Isolation innerhalb eines Kabels

Ahoi!

nur 'ne Verständnisfrage: Nagelneue Elektroinstallation nach TAB 2007 (also, nur Anschluß und Zählerkasten).
Jetzt hab ich den Keller verdrahtet, und da in dem neuen Kasten viel mehr Sicherungen sind, als ich in meinem Ein-Familien-Häuschen jemals brauchen werde, hab ich nur für den Keller (weiter bin ich noch nicht) 5x1,5 qmm NYM-Kabel gezogen, eine Leitung nur für Licht, eine Leitung nur für Steckdosen und eine Leitung nur für die Heizung. Mit dem Hintergedanken, wenn mir mal ein Gerät an einer Steckdose die Sicherung weghaut, dann muss ich wenigstens nicht im Dunkeln zum Sicherungskasten tappsen.

So weit, so gut. (Jetzt bitte keine Kommentare, das das eigentlich nicht okay ist, weil nur einen Schutzleiter und Neutralleiter für alle drei Bereiche und damit prizipiell Gefahr der Überlastung des Neutralleiters . . . das weiss ich auch alles, aber da es nur um Licht und andere Kleinverbraucher geht und die drei Leitungen auch nur für den Keller sind, hab ich das einfach mal ignoriert)

Und jetzt kommt’s: Ich wollte an einem Draht was ändern, hab die entsprechende Sicherung abgeschaltet und sicherheitshalber mit einem einfach Stromprüfer-Schraubenzieher überprüft (obwohl ich schon so oft eine gewischt bekommen habe, das es mittlerweile nur noch ein bischen kribbelt - ich leg’s nicht drauf an :smile: - und das Ding leuchtete.

Ich hab die halbe Anlage auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt und musste nach über drei Stunden feststellen, das das wohl an den Kabeln liegt und offensichtlich auch normal ist:
Wenn ich an einem fünadrigen NYM-Kabel einen einzigen Leiter mit der Phase verbinde, alle anderen Drähte jedoch frei in der Luft hängen lasse, dann liegt auf allen Drähten ein Potential an - genug, um einen einfachen Stromprüf-Schraubenzieher zum leuchten zu bringen (Einschränkung: er glimmt an den nicht verbundenen Leitungen etwas dunkler). Selbst, wenn ich mit dem Stromprüfer nur an die Isolation eines einzelnen Kabels komme (nicht an die graue Hülle für alle), glimmt der Stromprüfer ganz schwach.

Zuerst hab ich das für ganz schlechte Ware gehalten (Baumarkt), aber auch die bessere (?) Qualität von unserem Elektriker macht das, und auch altes Kabel, das ich aus einer Wand geholt hatte. Ein Feund baut auch gerade, dort haben wir das Experiment wiederholt: Gleiches Eregbnis . . . scheint also normal zu sein.
Offensichtlich ist entweder die Isolation zwischen den einzelnen Leitern nicht hundertprozentig, oder da geht was über Induktion.

Wie ein beherzter Griff an die abisolierten Leitungen gezeigt hat, liegt da wohl auch nur ein Potential an, aber es fliesst kein richtiger Strom, von daher scheint es nicht gerade ein Problem zu sein, dennoch bedeutet das für mich, das ich mich auf den Stromprüfer(Schraubenzieher) nicht verlassen kann . . .

Kann mir da irgendjemand den Hintergrund erläutern?
Gibt’s (einfache und kostengünstige) Alternativen zu den simplen Stromprüfern? Denn das ich mich auf den nicht verlassen kann, das stört mich schon ein wenig . . .

Hallo Fragewurm,

Offensichtlich ist entweder die Isolation zwischen den
einzelnen Leitern nicht hundertprozentig, oder da geht was
über Induktion.

Weder noch, die Kopplung ist kapazitiv !

MfG Peter(TOO)

Und jetzt kommt’s: Ich wollte an einem Draht was ändern, hab
die entsprechende Sicherung abgeschaltet und sicherheitshalber
mit einem einfach Stromprüfer-Schraubenzieher überprüft
(obwohl ich schon so oft eine gewischt bekommen habe, das es
mittlerweile nur noch ein bischen kribbelt - ich leg’s nicht
drauf an :smile: - und das Ding leuchtete.

Das ist nicht wirklich ein Prüfgerät.

Wie ein beherzter Griff an die abisolierten Leitungen gezeigt
hat, liegt da wohl auch nur ein Potential an, aber es fliesst
kein richtiger Strom, von daher scheint es nicht gerade ein
Problem zu sein, dennoch bedeutet das für mich, das ich mich
auf den Stromprüfer(Schraubenzieher) nicht verlassen kann . .
.

Oben schon mal erwahnt, kein Messgerät. Und so ein beherzter Griff kann auch mal in die Hose gehen.

Ola

So weit, so gut. (Jetzt bitte keine Kommentare, …

Den muß ich mir schon krampfhaft verkneifen.
Ob das laut VDE zulässig ist, wage ich zu bezweifeln, ist aber nur Vermutung.
Abnahme nachher durch authorisierten Fachmann, hoffe ich.

mit einem einfach Stromprüfer-Schraubenzieher

Spannungs prüfer, untauglich: prüfen nicht Spannung sondern Spannungs freiheit , und das nicht zuverlässig.

Offensichtlich ist entweder die Isolation zwischen den
einzelnen Leitern nicht hundertprozentig, oder da geht was
über Induktion.

kapazitive Einkopplung oder Kopplung. Google ist dein Freund.

auf den Stromprüfer(Schraubenzieher) nicht verlassen kann . .

Immerhin ein gute Erkrenntnis.

Gibt’s (einfache und kostengünstige) Alternativen zu den
simplen Stromprüfern?

Duspol ist das Zauberwort.
http://www.benning.de/DUSPOL_Daten.3.1.1.361.html

Gruß
H.

off Topic
Moin,

Und so ein beherzter
Griff kann auch mal in die Hose gehen.

Naja, für den beherzten Griff in die Hose ist aber ein anderes Brett zuständig:wink:

SCNR

Gruss Jakob

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Jetzt hab ich den Keller verdrahtet,

Das muß aber eine Elektrofachkraft machen!

Mit dem
Hintergedanken, wenn mir mal ein Gerät an einer Steckdose die
Sicherung weghaut, dann muss ich wenigstens nicht im Dunkeln
zum Sicherungskasten tappsen.

Wie gut ist denn dieser Hintergedanke: Jemand sucht einen Fehler in deiner Anlage und schaltet den zugehörigen Leitungsschutzschalter aus. Er prüft Spannungsfreiheit im abgeschalteten Stromkreis. Dann kommt es zum Unfall, weil noch zwei weitere Außenleiter unvermutet in der gleichen Zuleitung sind. Wer ist Schuld?

Oder: Jemand klemmt zu Meßzwecken bei abgeschaltetem Leitungsschutzschalter für das Licht den Neutralleiter ab. Durch Überspannung ist die Heizungssteuerung defekt. Wer ist Schuld?

So weit, so gut.

Nein, gar nicht gut. Und was ist, wenn der vorgeschaltete Fehlerstromschutzschalter bei deinem benannten Fehler abschaltet? Dann ist auch alles dunkel. Also müßte die Aufteilung bereits bei mehreren Fehlerstromschutzschaltern gemacht werden.

(Jetzt bitte keine Kommentare, das das
eigentlich nicht okay ist,

Oh doch! - Man weiß also, daß das nicht in Ordnung ist, macht es aber trotzdem. Warum??

weil nur einen Schutzleiter und
Neutralleiter für alle drei Bereiche und damit prizipiell
Gefahr der Überlastung des Neutralleiters . .

Falsch. Bei einem Drehstromkreis mit drei verschiedenen Außenleitern besteht keine Gefahr der Neutralleiterüberlastung, und ein Schutzleiter ist auch in Ordnung. Aber nur bei einem dreipoligen Leitungsschutzschalter. Drei einzelne sind unzulässig!

aber da es nur um Licht und andere
Kleinverbraucher geht

Nein, es geht um eine sichere, normenkonforme und nachvollziehbare Elektroinstallation, von der keine Gefahr ausgeht.

Denn das ich mich auf den nicht
verlassen kann, das stört mich schon ein wenig . . .

Auf vieles im Leben kann man sich nicht verlassen…

Hoffentlich wohnst du für immer und ewig allein in dem Haus, hast keine Frau und läßt niemals Freunde rein. Andernfalls müßte man um deren Leib und Leben fürchten.

Entschuldige diese drastischen Worte, aber ich verstehe nicht, wieso sich jemand an eine so gefährliche Sache wie der Elektroinstallation traut, wenn er Laie ist und damit die Gefährdung von sich und anderen in Kauf nimmt.

Bei sowas kann ich mich einfach nicht zurückhalten. Vor allem weil es hier so aussieht, als sei das erst der Anfang einer Selbstinstallation des ganzen Hauses.

Hans

Abnahme durch Fachbetrieb ?
Moin,

…Aber nur bei einem dreipoligen
Leitungsschutzschalter. Drei einzelne sind unzulässig!

Das hatte ich gemeint, bin aber da doch nicht ganz sicher. Ich sehe doch in UVs immer wieder drei einpolige Automaten für die Elektroherde…

…Vor allem
weil es hier so aussieht, als sei das erst der Anfang einer
Selbstinstallation des ganzen Hauses.

Es gibt Modelle, bei welchen der Fachbetrieb Zählerschrank mit Verteilung und alles Material liefert, der Bauherr (oder wer auch immer) das Grobe macht: Schlitzen, Verrohren, Dosen setzen usw.
Am Schluß wird die ganze Sache VDE-gerecht durchgemessen und vom Fachunternehemer abgenommen.
Abnehmen heißt u.a intensiv überprüfen, und sich nicht auf das verlassen, was einem der Bauherr erzählt.
Der Fachunternehmer sollte das gewissenhaft tun, er unterschreibt schließlich.

So… geht es hier um ein solches Modell oder werden nachher einfach die Abdeckungen draufgeklickt, weil es „ja funktioniert“ ?

Gruß
H.

Jetzt hab ich den Keller verdrahtet, und da in dem neuen
Kasten viel mehr Sicherungen sind, als ich in meinem
Ein-Familien-Häuschen jemals brauchen werde, hab ich nur für
den Keller (weiter bin ich noch nicht) 5x1,5 qmm NYM-Kabel
gezogen, eine Leitung nur für Licht, eine Leitung nur für
Steckdosen und eine Leitung nur für die Heizung.

Strombelastbarkeit beachten. Wahrscheinlich dürfen dann nur 10A oder 13A Automaten eingesetzt werden.

So weit, so gut. (Jetzt bitte keine Kommentare, das das
eigentlich nicht okay ist, weil nur einen Schutzleiter und
Neutralleiter für alle drei Bereiche und damit prizipiell
Gefahr der Überlastung des Neutralleiters

Ströme addieren sich vektoriell.
Jeweils 10A auf L1, L2 und L3 addieren sich zu 0A auf dem Neutralleiter, wenn keine induktiven oder kapazitiven Lasten da sind.

Offensichtlich ist entweder die Isolation zwischen den
einzelnen Leitern nicht hundertprozentig, oder da geht was
über Induktion.

Die Leiter bilden einen Kondensator.
Natürlich könnte auch ein Isolationsfehler vorliegen.
Deswegen macht Dein Elektriker auch eine Isolationsprüfung vor der Übergabe.

…dennoch bedeutet das für mich, das ich mich
auf den Stromprüfer(Schraubenzieher) nicht verlassen kann . .

Den nennen Fachleute deshalb auch Lügenstift.

Kann mir da irgendjemand den Hintergrund erläutern?
Gibt’s (einfache und kostengünstige) Alternativen zu den
simplen Stromprüfern?

„Duspol“ (eingetr. Warenz. der Fa. Benning), zweipolige Spannungsprüfer mit zuschaltbarer Last und relativ niedrigem Innenwiderstand.

Du hast soviel Ahnung von Elektrotechnik wie ich von Lebensmittelchemie.
Ich betätige mich deshalb auch nicht im Bereich der Lebensmittelchemie.
Du solltest eigentlich entsprechende Folgerungen für Deine Betätigung machen.

Servus!

…Aber nur bei einem dreipoligen
Leitungsschutzschalter. Drei einzelne sind unzulässig!

Das hatte ich gemeint, bin aber da doch nicht ganz sicher. Ich
sehe doch in UVs immer wieder drei einpolige Automaten für die
Elektroherde…

Jaaaa, aber es ist kein Elektroherd, sondern ein Drehstromkreis, der in drei Wechselstromkreise aufgeteilt wird. Wenn es denn überhaupt ein Drehstromkreis (drei VERSCHIEDENE Außenleiter) ist. Der muß über einen Schalter allpolig freischaltbar sein. Das mündet dann in einem dreipoligen Automaten, weil wohl keiner zusätzlich einen dreipoligen Schalter einbauen wird.

…Vor allem
weil es hier so aussieht, als sei das erst der Anfang einer
Selbstinstallation des ganzen Hauses.

Es gibt Modelle, bei welchen der Fachbetrieb Zählerschrank mit
Verteilung und alles Material liefert, der Bauherr (oder wer
auch immer) das Grobe macht: Schlitzen, Verrohren, Dosen
setzen usw.

Nix dagegen, wenn die Arbeit durch den Fachbetrieb überwacht wird. Das „Grobe“ ist auch eine ganze Menge und sehr zeitaufwendig. Aber beim Einführen der Leitungen in die Dosen (nicht zu lang, sonst ist kein Platz mehr zum Verdrahten) gehts schon los. Ab hier ist meines Erachtens der Gelernte gefragt.

Am Schluß wird die ganze Sache VDE-gerecht durchgemessen und
vom Fachunternehemer abgenommen.

Natürlich. Aber wenn der Fachbetrieb nur ganz am Schluß kommt, ist nix mehr zu retten. Sind z.B. Schutzbereiche im Bad eingehalten, ist der zusätzliche Potentialausgleich gemacht… das ist praktisch nur durch Besichtigen während der Bauzeit zu klären. Und wenn die Erdung für die Satanlage auf dem Dach vergessen wurde oder falsch ausgeführt wurde? Wird dann nachverlegt? Mal ehrlich: Wenn alles verputzt ist, wird doch eher eine „einfache“ Lösung gesucht.

Abnehmen heißt u.a intensiv überprüfen, und sich nicht auf das
verlassen, was einem der Bauherr erzählt.

Richtig.

Der Fachunternehmer sollte das gewissenhaft tun, er
unterschreibt schließlich.

Was ich wiederum nur mache, wenn ich eine Anlage auch während der Bauzeit begleitet habe. Wenn jemand anruft und um eine Abnahme bittet „ist alles schon fertig verputzt“, lehne ich ab ohne das anzusehen. Was soll man da noch prüfen?

Gruß, Hans

Soviel Antworten (und die erwartete Schelte :wink: . . .

Bis hierhin erst mal vielen Dank. Einige (nicht immer ganz ernstgemeinte) Anmerkungen und drei weitere Fragen:

Du hast soviel Ahnung von Elektrotechnik wie ich von Lebensmittelchemie.
Ich betätige mich deshalb auch nicht im Bereich der Lebensmittelchemie.
Du solltest eigentlich entsprechende Folgerungen für Deine Betätigung machen.

Ich sehe mich außerstand, deine Kenntnisse der Lebensmittelchemie aus der Distanz zu beurteilen. Ich behaupte jetzt aber einfach mal, das mir mir einige Kenntnisse der Elektrotechnik angeeignet habe, Motto: man kann alles lernen, auch ohne eine Lehre zu machen. Immerhin schraube ich jetzt seit 20 Jahren erfolgreich und unfallfrei selber an allen möglichen elektrischen Geräten und Installationen herum.

Ich gebe allerdings unumwunden zu, das mir Drehstrom ein Buch mit sieben Siegeln ist. Hat man ja in der normalen Hausinstallation ja auch eher wenig mit zu tun. Aber darum frage ich ja hier, auf das ihr meinen Horizont erweitert :wink:

Was mich gleich zu meiner ersten Frage bringt:

Ströme addieren sich vektoriell.
Jeweils 10A auf L1, L2 und L3 addieren sich zu 0A auf dem
Neutralleiter, wenn keine induktiven oder kapazitiven Lasten da sind.

Öhm. Also für nicht Elektriker:
Wenn ich die drei Phasen einer Drehstromleitung auf drei Steckdosen verteile und einen gemeinsamen Neutralleiter zum Sicherungskasten ziehe, dann fliesst auf diesem Neutralleiter kein Strom, wenn ich an jede der drei Steckdosen eine 100 W-Lampe anschließe?

Hmm, je länger ich darüber nachdenke, desto logischer erscheint mir das. Schließlich braucht ein Drehstrom-Durchlauferhitzer ja auch keinen Neutralleiter und hat jeweils 220 V zwischen den Phasen . . .
Bedeutet aber auch, das an meiner Verdrahtung ja eigentlich aus Sicht einer evtl. Leitungsüberlastung nichts auszusezen ist. Kann ja dann eigentlich nie über die 16 A einer einzelnen Maximallast hinausgehen - oder hab ich da jetzt einen Denkfehler?

Wie gut ist denn dieser Hintergedanke: Jemand sucht einen
Fehler in deiner Anlage und schaltet den zugehörigen
Leitungsschutzschalter aus. Er prüft Spannungsfreiheit im
abgeschalteten Stromkreis. Dann kommt es zum Unfall, weil noch
zwei weitere Außenleiter unvermutet in der gleichen Zuleitung
sind. Wer ist Schuld?

Oder: Jemand klemmt zu Meßzwecken bei abgeschaltetem
Leitungsschutzschalter für das Licht den Neutralleiter ab.
Durch Überspannung ist die Heizungssteuerung defekt. Wer ist
Schuld?

Der, der daran herumfingert.
Denn wenn er einen LS herausnimmt, kann er auch einen Blick in die Türe des Sicherungskasten werfen, wo ich jedes Kabel und jede Sicherung ausführlich dokumentiert habe (ich bin nämlich auch schon etwas vergesslich und hab deswegen meine Strategien entwickelt :smile:

Nein, gar nicht gut. Und was ist, wenn der vorgeschaltete
Fehlerstromschutzschalter bei deinem benannten Fehler
abschaltet? Dann ist auch alles dunkel. Also müßte die
Aufteilung bereits bei mehreren Fehlerstromschutzschaltern
gemacht werden.

Korrekt. Weshalb der Fehlerstromschutzschalter rausfliegt.
Der ist in meinem Anschlußgebiet nur für Bad und Außenbereich vorgeschrieben.
Und nach meinen Erfahrungen im Labor (Amoklaufendes Gerät legt über den FI grundsätzlich das gesammte Labor auf Eis) werde ich den FI auch nur für diese vorgeschriebenen Räumlichkeiten/Anschlüsse verwenden, der Rest bekommt einfach nur LS. Hat mir auch mein Elektriker empfohlen.
Sollte ich irgendwann mal eine Kiste zweipoliger FI’s günstig auf eBay schnappen können, bekommt jede Sicherung ihren eigenen FI, sonst halt nicht.

Hoffentlich wohnst du für immer und ewig allein in dem Haus,
hast keine Frau und läßt niemals Freunde rein. Andernfalls
müßte man um deren Leib und Leben fürchten.

Ich lebe alleine.
Frau soll zwar (irgendwann mal) dazustossen (Kinder lieber nicht), aber ich will doch sehr hoffen, das die nicht im Keller an der Elektroinstallation herumfingert . . . :smile:

…Aber nur bei einem dreipoligen
Leitungsschutzschalter. Drei einzelne sind unzulässig!

Das hatte ich gemeint, bin aber da doch nicht ganz sicher. Ich
sehe doch in UVs immer wieder drei einpolige Automaten für die
Elektroherde…

Jaaaa, aber es ist kein Elektroherd, sondern ein
Drehstromkreis, der in drei Wechselstromkreise aufgeteilt
wird. Wenn es denn überhaupt ein Drehstromkreis (drei
VERSCHIEDENE Außenleiter) ist. Der muß über einen Schalter
allpolig freischaltbar sein. Das mündet dann in einem
dreipoligen Automaten, weil wohl keiner zusätzlich einen
dreipoligen Schalter einbauen wird.

Nun, du setzt jetzt vorraus, das es die drei Phasen eines Drehstromkreises sind.
Das ist zwar zunächst mal richtig, aber ich könnte auch so verdrahten, das alles an der gleichen Phase hängt (Okay, dann taucht wieder das Problem mit der potentiell möglichen Überlastung des Neutralleiters auf, also lieber nicht).

Im übrigen wird auch ein Drehstromkreis für einen E-Herd im E-Herd in drei einzelne Stromkreise aufgeteilt. Kannst du dich ganz einfach selber von überzeugen, wenn du mal einen der drei LS rauswirfst: Je nachdem welchen LS du abschaltest, funktioniert nur der Backofen nicht, aber die Kochplatten weiter. Oder zwei Kochplatten gehen nicht mehr, Backofen und die zwei anderen Kochplatten funktionieren dennoch.

Anyway, das bringt mich zu meiner nächsten Frage:
Kann man für Eherd und DLH drei einzelne Sicherungen nehmen oder empfiehlt sich eine dreipolige?
Also, können kann man offensichtlich, sonst würde ich in meiner jetztigen Wohnung weder kochen noch duschen können, aber welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Formen?
Also, dreipolig ist sicherer, drei einzelne vereinfachen die Fehler/Defektsuche, logisch. Gibt’s noch weitere Unterschiede?

Um die Sache mal abzurunden:
Die ganze Installation (hüstel, drei Räume mit drei Lampen und drei Steckdosen, Zählerkasten und Zuleitung dorthin sowie Potentialausgleich) ist vom Fachmann überprüft worden, sonst hätte ich keinen Zähler bekommen. Keine Beanstandung.

Selbiger Fachmann (Meister) hat - genauso wie ein befreundeter Dipl. ing. E-Technik - bei der Beschreibung meines „Problems“ nur äußerst sparsam aus der Wäsche geschaut.

Hallo Fragewurm,

Hallo Peter! :

Offensichtlich ist entweder die Isolation zwischen den
einzelnen Leitern nicht hundertprozentig, oder da geht was
über Induktion.:

Weder noch, die Kopplung ist kapazitiv !

Klare Antwort.
Hat das irgendwelche Konsequenzen (außer, das ich meinen treuen Stromprüf-Schraubenzieher, der nach allgemeiner Auffassung hier Kernschrott ist, nun lieber wegwerfe)?

Spannungs prüfer, untauglich: prüfen nicht Spannung
sondern Spannungs freiheit , und das nicht zuverlässig.
Duspol ist das Zauberwort.

Und das Zauberwort wirkt sogar bei eBay. Werd ich mal in vernünftiges Werkzeug investieren, heissen Dank dafür!

Öhm. Also für nicht Elektriker:
Wenn ich die drei Phasen einer Drehstromleitung auf drei
Steckdosen verteile und einen gemeinsamen Neutralleiter zum
Sicherungskasten ziehe, dann fliesst auf diesem Neutralleiter
kein Strom, wenn ich an jede der drei Steckdosen eine 100
W-Lampe anschließe?

Hmm, je länger ich darüber nachdenke, desto logischer
erscheint mir das. Schließlich braucht ein
Drehstrom-Durchlauferhitzer ja auch keinen Neutralleiter und
hat jeweils 220 V zwischen den Phasen . . .
Bedeutet aber auch, das an meiner Verdrahtung ja eigentlich
aus Sicht einer evtl. Leitungsüberlastung nichts auszusezen
ist. Kann ja dann eigentlich nie über die 16 A einer einzelnen
Maximallast hinausgehen - oder hab ich da jetzt einen
Denkfehler?

Ich muss diese Aussage zurückziehen - ich verstehe es doch nicht.
Es gibt keine Verbindung zwischen den drei Kreisen (dort würde ja auch 400 V fliessen und alle Lampen sofot absterben), sondern immer nur zum (gemeinsamen) Mittelleiter.
Wenn ich an jede der Leitungen 16 A anschließen würde, dann müsste doch auf dem gemeinsamen Mittelleiter ein Strom von 48 A fliessen - oder hebt sich das wegen der veschobenen Welle auf?

Also zuerst: Bau nicht so eine Scheiße!!!
Irgendwann bist du mal nicht da, im Keller gibt es ein problem mit dem Strom, deine Frau holt einen Elektriker - an wen soll sie sich dann wenden, der die Leiche entsorgt, hast du einen guten Kontakt zur Mafia? :wink:

Das deine Lampe glimmt, liegt an der Kapazitiven Koppelung. Das Kabel wirkt ja auf die Länge gesehen wie ein Kondensator.

Gruß Steffen

…Aber nur bei einem dreipoligen
Leitungsschutzschalter. Drei einzelne sind unzulässig!

Das hatte ich gemeint, bin aber da doch nicht ganz sicher. Ich
sehe doch in UVs immer wieder drei einpolige Automaten für die
Elektroherde…

Ja und?
Ergibt sich beim Auslösen eines einzelnen Leitungsschutzschalters eine Gefahr für das angeschlossene Betriebsmittel?
Wenn nein, dann sind drei einpolige LSS normgerecht.
Die DIN VDE 0100 Teil 537 sagt:
Mittel zum Trennen sollen aus einer mehrpoligen Schaltvorrichtung bestehen, welche alle Außenleiter gemeinsam trennt. Einpolige LSS, die nebeneinander liegen, sind aber nicht ausgeschlossen.

Und wenn Du es nicht glaubst, dann schau mal in der DE Nr. 1-2, 2007 bei den Praxisproblemen nach.

Hallo Hans,

Aber nur bei einem dreipoligen
Leitungsschutzschalter. Drei einzelne sind unzulässig!

Damit habe ich mal einen Elektriker zur Verzweiflung gebracht :wink:

Es ging um eine Steckdose (3L+N+PE) in meinem Prüffeld.
Ich wollte 3 einzelne LS, welche dann über den Hilskontakt und einen nachgeschaltenen Schütz alle 3 Aussenleiter abschalteten.

Er hat einfach nicht verstanden wieso es bei der Fehlersuche hilfreich ist, zu wissen welcher LS auslöst.

MfG Peter(TOO)

Ich gebe allerdings unumwunden zu, das mir Drehstrom ein Buch
mit sieben Siegeln ist. Hat man ja in der normalen
Hausinstallation ja auch eher wenig mit zu tun.

Eigentlich schon. Drehstrom gibts in unserer Region in jedem Haus und auch in so gut wie jeder Wohnung.

Öhm. Also für nicht Elektriker:
Wenn ich die drei Phasen einer Drehstromleitung auf drei
Steckdosen verteile und einen gemeinsamen Neutralleiter zum
Sicherungskasten ziehe, dann fliesst auf diesem Neutralleiter
kein Strom, wenn ich an jede der drei Steckdosen eine 100
W-Lampe anschließe?

Genau so ist das.

Hmm, je länger ich darüber nachdenke, desto logischer
erscheint mir das. Schließlich braucht ein
Drehstrom-Durchlauferhitzer ja auch keinen Neutralleiter und
hat jeweils 220 V zwischen den Phasen . . .

Nee, zwischen den Außenleitern sind es 400V.
Zeichne Dir mal folgendes auf:
Ein Punkt auf einem weißen Blatt, dann drei Pfeile mit einer Länge von 2,3cm, die jeweils von diesem Punkt aus starten, einer zeigt nach oben, einer um 120° dazu verdreht nach unten rechts und einer um 120° verdreht nach unten links.
Das sind die drei Spannungen im Drehstromnetz.
Zwischen dem Sternpunkt (das ist der N) und den Pfeilspitzen sind 2,3cm = 230V, von Pfeilspitze zu Pfeilspitze sind es 4cm = 400V.

Bedeutet aber auch, das an meiner Verdrahtung ja eigentlich
aus Sicht einer evtl. Leitungsüberlastung nichts auszusezen
ist.

Nicht ganz. Eine Leitung mit drei belasteten Adern (symmetrische Belastung) hat weniger Strombelastbarkeit als eine Leitung mit zwei belasteten Adern. Je nach Verlegeart, Bündelung, Umgebungstemperatur… ergeben sich da evtl. reduzierte Werte.
Schau mal bei www.helukabel.de nach, im Servicebereich unter technische Daten gibt es die VDE gemäßen Tabellen.

Kann ja dann eigentlich nie über die 16 A einer einzelnen
Maximallast hinausgehen - oder hab ich da jetzt einen
Denkfehler?

Das gilt nur, wenn die Ströme auch jeweils um 120° gegeneinander verschoben sind.
Bei „ohmschen“ Verbrauchern, also Heizwiderständen, Glüobst, usw., ist das der Fall.
Bei induktiven Vebrauchern (Motoren, Spulen,…) oder kapazitiven Verbrauchern (Kondesatoren, einige Ntzgeräte) ist der Strom gegenüber der Spannung verschoben.
„Bei Induktivitäten Ströme sich verspäten“
„Kondesator - Strom eilt vor“
Such mal bei Wikipedia nach „Blindstrom“, da müsste einiges erklärt sein.
Glücklicherweise ist in Haushalten so eine Stromverschiebung eher gering.
Z.B. bei einem Trockner: Die Heizung hat 2000W, der Motor einige zig Watt. Entsprechend gering ist die Verschiebung da.

Denn wenn er einen LS herausnimmt, kann er auch einen Blick in
die Türe des Sicherungskasten werfen, wo ich jedes Kabel und
jede Sicherung ausführlich dokumentiert habe.

Abgesehen davon: Als Fachkraft hat man sich an die „5 Sicherheitsregeln“ zu halten, als Laie hat man die Finger weg zu lassen.

Die Forderung nach gemeinsam ausschaltendem, dreipoligem LSS, ist eine „Soll“ Bestimmung, drei nebeneinader liegende einpolige LSS sind normkonform.
Eine dauerhafte Beschriftung von Abzweigdosen mit Bezeichnung „Hauptverteilung Sicherungen F9, F10 und F11“ hilft noch besser gegen Missverständnisse.

Korrekt. Weshalb der Fehlerstromschutzschalter rausfliegt.
Der ist in meinem Anschlußgebiet nur für Bad und Außenbereich
vorgeschrieben.

Also nicht in Deustchland?

Und nach meinen Erfahrungen im Labor (Amoklaufendes Gerät legt
über den FI grundsätzlich das gesammte Labor auf Eis) werde
ich den FI auch nur für diese vorgeschriebenen
Räumlichkeiten/Anschlüsse verwenden, der Rest bekommt einfach
nur LS. Hat mir auch mein Elektriker empfohlen.

Din VDE 0100, Teil 410. Sollte er sich mal durchlesen. Die aktuelle Ausgabe!

Sollte ich irgendwann mal eine Kiste zweipoliger FI’s günstig
auf eBay schnappen können, bekommt jede Sicherung ihren
eigenen FI, sonst halt nicht.

Einfach zwei oder drei vierpolige, darauf dann alles schön durcheinader verteilen. Dann fliegt nicht z.B. die gesamte 1. Etage heraus.

Nun, du setzt jetzt vorraus, das es die drei Phasen eines
Drehstromkreises sind.
Das ist zwar zunächst mal richtig, aber ich könnte auch so
verdrahten, das alles an der gleichen Phase hängt (Okay, dann
taucht wieder das Problem mit der potentiell möglichen
Überlastung des Neutralleiters auf, also lieber nicht).

Das ist unbedingt zu beachten!

Anyway, das bringt mich zu meiner nächsten Frage:
Kann man für Eherd und DLH drei einzelne Sicherungen nehmen
oder empfiehlt sich eine dreipolige?

Man kann drei einpolige, nebeneinader liegende nehmen.

Also, können kann man offensichtlich, sonst würde ich in
meiner jetztigen Wohnung weder kochen noch duschen können,
aber welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Formen?
Also, dreipolig ist sicherer,

Bedingt. Ein dreipoliger verhindert, dass ein Bastler aus Versehen nur einen Außenleiter eines Drehstromkreises spannungsfrei schaltet.

drei einzelne vereinfachen die
Fehler/Defektsuche, logisch.

Drei einpolige sind billiger.

Um die Sache mal abzurunden:
Die ganze Installation (hüstel, drei Räume mit drei Lampen und
drei Steckdosen, Zählerkasten und Zuleitung dorthin sowie
Potentialausgleich) ist vom Fachmann überprüft worden, sonst
hätte ich keinen Zähler bekommen. Keine Beanstandung.

Da er das Fehlen eines RCD (Fi-Schalter) nicht bemerkt hat und die Norm nicht kennt, würde ich ihm nicht mehr vertrauen.

Selbiger Fachmann (Meister) hat - genauso wie ein befreundeter
Dipl. ing. E-Technik - bei der Beschreibung meines „Problems“
nur äußerst sparsam aus der Wäsche geschaut.

Upps! Also es ging ja um den Effekt kapazitiver Einkopplung.
Das ist nun kein exotisches Problem, da hätten beide sofort ne Antwort drauf geben können müssen!

Hat das irgendwelche Konsequenzen (außer, das ich meinen
treuen Stromprüf-Schraubenzieher, der nach allgemeiner
Auffassung hier Kernschrott ist, nun lieber wegwerfe)?

Ich bin E-Techniker-Meister und besitze gar keinen Lügenstift!
Kann man sich nicht drauf verlassen, also für mich untauglich.

Ich muss diese Aussage zurückziehen - ich verstehe es doch
nicht.
Es gibt keine Verbindung zwischen den drei Kreisen (dort würde
ja auch 400 V fliessen und alle Lampen sofot absterben),
sondern immer nur zum (gemeinsamen) Mittelleiter.
Wenn ich an jede der Leitungen 16 A anschließen würde, dann
müsste doch auf dem gemeinsamen Mittelleiter ein Strom von 48
A fliessen - oder hebt sich das wegen der veschobenen Welle
auf?

Genau so ist es. Drei um 120° verschobene Sinuslinien gleicher Frequenz und Amplitude addieren sich zu jedem Zeitpunkt zu 0.
Da man diesen dynamischen Prozess nur schlecht zeichnen kann, nutzt man dazu das sog. „Zeigerdiagramm“, mit Hilfe dessen man schnell den Zusammenhang erfassen kann.

Hallo Karsten,
erstmal vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort

Genau so ist es. Drei um 120° verschobene Sinuslinien gleicher
Frequenz und Amplitude addieren sich zu jedem Zeitpunkt zu 0.
Da man diesen dynamischen Prozess nur schlecht zeichnen kann,
nutzt man dazu das sog. „Zeigerdiagramm“, mit Hilfe dessen man
schnell den Zusammenhang erfassen kann.

Aller klar.
Da hab ich doch wirklich was gelernt :smile:

Nur noch mal zur Sicherheit: angenommen, jemand würde wirklich den Nulleiter am Sicherungskasten kappen, dann wäre das kein Problem, weil dann zwischen zwei Phasen die 400 V anliegen, da dann aber immer zwei Verbraucher (wenn denn gleichzeitig eingeschaltet) in Reihe liegen, und sich die Spannung damit auf 200 v halbiert?
Weil hier irgendjemand die Möglichkeit einer (zerstörerischen) Überspannung angesprochen hat, was ich nicht nachvollziehen kann.

Ich gebe allerdings unumwunden zu, das mir Drehstrom ein Buch
mit sieben Siegeln ist. Hat man ja in der normalen
Hausinstallation ja auch eher wenig mit zu tun.

Eigentlich schon. Drehstrom gibts in unserer Region in jedem
Haus und auch in so gut wie jeder Wohnung.

Okay, aber Herd und DLH werden 1:1 angeschlossen, und alles übrige wird ja normalerweise mit einem dreiadrigen Kabel einzeln verdrahtet, also gibt’s dabei i.A. nicht wirklich viel zu verstehen - also, aus Sicht des Pragmatikers, der einfach nur Strom an seiner Steckdose haben will, ohne eine geflust zu bekommen.

Nicht ganz. Eine Leitung mit drei belasteten Adern
(symmetrische Belastung) hat weniger Strombelastbarkeit als
eine Leitung mit zwei belasteten Adern. Je nach Verlegeart,
Bündelung, Umgebungstemperatur… ergeben sich da evtl.
reduzierte Werte.

Okay. Reduziert steht hier aber im Sinne von „ein wenig“, oder? Wie gesagt, die eine Leitung ist nur für’s Licht im Keller (selbst bei maximaler Beleuchtung keine 400 W), die zweite für die Heizung (Steuerung im einstelligen Watt-Bereich, Pumpe etwa 300 Watt), die dritte für den Hobbyraum, also vieleicht mal höchstens 1 kW für Säge, Bohrmaschine, Flex, Lökolben oder so . . .

Das sollte doch eigentlich ohne Problem abgehen, oder?

Ich hätt auch alles an eine einzige Leitung anklemmen können, aber wenn mir dann mein Lötkolben oder so mal die Sicherung raushaut, müsste ich im Dunkeln zum Kasten trapsen, und dafür liegt er nicht besonders günstig. Und da ich eh sehr viel mehr Sicherungen habe als ich brauche (Single in einem 120 qm Bungalow mit drei Räumen . . . ), dachte ich mir . . .

Schau mal bei www.helukabel.de nach, im Servicebereich unter
technische Daten gibt es die VDE gemäßen Tabellen.
Such mal bei Wikipedia nach „Blindstrom“, da müsste einiges erklärt sein.

Ah - Lesefutter :smiley:

Eine dauerhafte Beschriftung von Abzweigdosen mit Bezeichnung
„Hauptverteilung Sicherungen F9, F10 und F11“ hilft noch
besser gegen Missverständnisse.

Das ist ne gute Idee, das mach ich!

Korrekt. Weshalb der Fehlerstromschutzschalter rausfliegt.
Der ist in meinem Anschlußgebiet nur für Bad und Außenbereich
vorgeschrieben.:

Also nicht in Deustchland?

Niederrhein
Hat im Übrigen auch der Typ von den Gemeindewerken beim Zählereinbau behauptet.

Anyway, das bringt mich zu meiner nächsten Frage:
Kann man für Eherd und DLH drei einzelne Sicherungen nehmen
oder empfiehlt sich eine dreipolige?

Drei einpolige sind billiger.

Gutes Argument

Da er das Fehlen eines RCD (Fi-Schalter) nicht bemerkt hat und
die Norm nicht kennt, würde ich ihm nicht mehr vertrauen.

FI ist drin (und im Moment auch voll beschaltet) - sonst hät ich erst gar keinen Zähler bekommen. Ist ein Komplett-Kasten von Hager mit SLR, FI, 12 LS, und einem Neozed-Element. Alles schön angeschlossen, und der Elektriker hat sich das auch sorgfältig angesehen, bevor er den Zähler-Mann gerufen hat.

Mir wurde halt nur geraten, hinterher (also, wenn die Renovierung in einigen Jahren ihrem Ende entgegengeht), diesen nur für die Absicherung der Badezimmer samt DLH, Waschmaschine und Hebepumpe und für die Steckdosen im Außenbereich zu verwenden. Für „normale“ Geräte in nicht-Feuchträumen sei dieser i.A. eher kontraproduktiv, weil der bei einem evtl. Kurzschluß schneller auslöst als die LS und damit gleich die ganze Bude abschaltet. Entweder mehrere (idealerweise einen für jede Sicherung) oder halt keinen (abgesehen von dem vorgeschriebenen für die Bäder).
Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen - und da ich in den letzten 40 Jahren nie in einem Haus mit auch nur einem einzigen FI gewohnt habe (auch nicht für’s Bad!), seh ich da auch nicht wirklich ein Problem.

Upps! Also es ging ja um den Effekt kapazitiver Einkopplung.
Das ist nun kein exotisches Problem, da hätten beide sofort ne
Antwort drauf geben können müssen!

Tja, manchmal braucht man einen (interessierten) Laien, um seine Grundbildung mal wieder aufzufrischen (das passiert mir in meinem Fachbereich auch hin- und wieder mal). Scheint ja doch eher ein exotisches „Problem“ zu sein.

Was mich aber wieder zum ursprünglichen Problem zurückbringt:
Könnte aus dieser kapazitiven Einkopplung irgendwie ein Problem(chen) entstehen? Oder läuft das mehr unter „interessantes Phanömen ohne praktische Bedeutung“?

Ich bin E-Techniker-Meister und besitze gar keinen Lügenstift!
Kann man sich nicht drauf verlassen, also für mich untauglich.

Klare Aussage - weg mit dem Ding.
Für ordentliche Arbeit braucht man ordentliches Werkzeug.

Vielen Dank nochmal und schon mal ein schönes Wochenende!

Ach ja, fast vergessen:
Ich hab meine wichtigeren/teureren Geräte (Computer und Video/Audio) sicherheitshalber mit Überspannungsfiltern (die Dinger für die Steckdose) versehen. Ist ja eigentlich nicht wirklich effizient, alles einzeln abzusichern. Gibt’s sowas auch (mit entsprechend mehr Leistung) für den zentralen Einbau?
Also, geben gibt’s das bestimmt, aber macht es Sinn (Preis, Verfügbarkeit, Sicherheit etc)?

Nur noch mal zur Sicherheit: angenommen, jemand würde wirklich
den Nulleiter am Sicherungskasten kappen, dann wäre das kein
Problem, weil dann zwischen zwei Phasen die 400 V anliegen, da
dann aber immer zwei Verbraucher (wenn denn gleichzeitig
eingeschaltet) in Reihe liegen, und sich die Spannung damit
auf 200 v halbiert?

Nur dann, wenn beide Verbraucher exakt den gleichen Widerstand haben.

Worst case:
Ein Heizlüfter mit 2000W an L1, ein 50" Plasma-Bildschirm im StandBy mit 10W an L2.
Dann hätte man am Heizlüfter praktisch keine Spannung mehr, am Plasmateil fast volle 400V.
Die Nuetralleiteruntebrechung im Drehstromnetz hat schon so manche Versicherung geärgert. Meine Firmenhaftpflicht leider auch schon zweimal (in 50 Jahren).

Nicht ganz. Eine Leitung mit drei belasteten Adern
(symmetrische Belastung) hat weniger Strombelastbarkeit als
eine Leitung mit zwei belasteten Adern. Je nach Verlegeart,
Bündelung, Umgebungstemperatur… ergeben sich da evtl.
reduzierte Werte.

Okay. Reduziert steht hier aber im Sinne von „ein wenig“,
oder?

Ein Blick in die Tabelle:
5x1,5mm², drei Adern belastet, in einem Installatiosnrohr in einer gedämmten Wand: 13A
5x1,5mm², mit Abstand zur Wand verlegt: 18,5A
5x1,5mm², zusammen mit vier anderen Leitungen in einem Rohr in einer wärmegedämmten Wand: 13A * 0,6 = 7,8A

Das sollte doch eigentlich ohne Problem abgehen, oder?

Wenn die Leistung klein ist, dann kann ja auch der LSS eine Nummer kleiner gewählt werden.

Eine dauerhafte Beschriftung von Abzweigdosen mit Bezeichnung
„Hauptverteilung Sicherungen F9, F10 und F11“ hilft noch
besser gegen Missverständnisse.

Das ist ne gute Idee, das mach ich!

Korrekt. Weshalb der Fehlerstromschutzschalter rausfliegt.
Der ist in meinem Anschlußgebiet nur für Bad und Außenbereich
vorgeschrieben.:

Also nicht in Deustchland?

Niederrhein
Hat im Übrigen auch der Typ von den Gemeindewerken beim
Zählereinbau behauptet.

Ohne Rücksicht auf irgendwelche Übergangsregelungen:
Die DIN VDE 0100 Teil 410 gilt in der Fassung vom Juni 2007.
Alles, was danach installiert wurde, fällt darunter.
Gilt auch für Ergänzungen der Anlage.

Für „normale“ Geräte in nicht-Feuchträumen sei
dieser i.A. eher kontraproduktiv, weil der bei einem evtl.
Kurzschluß schneller auslöst als die LS und damit gleich die
ganze Bude abschaltet.

Ein RCD löst nicht bei Kurzschlüssen aus.
Er löst aus, wenn die Summe der Ströme, die über die Außenleiter und Neutralleiter in die Anlage fließen, nicht mehr Null ist, sondern um mehr als 15mA bis 30mA abweicht.
Also eine Art „Lecküberwachung“.
Das Leck kann ein Defektes Gerät sein oder aber DU.

Tja, manchmal braucht man einen (interessierten) Laien, um
seine Grundbildung mal wieder aufzufrischen (das passiert mir
in meinem Fachbereich auch hin- und wieder mal). Scheint ja
doch eher ein exotisches „Problem“ zu sein.

Also für mich ist das defintiv nix exotisches.

Was mich aber wieder zum ursprünglichen Problem zurückbringt:
Könnte aus dieser kapazitiven Einkopplung irgendwie ein
Problem(chen) entstehen? Oder läuft das mehr unter
„interessantes Phanömen ohne praktische Bedeutung“?

„Bekanntes Phänomen ohne praktische Bedeutung, außer bei Kontroll-Schaltern mit glimmenden Glimmlämpchen, die dann auch bei ausgeschaltetem Schalter leuchten können“

Ich bin E-Techniker-Meister und besitze gar keinen Lügenstift!
Kann man sich nicht drauf verlassen, also für mich untauglich.

Klare Aussage - weg mit dem Ding.
Für ordentliche Arbeit braucht man ordentliches Werkzeug.

Schleichwerbung: Duspol, Fa. Benning.

Ich hab meine wichtigeren/teureren Geräte (Computer und
Video/Audio) sicherheitshalber mit Überspannungsfiltern (die
Dinger für die Steckdose) versehen. Ist ja eigentlich nicht
wirklich effizient, alles einzeln abzusichern. Gibt’s sowas
auch (mit entsprechend mehr Leistung) für den zentralen
Einbau?

Oha, das wird länger:
Überspannungsschutz wird dreistufig aufgebaut.
Blitzstromableiter im Zählerschrank (Grobschutz), dann Überspannungsschutz in der Verteilung (Mittelschutz) und in den Steckdosen (Feinschutz).
Grob- und Mittelschutz gibt es auch als Kombination zu kaufen, wo z.B. die Verteilung gleich im Zählerschrank ist (wie bei Dir).

Der Feinschutz muss lokal erfolgen, da Leitungen wie Antennen bei Blitzschlägen wirken. Nach drei vier Metern Leitungslänge ist die Schutzwirkung weg.
Ob man Grob- und Mittelschutz, oder nur Mittelschutz einbaut, ist reine Risikoabschätzung und eine Kostenfrage.
Gegen indirekte Einschläge, also Einschläge weiter weg, ist Feinschutz schon ganz gut.
Bei gefährdeten Lagen, insbesondere mit Freileitungsanschluss, hilft nur die komplette Abstufung.
Vergiss die Kommunikationsleitungen nicht!
Wenn Überspannungsschutz, dann auf Qualität achten.
Phönix, Dehn und OBO würde ich empfehlen.

Also, geben gibt’s das bestimmt, aber macht es Sinn (Preis,
Verfügbarkeit, Sicherheit etc)?

Es gibt Feinschutz für Verteilereinbau, aber dann auch nur zum Schutz von Geräten in genau dieser Verteilung, nichts für entfernte Steckdosen, das würde ziemlich wenig bringen.
http://www.dehn.de ist wieder Lesefutter für Dich…

Nur dann, wenn beide Verbraucher exakt den gleichen Widerstand
haben.

Worst case:
Ein Heizlüfter mit 2000W an L1, ein 50" Plasma-Bildschirm im StandBy mit 10W an L2.
Dann hätte man am Heizlüfter praktisch keine Spannung mehr, am
Plasmateil fast volle 400V.
Die Nuetralleiteruntebrechung im Drehstromnetz hat schon so
manche Versicherung geärgert. Meine Firmenhaftpflicht leider
auch schon zweimal (in 50 Jahren).

Logisch erkärt.
Also mach ich mal besser noch ein kleines Warnschild an den Neutral-Leiter, damit da im Falle des Falles nix anbrennen kann.

5x1,5mm², mit Abstand zur Wand verlegt: 18,5A

Was schon mehr ist, als der LS absichert. Also für meine Ansprüche mehr als reichlich.

Wenn die Leistung klein ist, dann kann ja auch der LSS eine
Nummer kleiner gewählt werden.

Hatte ich mir auch schon überlegt. Aber von den 16 A-Dingern hab ich überreichlich, und alle anderen Größen kosten ja ein vielfaches von der 16ern.

Ein RCD löst nicht bei Kurzschlüssen aus.
Er löst aus, wenn die Summe der Ströme, die über die
Außenleiter und Neutralleiter in die Anlage fließen, nicht
mehr Null ist, sondern um mehr als 15mA bis 30mA abweicht.
Also eine Art „Lecküberwachung“.
Das Leck kann ein Defektes Gerät sein oder aber DU.

In der Theorie seh ich das auch so. Aber bei uns (im Labor) löste ständig der FI aus, selbst bei einem gut isolierten Gerät (Hab’s mal auf eine dicke Gummi-Matte gestellt, zusätzlich zu den Gummi-Füßen. Fehlerstrom sollte damit vernachlässigbar sein, dennoch tickte ständig der FI raus - Dieses Experiment hab ich nur der Neugierde halber gemacht, weil ich mich auch über das Auslösen des FI gewundert hatte, das Gerät (kleines Ultraschallbad) liegt mittlerweile im Schrott).

Frage: RCD = FI? (will sagen: wofür steht die Abkürzung RCD?)

„Bekanntes Phänomen ohne praktische Bedeutung, außer bei
Kontroll-Schaltern mit glimmenden Glimmlämpchen, die dann auch
bei ausgeschaltetem Schalter leuchten können“

Das beruhigt mich jetzt ungemein, besten Dank!

Schleichwerbung: Duspol, Fa. Benning.

Schon in die eBay-Suchliste aufgenommen :smile:

Oha, das wird länger:
Überspannungsschutz wird dreistufig aufgebaut.
Blitzstromableiter im Zählerschrank (Grobschutz), dann
Überspannungsschutz in der Verteilung (Mittelschutz) und in
den Steckdosen (Feinschutz).
Grob- und Mittelschutz gibt es auch als Kombination zu kaufen,
wo z.B. die Verteilung gleich im Zählerschrank ist (wie bei
Dir).

Der Feinschutz muss lokal erfolgen, da Leitungen wie Antennen
bei Blitzschlägen wirken. Nach drei vier Metern Leitungslänge
ist die Schutzwirkung weg.
Ob man Grob- und Mittelschutz, oder nur Mittelschutz einbaut,
ist reine Risikoabschätzung und eine Kostenfrage.
Gegen indirekte Einschläge, also Einschläge weiter weg, ist
Feinschutz schon ganz gut.
Bei gefährdeten Lagen, insbesondere mit Freileitungsanschluss,
hilft nur die komplette Abstufung.
Vergiss die Kommunikationsleitungen nicht!
Wenn Überspannungsschutz, dann auf Qualität achten.
Phönix, Dehn und OBO würde ich empfehlen.

Also, geben gibt’s das bestimmt, aber macht es Sinn (Preis,
Verfügbarkeit, Sicherheit etc)?

Es gibt Feinschutz für Verteilereinbau, aber dann auch nur zum
Schutz von Geräten in genau dieser Verteilung, nichts für
entfernte Steckdosen, das würde ziemlich wenig bringen.
http://www.dehn.de ist wieder Lesefutter für Dich…

Oh . . . kay, dann werd ich mich mal in Ruhe schlau machen.

Der Feinschutz bei einer solchen Installation läuft letztlich aber auf das gleiche Prinzip wie die herkömmlichen, einfachen Steckergeräte mit einer flinken Glasschmelzsicherung hinaus?

Heissen Dank!
Und jetzt ist wirklich Wochenende - ich muss ein Fenster einbauen, drei Wände verkleiden, die alte Heizungsanlage abreissen, die Wasserinstallation vorbereiten . . .

Hallo Fragewurm,

In der Theorie seh ich das auch so. Aber bei uns (im Labor)
löste ständig der FI aus, selbst bei einem gut isolierten
Gerät (Hab’s mal auf eine dicke Gummi-Matte gestellt,
zusätzlich zu den Gummi-Füßen. Fehlerstrom sollte damit
vernachlässigbar sein, dennoch tickte ständig der FI raus -

Da hast da einen kleinen Denkfehler:

Das Gerät hat den PE (Erdleiter) am Gehäuse angeschlossen.
Da kannst du dann Gummimatten unterlegen wie du willst, das Gehäuse ist weiterhin geerdet.

Bei einem Schluss zwischen L und PE könnte man auch den Strom im PE messen, wenn der dann über 15mA oder 30mA beträgt könnte man die Zuleitung auch unterbrechen. Allerdings würde dann nicht ausgelöst, wenn man z.B. einen Schluss zwischen L und Wasserhahn hat, das könntest ja auch du sein der die Verbindung mit seinem Körper herstellt.
Genau aus diesem Grund ist das ein extra Draht, andernfalls wäre das möglicherweise dein letztes Experiment gewesen.

Frage: RCD = FI? (will sagen: wofür steht die Abkürzung RCD?)

engl. Residual Current protective Device (RCD)

der FI wurde vor einiger Zeit offiziel umbenant.

MfG Peter(TOO)