hyperaktivität

die 7 jährige tochter meiner freundin ist hyperaktiv. mutter und kind sind mit den nerven fertig. wer weiss rat? danke eve

Hallo,

ob eine wirkliche Hyperaktivität vorliegt, kannst du selbst als Laie nicht feststellen, sondern nur vermuten. Am besten wird sein, einen Schulpsychologen aufzusuchen, der kann es entweder selbst beurteilen oder kennt einen entsprechenden Arzt, der das kann.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Thomas, :Hallo,

ob eine wirkliche Hyperaktivität vorliegt, kannst du selbst
als Laie nicht feststellen, sondern nur vermuten.

Stimmt.

Am besten
wird sein, einen Schulpsychologen aufzusuchen, der kann es
entweder selbst beurteilen oder kennt einen entsprechenden
Arzt, der das kann.

Der Schulpsychologe darf - soweit ich weiss - soetwas nicht diagnostizieren. Es waere mir persoenlich auch zu ungenau. Das sollte ein Arzt machen. ABer der Schulpsychologe kann raten.

Ganz schnell: Diagnose stellen und fachliche Hilfe. Es gibt Hilfe.

Gruesse, Elke

VOOOORSICHT!!!
He, he - langsam.
Ich kriege immer zu viel, wenn Laien die „eindeutige Diagnose“ Hyperaktivität stellen (die bei Mädchen ürbigens sehr selten vorkommt). Nur weil ein Kind unruhig, zappelig … ist, heiß es NICHT (!!!), dass es hyperaktiv ist. So etwas kann NUR ein Arzt diagnostizieren - und auch nur dann, wenn er wirklich gut, sorgfältig und verantwortungsvoll ist!!! Ich kenne erschreckend viele Fälle von Fehldiagnosen selbst durch Kinderärzte. Hier ist äußerste Vorsicht und auch Skepsis geboten. Viele Mediziner verschreiben bei den kleinsten Anzeichen von ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) sofort die Psychodroge Ritalin - die erhebliche Nebenwirkungen verursachen kann. Ich kenne mich mit dem Thema inzwischen sehr gut aus - wenn du Interesse an mehr Informationen hast, maile mir doch einfach (und mache mich, bezogen auf den von dir geschilderten Fall, noch „etwas schlauer“).
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Gruß, Frank

Hallo Eve,
also mein Sohn ist 7 Jahre , und er ist Hyperativ wurde in einer Tagesklinik festgestellt! Er war auch immer zappelig konnte nicht stillsitzen usw, auch in der Schule machte er denn Clown! Ich kam mit ihm nicht mehr zurecht, bin also mit ihm zum Kinderarzt gefahren und habe es ihm erzählt, er untersuchte ihn nicht mal sondern(sondern redet nur mit ihm)und gab mir tabletten(Ritalin) mit die ihn ruhiger werden lassen!Das war im August 2002.Ich gab ihm die Tabletten und es dauerte ca 2 Wochen bis die Tabletten wirkten. Aber er fühlte sich nicht wohl damit war nicht mehr er selber! Im September 2002 fuhren wir dann zur Kur, dort sagte der Arzt zu mir ob mein Sohn überhaupt getest worden ist? Ich sagte nein wieso? Weil er das Ritalin bekommt,das bekommen eigentlich nur Kinder die auf Hyperativität getest worden sind! Wir setzten das Ritalin wieder langsam ab.Er gab mir dann eine Adresse von einer Tagesklinik in meiner Nähe. Dort hatten wir dann im Januar unseren 1 Termin. IM Juli wurden verschiedene teste mit ihm gemacht und er ist wirklich Hyperativ aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Zur Zeit bekommt er keine medikamente, weil wir die schule geweselt haben und er dort super mit kommt. Nächste Woche haben wir wieder einen termin in der Klinik dort wird er dann auf die meikamente eingestellt.
Deine freundin sollte sich mal so einer Klinik( gibt es in jeder größeren Stadt, aber mit langer wartezeit) umsehen und sie dort testen lasen, weil viele Kinder einfach als Hyperativ abgestempelt werden, nur weil sie zappelig sind! wo kommt sie denn her?Viel Glück!

Der Schulpsychologe darf - soweit ich weiss - soetwas nicht
diagnostizieren.

darf er schon und zwar als verhaltens- und emotionale störungen mit beginn in der kindheit und jugend (F90-F98 --> F90 hyperkinetische störungen), da er auf dem gebiet der diagnostik von psychischen und verhaltensstörungen (F00-F99) ausgebildet ist - und zwar besser als ein arzt ohne gleichwertige zusatzausbildung. allerdings muß der psychologe, um eine organische ursache der symptomatik auszuschließen, den patienten zum arzt schicken, weil der psychologe nicht ausgebildet ist, organische störungen zu diagnostizieren.

Nur mal so gefragt,

wenn er doch jetzt gut zurecht kommt, warum noch das Medikament???
Da ich sowieso ein Gegner, von Dauerabreichungen bin, würde mich das brennend interessieren (wegen Abhängigkeit und so)

Unwissende Gruesse

UFONET

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Hallo eve,

ich habe Beobachtungen gemacht dass Kinder die unterfordert/unterbeschäftigt sind, vermehrt rumzappeln und aufgedreht reagieren.
Auch Kinder die zuviel vorm Fernseher und Computer sitzen und so Spannung in sich aufbauen-ohne die abbauen zu können, verhalten sich, wie von dir geschildert.

Bevor man dem Kind eine Pille gibt, sollte man versuchen mit autogenem Training für Kinder und mit Sport dem entgegen zu wirken.

Erst wenn das auch nichts bringt, sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen-finde ich.

Als mein Sohn Kleinkind war, hab ich mit seinem Temperament (trotz dass er weder ferngesehen hat, noch am Computer gespielt hat) schwer zu kämpfen gehabt. Aber mit besagten Methoden hat sich das prima ins erträgliche entwickelt.

Gruß,
Maja

Danke fuer die Antwort.

Ich bin vom amerikanischen System ausgegangen - was vielleicht auch an der Ausbildung liegt (wer darf sich Schulpsychologe nennen?).

Wir wurden hier zum speziellen Kinderpsychiater geschickt, dem ich sehr vertrauen konnte.

Aber dem allgemeinen Tenor: fachlich fundierte Diagnose, ist wohl nicht zu widersprechen und Voraussetzung fuer den richtigen Umgang mit dem Kind (ob nun ADHS oder nicht).

Gruesse, Elke

Hi Ufo,

wenn er doch jetzt gut zurecht kommt, warum noch das
Medikament???

Die Frage ist berechtigt. Es gibt andere Moeglichkeiten (nicht fuer alle Kinder).

Da ich sowieso ein Gegner, von Dauerabreichungen bin, würde
mich das brennend interessieren (wegen Abhängigkeit und so)

Aber Abhaengigkeit ist bei Ritalin weniger das Problem.

Gruesse, Elke

Hallo zusammen! Vor dem Kontakt mit dem Schulpsychologen möchte ich im Zusammenhang mit einer ADS-Diagnostik warnen. Nicht, weil ich Schulpsychologen etwa für nicht kompetent halte, sondern weil alles, was dort gesprochen, vermutet und diagnostiziert wird, in die Schulakten Einzug hält! Diese Schulakten begleiten das Kind zeit seines Schullebens und können von Lehrern eingesehen werden. Insofern würde ich mir schon überlegen, mit wem ich ggf. persönliche oder familieninterne Schwierigkeiten bespreche. Zur ADS-Diagnostik bzw. weiter Information im Internet habe ich im thread weiter oben einen ganzen Schwung links gepostet. Angelika

Schulakten - Schulpsychologen (off topic_)
Hallo Angelika,

danke fuer die Links.
ABer eine Frage haette ich nun doch, sie betrifft ADS aber nur periphaer.
Mit den gleichen Argumenten wurde ich davor gewarnt, der Schule Informationen ueber z.B. unsere Adoption zu geben (schwer zu verheimlichen, meine Kinder sind Afrikaner, im Gegenteil zu mir und meinem Mann, wir sind vergleichsweise recht blass) oder eben ueber ADS (auch schwer zu verheimlichen, weil der Junge eine Dosis Medikament von der Schulkrankenschwester verabreicht kriegt, was nicht zu vermeiden ist, weil hier die time-release Version nicht zugelassen ist) oder ueber ODD (opposition defiant disorder, was das auf Deutsch?) von unserem juengeren Sohn.
Wir sind aber bis jetzt IMMER sehr gut mit totaler Offenheit gefahren. Zum einen haetten wir ohne Schulhilfe keine psychiatrische Anlaufstelle wegen der ADS gefunden. Die Klassenlehrerin war sehr unbedarft, was ADS anging. Sie hat von der SChulpsychologin Lesematerial empfohlen gekriegt und uns danach Vorschlaege gemacht, wie sie im normalen Unterricht unserem Sohn das LEben leichter machen kann. Vergleichbares habe ich immer wieder erlebt.

Nun meine Frage: muss man in Deutschland den Schulen/Schulbehoerden/Lehrern wirklich so misstrauen? Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, mit so einem System zurechtzukommen?

Gruesse, Elke
(vielleicht sollte ich das besser in Schule/Erziehung posten? – aber da wir nun schon mal hier sind)

Hallo Elke,

wenn ich mich hier mal einklinken darf…

Wir sind aber bis jetzt IMMER sehr gut mit totaler Offenheit
gefahren.

Im Prinzip bin ich auch für Offenheit. Bei unseren Töchtern ist nicht nur ADHS ein Thema, und eine Folge davon ist offensichtlich für alle, also schwer zu verheimlichen.

Trotzdem - als ich mit der Lehrerin unserer ältesten Tochter im Vorfeld über die geplante Untersuchung geredet habe, kam absolutes Abwiegeln, dann die Aussage, „geben Sie ihr bitte keine Drogen“. Wir haben zwar ein gutes Verhältnis zu der Lehrerin, aber es ist ja wohl klar, dass wir, wenn unsere Tochter Medikamente nehmen würde (was momentan nicht der Fall ist), dies nach Möglichkeit nicht offen sagen würde. Und ich habe ihr zwar die Diagnose mitgeteilt, aber darauf verzichtet ihr zu erklären, dass auch Träumerchen unter ihrem ADHS erheblich leiden können. Ich würde sowieso nichts erreichen *schulterzuckt*.

ADHS ist ja im Moment leider ein beliebtes Medienthema, so dass sich vor allem Lehrer als Experten fühlen. Ich möchte nicht abstreiten, dass es einige bestens informierte Pädagogen gibt, aber man weiß vorher nie, wie die zuständige Lehrkraft dazu eingestellt ist.

Gerade bei sensiblen Themen im Psychobereich kommt man da sehr schnell in die Ecke der hysterischen/überbehütenden/erziehungsunfähigen/was-weiss-ich Mutter, je nach Problem eben.

Ein weiteres Thema ist dann noch die Qualität des Schulpsychologen: Die richtige Diagnose erhält man ja sehr oft nicht beim ersten Psychologen um die Ecke. Wenn ich der ersten Feld-Wald-Wiesenpsycho, der wir unsere Tochter damals ratlos vorgestellt haben, geglaubt hätte… sie hat diagnostiziert, unsere Tochter sei ein minderbegabter Tyrann (Zitat !) - es ist aber so ziemlich das Gegenteil der Fall. Wäre das nun eine Schulpsychologin gewesen, wären unserer Tochter Wege versperrt worden, die sie nun glücklich geht.

Nun meine Frage: muss man in Deutschland den
Schulen/Schulbehoerden/Lehrern wirklich so misstrauen? Ich
kann mir wirklich nicht vorstellen, mit so einem System
zurechtzukommen?

Das mag vielleicht auch mit am System liegen. Hier sind die Kinder (Grundschüler zumindest) nur bis ca. 12.00 Uhr in der Schule (meine Töchter teilweise bis 11.00 Uhr, tolle Stundenpläne dieses Jahr *grmpf*…), meistens gibt es zwar eine verläßliche Grundschule bis 13.00 Uhr, aber diese wird oft von ehrenamtlichen Helfern oder Lehrkräften, die die Kinder sonst nicht in ihrer Klasse haben, gewährleistet. Die Lehrer haben also keinen so engen Bezug zu den Kindern wie bei Euch. Sie erleben sie ausschließlich in 4-5 Unterrichtsstunden am Tag, niemals in Freizeit.

Ich kenne inzwischen mehrere Erzählungen von Eltern, die dem Schulpsychologen vertraut haben… und das bestätigt mich darin, dass die Schule auch bei unseren Kindern niemals Akteneinsicht bekommen wird. So hat die Schule natürlich Kopien der psychologischen Gutachten bekommen - aber ein bißchen reduziert auf das, was die Lehrerin wissen muss, den Rest (z.B. genauen IQ) habe ich unkenntlich gemacht.

Es ist traurig, ich freue mich für alle, die gute Erfahrungen gemacht haben, aber ich bleibe skeptisch.

Viele Grüße,

Sylvia

Nochmal ich. Offenheit ist auch in unserer bisherigen Schullaufbahn immer ein wesentlicher Bestandteil der guten Arbeit zwischen Elternhaus und Lehrern gewesen. Aber stets haben wir uns die Lehrer erst angesehen und dann entschieden, wieviel Offenheit angebracht ist.
Aber grundsätzlich stehen die Schulakten jedem Lehrer offen, und wer jemals Arztberichte gelesen hat, wird nicht immer das wiedergefunden haben, was er gesagt hat. Es ist halt Interpretationssache des Schreibers (Arztes) und des Lesers (Lehrers). Ausserdem sind viele Lehrer immer noch was ADS anbelangt hinterm Mond. Leider. Angelika

Hallo Eve

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen die organischen Ursachen der Hyperaktivität auf. Leider sînd diese nicht bei allen kindern die gleichen. Aber durch labortests (Urin, Blut) kann man sie herausfinden. Wenn Du einen fragebogen ausfüllst, kann ich Dir Hinweise geben, wo das Problem bei diesem Kind liegen könnte. Labormässig müsste dies dann ärztlich bestätigt werden. Eine entsprechende Therapie aufgrund dieser resultate hat nicht nnur meinen 3 Kindern sehr geholfen. Wenn ich die Mailadresse bekomme, sendei ich auf Wunsch den fragebogen zu.

Gruss
beat

Hallo Manuela

Bei meinen Kindern konnte ich die Ursache des ADS beheben. Siehe untenstehenden Auszug:

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen die organischen Ursachen der Hyperaktivität auf. Leider sînd diese nicht bei allen kindern die gleichen. Aber durch labortests (Urin, Blut) kann man sie herausfinden. Wenn Du einen fragebogen ausfüllst, kann ich Dir Hinweise geben, wo das Problem bei diesem Kind liegen könnte. Labormässig müsste dies dann ärztlich bestätigt werden. Eine entsprechende Therapie aufgrund dieser resultate hat nicht nnur meinen 3 Kindern sehr geholfen. Wenn ich die Mailadresse bekomme, sendei ich auf Wunsch den Fragebogen zu.

Gruss
Beat

Leider ist der arzt auch nicht in der Lage, die organischen Ursachen aufzuspüren, da er die neusten Forschungen auf diesen Gebiet nicht kennt!
Ausserdem gibt es einige wissenschaftliche Erkenntnisse, dass auch echtes ADHD organische Ursachen haben kann.

Gruss
Beat

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Hängt das nicht vom Arzt ab? owT
:wink:

lach, natürlich, aber kannst diese Ärzte an Deinen Fingern abzählen, die dies in Deutschland nur einigermassen kennen.

In der Schweiz sind es seit 2 Wochen 3 Ärzte die mehr oder weniger darüber im Bilde sind.

Persönlich nicht betroffen
Hi!

Ich bin persönlich nicht betroffen! Ich habe zwar einen machmal nervensägenden Sohn, aber von ADS ist er weit entfernt :wink:

Nur: Gerade unser Kinderarzt (ist auch Kinder- und Jugendpsychologe) hat sich auf seine Fahnen geschrieben, Spezialist (den Ruf hat er sich nicht selbst gegeben) in diesem Bereich zu sein.

Deshalb dachte ich, dass es so unverbreitet nicht sein kann - immerhin lebe ich in einer eher kleinen Großstadt…

Grüße
Guido