Netanjahu und seine rechtsextreme Regierung sabotieren erneut die Friedensverhandlungen mit dem Iran:
Zusätzlich zur laufenden Offensive im Südlibanon hat Israel am Montag weitere Angriffe auf die Hauptstadt Beirut angekündigt. Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz nannten den Stadtteil Dahieh im Süden Beiruts als Ziel, die Hochburg der Terrormiliz Hisbollah. Das hat auch unmittelbare Konsequenzen für den Irankrieg.
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Als Reaktion haben iranische Verhandlungsführer die Kommunikation mit den USA abgebrochen, berichtet die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Der Iran betrachte die Angriffe seinerseits als Verstoß gegen den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran und behalte sich vor, die Straße von Hormus erneut vollständig zu blockieren. In der Folge stiegen die Ölpreise um bis zu sieben Prozent.
Bei den Angriffen nimmt Israel wenig Rücksicht auf Zivilisten oder Kinder:
Im Libanon sind nach Angaben der Vereinten Nationen in der vergangenen Woche jeden Tag im Durchschnitt elf Kinder bei israelischen Angriffen getötet oder verletzt worden. Das seien in den vergangenen sieben Tagen 77 Kinder gewesen, teilte das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) gestern mit.
Die Zahl sei „erschütternd“, sagte UNICEF-Sprecher Ricardo Pires. Israel hat seine Angriffe auf den Libanon erheblich verstärkt und nimmt nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah-Miliz ins Visier, die mit dem Iran verbündet ist.
Es dürfte klar sein, dass nahezu jedes ermordete Kind ein Kriegsverbrechen darstellt.
Selbst Trump hat inzwischen genug von Netanjahus Kriegslust:
Die Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben nach Berichten amerikanischer Medien einen neuen Höhepunkt erreicht. Auslöser war demnach Israels Vorgehen im Libanon, das nach Ansicht Trumps nicht nur die internationale Isolation des jüdischen Staates vertiefen, sondern auch die laufenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gefährden könnte.
Wie mehrere mit dem Gespräch vertraute Quellen berichteten, soll Trump während eines Telefonats am Montag ungewöhnlich deutlich geworden sein. Demnach warf er Netanjahu vor, die Lage unnötig zu verschärfen. Einer Quelle zufolge soll Trump den israelischen Regierungschef als verrückt bezeichnet haben. Zudem habe er ihn angefahren: »Was zur Hölle machst du da?«
Nach Angaben der Informanten plante Israel zu diesem Zeitpunkt Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Raum Beirut. Trump habe Netanjahu jedoch eindringlich davor gewarnt, die libanesische Hauptstadt anzugreifen. Ein US-Regierungsvertreter erklärte, der Präsident habe argumentiert, ein solcher Schritt würde Israel weltweit noch stärker isolieren. Wenig später kündigte Trump eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah an.
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Besonders verärgert soll Trump darüber gewesen sein, dass die militärische Eskalation seine diplomatischen Bemühungen gegenüber dem Iran zu gefährden drohe. Teheran hatte zuvor erklärt, Israels Angriffe im Libanon könnten die laufenden Gespräche mit den USA über eine dauerhafte Regelung des Konflikts zum Scheitern bringen.Laut einem der Gesprächszeugen erinnerte Trump Netanjahu auch an seine politische Unterstützung während dessen Korruptionsverfahren. Demnach soll der Präsident gesagt haben: »Du bist verdammt noch mal verrückt. («You’re fucking crazy.») Du wärst im Gefängnis, wenn es mich nicht gäbe. Ich rette dir den Arsch. Jetzt hasst dich jeder. Jeder hasst Israel deswegen.«
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US-Medien zufolge betrachtet Trump das Vorgehen Israels inzwischen als unverhältnismäßig. Zwar erkenne er an, dass die libanesische Terrororganisation Hisbollah weiterhin Raketen auf Israel abfeuere und Israel das Recht habe, sich zu verteidigen. Allerdings habe ihn insbesondere die Zahl ziviler Opfer im Libanon beunruhigt. Auch die Zerstörung ganzer Gebäude zur Ausschaltung einzelner Hisbollah-Kommandeure habe er kritisiert.
Gleichzeitig kommt es in Israel vermehrt zu Übergriffen auf Christen:
„Gerade Israel sollte moralisch anspruchsvoller sein und sich die Frage stellen lassen, wie gehe ich mit Minderheiten um?“ Zudem sei festzustellen, „dass da etwas gekippt ist in den letzten Jahren. Wenn man als Christ erkennbar in Jerusalem auf die Straße geht, ist nicht die Frage ob ich angepöbelt werde, ob Leute vor mir ausspucken, sondern wie häufig“, berichtete Schnabel auch aus eigener Erfahrung. Von der israelischen Regierung fordert er deshalb anzuerkennen „wir haben da ein Problem und das gehen wir wirklich an und reden das nicht schön.“
Auch hier spielt die rechtsextreme Regierung eine Rolle:
Ein großes Problem seien die Extremisten in der israelischen Regierung, wie etwa der für die Polizei zuständige Minister Itamar Ben-Gvir, „ein abgrundtiefer Christenhasser“, wie Schnabel ihn nannte.
Man stelle sich so eine Situation in einem muslimisch geprägten Land vor.