Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Hallo liebe Experten,
neulich beim Frauenarzt wurde ich doch darauf hingewiesen, daß es jetzt
eine Impfung gegen die Humanen Papillomviren gäbe, die
Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen verursachen!
Laut aktuellen Studien würde die Impfung ca. 5 Jahre andauern und evtl.
länger (ist noch in der Testphase)
Da es eine Leistung ist, die die Krankenkassen nicht bezahlen, ist es
auch eigener Tasche zu leisten. Nur kostet diese Impfung 500 Euro! Ist
ja nicht besonders wenig, klar ist man bereit für seine Gesundheit
alles mögliche zu tun, aber ist diese Impfung wirlich sinnvoll?

Jetzt würde mich interessieren, was haltet ihr davon?

LG
Misa

Hallo, Misa,
für Dich selbst dürfte die Impfung zu spät kommen, sie sollte vor den ersten GV erfolgen.
In Zukunft werden aber auch die Krankenkassen die Kosten für diese (dreimalige) Impfung übernehmen.
Weitere Informationen findest Du hier: http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/877287.phtml (Beachte auch die „Weiteren Informationen“, da steht viel Wissenswertes drin.)
Gruß
Eckard

hi misa!

schau mal hier, da wird das ganz gut erklärt.

http://www.medknowledge.de/neu/med/jahr/2006/II-2006…

viele grüße
tanja

Ich wäre mit solchen Impfungen vorsichtig. Nicht alles ist Gold, was glänzt. Vielleicht hilft das Mittel tatsächlich gegen die eine Art Krebs, aber verursacht am Ende wieder eine andere tödliche Krankheit. Wer kann das schon mit Sicherheit vorhersagen? Ich halte davon nicht viel.

Hallo Eckard,

für Dich selbst dürfte die Impfung zu spät kommen, sie sollte
vor den ersten GV erfolgen.

das stimmt nur bedingt. Es gibt eine neue Leitlinie, die die Impfung vor dem ersten GV empfiehlt - das Mittel hat aber auch bei erwachsenen Frauen noch eine gute Wirksamkeit und mindert das Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Man muss aber auch dazu sagen, dass dieser Krebs von den Viren nur begünstigt wird, aber auch anders entstehen kann - sprich, die Impfung schützt vor der Infektion mit HPV und somit zu einem großen Prozentsatz vor dem Krebs - aber eben nicht 100%ig.

Gruß
Cess

2 „Gefällt mir“

Hi und hallo,

hast Du irgendeinen Beleg für die krebsauslösende / todbringende Wirkung von Impfungen? Ich meine jetzt nachvollziehbare Studien mit einer vernünftigen Teilnehmerzahl und nicht irgendwelche Einzelfallbeschreibungen.
Ansonsten - des Leben - endet meistens mit Krankheit und Tod!

70 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs werden durch HPV verursacht.
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 7000 Fälle diagnostiziert - etwa 1700 Frauen versterben daran.

Wenn ich die Wahl habe sterbe ich lieber mit 70 an „Impfkrebs“ >>Ironie

8 „Gefällt mir“

Hallo,
diese Impfung gehört inzwischen zum Leistungskatalog einiger
Krankenkasse, meiner zum Beispiel. Alter zwischen 11 und 26.
Das Serum (Gadasil) kostet pro Impfgang (3fach) 159,85 €
und wird gegen Vorlage des Rezeptes von der Kasse erstattet.
Wenn die Kasse das schon zahlt, dann ist auch der Nutzen wissenschaftlich
erwiesen.
Gruss
Czauderna

Hallo Marisa,

lies mal hier
http://www.dgmh.org/page34/files/b1ba49da57297938236…

Gruß Steffi

Hallo Susanne,

hast Du irgendeinen Beleg für die krebsauslösende /
todbringende Wirkung von Impfungen?

Kannst du das Gegenteil beweisen? :wink:

Wenn ich die Wahl habe sterbe ich lieber mit 70 an „Impfkrebs“
>>Ironie

Hi und hallo,

Du hast eine Behauptung aufgestellt…es wäre schön wenn du diese Behauptung untermauern würdest.
Umkehr der Beweislast gibt es in den Naturwissenschaften nicht…

viele Grüße
Sue

2 „Gefällt mir“

Hallo Misa!

In einer Virologievorlesung hat uns die Dozentin vor wenigen Wochen einen Bericht über die Zulassungsstudie zu Gardasil gezeigt, bzw. die offizielle Begründung für die Zulassung. (Das ist, wenn man es liest, etwa vergleichbar mit einer Begründung eines Gerichtsurteils.) Ich bin nicht ganz sicher, aber im Testzeitraum haben glaube ich 0,5% der ungeimpften Placebokontrollgruppe eine Neoplasie des Gebärmutterhalsepithels durch das HPV bekommen (sozusagen Krebs oder eine Vorstufe davon). Unter der Impfgruppe waren die Zahlen hierzu verschwindend gering. Die von der Alleswisserin befürchteten Nebenwirkungen zeigten sich zumindest im Testzeitraum von einigen Jahren nicht. Gardasil wurde in einem verkürzten Verfahren zugelassen, da die Impfung sogar sehr nebenwirkungsarm ist (was ja beispielsweise auf Tuberkulose glaube ich nicht zutrifft) und der Gebärmutterhalskrebs durch das HPV relativ häufig (im Verhaältnis zu anderen Krebsarten) ist und nicht erst im ganz hohen Alter auftritt.

Onkologen sehen die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das HPV als einen sehr großen Wurf. Krebsprophylaxe ist echt was gutes, wenn sie möglich ist. Haste erstmal Krebs, dann ist und wird das wohl noch lange für viele Formen ein Todesurteil bleiben. Eine echte effiziente Therapie existiert nur für wenige Krebsformen und der Gebärmutterhalskrebs gehört meines Wissens nicht dazu.

Wäre ich eine Frau der richtigen Zielgruppe, ich ließe mich impfen.

Grüße, Stefan

Hallo Sue!

Umkehr der Beweislast gibt es in den Naturwissenschaften
nicht…

Also Bitte! Wir sind hier im Medizinbrett! Das Naturwissenschaftsbrett ist woanders… Du kannst hier also nicht einfach solche einschränkenden Forderungen aufstellen!

Viele Grüße, Stefan

Der Text ist gespickt mit Halbwahrheiten und Teile grenzen an Lügen, die uninformierte Leser verwirren SOLLEN. Darauf einzugehen, würde jetzt zu lange dauern.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hallo Stefan,

Der Text ist gespickt mit Halbwahrheiten und Teile grenzen an
Lügen, die uninformierte Leser verwirren SOLLEN.

Was zu beweisen wäre.
Lege Beweise vor,
daß die Impfung gegen alle 13 Stämme wirkt oder
das bei der Vernichtung von 4 Stämmen sichergestellt ist, daß keine anderen gefährlicheren den Platz belegen oder
daß definitiv in den Prüfgruppen bereits Krebs vorgekommen ist.

Aber das geht hier schon wieder viel zu weit. Halten wir uns daran, daß jeder aus seiner Richtung seine Meinung sagen darf und damit gut.

Gruß Steffi

1 „Gefällt mir“

Hallo Steffi!

Der Text ist gespickt mit Halbwahrheiten und Teile grenzen an
Lügen, die uninformierte Leser verwirren SOLLEN.
Was zu beweisen wäre.

Ich kann sicher hunderte wissenschaftliche Veröffentlichungen dazu auflisten. Da schlag ich nur mein Lehrbuch auf und schreib die wichtigsten Leitartikel raus. Mit den Artikeln, die sich auf diese Basisarbeiten beziehen lassen sich Regale füllen.

Lege Beweise vor,
daß die Impfung gegen alle 13 Stämme wirkt oder
das bei der Vernichtung von 4 Stämmen sichergestellt ist, daß
keine anderen gefährlicheren den Platz belegen oder
daß definitiv in den Prüfgruppen bereits Krebs vorgekommen
ist.
Aber das geht hier schon wieder viel zu weit.

Das kann ich nicht. Zu Forderung 1 bis 3 weiß ich nichts. Darauf habe ich mich auch nicht bezogen. Forderung 4 zeigt, dass Du von Onkologie entweder keine Ahnung hast oder mich für dämlich hältst.

Halten wir uns
daran, daß jeder aus seiner Richtung seine Meinung sagen darf
und damit gut.

Das hat nichts mit Meinung zu tun. 35 Jahre Forschung unter den Tisch zu kehren und dann Ergebnisse auf absurde Weise zu interpretieren, ist einfach Veräppelung von gutgläubigen Lesern.

Ich hab jetzt mal ein paar komische Sachen aufgelistet:

„ein eindeutiger Beweis dafür liegt noch nicht vor“

Das stimmt. Aber EINDEUTIG kann man etwas in der Biologie nicht beweisen. Das ist nicht Mathematik. Diese Forderung ist daher nie erfüllbar und damit irrelevant.
Aber was man für die potentiall als gefährlich angenommenen HPV-Stämme extrem gut beschreiben kann:
Ihr Genom kodiert für Proteine, die die beiden als wichtigste Zellzyklusblocker/Krebsverhinderer (Tumorsupressorgene)angenommen Proteine p53 und pRB in ihrer Wirkung blockieren können. Mutationen der Gene für p53 und pRB führen zu schwersten Veranlagungen, Tumore zu entwickeln. Auch lässt sich auf verschiedene Weise zeigen, dass in Cervixneoplasien diese gefährlichen Proteine E6 und E7 auch synthetisiert werden. Derartig charakterisierte Zellen ähneln denen von Tumoren dann biochmisch/zellbiologisch schon sehr in der Änderung ihrer intrazellulären Signalwege. Es lässt sich hierdurch eine Krebsentwicklung recht sicher annehmen. Auch epidemiologische Studien stützen diese biochemischen Annahmen eines Zusammenhangs.
Wie könnte denn bitte ein Beweis erbracht werden? Was soll noch gezeigt werden? Wann wird ein solcher Beweis akzeptiert?

„Schaut man sich diese Auszüge näher an, stößt man auf weitere Merkwürdigkeiten: eine Gruppe von Testpersonen wurde mit Gardasil geimpft, eine zweite erhielt zur Kontrolle ein Placebo-Mittel.“

Das ist in Zulassungsstudien normale Praxis. So zu tun, als wäre das nicht der Fall, ist, den Leser für dumm zu verkaufen.

„Zwar bildeten sich nach der Impfung bei der Gardasilgruppe deutlich weniger Warzen als in der Placebogruppe. An Krebs erkrankte allerdings bisher keine einzige Testperson, egal in welcher Gruppe. Man kann also zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob diese Impfung schützen kann.“

Das hat aucj kaum jemand erwartet. Tumorentstehung ist nach der momentanen Lehrmeinung ein multi-step-process. Aber vor einem malignen Tumor existieren Epithelneoplasien, die sich morphologisch und biochemisch von normalem Epithel unterscheiden. Diese Tumorprogression ist am besten für das Kolorektalkarzinom beschrieben. Man kann genau schauen, welche Schutzmechanismen in den Zellen schon kaputt sind. Auch kann man solche Tumorprogressionen an transgenen Mausmodellen überprüfen und sie zeigen fast genau das, was man für den Menschen annimmt. Wär ich ne Frau und mir sagt mein Arzt, sorry Sie hätten ne Neoplasie und es wird E6 und E7 expremiert… Ich fänd das nicht gerade schön und würde es nicht einfach ignorieren sondern etwas Schiss haben.

„Möglicherweise bildet sie sogar ein Einfallstor für folgenschwere Entwicklungen.“

Ähh, Moment. Es gibt ja einen Unterschied zwischen der Impfgruppe und der Placebogruppe, der durchaus folgenschwer sein kann. Die eine Gruppe zeigt viel mehr Neoplasien. Da braucht man nicht erst nach möglichen Entwicklungen suchen, die unbekannt sind und für die es keine Hinweise durch die Zulassungsstudie gibt. Die Unterschiede bezüglich folgenschwerer Entwicklungen sind bereits da!

Natürlich kann man Bedenken haben. Dagegen habe ich nichts. Bedenken sind gut. Ob berechtigte Bedenken in dem Text genannt werden oder ob es eventuell weitere gibt, dazu fehlt mir die Fachkenntnis zu HPV. Aber doch bitte die Leute nicht belügen und so tun, als hätte die Impfung keinen beobachtbaren Effekt auf Cervixkarzinomrisiken.

Viele Grüße, Stefan

2 „Gefällt mir“

Expertenmeinungen und Fachwissen
Hallo Alleswisserin,

www ist ein Experten-Forum.
Und grade hier wird nach Fachwissen oder Expertenmeinungen gefragt, sonst hätte die Fragestellerin ihre Anfrage im Plauderbrett stellen können.

Wenn jeder SO verfahren würde mit *viel Meinung, aber keine Ahnung*, könnte man das www dicht machen.

Deshalb wäre vom Vorteil, wenn man schon kein fundiertes Hintergrund wissen hat, eher etwas vorsichtiger zu sein und lieber nichts zu sagen, als Angst und Schrecken zu verbreiten.

Und das gilt für uns alle, nicht nur für dich.

Gruß,
Maja

Ich wäre mit solchen Impfungen vorsichtig. Nicht alles ist
Gold, was glänzt. Vielleicht hilft das Mittel tatsächlich
gegen die eine Art Krebs, aber verursacht am Ende wieder eine
andere tödliche Krankheit. Wer kann das schon mit Sicherheit
vorhersagen? Ich halte davon nicht viel.

5 „Gefällt mir“

Hallo Stefan,

Aber doch bitte die Leute nicht belügen

Du sprachst davon, daß sich die Zulassung wie eine Gerichtsakte liest aus der dann die wesentlichen Punkte bekanntgemacht werden. Wer bestimmt was wesentlich ist und was unwesentlichem, und somit ungesagt bleibt?
Jede Wertung basiert auch auf der subjektiven Einstellung. Etwas bewußt oder unbewußt (nicht) sagen kann verhängnisvolle Folgen haben.
Darum ist es immer gut einen Gegenpart (die Kritiker) zu haben.
Was heißt da lügen? Lügen tut auf beiden Seiten nicht Not.
Es wurde gefragt, was wir davon halten. Ich habe starke Bedenken und würde mich nicht impfen lassen. Auch weil es überhaupt noch keine Erkenntnisse über mögliche Spätwirkungen auf den Gesamtorganismus gibt. Doch beim Thema späte Impffolgen hauen wir uns ja wieder die Köppe ein. ABER NICHT HIER!

Gruß Steffi

Hallo Steffi!

Aber doch bitte die Leute nicht belügen

Ich meine nicht, Du würdest lügen, sondern es käme Lügen gleich, wenn man deutlich seltenere neoplastische Veränderungen in der Impfgruppe verschweigt, die in der Fachwelt durchgehend als Tumorentwicklungsstufe interpretiert werden. Jemandem genau das vorzuenthalten, was zur Zulassung geführt hat und darauf dann die Kritik an etwas aufbauen, das ist… Entmündigung des Lesers.
Die Impfung hat mit großer Sicherheit Vorteile was die Krebsprophylaxe des Cervixkarzinoms angeht. Gefahren der Impfung sind möglich, aber nicht aus den DOPPELBLINDEN Studien hervorgegangen. Verschweigt man eine Seite belügt man den Leser. Du bist sicher der Meinung, die Pharmaindustrie oder sonstwer verschweige die Risiken. Aber:
Zeige mir Studien, die derartige Risiken nahelegen! Einfach einen Beweis der Nichtexistenz zu fordern, macht keinen Sinn. Und:
Die Ergebnisse bezüglich HPV+Neoplasien vs. keine HPV+Neoplasien sind existent. Die alleinige nicht widerlegbare Möglichkeit einer Gefahr wiegt nicht so stark. Diese Möglichkeit ist nämlich ein Totschlagargument. Jede beliebige Empfehlung könnte damit beantwortet werden, dass es gefährlich sein könnte und man einen (unmöglichen) Unbedenklichkeitsnachweis fordert. Diese Argumentation lässt sich gleichermaßen auf fast jede Therapie oder Pseudotherapie anwenden.

Viele Grüße, Stefan

2 „Gefällt mir“

Hallo Stefan,

sondern es käme Lügen gleich, wenn man … verschweigt.

Ob man nun verschweigt (auf beiden Seiten), wissentlich oder unbeabsichtigt durch subjektive Auslese der Information, ob aus Menschenliebe, oder weil man irgendeinen Aspekt nicht bedacht hat/bedenken konnte, oder Gewinnorientierung. Es ist kritisch zu sehen und ich nehme die Kritikpunkte als mindestens ebenso gewichtig.

Und meinem persönlichen Gefühl geht es bei Medikamenten und Impfungen wie mit neuen Computerprogrammen. Ich nutze gern die letzte Version. Die ist aus den Kinderschuhen draußen. Ich bin nicht gern die, die das allerneueste an sich ausprobiert. Es hat schon zu viele Fälle gegeben, in denen man trotz Prüf-/Zulassungsverfahren erst nach Jahren erkannte, daß es doch nicht in allen Belangen das gelbe vom Ei war.

Gruß Steffi

1 „Gefällt mir“

Hallo,

… es wäre aber auch schön, wenn es nicht nur Impfungen sondern auch ein Mittel zur Vernichtung das HPV geben würde.

Gruss Netti

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]