Israel ja aber warum USA?

-):frowning:

Günter ist im Gegensatz zu manch anderen mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Soweit er glaubt, ich müsste keine Angst vor einer Entlassung haben, hat er Recht. Soweit er glaubt, er müsse dem Günter mit rechtsradikalen Methoden drohen, verpuffen diese.

Ich freue mich für Günter, daß du ihm deine Unterstützung
angeboten hast. Ich möchte auch solche Freunde haben, die
keine Angst vor einer vorzeitigen Entlassung haben. *g*

wer aber kaum arbeitet oder nichts arbeitet muss doch auch keine Angst haben.

Und: Du hast absolut Recht, Israelis sind kein Teil der
deutschen Bevölkerung, deswegen kann man sie verleumden, ohne
die Sünde der Volksverhetzung zu begehen. Wenn es um
Ereignisse um 1945 geht, dann erst Recht, nicht wahr?..

Argumentative Grüße

-(

Günter

Hi!

naja, man könnte ja eine „Bottom-Up“-Betrachtung versuchen und
das System über die kleinen Agitatoren (Zentralrat der Juden
in D), die großen Politiker (Sharon, Likud, Ari Fleischer) und
die Macht der Wirtschaft (New Yorker Juden) aufrollen.
Das sind alles nachvollziehbare, reelle
Menschen/Organisationen.

schön daß du dem gesamten forum die wirksamkeit dieser miesen
propagandamasche vor augen führst.

Welcher Propaganda?

werder ari fleischer noch
irgendwelche „new yorker juden = wirtschaftsmacht“ haben sich
zu dem gesetzesvorschlag in deutschland geäußert.

Es muss heissen: „…haben sich jemals direkt…geäußert…“
Es ist doch überhaupt keine Frage, wo die Macht der jüdischen Lobbyisten sitzt und wo deren Ziele liegen. Es geht um Geld, und solange die Deutschen keine gesunde Vergangenheitsbewältigung anstreben, wird hier über moralischen Druck kassiert, was das Zeug hält.
Wir hatten dies hier bereits, also lassen wir´s.

haaretz hat
das niemals geschrieben.

Hatte ich auch nicht behauptet.

Grüße,

Mathias

Hi!

ich weiß zwar nicht, ob du für diese Art der Poesie (Haiku)
empfänglich bist, aber ich werde dich dennoch nicht
verschonen:

Teilweise nicht schlecht.

Sommergras
ist alles, was geblieben ist
vom Traum des Kriegers.

(Basho)

Lässt auf jeden Fall Interpretationsspielraum.

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias.

Nicht die Deutschen halten diesen Unterschied am Leben,
sondern die Vertreter der jüdischen Holocaust-Opfer.

Liesse sich das auch belegen?

Immerhin ist es der ZdJ der immer wieder darauf hinweisst, nicht nur den jüdischen Opfern zu gedenken und der sich schon mehrmals auch für andere Opfergruppen eingesetzt hat. Im Fall der Zwangsarbeiterregelung hat es funktioniert, im Fall des Holocaust-Mahnmals leider nicht.

Also, Belege würden mich freuen, da es eben nicht meinem Wissen entspricht.

Scholem,
Eli

Es ist doch überhaupt keine Frage, wo die Macht der jüdischen
Lobbyisten sitzt und wo deren Ziele liegen. Es geht um Geld,
und solange die Deutschen keine gesunde
Vergangenheitsbewältigung anstreben, wird hier über
moralischen Druck kassiert, was das Zeug hält.

ich will dein weltbild nicht durch fakten ins wanken bringen, deswegen lassen wir das! und wenn haaretz das auch selbt schreibt, dann muß es wohl stimmen nicht wahr? das nennt man propaganda: falschinformation und ausnutzen bereits vorhandener vorurteile.

gruß
datafox

Lieber Christian!

ich weiß zwar nicht, wovon Du sprichst, aber ich habe mit
Günters Aussage nichts am Hut. Das einzige, was ich
kommentieren wollte, war Dein Hinweis auf das StGB.

Entschuldige, Christian, daß ich dich von deinen wichtigen Aufgaben durch meine dämlichen Hinweise abgelenkt habe. Ich habe mir so gedacht, mal schreibe ich Idiot für andere Idioten, kein normaler Mensch wird es sowieso lesen, da kann ich mich auch auf ein dämliches Niveau begeben. Keiner nimmt doch sowieso ernst, was Günter schreibt, nur das, was ich schreibe. Da fühle ich mich viel wohler, wenn ich weiß, du wirst schon auf mich aufpassen. Das ist eine gute Rollenverteilung: Ich passe auf Günter auf, und du auf mich, so sind alle Idioten beschäftigt. Und über das Thema selbst muss man sich dann nicht mehr kümmern, es genügt, wenn du auf meine Wortwahl achtest, ohne es in Verbindung mit dem Lauf der dämlichen Diskussion zu bringen.

Und: Du hast absolut Recht, Israelis sind kein Teil der
deutschen Bevölkerung, deswegen kann man sie verleumden, ohne
die Sünde der Volksverhetzung zu begehen. Wenn es um
Ereignisse um 1945 geht, dann erst Recht, nicht wahr?..

Warum begibst Du Dich auf dieses Niveau?

Auf dieses dämliches Niveau begebe ich mich, weil du - wie immer - absolut richtig bemerkt hast, daß hier kein Straftatbestand erfüllt ist. Deshalb sollte man nicht die Hände waschen, sondern ruhig weiter über wichtigere Dinge plaudern, wo wir doch gerade im Brett Innere Politik sind.

Mir jedenfalls ging es nur darum, daß der Tatbestand der
Volksverhetzung hier nicht zieht. In Euren dämlichen
Kleinkrieg und den Kampf der Juden gegen das gefühlte braune
Potential lasse ich mich jedenfalls nicht hineinziehen.

Ich bin immer noch nicht müde zu wiederholen, wie du mich zutiefst beeindruckt hast. Du hast mich mit deinem scharfen inneren Auge schon auf dem Wege zum Staatsanwalt gesehen und konntest mich gerade noch rechtzeitig stoppen. Ich werde deine milde Art mit mir umzugehen nie vergessen.
Gott behüte mich davor, dich in meine dämlichen Kriege und Judenkämpfe hineinzuziehen, wo ich doch so gut weiß, wie unerreichbar hoch bist du. Laß mich von deiner Herrenmenschenhöhe mit deiner Milde segnen, damit ich dir danken kann: Du weißt, was ich da so dämliches tue, nämlich Juden in ihrem Kampf gegen das gefühlte braune Potenzial unterstützen. Jetzt kann ich ruhig schlafen. Du hast es richtig erkannt, es sind nur Juden, die sich dagegen wehren. Herrenmenschen tun sowas nie, das wird Juden überlassen. Es gibt nämlich kein braunes Potential, nur Juden wollen es fühlen, tja, wir wissen, wie sie so sind.
Es genügt deswegen moralische Unterstützung für Äusserungen wie die eines christlich ungeborenen Säuglings, über dessen Schicksal Israelis sich jahrzehntelang freuen, ohne andere Sorgen zu kennen. Und es genügt auch, alle dämlichen Versuche, diese Äusserungen zu kritiseren, zurückzuweisen, mit dem Hinweis auf Tatbestand und Potential.

Mach dir nicht die Finger an dämlichen Inhalten schmutzig, wo es doch Paragrafen gibt. Die richtige Seite steht mit dir.

Gut behütete Grüße :smile:

Hallo Peet,

ich werde Deinen Artikel ausdrucken und an die Wand nageln. Wenn ich mich mal wieder frage, warum es eigentlich nach 60 Jahren immer noch diese verwirrenden Mißverständnisse zwischen bestimmten Bevölkerungsgruppen gibt, weiß ich wenigstens, wo ich suchen muß.

Ich danke Dir für Deinen Beitrag für die Völker- und "Rassen"verständigung und wundere mich zukünftig vieles nicht mehr.

Allenfalls wundere ich mich darüber, wie man mich versucht, mich in eine Schublade zu stecken, in die ich nun wirklich gar nicht passe. Wobei ich eigentlich davon ausgegangen war, daß Du meinen Standpunkt - sofern ich dazu wirklich einen haben sollte - besser kennen würdest.

Aber hier passieren eh die seltsamsten Dinge.

Gruß,
Christian

Wer in einem anderen Forum rumkeift und sich dort nicht distanziert, wo offen mit dem Konterfei durch User für Bin Laden geworben wird, sollte nicht auf mich, sondern auf sich aufpassen. Nicht wegen mir, sondern wegen des Verfassungsschutz.

Ist es im politforum üblich auch unter dem Konterfei von Bin Laden zuz argumentieren ? Die Verteidigung linksextremer Positionen, die er als mehr oder weniger demokratisch einstuft, finde ich interessant in Verbindung mit dem Konterfei von Bin Laden in diesem Thread. Ich finde auch den Vergleich von „Mein Kampf“ und dem „Koran“ in diesem Thread für eine ungeheuere Entgleisung, aber offenbar passt dies in sein Konzept. Da widerspricht er offenbar nicht. Für mich ist die Äusserung in diesem Thread eine rechtsradikale Äusserung.

Entschuldige, Christian, daß ich dich von deinen wichtigen
Aufgaben durch meine dämlichen Hinweise abgelenkt habe. Ich
habe mir so gedacht, mal schreibe ich Idiot für andere
Idioten, kein normaler Mensch wird es sowieso lesen, da kann
ich mich auch auf ein dämliches Niveau begeben. Keiner nimmt
doch sowieso ernst, was Günter schreibt, nur das, was ich
schreibe.

Einbildung hat er wohl keine. Dass es Günter wenig interessiert, was die Kreise des peet meinen, ist nach den Hinweisen über das politikforum und die Umtriebe sogar noch weniger von Belang.

Da fühle ich mich viel wohler, wenn ich weiß, du

wirst schon auf mich aufpassen. Das ist eine gute
Rollenverteilung: Ich passe auf Günter auf, und du auf mich,
so sind alle Idioten beschäftigt.

Ich benötige die Hilfe des peet nicht. Ich kooperiere nicht mit Personen, die sich nicht eindeutig bei Darstellungen von Bin Ladens onterfei distanzieren und sich auch noch in solchen Foren tummeln. Auch nicht mit Personen, die linksextreme oder rechtsextreme Positionen in Foren vertreten. Noch weniger müssen und dürfen Personen auf mich aufpassen, die mich in den Dunstkreis des internationalen Terrorismus bringen könnten, würde ich ihnen erlauben, auf mich auszupassen.

Beschwerden zu diesem Ausführungen können direkt gegenüber dem zuständigen Landesamt für Verfassungsschutz oder dem Bundesamt für Verfassungsschutz dargetan werden. Selbstverständlich nehmen alle Polizeidienststellen, insbesondere mit einer Abteilung des Staatsschutzes, Hinweise zu Bin Laden entgegen.

Günter

Hallo Christian,

es tut mir leid, dass Du hier zwischen uns Beide geraten bist. Ich beabsichtige mich zu peet nicht mehr zu äussern.

Gruss Günter

Hi Eli!

Nicht die Deutschen halten diesen Unterschied am Leben,
sondern die Vertreter der jüdischen Holocaust-Opfer.

Liesse sich das auch belegen?

Klar. Wer täglich eine Zeitung wie FAZ, SZ liest, hat den Beleg.

Immerhin ist es der ZdJ der immer wieder darauf hinweisst,
nicht nur den jüdischen Opfern zu gedenken und der sich schon
mehrmals auch für andere Opfergruppen eingesetzt hat. Im Fall
der Zwangsarbeiterregelung hat es funktioniert, im Fall des
Holocaust-Mahnmals leider nicht.

Das ist eine interessante Sichtweise. M.W. wollte Paul Spiegel nicht, dass das Berliner XDenkmal für alle Opfer des NS aufgestellt wird.

Also, Belege würden mich freuen, da es eben nicht meinem
Wissen entspricht.

Wie gesaht, verfolge einfach die Medien, dann ist das keine große neue Erkenntnis.

Grüße,

Mathias

Hi Christian!

Ich danke Dir für Deinen Beitrag für die Völker- und
"Rassen"verständigung und wundere mich zukünftig vieles nicht
mehr.

Es freut mich, Christian, daß mein Text dich erreicht hat. Ich habe also meinen Beitrag geleistet. Wo ist nun dein Beitrag?

Allenfalls wundere ich mich darüber, wie man mich versucht,
mich in eine Schublade zu stecken, in die ich nun wirklich gar
nicht passe. Wobei ich eigentlich davon ausgegangen war, daß
Du meinen Standpunkt - sofern ich dazu wirklich einen haben
sollte - besser kennen würdest.

Warum so defensiv, so opferbewußt? Ich habe dir doch alle Möglichkeiten angeboten, für dich selbst deine Schublade auszusuchen. Wenn ich provoziere, dann mache ich das bewußt, weil ich eine klärende Antwort erwarte. Ich stelle mich nicht beleidigt, sondern antworte zunächst mal substanziell. Warum überlässt du es mir und behältst für dich die angenehme Rolle eines feinen Beobachters? Es tut mir leid, wenn du wirklich keinen Standpunkt dazu haben solltest.

Seltsame Grüße

Diskussionen als solche
Hallöchen,

schauen wir doch mal, was sich abgespielt hat: Ich habe zunächst klargestellt, daß Günters Aussage, die man bewerten kann, wie man will, nicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Eigentlich in einem Wissensforum das Ende der Debatte (zumal Du mir zugestimmt hast), aber gut, in den Politikbrettern muß man da wohl Abstriche machen.

Alles was jedenfalls danach von Dir kam, hatte mit dieser Aussage nichts zu tun. Insbesondere dieser Teil „Du hast absolut Recht, Israelis sind kein Teil der deutschen Bevölkerung, deswegen kann man sie verleumden, ohne die Sünde der Volksverhetzung zu begehen. Wenn es um Ereignisse um 1945 geht, dann erst Recht, nicht wahr?“ diente sicherlich einem Zweck, den ich möglicherweise aber nicht ganz durchschaue. Sachdienlich war er aus meiner Sicht nicht.

In Verbindung mit diesem Text „Ich freue mich für Günter, daß du ihm deine Unterstützung angeboten hast. Ich möchte auch solche Freunde haben, die keine Angst vor einer vorzeitigen Entlassung haben.“ kann ich da eigentlich nur einen Vorwurf herauslesen. Bspw. den, Günters Standpunkt zu unterstützen oder zumindest zu teilen.

Du willst von mir eine Aussage dazu? Bitte sehr: Nein, ich teile ihn nicht.

Der ganze Juden-Neonazi-Isreal-braune Sauce-Scheiß hängt mir aber ganz gewaltig zum Halse heraus, daher auch der Hinweis auf den „dämlichen Kleinkrieg“. Es ist anscheinend kaum noch möglich, eine einzelfallbezogene Meinung zu haben.

Findet man ein Element der israelischen Politik nicht ganz so gut, ist man ein Pälestinenserfreund wenn nicht gleich ein Antisemit. Nicht weniger absurd wird das ganze übrigens durch die Tatsache, daß der Begriff „Semit“ inhaltsloser nicht sein könnte, obwohl sich „alle“ darüber einig sind, was bzw. wer das ist.

Wie dem auch sei: Relativiert man die Bedeutung einer Aussage, die vom antifaschistischen Einsatzkommando als rechtsextrem eingestuft wurde, ist man direkt in der Nummer mitgefangen und mitgehangen. Welche Meinung man zu dem ganzen Themenkomplex hat - oder zu einzelnen Sachverhalten -, spielt keine Rolle mehr. Das nervt!

Ich bin für ein vereinfachtes Ausweisungsverfahren für straffällige Ausländer: Ausländerfeind. Ich bin für den Abzug der israelischen Truppen aus Palästinensergebieten und Einstellung der Exekutionen von Personen, die Israel für Terroristen hält, was aber noch von keinem Gericht festgestellt wurde: Antisemit. Ich hab ein Problem damit, daß die USA unter Mißachtung des Völkerrechts den Irak angreift: Antiamerkanische Einstellung usw. usf.

Mir geht es um einzelne Sachverhalte, die tobende Menge schließt daraus Rückschlüsse auf meine „Gesinnung“. Offensichtlich ist eine differenzierte Meinung hier für viele irgendwie undenkbar. Aktuelles Beispiel: Ein Sachverhalt bzgl. Strafbarkeit einer Aussage wird klargestellt, schon bin ich ein Freund Günters (welche Schlußfolgerung man auch immer daraus ziehen will bzw. wollte) und werde sehr eindeutig in die braune Ecke gerückt.

Besonders gut gefiel mir übrigens die devote Aggression (um mal eine Bezeichnung zu erfinden), die Du virtuos beherrscht. Ein Beispiel: „Ich bin immer noch nicht müde zu wiederholen, wie du mich zutiefst beeindruckt hast. Du hast mich mit deinem scharfen inneren Auge schon auf dem Wege zum Staatsanwalt gesehen und konntest mich gerade noch rechtzeitig stoppen. Ich werde deine milde Art mit mir umzugehen nie vergessen.“ Und als Krönung der Nachsatz: „Laß mich von deiner Herrenmenschenhöhe mit deiner Milde segnen, damit ich dir danken kann(…)“.

Ich weiß nicht, bei wem das wie wirken soll und ob das schon mal geklappt. Ich empfinde so etwas als albern, um nicht zu sagen überheblich.

Es freut mich, Christian, daß mein Text dich erreicht hat. Ich
habe also meinen Beitrag geleistet. Wo ist nun dein Beitrag?

Er stand ganz am Anfang: Günters Aussage erfüllt nicht den Tatbestand der Volksverhetzung.

Warum so defensiv, so opferbewußt? Ich habe dir doch alle
Möglichkeiten angeboten, für dich selbst deine Schublade
auszusuchen. Wenn ich provoziere, dann mache ich das bewußt,
weil ich eine klärende Antwort erwarte.

Du hast eine Antwort auf eine Frage erwartet, die Du a) nicht klar gestellt hast und die b) keine Rolle spielt - zumindest für mich nicht. Du kannst nicht erwarten, daß ich für Dich eine Frage formuliere und sie dann gleich beantworte. Wenn Du meinst, mich provozieren zu müssen, um dann irgendwelche Erkenntnisse gewinnen zu können, magst Du das für eine witzige Idee halten, ich halte es für Zeitdiebstahl.

Nur weil ich darstelle, daß eine Aussage nicht volksverhetzend im Sinne des StGB ist, heißt das nicht, daß ich eine Diskussion darüber führen will, wer ein Neonazi ist und wie die aktuelle Situation bei der Aufarbeitung der Nazizeit aussieht.

Analogie: Wenn ich Antwort auf eine Frage zur Einkommensteuer gebe, will ich nicht unbedingt eine Diskussion über die Gerechtigkeit unseres Steuersystems vom Zaun brechen.

Ich stelle mich nicht
beleidigt, sondern antworte zunächst mal substanziell. Warum
überlässt du es mir und behältst für dich die angenehme Rolle
eines feinen Beobachters?

Nur weil ich einen Sachverhalt in einer Diskussion, die mich ansonsten nicht die Bohne interessiert (weil ich sie nämlich schon hundertfach gelesen/gehört habe und sie immer gleich aussieht/ausgeht), geraderücke, heißt das nicht, daß ich mich in die Diskussion hereinziehen lassen muß. Daß ich es diesmal zugelassen habe, ärgert mich mehr als Deine Unverschämtheiten. Die Rolle, die ich in einer Diskussion übernehme, suche ich mir im übrigen noch selber aus, auch wenn es Dir nicht paßt.

So, nun hast Du es durch einen langen Text geschafft, der viele klare und einige verborgene Informationen enthielt. Du solltest diese Informationen in die Formulierung Deiner Anwort einfließen lassen, wenn Dir etwas daran liegt, daß ich auf Deine Antwort - so denn eine kommt - reagiere.

Gruß,
Christian

Hallo Christian!

schauen wir doch mal, was sich abgespielt hat: Ich habe
zunächst klargestellt, daß Günters Aussage, die man bewerten
kann, wie man will, nicht den Tatbestand der Volksverhetzung
erfüllt. Eigentlich in einem Wissensforum das Ende der Debatte
(zumal Du mir zugestimmt hast), aber gut, in den
Politikbrettern muß man da wohl Abstriche machen.

Versuchen wir zunächst mal auf gleicher Augenhöhe miteinander zu reden. Die Diskussion war schon in vollem Gange, als du deine Richtigstellung eingebracht hast. Sie beginnt nicht mit deinem Statement. Ob damit das Ende der Debatte markiert ist, kannst du auch nicht entscheiden. Siehst du das ein?

Dir blieb verschlossen, warum ich zu drastischen Methoden gegriffen habe. Danach hast du nicht gefragt, wie auch nicht nach dem Stellenwert meiner Antwort an Günter, die nur im Kontext zu erklären wäre. (Das kann ich nachliefern, wenn es dich interessiert.) Mit deiner rein formalen Bemerkung hast du eine Meinung zur Diskussion eingebracht, die ihrerseits - für mich - zu klären war. Das haben wir inzwischen geklärt, weil wir aufeinander eingegangen sind. Das heißt, ich habe für mich endlich - erst jetzt also - deine Meinung verstanden.

Alles was jedenfalls danach von Dir kam, hatte mit dieser
Aussage nichts zu tun. Insbesondere dieser Teil „Du hast
absolut Recht, Israelis sind kein Teil der deutschen
Bevölkerung, deswegen kann man sie verleumden, ohne die Sünde
der Volksverhetzung zu begehen. Wenn es um Ereignisse um 1945
geht, dann erst Recht, nicht wahr?“ diente sicherlich einem
Zweck, den ich möglicherweise aber nicht ganz durchschaue.
Sachdienlich war er aus meiner Sicht nicht.

Es kommt darauf an, was man unter dem „Sachdienlichen“ versteht. Ich persönlich bin mit dem Resultat zufrieden.

In Verbindung mit diesem Text „Ich freue mich für Günter, daß
du ihm deine Unterstützung angeboten hast. Ich möchte auch
solche Freunde haben, die keine Angst vor einer vorzeitigen
Entlassung haben.“ kann ich da eigentlich nur einen Vorwurf
herauslesen. Bspw. den, Günters Standpunkt zu unterstützen
oder zumindest zu teilen.

Du willst von mir eine Aussage dazu? Bitte sehr: Nein, ich
teile ihn nicht.

Das zu lesen, freut mich, diesmal wirklich, im Ernst. Für mich war es nicht klar. Deshalb habe ich dich provoziert, bis es möglich war, diese klare Aussage von dir zu bekommen. Warum war es für dich so schwer, in einem kleinen Nebensatz in deinem ersten Posting hier das genauso klar zu sagen? Du hättest dir diese ganze - für dich bestimmt unangenehme - Auseinandersetzung erspart.

Der ganze Juden-Neonazi-Isreal-braune Sauce-Scheiß hängt mir
aber ganz gewaltig zum Halse heraus, daher auch der Hinweis
auf den „dämlichen Kleinkrieg“. Es ist anscheinend kaum noch
möglich, eine einzelfallbezogene Meinung zu haben.

Warum nur? Das verstehe ich nicht. Wenn du eine klare Meinung hast, was kann dich daran hindern, diese Meinung zu vertreten? Wenn du bereit bist, deine Meinung durch Fakten und Argumente beeinflussen zu lassen, dann noch weniger kann dich etwas daran hindern, dich zu äussern. Das wäre meine Einstellung zu einem Thema, wenn es mich schon so interessiert, daß ich es überhaupt lese.

Findet man ein Element der israelischen Politik nicht ganz so
gut, ist man ein Pälestinenserfreund wenn nicht gleich ein
Antisemit. Nicht weniger absurd wird das ganze übrigens durch
die Tatsache, daß der Begriff „Semit“ inhaltsloser nicht sein
könnte, obwohl sich „alle“ darüber einig sind, was bzw. wer
das ist.

Bei mir nicht, Christian. Ich finde die israelische Politik nicht gut, und ich habe kein Problem damit, das zu sagen. Ich sehe keine Logik darin, durch eine faire Kritik mit negativ besetzten Begriffen bestempelt zu werden.

Über den Begriff Antisemitismus in seiner ethymologischen Verbindung mit dem Wort Semiten können wir gerne auch reden, aber lieber nicht hier, da wir hier noch nicht alles geklärt haben, wenn es dir Recht ist.

Wie dem auch sei: Relativiert man die Bedeutung einer Aussage,
die vom antifaschistischen Einsatzkommando als rechtsextrem
eingestuft wurde, ist man direkt in der Nummer mitgefangen und
mitgehangen. Welche Meinung man zu dem ganzen Themenkomplex
hat - oder zu einzelnen Sachverhalten -, spielt keine Rolle
mehr. Das nervt!

Ich kann deine Gefühle verstehen, nur was habe ich damit zu tun? Ich vertrete hier nur meine Meinung.
Die ist ganz einfach. Eine untolerierbare Äusserung soll kritisiert werden, sowohl inhaltlich als auch polemisch. Der eine versteht halt mehr die Sache, der andere reagiert erst dann, wenn es heiß wird. Wenn die Reakteure sich nur über die Temperatur beklagen, ohne den Grund dafür sehen zu wollen, frage ich sie, was sie dazu denken, da sie offensichtlich selbst dazu nicht kommen, sich zu positionieren. Das wäre alles. Noch einmal: wärest du klar in deinem ersten Posting, wäre dir mein Luftangriff erspart geblieben :smile:

Ich bin für ein vereinfachtes Ausweisungsverfahren für
straffällige Ausländer: Ausländerfeind. Ich bin für den Abzug
der israelischen Truppen aus Palästinensergebieten und
Einstellung der Exekutionen von Personen, die Israel für
Terroristen hält, was aber noch von keinem Gericht
festgestellt wurde: Antisemit. Ich hab ein Problem damit, daß
die USA unter Mißachtung des Völkerrechts den Irak angreift:
Antiamerkanische Einstellung usw. usf.

Ach, Christian, sag mir, wer dich für diese deine absolut korrekte Meinungen beschimpft, ich werde die bösen Buben selbst bestrafen. Du bist frei von jeglichem Verdacht und darfst mich zitieren, insbesondere wenn es um usw. und usf. geht :smile:

Solange du dich allerdings an unsere Streitgespräche über die soziologischen Hintergründe der Meinungsbefragungen sowie über Möllemanns politische Taktik erinnern würdest, wäre es für dich möglich, auch gewisse Differenzen in unserem Weltbild zu erkennen, die durchaus relevant sind.

Mir geht es um einzelne Sachverhalte, die tobende Menge
schließt daraus Rückschlüsse auf meine „Gesinnung“.
Offensichtlich ist eine differenzierte Meinung hier für viele
irgendwie undenkbar. Aktuelles Beispiel: Ein Sachverhalt bzgl.
Strafbarkeit einer Aussage wird klargestellt, schon bin ich
ein Freund Günters (welche Schlußfolgerung man auch immer
daraus ziehen will bzw. wollte) und werde sehr eindeutig in
die braune Ecke gerückt.

Du entscheidest doch selbst, wo du dich einmischst und wie unmissverständlich. Ich erlaube mir daraus meine Meinung dazu zu bilden. Ich reagiere doch auch nicht auf alles, was mich sonst reizen würde. Ich habe halt meine Lieblinge. Und wenn ich Zeit habe, dann jage ich sie durch das Dorf, sobald sie mir die Vorlage liefern. Ich bin in diesem Sinne auch einseitig, das sehe ich ein. Nur bin ich keine tobende Menge, wie hoffentlich auch du.

Besonders gut gefiel mir übrigens die devote Aggression (um
mal eine Bezeichnung zu erfinden), die Du virtuos beherrscht.
Ein Beispiel: „Ich bin immer noch nicht müde zu wiederholen,
wie du mich zutiefst beeindruckt hast. Du hast mich mit deinem
scharfen inneren Auge schon auf dem Wege zum Staatsanwalt
gesehen und konntest mich gerade noch rechtzeitig stoppen. Ich
werde deine milde Art mit mir umzugehen nie vergessen.“ Und
als Krönung der Nachsatz: „Laß mich von deiner
Herrenmenschenhöhe mit deiner Milde segnen, damit ich dir
danken kann(…)“.

Ich weiß nicht, bei wem das wie wirken soll und ob das schon
mal geklappt. Ich empfinde so etwas als albern, um nicht zu
sagen überheblich.

Es freut mich (und wieder im Ernst also), daß du mich in diesem Fall richtig verstanden hast. Mein Plan war es, dich zu einer Klärung deiner Position zu nötigen. Der Begriff „devote Aggression“ klingt gut. :smile:

Es freut mich, Christian, daß mein Text dich erreicht hat. Ich
habe also meinen Beitrag geleistet. Wo ist nun dein Beitrag?

Er stand ganz am Anfang: Günters Aussage erfüllt nicht den
Tatbestand der Volksverhetzung.

Das hier verstehe ich vielleicht doch nicht so richtig. Ich halte es für sehr wahrscheinlich und möglich, daß du und ich uns verständigen. Es klappt nicht immer, aber es ist möglich. Zwischen mir und Günter zu vermitteln ist aber sinnlos :smile:
Aus meiner Sicht hast du mir dieses Kapitel in meinem „dämlichen Kleinkrieg“ vermasselt. Nämlich du hast meine Aussage zu ernst genommen. In diesem Forum geht es mir ausschliesslich um moralischen Aspekt, nie um strafrechtliche Dinge.

Warum so defensiv, so opferbewußt? Ich habe dir doch alle
Möglichkeiten angeboten, für dich selbst deine Schublade
auszusuchen. Wenn ich provoziere, dann mache ich das bewußt,
weil ich eine klärende Antwort erwarte.

Du hast eine Antwort auf eine Frage erwartet, die Du a) nicht
klar gestellt hast und die b) keine Rolle spielt - zumindest
für mich nicht. Du kannst nicht erwarten, daß ich für Dich
eine Frage formuliere und sie dann gleich beantworte. Wenn Du
meinst, mich provozieren zu müssen, um dann irgendwelche
Erkenntnisse gewinnen zu können, magst Du das für eine witzige
Idee halten, ich halte es für Zeitdiebstahl.

Hier klingt es für mich schon wieder nach einer Kräftemessung, wer von uns beiden wichtiger ist. Du weißt inzwischen, wie ich darauf reagiere. Moment mal, ach ja, mit der „devoten Aggression“. Schön. Das hat dir sogar gefallen. Soll ich das wieder anwenden? :smile:
Oben habe ich mich hoffentlich schon erklärt. Wenn nicht, nur zu. Ansonsten gebe ich gerne zu, daß ich dir keine direkte Frage gestellt habe. Warum? Ganz einfach. Weil du dir in deinem ersten Posting die Rolle eines Schiedsrichters angemaßt hast. Für dich war alles klar, bevor einer den Mund aufgemacht hat. So klar, daß du es nicht für nötig hieltest, deine eigene Meinung einzubringen. Das hat mich gereizt. Kannst du mir das nachsehen? :smile:

Nur weil ich darstelle, daß eine Aussage nicht volksverhetzend
im Sinne des StGB ist, heißt das nicht, daß ich eine
Diskussion darüber führen will, wer ein Neonazi ist und wie
die aktuelle Situation bei der Aufarbeitung der Nazizeit
aussieht.

Das ist dann deine Entscheidung. Ich bevorzuge eine Klarheit in solchen Fragen. Es muss keine so lange Diskussion sein.

Analogie: Wenn ich Antwort auf eine Frage zur Einkommensteuer
gebe, will ich nicht unbedingt eine Diskussion über die
Gerechtigkeit unseres Steuersystems vom Zaun brechen.

Ich hoffe, du siehst selbst, daß deine Analogie zu unserem Zwischenfall nur bedingt passt.

Ich stelle mich nicht
beleidigt, sondern antworte zunächst mal substanziell. Warum
überlässt du es mir und behältst für dich die angenehme Rolle
eines feinen Beobachters?

Nur weil ich einen Sachverhalt in einer Diskussion, die mich
ansonsten nicht die Bohne interessiert (weil ich sie nämlich
schon hundertfach gelesen/gehört habe und sie immer gleich
aussieht/ausgeht), geraderücke, heißt das nicht, daß ich mich
in die Diskussion hereinziehen lassen muß. Daß ich es diesmal
zugelassen habe, ärgert mich mehr als Deine Unverschämtheiten.
Die Rolle, die ich in einer Diskussion übernehme, suche ich
mir im übrigen noch selber aus, auch wenn es Dir nicht paßt.

Warum sollte es dich ärgern, wenn du auf deinen Gesprächspartner eingehst? Es passt mir tatsächlich nicht, wenn meine Gesprächspartner mit mir so umgehen. Mal eine Zwischenbemerkung, und dann Ende. Ich halte es für unerzogen und werde dann gerne unverschämt.
Ausserdem sprichst du immer wieder von dem Sachverhalt, Tatbestand. Das war wahrlich nicht meine Intention, juristisch verstanden zu werden. Es ist halt die Sprache, die bei Günter wirkt (Einzelheiten erspare ich dir, siehe oben).

So, nun hast Du es durch einen langen Text geschafft, der
viele klare und einige verborgene Informationen enthielt. Du
solltest diese Informationen in die Formulierung Deiner Anwort
einfließen lassen, wenn Dir etwas daran liegt, daß ich auf
Deine Antwort - so denn eine kommt - reagiere.

Ich bin dir für klare und viel mehr für verborgene Informationen sehr dankbar. Ich hoffe sehr, daß ich nicht zu viel in meine Antwort habe einfließen lassen, so daß du das Ernsthafte von dem Ironischen unterscheiden kannst. Was ich dir durchaus zutraue. :smile: Wenn nicht, kannst du fragen. Wie du siehst: Es funktioniert.

Gruß

Hallo nochmal,

schauen wir doch mal, was sich abgespielt hat: Ich habe
zunächst klargestellt, daß Günters Aussage, die man bewerten
kann, wie man will, nicht den Tatbestand der Volksverhetzung
erfüllt. Eigentlich in einem Wissensforum das Ende der Debatte
(zumal Du mir zugestimmt hast), aber gut, in den
Politikbrettern muß man da wohl Abstriche machen.

Versuchen wir zunächst mal auf gleicher Augenhöhe miteinander
zu reden. Die Diskussion war schon in vollem Gange, als du
deine Richtigstellung eingebracht hast. Sie beginnt nicht mit
deinem Statement. Ob damit das Ende der Debatte markiert ist,
kannst du auch nicht entscheiden. Siehst du das ein?

das brauche ich nicht einzusehen, weil sich mein „Ende der Debatte“ auf den juristischen Aspekt bezog - und der war damit beendet - und nicht auf die gesamte Diskussion.

Euch weiterhin die Köpfe einzuhaueen, war Euch unbenommen und Ihr habt die Chance ja auch genutzt. Daß Du den strafrechtlichen Aspekt für relativ nebensächlich hälst, ist Dir weiterhin auch unbenommen. Ich hingegen bin darauf - und nur darauf - angesprungen. Wissensforum und so. Du bist nicht der einzige, der rechtliche Begriffe - absichtlich oder unabsichtlich - falsch verwendet. Ein Vorwurf ist schnell gemacht, ob es nun um Volksverhetzung, Betrug oder was auch immer geht. Ich bin der Ansicht, daß so etwas nicht unkommentiert stehen bleiben sollte.

dich interessiert.) Mit deiner rein formalen Bemerkung hast du
eine Meinung zur Diskussion eingebracht, die ihrerseits - für
mich - zu klären war. Das haben wir inzwischen geklärt, weil
wir aufeinander eingegangen sind. Das heißt, ich habe für mich
endlich - erst jetzt also - deine Meinung verstanden.

Das hättest Du auch einfacher haben können. Einfache Frage - einfache Antwort. Das funktioniert bei mir recht gut - und vor allem besser, als unterschwellige Kommentare und Psychospielchen. Wenn Du meinst, daß Du mir auf Deine Weise - oder vielleicht sogar nur auf diese Weise - meine Meinung entlockt hast, täuscht das. Ich bin nur wieder der Versuchung erlegen, eine Diskussion bis zum Ende auszutragen. Andere beherrschen die Vermeidung von sinnlosen Verzettelungen besser als ich, z.B. Wolfgang Dreyer.

Alles was jedenfalls danach von Dir kam, hatte mit dieser
Aussage nichts zu tun. Insbesondere dieser Teil „Du hast
absolut Recht, Israelis sind kein Teil der deutschen
Bevölkerung, deswegen kann man sie verleumden, ohne die Sünde
der Volksverhetzung zu begehen. Wenn es um Ereignisse um 1945
geht, dann erst Recht, nicht wahr?“ diente sicherlich einem
Zweck, den ich möglicherweise aber nicht ganz durchschaue.
Sachdienlich war er aus meiner Sicht nicht.

Es kommt darauf an, was man unter dem „Sachdienlichen“
versteht. Ich persönlich bin mit dem Resultat zufrieden.

Glaub ich nicht. Oder anders: Du bist mit dem zufrieden, was Du für Dich an Information erlangt hast. Würdest Du das Gesamtergebnis beurteilen (können), wärest Du vermutlich etwas weniger zufrieden.

Du willst von mir eine Aussage dazu? Bitte sehr: Nein, ich
teile ihn nicht.

Das zu lesen, freut mich, diesmal wirklich, im Ernst. Für mich
war es nicht klar. Deshalb habe ich dich provoziert, bis es
möglich war, diese klare Aussage von dir zu bekommen. Warum
war es für dich so schwer, in einem kleinen Nebensatz in
deinem ersten Posting hier das genauso klar zu sagen?

Weil das nicht der Anlaß meines Beitrages war. Mal ganz abgesehen davon, daß eine Antwort auf Deine Antwort schon unter einem schlechten Stern stand, wenn man die erste Reaktion Deinerseits berücksichtigt:
"Ich freue mich für Günter, daß du ihm deine Unterstützung angeboten hast. Ich möchte auch solche Freunde haben, die keine Angst vor einer vorzeitigen Entlassung haben. *g*

Und: Du hast absolut Recht, Israelis sind kein Teil der deutschen Bevölkerung, deswegen kann man sie verleumden, ohne die Sünde der Volksverhetzung zu begehen. Wenn es um Ereignisse um 1945 geht, dann erst Recht, nicht wahr?.."

Da war mehr als unnötig. Eine kurze, klare Frage hätte gereicht. Die hast Du übrigens im nächsten Artikel von mir erhalten:
„ich weiß zwar nicht, wovon Du sprichst, aber ich habe mit Günters Aussage nichts am Hut. Das einzige, was ich kommentieren wollte, war Dein Hinweis auf das StGB.“

Da blieb aus meiner Sicht - und vor allem im Hinblick darauf, was sich dann noch an Erkenntnisgewinn ergab - eigentlich nichts mehr zu klären. Viel mehr als nach den beiden Sätzen, weißt Du inzwischen auch nicht, zumindest was die ursprüngliche Thematik angeht.

Du
hättest dir diese ganze - für dich bestimmt unangenehme -
Auseinandersetzung erspart.

Du anlysierst auch dies zu einseitig. Eine Auseinandersetzung ist nicht nur dann insgesamt unangenehm, wenn sie einer unangenehm findet. Ich neige zwar nicht dazu, nachtragend zu sein, aber wenn man auf eine einfache Antwort regelrecht mit Dung zugekübelt wird, bleibt da was hängen.

Ich habe meine Zeit nicht gestohlen und überlege mir inzwischen sehr genau, auf welche Fragen von wem ich antworte. Ich sah neulich eine Frage, die ich hätte beantworten können unbeantwortet im Archiv verschwinden, die von jemandem gestellt worden war, der vermutlich bei einer der vergangenen Diskussionen auch dachte, sie wäre nur für mich unangenehm gewesen.

Das Forum beschränkt sich eben nicht nur auf ein Brett oder eine Rubrik. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich Dir nie mehr bei einer Fachfrage helfen werde, aber man sollte die Sache hier nicht eindimensional betrachten.

Der ganze Juden-Neonazi-Isreal-braune Sauce-Scheiß hängt mir
aber ganz gewaltig zum Halse heraus, daher auch der Hinweis
auf den „dämlichen Kleinkrieg“. Es ist anscheinend kaum noch
möglich, eine einzelfallbezogene Meinung zu haben.

Warum nur? Das verstehe ich nicht. Wenn du eine klare Meinung
hast, was kann dich daran hindern, diese Meinung zu vertreten?

Daran kann mich niemand hindern, aber die Trennung von Einzelaspekten vom großen Gesamtbild will hier einigen nicht recht glücken. Wenn ich es ablehne, daß Palästinenser ohne Gerichtsverfahren ermordet werden, heißt das noch lange nicht, daß ich die Verwirklichung der palästinensischen Vorstellungen in toto und mit allen Mitteln billige. Ich spreche dabei jetzt nicht Dich an, aber einige sind nicht in der Lage, einen Einzelaspekt zu diskutieren, ohne gleich die Gesamtlage erörtern zu wollen.

Findet man ein Element der israelischen Politik nicht ganz so
gut, ist man ein Pälestinenserfreund wenn nicht gleich ein
Antisemit. Nicht weniger absurd wird das ganze übrigens durch
die Tatsache, daß der Begriff „Semit“ inhaltsloser nicht sein
könnte, obwohl sich „alle“ darüber einig sind, was bzw. wer
das ist.

Bei mir nicht, Christian. Ich finde die israelische Politik
nicht gut, und ich habe kein Problem damit, das zu sagen. Ich
sehe keine Logik darin, durch eine faire Kritik mit negativ
besetzten Begriffen bestempelt zu werden.

Ich auch nicht. Ich sprach ja in diesem Falle nicht konkret über Dich, sondern wollte nur verdeutlichen, daß ein Hinweis auf eine rechtliche tatsache nicht zwangsläufig eine Diskussion über die grundsätzliche und allgemeine Gesinnung eines Menschen erfordert.

Über den Begriff Antisemitismus in seiner ethymologischen
Verbindung mit dem Wort Semiten können wir gerne auch reden,
aber lieber nicht hier, da wir hier noch nicht alles geklärt
haben, wenn es dir Recht ist.

Soll mir recht sein.

Wie dem auch sei: Relativiert man die Bedeutung einer Aussage,
die vom antifaschistischen Einsatzkommando als rechtsextrem
eingestuft wurde, ist man direkt in der Nummer mitgefangen und
mitgehangen. Welche Meinung man zu dem ganzen Themenkomplex
hat - oder zu einzelnen Sachverhalten -, spielt keine Rolle
mehr. Das nervt!

Ich kann deine Gefühle verstehen, nur was habe ich damit zu
tun? Ich vertrete hier nur meine Meinung.

Natürlich, was auch sonst?! Aber nochmal: Warum die Angriffe, wenn es a) nur um einen rechtlichen Aspekt ging (und ich meine, daß ich das von vornherein deutlich gemacht habe) und b) eine einfache Frage gereicht hätte?

Die ist ganz einfach. Eine untolerierbare Äusserung soll
kritisiert werden, sowohl inhaltlich als auch polemisch. Der
eine versteht halt mehr die Sache, der andere reagiert erst
dann, wenn es heiß wird. Wenn die Reakteure sich nur über die
Temperatur beklagen, ohne den Grund dafür sehen zu wollen,
frage ich sie, was sie dazu denken, da sie offensichtlich
selbst dazu nicht kommen, sich zu positionieren. Das wäre
alles. Noch einmal: wärest du klar in deinem ersten Posting,
wäre dir mein Luftangriff erspart geblieben :smile:

Ich bin sowohl in meinem ersten Artikel (rein rechtlicher Hinweis) als auch in meinem zweiten Artikel (hab mit Günters Aussage nichts am Hut) m.E. sehr klar und deutlich gewesen.

Solange du dich allerdings an unsere Streitgespräche über die
soziologischen Hintergründe der Meinungsbefragungen sowie über
Möllemanns politische Taktik erinnern würdest, wäre es für
dich möglich, auch gewisse Differenzen in unserem Weltbild zu
erkennen, die durchaus relevant sind.

Ich habe damit kein Problem und unterschiedliche Meinungen sind erlaubt, aber wenn jemand das Geburtsdatum Möllemanns falsch angibt und das dann korrigiert wird, muß der Korrektor nicht zwangsläufig Position zur Restdebatte beziehen. Jedenfalls ist das meine Meinung.

Es freut mich (und wieder im Ernst also), daß du mich in
diesem Fall richtig verstanden hast. Mein Plan war es, dich zu
einer Klärung deiner Position zu nötigen.

Die war eigentlich spätestens nach meinem zweiten Artikel geklärt. Wäre Dir meine Hut-Aussage unklar gewesen, hättest Du einfach um Klärung bitten können - in einem normalen Tonfall.

Der Begriff „devote
Aggression“ klingt gut. :smile:

Das ist für mich der größte Gewinn an der ganzen Sache: Nun habe ich endlich einen griffigen Begriff dafür gefunden.

Aus meiner Sicht hast du mir dieses Kapitel in meinem
„dämlichen Kleinkrieg“ vermasselt. Nämlich du hast meine
Aussage zu ernst genommen. In diesem Forum geht es mir
ausschliesslich um moralischen Aspekt, nie um strafrechtliche
Dinge.

Das ist Deine Auffassung, die niemand ahnen kann. Auch wenn es immer wieder untergeht: Dies ist ein Wissensforum. Da erlaubt sich immer mal wieder - auch im Politikbereich - etwas Wissen unter das Volk zu bringen.

eine Frage formuliere und sie dann gleich beantworte. Wenn Du
meinst, mich provozieren zu müssen, um dann irgendwelche
Erkenntnisse gewinnen zu können, magst Du das für eine witzige
Idee halten, ich halte es für Zeitdiebstahl.

Hier klingt es für mich schon wieder nach einer Kräftemessung,
wer von uns beiden wichtiger ist.

Interessanter Hinweis. Du meinst also, eine bewußte Provokation zur Erlangung einer Aussage hat nichts mit Kräftemessung zu tun?

Oben habe ich mich hoffentlich schon erklärt. Wenn nicht, nur
zu. Ansonsten gebe ich gerne zu, daß ich dir keine direkte
Frage gestellt habe. Warum? Ganz einfach. Weil du dir in
deinem ersten Posting die Rolle eines Schiedsrichters angemaßt
hast.

Nein, ich habe einen Sachverhalt klargestellt. Die Diskussion war und ist mir vollkommen schnuppe.

Für dich war alles klar, bevor einer den Mund aufgemacht
hat. So klar, daß du es nicht für nötig hieltest, deine eigene
Meinung einzubringen.

Das war und ist aus meiner Sicht nicht notwendig. Immer wieder flammt die Frage auf, ob Israel zu recht am Grandprix teilnimmt. Regelmäßig kommt dann der Hinweis, daß Zypern auch nicht geologisch zu Europa gehört und dennoch auch teilnimmt. Käme nun ein Geologe des Weges, der darstellt, daß Zypern geologisch doch zu Europa gehört, würde von ihm niemand erwarten, zur Restdebatte Stellung zu nehmen. Oder doch?

Das hat mich gereizt. Kannst du mir das
nachsehen? :smile:

Wir werden sehen.

Nur weil ich darstelle, daß eine Aussage nicht volksverhetzend
im Sinne des StGB ist, heißt das nicht, daß ich eine
Diskussion darüber führen will, wer ein Neonazi ist und wie
die aktuelle Situation bei der Aufarbeitung der Nazizeit
aussieht.

Das ist dann deine Entscheidung. Ich bevorzuge eine Klarheit
in solchen Fragen.

Deine ersten Artikel strotzen nicht unbedingt vor Klarheit, zumindest verstehe ich unter Klarheit etwas anderes. Oder meinst Du Klarheit bzgl. des Standpunktes des sich Einmischenden? Auch danach kann man klar fragen, ohne ein Vorurteil zu fällen.

Analogie: Wenn ich Antwort auf eine Frage zur Einkommensteuer
gebe, will ich nicht unbedingt eine Diskussion über die
Gerechtigkeit unseres Steuersystems vom Zaun brechen.

Ich hoffe, du siehst selbst, daß deine Analogie zu unserem
Zwischenfall nur bedingt passt.

Das sehe ich weiterhin anders.

Warum sollte es dich ärgern, wenn du auf deinen
Gesprächspartner eingehst? Es passt mir tatsächlich nicht,
wenn meine Gesprächspartner mit mir so umgehen. Mal eine
Zwischenbemerkung, und dann Ende. Ich halte es für unerzogen
und werde dann gerne unverschämt.

Dann weiß ich ja bescheid.

Ausserdem sprichst du immer wieder von dem Sachverhalt,
Tatbestand. Das war wahrlich nicht meine Intention, juristisch
verstanden zu werden. Es ist halt die Sprache, die bei Günter
wirkt (Einzelheiten erspare ich dir, siehe oben).

Das würde ich mal als unfaires Diskussionsverhalten bezeichnen. Mir liegen solche Spielchen jedenfalls nicht.

Gruß,
Christian

Hallo Christian!

Würdest Du das
Gesamtergebnis beurteilen (können), wärest Du vermutlich etwas
weniger zufrieden.

Du anlysierst auch dies zu einseitig. Eine Auseinandersetzung
ist nicht nur dann insgesamt unangenehm, wenn sie einer
unangenehm findet. Ich neige zwar nicht dazu, nachtragend zu
sein, aber wenn man auf eine einfache Antwort regelrecht mit
Dung zugekübelt wird, bleibt da was hängen.

Ich habe meine Zeit nicht gestohlen und überlege mir
inzwischen sehr genau, auf welche Fragen von wem ich antworte.
Ich sah neulich eine Frage, die ich hätte beantworten können
unbeantwortet im Archiv verschwinden, die von jemandem
gestellt worden war, der vermutlich bei einer der vergangenen
Diskussionen auch dachte, sie wäre nur für mich unangenehm
gewesen.

Das Forum beschränkt sich eben nicht nur auf ein Brett oder
eine Rubrik. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich Dir nie mehr
bei einer Fachfrage helfen werde, aber man sollte die Sache
hier nicht eindimensional betrachten.

Ich
sehe keine Logik darin, durch eine faire Kritik mit negativ
besetzten Begriffen bestempelt zu werden.

Ich auch nicht. Ich sprach ja in diesem Falle nicht konkret
über Dich, sondern wollte nur verdeutlichen, daß ein Hinweis
auf eine rechtliche tatsache nicht zwangsläufig eine
Diskussion über die grundsätzliche und allgemeine Gesinnung
eines Menschen erfordert.

Aber nochmal: Warum die Angriffe,
wenn es a) nur um einen rechtlichen Aspekt ging (und ich
meine, daß ich das von vornherein deutlich gemacht habe) und
b) eine einfache Frage gereicht hätte?

Ich bin sowohl in meinem ersten Artikel (rein rechtlicher
Hinweis) als auch in meinem zweiten Artikel (hab mit Günters
Aussage nichts am Hut) m.E. sehr klar und deutlich gewesen.

Mein Plan war es, dich zu
einer Klärung deiner Position zu nötigen.

Die war eigentlich spätestens nach meinem zweiten Artikel
geklärt. Wäre Dir meine Hut-Aussage unklar gewesen, hättest Du
einfach um Klärung bitten können - in einem normalen Tonfall.

Das ist Deine Auffassung, die niemand ahnen kann. Auch wenn es
immer wieder untergeht: Dies ist ein Wissensforum. Da erlaubt
sich immer mal wieder - auch im Politikbereich - etwas Wissen
unter das Volk zu bringen.

Interessanter Hinweis. Du meinst also, eine bewußte
Provokation zur Erlangung einer Aussage hat nichts mit
Kräftemessung zu tun?

Oben habe ich mich hoffentlich schon erklärt. Wenn nicht, nur
zu. Ansonsten gebe ich gerne zu, daß ich dir keine direkte
Frage gestellt habe. Warum? Ganz einfach. Weil du dir in
deinem ersten Posting die Rolle eines Schiedsrichters angemaßt
hast.

Nein, ich habe einen Sachverhalt klargestellt. Die Diskussion
war und ist mir vollkommen schnuppe.

Für dich war alles klar, bevor einer den Mund aufgemacht
hat. So klar, daß du es nicht für nötig hieltest, deine eigene
Meinung einzubringen.

Das war und ist aus meiner Sicht nicht notwendig.

Das hat mich gereizt. Kannst du mir das
nachsehen? :smile:

Wir werden sehen.

Nur weil ich darstelle, daß eine Aussage nicht volksverhetzend
im Sinne des StGB ist, heißt das nicht, daß ich eine
Diskussion darüber führen will, wer ein Neonazi ist und wie
die aktuelle Situation bei der Aufarbeitung der Nazizeit
aussieht.

Das ist dann deine Entscheidung. Ich bevorzuge eine Klarheit
in solchen Fragen.

Deine ersten Artikel strotzen nicht unbedingt vor Klarheit,
zumindest verstehe ich unter Klarheit etwas anderes. Oder
meinst Du Klarheit bzgl. des Standpunktes des sich
Einmischenden? Auch danach kann man klar fragen, ohne ein
Vorurteil zu fällen.

Analogie: Wenn ich Antwort auf eine Frage zur Einkommensteuer
gebe, will ich nicht unbedingt eine Diskussion über die
Gerechtigkeit unseres Steuersystems vom Zaun brechen.

Ich hoffe, du siehst selbst, daß deine Analogie zu unserem
Zwischenfall nur bedingt passt.

Das sehe ich weiterhin anders.

Warum sollte es dich ärgern, wenn du auf deinen
Gesprächspartner eingehst? Es passt mir tatsächlich nicht,
wenn meine Gesprächspartner mit mir so umgehen. Mal eine
Zwischenbemerkung, und dann Ende. Ich halte es für unerzogen
und werde dann gerne unverschämt.

Dann weiß ich ja bescheid.

Ausserdem sprichst du immer wieder von dem Sachverhalt,
Tatbestand. Das war wahrlich nicht meine Intention, juristisch
verstanden zu werden. Es ist halt die Sprache, die bei Günter
wirkt (Einzelheiten erspare ich dir, siehe oben).

Das würde ich mal als unfaires Diskussionsverhalten
bezeichnen. Mir liegen solche Spielchen jedenfalls nicht.

Ich habe deinen Text hier für mich so komprimiert, daß die klärungsbedürftigen Passagen deutlich zu sehen sind.

Im Laufe dieser Diskussion habe ich dir verschiedene Taktiken presentiert, von einer aggressiven bis hin zu einer versöhnlichen. Deine ist ohne jeglichen Zweifel dieselbe geblieben. Ich habe dir gezeigt, daß ich durchaus bereit bin, Übertreibungen und gereizte Reaktionen zuzugeben. Du hast nicht mal andeutungsweise zugegeben, im Ton deines ersten Postings zu weit gegangen zu sein. Es sieht so aus, daß du nicht bereit bist, mit mir auf gleicher Augenhöhe zu reden. Und das obwohl ich einige Male zeigen durfte, daß du über wenig fundierte politologische Kenntnisse verfügst. Ich lasse mich gerne belehren, ich weiß nicht alles. Diese Bereitschaft vermisse ich allerdings bei dir.

In deinem ersten Posting in diesem Thread hast du geschrieben:

Ich bewundere immer wieder, wie schnell beide Seiten mit
juristischen Begriffen um sich werfen, die irgendetwas beweisen
sollen und vor allem dazu führen, daß man bequem einer
argumentativ geprägten Diskussion ausweicht. Ich schreibe „beide
Seiten“ obwohl ich mich eigentlich nur daran erinnern kann, daß
die Juristenkeule von den „Wächtern“ geschwungen wird, also
denen, die in jedem zweiten Satz eine antisemitische Bemerkung
sehen. Ich will damit Günters Aussagen nicht unterstreichen,
gutheißen oder bestätigen, sondern nur auf etwas hinweisen, was
mir aufgefallen ist.

Du hast im ersten Satz mich und Günter auf die gleiche Weise derangiert und dabei beiden vorgeworfen, einer argumentativ geprägten Diskussion auszuweichen. Ich habe mehrere Male ausführlich mit Zitaten bewiesen, woher Günters Meinungen kommen und was für einen Hintergrund sie haben. Ich brauche es nicht jedes Mal aufs Neue zu machen. Du hast bei deiner Richtigstellung nicht danach gefragt, sondern bestempelt. Bei mir hast du somit einen höheren Masstab angelegt als an dir selbst. Warum nur?

In deinem zweiten Satz hast du mich indirekt den anonymen „Wächtern“ zugeordnet, von denen du offensichtlich nicht viel hältst. Meinst du „Matrix“-Wächtern? *g* Sie werden von dir darin erkannt, daß die in jedem zweiten Satz eine antisemitische Bemerkung sehen. Ist das deine Vorstellung von meinem Auftreten? Kannst du diesen Blödsinn mit reinem Gewissen vertreten?

In deinem dritten Satz willst du Günters Aussagen nicht unterstreichen, gutheißen oder bestätigen. Und du schaffst es auf so eine subtile Weise, daß sogar er selbst davon überzeugt ist, daß du ihn unterstützst. Zwei streitende Parteien verstehen dich identisch. Du ignorierst es und bleibst wie ein Fels in der Brandung.

Ich wünsche dir viel Spass beim weiteren Korrigieren. Du bringst doch gerne Allegorien als Bestätigungsbeispiele. Wenn ich ein Feuer lösche und dabei laut schreie, wirst du mich auf die Ruhezeiten hinweisen. So sehe ich deine durchaus vernünftige und vielbringende Position.

Ach bitte-bitte, ich will dein Volk sein, bring mir doch ein bisschen von deinem Wissen bei. Und bitte-bitte hilf mir bei meinen Fachfragen, was werde ich tun, ohne deine professionelle Hilfe in Sachen Politikwissenschaft.

Christian, übertreib bitte mit deiner Selbsteinschätzung nicht.

Gutgemeinte Grüße

Hi,

Du hast anscheinend nicht begriffen, was mich an Deiner Vorgehensweise verärgert hat. Kurzfassung: Ich bin nicht gern Teil irgendwelcher Psychospielchen. Wenn man von mir etwas wissen will, kann man mich das fragen und wird höchstwahrscheinlich eine ehrliche Antwort darauf erhalten. Wenn Du es vorziehst, diese Antwort über Umwege aus mir herauszukitzeln, ist das Dein Recht, muß aber nicht auf mein Verständnis stoßen.

Was ich besonders unschön fand, ist der Versuch, mich durch das Abstellen in einer bestimmten politischen Ecke dazu zu bringen, mich dort herauszuwinden. Das ist nicht nur völlig unnötig, sondern auch schlichtweg albern, weil man als regelmäßiger Mitleser in diesem Forum eigentlich wissen sollte, daß ich mich a) in eine bestimmte Ecke nicht stellen lasse und b) schon mal gleich gar nicht in die rechte Ecke.

Ich bin nun einmal nicht so einfach gestrickt, daß auf mich eine bestimmte Kategorisierung zuträfe. Vielmehr - und das erwähnte ich - bevorzuge ich es, mir für jeden einzelne Aspekt eine eigene Meinung unabhängig von einem vorgefaßten politischen Standpunkt zu bilden.

Du verlangst im übrigen die Diskussion auf Augenhöhe. Vor dem Hintergrund Deiner Diskussionstrategie, die Du selbst eingeräumt hat, wirkt dies in meinen Augen ein wenig albern. Wer sich eigenwilliger Diskussionsstrategien bedient, um anderen Aussagen aus den Rippen zu leiern, um deren Position zu ermitteln, macht aus meiner Sicht nicht unmittelbar den Eindruck, auf gleicher Ebene diskutieren zu wollen.

Daß Du ohne meine Ratschläge wirst auskommen können, glaube ich gern. Ich werde jedenfalls Diskussionen mit Dir über politische Themen nicht vermissen. Der Eindruck, den Du hinterlassen hast, macht Dich zumindest für mich nicht zu einem geschätzten Diskussionspartner. Das mag Dich wenig interessieren, nur frage ich mich, wie Du Deine Rolle hier siehst, zumal Du diese Methoden nach eigenem Bekunden öfter mal anwendest.

Andererseits frage ich mich das nicht intensiv genug, um diesen Dialog, der von denen diskussionstaktischen Winkelzügen geprägt war, fortzusetzen. Insofern zieh Deine Nummer hier weiter durch, wenn es Dir gefällt. Was der tiefere Sinn davon sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis. Freunde macht man sich so sicher nicht, aber das ist wohl auch nicht Deine Intention.

Aber noch eines: Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch - auch wenn das im Forum nicht so durchkommen mag -, der sich auch noch Tage und Wochen später über seine Artikel Gedanken macht. Regelmäßig habe ich den Eindruck, daß die Menschen, die von mir eine Selbstreflektion verlangen, das selbst auch nicht ganz unnötig haben. Aber ich bin wiederum sicher, daß Deine Selbsteinschätzung Dich das ganz anders sehen läßt.

Der Bezug zur Inlandspolitik ist im übrigen völlig abhanden gekommen. Insofern hat das Thema hier nichts mehr verloren, was Dich aber nicht daran hindern muß, mir zu antworten und vermutlich auch nicht wird.

Gruß,
Christian

Euer Ehren!

Ihr habt so viel geschrieben, und alles über mich, so daß Ihr selbst eigentlich irgendwann gemerkt habt, daß der Bezug zur Inlandspolitik völllig abhanden gekommen ist.

Und das alles, statt meine Fragen zu Eurem ersten Posting zu beantworten. Von einem sehr selbstkritischen Menschen habe ich mehr erwartet.

Christian, du hast mich angesprochen, nicht ich dich. Hast du es schon vergessen?

Psychospielerische und immer noch inlandspolitisch gefärbte Grüße

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Euer Ehren!

Es ist das erste mal und ich dachte, ich würde auch weiterhin ohne dieses Instrument auskommen, aber so irrt man sich: plonk!

plonk!

Na sieh mal, geht doch. Es ist doch eine inhaltsreiche Diskussion geworden. :smile:

Fachmännische Grüße

Hallo Mathias.

Nicht die Deutschen halten diesen Unterschied am Leben,
sondern die Vertreter der jüdischen Holocaust-Opfer.

Liesse sich das auch belegen?

Klar. Wer täglich eine Zeitung wie FAZ, SZ liest, hat den
Beleg.

Der interpretiert etwas, was er dann für einen Beleg hält. Deswegen wollte ich ja konkret wissen, worauf du dich hier beziehst, denn ich lese auch Zeitung und sehe dennoch deine Belege nicht.

Das ist eine interessante Sichtweise. M.W. wollte Paul Spiegel
nicht, dass das Berliner XDenkmal für alle Opfer des NS
aufgestellt wird.

Er wollte nicht, dass jetzt jeder Gruppe ihr eigenes Mahnmal plaziert wird. Und ja, er u.a. war für ein gemeinsames.

Also, Belege würden mich freuen, da es eben nicht meinem
Wissen entspricht.

Wie gesaht, verfolge einfach die Medien, dann ist das keine
große neue Erkenntnis.

Nur sehe ich, dass die Erkenntnisse hier zwischen der öffentlichen Meinung und der in der jüdischen Gemeinschaft deutlich von einander abweichen. Oft werden in der Öffentlichkeit Aussagen so interpretiert, weil alle schon davon ausgehen, dass Juden eben genau so denken und es deswegen so gemeint haben müssen. Der Beleg dreht sich also im Kreis.

Scholem,
Eli