Ich könnte heulen vor Wut / Hunde wildern

Hallo,

ich muss mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben.

In unserem Gassigebiet sind in den letzten 2 Monaten 3 Rehe von Hunden gerissen worden. Der Jäger hat alle drei untersucht, es sind eindeutig Hunde dran schuld.

Gewesen sein wills natürlich mal wieder keiner, wie letzten Sommer auch, als ein Hund in die Schafsherde eingefallen ist und drei Schafe getötet hat.

Wir haben hier drei Hunde die eindeutig jagen, stundenlang in den Wald abhauen und was weiss ich was anstellen.

Warum kommen die Besitzer nicht zur Vernunft. Die eine mit einem jagenden Hirtenhund meinte nur, sie sieht es doch nicht ein ihren Hund an die Leine zu nehmen. Sie steht sich lieber die Beine in den Bauch.

Der andere hat letzes Jahr seinen Jagdhund durch einen Unfall verloren. Vorher hat der Hund nachweislich 2 Hasen und 2 Katzen getötet. Man hat sich die gleiche Rasse wieder angeschafft, und der Hund hat auch schon mit ein paar Monaten angefangen zu jagen. Mal sind es „nur“ die Krähen auf dem Feld, aber er geht auch ab in den Wald.

Die dritte hat einen Hund der grundsätzlich in alle Gärten geht. Hinter allem herjagd was fliegt, rennt, klettert. Und dieser Hund streift ständig nach der Suche auf Beute im Unterholz rum.

Fakt ist, dass nun wieder der allgemeine Leinenzwang disskutiert wird. Nur weil eine handvoll Leute ihre Hunde alles machen lassen.

Wie bitte bringt man solche Menschen zur Vernunft. Muss es wirklich so weit kommen, dass ein wildernder Hund
erschossen wird?

Vor ein paar Jahren kam es übrigens schon zu einem schweren Unfall, weil ein Hund ein Reh in ein Auto gehetzt hat. Der Unfallfahrer hat damals einen Schäferhund erkannt. Aber davon gabs so viele, leider wurde der richtige nicht gefunden. Also darf man ja auch nicht ausser Acht lassen, dass diese Dummheit auch Menschenleben kosten kann.

Ich könnte heulen wenn Tiere so unnötig getötet werden.

Grüße Ute

Leider gibt es mehr dumme als kluge Menschen auf der Welt.
Vielleicht sollte man eine Kamera installieren bzw irgendwie eindeutige Beweise dafür sammeln welche Hunde schuld sind. Und dann könnt ihr gegen die Besitzer Anzeige erstatten

Hallo,

danke. Kamera geht schlecht, es handelt sich um ein Wald und Feldgebiet. Der Hund der die Hasen und Katzen getötet hat ist bekannt (bzw. war bekannt) Und die Rehe sind ja ständig unterwegs. Anzeige wurde denke ich durch den Jäger schon erstattet, wenn auch gegen unbekannt.

Und wenn man die mit den nachweislich jagenden Hunden anspricht winken die ab. Es kann ja jeder gewesen sein, man kann es nicht nachweisen. Sie fühlen sich daher in Sicherheit. Und auch vom Jäger kann ja keiner erwarten, dass er Monatelang auf einem Hochsitz bleibt und alles beobachtet.

Der Schäfer war ein Wanderschäfer mit so aufstellbarem Zaun, auch da ist eine Installation einer Kamera denke ich schlecht machbar.

Aber machbar ist es eben den Hund an die Leine zu nehmen. Meiner wäre sofort an der Leine wenn der einmal abgeht. Und dann heisst es üben, üben, üben!

Danke Ute

Hurrrrrraaaaaa
endlich mal jemand der meinen Worten eine Erfahrung zusteuert!

All die, welche gegen mich gehetzt haben weil ich über Jagd und Hunde anleinen schrieb, genau lesen was im Beitrag steht!!!

Zum Ursprung, Kamera wäre machbar aber viel zu teuer…Sie bei meinem Jägervater im Revier(1200ha… wie willst du da was machen?)
Je nach Größe des Reviers… utopisch.

Wenn die Hunde bekannt sind, bei der Polizei melden.
Ansonsten droht was keiner will, Abschuss aller wildernder Hunde.
Das aber will der Jäger ums verrecken nicht.
Aber drei Rehe sind viel zu viel!

Leinenzwang… wird der Einzig gangbare Weg werden vor dem Supergau.

Waidmännische Grüße

Steffen

Hallo Steffen,

der Tenor des Jägers war auch, dass es das letzte wäre einen Hund abzuschießen, aber er hätte das Recht dazu. Meine Hunde laufen auch ohne Leine. Der eine ist eh stockblind und kommt an Gefahrenstellen an die Leine. Die 2 Mädels buddeln manchmal im Garten nach einer Maus sind aber selbst zu faul mal die Raben zu verjagen die uns täglich beim Gassi begleiten und sogar die Hunde angreifen. (Bzw. ich habe selbst das jagen von Vögeln von vornherein unterbunden). Ach so ja, sie sind auch in der 8 Kilo-Kampfklasse und nicht wirklich eine Gefahr. Wir sind im Wald auch schon Rehen begegnet, unsere Hunde haben sich keinen Augenblick für sie interessiert.

Aber: Als nächsten Hund will ich einen Großen. Und ich werde dafür sorgen, dass er nicht jagd. Nicht umsonst habe ich mir schon das Buch Antijagdtraining angeschafft. Man weiss ja nie. Und wenn das nicht geht und auch professionelle Hilfe nichts bringt, kommt er an die Leine, dann müssen wir damit leben. Er kann sich dann in unserem Garten austoben.

Ich würde durchdrehen wenn einem Reh, oder auch nur einem Eichhörnchen durch meinem Hund das Leben oder die Gesundheit genommen wird.

Grüße Ute

Oh Mann!

Da heul ich gleich mit.

Ich liebe Hunde, vor allem gut erzogene. Und wenn man es schon nicht fertig bringt, einen Hund zu erziehen, muß man seinen Köter halt anleinen.

Und allgemeine Leinenpflicht trifft halt leider auch die, die ihren Hund im Griff haben; unsere Trudel hat erstens so gut wie keinen Jagdtrieb, und wenn sie mal die Ziegen meiner Freundin scheucht, reicht ein Pfiff, und sie bremst auf dem Absatz. Ich genieße es, sie ohne Leine laufen zu lassen. Aber allgemeine Leinenpflicht ist wohl die einzige Lösung, außer der Jäger macht von seinem Recht Gebrauch, wildernde Hunde zu erschießen, was natürlich für den Hund, der ja eigentlich nichts für die Unfähigkeit seines Halters kann, schade ist.

Weise doch die Hundebesitzer mal darauf hin, daß der Jäger hierzu berechtigt ist. Der Jäger ist verpflichtet, das Wild zu hegen und voe wildernden Hunden zu schützen, und ist zum Abschuß berechtigt, wenn der Hund eindeutig wildert.
http://www.hegeringx.de/Jagdrecht/jagdrecht.html (nach „Wildernde Hunde“ suchen)

Grüßle
Regina

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Hallo Ute
so einfach abschießen darf er nicht.
Wenn er den Hund am Wild erwischt darf er um das Wild zu schützen(ja ist etwas widersprüchlich da ja er dann irgendwann das Reh knips)
den Hund erstmal mit einem Schuss erschrecken. Sollte das nicht gehen darf er theoretisch den Fangschuss ansetzen, jedoch wenn er es tut wird er erstmal den Schein verlieren bis die Sache geklärt ist.
Was er aber machen kann und wird, ist wenn es sich nicht ändert, auf dem Amt für öffentliche Ordnung eine Abschusserlaubnis beantragen, wenn diese dann genehmigt wird darf er tatsächlich legal ohne Auswirkungen den Hund/e, töten, aber nicht wahllos sondern gezielt.

Nebenbei… 8Kg Klasse… frag mal meinen Jacky und meinen Patterdale Terrier wie schwer die sind und was die mit Sauen und Co machen… Zwar nicht töten aber doch vernünftig hetzen und jagen.
Selbst beim Patterdale der dank Kreuzbandriss meiner Jacky jetzt eingearbeitet wird sie dir sicher… Er bekommt die Sau und treibt sie durch den Wald.
Oder schau einen Jagdterrier an, keine 6 Kg aber eine Dr…Sa… auf der Jagd.
Größe schützt nicht vor Jagdpassion und damit vor Wilderei.

Steffen

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Hallo Regina,

bei manchen habe ich den Eindruck denen ist es genauso wurscht wie das wildern ihrer Hunde. Die die ich kenne habe ich schon mal darauf angesprochen, ausser ein Schulterzucken ist bei denen nicht zu erwarten. Ach, wenn man doch nur solchen Leuten ein Gassiverbot in unserem Gebiet aussprechen könnte. Dann hätten alle Vernüftigen wieder Ruhe.

Grüße Ute

Hallo Steffen,

(ja ist etwas widersprüchlich da ja er dann irgendwann

das Reh knips)

Ok, ich sehe das nicht als Widerspruch, das knips geht wenns der Jäger kann schnell, aber beim Hund am Reh dauert das knips deutlich länger (obs daran liegt das ich früher mal mit auf die Jagd durfte und eine andere Einstellung hab?) Außerdem gibt es beim Jäger ja einen Sinn in der Sache.

Das mit den genauen Bestimmungen zum Abschuss eines Hundes wusste ich nicht, ich dachte immer er darf sofort beim Wildern schießen.

Ok, das mit der 8 Kilo-Klasse, dann liegt es vielleicht einfach doch mit daran, dass ich meine Hunde immer sofort abgerufen habe, als sie klein versucht haben Vögel zu jagen, dass sie nicht vom Weg abweichen dürfen im Wald (klar um ihre Notdurft zu verrichten schon, aber das sieht man seinem Hund ja wohl an ob er „was in der Nase hat“) und daran, dass ich nicht blind wie ein Maulwurf rumtappe sondern: ich bin der bessere Wolf, ich sehe alles vor dir, nur mit dem vorher riechen haperts noch, (ich arbeite dran). Nein wie gesagt meine sind mit ihren 10, 11 und 13 Jahren auch drüber weg, die haben nie angefangen (oder es wurde sofort unterbunden).

Grüße Ute

Ach, es ist echt zum K…, daß wieder alle den Kopf hinhalten müssen für ein paar wenige Deppen Uneinsichtige hinhalten müssen.

Man könnte sich noch tagelang aufregen.

Und dann sind da noch die, die ihren Hundesch… liegenlassen, bevorzugt in Spielplatz- oder KiGa-Nähe…

Noi, mir regat ons nemme uff, hat koin Wert!!

Grüßle
Regina

Die Hunde sind schuld …
… und kommen dann ins Gefängnis.

eindeutige Beweise dafür sammeln welche Hunde schuld sind.

Was soll bitte der Kommentar?
Hunde… Gefängnis…
gehts deutlicher?

Steffen

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Hi, Ute!

sie sind auch
in der 8 Kilo-Kampfklasse und nicht wirklich eine Gefahr. Wir
sind im Wald auch schon Rehen begegnet, unsere Hunde haben
sich keinen Augenblick für sie interessiert.

Auch schon kleine Hunde sind im Winter eine Gefahr, wenn es aus der Ruhe aufgescheucht wird und mehr Ressourcen verbraucht, als es sich durch die magere Nahrung anfuttern kann.

Das sehen viele der verantwortungslosen Hundebesitzer auch nicht.

Grüßle
Regina

Was soll bitte der Kommentar?
Hunde… Gefängnis…
gehts deutlicher?

Es geht nur um die Ausdrucksweise, dass die Hunde ‚schuld‘ sind.

Viele Grüße

Hallo Regina,

und genau das ist der Grund warum ich vermeide, dass meine Hunde im Wald rumstromern. Sie gehen mal 5 Meter tief rein um ihr Geschäft zu erledigen, ansonsten sind sie auf dem Weg. Momentan kann man bei uns auf den Feldern schlecht laufen, da dort eine Renaturierung stattfindet und die Wege da eiigentlich geperrt sind. Bagger und LKWs sind ein schlechter Gassipartner. Daher weichen viele Hundebesitzer auf den Wald aus. Aber, wenn ich weiss das mein Hund dort wildert, dann muss er eben an die Leine. Leider sehen das nicht alle so.

Grüße Ute

Meine Meinung
Einen einzigen Hund erschießen. Dann ist Ruhe. Du wirst sehen, wie schnell die anderen alle angeleint werden. Punktum.

Grüße
kernig
Die schon zu viele unangenehme Begegnungen mit unangeleinten Hunden und ignoranten Besitzern hatte.

Der Lux kommt
Hallo

das erinnert mich doch glatt an die vielen TV Berichte die in den letzten Wochen liefen, bezüglich den Luxen die jetzt wieder in den deutschen Wäldern ausgewildert werden.

Einige Hunde wurden bereits angefallen, noch nicht viele , aber von 2 wurde bereits berichtet.

Dann wird sich das Thema mit der Leine demnächst von selbst lösen, schätze ich.

liebe Grüße
Jasmin

ot: Luchs
Hallo Jasmin,

derlei Berichte im Boulevardfernsehen sind reine Panikmache.

Seriöse Informationen zum Luchs finden sich z.B. hier:

http://www.luchsprojekt.de/index.html

http://www.luchsprojekt-harz.de/de/luchsprojekt/1_ho…

Gruß

=^…^=

Hallo,

sorry, natürlich Luchs…

derlei Berichte im Boulevardfernsehen sind reine Panikmache.

Wieso Panik? Ich hab keine Panik. Ich bin ein Katzenmensch, hatte mein ganzes leben Katzen um mich und in den USA hatte ich bereits direkten Kontakt mit einem wilden Panther. Naja, so ganz nah war er nicht, aber ich konnt ihn sehen … :smile:)
Ich habe bereits wilde Löwen in Kamerun getroffen.

Auch denke ich, dass ein Luchs mich nicht einfach so angreifen würde, so lange ich ihn nicht bedrohe bzw. in der Nähe der Jungen bin.
Ehrlich gesagt habe ich mehr Angst vor freilaufenden Hunden als vor einem Luchs … ganz ehrlich.

liebe Grüße
Jasmin

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Hallo

derlei Berichte im Boulevardfernsehen sind reine Panikmache.

Wieso Panik? Ich hab keine Panik.

Wenn das Boulevardfernsehen über Luchse so berichtet, dass der Zuschauer meint, dass freilaufende Hunde nun stark durch Luchse gefährdet seien, so ist das Panikmache, auch wenn du keine Panik hast.

Viele Grüße
Simsy