Israel greift den Iran an

Auch in der NYT:
https://www.nytimes.com/2025/06/24/us/politics/iran-nuclear-sites.html

A preliminary classified U.S. report says the American bombing of three nuclear sites in Iran set back the country’s nuclear program by only a few months, according to officials familiar with the findings.

The strikes sealed off the entrances to two of the facilities but did not collapse their underground buildings, the officials said the early findings concluded
[…]
Current and former military officials had cautioned before the strike that any effort to destroy the Fordo facility, which is buried more than 250 feet under a mountain, would probably require waves of airstrikes, with days or even weeks of pounding the same spots.
[…]
But the Defense Intelligence Agency report indicates that the sites were not damaged as much as some administration officials had hoped, and that Iran retains control of almost all of its nuclear material, meaning if it decides to make a nuclear weapon it might still be able to do so relatively quickly.

Trumps gewohnt sachliche Kritik an widersprüchlichen Medien:

“CNN is scum, MSDNC is scum, the New York Times is scum. They’re bad people, they’re sick,” Trump raged Wednesday at a press conference in the Netherlands, where he is currently attending a NATO summit.

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Trump will jetzt CNN und NYT verklagen.

Das erscheint mir inkonsequent. Eigentlich müsste er doch die DIA und das CENTCOM verklagen, die den Artikeln zugrunde liegenden Bewertungen vorgenommen bzw. Einschätzung abgegeben haben.

Ich glaube seine Pressesprecherin hat da schon was Interessantes zu gesagt:

  1. Es waren streng vertrauliche Informationen
  2. Diese wurden von irgendwelchen niederen Mitarbeitern durchgestochen
  3. Die Infos sind falsch.

Warum jetzt falsche Informationen streng vertraulich sind und warum streng vertrauliche Informationen Leuten mit niedrigem Rang bekannt waren - das mag ihr ewiges Geheimnis bleiben.

Die einfachere Erklärung ist wohl, dass sie ein strunzdoofer und bezahlter Lügner ist.

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Hegseth meinte wörtlich, dass der Angriff die komplexeste Militäroperation der Geschichte war. D-Day war dagegen ein Kindergeburtstag!

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Natürlich. Und vom Größten Präsidenten aller Zeiten höchstpersönlich bis ins kleinste Detail ausgeklügelt.

Der GröPaZ mag in Wirklichkeit als wichtigste Handlung „Go!“ gesagt haben.

Der ehrmals bei Fox fürs Lügen bezahlte Hacksäg hat halt die Anstellung gewechselt, aber nicht die Stellenbeschreibung.

Nach den Angriffen der israelischen und der US-Armee auf den Iran könnte die Islamische Republik nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereits in einigen Monaten wieder mit der Anreicherung von Uran beginnen. Das iranische Atomprogramm sei nicht völlig zerstört worden , sagte IAEA-Chef Rafael Grossi laut einem am Samstag veröffentlichten Transkript am Freitag in einem Interview mit dem US-Sender CBS.

Die Iraner könnten „binnen Monaten“ oder sogar „weniger“ wieder mit einigen Kaskaden von Zentrifugen Uran anreichern, sagte Grossi. Abgesehen davon sei unbekannt, was nach den Bombardements aus den schätzungsweise gut 408 Kilogramm Uran geworden sei, die der Iran bereits auf einen hohen Grad von 60 Prozent angereichert hatte . „Wir wissen nicht, wo dieses Material sein könnte“, räumte der IAEA-Chef ein. Weiter angereichert auf 90 Prozent würde dieses Uran für mindestens neun Atombomben reichen.

Der Iran steht also noch immer kurz davor, Atombomben zu entwickeln und hat jetzt Dank Trump und Netanjahu auch allen Grund dazu. Super.

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Es sind vor allem dann Kriegsverbrechen, wenn ein Gericht das so feststellt:

Der EGMR entschied nun, dass Russland für den Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine verantwortlich sei
[…]
Auch habe Russland die Aufarbeitung des Absturzes behindert, weil es ungenaue oder falsche Informationen an die Ermittlergruppe der betroffenen Länder gegeben und die Bergung der Leichen erschwert habe. Das habe das quälende Warten der Angehörigen auf Antworten verlängert und ihr Leiden verschlimmert. »Die Art und das Ausmaß ihres anhaltenden Leidens waren so schwerwiegend, dass sie eine unmenschliche Behandlung darstellen«, stellte der EGMR fest.
[…]
In ihrem Urteil stellten die Richterinnen und Richter außerdem fest, dass Russland im Konflikt mit der Ukraine schon vor Kriegsbeginn, konkret in dem Zeitraum vom 11. Mai 2014 bis zum 16. September 2022, ein »System von Verstößen« gegen die Menschenrechte etabliert hatte. Dazu gehörten laut dem EGMR unter anderem wahllose militärische Angriffe, Hinrichtungen von Zivilisten und ukrainischen Militärangehörigen, Folter und Vertreibung. Ebenso die »Unterdrückung der ukrainischen Sprache in den Schulen« und »Indoktrination von Schulkindern«.

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Interessant, dass Du scheinbar sehr genau weißt, was ich glaube - ohne, dass ich das geschrieben hätte.

Du hast das geschrieben:

Die Rechnung ist Quatsch, aber vor allem eine Rechnung und genau deshalb schrieb ich:

Israelische Völkerrechtler verurteilen den Plan von Netanjahus Regierung, im Gazastreifen ein Konzentrationslager zu errichten:

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https://www.nytimes.com/2025/07/11/magazine/benjamin-netanyahu-gaza-war.html

Kurzfassung: Der Krieg in Gaza könnte schon längst beendet sein. Aber Netanjahu würde damit seine Immunität riskieren, ohne die er wegen seiner mutmaßlichen Verbrechen schon längst vor Gericht stünde.

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Wieso?

Wo habe ich diesen Schluß gezogen?

Klare Worte des ehemaligen Ministerpräsidenten:

The “humanitarian city” Israel’s defence minister has proposed building on the ruins of Rafah would be a concentration camp, and forcing Palestinians inside would be ethnic cleansing, Israel’s former prime minister Ehud Olmert has told the Guardian.

Israel was already committing war crimes in Gaza and the West Bank, Olmert said, and construction of the camp would mark an escalation.

„For years, I refused to use the word ‚genocide.‘ But now I can’t hold back from using it, after what I’ve read in the newspapers, after the images I’ve seen and after talking to people who have been there“, he said in the interview published in the paper’s print edition on Friday.

Das habe ich gestern auch gesehen.
Und gedacht, ja- aber- wird das in dem gebotenen allerhöchsten Maß an Behutsamkeit und Differenziertheit und mit all den notwendigen Fragezeichen versehen diskutiert werden können und erst recht, kann das h i e r geschehen?

Ein Freund, der seine halbe Familie in Israel hat hat mir das so beantwortet:
"Nach wie vor ist ein nur richtig und falsch in diesem Drama, was sich vor der Weltöffentlichkeit abspielt problematisch. Aber das Operieren der israelischen Armee ist weder menschlich, ethisch oder militärisch zu rechtfertigen. Einen Genozid sehe ich nicht intentional aber unweigerlich als Ergebnis des Vorgehens in Gaza. Die Bemühungen von Politikern zur Umsiedlung aus dem Norden in den Süden Gazas muss man da schon anders bewerten…D. und ich sind verzweifelt über das, was in Israel passiert. "

Kann man eine Diskussion schaffen, in der beide Seiten berücksichtigt werden?
Bislang schwierig, darum schweige ich bisher, wie vermutlich viele und wir schauen still zu…

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Ich fürchte: nein.

Da bin ich mir ganz sicher: nein.

Ich wüsste derzeit nicht wie. Zu viele narzisstische Betonköpfe mit Auslöschungsphantasien scheinen mir derzeit involviert zu sein. Bei allen Beteiligten.

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Geht/Ging mir genauso. Letztens war der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde im Fernsehen und hat ein desaströses Interview gegeben. Die Kritik danach war vor allem auch in der jüdischen Gemeinde in Österreich groß:

Elie Rosen, der der Jüdischen Gemeinde in Graz vorsteht, kritisiert in der Krone nun das Interview. „Auftritte dieser Art sollten eigentlich Brücken schlagen und Bewusstsein hinsichtlich der Dimension eines Krieges für beide Konfliktparteien schaffen“, so Rosen. „Die humanitäre Situation im Gazastreifen vollkommen zu negieren hat sicherlich nicht dazu beigetragen, die Wogen zu glätten.“ Die jüdischen Gemeinden seien keine homogene Masse, daher gebe es auch divergierende Meinungen. Deutsch wäre besser beraten gewesen, zu „entpolarisieren und auch darzustellen, dass eine differenzierte Diskussion innerhalb der jüdischen Gemeinden möglich ist“.

Diese differenzierte Diskussion ist wie man sieht auf allen Ebenen eine Herausforderung. Aber einfach zu schweigen kann doch auch keine Lösung sein.

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Ganz bestimmt. Erschwert wird das ganze durch den Umstand, dass ein großer Teil der Medien die Zahlen der Hamas übernimmt und diejenigen, die diese dann ins Feld führen, die Quelle der Zahlen (und damit deren Qualität) nicht hinterfragen.

Und dieses Grundproblem (d.h. die Datenlage) tritt dann natürlich an ganz vielen verschiedenen Stellen auf.

Gaza: Hamas zweigt Hilfslieferungen ab – Sorge der Bundesregierung wächst

Die Palästinenser wären klug, die 50 Geiseln zu übergeben. Dann wäre die härtere Gangart Israels nicht mehr zu vertreten. Noch besser: Die Terroristen werden von der Bevölkerung entwaffnet.