Ich habe Suizidgedanken

Guten Abend,

Ich habe seit ca. 1 Jahr Suizidgedanken. Ich bin noch 16 und ich bin völlig am Ende. Ich bin sehr schüchtern und sehr verletzlich. Ich habe nur noch probleme die ich alleine nicht lösen kann aber keinem vertrauen kann es zu erzählen weil ich angst habe das sie mich mal schwach sehen. Meine Eltern, Freunde, Lehrer weiß ich das sie mich nicht verstehen können. Ich weiß nicht was ich machen soll, denn in letzter Zeit denke ich nur noch mich umzubringen, ich finde kein ruhe und kein schlaf. Bitte hilft mir weiter. Ich bedanke mich im voraus.

Hallo. Das ist ein sehr ernstes Thema und ich denke du solltet mal mit einem Kinder-/Jugendtherapeuten reden.

Dort musst du auch keine Angst haben, diese Leute sind sehr erfahren und werden dich mit Respekt behandeln und dir helfen deine Probleme zu lösen.

Ich habe angst davor und ich weiß nicht wie das bei einem Therapeuten abläuft das macht mir noch mehr angst und meinen Eltern kann ich auch nicht sagen „hey ich habe probleme zahlt mir mein Therapeuten“ sie sind sind sehr streng und würden es mir auch verbieten zum teil weil auf sie Kosten kommen würde und weil sie sagen würden das ich meine probleme an sie anvertraue. Meine Elten, „Freunde“ usw. wissen nichts davon aber ständig quälen mich diese gedanken mal denke ich lass das mit diesen Gedanken denk doch mal nach es gibt höhen und tiefem im Leben aber immer kriege ich rückschläge. Mein Gewissen gibt mir kein ruhe z.b mein Freund hatte schluss gemacht seitdem beschuldige ich mich selber meine fehlern fressen mich innerlich auf obwohl ich weiß was er mit mir angerichtet hat oder in der Schule ich bin die ich habe den schlechtesten durchschnitt, weil ich mich nicht konzentrieren kann es geht einfach nicht ich muss immer an alles denken z.b rückschläge oder schöne zeiten falsche menschen. Ich habe alles verloren, wirklich alles ich traue mich gar nichts mehr.

Tut mir leid wegen mein langen Text und wegen der Rechtschreibung.

Ich bedanke mich im voraus für die antworten.

Hi,

es ist gut, wenn Du Dir genau überlegst, WEM Du WIEVIEL von Dir erzählst.

Oft ist das bei „Fremden“ leichter als bei vermeintlichen Freunden, Eltern, Geschwistern, Lehrern odgl.

Damit Du überhaupt erst Mal einen Anfang findest, könntest Du anonym die Telefonseelsorge anrufen - die werden Dir vermutlich konkrete (kostenlose) Anlaufstellen nennen können, an die Du Dich wenden kannst. Auf jeden Fall gilt für alle, die in diesem Bereich arbeiten, Verschwiegenheitspflicht (wie beim Arzt oder Rechtsanwalt). Da kannst Du offen reden und sicher sein, dass es nicht ausposaunt oder gar gegen Dich verwendet wird.

Fang´ also an! Ruf´ bei der Telefonseelsorge an! Mach Dich fit, damit Du Dir richtig helfen lassen kannst. Als älterer Mensch kann ich Dir versichern, dass es wirklich schade wäre, wenn Du mit 16 Schluss machst, weil Du dann das Beste verpassen würdest - ich kann Dir versichern, dass es mit den Jahren besser und besser wird. Also Mut und Arsch hoch!

Hallo nochmal.
Klarissa hat da einen sehr guten Tipp gegeben. Ruf einfach mal bei der Telefonseelsorge an. Die ist auch kostenlos.

Auf jeden Fall solltest du dich nicht kleiner machen als du bist. Du bist mit Sicherheit eine wundervolle junge Frau und du hast fast das genze Leben noch vor dir. Kopf hoch du schaffst das schon :smile:

Kinder und Jugendtelefon/ Internetberatung
Hallo,
hier die Telefonnummer der Telefonseelsorge, rund um die Uhr: 0800-1110111 oder 0800-1110222

Wenn Du aus Deutschland kommst:
es gibt eine speziell für Jugendliche reservierte, kostenfreie Telefonnummer, die „Nummer gegen Kummer“.
Sie lautet: 0800 1110333
Dort sind Menschen, die Jugendliche nicht nur ernst nehmen und zuhören, sondern auch eventuell weitere Hilfen vermitteln, sie sind speziell für den Umgang mit Jugendlichen ausgebildet.
( Da ist aber jetzt leider keiner mehr, erst morgen ab 14 Uhr wieder)

Wenn Dir telefonieren noch zu nah oder persönlich ist, kannst Du auch deren online Beratungsdienst für Jugendliche nutzen.
[http://ngk.cycro-project.de/frontend/itid__189/st_id…](http://ngk.cycro-project.de/frontend/itid 189/st_id 187/)

Du hast einen ersten Schritt gemacht, indem Du anonym in einem Forum Hilfe suchst.

Alle Achtung vor Deinem Mut.

Das ist ein großer, erster Schritt.
Du solltest und wirst weitere Schritte gehen.

Dafür benötigst Du den passenden Rahmen und die passenden Gesprächspartner, damit Dein Weg wirklich in die richtige Richtung geht und Du selbst wieder Mut fassen kannst und Unterstützung erfährst.
Hier ist dieser Rahmen nicht gegeben, auch wenn es hier Menschen gibt, die Dir mutmachende, wertschätzende Antworten geben.

Ich z.B. las auch Deine nächtlichen Zeilen, möchte Dir eigentlich gern Mut machen, zuhören; bin aber selber, neben eigener Belastung schlicht hundemüde und für mehr reicht dann auch meine Energie jetzt nicht…

Sieh es hier als ersten Schritt.
Ich wünsch Dir viel Kraft und den Mut, Dir echte, fachliche Unterstützung zu holen. Es lohnt sich.
Herzlichen Gruß,
Finjen
Das kostet Deine Eltern übrigens nichts, die Telefone sind kostenfrei und erscheinen nicht auf der Rechnung; evtl. weiterführende Gespräche/ Therapien zahlt die Krankenkasse.

Wir reisen in einer Nußschale…
.

Liebe dreams,

einen Anfang hast Du ja gemacht, einen ersten wichtigen Schritt gewagt: Du hast Dich hier mit Deinem Post einigen Mitreisenden auf dem nußschaligen manchmal leckenden Boot des Lebens anvertraut. Das, liebe dreams, ist ein kleiner erster Sieg.

Den wird man vorsichtig, wie auf Zehenspitzen, etwas ausbauen können.

Ich wünsche mir, daß Du weitere winzige Schritte erprobst: Daraus kann mit der Zeit durchaus eine neue, eine fließende Bewegung erwachsen, Deine Bewegung.

Berichte ruhig weiter das eine oder das andere: Nimm Dir jedoch ruhig mehr „Raum“ dazu. („Raum“ ist hier lediglich ein vielleicht leicht poetisches Bild, eine Metapher; keine echte konkrete Maß-Angabe. Es bedeutet in etwa: „Entschuldige Dich nicht, daß es Dich gibt; entschuldige Dich nicht, daß Du hier um Aufmerksamkeit für Dich bittest; nimm Dir etwas heraus, denn es ist Dein gutes Recht, und im Moment brauchst es schlicht und einfach. ‚Schulden‘ dieser Art kann man später, viel später, zurückzahlen, wenn die Verletzungen ausheilen. Man kann sie durch ein gutes freundliches Leben tausendfach zurückzahlen: Es soll demnach Dich jetzt nicht bedrücken. Du bist frei.“)

Ja, es werden sich Wege finden lassen, ich verspreche es.

Mit der Zeit können wir dann überlegen, an wen Du Dich wenden kannst, dort wo Du lebst. Du kannst dann zum Beispiel sogar ab und zu berichten, falls Du magst.

In anderen Worten, liebe dreams, Du trittst niemandem auf die Zehen.

Auch die Fragen von Verschwiegenheit, Kosten, Mühen und sonstigen möglichen und vielleicht auch ganz realen Hindernissen kann man getrost auf später verlegen: Es geht durchaus.

Ich wünsche Dir Mut, Ausdauer, etwas Zuversicht.

abifiz
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Ich habe angst davor und ich weiß nicht wie das bei einem
Therapeuten abläuft das macht mir noch mehr angst und meinen
Eltern kann ich auch nicht sagen „hey ich habe probleme zahlt
mir mein Therapeuten“ sie sind sind sehr streng und würden es
mir auch verbieten zum teil weil auf sie Kosten kommen würde
und weil sie sagen würden das ich meine probleme an sie
anvertraue.

um da einfach mal eine Einschnitt zu machen: ( Telefonseelsorge wurde schon erwähnt, also gehe ich darauf mal nicht ein ) Ich habe schon eine Therapie gemacht, aber um dir mal zu sagen wie eine Therapie ablaufen KANN: Zumindest bei mir, saß ich bei einer Kinder und Jugendpsychotherapeutin und hab hauptsächlich mit ihr geredet. Sie hat mir Denkanstöße gegeben, mich „entlastet“ etc… Also nichts wovor man Angst haben müsste :wink:

Was die Kosten angeht: Normalerweise übernimmt die Krankenkasse das… Der Therapeut macht z.B. eine Sitzung mit dir, schreibt darüber einen Bericht, das geht dann an einen Gutachter, der sagt, wieviele Sitzungen ratsam sind… die werden dann von der Krankenkasse genehmigt und schwupps, ist die finanzielle Lage geklärt.

Versuch deine Eltern begreiflich zu machen, dass es Probleme gibt, die du mit ihnen nicht „gut“ bereden kannst und lieber einer unabhängigen Person das mitteilen möchtest, die dafür ausgebildet ist.

Lg Imbafledermaus

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Hallo!

Es wurde schon viel geschrieben.
Was noch nicht geschrieben wurde:
Es gibt in vielen Städten eine therapeutische Beratungstelle, die von der Stadt oder einer der Kirchen getragen wird.
Die sind kostenlos und unverbindlich, d.h. deine Eltern erfahren nichts davon. Die schreiben keine Rechnungen. Du müsstest nur ihre Adresse im Internet oder mit dem Telefonbuch ausfindig machen.
Und eine Ausrede finden, warum du ab und an mal für eine Stunde verschwindest.

Auch wenn sie in kirchlicher Trägerschaft sind, verlangen sie nicht, das du dich zu einer Konfession bekennst, oder über deinen Glauben sprichst.

Da arbeiten meist sehr erfahrene gute Therapeuten.

Und, was auch ganz wichtig ist:
Therapeuten sind schwere Geschichten gewöhnt.
Es ist fast egal, was du zu erzählen hast, vermutlich haben sie schon schlimmeres gehört, und gehen darum sehr locker damit um.
Das heißt nicht, das du nicht ernstgenommen wirst, der Therapeut wird nur nicht in eine Schockstarre verfallen und den Krankenwagen rufen.

Wie laufen Therapien ab?

Das ist nicht so dramatisch wie man immer denkt.
Bei therapeutischen Beratungsstellen kriegt man meist ein Eingangsgespräch, dann wird entschieden zu welchem Therapeuten man kommt, oder ob man lieber in eine Gesprächsgruppe geht.

(Je nach Einrichtung kann das unterschiedlich sein.)

Dann erzählt man erstmal dem T., was einen beschäftigt, bzw. warum man da ist.
Nur soweit, wie man ihm vertraut.
Dann sagt er was dazu, bzw. fragt. Dann erzählt man weiter.
Meist geht es einem danach besser, wenn man dem Therapeuten vertraut und lang genug durchhält.

Und, um das mal zu sagen:
Suizidgedanken sind in der Pupertät sehr häufig. Ich will deine nicht kleinreden, und ich nehme das bestimmt sehr ernst, aber du bist nicht alleine mit dem Problem.
D.h. jemand, der häufiger mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, kennt das Problem, und weiss, wie er reagieren sollte.

Ich wünsche dir viel Kraft!
Ph.

Hallo,

ich kann dir auch nur empfehlen zu einem Therapeuten zu gehen.
Ich selbst hatte vor 2 Jahren das gleiche Problem. Ich bin damals zu einer Therapeutin gegangen und bereue keine Minute davon. Meine T. hat mir damals gesagt das die Krankenkasse die ersten 25 Stunden übernehmen MUSS wenn dir ausgestellt wird das du die Therapie brauchst und das ist bei Suizidgeanken der Fall. Nach diesen 25 Stunden wird dann gesehen ob verlängert werden muss oder nicht.
Mir hat es sehr geholfen und das nicht nur für die damalige Situation sondern auch noch heute. Ich hatte eine Einzeltherapie, das heisst das nur die Therapeutin und ich miteinander gesprochen haben (anders ist die Gruppentherapie). Wenn du mich dazu noch was fragen willst kannst du mich gerne anschreiben, dennn viel mehr möchte ich hier so öffentlich nicht preisgeben.

Liebe Grüße
ChaCha

Hallo,

mich würde mal interessieren ob du dich für eine Therapie oder einen Anruf bei einer Seelsorge entschieden hast?

LG
ChaCha