Integration?

Moin,

Dennoch sind sie
nicht das Kriterium, dass viele (aus der Mehrheit) ihnen gerne
zuweisen würden.

hm finde ich schon, von Seiten der Einwanderer sind sie ein
wichtiges Kriterium.

Das Thema war aber „Integration“. Warum Sprache zumindest in D nicht ausschlaggebend für Integration ist, hab ich an anderer Stelle hinreichend erläutert.

Solange du z.B. „Schlitzaugen“ oder eine
etwas dunklere Hautfarbe hast, nützen dir perfekte deutsche
Sprachkenntnisse und die Tatsache, dass du in D geboren und
aufgewachsen bist, vielfach überhaupt gar nichts. Du wirst
dennoch der „Bimbo“ sein.

Rassismus gibts leider immer noch, hier und auch in Afrika und
sonstwo auf der Welt.

ähm…ja…die Welt ist schlecht…und wo ist jetzt der Zusammenhang zu Integration in D ?

Ganz genau, du sagst es. Die Mehrheit der Gruppe hat
beschlossen, dass beispielsweise ein bayrischer Dialekt
ebenfalls zur Gruppe zugehörig angesehen wird, ein Wiener
Dialekt oder ein türkischer Akzent (man beachte hier die
unterschiedlichen Bezeichnungen) hingegen nicht, obwohl die
Qualität mit der die jeweiligen Personen an das
Hochdeutsch heranreichen, durchaus vergleichbar sein können.

es geht aber nicht um Dialekte und Akzente. Das waere ja
laecherlich.

Doch, genau darum geht es, und lächerlich ist das allemal für einen, der nicht betroffen ist.

Sondern einfach um die Beherrschung der Deutschen
Sprache und zwar soweit, dass man sich ohne groessere Probleme
verstaendigen kann.

Nein, es geht um Integration (siehe Betreff)

Viele Auslaender aber bemuehen sich
nichtmal um Sprachkenntnisse weil sie eh nur in ihrem
Kulturkreis bleiben wollen.

Muss sich das gegenseitig ausschließen ?

Sprechen dann nat. mit ihren
Kindern zb auch nur tuerkisch und wundern sich dann warum
viele nicht ueber die Hauptschule hinauskommen.

Sollte die deutsche Sprache nicht auch an Schulen vermittelt werden ? Besteht der deutsche Beitrag zur Integration darin, dass Kinder 8-10 Schuljahre durchlaufen können, ohne vernünftig Deutsch gelernt zu haben ?

Mal ein Vergleich zur Verdeutlichung.
Was meinst, wen wird die deutsche Gesellschaft eher als „einen
der ihren“ anerkennen ?

Einen hinterbayrischen Alkoholiker und halben Analphabeten der
nur seinen bayrischen Dialekt sprich, rechts-außen wählt und
von der Sozialhilfe lebt, oder:

DIE deutsche Gesellschaft ist auch seeehr allgemein. Ich finde
die Frage sinnlos.

Findest du die Frage, warum Integration in Deutschland so selten gelingt auch sinnlos ?

Einen ehemaligen Hochschulprofesser aus Togo, der aufgrund
seines Eintretens für Dmokratie und Meinungsfreiheit flüchten
musste, in D Aufnahme fand, recht gutes Deutsch , allerdings
mit Akzent spricht und seine Familie durch einen Job als
Hilfskraft in einer Großküche durchbringt ?

ich kann diesen Mann ohne weiteres akzeptieren.

Es geht aber nicht um akzeptieren, es geht im Integration.

Du siehst, Sprachkenntnisse und Demokratieverständnis sind
zwar feine Worthülsen, haben aber mit Integration in der
Realität wenig zutun.

es mag Situationen geben in denen einem Einwanderer gute
Sprache etc nicht viel nutzen um angenommen zu werden. Das ist
bedauerlich.

Das ist nicht einfacn nur bedauerlich. Dafür gibt es gesellschaftsspezifische Gründe.

Aber was kann man gegen Hinterweltler und Doofkoepfe machen,
ihnen den deutschen Pass wegnehmen?

Ihnen Deutsch und demokratische Grundwerte beibringen ? :smile:

Gruss
Marion

Karikaturen
Moin :smile:

Seit Tagen verfolgst du einen neuen User, der sich bis dato
glänzend wehrt.

Vielleicht sollten wir Ali aufklären, dass er an die www-hauseigene Mischung aus dem Hauptmann von Köpenick und Shogun Wolfgang-san geraten ist *g*.

Wolfgang-san du armer heimatloser im Geiste,

Na, den haben wir beide ja wohl ganz schön überschätzt,
ziemlich schade, das.

warum gehst du nicht wieder ein bisschen deine Kinder prügeln, die Ahnen ehren und den vergangenen tausendjährigen Werten hinterherheulen ?

falls du es noch nicht gemerkt hast:

the odd one out bist du

cheers
Marion

Du Troll kriegst kein Futter von mir.

hi

Das Thema war aber „Integration“. Warum Sprache zumindest in D
nicht ausschlaggebend für Integration ist, hab ich an anderer
Stelle hinreichend erläutert.

das sehe ich aber anders als du.

Rassismus gibts leider immer noch, hier und auch in Afrika und
sonstwo auf der Welt.

ähm…ja…die Welt ist schlecht…und wo ist jetzt der
Zusammenhang zu Integration in D ?

dass es eben nicht nur in Deutschland so ist. So schwer war das doch nicht zu verstehen. Aber egal, ist ein klitzekleines Stueck vom Thema weg.

es geht aber nicht um Dialekte und Akzente. Das waere ja
laecherlich.

Doch, genau darum geht es, und lächerlich ist das allemal für
einen, der nicht betroffen ist.

sehe ich nicht so.

Sondern einfach um die Beherrschung der Deutschen
Sprache und zwar soweit, dass man sich ohne groessere Probleme
verstaendigen kann.

Nein, es geht um Integration (siehe Betreff)

und die gehoert m.E. nach zur Integration.

Viele Auslaender aber bemuehen sich
nichtmal um Sprachkenntnisse weil sie eh nur in ihrem
Kulturkreis bleiben wollen.

Muss sich das gegenseitig ausschließen ?

was?

Sollte die deutsche Sprache nicht auch an Schulen vermittelt
werden ? Besteht der deutsche Beitrag zur Integration darin,
dass Kinder 8-10 Schuljahre durchlaufen können, ohne
vernünftig Deutsch gelernt zu haben ?

jaja, die SChule ist an allem Schuld. Eltern gibts auch noch!

Findest du die Frage, warum Integration in Deutschland so
selten gelingt auch sinnlos ?

Nö.

ich kann diesen Mann ohne weiteres akzeptieren.

Es geht aber nicht um akzeptieren, es geht im Integration.

was soll ich sagen? ich kann diesen Mann *integrieren*, oder wie? Was hast du gegen akzeptieren??

ich sehe keinen Sinn diese Diskussion fortzuführen, da wir anscheinend einfach unterschiedliche Positionen haben und uns nur im Kreis bewegen.

vg jima

Schade
Ein paar frische Brötchen und Kaffee käme mir grade sehr gelegen :smile:

Hallo Wolfgang,

verstehen ist. Das ist wieder mal reine Assimilation…

Ja, das ist nun mal dasselbe.

Wärst Du bereit, etwas von ausländischen (außereuropäischen) Kulturen zu assimilieren - d.h. daß Du davon etwas übernimmst?
Wie sieht es denn aus im kulinarischem Bereich? Was ist hier denn noch ursprünglich Deutsch?
Wie siehts aus mit den christlichen Werten - bist Du religiös?
So weit ich mich erinnere, lebte Jesus nicht in Europa.

Was genau sind denn die deutschen Werte?

Die Deutschen bieten den Einwanderern Dienstleistungen und
Geldgeschenke, um ihnen die Integration zu erleichtern. Das
machen die Deutschen, weil sie dumm sind, saudumm, strohdoof.

sollen die Ausländer also auch dumm, saudumm, strohdoof werden?

Aber nun im Ernst:
Mit den Geldgeschenken ists da nicht weit her.
Vor einiger Zeit, da bekam ein Asylbewerber 40 DM (monatlich) und 5 Jahre Arbeitsverbot!
Danach durften dann Arbeiten angenommen werden, aber die Arbeitserlaubnis gab es nur für nicht-deutsche, nicht-europäische Arbeiten !!!
Dann gabs die Zeit, da mußte ein Asylbewerber in einer Asylbewerber-Unterkunft leben und durfte da nur raus, wenn ein Deutscher für ihn eine Bürgschaft übernahm.
Leider bin ich nicht ganz up to date, und weiß nicht, wie es jetzt aussieht - ab wann einer was arbeiten dann oder ab wann einer selbständig leben darf. (Um Aufklärung wäre ich dankbar)

So weit zu den Mühen des deutschen Staates zur Integration.

Rechnet man alles zusammen, dann verdienen wir Deutsche ganz gut an den Ausländern (Steuern, Rentenbeiträge, Arbeitsplätze durch ausländische Unternehmen inkl. Restaurants etc.).

Andere Völker, die nicht so dumm bis zur Selbstaufgabe sind
und deshalb ihre ethnische Identität bewahren wollen, tun das
nicht.

Ich weiß, daß es (zumindest vor ein paar Jahren) vielen Asylbewerbern lieber gewesen wäre, wenn die Situation wie in Frankreich aussehen würde: staatliche Unterstützung für z.B. ein halbes Jahr - mit allen Rechten. Wer es dann nicht geschafft hat, unabhängig zu leben, muß mit Ausweisung rechnen.

Zu diesen klugen Völkern sind z.B. die Türken zu
zählen.

Na danke, da will ich nicht leben - da würde ich für meine Meinung wahrscheinlich gefoltert werden.

Gruß
Claudia

Moin,

Das Thema war aber „Integration“. Warum Sprache zumindest in D
nicht ausschlaggebend für Integration ist, hab ich an anderer
Stelle hinreichend erläutert.

das sehe ich aber anders als du.

schon klar, aber wie begründest du deine Meinung ?

Rassismus gibts leider immer noch, hier und auch in Afrika und
sonstwo auf der Welt.

ähm…ja…die Welt ist schlecht…und wo ist jetzt der
Zusammenhang zu Integration in D ?

dass es eben nicht nur in Deutschland so ist. So schwer war
das doch nicht zu verstehen. Aber egal, ist ein klitzekleines
Stueck vom Thema weg.

Naja, andernorts muss man sogar damit rechnen massakriert zu werden, wenn man zur nicht-integrierten Gruppe zählt. Ich seh aber nicht ganz, wo uns das bei der Problematik der mangelhaften Integration von Zuwanderern in D helfen solle.

es geht aber nicht um Dialekte und Akzente. Das waere ja
laecherlich.

Doch, genau darum geht es, und lächerlich ist das allemal für
einen, der nicht betroffen ist.

sehe ich nicht so.

Ich hatte meinen Standpunkt begründet. Hast du für deinen auch einen Begründung ?

Sondern einfach um die Beherrschung der Deutschen
Sprache und zwar soweit, dass man sich ohne groessere Probleme
verstaendigen kann.

Nein, es geht um Integration (siehe Betreff)

und die gehoert m.E. nach zur Integration.

[Begründung…]

Viele Auslaender aber bemuehen sich
nichtmal um Sprachkenntnisse weil sie eh nur in ihrem
Kulturkreis bleiben wollen.

Muss sich das gegenseitig ausschließen ?

was?

Sprachkenntnisse und das Verbleiben im eigenen Kulturkreis.

Sollte die deutsche Sprache nicht auch an Schulen vermittelt
werden ? Besteht der deutsche Beitrag zur Integration darin,
dass Kinder 8-10 Schuljahre durchlaufen können, ohne
vernünftig Deutsch gelernt zu haben ?

jaja, die SChule ist an allem Schuld. Eltern gibts auch noch!

Meinst du nicht, es ist ein bisschen illusorisch, wenn Eltern, die selbst kaum Deutsch sprechen, diese Sprache ihren Kindern beibringen sollen ? Diese Illusionen seitens der deutschen Gesellschaft zähle ich übrigens mit zu den Gründen für mangelhafte Integration in D.

ich kann diesen Mann ohne weiteres akzeptieren.

Es geht aber nicht um akzeptieren, es geht im Integration.

was soll ich sagen? ich kann diesen Mann *integrieren*, oder
wie?

Hast du das Gefühl, dass dieser Mann der Gesellschaft in der du lebst zugehörig ist? Dass er sozusagen ein unabdingbarer Bestandteil der deutschen Gesellschaft geworden ist, welcher die Identität (im Selbstverständnis) dieser Gesellschaft mit prägt ?

Was hast du gegen akzeptieren??

Nichts, es ist nur nicht das gleiche wie integrieren, und darum ging es hier. Akzeptieren kann ich auch jemanden, mit dem mich ansich nichts verbindet, weder Sprache, noch Kultur, gesellschaftliche Identität, Nationalität oder was auch immer.

ich sehe keinen Sinn diese Diskussion fortzuführen, da wir
anscheinend einfach unterschiedliche Positionen haben

Unterschiedliche Positionen sehe ich eigentlich immer als Voraussetzung für eine gute Diskussion :smile: Allerdings kann man diese Diskussion nur fortführen, wenn der andere (in diesem Fall du) auch Argumente oder Gegenargumente bringt und nicht blos eine Meinung verkündet.

tja, schade eigentlich, ist nämlich ein interessantes Thema.

Gruss
Marion

Hallo,

das waren ein paar gedanken dazu… wer hier so großmäulig
über nicht integrationswillige böse ausländer redet, der soll
mal selber als ausländer wohinziehen. dann merkt man, daß das
alles nur in der theorie so leicht ist. in wirklichkeit ist es
sehr schwer, und die rosarote politischkorrekte brille nutzt
wirklich gar nichts. ich bewundere jeden, der den einstieg in
eine neue gesellschaft geschafft hat und sich 100% wohlfühlt.

für das Problem mußt Du nicht mal in’s Ausland. Zieh in ein fremdes Bundesland auf’s Dorf. (Von Nord nach Süd und umgekehrt, won Ost nach West und umgekehrt) und Du hast Diese Probleme auch schon.

cu Rainer

Ein integrierter Ausländer ist einer,
… der nicht stört.

du bringst es auf den punkt. hier in der ganzen diskussion wird dieses thema immer aus der sicht der „inländer“ behandelt, als ob DIE ein problem haben müßten. wo ist das problem aber, wenn es menschen gibt, die anders leben, anders aussehen und anders sprechen als man selber? damit habe ICH keine probleme. und wenn ich ihre lebensweise 100% ablehne, dann kann ich zumindest einfach ignorieren, aber darüber echauffieren muß ich mich nicht, solange sie mir nicht ins gehege kommen.

niemand sprach aus der sicht der „ausländer“, denn diejenigen sind es eigentlich, die ein problem haben können (aber nicht müssen). manchen ist es egal, daß sie in einer subgesellschaft leben. wenn es SIE nicht stört, dann soll es eben so sein. aber vielen ist es nicht egal. viele leiden darunter, daß sie es nicht schaffen sich vollständig zu integrieren. komischerweise hat darüber noch niemand was geschrieben. ich lese fast nur weltfremde multikulti-fantasiewelten vs. parolen von der „reinheit der kultur“. anscheinend haben die leitkulturellen inländer hier ein größeres problem als die ausländer?

gruß
datafox

Hallo,

Ein integrierter Ausländer ist einer,
… der nicht stört.

niemand sprach aus der sicht der „ausländer“, denn diejenigen
sind es eigentlich, die ein problem haben können (aber nicht
müssen).

Dann übernehme ich mal die Sicht eines Ausländers.
Er ist dunkelhäutig und lebt seit über 15 Jahren in Deutschland.
Ihm wird immer wieder vorgeworfen (auch von Bekannten!) daß er nicht gut genug deutsch spricht, obwohl er sich sehr gut verständigen kann nur ein paar Grammatikprobleme nicht los wird.
Er fühlt sich quasi täglich diskriminiert, weil er anders behandelt wird auf Grund der Hautfarbe. Das fängt damit an, daß man ihn automatisch duzt, englisch mit ihm redet (was ja manchmal vielleicht nett gemeint ist), ihm weniger Respekt erweist (vordrängeln an Supermarkt-Kassen), ein Platz neben ihm in Bus oder U-Bahn bleibt häufig frei - nach dem Motto: lieber stehen als sich neben ihn hinsetzen. Oder auch immer wieder praktiziert: neben ihm laut über Ausländer herziehen von wegen: die nehmen uns die Arbeitsplätze weg…
Mir wurde (als ich mit ihm einkaufen war) gesagt: „Findest Du nicht, daß Du Rassenschande begehst“!
Arbeit finden ist extrem schwierig, in der Arbeit selber ist er derjenige, der alles machen muß („BetriebsEigener Neger“),…

Und nicht zuletzt wurde ein Bekannter, der keiner Fliege was zu leide tun kann, vor ca. 6 Jahren in München mitten in der Stadt mit einem Baseball-Schläger krankenhausreif geprügelt!

Ich weiß nicht, ob das repräsentativ ist, aber diese Sicht ist sicherlich nicht die Ausnahme. Wer mehr Geschichten dazu hören will, einfach nachfragen, ich hab noch so einiges auf Lager :smile:

Viele Grüße
Claudia

P.S. ich verstehe Ausländer, die lieber unter sich bleiben, als oben beschrieben Situationen immer wieder erfahren zu müssen.

hi,

Dann übernehme ich mal die Sicht eines Ausländers.
Er ist dunkelhäutig und lebt seit über 15 Jahren in
Deutschland.

du verwechselst hier fremdenfeindlichkeit mit rassismus. bzw. trifft man auf auf dem terminus „ausländerfeindlichkeit“ wenn eigentlich rassismus gemeint ist.

Er fühlt sich quasi täglich diskriminiert, weil er anders
behandelt wird auf Grund der Hautfarbe.

dieses problem hätte ein hellhäutiger holländer, holländischer staatsbürger mit deutscher greencard und akzent wahrscheinlich nicht. das sind zwei paar schuhe, die man nicht durcheinanderbringen darf. ein dunkelhäutiger deutscher hätte dieselben probleme, obwohl er als deutscher von deutschen eltern geboren worden ist und deutsch als muttersprache hat.

P.S. ich verstehe Ausländer, die lieber unter sich bleiben,
als oben beschrieben Situationen immer wieder erfahren zu
müssen.

das betrifft wiederum rassismus und nicht zuwanderung. inländische seit generationen ansässige „randgruppen“ und „minderheiten“ inklusive schwuler zeigen doch dasselbe verhalten - es ist ein schutzmechanismus. mit fremdenfeindlichkeit und zuwanderung hat das aber nichts zu tun. „das boot ist voll“ und „integrationsprobleme“ sind oft hüllwörter, um über rassismus überhaupt reden zu können. es ist nämlich ein tabu darüber überhaupt zu sprechen. die existenz von rassistischen „gefühlen“ wird stattdessen einfach unter den tisch gekehrt bzw. einfach verdammt und verboten anstatt diskutiert und durch information entgegengewirkt. die probleme liegen dann auf der hand.

gruß
datafox

hi,

du verwechselst hier fremdenfeindlichkeit mit rassismus. bzw.
trifft man auf auf dem terminus „ausländerfeindlichkeit“ wenn
eigentlich rassismus gemeint ist.

Ich sehe keinen Unterschied.
Ich kenne kein Beispiel von Fremdenfeindlichkeit, in dem es sich nicht um Rassismus handelt.
Im Lexikon nachgeschlagen: „Fremdenhaß“ ist Synonym sowohl für „Rassismus“ als auch für "Fremdenfeindlichkeit.
Bei Verwendung des Begriffs Rassismus wird unterstellt, daß es Rassen gibt. Dieses ist Unsinn, denn nur ca. 5 % der Gene, in denen sich Menschen voneinander unterscheiden, sind für „Rassenmerkmale“ wie Haut- Augen- und Haarfarbe zuständig.

dieses problem hätte ein hellhäutiger holländer, holländischer
staatsbürger mit deutscher greencard und akzent wahrscheinlich
nicht. das sind zwei paar schuhe, die man nicht
durcheinanderbringen darf. ein dunkelhäutiger deutscher hätte
dieselben probleme, obwohl er als deutscher von deutschen
eltern geboren worden ist und deutsch als muttersprache hat.

Sag ich doch. Ein Holländer, der hier arbeiten / leben wollte, bräuchte nur die deutsche Sprache lernen. Weitere Integrationskonzepte wären nicht notwendig. Und der Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft bedeutet noch lange nicht, daß man integriert ist.
Integration heißt nicht nur, daß man Deutscher ist oder sich als Deutscher fühlt, sondern daß man von der Gesellschaft auch entsprechend akzeptiert wird.

P.S. ich verstehe Ausländer, die lieber unter sich bleiben,
als oben beschrieben Situationen immer wieder erfahren zu
müssen.

das betrifft wiederum rassismus und nicht zuwanderung.
inländische seit generationen ansässige „randgruppen“ und
„minderheiten“ inklusive schwuler zeigen doch dasselbe
verhalten - es ist ein schutzmechanismus.

Integration hat ja auch viel mit Gleichberechtigung zu tun.

„das boot ist voll“ und „integrationsprobleme“ sind oft
hüllwörter, um über rassismus überhaupt reden zu können. es
ist nämlich ein tabu darüber überhaupt zu sprechen. die
existenz von rassistischen „gefühlen“ wird stattdessen einfach
unter den tisch gekehrt bzw. einfach verdammt und verboten
anstatt diskutiert und durch information entgegengewirkt. die
probleme liegen dann auf der hand.

Da stimme ich Dir zu. In der Politik wird in Diskussionen mit dem Wort „Integration“ entweder die Angst vor Überfremden geschürt oder es wird versucht, die Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen(von „Mitte-Links“)

Gruß
Claudia

Alles Gute aus dem Ausland
Hallo Claudia,

Wärst Du bereit, etwas von ausländischen (außereuropäischen)
Kulturen zu assimilieren - d.h. daß Du davon etwas übernimmst?

Aber ja!
Und zwar z.B. aus vielen islamischen Völkern die hohe Wertschätzung der Familie und der persönlichen Ehre, die Ablehnung der Religion, welche hierzulande aus dem Holocaust gemacht wird, die Ächtung der zur Schau getragenen Homosexualität und im Zusammenhang damit die Brüderlichkeit (Kardislik) zwischen den Männern - oh, da gibts manches. Allein, viel Fortschritt in dieser Richtung vermag ich nicht festzustellen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Vorsicht Falle
Moin,

Dies:

wo ist das
problem aber, wenn es menschen gibt, die anders leben, anders
aussehen und anders sprechen als man selber? damit habe ICH
keine probleme. und wenn ich ihre lebensweise 100% ablehne,
dann kann ich zumindest einfach ignorieren, aber darüber
echauffieren muß ich mich nicht, solange sie mir nicht ins
gehege kommen.

ist ganz genau das:

weltfremde multikulti-fantasie

Gruss
Marion

Dies:

wo ist das
problem aber, wenn es menschen gibt, die anders leben, anders
aussehen und anders sprechen als man selber? damit habe ICH
keine probleme. und wenn ich ihre lebensweise 100% ablehne,
dann kann ich zumindest einfach ignorieren, aber darüber
echauffieren muß ich mich nicht, solange sie mir nicht ins
gehege kommen.

ist ganz genau das:

weltfremde multikulti-fantasie

hallo,

ich wage zu widersprechen. „weltfremde multikulti-fantasie“ ist das friedliche zusammen leben von unterschiedlichen kulturen. das realistisch mögliche ist aber oft nur ein nebeneinander leben. letzteres bedeutet „toleranz“: das dulden der anderen. und das ist durchaus möglich und keine fantasie.

gruß
datafox

hallo,

Ich kenne kein Beispiel von Fremdenfeindlichkeit, in dem es
sich nicht um Rassismus handelt.

zum beispiel: „amerikaner sind alle dumm“. ein beispiel von fremdenfeindlichkeit, das nicht auf rassismus basiert.

Im Lexikon nachgeschlagen: „Fremdenhaß“ ist Synonym sowohl für
„Rassismus“ als auch für "Fremdenfeindlichkeit.

die definition ist eben falsch.

Bei Verwendung des Begriffs Rassismus wird unterstellt, daß es
Rassen gibt.

noch mehr. daß diese rassen unterschiedliche wertungen haben. das ist rassismus.

Dieses ist Unsinn, denn nur ca. 5 % der Gene, in
denen sich Menschen voneinander unterscheiden, sind für
„Rassenmerkmale“ wie Haut- Augen- und Haarfarbe zuständig.

es gibt rassen beim menschen wie auch bei hunden. es gibt afrikanische, kaukasische, asiatische und andere menschentypen. sie sind entstanden durch räumliche trennung über hunderte von generationen. je mehr die welt zusammenwächst, desto eher verschwimmen die grenzen (wieder). rassismus ist es dann, wenn man der meinung ist, 1.) eine dieser erscheinungsformen wäre „höherwertiger“ und 2.) es gäbe einen „kampf“ dieser rassen untereinander um die resourcen der welt und 3.) die eigene erscheinungsform müßte unbedingt in diesem kampf bestehen. rassisten outen sich durch das abwertende sprechen von „mischlingen“ und das permanente verwechseln von biologie mit soziologie.

Sag ich doch. Ein Holländer, der hier arbeiten / leben wollte,
bräuchte nur die deutsche Sprache lernen. Weitere
Integrationskonzepte wären nicht notwendig.

eben. weil es sich eben um rasssimsus und nicht um fremdenfeindlichkeit handelt. denn „fremd“ ist der holländer ganauso wie ein kongolese.

Integration hat ja auch viel mit Gleichberechtigung zu tun.

es herrscht gleichberechtigung in allem demokratischen staaten. alle staatsbürger haben dieselben rechte und pflichten. ausländer sind natürlich NICHT gleichberechtigt mit staatsbürgern. dafür haben sie auch weniger pflichten (zb. steuer, wehrpflicht).

gruß
datafox

Hi

Das Thema war aber „Integration“. Warum Sprache zumindest in D
nicht ausschlaggebend für Integration ist, hab ich an anderer
Stelle hinreichend erläutert.

das sehe ich aber anders als du.

schon klar, aber wie begründest du deine Meinung ?

eigentlich frag ich mich wieso du nicht selbst drauf kommst, aber na gut: ich bin der Ueberzeugung, dass fundierte Sprachkenntnisse die Kontaktaufnahme zu Einheimischen immens erleichtern. Sprache dient der Verstaendigung und die ist einer der wichtigsten Grundlagen zur Integration. Sprachkenntnisse sind also ein erster Schritt zur erfolgreichen Integration. Dass Sprachkenntnisse in einigen Faellen fuer die Integration nicht ausreichen habe ich nicht bestritten. Von der anderen Seite muss natuerlich auch etwas kommen.(zb. auch Angebote zum Erlernen der Sprache)

Ich seh
aber nicht ganz, wo uns das bei der Problematik der
mangelhaften Integration von Zuwanderern in D helfen solle.

wenn ich dich soweit richtig verstanden habe bist du der Meinung dass die dt. Gemeinschaft bzw Gesellschaft im Grossen und Ganzen zu rassistisch ist um eine Integration zu ermoeglichen.
Oder?

Viele Auslaender aber bemuehen sich
nichtmal um Sprachkenntnisse weil sie eh nur in ihrem
Kulturkreis bleiben wollen.

Muss sich das gegenseitig ausschließen ?

was?

Sprachkenntnisse und das Verbleiben im eigenen Kulturkreis.

MUSS nicht, tut es aber meistens.

Hast du das Gefühl, dass dieser Mann der Gesellschaft in der
du lebst zugehörig ist?

In meiner Gesellschaft um mich herum: ja. Ich persoenlich kenne niemanden, der diesen Mann ablehnen wuerde.

Und ich denke auch nicht, dass es ein alkoholkranker Sozialhilfeempfaenger in der „Gesellschaft“ leichter hat.
Vielleicht in der Gesellschaft anderer alkoholkranker Sozialhilfeempfaenger.

Nichts, es ist nur nicht das gleiche wie integrieren, und
darum ging es hier.

das schon, aber wenn ich jemanden nicht akzeptiere kann ich ihn auch nicht integrieren. Ich als Einzelperson kann sowieso niemanden integrieren. Weil ich ja keine Gruppe bin. Also akzeptiere und respektiere ich ihn.

Unterschiedliche Positionen sehe ich eigentlich immer als
Voraussetzung für eine gute Diskussion :smile:

Schon, aber wenn sich keiner von seiner Position bewegt, dann steht es bald still.

Allerdings
kann man diese Diskussion nur fortführen, wenn der andere (in
diesem Fall du) auch Argumente oder Gegenargumente bringt und
nicht blos eine Meinung verkündet.

ich habe nicht bloss meine Meinung verkuendet.

vg jima

Hi

Rechnet man alles zusammen, dann verdienen wir Deutsche ganz
gut an den Ausländern (Steuern, Rentenbeiträge, Arbeitsplätze
durch ausländische Unternehmen inkl. Restaurants etc.).

ich habe vor kurzem gehoert, dass ein daenischer(?)Sozialwissenschaftler (?) herausgefunden haben will, dass den Staat die Aufnahme von Einwanderern mehr kostet als es einbringt.
Frag mich jetzt aber nicht nach einer Quelle. Habe ich leider nicht.

vg jima

Hallo,

Rechnet man alles zusammen, dann verdienen wir Deutsche ganz
gut an den Ausländern (Steuern, Rentenbeiträge, Arbeitsplätze
durch ausländische Unternehmen inkl. Restaurants etc.).

ich habe vor kurzem gehoert, dass ein
daenischer(?)Sozialwissenschaftler (?) herausgefunden haben
will, dass den Staat die Aufnahme von Einwanderern mehr kostet
als es einbringt.
Frag mich jetzt aber nicht nach einer Quelle. Habe ich leider
nicht.

Meine Info stammt aus einer Fernsehdoku (Panorama oder Monitor?) und ist ca. 2 Jahre alt. Per Link kann ich sie leider auch nicht belegen.
Und wer Recht hat, ist sicher ohne viel Aufwand kaum zu ermitteln, da Statistiken unterschiedliche Basis haben können und damit auch unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen.
Nur, wer das Argument bringt: „Ausländer kosten viel Geld“, hat meist nur die Kosten im Blickfeld und nicht die „Erträge“.

Gruß
Claudia