Soviel Antworten (und die erwartete Schelte
. . .
Bis hierhin erst mal vielen Dank. Einige (nicht immer ganz ernstgemeinte) Anmerkungen und drei weitere Fragen:
Du hast soviel Ahnung von Elektrotechnik wie ich von Lebensmittelchemie.
Ich betätige mich deshalb auch nicht im Bereich der Lebensmittelchemie.
Du solltest eigentlich entsprechende Folgerungen für Deine Betätigung machen.
Ich sehe mich außerstand, deine Kenntnisse der Lebensmittelchemie aus der Distanz zu beurteilen. Ich behaupte jetzt aber einfach mal, das mir mir einige Kenntnisse der Elektrotechnik angeeignet habe, Motto: man kann alles lernen, auch ohne eine Lehre zu machen. Immerhin schraube ich jetzt seit 20 Jahren erfolgreich und unfallfrei selber an allen möglichen elektrischen Geräten und Installationen herum.
Ich gebe allerdings unumwunden zu, das mir Drehstrom ein Buch mit sieben Siegeln ist. Hat man ja in der normalen Hausinstallation ja auch eher wenig mit zu tun. Aber darum frage ich ja hier, auf das ihr meinen Horizont erweitert 
Was mich gleich zu meiner ersten Frage bringt:
Ströme addieren sich vektoriell.
Jeweils 10A auf L1, L2 und L3 addieren sich zu 0A auf dem
Neutralleiter, wenn keine induktiven oder kapazitiven Lasten da sind.
Öhm. Also für nicht Elektriker:
Wenn ich die drei Phasen einer Drehstromleitung auf drei Steckdosen verteile und einen gemeinsamen Neutralleiter zum Sicherungskasten ziehe, dann fliesst auf diesem Neutralleiter kein Strom, wenn ich an jede der drei Steckdosen eine 100 W-Lampe anschließe?
Hmm, je länger ich darüber nachdenke, desto logischer erscheint mir das. Schließlich braucht ein Drehstrom-Durchlauferhitzer ja auch keinen Neutralleiter und hat jeweils 220 V zwischen den Phasen . . .
Bedeutet aber auch, das an meiner Verdrahtung ja eigentlich aus Sicht einer evtl. Leitungsüberlastung nichts auszusezen ist. Kann ja dann eigentlich nie über die 16 A einer einzelnen Maximallast hinausgehen - oder hab ich da jetzt einen Denkfehler?
Wie gut ist denn dieser Hintergedanke: Jemand sucht einen
Fehler in deiner Anlage und schaltet den zugehörigen
Leitungsschutzschalter aus. Er prüft Spannungsfreiheit im
abgeschalteten Stromkreis. Dann kommt es zum Unfall, weil noch
zwei weitere Außenleiter unvermutet in der gleichen Zuleitung
sind. Wer ist Schuld?
Oder: Jemand klemmt zu Meßzwecken bei abgeschaltetem
Leitungsschutzschalter für das Licht den Neutralleiter ab.
Durch Überspannung ist die Heizungssteuerung defekt. Wer ist
Schuld?
Der, der daran herumfingert.
Denn wenn er einen LS herausnimmt, kann er auch einen Blick in die Türe des Sicherungskasten werfen, wo ich jedes Kabel und jede Sicherung ausführlich dokumentiert habe (ich bin nämlich auch schon etwas vergesslich und hab deswegen meine Strategien entwickelt 
Nein, gar nicht gut. Und was ist, wenn der vorgeschaltete
Fehlerstromschutzschalter bei deinem benannten Fehler
abschaltet? Dann ist auch alles dunkel. Also müßte die
Aufteilung bereits bei mehreren Fehlerstromschutzschaltern
gemacht werden.
Korrekt. Weshalb der Fehlerstromschutzschalter rausfliegt.
Der ist in meinem Anschlußgebiet nur für Bad und Außenbereich vorgeschrieben.
Und nach meinen Erfahrungen im Labor (Amoklaufendes Gerät legt über den FI grundsätzlich das gesammte Labor auf Eis) werde ich den FI auch nur für diese vorgeschriebenen Räumlichkeiten/Anschlüsse verwenden, der Rest bekommt einfach nur LS. Hat mir auch mein Elektriker empfohlen.
Sollte ich irgendwann mal eine Kiste zweipoliger FI’s günstig auf eBay schnappen können, bekommt jede Sicherung ihren eigenen FI, sonst halt nicht.
Hoffentlich wohnst du für immer und ewig allein in dem Haus,
hast keine Frau und läßt niemals Freunde rein. Andernfalls
müßte man um deren Leib und Leben fürchten.
Ich lebe alleine.
Frau soll zwar (irgendwann mal) dazustossen (Kinder lieber nicht), aber ich will doch sehr hoffen, das die nicht im Keller an der Elektroinstallation herumfingert . . . 
…Aber nur bei einem dreipoligen
Leitungsschutzschalter. Drei einzelne sind unzulässig!
Das hatte ich gemeint, bin aber da doch nicht ganz sicher. Ich
sehe doch in UVs immer wieder drei einpolige Automaten für die
Elektroherde…
Jaaaa, aber es ist kein Elektroherd, sondern ein
Drehstromkreis, der in drei Wechselstromkreise aufgeteilt
wird. Wenn es denn überhaupt ein Drehstromkreis (drei
VERSCHIEDENE Außenleiter) ist. Der muß über einen Schalter
allpolig freischaltbar sein. Das mündet dann in einem
dreipoligen Automaten, weil wohl keiner zusätzlich einen
dreipoligen Schalter einbauen wird.
Nun, du setzt jetzt vorraus, das es die drei Phasen eines Drehstromkreises sind.
Das ist zwar zunächst mal richtig, aber ich könnte auch so verdrahten, das alles an der gleichen Phase hängt (Okay, dann taucht wieder das Problem mit der potentiell möglichen Überlastung des Neutralleiters auf, also lieber nicht).
Im übrigen wird auch ein Drehstromkreis für einen E-Herd im E-Herd in drei einzelne Stromkreise aufgeteilt. Kannst du dich ganz einfach selber von überzeugen, wenn du mal einen der drei LS rauswirfst: Je nachdem welchen LS du abschaltest, funktioniert nur der Backofen nicht, aber die Kochplatten weiter. Oder zwei Kochplatten gehen nicht mehr, Backofen und die zwei anderen Kochplatten funktionieren dennoch.
Anyway, das bringt mich zu meiner nächsten Frage:
Kann man für Eherd und DLH drei einzelne Sicherungen nehmen oder empfiehlt sich eine dreipolige?
Also, können kann man offensichtlich, sonst würde ich in meiner jetztigen Wohnung weder kochen noch duschen können, aber welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Formen?
Also, dreipolig ist sicherer, drei einzelne vereinfachen die Fehler/Defektsuche, logisch. Gibt’s noch weitere Unterschiede?
Um die Sache mal abzurunden:
Die ganze Installation (hüstel, drei Räume mit drei Lampen und drei Steckdosen, Zählerkasten und Zuleitung dorthin sowie Potentialausgleich) ist vom Fachmann überprüft worden, sonst hätte ich keinen Zähler bekommen. Keine Beanstandung.
Selbiger Fachmann (Meister) hat - genauso wie ein befreundeter Dipl. ing. E-Technik - bei der Beschreibung meines „Problems“ nur äußerst sparsam aus der Wäsche geschaut.
Hallo Fragewurm,
Hallo Peter! :
Offensichtlich ist entweder die Isolation zwischen den
einzelnen Leitern nicht hundertprozentig, oder da geht was
über Induktion.:
Weder noch, die Kopplung ist kapazitiv !
Klare Antwort.
Hat das irgendwelche Konsequenzen (außer, das ich meinen treuen Stromprüf-Schraubenzieher, der nach allgemeiner Auffassung hier Kernschrott ist, nun lieber wegwerfe)?
Spannungs prüfer, untauglich: prüfen nicht Spannung
sondern Spannungs freiheit , und das nicht zuverlässig.
Duspol ist das Zauberwort.
Und das Zauberwort wirkt sogar bei eBay. Werd ich mal in vernünftiges Werkzeug investieren, heissen Dank dafür!