Rassismus und Integration
Hallo,
Ich kenne kein Beispiel von Fremdenfeindlichkeit, in dem es
sich nicht um Rassismus handelt.zum beispiel: „amerikaner sind alle dumm“. ein beispiel von
fremdenfeindlichkeit, das nicht auf rassismus basiert.
Das ist für mich keine Fremdenfeindlichkeit sondern ein normales Vorurteil, genauso wie z.B. „Schwule sind abnormal“, „Blondinen sind dumm“, auch wenn es gegen eine Nation geht…
Im Lexikon nachgeschlagen: „Fremdenhaß“ ist Synonym sowohl für
„Rassismus“ als auch für "Fremdenfeindlichkeit.
okay, dann irrt hier das Lexikon und ich mich mit ihm - damit kann ich leben.
Bei Verwendung des Begriffs Rassismus wird unterstellt, daß es
Rassen gibt.noch mehr. daß diese rassen unterschiedliche wertungen haben.
das ist rassismus.Dieses ist Unsinn, denn nur ca. 5 % der Gene, in
denen sich Menschen voneinander unterscheiden, sind für
„Rassenmerkmale“ wie Haut- Augen- und Haarfarbe zuständig.es gibt rassen beim menschen wie auch bei hunden. es gibt
afrikanische, kaukasische, asiatische und andere
menschentypen. sie sind entstanden durch räumliche trennung
über hunderte von generationen. je mehr die welt
zusammenwächst, desto eher verschwimmen die grenzen (wieder).
Diese Gruppierung geht alleine auf Äußerlichkeiten zurück. Die Diversifikation dieser Äußerlichkeiten gründen sich auf die unterschiedlichen Umweltbedingungen der Gruppen, nach ihrem Exodus aus Afrika… - ob diese Unterschiede für den „Rassen“-Begriff ausreichen, ist umstritten.
Zum Thema: gibt es Menschen-Rassen oder nicht:
http://www.skeptischeecke.de/Worterbuch/Hypnose/IQ_u…
Dort wird die Existenz von „Rassen“ auch von einigen Wissenschaftlern in Frage gestellt.
Letztendlich spielt es für mich keine wirklich große Rolle, ob es wissenschaftlich ist, von „Rassen“ bei Menschen zu sprechen.
Denn, und darüber sind wir uns wohl einig, selbst wenn es Rassen gibt, läßt sich aus Unterschieden, die auf Grund von Genen entstehen, rein gar nichts über die Menschen selber ausagen - von wegen höherwertig oder nicht.
Integration hat ja auch viel mit Gleichberechtigung zu tun.
es herrscht gleichberechtigung in allem demokratischen
staaten. alle staatsbürger haben dieselben rechte und
pflichten. ausländer sind natürlich NICHT gleichberechtigt mit
staatsbürgern. dafür haben sie auch weniger pflichten (zb.
steuer, wehrpflicht).
Steuern müssen Ausländer genauso zahlen!
Aber ich meinte Gleichberechtigung nicht im Sinne der Gesetze (Wehrpflicht, Wahlrecht,…), sondern im Sinne der Menschenwürde und Anerkennung der Individualität.
Du wolltest die Sicht eines Ausländers hören und dazu gehört neben der fehlenden politischen Integrationskonzepte (dazu hatte ich auch Beispiele beschrieben) auch der alltäglich gefühlte Rassismus.
Noch mal zur Politik zurück:
Es ist politische Absicht (Extremfall Bayern), Asylbewerbern, und das ist die Mehrzahl der „Einwanderer“, eine Integration erstmal nicht zu ermöglichen, solange das Verfahren nicht abgeschlossen ist. Und derartige Verfahren dauern meistens länger als 5 Jahre. Oft darf der Ausländer danach in Deutschland bleiben (auch wenn er nicht anerkannt wird als Asylberechtigter), denn nach einer gewissen Anzahl von Jahre erlangt er sowas wie eine Bleiberecht (Komplexes Thema, sprengt diesen Rahmen). Wenn er dann bleiben darf, dann wird ihm vorgeworfen, er sei nicht integriert - das nenne ich Ironie.
Gruß
Claudia

