Ich glaube es kaum

Hallo,
ich muß es einfach mal schreiben, obwohl mein Kind schon groß ist.
Ich muß irgendwie immer dran denken, denn es hat mich ziemlich unangenehm berührt.
Gestern im Supermarkt hörte ich ein Kind brüllen - nichts ungewöhnliches, hat sicher seinen Willen nicht bekommen. Dann sah ich es und die Mutter dazu. Kind etwa 4 Jahre. Es boxte der Mutter mit aller Gewalt laufend auf den Po und in den Rücken. Wirklich, sehr heftig, ich sah in dem Gesicht des Kindes (ein Junge) die unbeschreibliche Wut. Als die Mutter sich bückte, um Sachen aus dem Einkaufskorb zu nehmen, versuchte es der Mutte ins Gesicht zu schlagen. Es wirkte alles so unheimlich agressiv!!! Die Mutter sagte nur: Ach hör doch auf, Du bekommst sonst keinen Trecker zu Weihnachten. Die Mutter ging dann die Treppen runter und das Kind folgte, heulen, greinend, stehen bleibend. Weiter habe ich das nicht mehr verfolgt.
Ich habe mich gefragt, hat die Mutter überhaupt noch eine Chance das Kind zu erziehen??? Oder ist es schon zu spät?
Es hat mich wirklich unangenehm beeindruckt und gibt mir zu denken.
Was meint Ihr dazu… ist das so normal?

eve *sich Gedanken machend, obwohl nicht betroffen*

Liebe Grüße

Ja, sowas läuft einem nach.
Vielleicht wird das Kind zu Hause selbst geschlagen. Jeden Schlag, den ein Kind bekommt, gibt es irgendwann weiter. Vielleicht sofort, vielleicht im Kindergarten oder auf dem Schulhof. Vielleicht erst Jahre später an die eigenen Kinder. Aber es gibt jeden Schlag weiter.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Nike,

Vielleicht wird das Kind zu Hause selbst geschlagen.

Dies möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen.
Ich schlage meine Kinder gewiss nicht, meine Kleine (2,5 Jahre alt, wird von keinem geschlagen) jedoch haut in Momenten der Wut/Ohnmacht schon mal zu - was ihr dann kurz darauf wieder leid tut. Sie weiß in diesem Moment das Gefühl der Verzweiflung (noch) nicht anders auszudrücken. Sie spricht sehr gut (lange Sätze), nimmt in diesen Momenten jetzt auch immer mehr Worte statt Fäuste zur Hilfe, aber eben nicht immer. Es ist oft auch ein Stück Temperament, was da durchkommt. In Momenten, wo meine Große sich eher hinstellte und weinte, geht die Kleine auf die Barrikaden.
Es ist auch ein Stück weit normal, dass die Kinder eben noch nicht wie (die meisten) Erwachsenen dann die Fäuste in der Tasche ballen und bis zehn zählen. Ich finde es auch normal und gut, dass die betreffende Mutter sich vor Ort auf keine Diskussion eingelassen hat. Wie sie die Situation im Nachgang dann behandelt (sprich: vernünftiges Gespräch daheim in Ruhe), das können wir nicht wissen.
Ich bestreite gar nicht, dass Kinder Dinge, die ihnen selbst widerfahren - im Guten wie im Schlechten - im Spiel und in ihren eigenen Handlungen ausdrücken und weitergeben. Manchmal aber kommen auch ganz einfach uralte, angeborene Verhaltensweisen zum Vorschein, die wir nicht erlernt haben (vgl. dazu auch Fluchtreflex etc.).

Viele Grüße

Heike

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Hallöchen!
Schon möglich, dass das Kind zu Hause geschlagen wird, es kann jedoch x weitrre Möglichkeiten für dieses Verhalten geben. Ein Paar Beispiele:

  • geringes Selbstbewusstsein
  • daraus resultierend geringe Frustrationstoleranz ( wenn es etwas nicht bekommen hat, etc.)
  • fehlende Möglichkeiten, seinen Unmut auszudrücken
  • unsichere Bindung zur Mutter
  • … oder aber einfach „verzogen“

Klar hat die Mutter die Möglichkeit, dieses Verhalten dem Kind „abzuerziehen“ ( blödes Wort, *g*), aber das wird immer schwieriger, je älter das Kind und somit dieses Verhalten „eingefahren“ wird.
Wenn das Kind natürlich Erfolg damit hat und die Mutter auch nur ab und zu in solchen Situationen nachgibt, wirds umso schwieriger.

Da Du ja über das Kind nichts weiter weißt, ist es schwer, hier etwas Konkretes zu sagen, aber das waren so die Gedanken, die mir dazu durch den Kopf gehen.
Lg Dani

P.S.: Als Erzieherin begegnen mir solche Verhaltensmuster öfter, also kein Einzelfall :wink:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Nachtrag
Hatte ich noch vergessen: Kinder in dem Alter orientieren sich ganz stark an Vorbildern. Möglich wäre auch, dass sich das Kind sein Verhalten bei einem Geschwisterkind (älter UND jünger), aber auch bei seinen Eltern oder einem Kindergartenkind abgeguckt hat!
Lg Dani

Nachtrag
Ich wollte nur noch anmerken, dass ich bei meinen Kindern es natürlich nicht dulde, dass sie jemanden schlagen, kratzen, beißen… Vielmehr zeige ich ihnen andere, gesellschaftlich akzeptierte Verhaltensmuster auf, um ihre Gefühle auszudrücken.
Ich ermutige beide, ihre Gefühle verbal auszudrücken, was auch immer mehr gelingt. (Nur nebenbei: Vom zeitlich begrenzt verfügbaren „Erziehungshelfer“ Weihnachtsmann/Weihnachtsgeschenke halte ich nichts.)
Im allgemeinen gelten meine „Damen“ auch als wohlerzogen bei Freunden und Bekannten.
Dies nur mal so zur Klarstellung, weil man meinem ersten Text eventuell hätte entnehmen können, dass man ein gewisses Potenzial an kindlicher Agression als naturgegeben hinnehmen müsste. Dem ist natürlich nicht so, nur sollte man verstehen dass:

  1. das Kind es nicht unbedingt böse meint
  2. nicht jedes Kind geschlagen wird, das seinen Unmut körperlich ausdrückt.

Viele Grüße, Heike

Hallo

Vielleicht wird das Kind zu Hause selbst geschlagen. Jeden
Schlag, den ein Kind bekommt, gibt es irgendwann weiter.

Glaub ich hier eher nicht, jedenfalls nicht von dieser Mutter. Das Kind würde diese Schläge sonst wahrscheinlich an einen Kleineren weitergeben, und auf keinen Fall zurück an die Mutter. So heldenhaft ist der Mensch leider nicht.

Das einzige was ich mir hier leicht vorstellen kann ist, dass die Mutter auch vom Vater geschlagen wird, und dass dieser von der Mutter absoluten Gehorsam erwartet, ansonsten folgen Wutanfälle. Und der Kleine imitiert ihn halt.

Ich stell mir aber eher vor, dass die Mutter dem Kind zu lange jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat, und dass es das Kind deswegen als sein Recht ansieht, dass ihm jeder Wunsch erfüllt wird, und es als Liebesentzug empfindet, wenn dies nicht geschieht. So ist das nämlich oft, wenn man sowas zu lange aufschiebt.

Viele Grüße
Simsy

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Hi!

Ich habe mich gefragt, hat die Mutter überhaupt noch eine
Chance das Kind zu erziehen???

Aber sie hat das Kind doch erzogen und Du warst sogar dabei! Sie hat dem Kind gezeigt, daß es mit Schlagen und Treten einfach NICHTS erreicht.
Das ist in meinen Augen der (insbesondere in der Öffentlichkeit!) einzig richtige Umgang mit wütenden, tobenden (Klein-)Kindern.

Das Ziel jeder Erziehung sind doch selbstständige, eigenverantwortliche, selbstbewußte, aber „anständige“ (soziale, rücksichtsvolle) Erwachsene. Ob diese Mutter dieses Ziel LANGFRISTIG erreicht, kannst Du durch so eine Momentaufnahme doch absolut nicht einschätzen!

Meine persönliche Erfahrung ist: wenn man in den ersten fünf bis zehn Jahren die Nerven behält, dem Kind ein Vorbild ist, immer wieder die Einhaltung gewisser Verhaltensweisen und Werte einfordert (das könnte im konkreten Beispiel auch durch ein späteres Gespräch geschehen!), sich weder durch das Kind noch (mindestens genauso wichtig!) durch die Umgebung zu eigentlich nicht ins eigene Konzept passenden Reaktionen drängen läßt, dann erntet man die Früchte schon in der Pubertät.

alien

P.S.: Es kann natürlich sein, daß diese Mutter schon resigniert hat, dann wird das Kind ein Rowdy bleiben. Aber gefährlicher als dem Kind das Ausleben seiner Wut in nicht ganz erwachsenengemäßer Form zu erlauben wäre es, dem Kind nachzugeben, damit die Umwelt nur ein wohlerzogenes friedliches „Musterkind“ zu sehen bekommt.

Was meint Ihr dazu… ist das so normal?

Hallo Eve,

was ist schon normal! Eltern-Kind-Beziehungen bedingen einander, Entwicklungen verlaufen schleichend, so dass selbst die Eltern nicht mehr wissen, wann was angefangen hat. Hinzu kommt, dass Vierjährige maßlos wütend werden können, sich also selbst aus der Empfindung nicht mehr heraus helfen können. Auf der anderen Seite sind öffentliche Orte heutzutage ein unbehaglicher Platz geworden, auf sein Kind so zu reagieren, wie man meint, dass es richtig ist. Noch nie „wußte“ man über Kindererziehung so viel, was die sehr viele Eltern ziemlich verunsichert, und sie lieber gar nichts tun.
Ich denke, dass die Frau überfordert war und einfach resignierte. Augen zu und durch. Und zornige Kinder leiden unter ihrer Verzweiflung oder besser Selbstzweifel oder Selbstüberschätzung?, für sie ist Streit etwas Substanzielles, denn sie suchen ihre Grenzen regelrecht.
Insofern ist das der normale Wahnsinn, den du da beobachtet hast.

Ich denke darüber nach, ob wir überpfindlich geworden sind, wenn wir Auseinandersetzung zwischen Eltern und Kindern sehen. Klar, die Mutter hätte die Schläge nicht aushalten müssen. Ich hätte mich entschieden dagegen gewehrt, so geht man in der Familie nicht miteinander um. Das kann auch ein Kleines verstehen - aber leider erst, wenn es sich wieder beruhigt hat.
Zu spät ist es niemals an seiner Elter-Kind-Beziehung zu arbeiten.

Meine sind auch schon groß - was bin ich froh. *seufz*

Grüße
Ricarda

Aber sie hat das Kind doch erzogen und Du warst sogar dabei!
Sie hat dem Kind gezeigt, daß es mit Schlagen und Treten
einfach NICHTS erreicht.

sorry. Aber so ein Schwachsinn habe ich selten gehört und die
Sterne sprechen eine traurige Sprache.

DASS ein Kind mal weint wenn es seinen Willen nicht bekommt ist normal und damit richtig umzugehen ist Erziehung und wichtig.

Gewalt von Seiten des Kindes in unentschuldbar und deutet eben genau darauf hin, dass keine Erziehung stattgefunden hat. Sie schreibt von Wut und Gesicht schlagen usw. und dass hat mit Erziehung bei einem 4 jährigen Kind nichts mehr zu tun.

Das Kind hat keine Beziehung zu seiner Mutter, keine Wärme und keine Liebe.
Die Mutter hat auch nicht aufgegeben, sie einfach keinen Plan… ein Satz wie „dann bekommst Du zu Weihnachten kein …“ sagt doch schon alles. Das Kind ist für die Mutter (und umgekehrt) ein Fremdkörper.

Das ist in meinen Augen der (insbesondere in der
Öffentlichkeit!) einzig richtige Umgang mit wütenden, tobenden
(Klein-)Kindern.

Unfug. Der Fehler ist schon viel früher gemacht worden; das ist keine plötzliche Erscheinung.

Das Ziel jeder Erziehung sind doch selbstständige,
eigenverantwortliche, selbstbewußte, aber „anständige“
(soziale, rücksichtsvolle) Erwachsene. Ob diese Mutter dieses
Ziel LANGFRISTIG erreicht, kannst Du durch so eine
Momentaufnahme doch absolut nicht einschätzen!

sicher lässt sich das einschätzen. Sie braucht dringend therapeutische Hilfe, sie ist überfordert.

Meine persönliche Erfahrung ist: wenn man in den ersten fünf
bis zehn Jahren die Nerven behält, dem Kind ein Vorbild ist,

NEIN. Sicherlich ist Vorbild sehr wichtig aber vor allem ist Liebe und Zuneigung und Zärtlichkeit wichtig, dann kommt ein Kind nicht auf die Idee so auszurasten. Kindern sind von hause aus friedlich und liebesbedürftig, sie werden so erst DURCH die Erziehung gemacht.
Also, diese Wutausbrüche sind das Produkt der Erziehung.

immer wieder die Einhaltung gewisser Verhaltensweisen und
Werte einfordert (das könnte im konkreten Beispiel auch durch
ein späteres Gespräch geschehen!),

unbenommen.

drängen läßt, dann erntet man die Früchte schon in der
Pubertät.

:smile: die Früchte dieses Früchtchens möchte ich nicht ernten müssen.

P.S.: Es kann natürlich sein, daß diese Mutter schon
resigniert hat, dann wird das Kind ein Rowdy bleiben. Aber

das ist so. Sie braucht dringend Hilfe von aussen.

Gruss

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Hi,

Kindern sind von hause
aus friedlich und liebesbedürftig, sie werden so erst DURCH
die Erziehung gemacht.

sorry, aber: Bullshit!

Kinder kennen erstmal weder Respekt noch Rücksichtnahme, die kennen erstmal nur sich selbst und ihre Bedürfnisse. Ab einem gewissen Alter bekommen sie mit, dass nicht immer alles so läuft, wie sie sich das vorstellen, und dann testen sie aus, was denn so geht. Das kann sich darin äußern, dass sie mal völlig austicken, wenn es nicht so läuft, wie sie wollen. Das ist zunächst mal ein normaler Entwicklungsprozess. Und dann kommen die Eltern ins Spiel, die mit den „Launen“ umgehen müssen und das Kind so erziehen, dass es eben mit der Zeit kapiert, dass sich die Welt nicht nur ums Kind sondern auch um andere Menschen dreht.

Zum vorliegenden Fall können wir aber wohl alle nix sagen, da keiner weiß, ob das schon öfter vorgekommen ist oder das erste Mal war. Ich geb dir aber soweit recht, dass die Antwort der Mutter („dann gibts eben nicht …“) völlig für den Eimer war.

Gruß
Cess

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Erstaunliches Urteilvermögen

DASS ein Kind mal weint wenn es seinen Willen nicht bekommt
ist normal und damit richtig umzugehen ist Erziehung und
wichtig.

Wie sieht denn deiner Meinung nach die richtige Reaktion aus?

Das Kind hat keine Beziehung zu seiner Mutter, keine Wärme und
keine Liebe.
Die Mutter hat auch nicht aufgegeben, sie einfach keinen
Plan… ein Satz wie „dann bekommst Du zu Weihnachten kein
…“ sagt doch schon alles. Das Kind ist für die Mutter (und
umgekehrt) ein Fremdkörper.

Erstaunlich, wieviel Du über die beiden weißt, wo du doch nur eine Erzählung einer einzigen Begebenheit kennst.

sicher lässt sich das einschätzen. Sie braucht dringend
therapeutische Hilfe, sie ist überfordert.

Jawohl, auf den ersten Blick auf eine Erzählung aus zweiter Hand. Bist Du Hellseher?

Kindern sind von hause
aus friedlich und liebesbedürftig, sie werden so erst DURCH
die Erziehung gemacht.
Also, diese Wutausbrüche sind das Produkt der Erziehung.

Da muß ich drüber lachen - ganz ehrlich. Das angeborene Verhaltensmuster umfaßt alle Facetten, da kannst Du sicher sein. Die Frage ist, was man draus macht. Aber ausprobiert werden sie alle.

:smile: die Früchte dieses Früchtchens möchte ich nicht ernten
müssen.

Mußt Du ja auch nocht.

das ist so. Sie braucht dringend Hilfe von aussen.

Ruft das Jugendamt, sofort!

Warum ich so reagiere? Ich habe nämlich auch ein Kind, das gern mal austickt. Er ist dann nicht mehr ansprechbar, schlägt um sich, egal wohin und mit was.
Und ich kenne die Reaktionen meiner Umgebung, wenn die sowas mitbekommen. Die reicht von: Das arme Kind, es soll vor dieser Mutter beschützt werden, die Frau ist völlig überfordert (und damit hatten sie im Moment sogar zum Teil recht :wink: ). Bis zu dem Tipp, mein Kind zu verprügeln.

(Für die, die sich jetzt Sorgen machen: Mit der Zeit hat er gelernt, sich besser zu beherrschen. Und: Ja, ich habe sicher auch Fehler gemacht in meinen Reaktionen. So ist das mit der Erziehung)

Vorsicht also vor vorschnellen Urteilen.

kernig

Also ich glaube ja…
…die Frau nimmt bestimmt Drogen. Und der Vater ist Alkoholiker und die Mutter ist bestimmt als Kind mißbraucht worden.

Ich wundere mich, was Ihr alles konstruiert aus dieser kleinen Begebenheit.

kernig

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Hi!

Wieviele Kinder hast DU erzogen? Wie alt sind sie?

Sorry, aber wer eine Aussage, die ihm nicht in den Kram paßt, als „Schwachsinn“ abtut und dann noch behauptet, Wutanfälle bei „ungefähr Vierjährigen“ (könnte auch ein dreijähriges Trotzkind gewesen sein) seien abnormal, den kann ich nicht ernst nehmen.

Gewalt von Seiten des Kindes in unentschuldbar und deutet eben
genau darauf hin, dass keine Erziehung stattgefunden hat.

DAS ist Schwachsinn! (Hätte ich nie so gesagt, aber Du hast angefangen… )

Das Kind hat keine Beziehung zu seiner Mutter, keine Wärme und
keine Liebe.

Du scheinst nicht viel Ahnung von Kindern zu haben.
Daß ein Kind sich so gehen läßt, deutet im Gegenteil auf eine stabile Beziehung zur Mutter hin - denn nur, wenn das Kind blind darauf vertraut, daß die Mutter es immer und unter allen Umstaänden liebt, wird es sich so gehen zu lassen.

ein Satz wie „dann bekommst Du zu Weihnachten kein
…“

klingt für mich nach „fürs Publikum“. *gÜ

Unfug. Der Fehler ist schon viel früher gemacht worden; das
ist keine plötzliche Erscheinung.

Nicht jeder sieht das Ziel seiner Erziehung darin, ein Kind möglichst rasch „zum Funktionieren“ zu bringen. Willensstarke Kidner überzeugt man nicht in drei, vier Jahren - aber welcher denkende Mensch will schon den Willen seines starken Kindes brechen?

NEIN. Sicherlich ist Vorbild sehr wichtig aber vor allem ist
Liebe und Zuneigung und Zärtlichkeit wichtig, dann kommt ein
Kind nicht auf die Idee so auszurasten.

DAS finde ich fast schon herzig. Ein Kind rastet nicht aus, weil es böse ist - ein Kind rastet aus, weil es mit seiner Enttäuschung, seiner Wut noch nicht umgehen kann. Aber das lernen sie alle. *g* (Jetzt einmal abgesehen davon, daß „Vorbild sein“ das Vermitteln von Liebe und Geborgenheit und Zärtlichkeit ja in keinster Weise ausschließt.)

drängen läßt, dann erntet man die Früchte schon in der
Pubertät.

:smile: die Früchte dieses Früchtchens möchte ich nicht ernten
müssen.

Ach, ich kenn solche Ausraster zur Genüge. Haben sich alle bis zur Pubertät gegeben.
Ich hatte halt das Glück, Hausfrau zu sein. Dadurch verbrachten auch meine Kinder nur ein paar Stunden auswärts (Kindergarten, Volksschule), wo sie sich beherrschen mußten, ich konnte aber diverse Wege (wie Einkäufe) in die kinderfreien Stunden legen, hatte sogar eine Mutter, die gerne und oft „babysitten“ kam, wodurch ich die Kinder so gut wie nie mitschleppen mußte - also spielten sich solche (oder ähnliche) Szenen nicht in der Öffentlichkeit ab. (Da kann man nämlich nicht einfach aus dem Zimmer gehen, bis das Kind sich beruhigt.)

Tja, meine Kinder toben schon länger nicht mehr, gelten im Gegenteil als auffallend sozial und ruhig und reif und vernünftig - irgendwas stimmt an Deiner Theorie nicht. *g*

alien, nicht nur gewalt-, sondern gänzlich straffrei erziehend.

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Hallo

Ich wundere mich, was Ihr alles konstruiert aus dieser kleinen
Begebenheit.

Was soll man gerade hier bei solch einer Fragestellung denn sonst machen, als etwas konstruieren?

Warum liest du hier eigentlich die Beiträge, die ja entweder notgedrungen konstruiert, oder ziemlich inhaltsleer sein müssen? Nur um dich darüber zu wundern, was wir alles konstruieren?

Viele Grüße
Simsy

Hi there,

Vielleicht wird das Kind zu Hause selbst geschlagen. Jeden
Schlag, den ein Kind bekommt, gibt es irgendwann weiter.

Glaub ich hier eher nicht, jedenfalls nicht von dieser Mutter.

Oh, ich meinte nicht, sagen zu können, wer das Kind schlägt. Wenn ich ins Blaue schießen sollte, würde ich dann auch eher auf den Vater tippen - aber eine „Prognose“ wäre da wirklich fehl am Platz. So viel habe ich von der Situation nicht erfahren.
Es ging nur um eine mögliche Erklärung für das Verhalten des Kindes.

Liebe Grüße,
Nike

Hi Heike,

Ich schlage meine Kinder gewiss nicht, meine Kleine (2,5 Jahre
alt, wird von keinem geschlagen) jedoch haut in Momenten der
Wut/Ohnmacht schon mal zu - was ihr dann kurz darauf wieder
leid tut.

Glaube ich Dir, tut meiner auch (3). Ich wollte auch keine Konstruktion erstellen. Die Fragerin suchte nur nach möglichen Erklärungen, und dies ist eine mögliche. Ich wollte sagen, was sein kann (denn dies Kind scheint nach Bericht der Fragerin doch extremer reagiert zu haben als unsere, zumindest schien die Mutter das Verhalten gewöhnt).
Und das zum Anlaß nehmen, noch mal zu sagen, daß Kinder Schläge „weitergeben“. Weil das nicht oft genug gesagt werden kann. :smile:

Liebe Grüße,
Nike

Ganz grundsätzlich…
… ist da ja hier ein Forum. Jeder, der angemeldet ist, darf Beiträge lesen und seine Meinung kundtun.

Nichts anderes habe ich getan. Wenn Du keine Kritik an Deinen Beiträgen verträgst, darfst Du sie hier nicht posten.

Ich habe (ach so, in einem anderen Beitrag, deshalb kam das hier schief an) auch erklärt, warum mich diese „Konstruiererei“ hier besonders ärgert. Die passiert nämlich leider nicht nur in so einem Forum. Ich habe schon viel Bekanntschaft damit gemacht.

Darauf wollte ich aufmerksam machen, mehr nicht.

Und jetzt komm wieder runter von der Palme :smile:
kernig

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Hallo

Ich habe (ach so, in einem anderen Beitrag, deshalb kam das
hier schief an) auch erklärt, warum mich diese
„Konstruiererei“ hier besonders ärgert.

Den Beitrag habe ich jetzt gelesen. Ich finde aber nicht, dass diese Leute, über die du dich wohl ärgerst, in dem Sinne konstruieren; sie überlegen doch nicht: Könnte dies, oder könnte das …? Wenn, dann könnten sie dich ja auch fragen, (was wir hier nicht können, die Betroffene fragen).

Sie haben doch schon direkt eine bestimmte Vorstellung, was da los ist, und zwar nur eine einzige. Obwohl, ich glaub, bei solchen Szenen geht es in Wirklichkeit gar nicht um die Sache, sondern ausschließlich darum: Einen Mitmenschen kleinzumachen. Und Mütter scheinen dafür besonders geeignete Opfer zu sein.

Und jetzt komm wieder runter von der Palme :smile:

Ok, bin schon wieder unten!

Viele Grüße
Simsy

*handreich*

Sie haben doch schon direkt eine bestimmte Vorstellung, was da
los ist, und zwar nur eine einzige. Obwohl, ich glaub, bei
solchen Szenen geht es in Wirklichkeit gar nicht um die Sache,
sondern ausschließlich darum: Einen Mitmenschen kleinzumachen.
Und Mütter scheinen dafür besonders geeignete Opfer zu sein.

Ich vergleiche das mit einem Hühnerhof. Anstatt sich zusammenzutun und zu unterstützen, hacken alle aufeinander rum.
Da kann ich ein Lied von singen, ist ein weiteres Thema.

Und jetzt komm wieder runter von der Palme :smile:

Ok, bin schon wieder unten!

Schön

Schönen Tag noch
kernig

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