Nein, nein, schon Fondssparpläne! Bei Riester müssen halt die
eingezahlten Beiträge mindestens bereitstehen!
Sie können sich allerdings denken, wenn ein an sich
spekulative Anlageform auch noch die eingezahlten Beiträge
sichern muss, wie besch… müssen dann die Renditen sein.
Soso, wo wir wieder beim Thema wären. Bei einer Einzahlungsdauer von 20, 30 oder 40 Jahren von Spekulation zu schreiben, grenzt schon fast an Blindheit. Es gab hier genug Beispiele, die diese Sicherheit der Anlage langfristig belegt haben.
Und um den Unterschied zwischen einem Spekulant und einem Anleger einmal klarzustellen:
Der Spekulant hat sich auf die Versprechen der Werbung eingelassen und kaufte Telekomaktien total überteuert. Er spekulierte darauf, dass diese Aktie weiterhin so zulegt wie in der Vergangenheit.
Der Anleger hingegen investiert sein Geld langfristig in ein Unternehmen, weil er der Meinung ist, dass dieses Unternehmen auch in Zukunft Gewinne schreibt. Und wer sich einigermaßen mit der Materie auskennt, weiß, dass Eigenkapital (Aktien) immer höher verzinst werden muss als Fremdkapital. Sonst gibt’s nämlich bald kein Eigenkapital mehr.
Ach ja, wie besch… müssen denn dann die Renditen sein, wenn man gar nicht erst auf Gewinn aus ist? Im Übrigen bekommt der Riestersparer mit 50 gar keine Anlage, die zu 100% in Aktienfonds investieren kann.
Denn auch diese Fondsgesellschaft ist sich sehr sicher, dass Aktienfonds langfristig deutlich höhere Erträge erzielen als Versicherungen, Renten- oder Immobilienfonds. Und auch diese Fondsgesellschaft weiß um das Glück, dass die Kurse gern dann fallen, wenn man das Geld braucht. Und deswegen geht diese Fondsgesellschaft lange vor diesem Tag aus diesen schwankenden Investments heraus. Was aber scheinbar immer noch nicht bis zum Letzten durchgedrungen ist.
Sie müssen sich doch dies mal in der Praxis auf der Zunge zergehen
lassen: Nehmen wir mal an , Sie schließen Riester über einen
FONDS-Sparplan ab. Der Fonds wäre bei Ablauf im Minus (was bei
Fonds nunmal vorkommen kann)
Da dies ja nun mal vorkommen kann, hätte ich gern ein einziges Beispiel, wo ein halbwegs brauchbarer Aktienfonds nach 30 Jahren Einzahlung am Auszahlungstag im Minus ist. Nur ein Einziges, das reicht schon.
Und dann noch einmal: in den letzten Jahren vor Auflösung sollte man in weniger schwankende Anlagen umschichten. Bei der DWS wird das zum Beispiel so gehandhabt.
und die arme Gesellschaft müsste
die eingezahlten Beiträge GARANTIEREN - dann wäre folgendes
anzumerken: Die Gesellschaft hätte erstmal nichts verdient und
sie müsste sogar aus eigener Tasche Geld aufzahlen ! Da aber
niemand zaubern kann (außer die Ges. hat schon eingeplant,
dass sie insolvent wird)müssten wesentlich renditeverminderte
Dinge eingebaut sein. Deshalb ist es absoluter Nonsens Riester
über einen Fondssparplan zu machen!
Wer von solch einem Szenario ausgeht, sollte sich am besten einen Bunker bauen, den ein großer Meteorit nicht durchschlagen kann. Denn irgendwas in der Art müsste geschehen, um Aktienfonds reihenweise langfristig ins Minus stürzen zu lassen. Hauptsache, dass unsere Lebensversicherungen davon unberührt bleiben.
Aber wirklich, auf das Beispiel bin ich gespannt. Und bitte nicht wieder mit einer Aktie ankommen. Wir schreiben hier von Aktienfonds. Genauer von einem Fondsdepot, welches zum großen Teil aus Aktienfonds besteht.