Infos über Grovater?

Ich lege mir gerade eine Stammtafel an. Von meinem Großvater habe ich nur noch ein paar spärliche Hinweise: Ein Soldbuch, einen Ausweis über die Kriegsgefangenschaft in den USA und natürlich die persönlichen Daten.
Über den Krieg hat er mir kaum etwas erzählt (und wenn, dann hat er es als Abenteuer dargestellt). Ich weiß weder seinen Rang, noch die Einheit, noch wo er wann eingesetzt war und wenn mir eines Tages jemand schreiben würde, mein Grovater sei bei der SS gewesen, dann würd mich das auch nicht überraschen.

Meine Frage: Kann man irgendwo etwas über die Laufbahn meines Großvaters herausfinden? Gibt es da eine zentrale Stelle, die mir da Auskunft geben könnte?

Viele Grüße!

Gerd

Hallo gerd,

versuch es mal bei der Wehrmachtsauskunftsstelle WASt. die sind u.a. für Dienstzeitnachweise für ehemalige Angehörige der Wehrmacht und des Wehrmachtsgefolges für Renten-, Nachversicherungs- und Versicherungszwecke zuständig. Vielleicht gelingt es Dir ja, darüber informationen zu erlangen, natürlich mit einer „entsprechenden guten Begründung“ (und damit meine ich nicht Deinen Stammbaum!!!)
Hier der Link http://www.com-de.com/wast/
Gruß
Michael

Rang, noch die Einheit, noch wo er wann eingesetzt war und
wenn mir eines Tages jemand schreiben würde, mein Grovater sei
bei der SS gewesen, dann würd mich das auch nicht überraschen.

Hallo !
Du machst da wohl einen Denkfehler. Nicht jeder SS-Mann hat auch etwas mehr auf dem Kerbholz, als Angehörige der normalen Wehrmachtseinheiten. Die Wehrmacht war kein Mönchsverein. Sie war nach sechs Jahren Krieg ebenso verroht, wie SS-Einheiten.
Sie waren nicht schlimmer, als die amerikanischen Einheiten heute im Irak!!!

Mein Vater und ein Onkel waren bei der Waffen-SS.
Ein Onkel war bei der Schwarzen SS. Ein Onkel war bei der Gestapo.

Keiner schämte sich deshalb!!

mfgConrad

Danke! owt

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ein Soldbuch,

einen Ausweis über die Kriegsgefangenschaft in den USA und
natürlich die persönlichen Daten.

Hallo,
Du hast das Soldbuch? Da steht doch schon einiges drin, wie Beförderungen, Heimateinheiten, Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke, die mitgegeben wurden, die ausgebende Einheit müsste immer angegeben sein. Feldtruppenteile sind auch angegeben, Beurlaubungen, Lehrgänge.
Damit kann man doch schon was anfangen.
Gruss
Rainer

Hallo.
Zu den angehörigkeiten der SS o.Ä.kann ich auch was sagen.Es gab da schon einen Gewaltigen unterschied von der SS zur Wehrmacht!
Die Wehrmacht kämpte an vorderster Front,wobei direkt im Anschluss teile der SS zum Zuge kamen um Dörfer von Parteifunktionären und alles was danach aussah genau wie Juden zu (säubern)!?!(Im Russlandfeldzug).
Trotzdem waren nicht alle solche Sch…Viele hatten keine Wahl.Wer nicht dazugehören wollte wurde erschossen.Ich distanziere mich allerdings föllig von den o.g. Personen!!!
Zu den Greueltaten in der Wehrmacht…was soll man sagen.In allen Teilen kam es zu abscheulichen Taten.Auf Seiten der Amerikaner,Engländer wie Russen.Für Brennhoöz und was zu Essen tat man alles!!Ich würde es genauso tun bei -40Grad Celsius und absoluter Niedergeschlagenheit und keine Hoffnung auf überleben.
Zu Informationen zu deinem Opa kann ich dir nur raten mal über die Auskunft beim Bundesarchiev für Wehrmachtangehörige anzurufen.In Berlin-Eichborndamm.Adresse weiss ich nicht mehr.Irgendwo hier im Forum wurde es aber mal geschrieben!
Infos über meinen Opa(6.Armee) laufen auch schon.Der hat NIE was erzählt zu meinem Vater,deshalb interessiert es mich erst recht.

Hallo

Zu den angehörigkeiten der SS o.Ä.kann ich auch was sagen.
Es gab da schon einen Gewaltigen unterschied von der SS zur
Wehrmacht! Die Wehrmacht kämpte an vorderster Front,wobei
direkt im Anschluss teile der SS zum Zuge kamen um Dörfer von
Parteifunktionären und alles was danach aussah genau wie Juden
zu (säubern)!?!(Im Russlandfeldzug).

Was Du meinst, waren vielleicht die vier Einsatzgruppen (A-D);
einer deren ersten freiwilligen Chefs war der spätere
„Widerständler“ Kripo-Chef Nebe (Einsatzgruppe B).
(http://motlc.wiesenthal.com/text/x16/xm1699.html)

In diesen Einsatzgruppen waren normale Leute, Polizisten
und Verwaltungsangestellte - und auch fast immer 25-30%
Waffen-SS-Leute.

Die Wehrmacht war im Verlaufe des Krieges meist sehr
glücklich über die Arbeit der Einsatzgruppen, wenn es
auch gelegentlich Proteste gab, wenn die „Methoden“
unter den Augen der Wehrmachtler zur Anwendung kamen.
Manchmal übernahm die Wehrmacht Transport-, Sicherungs
und (auch!) Erschiessungsaufgaben von den Einsatzgruppen
(denn diese waren sehr klein).

Trotzdem waren nicht alle solche Sch…Viele hatten keine
Wahl.Wer nicht dazugehören wollte wurde erschossen.

Imho falsch. Sogar die Kommandeure der Einsatzgruppen verliessen
diese nach kurzer Zeit, da am Anfang nicht klar war, was
der „Einsatz“ beinhaltete. Wer psychische Schwierigkeiten
mit dem Erlebten hatte, konnte sich zu anderen Einheiten
versetzen lassen. Das ist unbestritten.

Stell Dir das nicht so vor, als würden dort „sadistische
Protze“ in der SS herumlaufen und Juden abschlachten.
Eben gerade nicht! Das wird von den meisten nicht
verstanden. Ein SS-Mann, der „aus eigenem Antrieb“
mehrere Juden quälte und ermordete, wurde zum Tode
durch ein SS-Gericht verurteilt. Die „Begründung“ des
Mannes, „die Juden wären Schuld an Deutschlands Unheil“
wurde in diesem Falle nicht akzeptiert.

Du darfst auch nicht vergessen, dass es in der Wehrmacht und
in den SS-Zweigen viel kameradschaftlicher zuging als
z.B. in der Sowjetarmee. Wer wurde denn erschossen,
weil er sich weigerte, Frauen und Kinder zu ermorden?
Niemand. Es war die freiwillige Entscheidung, sich dem
„Wort des Führers“ bedingungslos unterzuordnen.

distanziere mich allerdings föllig von den o.g. Personen!!!
Zu den Greueltaten in der Wehrmacht…was soll man sagen.In
allen Teilen kam es zu abscheulichen Taten.Auf Seiten der
Amerikaner,Engländer wie Russen.Für Brennhoöz und was zu Essen
tat man alles!!Ich würde es genauso tun bei -40Grad Celsius
und absoluter Niedergeschlagenheit und keine Hoffnung auf
überleben.

Es gibt hier unterschiedliche Arten der „Grausamkeit“.
Wenn ich bei -40° einem steifgefrorenen Russen die Beine
absäge, um nach dem Auftauen in der Hütte an die
Filzstiefel zu kommen, so ist das nachvollziehbar.
Wenn ich aber eine Kompanie wehrloser Leute nieder-
mähe, weil ich keine Lust habe, auf diese aufzupassen,
so ist das ein Verbrechen. Wenn ich 3 Millionen Russen
in Lagern der Wehrmacht verhungern lasse, ist das
ein unbeschreibliches Verbrechen.

Grüße

CMБ

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Hallo.
Zu den angehörigkeiten der SS o.Ä.kann ich auch was sagen.Es
gab da schon einen Gewaltigen unterschied von der SS zur
Wehrmacht!
Die Wehrmacht kämpte an vorderster Front,wobei direkt im
Anschluss teile der SS zum Zuge kamen um Dörfer von
Parteifunktionären und alles was danach aussah genau wie Juden
zu (säubern)!?!(Im Russlandfeldzug).

hallöchen, die angehörigen der waffen-ss, waren, wenn auch nicht ausnahmslos, zumeist tapfere, unerschrockene soldaten, die mit ausserordentlicher härte gegen sich selbst und den feind oftmals die kastanien aus dem feuer holten. dementsprechend hoch war auch der blutzoll, der geleistet wurde. jeder regimentskommandeur der wehrmacht schlief nachts wesentlich ruhiger, wenn er eine einheit der waffen-ss in der nähe wusste. die verbrechen der einsatzgruppen hinter der front sind unbestritten. nur eben war nicht jeder, der bei der ss war, ein kriegsverbrecher.