Ich bin am Ende meiner Kräfte!

Hallo,

Was sagt denn Dein Mann dazu?

Wozu genau?

Zu der angebotenen Hilfe des Arztes, zu der möglichen Therapie, zu deiner Erschöpfung —
Siân und einige andere haben nun mehrmals nachgefragt, wo dein Mann denn in euerer Situation zu finden ist. Du magst das als unwichtig und irrelevant erachten, das ist dein gutes Recht, aber so wie du das Thema ausklammerst, darfst du dich nicht wundern, wenn man sich dann in dieser Richtung weiter Gedanken macht.

Gruß
Elke

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Sorry - ich konnt nicht anders:

Doch Du könntest z.B. darlegen, dass ich Dich falsch
verstanden habe.

Das brauch ich nicht darzulegen. Du brauchst dich nur zu bemühen, das zu lesen, was ich geschrieben habe, ohne zusätzlich etwas hineinzuinterpretieren!

und dazu noch persönlich beleidigend wirst.

Beleidigung? Weil ich gesagt habe, du pflückst meine Aussagen auseinander und verzerrst ihren Inhalt? Auf der anderen Seite stellst du mich in direkte Verbindung zu den Bedingungen in rumänischen Waisenhäusern?

Offenbar gehen unsere Auffassungen nicht nur in puncto Kinder weit auseinander. Insofern jetzt aber wirklich over and out.

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Ich habe meinen Mann und auch seine Rolle mehrmals erwähnt. Tatsache ist, dass er wie die meisten Männer viel arbeitet und ich die meiste Zeit mit den Kindern verbringe. Er unterstützt mich wo er kann, ich dachte, dass auch dies hier und da herauszulesen ist, z.B. auch, dass er mich oft ermuntert abends weg zu gehen, dass ich noch mal raus komme.
Auf die heutigen Neugikeiten hat er sehr erfreut reagiert. Was sonst?
Es ist ihm ja auch klar, dass wir Hilfe brauchen, dass sich dies nun alles so schnell entwickelt kann einen doch nur freuen.
Die Bauchtrage findet er gut und hat sie auch gleich ausprobiert. Es stört ihn nicht, wenn die Wohnung nicht tipp topp ist, und Tiefkühlpizza ist für ihn auch kein Problem. Leid, tut ihm nur manchmal unsere Tochter, genauso wie mir auch. Darauf bin ich ja auch schon detailiert eingegangen.
Falls ihr noch etwas zu meinem Mann wissen wollt, könnt ihr ruhig fragen…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Ich habe meinen Mann und auch seine Rolle mehrmals erwähnt.

Wo denn?

Gruss

Was sagt denn Dein Mann dazu?

Wozu genau?

Zu dir? Zu deiner Situation?
Wir, uns, ich. Nur du und dein Sohnemann. In all deinen Postings hier. Nicht dein Mann. Andere Baustelle?

Was tust du für dich? Nicht auch mal an einen Arztbesuch denken? Wie steht es mit den Vorschlägen Kur und so hier?

Menno, du klammerst dich an einen Strohhalm „Neuer Kinderarzt“. Ein guter Anfang, aber vergiss die anderen Dinge nicht.

Gruß
Der Franke
schlaf gut, denk mal an die „große Schwester“

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Musst du schon selber noch mal durchgucken:wink:

Nein, ernsthaft. Es tut für mich tatsächlich hier nicht viel zur Sache, weil er im Rahmen seiner Möglichkeiten alles tut um mir zu helfen. Dass ich erschöpft bin findet er natürlich nicht gut (gelinde gesagt), aber er kann nicht mehr machen. Von dem Forum hat er sich nicht wirklich was versprochen, aber wie gesagt, die Geschichte mit dem Arzt findet er super. Er ist ein guter Vater und ein fürsorglicher Ehemann. Trotzdem sind die Dinge nun mal so wie sie sind. Deshalb mein Hilfegesuch in diesem Forum.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Melanie,

Tatsache ist, dass er wie die meisten Männer viel arbeitet und
ich die meiste Zeit mit den Kindern verbringe.

Du arbeitest auch den ganzen Tag, nur wirst Du dafür nicht entlohnt.

Sobald er zu Hause ist, seid ihr beide gleichermaßen für Haushalt und Kinder verantwortlich.

Er unterstützt
mich wo er kann, ich dachte, dass auch dies hier und da
herauszulesen ist, z.B. auch, dass er mich oft ermuntert
abends weg zu gehen, dass ich noch mal raus komme.

Übernimmt er auch Hausarbeit, die aufgrund der derzeitigen Umstände eventuell liegen geblieben ist? Denn so schön es auch sein mag, einmal aus allem herauszukommen, so schlimm kann es auch sein, wenn das gleichzeitig bedeutet, dass, wenn ohnehin die Zeit immer zu knapp ist für alles, noch mehr auf später aufgeschoben werden muss.

Leid, tut ihm nur manchmal unsere Tochter, genauso wie mir
auch.

Kümmert er sich denn derzeit, da es Dir so schlecht geht, vermehrt um sie?

Und inwieweit übernimmt er Aufgaben rund um seinen Sohn?

An anderer Stelle hast Du geschrieben, dass er, wenn er den Kleinen zu Bett bringt, recht schnell die Geduld verliert, und am Ende es dann doch Du machst. Das klingt imho nicht gut.

Ich meine das wirklich nicht böse (tatsächlich habe ich Ähnliches mit dem Vater meines Sohnes erlebt), aber für mich klingt die Gesamtheit Deiner Beiträge so, als wäre das wirkliche Problem nicht das - wodurch auch immer verusachte - Schreien Deines Sohnes, sondern die Tatsache, dass Du diese Situation seit vier Monaten mehr oder weniger alleine schultern musst.

Beste Grüße

=^…^=

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Erst lesen dann reden! Ich habe zu jedem, wirklich jedem Thema hier (auch Kur) irgendwo geantwortet, und zum letzten mal: Mein Mann taucht hier auch immer wieder auf.
Mir geht´s heute seit langem mal wieder richtig gut. Kann sein, dass es nur ein Strohhalm ist, an den mich klammere, aber so negativ bin ja noch nicht mal ich, dass ich mir jetzt schon Sorgen mache, dass das nicht klappen wird.

Gute Nacht!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wieder neue Kräfte gesammelt!
Hallo Melanie!
Da Du ja wohl wieder Kraft geschöpft u. eine neue Perspektive hast, würde ich Dir raten das Posting abzuschließen dem Computer ab jetzt die Stromzufuhr abzudrehen und Deine Kraft u. Energie in Deine neuen Ziele zu setzen.

Alles Gute Momi
******************************************

Hallo,

Erst lesen dann reden!

Ok, auch wenn mein Text kurz war, es dauert dennoch gelegentlich etwas länger weil korrigierend und nochmal überlegend, und zwischenzeitlich „reloaded“ mein Browser nicht automatisch oder ich schaue nicht nach den neuesten Threads. Alter Mann halt.

Ich habe zu jedem, wirklich jedem Thema
hier (auch Kur) irgendwo geantwortet, und zum letzten mal:
Mein Mann taucht hier auch immer wieder auf.

Mir ist es nicht aufgefallen, sorry.

Mir geht´s heute seit langem mal wieder richtig gut.

Das hatte ich gelesen und auch verstanden. Dennoch, …

Kann sein, dass es nur ein Strohhalm ist, an den mich klammere,
aber so negativ bin ja noch nicht mal ich, dass ich mir jetzt
schon Sorgen mache, dass das nicht klappen wird.

Ich hätte auch keinen Grund, dir das zu vermiesen oder nicht zu vergönnen.

Zu deiner Antwort auf Eclastic und
Falls ihr noch etwas zu meinem Mann wissen wollt, könnt ihr ruhig fragen…

Ich kenne den Mann, du brauchst nichts zu schreiben, er schreibt mehr oder weniger hier gerade, und im Nachhinein gesehen,

bereue und vermisse ich das eine oder andere.

Stups ihn an, deinen Mann. Dir und ihm zuliebe.

Gruß
Der Franke

Hallo Melanie,

ich habe lange überlegt, ob ich hierauf noch mal antworten soll, aber Deine bitterbösen :Vorwürfe,

Du liest Vorwürfe wo keine sind und reagierst gereizt, wenn man bei einem Punkt nachhakt.
Du hast wenige Situationen so genau beschrieben wie diesen Spaziergang und da auch mehr deine Empfindungen. Ich habe nachgefragt wie du reagiert hast, es hätte ja sein können dass er sich auch im Arm weiter übergeben hat.
Mein erstes Kind - meine Tochter - war ein Schreikind und ich weiß wie schwer es oft ist
zu unterscheiden, ob es einen besonderen Grund für das Gebrülle gibt. Ich kann mich an einiges schlechtes Gewissen erinnern, wenn ich dachte jetzt geht das schon wieder los – satt
ist sie, gewickelt ist sie, Durst hat sie nicht – und dann ein Rülpser, oder gar ein Erbrechen kam und dann war sie ruhig. Meine Tochter schrie 1-2 Stunden am Tag, dein Sohn rund um die Uhr, also muss es für dich noch schwerer sein zu erkennen ob er jetzt schreit weil ihm was fehlt.

Also für mich heißt das mehrere male und jetzt frage ich dich,
ob du ihn liegen gelassen und weiter schreien und weiter
erbrechen hast lassen?

Merkst Du, dass Du hier wie ein Staatsanwalt bei einem Angeklagten auftrittst?

Das kommt dir so vor. Ich habe kein Interesse daran dir Vorwürfe zu machen, oder
ein Urteil zu fällen. Aber ich kann erkennen, wie sehr dich die Ratschläge „lasse ihn schreien“
schon beeinflusst haben. Der Reflex einer Mutter ist eher Kind hoch wenn es erbricht.
Nach dem was ich von dir gelesen habe ist deine Grundeinstellung auch gewesen: Kind schreit – Kind wird beachtet und hochgenommen. (ich meine damit jetzt nicht bei jedem Pupser)

Und jetzt in deiner Verzweiflung das:

Nein ich habe ihn nicht heraus genommen. Es war sehr kalt an diesem Tag und er war in :seinem Wagen in einen warmen Fusssack gepackt. Ich habe versucht ihn mit Spielsachen und :gutem Zureden zu beruhigen. Das hat streckenweise auch geklappt, aber halt nur :streckenweise.

Vielleicht hat ihn doch etwas gedrückt?

Also du hast ihn raus genommen und er hat sich weiter
übergeben?

???

Wenn er geschrieen und sich übergeben hat weil er raus und getragen werden wollte, dann
hätte er zu schreien aufgehört wenn du ihn raus nimmst. Wenn er weiter geschrieen und erbrochen hätte, dann müsste es einen anderen Grund gegeben haben. Darum meine Frage.

Der fährt sicher gerne Auto. :smile:

Ja, das tut er. Aber meistens auch gerne Kinderwagen. Oftmals schläft er dort auch ein.

Das würde auch dafür sprechen, dass er nicht nur getragen werden wollte, sondern ihm was anderes fehlte.

Aber vom Kinderwagen bis zum Maxi Cosi wurde er hochgenommen?

Na logisch, wie hätte er sonst in den Maxi Cosi kommen sollen. Das war eine Sekundenaktion, wie gesagt es war kalt.

Aber sein Zustand hat sich dadurch so weit verbessert, dass
er – obwohl er nicht gerne liegt – nicht mehr geschrieen hat?

Das ist ein Kreislauf, meist ohne bewussten Anfang.

Da wirst Du wohl Recht haben.

Den Anfang wirst du schwer finden, aber den Kreislauf unterbrechen ist deine Aufgabe.
Das möchtest du ja auch, das sieht man an diesem Thread.

weil ich ja so eine schlechte Mutter bin.

Ich habe nicht gesagt, dass du eine schlechte Mutter bist. Ich bin auch nicht dieser Meinung.
Ich habe geschrieben:

aber zu einer guten Mutter gehört auch sich so rechtzeitig helfen zu lassen,

Ich habe das Wörtchen „auch“ jetzt fett gemacht, vielleicht liest es sich für dich jetzt anders.

Dir ist sein Bedürfnis nach Nähe zu viel und ihm wird es nur nach anstrengender Brüllerei
gewährt.

Das ist eine pure Unterstellung und Frechheit dazu.

Warum brüllt er dann so viel? Du hast geschrieben du hältst sein Gebrülle nicht mehr aus, also ist die logische Folge davon, dass er nicht ständig getragen wird, oder erst dann wenn es dir zu viel wird.

Ich habe es schon etwas seltsam gefunden, da du doch einige Ratschläge in Richtung „lass in doch mal brüllen“ bekommen hast. Du hast geschrieben, er brüllt so bis auch manchmal Äderchen in seinen Augen platzen, oder dass du und dein Mann noch Gebrüll hören auch wenn er gerade nicht schreit. Oder wie in diesem Teilstück, wo er deiner Meinung nach von dem Gebrüll sogar erbricht.
Und da gibt es tatsächlich Antworten die dir raten ihn mehr brüllen zu lassen.

Hättest Du diesen Thread genau verfolgt, wüsstest Du, dass es ihm wohl überhaupt nicht um :Nähe geht, denn es reicht ihm nicht, auf meinem Schoss zu sitzen oder neben mir im Arm auf dem Sofa oder so.

Gut, dann sagen wir getragene Nähe. Ich habe den Thread abgespeichert und mehrmals gelesen. Ich wollte irgendeinen Anhaltspunkt finden um dir helfen zu können. Ein Schreikind ist dein Sohn meiner Meinung nach nicht, es muss was anderes sein.

Nein, nicht nach meinen Massstäben. Nach den Bedürfnissen, die eine ganze Familie hat.

Na ja, einige Empfindlichkeiten sind schon deine, das mit der Bügelfrau z.B. :wink:

Er ist nicht der einzige der mich braucht. Ich habe auch noch ein Tochter. Wo bleibt Zeit für sie? Nach ihr und ihren Bedürfnissen fragst du nicht.

Ich habe mich nur auf den Teil mit der Ausfahrt bezogen. Deine Gesamtsituation ist mir schon klar, aber ich habe einen anstrengenden Job und diese Woche Betriebsratssitzung und
Vorstandssitzung und eine Menge Unterlagen vorzubereiten, dann zweimal die Woche meinen Enkel über Nacht zu betreuen und einen Haushalt. Ich denke mehr an dich, als mir gut tut. :wink:

Falls es Dich noch interessieren sollte, unter Neuigkeiten habe ich :noch wichtige Informationen hinzugefügt.

Ich habe es gelesen und hoffe es ist für dich eine Lösung in Sicht.
Du sollst aber nicht nur auf den Kinderarzt hoffen, sondern auch gleich jetzt Anfangen und die Ratschläge derer befolgen, die dir geraten haben für dich mehr zu tun.
Überwinde dich auch wenn du müde bist, so oft als möglich raus aus dem Haus.

Ich habe viel über das was Du mir hier an den Kopf wirfst nachgedacht, vielleicht magst Du :ja über das was ich geschrieben habe, auch noch mal nachdenken.

Mache ich und wenn mir noch was Gescheites einfällt was dir nicht schon geschrieben wurde, dann melde ich mich noch mal bei dir.

Gruß
Reny

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männer im haushalt

Hallo Melanie,

Tatsache ist, dass er wie die meisten Männer viel arbeitet und
ich die meiste Zeit mit den Kindern verbringe.

Du arbeitest auch den ganzen Tag, nur wirst Du dafür nicht
entlohnt.

Sobald er zu Hause ist, seid ihr beide gleichermaßen
für Haushalt und Kinder verantwortlich.

hallo ihr,
ich denke, melli hat nun langsam klar gemacht, dass sie mit der unterstütung ihres gatten zurfrieden ist.
beide sind verantwortlich, aber das heißt nicht, dass beide den spüler ausräumen müssen. arbeitsteilung kann wesentlich effizienter sein als alles zu „teilen“.

muß man nun jedes faß in der umgebung aufmachen?

warum setzt ihr ihr so zu? warum seid ihr nicht zufrieden, das ihr geholfen habt?

warum kann der strang kein ende finden, weil sie nun ihren mann noch mit durchdiskutieren muß?

fragt
tilli

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Hallo Reny,

es spricht sehr für Dich, dass Du mir noch mal geantwortet hast.
Ich muss nicht unbedingt das letzte Wort haben, aber es fällt mir auch schwer etwas unausgesprochen zu lassen (naja, das wird man hier an der ein oder anderen Stelle schon gemerkt haben).

Du liest Vorwürfe wo keine sind und reagierst gereizt, wenn
man bei einem Punkt nachhakt.

Das kann schon sein, ich habe auch schon mehrmals zugegeben, dass ich im Moment sehr sensibel reagiere. Aber dennoch sollte man sich halt auch mal fragen, wie etwas auf den anderen wirkt. Um dir das zu verdeutlichen, das Beispiel mit Staatsanwalt und Angeklagtem. Mag sein, dass dir das fern liegt, aber so kommt es eben bei mir an.

Du hast wenige Situationen so genau beschrieben wie diesen
Spaziergang und da auch mehr deine Empfindungen.

Natürlich meine. Die meines Sohnes wusste ich ja in dem Moment nicht zu deuten. Er hat halt nur gebrüllt, und sorry, ich bleibe dabei, wer erst nach einer halben Stunde im Kiwa das nörgeln und dann das brüllen anfängt, und dann wie auf Knopfdruck innerhalb von Sekunden auf Sonnenschein umschaltet, ohne nochmal zu schluchzen oder wimmern oder sonstiges, dem kann vorher nicht wirklich was gefehlt haben.

Mein erstes Kind - meine Tochter - war ein Schreikind und ich
weiß wie schwer es oft ist
zu unterscheiden, ob es einen besonderen Grund für das
Gebrülle gibt. Ich kann mich an einiges schlechtes Gewissen
erinnern, wenn ich dachte jetzt geht das schon wieder los –
satt
ist sie, gewickelt ist sie, Durst hat sie nicht – und dann ein
Rülpser, oder gar ein Erbrechen kam und dann war sie ruhig.

Naja, dann hattest Du ja den Grund.
Im Moment ist mein Sohn krank, viraler Infekt, genauso wie die Große. Die Nase läuft, die Augen tränen, die Backen knallerot: Ein Bild des Bedauerns. Ich trage ihn in dieser Bauchtrage durch die Gegend lasse mir das T-Shirt vollrotzen, weil er sich jetzt so gut die Nase daran abreiben kann, breche mir fast das Kreuz damit, aber weisst Du was, es ist mir egal. Er ist krank und braucht mich. Dafür bin ich seine Mutter.
Als das mit der Brüllerei vor ca. vier Monaten los ging. Waren wir in heller Aufruhr. Mein Mann rief abends um elf den diensthabenden Arzt an und wollte, dass der kommt. Aber der kam nicht. Mein Mann ist schier ausgerastet. Aber ich wusste warum er nicht kam. Aus dem selben Grund, warum auch ich noch nicht mal den Arzt gerufen hätte: Ein Kind das Schmerzen hat, schreit, das ist klar. Doch es wird nicht mit der Sekunde das Schreien unterlassen, nur weil es auf den Arm genommen wird. Die Nähe der Eltern mögen es beruhigen und die Schmerzen sogar lindern, aber nicht auf Knopfdruck. Auch hier war meine Kinderärztin, die ich mehrmals konsultiert dieser Meinung.

Meine Tochter schrie 1-2 Stunden am Tag, dein Sohn rund um die
Uhr, also muss es für dich noch schwerer sein zu erkennen ob
er jetzt schreit weil ihm was fehlt.

Nein, nein. Er schreit nicht rund um die Uhr. Die Nächte sind echt okay, das will ich hier nicht dramatisieren.
Die Tage sind das schlimme. Aber ich traue mich echt zu behaupten, dass ich schon merke, ob meinem Kind etwas fehlt, oder ob es einfach nur seinen Kopf durchsetzen will. Du darfst nicht vergessen, ich lebe ja mit ihm, sehe seine Mimik, seine Reaktionen, sein Verhalten den ganzen Tag. Und: Ich bin eben seine Mama.

Aber ich kann erkennen, wie sehr dich

die Ratschläge „lasse ihn schreien“
schon beeinflusst haben.

Meinst Du allen Ernstes, dass ich darüber nachdenke, das so umzusetzen? Da hast du aber echt ein gründlich falsches Bild von mir.
Das wird einer der Ratschläge sein, die ich sicher nicht befolgen werde. Aber: Natürlich musste ich ihn schon schreien lassen. Das Nudelwasser ist übergekocht, das Telefon hat geklingelt, meine Tochter hat ihr Bett voll gebrochen und musste selbst auch geduscht werden, ich musste mich halt auch mal duschen :wink: und dachte er schläft noch ein paar Minuten, ach die Liste ist endlos. Und in all diesen Situationen war es dem kleinen Mann nicht recht etwa 40 cm von mir entfernt zu sitzen und abzuwarten, bis Mama ihm wieder ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Das kann es doch nicht sein, Mensch!

Der Reflex einer Mutter ist eher Kind

hoch wenn es erbricht.

Du hackst aber auch auf dieser Geschichte herum. Ich hatte seinen Kiwa in Sitzposition gebracht, erhat mehr gespuckt als gebrochen, vor lauter Schreierei (ja ich weiss, ich habe von gebrochen geschrieben, mein Fehler)
Das war doch nicht der einzige Ausflug im Kiwa wo er so ausgerastet ist, auch wenn er meistens brav ist dort, aber das hat er doch schon mehrmals gebracht, ich habe nur diese Geschichte erwähnt, weil ich damals so verzweifelt war, dass ich eben meinen Mann angerufen habe und ihm sagte er solle ihn abholen, es würde nicht mehr gehen.

Nach dem was ich von dir gelesen habe ist deine
Grundeinstellung auch gewesen: Kind schreit – Kind wird
beachtet und hochgenommen. (ich meine damit jetzt nicht bei
jedem Pupser)

Er wird auch beachtet wenn er nicht schreit, und ehrlich gesagt, dann noch viel lieber.

Und jetzt in deiner Verzweiflung das:

Nein ich habe ihn nicht heraus genommen. Es war sehr kalt an diesem Tag und er war in :seinem Wagen in einen warmen Fusssack gepackt. Ich habe versucht ihn mit Spielsachen und :gutem Zureden zu beruhigen. Das hat streckenweise auch geklappt, aber halt nur :streckenweise.

Vielleicht hat ihn doch etwas gedrückt?

Vielleicht hatte er aber auch nur eine Scheiß-Laune (sorry, aber es ist doch echt so)

Wenn er geschrieen und sich übergeben hat weil er raus und
getragen werden wollte, dann
hätte er zu schreien aufgehört wenn du ihn raus nimmst. Wenn
er weiter geschrieen und erbrochen hätte, dann müsste es einen
anderen Grund gegeben haben. Darum meine Frage.

Der fährt sicher gerne Auto. :smile:

Ja, das tut er. Aber meistens auch gerne Kinderwagen. Oftmals schläft er dort auch ein.

Das würde auch dafür sprechen, dass er nicht nur getragen
werden wollte, sondern ihm was anderes fehlte.

Finde ich nicht.

Aber vom Kinderwagen bis zum Maxi Cosi wurde er hochgenommen?

Na logisch, wie hätte er sonst in den Maxi Cosi kommen sollen. Das war eine Sekundenaktion, wie gesagt es war kalt.

Aber sein Zustand hat sich dadurch so weit verbessert, dass
er – obwohl er nicht gerne liegt – nicht mehr geschrieen hat?

Von einer Sekunde auf die nächste? Ich weiss nicht, ich weiss nicht.
Wer sagt denn, dass er nicht gerne liegt?

Das ist ein Kreislauf, meist ohne bewussten Anfang.

Da wirst Du wohl Recht haben.

Den Anfang wirst du schwer finden, aber den Kreislauf
unterbrechen ist deine Aufgabe.

Daran arbeiten wir gerade.

Das möchtest du ja auch, das sieht man an diesem Thread.

Jo!

weil ich ja so eine schlechte Mutter bin.

Ich habe nicht gesagt, dass du eine schlechte Mutter bist. Ich
bin auch nicht dieser Meinung.

Das wäre auch nicht gerechtfertigt.

Ich habe geschrieben:

aber zu einer guten Mutter gehört auch sich so rechtzeitig helfen zu lassen,

Ich habe das Wörtchen „auch“ jetzt fett gemacht, vielleicht
liest es sich für dich jetzt anders.

Liest sich nicht besser und macht auch nicht mehr Sinn, Du siehst ja, dass ich Hilfe in alle Richtungen suche. Heute habe ich mich nach Osteopathen umgehorcht, weil ich diesen Tipp auch mehrmals erhalten habe. Morgen ist der Kinderarzttermin und eine Schreiambulanz (blödes Wort, aber ich hab´s mir nicht ausgedacht) habe ich auch schon kontaktiert. Ich habe eine neue Matratze für´s Babybett gekauft und zerbreche mir zusammen mit meinem Mann eigentlich rund um die Uhr den Kopf, was man machen kann.

Dir ist sein Bedürfnis nach Nähe zu viel und ihm wird es nur nach anstrengender Brüllerei
gewährt.

Das ist eine pure Unterstellung und Frechheit dazu.

Dabei bleibe ich. Da behauptest du etwas, was so hier nicht von mir geschrieben wurde.

Warum brüllt er dann so viel? Du hast geschrieben du hältst
sein Gebrülle nicht mehr aus, also ist die logische Folge
davon, dass er nicht ständig getragen wird, oder erst dann
wenn es dir zu viel wird.

Natürlich setze ich ihn zwischendurch mal ab, weil ich muss, oder weil ich nicht mehr kann (ich erwähnte auch schon die Arthrose in den Handgelenken, und selbst wenn ich sie nicht hätte). Man kann einfach nicht erwarten, dass ein Kind mehrere Stunden ab Stück getragen wird, nur weil es das gerne so hätte. Du weisst, dass ich auch noch andere Verpflichtungen habe, ja und auch wenn´s nicht so wäre, es kann einfach nicht angehen und ist auch nicht normal, wie ich ja nun auch schon oft genug bestätigt bekommen habe.

Ich habe es schon etwas seltsam gefunden, da du doch einige
Ratschläge in Richtung „lass in doch mal brüllen“ bekommen
hast. Du hast geschrieben, er brüllt so bis auch manchmal
Äderchen in seinen Augen platzen, oder dass du und dein Mann
noch Gebrüll hören auch wenn er gerade nicht schreit. Oder wie
in diesem Teilstück, wo er deiner Meinung nach von dem Gebrüll
sogar erbricht.
Und da gibt es tatsächlich Antworten die dir raten ihn mehr
brüllen zu lassen.

Wie gesagt, das steht nicht zur Debatte.

Hättest Du diesen Thread genau verfolgt, wüsstest Du, dass es ihm wohl überhaupt nicht um :Nähe geht, denn es reicht ihm nicht, auf meinem Schoss zu sitzen oder neben mir im Arm auf dem Sofa oder so.

Gut, dann sagen wir getragene Nähe. Ich habe den Thread
abgespeichert und mehrmals gelesen. Ich wollte irgendeinen
Anhaltspunkt finden um dir helfen zu können. Ein Schreikind
ist dein Sohn meiner Meinung nach nicht, es muss was anderes
sein.

Also bist du doch auch der Meinung, dass es nicht normal ist.

Nein, nicht nach meinen Massstäben. Nach den Bedürfnissen, die eine ganze Familie hat.

Na ja, einige Empfindlichkeiten sind schon deine, das mit der
Bügelfrau z.B. :wink:

Jeder hat so seine Schwachpunkte.

Er ist nicht der einzige der mich braucht. Ich habe auch noch ein Tochter. Wo bleibt Zeit für sie? Nach ihr und ihren Bedürfnissen fragst du nicht.

Ich habe mich nur auf den Teil mit der Ausfahrt bezogen. Deine
Gesamtsituation ist mir schon klar, aber ich habe einen
anstrengenden Job und diese Woche Betriebsratssitzung und
Vorstandssitzung und eine Menge Unterlagen vorzubereiten, dann
zweimal die Woche meinen Enkel über Nacht zu betreuen und
einen Haushalt. Ich denke mehr an dich, als mir gut tut. :wink:

Das ehrt mich sehr. Ich will aber nicht auch noch das Leben anderer durcheinander bringen, es reicht, wenn bei uns das Chaos herrscht.

Falls es Dich noch interessieren sollte, unter Neuigkeiten habe ich :noch wichtige Informationen hinzugefügt.

Habe ich nicht gefunden, sie hätten mich sehr interessiert. Hängen die noch irgendwo?

Ich habe es gelesen und hoffe es ist für dich eine Lösung in
Sicht.
Du sollst aber nicht nur auf den Kinderarzt hoffen, sondern
auch gleich jetzt Anfangen und die Ratschläge derer befolgen,
die dir geraten haben für dich mehr zu tun.

Da seid ihr ja alle mit meinem Mann einer Meinung. Aber es erfüllt mich durchaus, „Familienmangerin“ zu sein, ab und zu ein Kaffee mit den Freundinnen und ein bisschen shoppen oder einfach ein gutes Buch lesen. Meine Familie und diese Dinge reichen mir echt zum glücklich sein. Bis vor vier Monaten war das auch so. Das Leben ist nun mal nicht zuckersüß, Probleme gibt es immer wieder, und schlimmere wie das was ich hier habe auf jeden Fall. Dessen bin ich mir durchaus bewusst, aber es gibt doch auch so viele Dinge, die man nicht ändern kann, so dass es gilt, das was sich ändern lässt, auch anzugehen. Ich finde das tue ich.

Überwinde dich auch wenn du müde bist, so oft als möglich raus
aus dem Haus.

Bist Du ein Kumpel meines Mannes? :wink:

Ich habe viel über das was Du mir hier an den Kopf wirfst nachgedacht, vielleicht magst Du :ja über das was ich geschrieben habe, auch noch mal nachdenken.

Mache ich und wenn mir noch was Gescheites einfällt was dir
nicht schon geschrieben wurde, dann melde ich mich noch mal
bei dir.

Darüber würde ich mich freuen. Danke!

Gruß Melanie

Hallo Tilli,

ich glaube ich gründe einen Fanclub für Dich :wink:

Genau so habe ich das auch gesehen und mich echt gewundert. Es schien schon ein bißchen so zu sein, dass man auf Biegen und Brechen einen Schuldigen ausfindig machen müsste, und mein Mann da gerade recht wäre.

Ich danke Dir noch mal und hoffe, dass wir uns noch einige Male in diesem Forum begegnen werden, es würde mich freuen.

Herzliche Grüße
Melli (1.Mitglied in Deinem Fanclub) :wink:

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Hallo Melanie,

nun, sagen wir einmal so: Du hast auf konkrete Nachfragen bezüglich der Beteiligung Deines Mannes an der Familienarbeit praktisch keine konkreten Antworten gegeben.

Und wenn Du dann am Rande erwähnst, dass er des Abends im Büro sitzt, während Du noch irgendwelchen Haushaltskram erledigst, statt endlich einmal auszuspannen, oder dass er beim Zubettbringen entnervt aufgibt und dann doch Du Dich wieder um den Kleinen kümmerst, kann der geneigte Leser schon ins Grübeln kommen …

Es geht dabei keineswegs um Schuldzuweisungen oder gar persönliche Angriffe, es geht dabei nur darum, Dir aufzuzeigen, dass es in Deiner derzeit doch eher anstrengenden Lage eventuell doch noch Möglichkeiten gibt, Dir Entlastung zu verschaffen, bzw. Dich darin zu bestärken, angesichts Deiner Dauererschöpfung die - zusätzliche! - Hilfe von Deinem Mann auch einzufordern. Denn auch wenn der Alltag sich ansonsten zwischen euch gut eingependelt hat, ist dies imho eine Situation, in der Du mehr Unterstützung als sonst brauchst.

Beste Grüße

=^…^=

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teufelchen…–> mod? ginge das?
grinz!

dafür geb ich dir mal ganz unparteiisch einen stern…

schade eigentlich, dass man lobende sterne schweigend verteilt und negatives ausforulieren muß.

andersrum wärs doch besser. für jeden blöden beitrag kann es teufelchen geben und wenn man sieht, der beitrag hat 5 teufel gebracht, kann man überlegen, warum er wohl nicht gut ankam…

tilli

Hallo,

nun, sagen wir einmal so: Du hast auf konkrete Nachfragen
bezüglich der Beteiligung Deines Mannes an der Familienarbeit
praktisch keine konkreten Antworten gegeben.

Das liegt daran, dass ich was ihn angeht, da total ohne Hintergedanken war. Ihr habt mich gefragt wo er gerade ist, und ich habe gesagt, im Büro. Da sitzt er um die Zeit nicht, weils da so schön ruhig ist, sondern weil er jede Menge Arbeit hat, die sich auch nicht von selbst erledigt. Vorher hatte er den Kleinen, damit ich mal mit zwei Händen hier tippen und auch noch andere Sachen machen kann, das hatte ich auch geschrieben. Hätte ich mich von ihm alleine gelassen gefühlt, könnt ihr euch sicher sein, ich glaube so gut kann man mich inzwischen einschätzen, dass ich alles frei von der Leber weg schreibe, hätte ich das schon im AP geschrieben.

Es war halt ein bißchen schade, weil ich so gut drauf war, und das Gebohre nach meinem Mann mich genervt hat, weil ich meiner Meinung nach von ihm schon genug Unterstützung bekomme und fand, dass ich das auch klar gesagt habe. Mehr nicht.

Und wenn Du dann am Rande erwähnst, dass er des Abends im Büro
sitzt, während Du noch irgendwelchen Haushaltskram erledigst,
statt endlich einmal auszuspannen, oder dass er beim
Zubettbringen entnervt aufgibt und dann doch Du Dich wieder um
den Kleinen kümmerst, kann der geneigte Leser schon ins
Grübeln kommen …

Ja, das kann schon sein, aber das ist ja nicht das Kernproblem.

Es geht dabei keineswegs um Schuldzuweisungen oder gar
persönliche Angriffe, es geht dabei nur darum, Dir
aufzuzeigen, dass es in Deiner derzeit doch eher anstrengenden
Lage eventuell doch noch Möglichkeiten gibt, Dir Entlastung zu
verschaffen, bzw. Dich darin zu bestärken, angesichts Deiner
Dauererschöpfung die - zusätzliche! - Hilfe von Deinem Mann
auch einzufordern. Denn auch wenn der Alltag sich ansonsten
zwischen euch gut eingependelt hat, ist dies imho eine
Situation, in der Du mehr Unterstützung als sonst brauchst.

Das ist schon richtig, aber glaube mir, hier tut jeder was er kann, nur man hat ja an einigen meiner Reaktionen gesehen, dass die Nerven derzeit blank liegen, das kann und will ich nicht abstreiten.

Obwohl ein bißchen impulsiv war ich schon immer :wink:, glaub mir, ich wüsste wohin ich meinem Göttergatten treten müsste, wenn ich das Gefühl hätte, er würde mich hängen lassen…

Liebe Grüße

Melanie

Hallo Melanie,

ja mich sogar als schlechte Mutter hingestellt haben

ich antworte dir nochmal mit einer genaueren Erklärung.
Ich finde das passt ganz gut hier, obwohl ich mich auch auf unseren Kontakt weiter unten beziehe, weil ab hier auch viel nach deinem Mann gefragt wurde.

aber zu einer guten Mutter gehört auch sich so rechtzeitig helfen ::zu lassen,
Ich habe das Wörtchen „auch“ jetzt fett gemacht, vielleicht
liest es sich für dich jetzt anders.

Liest sich nicht besser und macht auch nicht mehr Sinn,

Der Sinn liegt darin, dass du dich durch viele Ratschläge angesprochen fühlst aber mit denen die dich zeitweise aus dem Haus jagen wollen:smile: nicht wirklich was anfangen kannst.

Du bist jetzt am Ende deiner Kräfte, ein bisschen was wird schon noch gehen, aber nicht mehr viel. Die Folge von kraftlos kann ein Zusammenbruch sein oder durch das geschwächt sein sonstige Krankheiten. Oder es kommt noch irgendeine Belastung daher auf die du keinen Einfluss hast und das gibt dir dann den Rest, weil keine Reserven da sind. Dann fällst du als Mutter für das Baby eine zeitlang aus und das ist für euch beide gar nicht gut, weil ihr auch beide nicht darauf vorbereitet seid. Bei dir kommt dann noch die Belastung dazu, weil du nicht die Gewissheit hast dass es einen Ersatz für dich gibt, (der z.B. dein Kind ins Bett bringt) und für dein Kind ist die Mutter nicht verfügbar und plötzlich ganz andere Verhältnisse.
Du hast geschrieben dein Mann hat es schon versucht, aber den Versuch abgebrochen und das Feld dir überlassen. Es wurde dir geantwortet, dass das vielen so geht und es besser klappt wenn Mama nicht da ist, weil es gehen muss. Bei mir war es auch so.
Du musst diesem Ersatz (Vater/Oma/Schwester/Freundin)Vertrauen entgegenbringen, ist klar. Die Linie ist von dir Vorgegeben, also nicht total konträr zu deinen Bettgehritualen.
Bei mir war es so, das Kind im Arm von meinem Mann weinend und Ärmchen ausgestreckend, mir hat es natürlich das Herz gebrochen :smile: und als ich aus der Tür war, war bald Ruhe laut Lagebericht.
Bei meinem Enkel war es auch so, meine Tochter war raus aus der Türe und er hat mich als Sklave akzeptiert. :wink: Wenn sie da war, ging das nicht so einfach.

Überwinde dich auch wenn du müde bist, so oft als möglich raus
aus dem Haus.

Bist Du ein Kumpel meines Mannes? :wink:

Er will dir helfen und er kann es auch! Es ist auch für ihn leichter wenn du am Anfang nicht daheim bist, bis sich das Kind an ihn gewöhnt hat. So hat er weniger zusätzlichen Stress weil er von dir beobachtet wird und dem Kind wird auch klarer dass Mama nicht verfügbar ist.

aber zu einer guten Mutter gehört auch sich so rechtzeitig helfen zu lassen,

Macht das für dich jetzt mehr Sinn?
Nicht so lange warten bis du total fertig bist sondern vorher Laut geben und für Hilfe = Ersatz sorgen, also sich rechtzeitig helfen lassen.
Mehrere Bezugspersonen machen auch dahingehend Sinn, dass sich das Kind nicht nur auf eine Person fixiert und lernt, dass seine Bedürfnisse nicht nur von Mama beachtet werden.

Einschlaf- und Durchschlafstörungen leiden, sehr
unausgeglichen sind und übermässig viel schreien
(Schreibabies). Das Verhalten meines Sohnes empfindet er als
eben n i c h t normal.

Ich auch nicht, aber mit dem Wörtchen normal ist das halt so eine Sache.
Ich habe dir ja geschrieben, dass ich ein Schreikind hatte. Jetzt habe ich mir heute den Link in diesem Thread angeschaut (damals vor über 20 Jahren gab es noch kein I-Net) und was habe ich festgestellt? Bis zu ca… 29% ist der Anteil der Schreibabys und so wirklich passt da meine Tochter nicht rein, also nicht mal ein normales Schreibaby hatte ich, so was! :wink:
Bei ihr ging es nicht schon ab den ersten Wochen los, sondern zwischen sitzen können und
krabbeln anfangen - ab da war der Spuk dann vorbei. Pünktlich jeden Abend zwischen 18h und 18:15 wie ein Uhrwerk, vor 18h war sie problemlos. Wir haben sie 1-1 1/5 Stunden getragen, da hat sie zwar nicht zu schreien aufgehört, war aber nicht gar so unglücklich
wenn sie Tapetenwechsel hatte und sie kam nicht in Rage. Zweimal habe ich versucht sie ins Gitterbett zu geben, da hat sie mit dem Köpfchen mit voller Wucht immer gegen die Stäbe geschlagen und ich habe sie ganz schnell raus geholt. Es war ihr egal wer sie trug, also habe ich jeden der sich anbot eingeteilt. 2 Personen mindestens, am besten waren drei – jeder eine halbe Stunde, das war auszuhalten.

Er hat mir für Donnerstag einen Termin gegeben und will dann
einen Fragenkatalog mit mir durchgehen, in dem alles haarklein
aufgedrüselt wird

Und mir wirfst du vor ich hacke auf Details rum. :wink:
Der wird dir Löcher in den Bauch fragen, weil es meistens nicht ein
großes, sondern viele kleine Problemchen sind, die sich Zug um Zug zu einem großen Problem entwickeln.

Neuer Kinderarzt und eine Tragehilfe ist schon ein guter Anfang. Dann lass noch deinen Mann ran und am besten noch einen Ersatz, gibt es eine Oma?

Und auch wenn du gerne die Familienmanagerin bist, ab und zu braucht jeder einen Freiraum, also schaffe dir den.

Liebe Grüße
Reny

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