Hallo Claudia,
meine älteste Tochter ist noch nicht ganz 13, aber schon seit einiger Zeit im Internet unterwegs, vor allem auch für die Schule, die fangen heute ja seeeehr früh mit dem Internet an. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, kürzlich mußte mein Sohn (ZWEITE Klasse) für eine Hausaufgabe im Netz recherchieren *seufz* („Mama, Frau X. hat gesagt, wir sollen auf Google gehen !“).
Zurück zum Thema: Anfangs ist der ICQ natürlich sehr spannend und verführt dazu, viel zu viel Zeit im Netz zu verbringen. Es ist wohl so, dass es in den Schulklassen einen richtigen „Sog“ gibt, „plötzlich“ ist fast jeder im ICQ. Ich habe das anfangs nicht geglaubt, aber es ist tatsächlich so, ich schätze mal, dass mindestens 80 % der Klassenkameraden meiner Tochter schon lange im ICQ oder in diesem bescheuerten Kwick sind (ich weiß nicht, ob das Kwick nur eine regionale Pest hier in B-W ist, das ist echt schlimmer als ICQ *find*).
Ich habe eine Weile den Zeitrahmen sehr großzügig bemessen und auch nicht so genau auf die Uhr geschaut. Das hat sich bewährt, denn auch die Freundinnen meiner Tochter haben Eltern, die teilweise noch viel rigoroser den Router ausgesteckt haben
. Wenn keiner mehr online ist, macht ICQ natürlich keinen Spaß mehr
. Inzwischen ist meine Tochter nur alle paar Tage für vielleicht eine Stunde im ICQ.
Wichtig sind die Einstellungen, man kann sich so „online“ zeigen, dass nur autorisierte Teilnehmer sehen, dass man online ist, andere sehen einen als offline. Wichtig erscheint mir auch, dass Kontaktaufnahmen nur nach Genehmigung möglich sind, damit die Kinder so wenig wie möglich belästigt werden.
Ganz wichtig ist natürlich die Aufklärung: NIE den richtigen Namen angeben, keine Fotos, keine mail mit dem richtigen Namen, sich NIEMALS mit jemandem aus dem ICQ treffen - das ist für Erwachsene wichtig, für Kinder noch sehr viel mehr. Meine Tochter wurde eine Zeitlang von einem Erwachsenen belästigt, war aber klug genug, das zu erkennen und hat mich zu Hilfe geholt *erleichtertbin*.
Viele Grüße
Insel