Integration?

Hallo Ali,

Wenn Dir Deine Eltern eine zweisprachige Erziehung geschenkt

Haben sie nicht!

Das bedeutet ja, Du kannst nicht richtig Türkisch, willst nur unter Deutschen was besseres sein.

nicht. Die können sich eher MERH SCHLECHT als RECHT
verständigen …

Deine Eltern sind also heimatlos. Heimatlos zu werden, haben sie sich als junge Menschen wohl nicht gewünscht.

(sind sogar beide bundesbürger…)

Eine Art „Deutsche“, die es nicht geben sollte.

Geht leider nicht, die merken es sofort, dass ich
„Deutschländer“ bin!

„Deutschländer“ kenne ich als herabsetzendes Wort. In der Türkei giltst Du also nicht als was besseres.

Definiere: „zum Massenphänomen ausarten“

Parallelkultur.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

Wenn Dir Deine Eltern eine zweisprachige Erziehung geschenkt

Haben sie nicht!

Das bedeutet ja, Du kannst nicht richtig Türkisch, willst nur
unter Deutschen was besseres sein.

Ich kann ganz gut türkisch, auch wenn ich keinene so üppigen Wortschatz habe!
… und du ? Bist bist schon was besseres unter Deutschen ?

nicht. Die können sich eher MERH SCHLECHT als RECHT
verständigen …

Deine Eltern sind also heimatlos. Heimatlos zu werden, haben
sie sich als junge Menschen wohl nicht gewünscht.

Nein sind Sie nicht!
Sie pendeln jeweils - als Rentner - turnusmäßig zwischen der Bundesrepublik und der Türkei und machen sich ein schönes Leben!

(sind sogar beide bundesbürger…)

Eine Art „Deutsche“, die es nicht geben sollte.

Nicht geben sollte ?
Was es „geben sollte“ und nicht, steht nicht dir allein zu, darüber zu entscheiden!

Geht leider nicht, die merken es sofort, dass ich
„Deutschländer“ bin!

„Deutschländer“ kenne ich als herabsetzendes Wort. In der
Türkei giltst Du also nicht als was besseres.

Wie und ob du was zu kennen vermeinst, darüber kann ich nicht urteilen. Aber definitiv ist nicht als ein „herabsetzendes Wort“ bekannt. Eher als „Gruppierung“ an sich.

Definiere: „zum Massenphänomen ausarten“

Parallelkultur.

Pfuiii … Parallelkultur … davon wird die Welt unter gehen !
Und vor allem die deutsche LeiDkultur!

Gruß zurück
Ali

Moin Claudia,

wie jemand anders ja schon sagte, bedeutet Integration Einbeziehung/Eingliederung in ein größeres Ganzes.

Gesellschaftspolitisch stellt sich hier die Frage, ob sich überhaupt ein Einzelner in diesem Sinn in eine Gruppe integrieren kann. Ich behaupte nein. Der Weg geht nur anders herum, die Gruppe muss den einzelnen integrieren, also als Teil der Gruppe (an)erkennen. Andererseits muss natürlich auch der zu integrierende bereit (willens) sein, dieser Gruppe zuzugehören.

Ob eine Gruppe einen einzelnen integriert liegt häufig an den Kriterien, welche die Identität einer Gruppe ausmachen. Gesamtgesellschaftlich gesehen gibt es jedoch keinen Konsens über diese Kriterien. Innerhalb einer Gesamtgesellschaft bilden sich hingegen kleine Untergruppen, die jeweils ihre ganz besonderen Vorstellungen davon haben.

Was die Problematik „Integration von Ausländern“ in die deutsche Gesellschaft angeht, entsteht der vermeintliche Eindruck, es gäbe so eine Art Mindestkonsens, wie Sprachkenntnisse und Anerkennung der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Dies ist IMHO jedoch Augenwischerei. Ich kenne etliche Deutsche (insbesondere aus dem Süden der Republik) bei denen ich kaum ein Wort verstehe, wenn sie den Mund aufmachen und bei vielen anderen Deutschen bin ich mir sicher, dass sie einen Sch*** auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung legen. Beide Gruppen sind witzigerweise jedoch häufig davon überzeugt, dass grade sie Urdeutsch wären, und somit so eine Art Leitkultur verkörpern würden *lach*.

Dennoch findet Integration statt, wenn auch vielleicht anders, als viele es meinen. Würden beispielsweise von heute auf morgen alle Döner-Buden dichtmachen, wäre Deutschland für mich nicht mehr das gleiche. Döner-Buden sind somit für mich ein fester Bestandteil der deutschen Kultur geworden.

Worauf es ankommt, scheint also die Vermischung zu sein. Eine Minderheit, sie sich zurückzieht und Vermischung ablehnt, also nicht bereit ist, auch etwas von der Mehrheit der Gesellschaft anzunehmen, bzw. ihre Eigenarten mit der Mehrheit zu teilen (und sei es in Form von Döner-Buden) wird kaum eine Chance auf Integration haben (integrations-unwilligkeit). Andererseits muss die Mehrheit der Gesellschaft aber auch bereit sein, eine Minderheit mit ihren Eigenarten anzunehmenm, und irgendwann zum Teil der eigenen Identität machen.

Gruss
Marion

Hallo

Was die Problematik „Integration von Ausländern“ in die
deutsche Gesellschaft angeht, entsteht der
vermeintliche Eindruck, es gäbe so eine Art
Mindestkonsens, wie Sprachkenntnisse und Anerkennung der
freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Verstaendigung ist die Grundlage fuer Integration in eine Gruppe, meinst du nicht? Und daher finde ich es unerlaesslich wenn sich Einwanderer um Sprachkenntnisse bemuehen.

Dies ist IMHO jedoch
Augenwischerei. Ich kenne etliche Deutsche (insbesondere aus
dem Süden der Republik) bei denen ich kaum ein Wort verstehe,
wenn sie den Mund aufmachen

trotzdem ist es noch die deutsche Sprache. Und nur ein Dialekt. Aber jeder Schwabe und Bayer vesteht hochdeutsch ganz wunderbar und kann es in der Regel auch sprechen, lesen und schreiben.
In diesem Punkt erkenne ich null Augenwischerei.

und bei vielen anderen Deutschen
bin ich mir sicher, dass sie einen Sch*** auf die
freiheitlich-demokratische Grundordnung legen.

das ist wohl leider so. Ist aber eine eindeutige Minderheit. Trotzdem sehe ich nicht wieso aus diesem Grund es nicht eine Bedingung fuer Einwanderer sein sollte die fr.-dem. Grundordung anzuerkennen und sich dementsprechend zu verhalten.

Döner-Buden sind somit für
mich ein fester Bestandteil der deutschen Kultur geworden.

Deutscher Grosstadtkultur vielleicht…

Worauf es ankommt, scheint also die Vermischung zu sein. Eine
Minderheit, sie sich zurückzieht und Vermischung ablehnt, also
nicht bereit ist, auch etwas von der Mehrheit der Gesellschaft
anzunehmen, bzw. ihre Eigenarten mit der Mehrheit zu teilen
(und sei es in Form von Döner-Buden) wird kaum eine Chance auf
Integration haben (integrations-unwilligkeit). Andererseits
muss die Mehrheit der Gesellschaft aber auch bereit sein, eine
Minderheit mit ihren Eigenarten anzunehmenm, und irgendwann
zum Teil der eigenen Identität machen.

Darin stimme ich dir zu.

vg jima

Hallo Ali,

… und du ? Bist bist schon was besseres unter Deutschen ?

Das ist eine komische Frage. Ich kann meine Muttersprache (anhand Deiner Angaben) bei weitem besser als Du die deine. Zusätzlich hätte ich dann noch Kenntnisse in einer exotischen Fremdsprache, die wohl an Dein Türkisch heranreichen, und natürlich ein paar so indogermanische Dialekte; wenn es das ist, was Du meinst.

Was es „geben sollte“ und nicht, steht nicht dir allein zu,
darüber zu entscheiden!

Klar, ich bin ja auch nicht der Kaiser des Deutschen Reiches.

Pfuiii … Parallelkultur … davon wird die Welt unter gehen

Na, mit der griechischen und der armenischen Parallelkultur habt Ihr Türken ja aufgeräumt. Ihr werdet Eure Gründe dafür gehabt haben, schätze ich mal.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

… und du ? Bist bist schon was besseres unter Deutschen ?

Das ist eine komische Frage. Ich kann meine Muttersprache
(anhand Deiner Angaben) bei weitem besser als Du die deine.
Zusätzlich hätte ich dann noch Kenntnisse in einer exotischen
Fremdsprache, die wohl an Dein Türkisch heranreichen, und
natürlich ein paar so indogermanische Dialekte; wenn es das
ist, was Du meinst.

Jawohl Herrenmesch, der die Sprache des Verbündeten und andere indoGERMANISCHE Dialekte kennet!
Dann sollte ich dich das nächste mal eher über deine „Dialekte“ befragen als um etwas anderes.

Was es „geben sollte“ und nicht, steht nicht dir allein zu,

darüber zu entscheiden!

Klar, ich bin ja auch nicht der Kaiser des Deutschen Reiches.

Vielleicht sollte man jemanden bald krönen? Damit das „Deutsche Reich“ ja wiederauferstehen kann. Noch mal 1000 Jahre oder so …

Pfuiii … Parallelkultur … davon wird die Welt unter gehen

Na, mit der griechischen und der armenischen Parallelkultur
habt Ihr Türken ja aufgeräumt. Ihr werdet Eure Gründe dafür
gehabt haben, schätze ich mal.

Das also ist des Köters Kern ?
Danke :smile:
Lass dich das nächste mal über deine Fachbereiche … japanische Dialekte oder über schöne grosse deutsche Schlachtschiffe oder über deutsche Autobahnen aus als über diese Themen!

Mit herzlichem Gruß,

Klar doch :smile:

Ali

Moin,

Was die Problematik „Integration von Ausländern“ in die
deutsche Gesellschaft angeht, entsteht der
vermeintliche Eindruck, es gäbe so eine Art
Mindestkonsens, wie Sprachkenntnisse und Anerkennung der
freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Verstaendigung ist die Grundlage fuer Integration in eine
Gruppe, meinst du nicht? Und daher finde ich es unerlaesslich
wenn sich Einwanderer um Sprachkenntnisse bemuehen.

Sicher, Sprachkenntnisse sind immer was feines :smile: Sie können auch vom Einzelnen, der gerne in eine Gruppe integriert werden möchte, als wichtiges Mittel genutzt werden. Dennoch sind sie nicht das Kriterium, dass viele (aus der Mehrheit) ihnen gerne zuweisen würden. Solange du z.B. „Schlitzaugen“ oder eine etwas dunklere Hautfarbe hast, nützen dir perfekte deutsche Sprachkenntnisse und die Tatsache, dass du in D geboren und aufgewachsen bist, vielfach überhaupt gar nichts. Du wirst dennoch der „Bimbo“ sein.

Dies ist IMHO jedoch
Augenwischerei. Ich kenne etliche Deutsche (insbesondere aus
dem Süden der Republik) bei denen ich kaum ein Wort verstehe,
wenn sie den Mund aufmachen

trotzdem ist es noch die deutsche Sprache. Und nur ein
Dialekt. Aber jeder Schwabe und Bayer vesteht hochdeutsch ganz
wunderbar und kann es in der Regel auch sprechen, lesen und
schreiben.

Ganz genau, du sagst es. Die Mehrheit der Gruppe hat beschlossen, dass beispielsweise ein bayrischer Dialekt ebenfalls zur Gruppe zugehörig angesehen wird, ein Wiener Dialekt oder ein türkischer Akzent (man beachte hier die unterschiedlichen Bezeichnungen) hingegen nicht, obwohl die Qualität mit der die jeweiligen Personen an das Hochdeutsch heranreichen, durchaus vergleichbar sein können.

Mal ein Vergleich zur Verdeutlichung.
Was meinst, wen wird die deutsche Gesellschaft eher als „einen der ihren“ anerkennen ?

Einen hinterbayrischen Alkoholiker und halben Analphabeten der nur seinen bayrischen Dialekt sprich, rechts-außen wählt und von der Sozialhilfe lebt, oder:

Einen ehemaligen Hochschulprofesser aus Togo, der aufgrund seines Eintretens für Dmokratie und Meinungsfreiheit flüchten musste, in D Aufnahme fand, recht gutes Deutsch , allerdings mit Akzent spricht und seine Familie durch einen Job als Hilfskraft in einer Großküche durchbringt ?

Na ?
Nicht nur wird der bayrische Sozialhilfeempfänger von der Gruppe als „zugehörig“ erkannt, er wird sich vermutlich selbst dem Togolesen auch noch als Teil der deutschen Leitkultur überlegen fühlen und rechts-außen wählen, weil der Togolese ihm den Job wegnimmt, den er eh nie im Leben antreten und durchhalten würde.

Andererseits werden Fußballspieler aus frag mich nicht wo von ihren Fans als „ihre Jungs“ begeistert gefeiert, obwohl sie teilweise keine 5 zusammenhängende Sätze auf Deutsch rausbringen.

Du siehst, Sprachkenntnisse und Demokratieverständnis sind zwar feine Worthülsen, haben aber mit Integration in der Realität wenig zutun. Hier greifen ganz andere Mechanismen.

In diesem Punkt erkenne ich null Augenwischerei.

Vielleicht ist es jetzt etwas deutlicher geworden.

und bei vielen anderen Deutschen
bin ich mir sicher, dass sie einen Sch*** auf die
freiheitlich-demokratische Grundordnung legen.

das ist wohl leider so. Ist aber eine eindeutige Minderheit.
Trotzdem sehe ich nicht wieso aus diesem Grund es nicht eine
Bedingung fuer Einwanderer sein sollte die fr.-dem.
Grundordung anzuerkennen und sich dementsprechend zu
verhalten.

Oh, versteh mich nicht falsch, ich halte es für unabdingbar, dass Einwanderer gute Kentnisse der Landessprache haben und im Fall Deutschlands die freiheitlich-demokratische Grundordnung anerkennen. Nur mit Integration hat das nichts zutun.

Gruss
Marion

Hallo pendragon!

Ganz genau, du sagst es. Die Mehrheit der Gruppe hat
beschlossen, dass beispielsweise ein bayrischer Dialekt
ebenfalls zur Gruppe zugehörig angesehen wird, ein Wiener
Dialekt oder ein türkischer Akzent (man beachte hier die
unterschiedlichen Bezeichnungen) hingegen nicht, obwohl die
Qualität mit der die jeweiligen Personen an das
Hochdeutsch heranreichen, durchaus vergleichbar sein können.

Der Unterschied Dialekt/ Akzent hat aber nichts damit zu tun, ob jemand eine andere Muttersprache spricht oder nicht.

MfG,
Car

Moin Car,

Der Unterschied Dialekt/ Akzent hat aber nichts damit zu tun,
ob jemand eine andere Muttersprache spricht oder nicht.

Mir ist der Unterschied zwischen Dialekt und Akzent durchaus bekannt :smile:
Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass Menschen, die Dialekt oder Akzent sprechen, durchs eine vergleichbare Qualität der deutschen Sprache abliefern können (was zum Beispiel Verständlichkeit anbelangt), aber dennoch hinsichtlich des Punkts „Integration“ völlig anders bewertet werden.

Gruss
Marion

Hallo pendragon!

Der Unterschied Dialekt/ Akzent hat aber nichts damit zu tun,
ob jemand eine andere Muttersprache spricht oder nicht.

Mir ist der Unterschied zwischen Dialekt und Akzent durchaus
bekannt :smile:

Schön, als Sprachinteressierte konnte ich es mir nicht verkneifen, darauf hinzuweisen. :wink:

Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass Menschen, die Dialekt
oder Akzent sprechen, durchs eine vergleichbare Qualität der
deutschen Sprache abliefern können (was zum Beispiel
Verständlichkeit anbelangt), aber dennoch hinsichtlich des
Punkts „Integration“ völlig anders bewertet werden.

Stimmt. Obwohl es auch ein anderes Beispiel getan hätte. Hochdeutsch mit bayrischem Akzent im Vergleich mit einem fremdsprachigen Akzent. Genug Bayern, die Hochdeutsch mit bayrischem Akzent sprechen, gibt es ja z.B. im Fernsehen.

MfG,
Car

Hallo Jima,

trotzdem ist es noch die deutsche Sprache. Und nur ein
Dialekt. Aber jeder Schwabe und Bayer vesteht hochdeutsch ganz
wunderbar und kann es in der Regel auch sprechen, lesen und
schreiben.

Meinst du? Dann sollte derjenige/diejenige auch diese Fähigkeit, Hochdeutsch zu sprechen, in der passenden Situation anwenden.
Vor einigen Jahren, als ich seit kurzem nach Deutschland kam, war es für mich immer eine Qual, zur Ausländerbehörde (in München) zu gehen. Dort wurde ich nicht nur extremm unhöflich behandelt, sondern auch oft auf Bayerisch angesprochen.
Bayrisch ist übrigens, wie du sagst, „nur“ ein Dialekt. Ein Dialekt ist auch eine Sprache, die ein Mensch anderer Herkunft nicht unbedingt versteht. Kölsch ist auch ein Dialekt, verstehst du das??

Als Ausländerin muss ich nicht Dialekte können, selbst die Deutschen können meistens nur einen.

Wie Pendragon schon sehr zutreffend geschrieben hat: Nicht nur der Einzelne, um bei der Terminologie zu bleiben, muss bemüht sein, sich zu integrieren, sondern die Gruppe muss bereit sein, deisen Einzelnen aufzunehmen.

Und um bei Marions Beispiel zu bleiben: Ein bekannter von mir aus Togo lebt seit seiner Kindheit in D und ist ein renommierter Neurochirurg (und spricht natürlich fließend und akzentfrei Deutsch). Es ist beschämend mitzuerleben, wie oft er in der Öffentlichkeit von Fremden geduzt und unfreundlich behandelt wird.

Gruß
Camilla
(eine integrierte Ausländerin)

Hi

Meinst du? Dann sollte derjenige/diejenige auch diese
Fähigkeit, Hochdeutsch zu sprechen, in der passenden Situation
anwenden.

ja klar.

Vor einigen Jahren, als ich seit kurzem nach Deutschland kam,
war es für mich immer eine Qual, zur Ausländerbehörde (in
München) zu gehen. Dort wurde ich nicht nur extremm unhöflich
behandelt, sondern auch oft auf Bayerisch angesprochen.

Auf diesen Aemtern wird man leider oefter unfreundlich behandelt, je nachdem wie der Sachbearbeiter drauf ist.
Es ist schon ziemlich unsensibel jemandem der nicht Bayer ist einen Vortrag in bayrisch zu halten. Klar.

Bayrisch ist übrigens, wie du sagst, „nur“ ein Dialekt. Ein
Dialekt ist auch eine Sprache, die ein Mensch anderer Herkunft
nicht unbedingt versteht.

ja, darum gibts zum Glueck auch noch das Hochdeutsch als Verstaendigungsebene.

Kölsch ist auch ein Dialekt,
verstehst du das??

Kommt drauf an. Wenn nicht frage ich nach und dann hat es sich meist *ausgekoelscht*.

Als Ausländerin muss ich nicht Dialekte können, selbst die
Deutschen können meistens nur einen.

Hat auch niemand gesagt. Ich jedenfalls nicht.

Wie Pendragon schon sehr zutreffend geschrieben hat: Nicht nur
der Einzelne, um bei der Terminologie zu bleiben, muss bemüht
sein, sich zu integrieren, sondern die Gruppe muss bereit
sein, deisen Einzelnen aufzunehmen.

habe ich auch nicht anders gesagt.

Und um bei Marions Beispiel zu bleiben: Ein bekannter von mir
aus Togo lebt seit seiner Kindheit in D und ist ein
renommierter Neurochirurg (und spricht natürlich fließend und
akzentfrei Deutsch). Es ist beschämend mitzuerleben, wie oft
er in der Öffentlichkeit von Fremden geduzt und unfreundlich
behandelt wird.

ja, das kann ich mir vorstellen. Die Leute denken einfach : schwarz = kein Deutsch bzw ungebildet.
Mir ist leider auch Rassismus begegnet, als ich als Weisse in Togo war.(war aber nicht die Regel)

gruss jima

Hi

Dennoch sind sie
nicht das Kriterium, dass viele (aus der Mehrheit) ihnen gerne
zuweisen würden.

hm finde ich schon, von Seiten der Einwanderer sind sie ein wichtiges Kriterium.

Solange du z.B. „Schlitzaugen“ oder eine
etwas dunklere Hautfarbe hast, nützen dir perfekte deutsche
Sprachkenntnisse und die Tatsache, dass du in D geboren und
aufgewachsen bist, vielfach überhaupt gar nichts. Du wirst
dennoch der „Bimbo“ sein.

Rassismus gibts leider immer noch, hier und auch in Afrika und sonstwo auf der Welt.

Ganz genau, du sagst es. Die Mehrheit der Gruppe hat
beschlossen, dass beispielsweise ein bayrischer Dialekt
ebenfalls zur Gruppe zugehörig angesehen wird, ein Wiener
Dialekt oder ein türkischer Akzent (man beachte hier die
unterschiedlichen Bezeichnungen) hingegen nicht, obwohl die
Qualität mit der die jeweiligen Personen an das
Hochdeutsch heranreichen, durchaus vergleichbar sein können.

es geht aber nicht um Dialekte und Akzente. Das waere ja laecherlich. Sondern einfach um die Beherrschung der Deutschen Sprache und zwar soweit, dass man sich ohne groessere Probleme verstaendigen kann. Viele Auslaender aber bemuehen sich nichtmal um Sprachkenntnisse weil sie eh nur in ihrem Kulturkreis bleiben wollen. Sprechen dann nat. mit ihren Kindern zb auch nur tuerkisch und wundern sich dann warum viele nicht ueber die Hauptschule hinauskommen.

Mal ein Vergleich zur Verdeutlichung.
Was meinst, wen wird die deutsche Gesellschaft eher als „einen
der ihren“ anerkennen ?

Einen hinterbayrischen Alkoholiker und halben Analphabeten der
nur seinen bayrischen Dialekt sprich, rechts-außen wählt und
von der Sozialhilfe lebt, oder:

DIE deutsche Gesellschaft ist auch seeehr allgemein. Ich finde die Frage sinnlos.

Einen ehemaligen Hochschulprofesser aus Togo, der aufgrund
seines Eintretens für Dmokratie und Meinungsfreiheit flüchten
musste, in D Aufnahme fand, recht gutes Deutsch , allerdings
mit Akzent spricht und seine Familie durch einen Job als
Hilfskraft in einer Großküche durchbringt ?

ich kann diesen Mann ohne weiteres akzeptieren.

Du siehst, Sprachkenntnisse und Demokratieverständnis sind
zwar feine Worthülsen, haben aber mit Integration in der
Realität wenig zutun.

es mag Situationen geben in denen einem Einwanderer gute Sprache etc nicht viel nutzen um angenommen zu werden. Das ist bedauerlich.
Aber was kann man gegen Hinterweltler und Doofkoepfe machen, ihnen den deutschen Pass wegnehmen?

vg jima

hallo,

Integration ist in meinen Augen die selbstverständliche
Pflicht des Einwanderers, ein Deutscher zu werden, so gut er
nur irgend kann.

bist du denn überhaupt der ansicht, daß es generell möglich ist, ein 100% deutscher zu werden? die frage dient der einschätzung deiner argumentation.

gruß
datafox

hallo,

Ich freue mich auf alle Denkanstösse, objektive wie
subjektive…

ein paar subjektive kann ich anbieten, objektiv ist sowieso niemand. integration heißt für mich zuallerst die sprache zu beherrschen. die gemeinsame sprache verbindet die menschen. sobald man die sprache etwas kann, lernt man „eingeborene“ menschen kennen und damit integriert man sich dann letztendlich. freunde oder einfach umgang mit leuten aus dem „inland“ sind sozusagen der schlüssel zur integration. trotz alledem wird man immer einige gute freunde haben, die denselben hintergrund und dieselbe geschichte haben wie man selber. manchmal auch dieselbe sprache. das braucht jeder mensch, um sich auszutauschen und probleme gemeinsam zu bewältigen. nicht integrationswillig sind solche leute, die überhaupt nur freunde und bekannte aus ihrer eigenen (ausländischen) gruppe haben und nur solche haben wollen (und im extremfall auch dort hineinheiraten und ihre kinder in einer fremdsprache erziehen). dann bilden sich subkulturen und abgetrennte ghettos wie wohnviertel wo nur xy wohnen und sonst niemand hinwill.

das waren ein paar gedanken dazu… wer hier so großmäulig über nicht integrationswillige böse ausländer redet, der soll mal selber als ausländer wohinziehen. dann merkt man, daß das alles nur in der theorie so leicht ist. in wirklichkeit ist es sehr schwer, und die rosarote politischkorrekte brille nutzt wirklich gar nichts. ich bewundere jeden, der den einstieg in eine neue gesellschaft geschafft hat und sich 100% wohlfühlt.

gruß
datafox

Vorsicht Ironie.

Ein integrierter Ausländer ist einer,
… der nicht stört.

Gruss, Marco

Ja, im Extremfall, owT
;

Herrenmenschen

Jawohl Herrenmesch, der die Sprache des Verbündeten und andere
indoGERMANISCHE Dialekte kennet!

Mein lieber Ali,

die Türkei ist das Land, in dem natürlicherweise die Türken die Herrenmenschen sind; als Gast in diesem Lande begegne ich den türkischen Herrenmenschen mit gebührendem Respekt.
Deutschland ist das Land, in dem natürlicherweise die Deutschen die Herrenmenschen sein würden, hätten wir nicht unnatürliche Zustände hier, die hoffentlich nicht von Dauer sind.
Multikulti ist das Land, in dem Existenzen wie Du ohne Heimat und Muttersprache die Herrenmenschen sein sollen. Darum wünschen die klugen Türken kein Multikulti in der Türkei.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Herrenmenschen und Untermenschen
Seit Tagen verfolgst du einen neuen User, der sich bis dato glänzend wehrt. Ich frage dich, hast du keine anderen therapeutischen Möglichkeiten, deine Perversionen zu pflegen?

Es ist kein Geheimnis, daß Nazis aller Länder sich gerne haben. So wundert es mich nicht, wenn du zugibst::

als Gast in diesem Lande begegne ich
den türkischen Herrenmenschen mit gebührendem Respekt.
Deutschland ist das Land, in dem natürlicherweise die
Deutschen die Herrenmenschen sein würden, hätten wir nicht
unnatürliche Zustände hier, die hoffentlich nicht von Dauer
sind.

In heutigem Deutsch wird das Wort so verwendet, daß es nur eine Interpretation deiner Geheimrede möglich ist, nämlich daß du das Dritte Reich immer wieder beweinst. Schande für dieses Forum!

Beispiele aus dem Online-Wörterbuch:

„Bei dem Rassentheoretiker Guido von List stieß Hitler 1909 zum erstenmal auf die Einteilung ‚arischer Herrenmensch‘ und ‚Herdenmensch‘, später Untermensch. (Quelle: Süddeutsche Zeitung 1996)
Der Herrenmensch hatte es sich eingerichtet zwischen Stuka und Zarah Leander, KdF-Fahrten und Tiger-I-Produktion; erst als Leni Riefenstahls Lichtdome zu Phosphorbomben zerbarsten, wurde aus dem „Führer befiehl, wir folgen dir“-Geschrei der große Jammer. (Quelle: Die Zeit 1995)
Ein Herrenmensch, der mit weißen Handschuhen Massenerschießungen durchführt und Bauern, die die weiße Fahne gehißt haben, hinrichten läßt. (Quelle: TAZ 1996)
Hier sah sich der Herrenmensch einer Rasse gegenüber, die zivilisatorisch noch nicht so weit entwickelt war wie er, weshalb er sie für minderwertig hielt. (Quelle: Rheinischer Merkur 1997)
So ist der deutsche Herrenmensch: Wenn er nichts mehr zu herrschen hat, bricht er zusammen. (Quelle: Berliner Zeitung 2000)
Dabei haust der ehemalige Herrenmensch nun wie eine Kanalratte unter der Erde. (Quelle: Berliner Zeitung 1997)“

Bye-bye

Hallo Peet,

Seit Tagen verfolgst du einen neuen User, der sich bis dato
glänzend wehrt. Ich frage dich, hast du keine anderen

Na, den haben wir beide ja wohl ganz schön überschätzt, ziemlich schade, das.

therapeutischen Möglichkeiten, deine Perversionen zu pflegen?

Dein Interesse für mein Sexualverhalten besprichst Du bitte mit Deinem Therapeuten. Ich habe (z.B. im Brett Eltern-Kinder) wiederholt darauf hingewiesen, daß ich über keinerlei Fachwissen über die Behandlung Geisteskranker verfüge.

Es ist kein Geheimnis, daß Nazis aller Länder sich gerne
haben. So wundert es mich nicht, wenn du zugibst::

Wenn die Nazis aller Länder einander gernhaben, dann ist das gut für den Weltfrieden.

als Gast in diesem Lande begegne ich
den türkischen Herrenmenschen mit gebührendem Respekt.

Klar, das verstehe ich. Als Gast dem Einheimischen mit Respekt zu begegnen, ist faschistoid, volksverhetzend und was weiß ich.

In heutigem Deutsch wird das Wort so verwendet, daß es nur

Bei Deinem „heutigen Deutsch“, dürfte es sich ja dann wohl um das Sozialpsychologen-Geseire handeln. Das sei Dir gegönnt.

eine Interpretation deiner Geheimrede möglich ist, nämlich daß

Mein Lieber, ich habe Soziologie studiert und kenne die Geheimrede dieses Faches und ihre Funktion. Nee Du, das klare Wort hört man von rechts.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger