Ist dieser Bundespräsidant

Meister der Pauschalisierung und Verfälschung!!!
Hallo Raimund, ich bins, der Lehrer, der immer „im Mittelpunkt stehen möchte“ (Paraphrase R.Brendle)!!!

Kann ein Politiker, der sich scheinbar schämt, ein Deutscher
zu sein, noch deren Repräsentant sein?

Raimund, vielleicht wäre es mal Zeit anzufangen, genau hin zu hören, was andere Politiker genau sagen und nicht das zu hören, was du hören willst… denn dann liesse sich hier so manches an Diskussion sparen… aber wie wir dich ja hier mittlerweile kennen, legst du es darauf an, halb hinzuhören bzw. halb etwas durchzulesen und dir das dann so zusammenzuschustern wie du es möchtest… Raimund, ich muss dir aber als Erwachsener nicht sagen, was Sachlichkeit heisst… aber anscheinend ist dir das nicht in die Wiege gelegt worden (wie so manches nicht - siehe Lehrerdiskussion - Kompetenz). Du machst immer mehr unglaubwürdig mit deinen Postings…

meine Meinung: nein!
Er sollte die Konsequenz daraus ziehen und zurücktreten!

Mann, Mann, Mann du scheinst jetzt wirklich den Boden der Realität verlassen zu haben… Rücktritt! Was besseres fällt dir nicht ein, oder?

Kann man nur unterschreiben, was du sagst!
Raimund wird es wohl nie lernen, genau etwas durch zu lesen… ist eigentlich für einen Mann in seinem Alter ein absolutes Armutszeugnis… ob der bei Versicherungen auch so ist…?
Zuhören und richtig lesen ist eine Tugend, die Raimund wohl nie mitbekommen hat…

Stolz? Scham?
Was soll eigentlich diese Scheiss-Diskussion über „Stolz“ oder „Nicht-Stolz“? Haben die Deutschen eigentlich keine anderen Probleme mehr? Wo sind denn die Sachdiskussionen über Arbeitslosigkeit, Bildungspolitik, Finanzpolitik etc.? Muss diese lächerliche Diskussion über Stolz alles andere in den Hintergrund drängen? Im Ausland schüttelt man den Kopf über dieses Gesülze… Alle Politiker sollten sich endlich besinnen, welche Aufgabe sie haben und nicht über solches „Seich“ (schweizer Ausdruck für „Mist“) diskutieren…

Grüssen von einem, der mal in diesem Land gelebt hat, jetzt aber froh ist (nicht „stolz“! @Raimund: Lies dir das genau durch und verdreh nicht wieder alles!), Bürger eines anderen Landes zu sein.

Noch was gefunden…
Der Stolz der Patrioten

Stolz ist eine Todsünde. Eine von ursprünglich acht Todsünden, die der griechische Theologe Evagrius von Pontus zu einer Kette der absoluten Versündigungen addierte. Stolz war darin das letzte und mithin schwerste Glied, folglich die schlimmste aller Sünden, die - so der Glaube - die Verbindung des Menschen zu seinem Schöpfer endgültig abreißen lassen.

Deutschland würgt. Würgt an einem ungeliebten Umweltminister, der sagt, dass das Gequake vom „Stolz, ein Deutscher zu sein“, in die rechte, ja in die Skinhead-Ecke gehört. Laurenz Meyer, CDU-Generalsekretär, hatte jene unsägliche Floskel aufgegriffen, wohl wissend, dass der Satz „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ mit rechter Gesinnung kontaminiert ist. Den Aufnäher mit gleichlautendem Spruch findet man seit Jahren in der deutschen Hooligan-Szene. Stolz?

Man muss rätseln, mit wem sich Laurenz Meyer da gemein machen wollte, was der Flirt mit dem ultrarechten Dumpfbacken-Lager sollte. Doch wen will man treffen? Den Sekretär, den Minister, die Hooligans, die Nation? Der Spruch ist heikel, war es immer schon, seitdem er zur Erkennungsmelodie von rechten Banden geworden ist. Bei „Sabine Christiansen“ nun das Gewinde: Man muss die rechte Brut verachten, darf aber zugleich nicht sagen, dass man den elenden Spruch elend findet. Peinliches Geseier. Man ist für Deutschland. Patriotismus kann doch nicht schlimm sein. Ist er auch nicht. Daneben aber: Der Spruch ist eine belastete Unverfrorenheit.

CSU-Generalsekretär Thomas Goppel stellt zudem die Amtsführung und den Patriotismus des Staatsoberhauptes in Frage: „Bei einem Bundespräsidenten, der diesen Stolz nicht hat, darf man fragen, ob er die Bürger und Bürgerinnen seines Landes angemessen vertritt.“ Man ist sehr wohl ein sehr guter Patriot, gerade weil man diesen Spruch so elend findet.

Und überhaupt: Stolz ist eine Todsünde. Die schlimmste.

(Süddeutsche Zeitung, 19.3.2001)

und warum schreist du so?

GRÜSSE VOM ALLESWISSENDEN LEHRER!!!

is ja schön, dass ein lehrer endlich mal eingesteht, anstatt nur zuzuschreiben, aber muss man deshalb gleich so lautschreien? *lol*

CIAo

Och, Hafenmaus…
Seit wann schreit man mit Grossbuchstaben?

is ja schön, dass ein lehrer endlich mal eingesteht…

Was eingesteht?

Matthias

war nen joke
…nur mal so.

CIAo

p.s.: ausschliesslich in grossbuchstaben zu schreiben, bedeutet im net zu schreien. symbolik halt.

Bye

Der Stolz der Patrioten

Es gibt zwei Arten von Stolz, der eine ist der Nationalstolz und der andere der Stolz an sich. Der Stolz, auf den sich die Todsünde bezieht, ist nicht der Nationalstolz, sondern der überhebliche Stolz auf die eigene Person, die die eingene Person über die anderen stellt. Nationalstolz tut das nicht, zumindest nicht wenn man „nur“ Patriot und nicht Nationalsozialist ist. Wenn ich stolz auf meine Nation bin, bin ich stolz auf deren Errungenschaften und stolz darauf, dieser Nation anzugehören, das beinhaltet nicht(!), dass andere Nationen deshalb schlechter sind.

Nina

Habe ich heute im Focus gefunden:

Die Diskussion um Bundespräsident Johannes Rau ist durch ein Interview mit dem TV-Nachrichtensender N24 ausgelöst worden. Rau hatte am Freitag auf die Frage, ob man stolz darauf sein dürfe, ein Deutscher zu sein, nach einem Mitschnitt des Bundespräsidialamtes geantwortet:

„Dazu habe ich mich aber oft geäußert. Man kann nicht stolz sein auf etwas, was man selber gar nicht zu Stande gebracht hat, sondern man kann froh sein oder dankbar dafür, dass man Deutscher ist. Aber stolz kann man darauf nicht sein, nach meiner Überzeugung. Stolz ist man auf das, was man selber zu Wege gebracht hat.“

19.03.01, 12:59 Uhr

Tja, und da gebe ich Ihm vollkommen recht.

Gruß
Jochen

Meine Rede!

„Dazu habe ich mich aber oft geäußert. Man kann nicht stolz
sein auf etwas, was man selber gar nicht zu Stande gebracht
hat, sondern man kann froh sein oder dankbar dafür, dass man
Deutscher ist. Aber stolz kann man darauf nicht sein, nach
meiner Überzeugung. Stolz ist man auf das, was man selber zu
Wege gebracht hat.“

19.03.01, 12:59 Uhr

Tja, und da gebe ich Ihm vollkommen recht.

genau das meine ich auch…und diese Haarspalterei und Interpretiererei, was das Wort „Stolz“ nun eigentlich bedeutet (für mich ist es eindeutig!), geht mir gewaltig gegen den Strich…

Gruß
Uschi

:wink:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

.

nur eine kleine Frage…
…was heißt eigentlich, stolz ein deutscher zu sein (oder ein Franzose, oder Italiener, oder wie auch immer)???
Ich kann stolz auf etwas sein, daß ich gemacht oder erreicht habe, oder?
Was kann man dafür, daß man In Deutschland oder Italien oder wo auch immer geboren wurde??
Es ist nichts, worauf wir Einfluß haben. Wie so dann stolz darauf sein?
Wir können höchstens FROH darüber sein. Oder täusche ich mich???

Fragende Grüsse

Camilla

so ist es!!! (o.T.)

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Hi Uschi!

Finde ich bewundernswert mit welchem Indealismus Du gegen Raimunds Ignoranz anschreibst. Allerdings wird auch dieses fundierte posting an Teflon-Raimund abperlen ohne Spuren zu hinterlassen. Ich bin da schon vor einiger Zeit drauf gekommen und denke mir einfach: „Der Herrgott hat 'nen großen Tiergarten“.

Gruß
Tom

Oh, was für eine herrliche Diskussion das doch ausgelöst hat!
Die vergangenen beiden Wochen verbrachte ich in Ägypten und las nur Time-Magazine. Interessant, daß sogar in einem derartigen Blatt interessantere Themen behandelt werden, als in der FAZ für gewöhnlich…

Nun las ich gestern abend im Flieger die SZ und darin die verschiedenen Kommentare und Leserbriefe zu dem Thema und ich kann nur das eine Fazit daraus ziehen, daß Deutschland noch nichts, aber wirklich gar nichts gelernt hat!

Nach wie vor haben die ewigen Entschuldiger und Duckmäuser die Klappe offen bis zum Rand, wenn ein Herr Meier lediglich sagt, er sei froh darüber, hier zu leben. Man stellt in somit auf eine Art und Weise in die rechte Ecke, die ich persönlich an seiner Stelle nicht akzeptieren würde.

Selbst der eigentlich relativ lockeren Formulierung „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ wird der Odor des Neonazitums aufgedrückt. Wie kann man denn nur auch stolz darauf sein, als unter 65-jähriger in einem Land zu leben, dessen seit 56 Jahren abgewähltes Regime (zweifellos schlimme) Verbrechen begangen hatte? Deutschland hat ja schließlich eine „bestimmte Geschichte“, der man „Rechnung tragen“ muß… Ist ja unanständig!

Und genau hier sind wir mal wieder beim Punkt. „Rechnung tragen“ müssen wir, d.h. bezahlen sollen wir. Und wenn jetzt hier ein neues Gefühl von Patriotismus und Stolz auf die gemeinsamen Leistungen der letzten 50 Jahre (denken die Franzosen, GBs, Israelis, Amis u.s.w. eigentlich bzgl. ihrer eigenen Geschichte weiter zurück? Gab es kein Dresden, kein Vietnam? Gibt es keinen Nahost-Konflikt?) aufkommt, drohen in der Konsequenz vielleicht die durch das ewig aufoktroyierte Schuldgefühl gespeisten Geldquellen an bestimmte Organisationen zu versiegen.

Und der deutsche Bundespräsident schlägt genau in dise Kerbe indem er im Fazit behauptet, er schäme sich seiner Nationalität.
Allein das ist doch schon absurd.

Ich als erklärter Demokrat und jemand, der Faschismus von rechts und von links kategorisch ablehnt sage es klar heraus: „Ich bin stolz und glücklich über meine Nationalität als Deutscher. Ich bin froh, nicht in Ecken dieser Welt aufwachsen zu müssen, wo Deutschland angeklagt wird für Verbrechen, die fast 60 Jahre her sind aber man selbst im zweiten Atemzug hier und heute in faschistischer Art und Weise andere, schwächere ethnische Gruppen verfolgt und ermordet. Ich bin froh, Deutscher zu sein und nicht etwa Israeli, US-Amerikaner oder Iraker.“

noch ein Repräsentant des deutschen Volkes?
Kann ein Politiker, der sich scheinbar schämt, ein Deutscher
zu sein, noch deren Repräsentant sein?
meine Meinung: nein!
Er sollte die Konsequenz daraus ziehen und zurücktreten!

Das würde wenig bringen, denn die Gruppe derer, die nach wie vor den Kopf senken vor Leuten, die heute keinen Deut besser sind als die Nationalsozialisten es vor 60 Jahren waren, ist sehr groß.
Da es zu allem Übel noch viele Leute aus dieser Gruppe sind, die uns regieren, wird natürlich auch kaum eine neue, mündigere Generation aus dem staatlichen Schulsystem erwachsen können.

Das System der erpressbaren Bezahler und feigen Ja-Sager ist leider noch zu stark etabliert.

Noch stolzer wäre ich auf mein Land, wenn man sich hier endlich mal in demokratischer Art und Weise gerade machen würde gegen weinerliche, devote, inhaltslose Politik und die oft kommunizierten Partnerschaften mit bestimmten anderen Staaten auch gleichberechtigt einfordern würde!

Grüße,

Mathias

Hallo Camilla,

genauso sehe ich es auch. Ich kann bei bestem Willen kein Gefühl in mir finden, welches ich mit Stolz auf mein Deutsch-Sein bezeichnen würde. (Hallo Raimund: Ebenso wenig finde ich eine Scham darüber… bevor du wieder deine platten Schlussfolgerungen ziehst…)
Es scheint aber Leute zu geben, die so ein Gefühl haben - nachvollziehen kann ich es aber auch nicht.

Salzmann

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

genau das meine ich auch…und diese Haarspalterei und
Interpretiererei, was das Wort „Stolz“ nun eigentlich bedeutet
(für mich ist es eindeutig!), geht mir gewaltig gegen den
Strich…

Gruß
Uschi

Es ist doch aber nunmal so, dass es Wörter gibt, die zwei oder mehr Bedeutungen haben. Ich finde es würde eine Diskussion sehr erleichtern, wenn man vorher einmal definiert über was man eigentlich diskutiert, vorallem da ja anscheinend die Diskutanten verschiedene Ansichten über die Bedeutung von Stolz haben. Schließlich würden Sie ja auch nicht sagen, eine Bank ist nur aus Holz, wie soll man denn da Geld einzahlen. Nur seine eigene Definition und Meinung stehen lassen zu wollen, halte ich in einer Diskussion nicht für sehr geeignet.

mfg
Nina

Hallo,

Nun las ich gestern abend im Flieger die SZ und darin die
verschiedenen Kommentare und Leserbriefe zu dem Thema und ich
kann nur das eine Fazit daraus ziehen, daß Deutschland noch
nichts, aber wirklich gar nichts gelernt hat!

eben…

Selbst der eigentlich relativ lockeren Formulierung „Ich bin
stolz, ein Deutscher zu sein“ wird der Odor des Neonazitums
aufgedrückt. Wie kann man denn nur auch stolz darauf sein, als
unter 65-jähriger in einem Land zu leben, dessen seit 56
Jahren abgewähltes Regime (zweifellos schlimme) Verbrechen
begangen hatte? Deutschland hat ja schließlich eine „bestimmte
Geschichte“, der man „Rechnung tragen“ muß… Ist ja
unanständig!

„Der Odor des Neonazitums“ wird dieser Formulierung vielleicht auch aufgedrückt, weil Skinheads gern diesen Satz gröhlen, während sie missliebige Mitmenschen schlagen und töten…?
(Abgesehen davon, dass der Satz eigentlich intellektuell flachbrüstig und keiner Diskussion würdig ist.)

Und genau hier sind wir mal wieder beim Punkt. „Rechnung
tragen“ müssen wir, d.h. bezahlen sollen wir. Und wenn jetzt
hier ein neues Gefühl von Patriotismus und Stolz auf die
gemeinsamen Leistungen der letzten 50 Jahre (denken die
Franzosen, GBs, Israelis, Amis u.s.w. eigentlich bzgl. ihrer
eigenen Geschichte weiter zurück? Gab es kein Dresden, kein
Vietnam? Gibt es keinen Nahost-Konflikt?) aufkommt, drohen in
der Konsequenz vielleicht die durch das ewig aufoktroyierte
Schuldgefühl gespeisten Geldquellen an bestimmte
Organisationen zu versiegen.

oh, da sind sie wieder, die bösen Verschwörungen und Geheimbündnisse ausländischer Mächte gegen die deutsche Nation…!
Das Aussagen unseres Heimatlandes durch fremdländische Schmarotzer…

Und der deutsche Bundespräsident schlägt genau in dise Kerbe
indem er im Fazit behauptet, er schäme sich seiner
Nationalität.
Allein das ist doch schon absurd.

genau, aber nur, weil du den Sinn verdrehst

Ich als erklärter Demokrat und jemand, der Faschismus von
rechts und von links kategorisch ablehnt sage es klar heraus:
„Ich bin stolz und glücklich über meine Nationalität als
Deutscher. Ich bin froh, nicht in Ecken dieser Welt aufwachsen
zu müssen, wo Deutschland angeklagt wird für Verbrechen, die
fast 60 Jahre her sind aber man selbst im zweiten Atemzug hier
und heute in faschistischer Art und Weise andere, schwächere
ethnische Gruppen verfolgt und ermordet. Ich bin froh,
Deutscher zu sein und nicht etwa Israeli, US-Amerikaner oder
Iraker.“

Du bist froh, kann ich nachempfinden. Aber worauf bist du stolz? Auf dein Schicksal? Hast du dazu etwas beigetragen als Deutscher geboren zu sein?
Ich halte es mit Hermann Hesse, dass Nationalstolz eine der dümmsten menschlichen Empfindungen ist.

Noch stolzer wäre ich auf mein Land, wenn man sich hier
endlich mal in demokratischer Art und Weise gerade machen
würde gegen weinerliche, devote, inhaltslose Politik und die
oft kommunizierten Partnerschaften mit bestimmten anderen
Staaten auch gleichberechtigt einfordern würde!

auch hier wieder, wenn du stolz sein möchtest (und das Bedürfnis scheint ja übermächtig bei manchen Leuten zu sein), dann fordere doch selbst ein, mache dich selbst gerade.

Grüße,

Mathias

Grüße zurück,

Salzmann

Ich denke, dass kommt darauf an, wie man „Stolz“ definiert. „Stolz“ bedeutet in diesem Fall eher: Sich zugehörig fühlen zu einer Gruppe, die sich insgesamt Verdienste erworben hat. „insgesamt“ bedeutet: Es kommt NICHT auf den Anteil des Einzelnen an.

Nina