Hallo zusammen,
wir möchten uns ein Haus kaufen. Ich glaube wir haben nun die fast perfekte Immobilie gefunden.
Termin zur genauen Besichtigung haben wir auch schon.
Die Frage ist jetzt:
Kann der Preis zu dem inseriert wurde noch verhandelt werden? Ich kenne mich leider mit Preisen und Wertermittlung nicht so aus.
Wir haben ein Haus gesucht, das auch als 2 Familienhaus genutzt werden kann.
Es handelt sich um folgende Immobilie:
Freistehendes Haus in Massivbauweise von 1977.
2 Geschosse a 100m², 819m² Grundstück. Das Haus ist unterkellert mit Balkon und Garage. Optisch scheint es in gutem Zustand, Heizung wurde vor 4 Jahren erneuert und das Dach gedämmt. Nur die Bäder scheinen noch von 1977 zu sein.
Es wird über einen Makler verkauft. Der Kaufpreis soll 220000€ betragen und Provision 6% (Was ich sehr viel finde).
Hab jetzt schonmal mit allen Daten, die ich habe, über einen Online Wertrechner versucht irgendwelche Anhaltspunkte zu bekommen. Mit Eingabe des richtigen Bodenwertes (hier 75€) komme ich bei der Rechnung auf 177000€.
Mit so einem Preis sollte ich wohl garnicht erst anfangen bei dem Makler.
Kennt sich jemand hier aus und weiß ob der Preis generell höher angesetzt ist?
Vielen Dank schonmal
Hallo,
ersteinmal haben Sie das Haus von innen anscheinend noch nicht gesehen. Sie sollten zuerste eine Begehung der Immobilie machen und dann einmal 1-2 Nächte darüber schlafen.
Dann macht es vielleicht Sinn, dass man mit einem Gutachter eine zweite Begehung macht. Hierbei kann der Gutachter auf Mängel und den Bauzustand achten. Sie können mit ihm dann alles nach der Begehung durchsprechen und Fragen stellen.
Der Gutachter kann dann auch eine Wertermittlung anhand des Zustandes, Lage, Größe, Bauart, etc. machen und Sie auch über den angemessenen Kaufpreis beraten.
Dann können Sie eine Kaufentscheidung treffen und der Gutachter kann Sie dann auch bei den Preisverhandlungen unterstützen.
Ob der Preis so weit zu drücken ist, wie Sie andeuten, wage ich zu bezweifeln, aber nach einer Beratung haben sie viel bessere Anhaltspunkte, zu welchem Preis Sie bereit sind zu kaufen und zu welchem nicht.
Gucken Sie doch mal bei uns auf der Homepage: www.der-Hausinspektor.de
Bei Fragen rufen Sie mich gerne an.
MfG
Jens Gause
Der Hausinspektor Gmbh
Hallo,
natürlich können Sie immer ein Gebot abgeben, wenn Ihnen eine Immobilie gefällt. Die Frage ist nur immer, ob sich der Eigentümer der Immobilie darauf einlässt.
Hat der Makler mehrere Interessenten und es ist einer dabei, der den ausgeschriebenen Kaufpreis zahlt, wird er den Zuschlag bekommen.
Wie überall bestimmt die Nachfrage den Kaufpreis. Handelt es sich um einen seriösen Makler, wird er mit einem Angebotspreis ins Rennen gegangen sein, der nicht weit vom Marktwert der Immobilie entfernt sein dürfte.
Da man alles an einer Immobilie verändern kann, außer Lage und Größe des Grundstücks, ist die Lage auch beim Kaufpreis entscheidend. Eine Immobilie in München kostet wesentlich mehr als eine in Wuppertal (sorry Wuppertaler). Da Sie Laie sind, sollten Sie sich einen Bausachverständigen mit ins Boot holen. Er sieht sich das Haus an, kalkuliert etwaige Sanierungskosten und Sie sind auf der sicheren Seite. Dagegen dürfte niemand etwas haben. Vielleicht gibt es aber auch schon eine Wertermittlung von der Bank o.ä., die Ihnen der Makler präsentieren kann. Fragen Sie einfach danach.
Hallo, allein,
Verhandeln geht immer, zum Kaufpreis ebenso, wie zur Provisionshöhe.
Viel Erfolg.
Der angebotene Kaufpreis ist meistens verhandelbar. Sie können in Ihrem Fall mit den Bädern anfangen, dass diese noch renoviert werden müssen, und ob am Kaufpreis nichts mehr zu machen ist. Die Provision ist normalerweise nicht verhandelbar und ist je nach Region in Deutschland unterschiedlich, aber immer bei 6 % für den Makler.
Am besten verhandeln Sie natürlich über eventuelle Vergleichsobjekte und können wahrscheinlich auch selbst beurteilen, ober der Preis üblich ist, weil das nicht das erste Haus ist, das Sie sich anschauen.
Reden Sie vernünftig mit dem Makler und versuchen Sie das Maximum zu erreichen.
Viel Erfolg! Roland Ritt
Hallo Sascha!
Natürlich ist ein Verhandeln des Preises möglich. Der Preis wird aber durch Angebot und Nachfrage bestimmt, d.h. dass der Makler nur dann zu einem Preisnachlass bereit sein wird, wenn keine anderen Interessenten zu erwarten sind, denn wichtiger als der hohe Preis ist, dass überhaupt ein Verkauf zu Stande kommt.
Ihre Frage ist aber eigentlich eine andere: Wie hoch ist der angemessene Preis für die Immobilie, für die ich mich interessiere? Für die Antwort gibt es Sachverständige - auch in Ihrer Nähe! Wenden Sie sich an einen! Sie sind teuer, aber auch in der Lage, die o.g. komplexe Frage zu beantworten! Und mal ehrlich: Wenn ich 10.000 Euro sparen kann, weil ein Sachverständiger mir Durchblick in den Wert der Immobilie verschafft, dann sollte mir diese Leistung ein paar hundert Euro wert sein! Alternativ wenden Sie sich an einen anderen Makler - natürlich ebenfalls gegen Bezahlung!
Viel Erfolg!
Hallo…
Natürlich kann man jederzeit den Preis noch verhandeln.
Dazu sind jedoch die Informationen im Umfeld erforderlich. Die erfährt man durch Zeitungsstudium,
Auskünfte beim Bürgermeisteramt über die Grundstücks-
preise und auch über die Berechnung über die Miete,
die evtl. erzielt werden kann am Standort. Die Jahresmiete mit 12 oder 18 multipliziert ergibt einen
Anhaltswert der Immobilie. Ich dagegen habe meine
eigene Methode. Die erzielbare Jahresmiete muß eine
8%ige Rendite des eingesetzten Kapitals sichern. Unterste Grenze sind 6 %. Sonst sollte man die Finger
von der Immobilie lassen oder den Preis verhandeln, um
dieses Ziel zu erreichen. Hierzu gehört auch die Be-
sichtigung, wobei man die Mängel erkennen sollte und
dafür muß ein Preisnachlass her. Das kann die Lage sein, der fehlende Balkon, die Ausstattung z.B. Heizungsart…Finger weg von Nachtspeicher oder Ölheizung. Gas ist in, da keine Vorratshaltung erforderlich ist. Strom wird so teuer, wenn die Isolierung mangelhaft ist, wird man arm und hat schnell
200 - 300 Euro pro Monat Heizkosten an der Backe.
Noch ein wertvoller Tipp. Geht in das Internet, Scout 24.de und sucht dort in dem Bundesland oder Ort, Landkreis nach der Wunschimmobilie. Dort wird das
Profil eingegeben und man kann nur staunen, wie billig
man Wohnraum erwerben kann. Es gibt auch eine Reihe
von maklerfreien Angeboten bis hin zu Zwangsversteigerungen, wo man bis zu 50 % sparen kann.
Ein Grundsatz bei mir lautet, wenn ich eine Immobilie
nicht bekomme zu meinem Vorstellungspreis, die nächste
Immobilie kommt bestimmt. Es ist einfach die Zeit, die
man einkalkulieren muß, zwischenzeitlich kann man weitersparen. Das was in Baden-Württemberg 220.000 Euro
kostet ist in Rheinland-Pfalz oder Nordrheinwestfalen
schon für 120.000 bis 150.000 Euro zu haben und in Halle
oder Berlin schon für unter 100.000 Euro. Viel Spass
bei der Suche und beim Verhandeln.
Mit freundlichen Grüßen
Hermann Lange
also, erstmal umhören, was so für vergleichbare hütten in vergleichbarer lage gezahlt wurde,
weiter möglichst mit kompetentem maurermeister oder so keller ansehen (nässeschäden), auf jeden fall das wertgutachten oder wie auch immmer makler das nennen mag, ansehen (da gibts ne rubrik reparaturrückstau), fehhld die, dann unseriös. Maklercourtage ist si ok, wenn hütte preisleistung stimmt. Notfalls wirklich einen gutachter hinzuziehen, dessen salär ist in solchen fällen meist verhandelbar.
gruss
Hallo. Grundsätzlich kann man immer handeln. Der Makler ist allerdings nur der Mittler zum Eigentümmer. Der Eigentümer entscheidet letztendlich ob er Preiszugeständnisse macht. Ist die Immobilie sehr begehrt, hat man meist keine Chancen. Ist die Immobilie nach längerer Angebotszeit noch nicht verkauft, kann man oftmals leichter über den Preis reden. Auch über die Maklercourtage kann man reden. Wenn der Makler sicher ist, dass er die Immobilie los wird, lässt er vermutlich nicht mit sich reden. Ist der kurzfristige Verkauf nicht so sicher, ist er eher verhandlungsbereit. Für die Wertermittlung der Immobilie sollten Sie vielleicht einmal einen Fachmann (Bauingenieur) befragen. Dies muss nicht unbedingt ein umfassendes und teures Gutachten sein. Auch einige Hinweise können hilfreich sein. Eine kleine Investition hilft hier oftmals viel Geld sparen. Denn mit konkreten Fakten haben Sie auch wieder gegenüber dem Verkäufer bessere Grundlagen. Viel Glück. A. Frank
Na klar, verhandeln kann man immer. Und das der Verkäufer zunächst versucht, den besten Preis zu erzielen, ist auch klar. Zumeist steht in der Zeitung der Zusatz „VB“, das bedeutet Verhandlungsbasis, dann lässt er auf jeden Fall mit sich reden.
Die Differenz zwischen 177 und 220 wird in der Ausstattung der Hauses liegen. Goldene Wasserhähne, Marmorfußboden und weitere Schmankerl.
Da hilft in der Regel nur, mit offenen Augen durchs Haus zu gehen und vorhandene Mängel zu erkennen. Es müssen ja nicht gleich Wasserflecken an der Wand sein, aber ungünstig geschnittene Zimmer, Bad ohne Fenster, ausgelatsche Dielen, veraltete Elektrik, das sind so Dinge, an denen man herummeckern - und entsprechend den Preis drücken könnte. An der Maklerprovision lässt sich meist nicht viel tun.
Viel Erfolg, und wenn es mit diesem Haus nicht klappt, dann mit dem nächsten! Mitunter muss man sich schon ein paar Häuser ansehen, bis man das richtige findet.