Moin zusammen!
Heute muß ich mal wieder ein bisserl Frust loswerden.
Einige erinnern sich vielleicht noch, das unser einer Zwerg ständig Probleme mit dem Trinken machte. Zwischenzeitlich war er ja auch schon vierzehn Tage in der Klinik deswegen, Ergebnis gleich null.
Bis heute hat sich daran eigentlich nichts zum positiven verändert. Ganz im Gegenteil. Wir denken jeden Tag, das es eigentlich nicht schlimmer kommen kann. Und jeden Tag werden wir eines besseren belehrt 
Die Situation ist derzeit so, das der Lütte (Luca) in Abhängigkeit von seiner Laune meist die Flasche total verweigert. Gleichzeitig demonstriert er jedoch deutlich, das er eigentlich Hunger hat. Trotzdem ist in den kleinen Kerl absolut nichts reinzubringen. Er wehrt sich im wahrsten Sinne mit Hand und Fuß dagegen. Wenn man es dann ernsthaft unter Zwang versucht, endet das ganz in extatischem Schreien. Und dann ist es erst Recht gelaufen.
Dummerweise ist es nun seit etwa sechs Wochen beim Großen (Steve) genauso. Auch er zeigt inzwischen die gleichen Verhaltensweisen, wenn auch nicht ganz so häufig. Bei beiden ist es inzwischen ein Kampf um jeden Tropfen. Von irgendwas müssen die beiden ja schließlich leben, Luft und Liebe reichen wohl nur bedingt aus.
Wir haben inzwischen bei beiden versucht, mit Brei zu beginnen. Aber wie heißt es so schön - Versuch macht kluch. Die Fütterungsversuche mit Brei haben wir dann zwischenzeitlich wieder eingestellt. Denn jeder Versuch, in die kleinen Kerlchen Brei hineinzubringen, endet innerhalb von Sekunden mit einem netten Anfall von Protestkotzen. Ganz offensichtlich sind beide herzlich wenig daran interessiert.
Nun ist es leider so, das sich das in den letzten drei Tagen bei beiden entgegen aller Erwartungen doch noch weiter steigert. Meine Frau ist im Moment kurz vor der absoluten Verzweiflung. Aus medizinischer Sicht sind beide absolut gesund. Seitens der Mediziner wird man meist nur belächelt, weil sich niemand so recht vorstellen kann, was sich bei uns zu Hause abspielt. Lediglich die betreuenden Schwestern in der Klinik konnten uns letztlich verstehen. Als wir seinerzeit den Lütten dort eingeliefert haben, wurden wir bei der Aufnahme auch noch belächelt. Aber nach kurzer Zeit grinste dort niemand mehr, weil sie ganz genau die gleichen Probleme mit ihm hatten wie wir zu Hause. Leider konnten wir uns auch nix davon kaufen, das die Schwestern und Ärzte meinten, es wäre wohl nix zu machen und da müssten wir halt durch. Naja. So isses halt.
Könnte die derzeitige Steigerung dieser Phase eventuell daran liegen, das jetzt irgendwie die ersten Zähne durchbrechen? Beide sind nun etwas über fünf Monate alt. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, das dann zu lindern oder zu unterstützen?
Wer auch immer irgendwelche Ratschläge hat - haltet Euch nicht zurück. Ich bin sehr daran interessiert, darüber zu reden. Wir haben inzwischen schon die blödsinnigsten Sachen probiert. Man ist ja für alles offen.
Danke schonmal vorab.
Gruß vom
Dicken MD.

