase auf der Fährte hat, überhaupt nicht mehr abrufen kann, kann zur Gefahr für sich selbst (Straßen, Jagdpächter, die hetzende Hunde nicht so lustig finden etc.)
und andere werden. Nicht zuletzt auch für den Geldbeutel, denn wenn der Hund z.B. ein Reh gerissen hat, wird’s teuer. Das sind schnell mal eben 500 Euro weg.

Tu dir selbst und deinem zukünftigen Hund einen großen Gefallen und informiere dich VOR der Anschaffung ausführlich (!!) über Rasseeigenschaften, Welpenentwicklung, notwendige Sozialisierungsmaßnahmen und Erziehungsmethoden und -möglichkeiten.

Überlege dir, was du von deinem Hund erwartest, was du mit ihm zusammen machen möchtest, was für einen Charakter er haben sollte (eher freundlich oder eher distanziert Fremden gegenüber, wachsam, verspielt, eher unabhängig oder eher anhänglich etc.).

Viele Hundeschulen und -trainer bieten auch eine Beratung vor der Anschaffung an. Das kostet zwar etwas, aber es lohnt sich, insbesondere wenn du noch vollkommener Hundeneuling bist.

Kosten: zu den Futterkosten kommen noch Hundesteuer und evtl. eine Hundehaftpflicht (erkundige dich bei deiner Gemeinde nach den Regeln, hier in NRW müssen ALLE Hunde, die mehr als 20 kg wiegen oder größer als 40 cm Schulterhöhe sind, versichert werden), der notwendige Sachkundenachweis (in NRW für Listenhunde und 20/40er) kostet auch ca. 30-35 Euro, außerdem wären da noch die Grundausstattung (Hundebett(en), Näpfe, Leine(n), Halsband und/oder Geschirr, Autogeschirr oder Transportbox/-käfig (die Sicherung des Hundes im Auto ist inzwischen gesetzlich vorgeschrieben), evtl. Schleppleine fürs Training, evtl. Leuchthalsband im Winter, evtl, Maulkorb (bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel), evtl. Clicker, evtl. Trainings-Discs und was sonst noch so anfallen mag, Spielzeug), Leckerchen, reguläre TA-Kosten (z.B. Impfungen), außerordentliche TA-Kosten bei Krankheit, Hundeschule, evtl. Kosten für Betreuung im Urlaubs- und Krankheitsfall des Besitzers.
Uff … und irgendetwas habe ich bestimmt noch vergessen! :wink:

Diese Website hier: http://www.hundeglueck.com/kosten_eines_hundes.htm schätzt, dass je nach Größe des Hundes pro Jahr zwischen 300 und 2000 Euro fällig werden.

Und wo ich gerade dabei bin: Wenn’s denn ein Rassewelpe sein soll: Ein guter Züchter berät dich auch sehr gerne, ob denn „seine“ Rasse wohl das Richtige für dich ist und kann dir eine Menge Tipps geben. Bitte lass die Finger von „Vermehrern“, die zu jedem Zeitpunkt eine lange Liste von Welpen der beliebtesten Rassen und hübschen Mischlingen im Angebot haben. Erstens werden dort Hündinnen als Zuchtmaschinen missbraucht und leben unter üblen Bedingungen, zweitens achten sie meist nicht auf eine Zucht, die rassetypische Erbkrankheiten von der Zucht ausschließt, und drittens kannst du dir schnell einen Welpen einhandeln, der später zum anstrengenden und teueren Problemhund wird, weil er in der wichtigen Sozialisierungsphase nicht genug Kontakt zur Außenwelt hatte. So etwas führt im schlimmsten Fall zu extrem ängstlichen Hunden, die entweder vor allem flüchten wollen oder angst-aggressiv werden können.

„Nachteil“ guter Züchter: Unter Umständen wirst du einige Zeit warten müssen, bevor ein passender Welpe geboren ist. Das können auch schon mal viele Monate werden - je nach Rasse und speziellem Wunsch (wenn’s z.B. unbedingt nur eine Hündin sein soll und immer nur Rüden geboren werden).

Und dann sind da noch die Hunde aus dem Tierschutz: Hier gibt es alles: jung und alt, Rassehund und Mischling, unvorbelastet und problematisch … Gute Tierheime oder Tierschutzorganisationen, die Hunde aus dem Süden vermitteln, beraten auch und versuchen, den passenden Hund für dich zu finden. Auch hier gibt es allerdings ein paar schwarze Schafe.

Sowohl für Züchter als auch für Tierschutzorganisationen gilt: Versuch macht kluch! Sprich mit ihnen, stell Fragen, mach dir ein Bild …

Grüße und ich hoffe, ich habe dich nicht verschreckt! :smile: Aber wie’s bei RSPCA (Royal Society for the Protection of Animals in England) so schön heißt: „A dog’s for life, not just for christmas.“

Christiane

Husky Anmerkung (länger)
Hallo

Ich habe alle Artikel mit interesse gelesen. Danke für die vielen Hiinweise.

Auslauf hätte der Huskie bei uns genug. Ich gehe gerne Joggen, meine Schwester geht gerne Joggen. Wie lieben Spaziergänge in der Natur. Das Lieblingsmotto unserer Eltern in unserer Erziehung war: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung.“
Ich lebe in einer Gegend mit zwei Flüssen und einem Au-Wald. Unser Grundstück ist zwar nicht das größte, aber für einen HUnd reicht es wohl aus.
Was mir bis jetzt am meisten Kopf zerbrechen macht ist die Tatsache, dass ich es einem Husky nicht zumuten möchte alleine zu sein. Aber ob ich zwei Huskies schaffe ist die andere Frage. Selbst mir hilfe meiner Schwester :smile:

Es ist eine sehr lange Pro und Contraliste am entstehen. Ich würde mir nie ein Tier leichtsinnig zulegen. Deshalb wäre ich froh, wenn ich noch viele Antworten bekäme und wenn mir jemand seine Erfahrungen mit diesem Hund mitteilt.

Gruß
TN

Liebe/r TN

Ich will mal ein wenig aus meinem Nähkästchen plaudern. Ich hatte bisher zwei Siberian Huskies und komme durch meine Arbeit als Mensch/Hund - Therapeutin auch immer mal wieder in Kontakt mit „problematischen“ Sib.Huskies, Malamuten, Samojeden, Grönländern etc. und deren Mixen. Einmal hatte ich sogar das Vergnügen mit einem russischen Laika. So weit, so gut.
Den ersten Husky hatte ich aus schlechter Haltung - der arme Kerl musste den lieben langen Tag alleine im Garten fristen. Täglich bekam der an der Flexileine gut eine Stunde Auslauf. Klar, der Hund war zutiefst unglücklich und heulte Tag und Nacht. (Und wenn ich Tag und Nacht sage, dann war das auch so - wie ich leider am eigenen Leib erfahren durfte.)
Olav killte alles was ihm in diesem Garten vor seine äusserst hübsche Schnauze kam: Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Katzen (ausser die eigene, die liebte er heiss und innig…), ja sogar Igel (nachdem ihm der erste die Schnauze völlig verstochen und ich ihm nach stundenlanger mühseliger Prozedur die Stacheln wieder entfernt hatte, merkte er sehr bald, dass man die Dinger ja nur umzukehren brauchte um sie zu töten…) und Marder (die er nach eifrigem Zerkauen dann netterweise den Besitzern brachte, die so gar kein Verständnis für seine heldenhafte Tat hatten).
Sein Lieblingssport war übrigens Zaunhüpfen. Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich keinem Husky zutrauen, locker einen 2m hohen, massiven Zaun zu überspringen. Olav jedenfalls konnte es. Bei Zäunen, die höher als 2m waren, begann er zu klettern. Jeder Schimpanse wäre bei seinen Kletterkünsten gelb vor Neid geworden, da bin ich mir sicher.
Wir mussten also unseren Garten so einzäunen, dass keine anderen Tiere hinein, unser Husky aber auch nicht aus eigener Kraft hinaus konnte. Das Resultat konnte sich durchaus sehen lassen und ich wundere mich heute noch, dass keine FBI Agenten uns die Idee für viel Geld abkaufen wollten um Alcatraz neu aufzubauen.
Wer nun aber glaubt, unser Olav habe sein Revier gegen Fremde und Besucher genauso verteidigt wie gegen feindliche tierische Eindringlinge ist auf dem Holzweg. Da hingegen war er völlig für Demokratie: Ihm unbekannte und völlig fremde Besucher wurden genauso freundlich begrüsst und hineingelassen wie bekannte. Postzusteller und Hausierer waren genauso willkommen wie Steuerberater und Einbrecher.
Plötzlich wusste ich wie es ist berühmt zu sein. Ging ich (alleine oder mit dem Hund) durch die Strassen wurde sofort getuschelt. Lange blickte man mir nach. Ich brachte das natürlich sofort in Verbindung mit meinem blendenden Aussehen, meinem Charme, meiner übermenschlichen Ausstrahlung - bis mir irgendwann einmal jemand schüchtern gestand, dass sich alle fragten, ob ich den Wolf illegal halte und ob ich ihn selber gefangen habe. (Damals hielt noch praktisch niemand einen Husky, schon gar nicht in Städten oder deren Agglomerationen) Also begann ich, sehr enttäuscht, dass der Auslöser dieser Blicke und des Getuschels mein Hund und nicht ich war, zu erklären, dass es sich bei diesem Tier keinesfalls um einen Wolf sondern um einen Hund handle.
Diese Geschichte mit dem Wolf ist mir nicht nur einmal passiert. In der Gegend wo ich wohne kannte man mich irgendwann als diejenige, die ihren Wolf einfach zum Hund macht und alle Jubeljahre traute sich auch tatsächlich mal jemand mich zu fragen, ob man den Wolf denn streicheln dürfe… Selbstverständlich durfte man den HUND streicheln.
Als noch der zweite dazu kam, der dann sogar blaue Augen hatte, war es natürlich perfekt: dann war ich diejenige, die sich ein Wolfsrudel hielt. Ausserdem war ich die, die sich von den zweien auf Skiern durch die Gegend ziehen liess; die, deren Wölfe Kinder auf einem Schlitten zog; die, die mit den beiden Vierbeinern weit in den Norden reiste („ja haben die denn da nicht kalt?“); die, die ihre Fellnasen im Winter draussen schlafen und frieren liess („Sie, aber jeder Hund soll doch drinnen schlafen dürfen!“ „Ja, da haben Sie vollkommen recht, aber meine beiden lassen sich lieber einschneien, sie könnten jederzeit ins Haus“ „Und im Sommer schliessen Sie die beiden Viecher dann wieder im Keller ein“ „Ich schliesse sie nicht ein, die beiden können jederzeit ins Haus oder nach draussen - sie gehen in den Keller, weil sie zu warm haben“ „Aber…“) usw. usf.

Der Zweite, Blue Timber, liess sich sogar ein wenig erziehen. Er machte mit grosser Freude Agility - allerdings nur, wenn es ihm passte. Ein Husky tut nur etwas, wenn er einen Sinn dahinter sieht. Er tut auch etwas, was er sonst nicht so mag um dir eine Freude zu machen, aber ein oder höchstens zweimal pro Trainingseinheit. Obedience oder Ähnliches sind daher eher nichts für den Husky. Natürlich gibt es immer wieder seltene Ausnahmen, aber die sind sehr rar.

In der Natur der Huskies liegt das Ziehen und der „Will to go“, also zu rennen. Man KANN einem Husky das Ziehen an der Leine abgewöhnen, aber wenn man das tut, sollte man ihm unbedingt mehrmals wöchentlich, am besten jeden Tag die Gelegenheit bieten etwas ziehen zu dürfen. Inliner Skates sind dafür natürlich ideal (falls einem blaue Flecke nichts ausmachen, falls doch, ist der Husky sowieso wahrscheinlich nicht das richtige)doch dabei gibt es zwei Probleme: der Asphalt und wie schon angesprochen die Sturzgefahr. Es ist für Gelenke und Pfoten sehr ungesund auf Asphalt zu laufen. Zwar gibt es Booties, aber die sind nicht meist nicht genügend abgepolstert so dass das Problem mit den Gelenken bleibt. Man muss ausserdem schon ziemlich geübt auf den Inlinern sein, damit man nicht hinfällt, wenn der Husky plötzlich ein jagbares Objekt sieht und eine Kurve reisst. Doch einfach ein bisschen spazieren reicht dem Husky nicht. Es gibt einige (meine beiden) die gerne Schwimmen und das zu jeder Jahrezeit. Im Sommer ist das natürlich eine tolle Möglichkeit dem Hund ausreichend Bewegung zu verschaffen ohne dass er zu heiss bekommt.
Ach ja, noch was. Kauf dir um des Himmels Willen bitte KEIN Hochleistungsfutter. Sonst wird dein Husky zu dick. Mehr als die Hälfte der Huskies sind mehr als zu dick. Schau dir mal die Bilder von Schlittenhunden etwas genauer an - diese kleinen zierlichen Hündchen sind Huskies! Gut, das sind natürlich Athleten, so muss deiner ja nicht gerade sein, aber ein überfütterter Husky zeigt nur wie unfähig sein Besitzer ist, dem Tier wirklich gerecht zu werden!

Alles in allem: ich habe es nie bereut Olav und Blue Timber zu haben, wobei man das eigentlich anders ausdrücken müsste, also nochmals: ich habe es nie bereut, dass Olav und Blue Timber mich netterweise adoptiert haben :smile:

Lieber Gruss und frag einfach nach, wenn noch etwas fehlt!

Semiramis

Hallo,

das hört sich ja schon „gut“ an.
Aber warum nicht 2? Kann leichter sein,als mit nur einem!
Es hört sich so an, das du noch bei deinen Eltern wohnen würdest-oder?
Aber wie lange noch? Was ist danach?
Euer Grundstück müßtet ihr einzäunen (richtigen hohen Zaun, der auch noch in den Grund geht), Husky buddeln sich durch, wenn sie „in die weite Welt“ möchten. Dann ist kein Hinderniss zu tief oder zu hoch.
Leider hattest du meine Frage noch nicht beantwortet, warum ein Husky?
Es gibt noch sooo viele tolle Rassen oder Mischlinge.

LG Manu

kleine Husky-Erfahrung (Nachbarschaft)
Hallo NextThursday,

vorweg - die bisherigen Beiträge waren samtsämtlich gut und richtig.
Wir haben hier in der Nachbarschaft (Ostschweiz, Thurgau) folgendes erlebt und es mag etwa 3 Jahre her sein:

Fall 1
Ein jüngeres Pärchen hielt sich ein kleines Rudel Huskies (5 Tiere). Sie beschäftigten sich mit den Hunden. Aber sie waren auch beide berufstätig. Eines Tages gelang dem gesamten Rudel der Ausbruch aus dem grosszügigen Gehege. Diese Rudel traf unglücklicherweise auf ein Kind, welches seinen Hund spazieren führte. Das Rudel griff an. Der angegriffene Hund kam dabei ums Leben, das Kind wurde schwer verletzt. Das Rudel wurde eingefangen und ins Tierheim gebracht (Tierheim Altnau). Es wurde eine Hundepsychologin als Gutachterin hinzugezogen und sämtliche Hunde wurden eingehendst untersucht (dies zog sich über mehrere Monate hin und die Hundehalter bzw. das jüngere Pärchen als Besitzer mussten für jeden Tag und für jeden Hund CHF 25/Tag (Unterbringung) bezahlen, zuzüglich Versorgung, Futer, etc.). Ergebnis der Untersuchung: Das Rudel musste getrennt werden und ein Rüde wurde getötet (da agressives Grundverhalten festgestellt wurde).
Dann folgten die Gerichtsverfahren über deren Verlauf ich aber nichts weiss.

Fall 2
Eine Familie hält einen einzelnen Husky. Klar, das ist eigentlich artfremd, denn wie bereits geschrieben, sind gerade Huskies ausgeprägte Rudelhunde. Der Hund muss draussen gehalten werden - in einer Wohnung wäre es viel zu warm und trocken für ihn. Der Hund braucht extrem viel Auslauf - die erwähnten 60 Minuten am Tag sind natürlich viel zu wenig. 3-4 Stunden exesiver Auslauf am Tag sind eigentlich obligatorisch. Der Hund wird inzwischen, nachdem es zu zahlreichen Beissereien (einschliesslich „Überfall“ auf andere Hunde in befriedetem Privatgrundstück) mit böse verletzten Hunden kam und auf behördliche Anordnung, ausschliesslich an der Leine geführt.

Welche Schlussfolgerung könnten wir daraus ziehen?
Ein Husky ist mit Sicherheit kein Hund für einen „Hundeanfänger“!
Ein Husky braucht extrem viel Auslauf und Bewegung.
Ein Husky kann nicht in einer Wohnung gehalten werden - es wird ein wirklich grosses und sicher umzäuntes Grundstück benötigt.
Ein Husky ist ein ausgeprägter Rudelhund - man braucht also mehrere.
Ein Husky muss permanent beaufsichtigt werden.

Schaff Dir keinen Husky an - es wäre keine intelligente Wahl.
Folge den Empfehlungen der anderen Poster, suche Dir einen passenderen Hund.
Und wenn Du dennoch unbedingt Kontakt zu einem Husky brauchst, die Empfehlung mit dem Tierheimbesuch ist doch nicht schlecht, oder:smile:

Freundliche Grüsse
Ray

4 „Gefällt mir“

nicht nur das Klima ist für Huskies „in diesem unserem Lande“
problematisch.

Die Rasse wird (leider) für unser Klima gezüchtet.

Diese Rasse ist für unerfahrene Hundehalter
nicht zu empfehlen. Huskies sind schwer zu erziehen. Sie
erreichen die volle soziale Reife mit ungefähr 4 (!) Jahren.
Fehler in der Hundeerziehung werden oft erst in diesem Alter
erkennbar. Nicht selten kommt es dann auch zu
Auseinandersetzungen über die Rangordnung, die mit
Bissverletzungen des Besitzers enden können.

Das ist bei anderen Hunderassen aber auch. Leider wird heute kurz in einem Buch nachgeschlagen, oh, ein hübscher Hund aufm Bild, den kaufen wir!
Informiert wird sich erst, wenn es meistens zuspät ist.
Die TH sind voll, in den letzten Jahren werden es sogar immer mehr Nordis.
Nur weil sie so schöne Augen haben, die mit den blauen Augen müssen es dann sein, kaufen sich einige diese Rasse…prima.

Außerdem brauchen
alle Schlittenhunderassen extrem viel Bewegung. Sie sind
eigentlich nur mit intensivem Ausdauertraining in einer Meute
am Schlitten oder Wagen ausgelastet. Wagen und Schlitten sind
nicht billig, und du musst sehr viel Engagement aufbringen, um
den Hund ausreichend und richtig zu trainieren.

Das schaffen wir…Am Anfang jeden Tag 3-4 h, danach nur noch 2h und zu letzt nur noch kurz vor die Tür!

Es gibt so viele große Hunderassen, die auch für
Hunde-Anfänger prima geeignet sind z.B. Labradore und
Retriever, wenn sie nicht gerade aus einer Jagdlinie
stammen,Boxer oder Schäferhunde (der Deutsche, nicht der
Australische, der ist schwierig) und, und, und…
Kauf dir ein Buch über Hunderassen, da findest du sicherlich
viele Anregungen.

Und sprech Hundeführer an, frag sie nach ihren Hunden.

LG Manu

Leider hattest du meine Frage noch nicht beantwortet, warum
ein Husky?
Es gibt noch sooo viele tolle Rassen oder Mischlinge.

Ein ganz unvernünftiger Grund… ich hatte einen Nachbarn der einen Husky hatte. Damals war ich um die 5 Jahre alt und dieser Hund war mein bester Freund. Mir haben früher alle anderen Hunde angst gemacht, ich fand sie alle unberechenbar. Mirakulix war etwas ganz anderes. Einen liebevolleren Hund habe ich mein ganzes Leben nicht mehr gefunden :smile:

Gruß
TN

Hallo

Schaff Dir keinen Husky an - es wäre keine intelligente Wahl.

Das Gefühl bekomme ich langsam auch :frowning:

Folge den Empfehlungen der anderen Poster, suche Dir einen
passenderen Hund.

Ne, ich habe, außer mit Huskies, nur schlechte oder wenig erfreuliche Erfahrungen mit Hunden gemacht.

Und wenn Du dennoch unbedingt Kontakt zu einem Husky brauchst,
die Empfehlung mit dem Tierheimbesuch ist doch nicht schlecht,
oder:smile:

Diese Möglchkeit habe ich schon in Betracht gezogen. Aber ich habe einige Bedenken. Ich schaffe es ja kaum mich von meinen Leihbüchern zu trennen :smile:

Freundliche Grüsse
Ray

Gruß
TN

Erfahrungsbericht
Hallo,

ich bin kein Huskyexperte aber ich hatte mal einen für einige Jahre im Bekanntenkreis und war auch dabei, als er beim Züchter ausgesucht wurde.

Der Züchter sagte es gäbe heute unterschiedliche Züchtungen von Huskys. Die einen sind nicht für die Haltung als Familienhund geeignet, das wären die urtypischen Huskys mit denen er selber auch Schlittenrennen fuhr.
Der andere Typ sei als Familienhund gezüchtet, die wären ruhiger, sie bräuchten nicht den selben Auslauf wie die „Sporthunde“.

Ich hab den Hund dann jahrelang erlebt, es war ein toller Familienhund, kam mit Auslauf aus wie jeder andere Hund auch und hat im Sommer keine Probleme bei Hitze gezeigt. Die Halter selber waren übrigens absolut unerfahren, es war der erste Hund.
Soweit ich weiss durfte aber niemals bei Spaziergängen abgeleint werden. Da hat er gehorcht wie ein Sack Kartoffeln

Viele Grüsse
Merit

Wichtiger Nachtrag:
Hallo nochmals!

Das Wichtigste habe ich jetzt ja vergessen!

Ich möchte dir nämlich dringend empfehlen vielleicht erst mal einen älteren Husky zu dir zu nehmen. Der ist sehr wahrscheinlich schon etwas ruhiger, obwohl er natürlich immer noch „husky“ ist.

Ganz tolle Erfahrungen habe ich gemacht mit:

hp www.polarhunde-nothilfe.com

Da hat es sehr kompetente Leute, die dir weiterhelfen und dir einen geeigneten Hund vermitteln können. Vom Welpen bis zum älteren Hund (den ich dir wirklich empfehlen würde) ist da fast alles dabei. Die vermitteln auch nicht jedem, der die Hunde einfach nur schön finden einen Hund.

Lieber Gruss,

Semiramis

Hallo, TN:smile:

Falls du daran noch nicht gedacht haben solltest:
wende dich doch mal an:

Doris & Harald Spat
Tel.: 07615/8250 od. oder e-mail: [email protected]

Die beiden sind die Ansprechpartner der Sektion Salzburg/Oberösterreich des Österreichischen Husky-Clubs. Ich bin überzeugt, die können dir bei deiner Entscheidungsfindung auch weiterhelfen.
Im übrigen bin ich (leider für dich) der Meinung aller *vorschreiber/innen* - der Husky ist kein Anfängerhund.

Lieben Gruss aus Wien nach Salzburg, jenny

toller Beitrag
Hallo Christine,

ein toller Beitrag und ein Genuss.

Respektvoll
Anonym

Danke! :smile:

Oder soll ich sagen, ich werde versuchen, den Dank an meine beiden irgendwie weiterzuleiten? Schliesslich habe ich nur dank ihnen so manche sehr merkwürdige Situation erleben dürfen.

(Zum Beispiel, als ich mich halbtot um eine Strassenlaterne gewickelt wiederfand, nachdem meine beiden zu einem Plausch-Halali auf eine arglose Taube geblasen hatten…)

(Oder als ich die Feuerwehr rufen musste um die verdutzte Mannschaft doch herzlichst zu bitten, meinen in vier Metern hohem Geäst sitzenden, jammernden Husky doch wieder von einem Baum herunterholen auf den er geklettert war um ein Eichhörnchen zu fangen… Die ganze Mannschaft kriegte sich erst gar nicht mehr ein vor Lachen, weil sie meinten, das sei ein Witz…)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

schliesse mich an:smile: owT
lg.j.

Hallo an alle

Uff, da muss ich aber heftig widersprechen. Zwei sind definitiv anstrengender als einer. Es gibt nix schoeneres als 2 Hunde an der Leine zu haben, die beide den Hasen vor dir entdecken… Wenn du da keinen festen Stand hast, gibt das tolle Abschuerfungen, denn loslassen darfst du in dem Fall die Leinen natuerlich auf keinen Fall !!!
Auch sind 2 schon ein Rudel, das im Zweifelsfall auch zusammenhaelt wenn sich eine Rauferei anbahnt.
Wir haben uns erst nach 2 Jahren entschieden einen zweiten Hund dazuzuholen und das war auch gut so. Als Anfaenger waere ich damit hoffnungslos ueberfordert gewesen.

Ansonsten zum Zaun. Unserer ist 1,80m hoch. Und es ist beiden Hunden schon gelungen bei entsprechender Verlockung (Liebeskummer) problemlos drueberzuspringen.

Nur so als Anmerkung
Gruss Claudia