Ideen aus Berlin: Hochwasserpflichtversicherung

Moin zusammen!

Mich täte mal Eure Meinung zu den neuesten Ideen aus unserer genialen Berliner Innovationsschmiede namens Bundesregierung interessieren.

Laut mehrerer identischer Pressemeldungen, u.a. dpa von heute, erwägt die Bundesregierung die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Hochwasserschäden. Gespräche dazu würden bereits zwischen GDV und Justizministerium geführt.

Kurz und gut - was haltet Ihr davon? Und wie begründet Ihr Eure Haltung dazu?

Gruß vom

Dicken MD.

Hi,

bestätigt nur meine eigentlich eher sarkastisch gemachte Aussage, das unter schwarz-gelb nichts gescheites gemacht wurde, es jetzt genauso ist, nur das absoluter Dilletantismus dazukommt. Ich wohne in Dresden (wie man weiss nicht hochwassergefährdet :wink: ),aber auf einem hohen Hügel mit gar keinem Wasser in der Nähe(nicht mal während der Flut) und im 4. Stock. Die Hochwasserversicherung ist demnach dermaßen notwendig für mich, das ich dazu natürlich sofort gezwungen werden muss…*ggg*

Gruß,
Micha

Hallo,

Pflichtversicherungen können ja eine feine Sache sein. Sie sind aber nur dann sinnvoll, wenn sie Ansprüche Dritter gegenüber dem Versicherten absichern, also z.B. KfZ-Versicherung und Gebäudehaftpflicht. Insofern könnte man auch argumentieren, daß eine Privathaftpflicht auch Pflicht sein sollte.

Eine Hochwasserversicherung schützt Dritte jedoch nur in einer Hinsicht: Die Geschädigten liegen diesen Dritten im Schadensfall nicht auf der Tasche.

Kurzfassung: Ich halte da gar nichts von. Jeder muß für sich entscheiden, ob eine solche Versicherung sinnvoll ist.

Gruß
Christian

hallo Dicker,

in Badenwürttemberg gab es bis vor ein paar Jahren eine Pflichtgebäudeversicherung. Leider wurde die abgeschafft. Jetzt (im Zuge der Europäisierung) kann sich jeder selbst aussuchen, ob er nach einem verheerendem Sturm in einer Ruine wohnen will oder nicht.
Genauso ist es mit der Hochwasserpflichtversicherung: eine hervorragende Idee. Leider werden diese Versicherungen von solchen torpediert, die im 4 Stock eines Hochhauses wohnen und sagen: „was geht mich der Mieter im Erdegschoß an?“ Ein absolut egoistisches Denken. Nur durch die Solidargemeinschft aller Versicherten sind solche Schäden verkraftbar.
Kommt wieder so eine Flut und zerstört Häuser und Existenzen, dann wird laut geschrien: „wo bleibt der Staat (also wir)? Der soll meinen Schaden bezahlen!“ So war es im Oder - und Elbegebiet. Es wurde laut geklagt, dass der Staat nicht zahlt… aber die Versicherungsprämie einer finanziellen Absicherung wollten die auch nicht bezahlen. „Wird schon nichts passieren!“ Wenn´s dann doch passiert gibt´s ja noch die Bundesbürger, die man zur Kasse bitten kann.
Da dieses egoistische Denken bei 50 % der Bevölkerung vorherrscht, muss man das Freiwillige durch die Pflicht ersetzen!
Hoffentlich setzt sich diese Idee durch! Es muss ja nicht so sein, wie damals in BW: da gabs nur einen Versicherung, deren Tarif man nehmen konnte/musste.
Ich bin versichert, und ich bin Froh, dass ich so eine Versicherung habe. Beim letztem Sturm wurde ein Dachfenster zerstört. Hätte auch das ganze Dach sein können.

Grüße
Raimund

Hi!

Öfter mal neue hübsche Ideen… Erst die günstigen Lebensmittel teurer machen, weil die Einbauküchen teuer sind und die anscheinend auch alle kaufen (wir haben keine!) - so ähnlich war das doch…
Was soll ich mit einer Hochwasserversicherung, wenn ich auf dem Berg fernab von jedem Fluß wohne?
Sprich dann isses doch eigentlich egal, ob diejenigen, bei denen das Hochwasser ohne Versicherung zugeschlagen hat, von meinen Steuern was bekommen oder von dem was ich in die Versicherung einzahle…
Kann denn in diesem Land keiner mehr das kleinste Risioko selbst tragen? Muß man alles zwangsversichern? Nichts gegen Zwangsversichern - in Sachen Privathaftpflicht fände ich das sogar schlau… aber Hochwasser? Und dann machen wir demnächst noch die Riesterrente zur Pflicht, weil sie freiwillig niemand haben möchte…

Kopfschüttelnd
Kari

Denkfehler
Hi Raimund,

in Badenwürttemberg gab es bis vor ein paar Jahren eine
Pflichtgebäudeversicherung. Leider wurde die abgeschafft.
Jetzt (im Zuge der Europäisierung) kann sich jeder selbst
aussuchen, ob er nach einem verheerendem Sturm in einer Ruine
wohnen will oder nicht.
Genauso ist es mit der Hochwasserpflichtversicherung: eine
hervorragende Idee.

Hier gibt es aber einen entscheidenden Unterschied: Es gibt nun mal Menschen, deren Häuser auf Grund natürlicher Bedingungen keinerlei Hochwasserrisiko haben. Wenn ich die von Dir erwähnte Pflichtversicherung (in BW) richtig interpretiere, deckt sie hingegen Risiken ab, die für keinen Hausbesitzer restlos ausgeschlossen werden können.
Würde man jemanden, der ein bestimmtes Risiko überhaupt nicht hat zum Abschluß einer Versicherung gegen dieses Risiko zwingen, wäre es nichts anderes als eine Enteignung und würde gegen das GG verstoßen.

Leider werden diese Versicherungen von
solchen torpediert, die im 4 Stock eines Hochhauses wohnen und
sagen: „was geht mich der Mieter im Erdegschoß an?“ Ein
absolut egoistisches Denken. Nur durch die Solidargemeinschft
aller Versicherten sind solche Schäden verkraftbar.

Hier gehst Du in meinen Augen zu weit! Dem Frager Egoistisches Denken vorzuwerfen, ist wirklich daneben. Mit dem gleichen Argument könnte ich von meinem Nachbarn (der kein Auto hat) den Abschluß einer KFZ-Haftpflicht verlangen. Da er niemals einen Schaden melden wird, wird durch seinen Beitrag meiner sinken…

Eine solche Pflichtversicherung für Hochwasser macht nur Sinn, wenn vorher definiert wird, welche Wohngebiete überhaupt von Hochwasser betroffen sein könnten. Nur hier wäre eine Pflichtversicherung (imho) grundgesetzkonform. Ansonsten wäre es keine „Versicherung“ sondern eine (anders genannte) Steuer/Abgabe.

Aber ich glaube auch nicht, daß jemand ernsthaft auf die Idee kommt eine solche Pflichtversicherung für alle (unabhängig vom Risiko) einzuführen. Ich würde mich jedenfalls nach Kräften dagegen wehren…

Gruß Stefan

ups…
Nur zur Richtigstellung: ich habe eben erst gesehen, daß die Bemerkung mit dem 4.OG nicht vom Frager sondern von einem Antworter stammt…
Nur, damit sich niemand auf die Füße getreten fühlt…

hallo goosi

wenn ich dich recht verstehe, kommst du gerne für die Hochwasserschäden der anderen auf?
Denn so war´s! Diejenigen, die vorgesorgt hatten, haben ihren Schaden ersetzt bekommen und die anderen haben auf die m,ilden Gaben des Steuerzahlers gewartet.
Um es böse zu sagen: die Nichtversicherten haben die Versicherten ausgelacht.
Übrigens muss man nicht unbedingt eine reine Hochwasserversicherung kreiren; es würde auch Sinn machen, eine Gebäudeversicherung zu schaffen, in der der Hochwasserschaden mitversichert ist. Und Mieter, die Ihren evtl. Schaden ersetzt haben wollen, für die könnte man eine erweiterte Hausratversicherung basteln. Nur, wenn es freiwillig ist, machts kein Schwanz… oder die wenigsten. Ergebnis: hohe Beiträge für die Willigen und Staatgelder für die Lacher.
Eigentlich sollte es so sein, dass diejenigen, die keine Absicherung haben, es halt nichts gibt. Diese Pflichtversicherungen könnte man ja provisionsfrei machen. Dadurch ein paar € günstiger.

Grüße
Raimund

Richtig verstanden - Nein
Hi Raimund,

wenn ich dich recht verstehe, kommst du gerne für die
Hochwasserschäden der anderen auf?

Genau weil ich das nicht will, würde ich (der ich keinerlei Hochwasserrisiko habe) mich gegen eine solche Pflichtversicherung wehren.

Aber fange jetzt bitte keine Diskussion darüber an, warum ich unter welchen Umständen als Steuerzahler für Andere zahlen muß.
Mich hat Deine Bemerkung über den Egoismus eines Menschen gestört, der sich gegen ein nicht vorhandenes Risiko versichern soll. Und auch wenn Du „rückwirkend“ Deine Aussage relativierst („allgemeine Gebäudeversicherung“), bleibt der unangebrachte Egoismusvorwurf stehen. Aber ich kenne Dich mittlerweile gut genug um zu wissen, daß Du nie unrecht hast sondern daß Dich andere nur falsch verstehen…

schönen Abend noch…
Gruß Stefan

Hallo Chris,

du… ich dachte, das hatten wir schonmal :smile:

KfZ-Versicherung und Gebäudehaftpflicht.

Nur die KFZ-Haftpflicht ist Pflicht aufgrund des Pflichtversicherungsgesetzes. Da gibt es noch eine Menge anderer Pflicht-Versicherungen, wie beispielsweise nach dem AMG oder KernEG… aber die Gebäudehaftpflicht nicht. Die gibt es noch nichtmal. :smile: Sie nennt sich Grundbesitzer-Haftpflicht. :smile:

Insofern könnte man
auch argumentieren, daß eine Privathaftpflicht auch Pflicht
sein sollte.

Da stimme ich dir allerdings zu. :smile:

Eine Hochwasserversicherung schützt Dritte jedoch nur in einer
Hinsicht: Die Geschädigten liegen diesen Dritten im
Schadensfall nicht auf der Tasche.

Pflicht wird nicht dadurch begründet, dass du Ansprüche Dritter schützen musst, sondern dass du ohne der Versicherung für das Objekt dieses Objekt nicht benutzen/betreiben darfst, da von dem Objekt eine gewisse Grundgefahr ausgeht.

Alles in allem finde ich den Vorschlag allerdings nur in der Folge als sinnvoll, dass alle Haus- und Hausratversicherungen eine „Zwangsabgabe“ beinhalten. Wer die Versicherungen hat, okay. Es dürfte sich wirklich nicht merklich erhöhen. Risiskoexponierte Gebiete müssten einen gewissen höheren Betrag zahlen, als weniger gefährdete Gebiete.

Und wer solch eine Versicherung nicht hat und somit den Schutz nicht… Pech gehabt. Nix vom Staat, nix von der Versicherung.

Meine Meinung.

Gruß
Marco

Systemfehler
Hallo,

wenn ich dich recht verstehe, kommst du gerne für die
Hochwasserschäden der anderen auf?

damit unterstellst Du, daß der Staat Hochwasserschäden seiner Bürger zu begleichen hat. Da bin ich anderer Ansicht. In der Konsequenz hieße das, daß jeder, dem die Hütte abbrennt oder der Keller volläuft, Anspruch auf staatliche Hilfe hat, die über die Absetzung in der Steuererklärung (außergewöhnliche Belastungen) hinausgeht.

Das ist aber PP (persönliches Pech) bzw. allgemeines Lebensrisiko.

Mal abgesehen davon, daß allgemeine Hochwasserschadenversicherungspflicht die 37. Säule in den sozialen Sicherungssystemen wäre. Wie gut diese funktionieren, sind nicht zuletzt bestens beakannt.

Ich jedenfalls weigere mich, für jeden Deppen mitzubezahlen. Ich bezahle für Alte und bin jung, bezahle für Kranke und bin gesund, bezahle für Arbeitslose und habe einen Arbeitsplatz. Das alles bin ich gewillt, zu bezahlen (bis zu einer gewissen Schmerzgrenze). Für jemanden aber die Hochwasserschäden zu bezahlen, der im Gegensatz zu mir die Aussicht auf ein malerisches Flußtal hat und daher mit dem Risiko zu leben hat, daß ihm die Bude volläuft, sehe ich absolut nicht ein.

Gruß
Christian

Hallo Stefan,

kleine Anmerkung…
bist du wirklich in keinem gefährdeten Gebiet?
Die Bewohner der Ziltendorfer Niederung dachten das auch bis zum Sommer 1996. Sie wohnen immerhin ca. 10 km vom nächsten Fluss weg… nur was passierte? Das Haus verschwand bis unter das Dach. Zweistöckig wohlbemerkt.

Gruß
Marco

Hallo Marco,

kleine Anmerkung…
bist du wirklich in keinem gefährdeten Gebiet?
Die Bewohner der Ziltendorfer Niederung dachten das auch bis
zum Sommer 1996. Sie wohnen immerhin ca. 10 km vom nächsten
Fluss weg… nur was passierte? Das Haus verschwand bis unter
das Dach. Zweistöckig wohlbemerkt.

Nun, eine neue Sintflut würde sicher auch uns betreffen, aber dann wäre auch die Versicherungsgesellschaft die meine Schäden begleichen soll nicht mehr existent…:wink:
Aber da es im Umkreis von Darmstadt meines Wissens keine höher liegenden Flüsse gibt, betrachte ich dieses Risiko relativ gelassen…
Und da Wasser recht einfachen Naturgesetzen folgt, ließen sich gefährdete Gebiete schnell und einfach festlegen. Jedoch war mir bislang nicht bewußt/bekannt, daß zwischen der Oder und der Ziltendorfer Niederung 10km liegen…da überrascht das Schadensausmaß auf den ersten Blick. Keine Ahnung, wie ich als dort Wohnender das Risiko eingeschätzt hätte.

Gruß Stefan

Hallo Stefan,

Nun, eine neue Sintflut würde sicher auch uns betreffen, aber
dann wäre auch die Versicherungsgesellschaft die meine Schäden
begleichen soll nicht mehr existent…:wink:

Du glaubst nicht, wie leistungsfähig Versicherungen sind. Die versichern sich ja auch wieder. :smile:

Und da Wasser recht einfachen Naturgesetzen folgt, ließen sich
gefährdete Gebiete schnell und einfach festlegen. Jedoch war
mir bislang nicht bewußt/bekannt, daß zwischen der Oder und
der Ziltendorfer Niederung 10km liegen…da überrascht das
Schadensausmaß auf den ersten Blick. Keine Ahnung, wie ich als
dort Wohnender das Risiko eingeschätzt hätte.

Auf den ersten Blick erschrickt es… nur wenn du weißt, dass die Siedlung, aufgrund der Trockenlegung zu Friedrichs - Zeiten, ca. 3 m unter dem Flußspiegel liegt, dann erschrickt es nicht mehr… nur wer denkt und beachtet das, wenn er dahin zieht? Die Oder ist doch weit weg und wie soll ich da „unter“ ihr wohnen können? :smile: Du siehst… so leicht ist es mit dem abschätzen halt nicht.

Gruß
Marco

Hi!

Das halte ich für sinnvoll, denn im aktuellen Fall wurden die Lasten ja voll auf die übrigen Bundesbürger, die eben nicht so billig aber eben auch risikoreich gebaut haben, umgelegt.
Wer unbedingt so leben möchte, muss das Risiko auch selbst tragen.

Grüße,

Mathias

Moin zusammen!

Nachdem ich nun Eure offensichtlich geteilten Meinungen dazu gelesen habe, will ich Euch meine Ansicht dazu nicht vorenthalten.

IMHO ist eine Pflicht versicherung gegen Hochwasserschäden total überflüssig.

Jeder hat die Chance, sich freiwillig gegen Hochwasserschäden zu versichern. Wer das nicht tut, aus welchen Gründen auch immer, der hat eben Pech gehabt.

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie jemand, der möglicherweise durchaus große Beträge in seinen individuellen Wohlstand investiert, sei es nun in Haus, Wohnung oder Hausrat, wie so jemand sich über die Peanuts für eine Elementardeckung in der Versicherung beschwert. Das ist in etwa das gleiche, wie jemand, der sich aus Protest gegen die eh nur immer abzockenden Versicherungen keine Hausratversicherung leistet und dann, nach einem Wohnungsbrand auf das Sozialamt hofft.

Ich finde, eine Pflicht zur Absicherung der eigenen materiellen Werte sollte es niemals geben dürfen. Dagegen halte ich eine Pflichtversicherung immer dann für sinnvoll und dringend geboten, wenn es darum geht, Schäden abzudecken, die man eventuell einem Dritten zufügen könnte.

Das bedeutet im Klartext: Jede Art der Haftpflichtversicherung ist absolut wünschenswert, am besten als Pflicht. Da könnte und sollte der Staat wesentlich mehr vorschreiben. Begonnen mit der Privathaftpflicht für jedermann.
Aber die Absicherung der eigenen Werte sollte bzw. muß Privatsache bleiben. Man sieht es in der Kfz-Versicherung: Haftpflicht ist Zwang, Kasko ist Wahl. So ist es richtig, wie ich finde.

Das ließe sich fortsetzen: Wer einen Hund hat (so wie ich *g*), der hat gefälligst eine Tierhalterhaftpflicht abzuschließen (so wie ich *g*). Wer ein Grundstück besitzt, muß die Haftung daraus absichern. Wer einen Öltank hat, hat diese Gefahr abzudecken.
Usw, Usf…

Fazit: Wer ein Risiko darstellt, hat sein Umfeld abzusichern. Punkt.

Ob ich dagegen meine edlen Möbel oder mein Haus versichere, ist mein Privatvergnügen. Wenn ich es nicht tue, habe ich eben Pech gehabt. Genauso betrachte ich das bei der Hochwasserpflichtversicherung. Überflüssig wie ein Kropf. Diese Pläne beweisen nur wieder die allgemeine Reglementierungswut in D.

Aus dem vorher von mir gesagten ergibt sich jedoch auch eine weitere Konsequenz: Wer sich eben aus freien Stücken nicht Privat absichert, der darf im Schadenfall allerdings auch auf absolut keine Unterstützung seitens der Öffentlichkeit hoffen. Für den Geiz anderer Leute darf der Steuerzahler nicht bluten müssen. Von daher sehe ich es als Unverschämtheit an, das diese Regierung Milliarden als Flutopferhilfe auf den Tisch blättert.

Soviel zu meiner Meinung.

Gruß vom

Dicken MD.

Hallo Dicker,

aus dem Statement geht hervor, das ich Dir dann doch so ganz nicht zustimmen kann.
Alles was Du schreibst ist richtig, leider fehlt ein wichtiger Punkt. Bei einer Pflichtversicherung kann der Staat die Versicherungen zur Annahme der Versicherung zwingen (gesetzliche KV, KFZ-Haftpflicht), derzeit ist es so, das massenhaft Leute in gefährdeten Gebieten eine Hochwasserversicherung abschließen wollen, sich dafür aber keine Versicherung bereitfindet. Diesen Leuten kannst Du höchstens vorwerfen, an der falschen stelle zu wohnen, aber da wirst Du einsehen, das so etwas nur auf lange Sicht abstellbar ist.

Gruß,
Micha

Hallo Marco,

wer in einem Gebiet wohnt, das „Niederung“ heißt und nicht damit rechnet, das Wasser kommen kann (es könnte ja auch Grundwasser sein !?) ist schon heftig einfallslos, meinst Du nicht?

Gruß,
Micha

Hallo Mathias,

ich glaube, Du unterschätzt* :wink:) unsere Regierung. Die wollen alle versichern, egal ob es ein Risiko gibt.

Gruß,
Micha

* (falls das überhaupt geht…)

Hi,

Jeder hat die Chance, sich freiwillig gegen Hochwasserschäden
zu versichern. Wer das nicht tut, aus welchen Gründen auch
immer, der hat eben Pech gehabt.

Definitiv falsch! Wir wohnen ca. 25km weg vom Rhein - allerdings verläuft, 300m vom Haus entfernt und ca. 5 Höhenmeter über uns, ein kleines(!) Bächlein (1-2m breit, in Normalzustand wenige cm tief). Vor 3 Jahren war es dem Bächlein nach einem extremen Wolkenbruch zu langweilig in seinem Bett und es hat unseren Keller besucht.

Daraufhin wollten wir uns - wie Du sagst - „freiwillig“ versichern, für den unwahrscheinlichen(!) Fall, dass dies nochmal vorkommt.

Ergebnis nach Anfrage bei Versicherung: „Zu unserem großen Bedauern können wir keinen Versicherungschutz übernehmen…“.

Regel: Da wo man sie braucht bekommt man sie nicht, da wo man sie bekommt braucht man sie nicht.

Was würde es durchschnittlich ausmachen, wenn das Elementarschadenrisiko bei den Gebäudeversicherungen standardmäßig dazugenommen würde? 10 EUR im Jahr? 20?
Man ist doch eh’ schon gegen allen möglichen Sch*** versichert, den man nie selber braucht, sondern aus Solidarität mitzahlt.

Soll der Staat halt (wie beim Feuer-Einschluß) die Versicherungssteuer für Gebäudeversicherungen auch bei Elementar-Einschluß etwas senken!

Gruß
Stefan