Ich bin so traurig

Guten Morgen. Mich hat wieder die Angst um meine Kinder überwältigt. Der 20-jährige Tourette-Junge tickt zur Zeit wieder sehr viel und dabei beobachte ich natürlich intensiver meinen 15-jungen der Autist ist. Mir fällt dann besonders auf, wie sehr er zurückgeblieben ist. Es ist für mich eine so traurige Situation, alles zu bewältigen, anzunehmen. Immer und immer wieder die Frage „warum“. Warum haben gerade diese zwei Kinder so ausgefallene Krankheiten???Ich habe doch keinem Menschen etwas getan. Aber dann sehe ich wieder um mich und bewundere eine andere Mutter einen Ort weiter, wie sie ihr Schicksal meistern muss. Sie hat auch zwei Kinder, die geistig krank sind und ihr Mann von 46 Jahren ist vor 3 Wochen an Herzinfarkt gestorben. Warum gibt es soviel traurige Schicksale auf der Welt??? Und andere, die in den Tag leben, bekommen gesunde Kinder??? Ich komme heute aus dem Weinen nicht mehr heraus. Ich möchte auch meine Kinder nie in ein Heim später geben, wie manche Leute raten. Nein, ich habe mir geschworen, immer für sie dazusein. Den einzigen Menschen, den ich habe, ist noch mein lieber, lieber Mann. Wir sind ganz alleine. Die meiste Zeit geht alles gut, aber dann schlagen wieder solch traurige Tage in mein Leben und immer das große WARUM.
Ich bin schon 12 Jahre in psychologischer Begleitung. Hat jemand auch Erfahrungen mit kranken Kindern?
Eure Gudrun

Versuch einer Annäherung
Moin

Warum haben gerade diese zwei
Kinder so ausgefallene Krankheiten???

Du, ohne dir zu nahe treten zu wollen, und bei allem Respekt, aber das habe ich mich auch spontan gefragt,m als du sagtest, dass dein einer Sohn unter dem Tourette-Syndrom leidet und der andere Autist ist.
Es gibt ja unter den Laien die sehr verbreitete Ansicht, das Tourette-Syndrom sei eine rein neurologische Erkrankung und habe nichts mit der Persönlichkeitsdynamik zu schaffen. Ich persönlich halte das einfach nur für naiv. Aber das führt jetzt zu weit vom Thema weg. Dein Thema ist ja: Warum habe ausgerechnet ich zwei schwer psychisch gestörte Kinder? Nun, du schreibst, dass du selbst seit 12 Jahren in Therapie (meinetwegen auch nur begleitend, wie du schreibst)bist. Es scheint also einen Zusammenhgang zwischen deiner eigenen Persönlichkeit und der frühen Erziehung und Betreuung deiner Söhne zu geben.
Ich kann deine Traurigkeit verstehen, aber: Was wundert dich daran so sehr?

Hallo Gudrun,

nein - ich habe keine Erfahrung, aber ich kann mir vielleicht annähernd vorstellen, dass es zum einen sehr anstrengend sein muss und zum anderen die Familie auch seelisch stark belastet.

Gut - Du wirst bereits psychologisch begleitet, in welcher Form? Was mich nämlich wundert, ist, dass Du trotz langer psych. Betreuung aus diesen Sinnfragen nicht heraus kommst. Und das scheint ja nicht nur ab und an selten so zu sein, sondern häufiger, wenn ich Dich richtig verstehe.

Gibt es denn in Eurer Nähe keine Selbsthilfeeinrichtungen, private Gruppen, Kirchengemeinde was auch immer, die sich mit dem Thema Behinderung befassen oder gar Betroffene mit ähnlich erkrankten Kindern betreuen? Dieses Alleinsein mit Deinem Mann und den beiden Kindern würde ich als nicht besonders positiv empfinden.

Die Frage nach dem Warum ist sinnlos, auch das in gewisser Weise anderen, die Du nicht so positiv bewertest, neiden, dass sie gesunde Kinder haben. Es wird Dir niemand eine Antwort geben können. Aber Du weißt sicher selbst, dass Du auch mit Deinen kranken Kindern glücklich sein kannst. Sicherlich ist Tourette und Autismus nicht gerade vergleichbar mit Down o.ä. - der Umgang mit diesen Krankheitsbildern ist sicherlich ungleich schwieriger.

Ich würde Dir auf jeden Fall raten, triff Dich mit Menschen, die das gleiche erleben. Und wenn es nur 1 x im Monat oder 1 x im Quartal ist. Aber allein das Wissen, dass andere das gleiche erleben oder das Erfahren, wie andere mit Situationen umgehen, kann doch schon ungemein helfen und auch trösten.

Leider hilft Dir das allein nur traurig sein nicht weiter, das musst Du Dir immer wieder klar machen. Werde aktiv - falls Du das nicht sowieso schon bist (das konnte ich aus Deinem posting nicht herauslesen).

vielleicht schreibe ich hier auch totalen Unsinn, weil ich keine Ahnung habe. Aber Dein Posting kam mir so vor, als ob Du nicht viel unternimmst… Keine anderen Betroffenen triffst… Vielleicht irre ich mich auch total.

Viel Kraft und alles Gute
Aquilegia A.

Eine Frage: Hast Du auch behinderte Kinder?

1 „Gefällt mir“

Bitte erkläre mir Deine Meinung genauer. Sie hört sich fast wie ein Vorwurf an, ich hätte zu dieser Erkrankung meiner Kinder selbst beigetragen. Tourette ist eine genetisch bedingte Erkrankung, ich glaube, ich bin darin Spezialist geworden. Und Autismus besteht von Geburt an. Was hat denn da meine Erziehung mit zu tun? Ich verstehe nicht, warum man solche Antworten einstecken muss. Ich frage Dich nochmals, hast du auch nur ein behindertes Kind???

Jetzt geht es mir noch viel schlechter. Ich glaube, ich werde mich in solchen Angelegenheiten nicht mehr an das Forum wenden. Man geht ja zugrunde an Selbstvorwürfen, die man eh schon hat

2 „Gefällt mir“

Hallo,

ich wünschte ich könnte dir helfen - ich weiss bisschen wovon du sprichst.

Es ist für mich eine so
traurige Situation, alles zu bewältigen, anzunehmen. Immer und
immer wieder die Frage „warum“. Warum haben gerade diese zwei
Kinder so ausgefallene Krankheiten???

Das hab ich Zeit meines Lebens gedacht. Meine ältere Schwester ist geistig behindert. Als Kind ist man da empfindlicher - überall wo wir hingingen wurde man angestarrt. Ständig diese Blicke von fremden Leuten. Nicht nur schauen sondern richtig gaffen. Das konnte ich nicht mehr ertragen und hab mich geweigert mit meiner Familie wohin zugehen. Meine Schwester besucht die Behindertenwerkstätte. Es gibt Tage da ist sie ruhiger und dann wieder Tage da flippt sie total aus - auch trotz der Medikamente. Meine Mutter arbeitet Schicht 9-10 Stunden am Tag. Wenn Sie heimkommt hat sie keine Ruhe. Steht ständig unter Strom wegen meiner Schwester. Dann noch Haushalt etc.
Manchmal frage ich mich wie sie das hinkriegt. Da wir im selben Haus wohnen versuche ich sie zu unterstützen, im Haushalt, mit der Schwester. Und wenn ich ihr nur die Körperpflege mit meiner Schwester abnehme… denke ich dass sie dadurch bisschen Zeit hat… Kraft zu tanken. Tut mir irgendwie auch gut. Komisch, zeit meines Lebens wollte ich weg von meiner „komischen“ Familie. Jetzt wohne ich im selben Haus :wink:!

Ich möchte auch meine Kinder nie in ein
Heim später geben, wie manche Leute raten.

Das wollten meine Eltern auch nicht. Obwohl sie mich und meinen Bruder dadurch vernachlässigt haben (mussten). Früher wollte ich dass meine Schwester verschwindet ja sogar stirbt. Ich hatte immer das Gefühl dass wir „nicht normal“ waren als Familie weil sich immer alles um meine Schwester drehte. Als ich schwanger war mit meinen Zwillingen und unbedingt eine Fruchtwasseruntersuchung wollte, fragte mich der Arzt was ich denn tun würde wenn die Kinder behindert seien oder nur eines der Kinder.
Für mich war die Antwort klar: Abtreibung. Er konnte nur den Kopf schütteln, aber er kannte auch nicht meine Kindheit (wie MJ sagen würde).

Den einzigen Menschen, den
ich habe, ist noch mein lieber, lieber Mann. Wir sind ganz
alleine. Die meiste Zeit geht alles gut, aber dann schlagen
wieder solch traurige Tage in meinem LEben…

Das ist aber bei vielen Familien so, auch ohne kranke Kinder. Es ist ein Auf und Ab. Manchmal hilft mir dieser Spruch: Warum trägst du die Welt Huckepack, lass die Welt dich huckepack tragen!

Ich wünsch dir alles Gute für dich und deine Familie,
leider kann ich dir nicht helfen.

LG Melli

Lass dich bloß nicht fertig machen, wegen mancher Beiträge.
Wenn die Beiträge dir nichts bringen oder du dich angegriffen fühlst dann ignoriere es einfach.
Wobei manche provokanten Antworten auch einen zum Nachdenken aus einer anderen Perspektive zwingen. Manchmal hilft einem das weiter.

Mir tut es sehr leid für dich, dass deine Söhne krank sind.
Und ich verstehe, dass es dich mitnimmt, aber du musst versuchen die positiven Seiten des Lebens zu sehen. Du hast wenigstens Kinder, die dir bestimmt auch schöne Momente bescheren, andere Menschen haben ihre Kinder evt verloren oder können keine haben.

Ich wünsche dir viel Kraft und positive Energie deine Lebensaufgabe zu meistern.

Viele Grüße
Brina

2 „Gefällt mir“

Hallo Gudrun,

du investierst eine Menge an Liebe, Zeit und Lebenskraft in deine Kinder. Nun kann man sagen, das sei normal für Eltern, aber bei Eltern behinderter Kinder kommt oft hinzu, dass dieses intensive Kümmern nicht irgendwann mit dem Erwachsenwerden zu Ende ist, sondern anhalten kann, solange die Beteiligten (Kinder und Eltern) am Leben sind.

Und hier setzt meine Überlegung ein. Ich denke, es ist ein schier unmenschlicher Anspruch, Zeit seines Lebens ständig für seine Kinder da zu sein. Woher soll all die Kraft denn kommen, dies durchzustehen?

Ich möchte auch meine Kinder nie in ein Heim später geben, wie manche Leute raten. Nein, ich habe mir geschworen, immer für sie dazusein.

Was wäre so schrecklich daran? Und warum musstest du dir das schwören? Das klingt ein wenig wie „du und deine Kinder gegen den Rest der Welt“. Aber das muss doch gar nicht so sein.

Ich bin in vielen Behinderteneinrichtungen unterwegs, und ich staune immer wieder, wieviel Menschen möglich ist, wenn sie in einem entsprechenden Umfeld dir richtigen Hilfen und Förderungen erhalten. Im Idealfall beobachte ich eine Mischung aus Förderung (und auch Forderung) und einem liebevollen Zuhause, in das die „Kinder“, die ja oft schon erwachsen sind, am Wochenende zurück kehren können.

Dort freuen sich Eltern auf sie, die ihr eigenes Leben nicht vergessen haben, weil sie nur noch für ihre Kinder da sein müssen. Eltern, die auch für sich selbst sorgen, um möglichst lange Kraft und Gesundheit für ihre Kinder zu haben.

Ich möchte dir Mut machen: Die Kinder in ein Heim zu geben, bedeutet noch lange nicht, sie abzuschieben oder sie gar weniger zu lieben. Nicht behinderte Kinder lässt man doch auch los und kettet sie nicht an die eigene Fürsorge.

Vielleicht fasst ihr euch doch noch ein Herz und schaut euch an, welche Möglichkeiten sich euren Kindern außerhalb der eigenen vier Wände bieten können? Sie gehen euch doch dabei nicht verloren. Aber ihr habt 5 Tage lang Zeit für euch beide - und damit auch eine Chance, eure Einsamkeit zu beenden und Freunde zu finden.

Die Einzigen, die verlangen, dass ihr euer Leben für eure Kinder aufgebt, seid ihr selbst. Auch Kinder wünschen sich, dass ihre Eltern glücklich sind.

Schöne Grüße,
Jule

Ich muss sagen, es geht jetzt besser. Wenn man nicht weiter weiss, ist dieses Forum hier sehr viel Stütze. Besser als alle, die bei uns wohnen oder sonst wer.
Danke Gudrun

Hallo Gudrun,

ich beneide Dich wahrlich nicht um Dein Schicksal - allein, was Du daraus machst, kannst (und solltest) Du soweit als möglich selbst bestimmen und für Dich stimmig einrichten.

So wie Du es derzeit hast, scheint es nicht zu „passen“ und - offen gestanden - würde mich diese selbstgewählte „Ausweglosigkeit“ (so scheint es wohl aus Deiner Perspektive) mind. auch traurig machen . . .

Dein „Tunnelblick“ wird m. E. noch durch den marzialisch anmutenden Schwur „imer für andere da zu sein“ untermauert und Du setzt Dich damit nicht nur selbst unter Druck, sondern auch in eine selbst gebaute Falle.

Es gehört m. E. zum Eltern-sein dazu, Kinder irgendwann loszulassen und ich bezweifle, dass das Ausleben Deines „immer-für-sie-dasein-Schwures“ zwingend nur gut sein muss für Deine Kinder - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist es allerdings für Dich nicht gut. So wie Deine Kinder irgendwann voraussichtlich Mal ohne Eltern/Mutter werden leben müssen (oder willst Du sie mit Dir in den Tod nehmen?), so solltest Du m. E. lernen, loszulassen und Dich selbst wieder mehr in den Fokus Deiner eigenen Lebensplanung stellen: Wo bleibst Du, wo bleiben Deine Bedürfnisse, Deine Wünsche und Hoffnungen, die Lebensmut machen???

Ich rate Dir, Dich/Euch ernsthaft mit dem Thema auseinander zu setzen, dass Eure Kinder nicht immer bei Dir/Euch sein könnten und sollten!

Schaut Euch nach kompetenten Hilfseinrichtungen und Möglichkeiten für die Kinder um - je eher ihr dafür Lösungen findet, umso mehr könnt Ihr (Eltern wie Kinder) diese Zeit genießen und ggf. was ändern, falls es nicht passt. Jetzt kannst Du noch vieles beeinflussen, beurteilen und entscheiden. Wenn die Kinder irgendwann nciht mehr bei/mit Dir leben können, weil Du es nicht mehr schaffst, kannst Du gar nichts mehr für sie tun und die Entscheidungen treffen andere - findest Du das wirklich besser?

Ich glaube, dass Du eine Perspektive haben solltest für die Zeit ohne Kinder (im eigenen Haushalt): Setz´ Dich Mal mit Deinem lieben Gatten zusammen und plant Euer weiteres Leben: Was wollt Ihr zusammen (noch) machen? Reisen? Wie wollt Ihr selbst im Alter leben? Hobbies? usw. usf.

Aus Deiner momentanen Perspektive mag das fast unmöglich klingen, aber Du musst m. E. „aus dem Loch“ raus und sei es, dass Du Dich selbst an den Haaren herausziehst!

Treten wenn jmd. am Boden liegt
Hallo van Branden,

warum musst du jemandem,dem es schlecht geht, der traurig ist etc. auch noch so etwas schreiben?
Du bist doch ein „Fachmann“ - zumindest angeblich. Ich wundere mich allerdings immer mehr über deine Beiträge hier im Forum…
Weisst du denn nicht, was du mit solchen Beiträgen anrichtest?

DM

8 „Gefällt mir“

Ich würde Dir auf jeden Fall raten, triff Dich mit Menschen,
die das gleiche erleben. Und wenn es nur 1 x im Monat oder 1 x
im Quartal ist. Aber allein das Wissen, dass andere das
gleiche erleben oder das Erfahren, wie andere mit Situationen
umgehen, kann doch schon ungemein helfen und auch trösten.

Das find ich gut.
Sie weiss ja auch von einer anderen Frau in der Nähe die auch kranke Kinder hat. Vielleicht wär das mal ein Anfang : Kontakt zu der anderen Mutter zu suchen, reden. Höchstwahrscheinlich geht es der anderen nämlich genauso.

LG

Dein Thema ist ja: Warum habe
ausgerechnet ich zwei schwer psychisch gestörte Kinder? Nun,
du schreibst, dass du selbst seit 12 Jahren in Therapie
(meinetwegen auch nur begleitend, wie du schreibst)bist. Es
scheint also einen Zusammenhgang zwischen deiner eigenen
Persönlichkeit und der frühen Erziehung und Betreuung deiner
Söhne zu geben.

Wie meinst du das? Ich verstehs nicht.

Was wundert dich
daran so sehr?

Wie was jetzt? Willst du damit sagen dass sie sich nicht wundern braucht dass die Kinder krank sind weil sie psychologisch behandelt wurde/wird?

Moin

warum musst du jemandem,dem es schlecht geht, der traurig ist
etc. auch noch so etwas schreiben?

Weil die Wahrheit oftmals heilsamer ist als verblödete Kuschel-Avancen.

Du bist doch ein „Fachmann“ - zumindest angeblich. Ich wundere
mich allerdings immer mehr über deine Beiträge hier im
Forum…

Das steht dir wie jedem anderen Laien selbstverstäncdlich frei.

Weisst du denn nicht, was du mit solchen Beiträgen anrichtest?

O doch. Desqwegen schreibe ich ja sowas.

7 „Gefällt mir“

Jetzt geht es mir noch viel schlechter. Ich glaube, ich werde
mich in solchen Angelegenheiten nicht mehr an das Forum
wenden.

Das in ein erster Schritt in die richtige Rechnung. Solche Foren wie dieses hier können dir keine TRherapie ersetzen - hier findest du überwiegend Laienmeinungen unter Niveau. Dieses Forum hatte mal ein besseres Niveau, heute liegt es etwa im Rahmen des Nachmittags-Unterschichten-Fernsehens.
Gruß,
B.

5 „Gefällt mir“

Bitte erkläre mir Deine Meinung genauer. Sie hört sich fast
wie ein Vorwurf an, ich hätte zu dieser Erkrankung meiner
Kinder selbst beigetragen. Tourette ist eine genetisch
bedingte Erkrankung, ich glaube, ich bin darin Spezialist
geworden.

Ganz offenbar bist du darin k e i n e Spezialistin geworden. Wenn man kranke inder hat, ist man n och lange kein Spezialist. Und umgekehrt muss man keine kranken Kinxder haben, um etwas davon zu verstehen. Du musst auch nicht Morphinist sein, um Morphinisten zu behandeln oder Diabetiker sein, um Diabetiker zu behandeln.
Das Tourette-Syndrom ist in meinen Augen k e i n e genetische Erkrankung, jedenfalls nicht 100%ig vererbt. Es zeigen sich zu viele Übereinstimmungen mit der Psychodynamik der Zwangsneurosen etc.
(Warum muss der Touretter häufiger öbszön fluchen, wenn er in die Kirche geht?) Ein weites Feld, auf dem man sich als psychiatrisch geschulter Mensch über Jahre oder Jahrzehnte forschend annähern kann.

Und Autismus besteht von Geburt an.

Auch eine viel zu eindiemnsionale Sicht des Autismus.

Was hat denn da
meine Erziehung mit zu tun? Ich verstehe nicht, warum man
solche Antworten einstecken muss.

Weil sie wahr sind. Man sollte sich der Realität öfters mal annähern, meine Guteste.
Ich frage Dich nochmals,

hast du auch nur ein behindertes Kind???

ch habe vier Kinder. Jedes hat seine ganz eigene Persönlichkeit und seine ganz eigenen Probleme.
Gruß,
Branden

3 „Gefällt mir“

van Branden

Also, ich kann nur eines sagen, mir geht es viel besser. Ich werde heute mittag die Frau von 46 Jahren besuchen, denn unsere Kinder haben heute schulfrei. Sie ist viel schlimmer dran, denke ich. Auch werde ich mit meinem Mann unser zukünftiges Leben besprechen und wohl auch organisieren. Es gibt hier bei uns ein betreutes Wohnen. Ich glaube, die Kinder haben in der Woche dort mehr Abwechslung als bei uns zu Hause. Die Wochenenden können wir dann wirklich viel besser organisieren. Auch finden mein Mann und ich Zeit, Ruhe zu finden. Irgendwann gibt es uns Eltern auch nicht mehr. Es wird auch für die Kinder langweilig. Die vielen Ratschläge, die ich bisher bekommen habe, habe mich zum Überlegen gebracht. Und was diesen Herrn van Branden angeht, dachte ich zuerst, ich hätte ihn verkehrt verstanden. Aber das ist ein Mensch, der groß mitreden will, aber Null-Ahnung hat. Was will dieser Mensch von Tourette wissen? Nichts. Ich meine, diesem Menschen geht es nur gut, wenn es anderen schlecht geht. Es ist eine Art Befriedigung für ihn, solche Antworten zu geben. Also nicht Herr van Branden, sondern Herr Pfui Branden.
Es geht mir jetzt irgendwie gut.
Danke Gudrun
>

Ich werde von Ihnen keine Artikel mehr zu Herzen nehmen. Sie wollen doch nur provozieren. Diskussionen anregen, anheizen. Aber Sie können nicht jetzt mehr auf die Höhe bringen. Sie sind ein armer, armer Mensch. Ihre armen vier Kindern haben solch einen Menschen als Vater. Arme, arme Kinder.

Hallo,

gerade in den letzten Tagen habe ich von einer Familie gehört, in der der älteste Sohn eine geistige Behinderung hat.
Als seine jüngeren Geschwister von zu Hause auszogen, wollte er als der älteste
das auch. Er lebt in einer Behinderteneinrichtung, und das ist seine Art der Unabhängigkeit und des Erwachsenseins.

Mir ist klar, dass das ein völlig anderes Krankheitsbild ist - aber ich fand seinen Blick auf das Betreute Wohnen interessant.

Alles Gute für Euch!

Jule

3 „Gefällt mir“