Moin zusammen!
Nachdem ich nun Eure offensichtlich geteilten Meinungen dazu gelesen habe, will ich Euch meine Ansicht dazu nicht vorenthalten.
IMHO ist eine Pflicht versicherung gegen Hochwasserschäden total überflüssig.
Jeder hat die Chance, sich freiwillig gegen Hochwasserschäden zu versichern. Wer das nicht tut, aus welchen Gründen auch immer, der hat eben Pech gehabt.
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie jemand, der möglicherweise durchaus große Beträge in seinen individuellen Wohlstand investiert, sei es nun in Haus, Wohnung oder Hausrat, wie so jemand sich über die Peanuts für eine Elementardeckung in der Versicherung beschwert. Das ist in etwa das gleiche, wie jemand, der sich aus Protest gegen die eh nur immer abzockenden Versicherungen keine Hausratversicherung leistet und dann, nach einem Wohnungsbrand auf das Sozialamt hofft.
Ich finde, eine Pflicht zur Absicherung der eigenen materiellen Werte sollte es niemals geben dürfen. Dagegen halte ich eine Pflichtversicherung immer dann für sinnvoll und dringend geboten, wenn es darum geht, Schäden abzudecken, die man eventuell einem Dritten zufügen könnte.
Das bedeutet im Klartext: Jede Art der Haftpflichtversicherung ist absolut wünschenswert, am besten als Pflicht. Da könnte und sollte der Staat wesentlich mehr vorschreiben. Begonnen mit der Privathaftpflicht für jedermann.
Aber die Absicherung der eigenen Werte sollte bzw. muß Privatsache bleiben. Man sieht es in der Kfz-Versicherung: Haftpflicht ist Zwang, Kasko ist Wahl. So ist es richtig, wie ich finde.
Das ließe sich fortsetzen: Wer einen Hund hat (so wie ich *g*), der hat gefälligst eine Tierhalterhaftpflicht abzuschließen (so wie ich *g*). Wer ein Grundstück besitzt, muß die Haftung daraus absichern. Wer einen Öltank hat, hat diese Gefahr abzudecken.
Usw, Usf…
Fazit: Wer ein Risiko darstellt, hat sein Umfeld abzusichern. Punkt.
Ob ich dagegen meine edlen Möbel oder mein Haus versichere, ist mein Privatvergnügen. Wenn ich es nicht tue, habe ich eben Pech gehabt. Genauso betrachte ich das bei der Hochwasserpflichtversicherung. Überflüssig wie ein Kropf. Diese Pläne beweisen nur wieder die allgemeine Reglementierungswut in D.
Aus dem vorher von mir gesagten ergibt sich jedoch auch eine weitere Konsequenz: Wer sich eben aus freien Stücken nicht Privat absichert, der darf im Schadenfall allerdings auch auf absolut keine Unterstützung seitens der Öffentlichkeit hoffen. Für den Geiz anderer Leute darf der Steuerzahler nicht bluten müssen. Von daher sehe ich es als Unverschämtheit an, das diese Regierung Milliarden als Flutopferhilfe auf den Tisch blättert.
Soviel zu meiner Meinung.
Gruß vom
Dicken MD.