Ich möchte in ca. drei Jahren ein Unternehmen mit Halle und Mitarbeitern gründen. Ein Businessplan lässt sich in dieser Branche leider nicht erstellen, weil die Mitbewerber und Kunden sehr verschwiegen sind und daher man den Markt nur abschätzen kann.
Habt ihr da Tipps?
Der Kunde akzeptiert übrigens nur 100% Qualität, ählich bei Sicherheitdprodukten.
Die Firma soll übrigen SMD Spritzguss anbieten (Kunststoff, mit einigen hundert Einzelformen sehr eng beinander)
Wie Du anhand Deiner bereits beantworteten Fragen gemerkt hast ist das nicht ganz so einfach. Ein Businessplan sollte aber durchaus machbar sein. Du hast ja noch 3 Jahre Zeit den zu erstellen.
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Das bedeutet das Ihr jetzt bereits einen Kunden habt, der noch mindestens 3 jahre warten kann. Das ist gut, denn hier wird dann ja längerfristig geplant. Auch nicht vergessen sollte man, das sich in 3 Jahren die technik zur Fertigung WESENTLICH weiterentwickelt haben wird, man hier sicherlich präzisere Maschinen und besseres Kunststoff haben wird. Aber da werdet Ihr sicher auch schon mit den herstellern entsprechend Kontakt aufgenommen haben.
Das kann garnichts und alles bedeuten. Da der Kunde ja weiß, das Ihr noch neu seid und Ihr gerade am Anfang noch Zeit braucht um die maschinen einzurichten wird es mehrere Versuche benötigen bis alles klappt. Das schlägt sich ja auch auf den Preis aus mit einberechnend). Was mit „Sicherheitsprodukten“ gemeint ist kann auch hier SEHR weit sein.
SMD Bauteile sind ja SEHR klein. Wenn Ihr da mehrere hundert Einzelformen in Reinraumqualität produzieren wollt dann werden das sicher eine ganze Menge unterchiedlicher SMD Teile sein. Hier mit z.B. China konkurieren zu wollen, die das seit Jahrzehnten machen ist sicher eine Herausforderung.
Übrigens kann man Produktionstraßen sehr gut besuchen.
Baudisch ist ein EMS Dienstleister, allerdings nur ein ganz klein wenig größer als wir. Aber nur ganz wenig. Der verarbeitet SMD Bauteile und sicherlich auch THZ, das hat mit Spritzguss aber IMHO nicht viel zu tun. Unbestückte Leiterplatte mit Lötzinn bedrucken, ab in den Reflowofen, den man im Video sieht und am Ende ist alles gelötet. Ein klein wenig Kontrolle noch und fertig.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sollen Chips mit verschiedenen Kunststoffen um spritzt werden, das ist meines Erachtens nach eine ganz andere Liga.
Da findet man eher spärlich die richtigen Informationen, wenn es denn um das gehen sollte, was ich denke. Weil du sehr klein gesagt hast:
5 mm Kantenlänge sind noch recht groß heutzutage, da geht noch viel mehr nach unten. Die Chips, die sich im Inneren befinden, befinden sich auf einem Träger, der umspritzt werden muss.
Das ist alles andere als ein 08/15 Plastikgehäuse.
Das kleinste sind 0,8x1,2mm und ich kenne die Branche seit über 25 Jahren und trau mir die Prudktion zu. Gerade in der Branche gibt es nur eine handvoll Mitbewerber und deshalb kann man den Markt auch nur abschätzen.
Ich kenne diese Art von Spritzguss sehr gut und weiß daher dass der Kunde 100% Qualität fordert, weil die Produkte auch in der Automobilindustrie verwendet werden und da die Reklamatioskosten schnell im Millionenbereich liegen.
Ich möchte nur etliche Schritte vorher, mit dem Sprizguss der Gehäuse produzieren.
. Leadframe-Vorbereitung & Spritzguss
Bevor der Licht-Chip ins Spiel kommt, wird das Gehäuse (Package) erstellt.
Leadframe: Ein Metallstreifen (meist Kupfer/Silber) dient als elektrischer Leiter.
Spritzguss (Injection Molding): Der Leadframe wird in eine Form eingelegt. Ein hochreflektierender, weißer Kunststoff (oft PPA oder Epoxid-Formmasse) wird darum gespritzt. So entsteht die Vertiefung (Reflektorwanne), in der später der Chip sitzt.
2. Die-Attach (Chip-Montage)
Der eigentliche LED-Halbleiterchip (der „Die“) wird in die Mitte der Reflektorwanne gesetzt.
Ein leitfähiger Kleber oder ein Lötverfahren fixiert den Chip auf dem Leadframe und stellt den ersten elektrischen Kontakt her.
3. Wire Bonding (Drahtbondern)
Da der Chip oben meist einen weiteren Kontakt benötigt, wird ein hauchdünner Gold- oder Aluminiumdraht vom Chip zum Leadframe gespannt.
Dies schließt den Stromkreis, damit die LED später leuchten kann.
LED-Chips leuchten nativ meist Blau. Um weißes Licht zu erhalten, folgt die Chemie:
Dosierung: Eine Mischung aus Silikon und gelbem Phosphor wird in die Wanne getropft.
Schutz: Das Silikon schützt den Chip vor Umwelteinflüssen und hilft dabei, das Licht effizient auszukoppeln.
5. Aushärtung & Trennung
Curing: Die Module wandern in einen Ofen, damit das Silikon vollständig aushärtet.
Dicing: Der große Leadframe-Verbund wird in einzelne SMD-Bauteile zersägt oder gestanzt.
6. Testing & Binning
Nicht jede LED ist exakt gleich hell oder hat denselben Farbton.
Jede LED wird elektronisch gemessen und nach Lichtstrom, Farbe und Spannung in Gruppen (Bins) sortiert, um eine gleichbleibende Qualität in der Anwendung zu garantieren.
Mit Verlaub: warum sich die Diskussionen nicht in Deinem Sinne entwickeln, liegt nicht an Deinen Fragen und den Antworten darauf, sondern darin begründet, wie Du auf Antworten und Einwände reagierst und damit meine ich nicht nur die Inhalte, sondern auch bzw. vor allem die Art und Weise, wie Du kommunizierst. Das haben Dir übrigens nun schon mehrere gesagt und auch darauf gehst Du nicht ein oder reagierst gar mit einer Verhaltensänderung.