Ist die Dreieinigkeit biblisch?

Hallo Allerseits!

Auf Wunsch von Beat möchte ich einen Thread mit der Frage aufmachen, ob die Dreieinigkeit eine biblisch fundierte Lehre ist, an die auch die ersten Christen, insbesondere die Jünger Jesu, glaubten.

Ich persönlich glaube dies nicht und würde gerne von euch Argumente zu diesem Thema hören.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos!

Es gibt keine Lehre, die man mit Bibelstellen begründen kann, von der nicht gilt, dass man mit anderen Bibelstellen auch das Gegenteil begründen kann, wenn man die Stellen nur entsprechend auswählt und abgrenzt.

Aber die Lehre, dass der eine Gott dreifaltige Gemeinschaft sei, nämlich das Gegenüber des Vaters und des Sohnes im Heiligen Geist, hat die gesamte Aussagerichtung des Neuen Testaments für sich, das den Menschen Jesus immer wieder als „Gott“, „Sohn Gottes“, „Logos Gottes“ usw. bezeichnet und den „Geist“, den „Beistand“, als das geheimnisvolle Einheitsband zwischen Vater und Sohn sowie zwischen Gott und den (glaubenden) Menschen. Ausdrücklich wird die Dreifaltigkeitsformel beim Taufauftrag des Auferstandenen (Mt 28,19) feierlich und alles zusammenfassend zitiert.

Gruß,
Peter

Hallo Carlos,

es gibt insbesondere zwei Bibelstellen, die darauf Bezug nehmen:

„Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf über ihm. Und er sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und über ihn kommen.“ (Matth. 3, 16)

und

„Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes;“ (Matth. 28, 19)

Und nun kann interpretiert werden. :smile:

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Carlos,

Tatsächlich kommt das Wort „Dreieinigkeit“ in der Bibel überhaupt nicht vor.Weder das Wort ‚Trinität‘ noch die Lehre als solche ist im Neuen Testament zu finden.

Als Jesus getauft wurde, kam eine Stimme aus dem Himmel, die sagte: ‚Du bist mein Sohn, der geliebte.‘ Wäre Gott wirklich auf der Erde getauft worden, hätte er dann seine Stimme zum Himmel gerichtet und von dort zurückschallen lassen, damit man diese Worte auf der Erde hätte hören können? Wäre das nicht eine Täuschung gewesen? Würde Gott, der ‘nicht lügen kann’, zu solch irreführenden Mitteln greifen?“ (Lukas 3:21, 22; Titus 1:1, 2).

Als heidnischer Pontifex maximus — und damit religiöses Oberhaupt des Römischen Reiches — bemühte sich Konstantin, die Bischöfe der abtrünnigen Kirche für sich zu gewinnen. Er bot ihnen mit Macht, Ansehen und Reichtum verbundene Stellungen als Beamte der römischen Staatsreligion an. Die Catholic Encyclopedia räumt ein: „Geblendet vom Glanz des Hofes, gingen einige Bischöfe so weit, den Kaiser als einen Engel Gottes, als heiliges Wesen zu preisen und vorauszusagen, er werde gleich dem Sohn Gottes im Himmel regieren.“ In dem Maß, wie das abtrünnige Christentum die Gunst der politischen Herrscher gewann, machte es sich immer mehr zu einem Teil dieser Welt, des weltlichen Systems, und entfernte sich allmählich von den Lehren Jesu Christi (Johannes 15:19; 17:14, 16; Offenbarung 17:1, 2). Infolgedessen vermischte sich das „Christentum“ mit Irrlehren und falschen Bräuchen: den Lehren von der Dreieinigkeit, der Unsterblichkeit der Seele, der Feuerhölle und dem Fegefeuer, den Gebeten für die Toten, dem Gebrauch von Rosenkränzen, Ikonen, Bildern und dergleichen. (Vergleiche 2. Korinther 6:14-18.)

ES WIRD behauptet, einige Bibeltexte würden die Dreieinigkeitslehre stützen. Beim Lesen solcher Texte sollte man jedoch daran denken, dass diese Lehre weder durch biblische noch durch geschichtliche Zeugnisse erhärtet wird. Wenn eine Bibelstelle als Beweis angeführt wird, muss sie im Zusammenhang mit der widerspruchsfreien Lehre der gesamten Bibel verstanden werden. Häufig ist die wahre Bedeutung eines solchen Bibeltextes aus dem Kontext zu ersehen.

Gruß Peter

Ich persönlich glaube dies nicht und würde gerne von euch
Argumente zu diesem Thema hören.

Hallo, Carlos,
damit dürftest Du ziemlich richtig liegen. Die Lehre von der Dreifaltigkeit wurde auf den Konzilen von Nicäa (325) bzw. Konstantinopel (381) als verbindliche Glaubenslehre festgelegt. Mit dieser Festlegung wurde dem Arianismus entgegengetreten. Arius, Priester in Alexandria, lehrte, dass Gott nicht selbst gezeugt und ohne Ursprung sei. Der Sohn, die zweite Gestalt der Dreieinigkeit, könne also, weil er gezeugt worden sei, nicht Gott im selben Sinn wie der Vater sein.
Der daraus entstehende Kirchenstreit wurde in Nicäa beendet und mündete im „Nicäischen Glaubensbekenntnis“, das heute noch sowohl in der protestantischen als auch der katholischen Kirche Gültigkeit hat.
Im Zuge Der Aufklärung entstanden Strömungen (z.B. die Quäker) die die Lehre von der Dreieinigkeit ablehnten.

Grüße
Eckard.

nein!

Hallo Allerseits!

Hi Einerseits :smile:

ob die Trinität biblisch fundiert ist, war jahrhundertelang eine Streitfrage, die auch letztlich bei der Spaltung zwischen römischer und orthodoxer Kirche einen Beitrag leistete. Ob wohl für die Dogmatik die Berufung auf die kanonisierten Texte Grundbedingung war, liegt in den ntl. Schriften keine Trinitätslehre vor und sie war auch bis zum schon erwähnten Konzil von Nizäa nicht definierter Bestandteil christlicher Lehre - ebensowenig wie die Formel Christus = Gottes Sohn.

Auch mit der (durch Athanasius vorbereiteten) Dogmatisierung der Trinität in Nizäa ist die Lehre aber noch nicht abgeschlossen gewesen. Das kam erst einerseits durch das augustinische Werk „de trinitate“ (415 abgeschlossen) und andererseits durch das Hauptwerk von Richard de St. Victor (118?).

Es waren dazu sehr diffizile Begriffsproblem zu lösen (natura, persona, essentia, unitas, identitas, äquitas usw), die in der frühen Christenheit und in der Zeit der Apostel noch gar keine Rolle spielten und nicht hätten bewältigt werden können.

Sehr wohl ist im NT in der matthäischen Taufformel 3.16 zwar eine Dreiheit ( Triade ) ausgesprochen, aber noch keine zugleich bestehende Einheit, die für die Trinität entscheidend ist („in der natura die Verschiedenheit, in der persona die Gleichheit, in der essentia (Wesen) die Einheit“). Auch die beiden weiteren später bedeutsamen Stellen Joh. 1.2 (und Gott war der logos und Joh 4.24 (Geist ist Gott) gaben noch keinen Hinweis, wie diese überauskomplizierte Struktur der Trinität zu denken war, insbesondere, da ja das bereits im Tanach vielfach ausgesprochene „Gott ist Einer“ dadurch in keiner Weise irritiert wurde.

Daß der Trinitäts gedanke bereits bei den ersten Schülern Jesu mitgedacht wurde, dafür gibt es nicht nur keinerlei Hinweis, sondern ist (aus den erwähnten Gründen) unmöglich. Nichteinmal der Begriff „Sohn Gottes“ ist in seinem Verständnis eindeutig gewesen.

Das Mißverständnis kommt immer wieder daher, daß man die triadische Rede von Vater und Sohn (mit der ungewissen Stellung des Sohnes zum Vater) und dann noch dem Geist mit dem trinitarischen Begriff verwechselt.

Gruß

Metapher

Hallo Carlos,

nur so zum Nachdenken:

„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.“

Dass der Mensch nich äußerlich wie Gott aussieht, dürfte uns allen klar sein. Wo also ist die Ähnlichkeit?

Wenn wir davon ausgehen, dass Gott aus Vater-Sohn-Geist besteht, dann wird es logisch, dass der Mensch aus Leib-Seele-Geist besteht. Damit wären wir bei der „Dreieinigkeit des Menschen“.

Gruss Harald

Hallo Harald

„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das
uns gleich sei.“

Dass der Mensch nich äußerlich wie Gott aussieht, dürfte uns
allen klar sein. Wo also ist die Ähnlichkeit?

Wenn wir davon ausgehen, dass Gott aus Vater-Sohn-Geist
besteht, dann wird es logisch, dass der Mensch aus
Leib-Seele-Geist besteht. Damit wären wir bei der
„Dreieinigkeit des Menschen“.

Hmmm, ich interpretiere die Aussage etwas oder ganz anders, je nachdem, wie weit Du mitgehst. Fuer mich steht die Aussage „im Ebenbilde“ dafuer, dass der Mensch anders als Tiere und Engel wie Gott frei ist in seiner Entscheidungswahl.

viele Gruesse, Peter :smile:

Zusammengefasst an alle. Eure Meinung???
Hallo Allerseits

Finde, dass Thomas eine wichtige Stelle zitiert hat.
Das man Leute im Namen Gottes tauft ist einleuchtend. Wieso sollen alle auf die den Vater, Sohn und heiligen geist getauft werden, wenn sie nicht alle Gott sind?
Ausserdem sagte Jesus bei der Ankündigung dass er bald gehe, dass es gut ist, dass er gehe, so könne der „Vertreter“ (je nach Übersetzung)kommen. Im griechischen wurde dazu ein Wort für „Vertreter“ gebraucht, dass soviel wie „völlig indentisch“ heisst. Mit anderen Worten der heilige Geist der kommen wird, ist einer der völlig identisch ist wie Jesus. Das passt dann auch zur Aussage „ich bin bei Euch bis zum Welt Ende“.
Im weitern sollst Du keinen anderen Gott haben ausser mir. Die ersten Jünger etc, haben Jesus als Ihren Herrn anerkannt. Wenn er nicht Gott wäre, hätten sie ja eine andere Autorität anerkannt. Dies wäre widerum ein Bruch dieses Gebotes

Also einige trifftige Gründe für die Dreieinigkeit. Gibt es biblische Gegengründe?

Was die Jünger glaubten
Hallo Metapher,

das Problem aller Bibelrezeption ist, dass der Geist nicht stehen bleibt. Neue Zeiten werfen neue Fragen auf und geben neue Antworten. Darin sind die älteren Fragen und Antworten enthalten, verschoben, weiterentwickelt. Neuer Sprachgebrauch und neue Sprachen (Übersetzungen) verschieben die Begrifflichkeit.

Es gibt heute niemanden, der genau das und genau so glaubt, was und wie „die Jünger“ glaubten. Und es gibt keinen unmittelbaren Sprung von Bibelworten zu heutigem Glauben oder Unglauben. Jede Rezeption steht in einer Tradition.

Die Trinitätslehre des vierten Jahrhunderts ist Ergebnis eines langen konflikthaften Reflexionsprozesses gewesen - und Anstoß neuer, auch konflikthafter Reflexionsprozesse geblieben. Bekanntlich ist es dabei immer wieder zu Spaltungen gekommen. Und wie Dreifaltigkeit heute zu verstehen ist und künftig zu verstehen sein wird, bleibt ein geschichtlicher Weg.

Aber auch die Unitarier (= Gegner der Dreifaltigkeitslehre) der verschiedenen Epochen waren vom philosophischen Horizont ihrer jeweiligen Zeit mindestens ebenso stark geleitet wie von Bibelworten - und das gilt auch heute.

Die „ökumenische“ (=orthodox/katholisch/reformatorische) Auslegungslinie ist diejenige, in der sich Joh 16,13 erfüllt hat und weiter erfüllen wird. Oder der Geist ist in der Christenheit nicht am Werk - dann brauchen wir zum Thema kein Wort zu verlieren.

Gruß,
Peter

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Also einige trifftige Gründe für die Dreieinigkeit. Gibt es
biblische Gegengründe?

Als Jesus getauft wurde, kam eine Stimme aus dem Himmel, die sagte: ‚Du bist mein Sohn, der geliebte.‘ Wäre Gott wirklich auf der Erde getauft worden, hätte er dann seine Stimme zum Himmel gerichtet und von dort zurückschallen lassen, damit man diese Worte auf der Erde hätte hören können? Wäre das nicht eine Täuschung gewesen? Würde Gott, der ‘nicht lügen kann’, zu solch irreführenden Mitteln greifen?“ (Lukas 3:21, 22; Titus 1:1, 2).

Jesus selbst sagt mehrmals, dass der Vater größer ist als er.
Als Jesus am Kreuz hing rief er:" Mein Gott, warum hast du mich verlassen ?"

  1. Gott ist der allein wahre Schöpfer aller Dinge
  2. Der Heilige Geist ist " Gottes wirksame Kraft"
  3. Jesus ist das ertse Wesen das Gott allein geschaffen hat. Alle anderen Dinge und Geistgeschöpfe sind duch seinen"Werkmeister"(Jesus in seiner Vormenschlichen Existenz) mit geschaffen worden.

Gruß Peter

Hallo Beat.

Also einige trifftige Gründe für die Dreieinigkeit. Gibt es
biblische Gegengründe?

Zum einen sind die Aussagen „mein Herr“ sowei „mein Vater“ etc. ganz üblich und finden sich so schon bei vielen Propheten etc. im sogenannten „alten Testament“. Warum ausgerechnet hier dieses dann eine andere Bedeutung haben sollte bleibt unklar.

Davon abgesehen widerspricht das sogenannte „alte Testament“ auch an vielen anderen Stellen dieser Auffassung. Alleine das Gebot „mache dir kein Bild […]“ widerspricht jeder Verkörperlichung G’ttes. Wahrscheinlich haben auch genau deswegen viele Christen mit diesem Gebot ihre Probleme?

Schalom,
Eli

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Hallo Beat.

Also einige trifftige Gründe für die Dreieinigkeit. Gibt es
biblische Gegengründe?

Zum einen sind die Aussagen „mein Herr“ sowei „mein Vater“
etc. ganz üblich und finden sich so schon bei vielen Propheten
etc. im sogenannten „alten Testament“. Warum ausgerechnet hier
dieses dann eine andere Bedeutung haben sollte bleibt unklar.

Eben, mit mein Herr oder mein Vater wurde im AT auch Gott, Gott als Vater im Himmel gemeint. Im NT eben auch, dh Herr wwurde auch hier als Gott gebraucht, hier nun aber Jesus, als Gott.
Ist für mich eine Bestätigung, oder sehe ich das nicht richtig?

Davon abgesehen widerspricht das sogenannte „alte Testament“
auch an vielen anderen Stellen dieser Auffassung. Alleine das
Gebot „mache dir kein Bild […]“ widerspricht jeder
Verkörperlichung G’ttes. Wahrscheinlich haben auch genau
deswegen viele Christen mit diesem Gebot ihre Probleme?

Der Zusammenhang mit „mache dir kein Bild […]“ ist soviel ich weiss, im Sinne von Bild machen, Anbetungsbild machen gemeint, dh man soll sich kein Bild machen, dass man dann anbetet. Ausserdem ist Jesus so wie er war ja kein Bild, sondern lebendig, dh es trifft nicht auf ihn zu.

Schalom,

Beat

Also einige trifftige Gründe für die Dreieinigkeit. Gibt es
biblische Gegengründe?

Als Jesus getauft wurde, kam eine Stimme aus dem Himmel, die
sagte: ‚Du bist mein Sohn, der geliebte.‘ Wäre
Gott wirklich auf der Erde getauft worden, hätte er dann seine
Stimme zum Himmel gerichtet und von dort zurückschallen
lassen, damit man diese Worte auf der Erde hätte hören können?
Wäre das nicht eine Täuschung gewesen?

Leider fand ich die Stelle nicht, aber wollte Johannes ihn ja deshalb (als Sohn Gottes) nicht taufen. Jesus sagte aber doch selber, tue es, damit sich das Gesetz erfüllt. Denke er liess sich selbst taufen, damit wir keinen Grund haben uns nicht zu taufen, so nach dem Motto, Jesus hat sich ja auch nicht taufen lassen.

Jesus selbst sagt mehrmals, dass der Vater größer ist als er.

Stimmt, aber damit sagte er auch, dass er nicht anders ist, dh der Vater sei Gott und er nicht.

Als Jesus am Kreuz hing rief er:" Mein Gott, warum hast du
mich verlassen ?"

Stimmt, Jesus trug da ja auch alle unsere Sünden, dadurch war er so getrennt von Gott (durch die vielen Sünden) dass er eben verlassen war, den Vater nicht mehr spürte. Das ist deshalb auch die einige Stelle wo er so was oder ähnliches sagte.

  1. Gott ist der allein wahre Schöpfer aller Dinge

Klar, aber wer ist alles Gott?

  1. Der Heilige Geist ist " Gottes wirksame Kraft"

Oh Achtung, in der Bibel wird von heiligem Geist gesprochen, ohne bestimmtes Adjektiv, was man durchaus als „Gottes wirksame Kraft“ und noch etwas mehr bezeichnen kann. Es wird aber auch vom „dem heiligen Geist“ mit bestimmten Adjektiv gesprochen. Bestimmtes Adjektiv = „Person“ einzigartig nicht einfach allgemeine Kraft oder so. Liess mal in der Bibel, wo bestimmtes adjektiv steht und wo nicht und was dazu steht.

  1. Jesus ist das ertse Wesen das Gott allein geschaffen hat.
    Alle anderen Dinge und Geistgeschöpfe sind duch
    seinen"Werkmeister"(Jesus in seiner Vormenschlichen Existenz)
    mit geschaffen worden.

Alles hat Gott geschaffen und Jesus ist auch Gott, wie der himmlische Vater. Deshalb stimmt die Aussage alles hat gott Geschaffen auch wieder. Wenn Jesus ja nicht Gott wäre, hätte gott ja nicht alles geschaffen.

Gruß Beat

Hallo Allerseits

Hier noch die erwähnte Stelle
Joh 14,16 Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen ANDERN Tröster* geben, daß er bei euch bleibe ewiglich:
* Andere Übersetzungen: Fürsprecher, Beistand

Das griechische Wort für ANDERN bedeutet, etwas völlig identisches, austauschbares.
Hier ist klar der heilige Geist gemeint, der mit uns ist, wie jesus später sagte, bis an der Welt Ende.

noch ein Zusatz, wieso der Heilige Geist bestimmt ist und auch Gott ist.
Joh 14,16 Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen ANDERN Tröster* geben, daß er bei euch bleibe ewiglich:
* Andere Übersetzungen: Fürsprecher, Beistand

Das griechische Wort für ANDERN bedeutet, etwas völlig identisches, austauschbares.
Hier ist klar der heilige Geist gemeint, der mit uns ist, wie jesus später sagte, bis an der Welt Ende.

Die „ökumenische“ (=orthodox/katholisch/reformatorische)
Auslegungslinie ist diejenige, in der sich Joh 16,13 erfüllt
hat und weiter erfüllen wird. Oder der Geist ist in der
Christenheit nicht am Werk - dann brauchen wir zum
Thema kein Wort zu verlieren.

Das er noch am Werk ist, können nicht nur diejenigen sagen die ihn erfahren haben, es steht sogar in der Bibel:
Joh 14,16 Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen ANDERN Tröster* geben, daß er bei euch bleibe ewiglich:
* Andere Übersetzungen: Fürsprecher, Beistand

Das griechische Wort für ANDERN bedeutet, etwas völlig identisches, austauschbares.
Hier ist klar der heilige Geist gemeint, der mit uns ist, wie jesus später sagte, bis an der Welt Ende.

Gruß,

Beat

Hi Einerseits :smile:

ob die Trinität biblisch fundiert ist, war jahrhundertelang
eine Streitfrage, die auch letztlich bei der Spaltung zwischen
römischer und orthodoxer Kirche einen Beitrag leistete. Ob
wohl für die Dogmatik die Berufung auf die kanonisierten Texte
Grundbedingung war, liegt in den ntl. Schriften keine
Trinitätslehre vor und sie war auch bis zum schon erwähnten
Konzil von Nizäa nicht definierter Bestandteil christlicher
Lehre - ebensowenig wie die Formel Christus = Gottes Sohn.

Das Christus Sohn des himmlischen vaters ist, steht aber mehrfach in der Bibel.
Ausserdem:
Joh 14,16 Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen ANDERN Tröster* geben, daß er bei euch bleibe ewiglich:
* Andere Übersetzungen: Fürsprecher, Beistand

Das griechische Wort für ANDERN bedeutet, etwas völlig identisches, austauschbares.
Hier ist klar der heilige Geist gemeint, der mit uns ist, wie jesus später sagte, bis an der Welt Ende.

Sehr wohl ist im NT in der matthäischen Taufformel 3.16 zwar
eine Dreiheit ( Triade ) ausgesprochen, aber noch keine
zugleich bestehende Einheit, die für die Trinität
entscheidend ist („in der natura die Verschiedenheit,
in der persona die Gleichheit, in der essentia
(Wesen) die Einheit“). Auch die beiden weiteren später
bedeutsamen Stellen Joh. 1.2 (und Gott war der logos
und Joh 4.24 (Geist ist Gott) gaben noch keinen Hinweis, wie
diese überauskomplizierte Struktur der Trinität zu denken war,
insbesondere, da ja das bereits im Tanach vielfach
ausgesprochene „Gott ist Einer“ dadurch in keiner Weise
irritiert wurde.

Stimme Dir zu, das es für den menschliochen Geist sehr wohl schwer vorstellbar ist, dass jeder der drei für sich selbst ein Gott ist und gleichzeitig aber sie zusammen einen Gott bilden.
Aber Gott sich vorzustellen, ist sowieso nicht möglich, weshalb wir diesen scheinbaren widerspruch gar nicht verstehen können. Jedenfalls haben die ersten Jünger zu Jesus (im Namen Jesus) gebetet. Und Du sollst keinen anderen Gott anbeten, ausser mich. Das heisst, wenn Jesus nicht derselbe Gott wie der himmlische Vater wäre, hätten sie ihn ja nicht anbeten dürfen, oder?

Gruß

Beat

Hi Peter

schön und gut - aber warum schreibst du mir das?
Ist darin irgendein Einwand gegen das, was ich schrieb enthalten, den ich nicht sehe?

Es gibt heute niemanden, der genau das und genau so glaubt,
was und wie „die Jünger“ glaubten. Und es gibt keinen
unmittelbaren Sprung von Bibelworten zu heutigem Glauben oder
Unglauben. Jede Rezeption steht in einer Tradition.

Soweit ich erkennen kann, fragte Carlos nach Hinweisen auf Glaubensinhalte bzw. Lehren der ersten Schüler bzw. des frühen Christentums. Siehe Titelzeile.

Gruß

Metapher

doch nein!

Das Christus Sohn des himmlischen vaters ist, steht aber mehrfach in der Bibel.

Es ist richtig, daß der Ausdruck „Sohn Gottes“ vielfach im neutestamentlichen Kanon steht. Es steht aber kein Hinweis, wie dieser Ausdruck zu verstehen sei.

Das siehst du auch schon daran, daß er erst unter Kaiser Konstantin (und auf seine Veranlassung hin) dogmatisiert und damit in die verbindliche Lehre aufgenommen wurde.

„Sohn Gottes“ war ja auch eine Ehrenbezeichnung orientalischer Despoten. Auch David wurde so bezeichnet.

Dagegen ist die Betitelung und vor allem auch die Selbstbezeichnung Jesu im Johannes der " Gesandte"! Das selbe Wort übrigens, mit dem in Joh.14.26 „der parakletos, das pneuma, das heilige“ vom Vater „gesandt“ wird.

Ich wiederhole mich: Die für die Trinitätsdefinition notwendige Unterscheidung zwischen natura, persona und essentia sowie die notwendigen Begriffsfacetten differentia, aequitas und unitas (Verschiedenheit, Gleichheit, Einheit) konnten in der damaligen lateinischen Philosophie (und in der jüdischen erst recht nicht) überhaupt nicht beherrscht werden.

Das griechische Wort für ANDERN bedeutet, etwas völlig identisches, austauschbares.

  1. von „Identität“ ist in der ganzen Trinitätslehre überhaupt keine Rede.

  2. das griech. αλλος (allos) bedeutet „der andere“ in einem unspezifischen Sinne. Auf keinen Fall etwas Identisches, weil das Unsinn wäre, denn das Identische ist eben dasselbe und nicht ein anderes.

  3. wenn bei dem „anderen“ in Joh.14.16 ein anderer von zweien oder dreien gemeint wäre, müßte das griech. Wort ετερος (heteros) dort stehen.

Stimme Dir zu, das es für den menschliochen Geist sehr wohl
schwer vorstellbar ist, dass jeder der drei für sich selbst
ein Gott ist und gleichzeitig aber sie zusammen einen Gott
bilden.

Ok - es war aber nicht von Vorstellungen oder Vorstellbarkeiten die Rede, sondern es war nach Lehrinhalten gefragt. Und Lehrinhalt ist die Trinität erst seit dem Konzil von Nizäa.

Gruß

Metapher

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