'Inkognito' bewerben aus ungekünd. Verhältnis

Hallo,

ich arbeite in der Werbebranche und möchte aber von meinem bisherigen AG aus versch. Gründen weg.

Wie bewirbt man sich am geschicktesten bei anderen Firmen der GLEICHEN BRANCHE in der GLEICHEN STADT, so dass möglichst der alte Arbeitgeber nicht mitbekommt, dass man sich anderweitig umsieht?

Nebenbei bemerkt: bei uns in der Stadt spricht sich in der Werbebranche immer alles rasend schnell rum. Ich hab bei meinem jetzigen AG angefangen, und nach einem halben Jahr haben meine Ex-Kollegen schon gewusst, wo ich bin.

Wie bewirbt man sich daher am geschicktesten? Ich will ja nicht meinen jetzigen Arbeitsplatz gefährden, nur weil ich mal meine Fühler anderweitig ausstrecke - muss ja nicht gleich was werden, pressiert ja nichts.

Danke.
Christina

Huhu Chris,

diese Diskussion hatten wir erst kürzlich hier: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Vielleicht ist da ja schon was dabei, das Deine Frage beantwortet.

Wie bewirbt man sich am geschicktesten bei anderen Firmen der
GLEICHEN BRANCHE in der GLEICHEN STADT, so dass möglichst der
alte Arbeitgeber nicht mitbekommt, dass man sich anderweitig
umsieht?

Auf jeden Fall mit dem Zaubersatz „Da ich mit meinem derzeitigen Arbeitgeber noch nicht über meine Veränderungswünsche gesprochen habe, bitte ich Sie, meine Beweberung zunächst vertraulich zu behandeln.“

Ansonsten kannst Du natürlich im Lebenslauf und Anschreiben deutlich sagen, dass Du bei „Firma xy“ arbeitest oder aber diese Klippe mit „einem mittelständischen Unternehmen in der xy-Branche“ umschiffen. Inwieweit es dem geneigten Leser dann klar ist, welches Unernehmen konkret damit gemeint ist musst Du selber abschätzen. Sprich, bevor Du schreibst „bei einem grossen deutschen Automobilhersteller mit Sitz in Wolfsburg“ schreib lieber VW, weil das eh jeder weiss. Geht’s aber um einen von etwa 100.000 Steuerberatern im Grossraum Frankfurt kannst Du Dich getrost vage ausdrücken.

Genauso kann es sich durchaus unterschiedlich auswirken, wenn Du die Firma xy beim Namen nennst. Hat Dein potentiell zukünftiger Scheffe sehr gute Erfahrungen mit Leuten von Deinem Laden gemacht, kann das ein unschätzbarer Vorteil sein „sooo, Chris kommt also aus dem gleichen Stall wie yz, den brauchen wir.“. Es kann aber auch genau umgekehrt sein, wenn ihm nämlich mal im grossen Streit ein paar Mitarbeiter weggelaufen sind und die Firma xy gegründet haben.
Vor dieser Wahl stehst Du aber nur deswegen, weil Du eben noch dort arbeitest :smile:

Wie gesagt, das kommt drauf an, wie Du die Sachlage einschätzst. Ich hab eigentlich immer den aktuellen Arbeitgeber mit angegeben, jedoch die Sache mit der Vertraulichkeit dazu geschrieben.

Nebenbei bemerkt: bei uns in der Stadt spricht sich in der
Werbebranche immer alles rasend schnell rum. Ich hab bei
meinem jetzigen AG angefangen, und nach einem halben Jahr
haben meine Ex-Kollegen schon gewusst, wo ich bin.

Hey, ein halbes Jahr ist verglichen mit der üblichen Laufzeit einer Bewerbung aber doch sehr kurz! Aber wenn Du Bedenken hast: lass es weg. Kannst das ja im Vorstellungsgespräch dann immer noch sagen :wink:

*wink*

Petzi

Hallo,

vielen Dank für die viele Mühe, die du dir gemacht hast. War wirklich sehr hilfreich, ich denke, mit dem „Umschiffen“ würde ich vielleicht besser fahren. Muss ich mal überlegen, je nachdem bei welcher neuen Firma ich mich bewerbe.

*Sternchen*

Chris

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Chris,

es gibt in größeren Städten spezielle Vermittlungsagenturen für verschiedene Bereiche und auch speziell für Fach- und Führungskräfte. Dort kannst Du ein Profil erstellen lassen und wirst weitgehend anonym vermarktet. Kostet bei erfolgreicher Vermittlung was, dafür haben solche Agenturen aber meist auch den Überblick, wo wer gebraucht wird…

Gruß anna