Ist dieser Bundespräsidant

Hallo Nina,

es läuft wohl wirklich letztendlich auf Wortklauberei hinaus.
Warum man ein Zugehörigkeitsgefühl mit „Stolz“ übersetzen kann, ist mir aber nicht recht klar…

Salzmann

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Salzmann!

es läuft wohl wirklich letztendlich auf Wortklauberei hinaus.
Warum man ein Zugehörigkeitsgefühl mit „Stolz“ übersetzen
kann, ist mir aber nicht recht klar…

Warum muß man das jetzt sofort als Wortklauberei herabsetzen? Viele Worte haben mehrere Bedeutungen, bei manchen sind sie offensichtlich, bei manchen sind es nur Nuancen, die die beiden Bedeutungen unterscheiden. Stolz ist ein Gefühl und damit abstrakt. Vielleicht wäre es angebracht, immer zuerst einmal festzustellen, was der einzelne denn unter dem Wort versteht, sonst kann es nämlich allzu leicht vorkommen, dass man aneinander vorbei diskutiert, obwohl man vielleicht gar nicht so weit auseinander liegt. Bei der Definition, dass man nur stolz auf etwas sein kann, das man selbst getan hat, fehlen doch offensichtlich ein paar Sachen, auf die man dennoch stolz ist. Oder ist hier niemand stolz auf die Leistungen der eigenen Familie? Für deren Taten kann man selbst doch aber auch nur in eingeschränktem Maße etwas. Wer ist nicht stolz, wenn die eigene Fußballmanschaft gewonnen hat, selbst wenn man selbst kein einziges Tor geschossen hat? Man ist stolz, weil man zu dieser Gemeinschaft gehört.

Nina

Hallo Salzmann!

Warum muß man das jetzt sofort als Wortklauberei herabsetzen?

es war eigentlich nicht so herabsetzend gemeint, wie es vielleicht klang…

Viele Worte haben mehrere Bedeutungen, bei manchen sind sie
offensichtlich, bei manchen sind es nur Nuancen, die die
beiden Bedeutungen unterscheiden. Stolz ist ein Gefühl und
damit abstrakt. Vielleicht wäre es angebracht, immer zuerst
einmal festzustellen, was der einzelne denn unter dem Wort
versteht, sonst kann es nämlich allzu leicht vorkommen, dass
man aneinander vorbei diskutiert, obwohl man vielleicht gar
nicht so weit auseinander liegt. Bei der Definition, dass man
nur stolz auf etwas sein kann, das man selbst getan hat,
fehlen doch offensichtlich ein paar Sachen, auf die man
dennoch stolz ist.

Wer ist nicht stolz, wenn die eigene Fußballmanschaft gewonnen
hat, selbst wenn man selbst kein einziges Tor geschossen hat?

ok, diesen Stolz kenne ich auch, aber - ganz ehrlich - letztendlich finde ich dieses Stolzgefühl, wenn ich es dann habe, selbst irgendwie lächerlich. Wenn ich drüber nachdenke.
Denn ich habe immer das Gefühl dabei, dass ich es eigentlich nichts ist, worauf ich stolz sein kann. Gerade, weil ich eben nichts dazu konnte.

Es geht mir ja bei dieser ganzen Thematik nicht wirklich darum, anderen vorzuschreiben, was sie zu empfinden haben.
Aber dass z.B. Raimund Herrn Rau zu Rücktritt auffordert, weil er nicht dieses Stolzgefühl hat, das ärgert mich.

Nina

Salzmann

Hallo Salzmann!

es war eigentlich nicht so herabsetzend gemeint, wie es
vielleicht klang…

In Ordnung, aber du siehst, man sollte halt immer darauf achten, was für Nuancen ein Wort übermittelt, sonst kommt es zu Mißverständnissen.:wink:

ok, diesen Stolz kenne ich auch, aber - ganz ehrlich -
letztendlich finde ich dieses Stolzgefühl, wenn ich es dann
habe, selbst irgendwie lächerlich. Wenn ich drüber nachdenke.
Denn ich habe immer das Gefühl dabei, dass ich es eigentlich
nichts ist, worauf ich stolz sein kann. Gerade, weil ich eben
nichts dazu konnte.

Das sollte jetzt natürlich einfach ein Beispiel dafür sein, dass es eben auch andere Arten „Stolz“ gibt. Das das lächerlich sein soll, kann ich jetzt so nicht nachvollziehen. Ich meine, auch wenn du vielleicht nicht das alles entscheidende Tor geschossen hast, warst du eben doch Teil der Gemeinschaft. Du hast vielleicht nur deinen Mitgliedsbeitrag bezahlt und so dafür gesorgt, dass die Mannschaft sich neue Trikots leisten konnte, oder die Hallenmiete bezahlt werden kann, aber dadurch das du dazu gehört, hast du auch Anteil am Erfolg. Ist es eigentlich nicht so, dass jedes Gefühl, wenn man es vollkommen rational analysiert, unlogisch ist?

Es geht mir ja bei dieser ganzen Thematik nicht wirklich
darum, anderen vorzuschreiben, was sie zu empfinden haben.
Aber dass z.B. Raimund Herrn Rau zu Rücktritt auffordert, weil
er nicht dieses Stolzgefühl hat, das ärgert mich.

Darum geht es dir vielleicht nicht, aber ich denke, zumindest zum Teil geht es eben auch darum. Nun kann man niemandem vorschreiben, was er zu empfinden hat, weil sich das gar nicht überprüfen läßt. Aber in gewisser Weise, wird man daran gehindert, dieses Stolzgefühl öffentlich auszudrücken. Entweder man macht das Gefühl lächerlich (was?? darauf kann man doch nicht stolz sein!) oder man stellt die Person in die rechtsradikale Ecke. Wie das funktioniert, konnte man in den letzten Tagen ja recht gut beobachten.
Ich möchte niemandem vorschreiben, dass er stolz auf Deutschland sein muß, aber dann möchte ich auch die Toleranz mir gegenüber, die mir erlaubt, stolz auf mein Land zu sein!
Raimund setzt nun das Stolzgefühl auf Deutschland, oder auf das Deutschsein, damit in Verbindung, dass jemand, der das empfindet, das Beste für Deutschland will. Ich will Herr Rau nicht unterstellen, dass er nicht das Beste für Deutschland will, und ich denke, dass er, falls er auch auf Deutschland nach seiner Definition nicht stolz sein kann, trotz allem etwas für Deutschland empfindet. Jemand, der nämlich überhaupt nichts für Deutschland empfindet, dem ist egal was daraus wird und der setzt sich nicht im erforderlichen Maß dafür ein. So jemand, da stimme ich mit Raimund überein, sollte nicht die Bundesrepublik Deutschland vertreten.

Nina

Hallo Salzmann!

es war eigentlich nicht so herabsetzend gemeint, wie es
vielleicht klang…

In Ordnung, aber du siehst, man sollte halt immer darauf
achten, was für Nuancen ein Wort übermittelt, sonst kommt es
zu Mißverständnissen.:wink:

Punkt für dich :wink:

ok, diesen Stolz kenne ich auch, aber - ganz ehrlich -
letztendlich finde ich dieses Stolzgefühl, wenn ich es dann
habe, selbst irgendwie lächerlich. Wenn ich drüber nachdenke.
Denn ich habe immer das Gefühl dabei, dass ich es eigentlich
nichts ist, worauf ich stolz sein kann. Gerade, weil ich eben
nichts dazu konnte.

Das sollte jetzt natürlich einfach ein Beispiel dafür sein,
dass es eben auch andere Arten „Stolz“ gibt. Das das
lächerlich sein soll, kann ich jetzt so nicht nachvollziehen.
Ich meine, auch wenn du vielleicht nicht das alles
entscheidende Tor geschossen hast, warst du eben doch Teil der
Gemeinschaft. Du hast vielleicht nur deinen Mitgliedsbeitrag
bezahlt und so dafür gesorgt, dass die Mannschaft sich neue
Trikots leisten konnte, oder die Hallenmiete bezahlt werden
kann, aber dadurch das du dazu gehört, hast du auch Anteil am
Erfolg.

ok, aber ich bin vielleicht Stolz auf die Mannschaft und evtl. noch die Fans (zu denen ich dann gehöre). Ich könnte sagen: „Ich bin stolz auf den FC St.Pauli, weil die Leute so gut spielen, und auf uns Fans, weil wir die Mannschaft so gut unterstützt haben.“ Das fände ich angemessen.
Aber ich würde doch nicht sagen: „Ich bin stolz ein St.Pauli-Fan zu sein.“ Das klingt doch lächerlich, oder?

Ist es eigentlich nicht so, dass jedes Gefühl, wenn
man es vollkommen rational analysiert, unlogisch ist?

na, da bin ich wieder nicht genau genug mit meinen Worten gewesen, wie peinlich. Unlogisch ist nicht das richtige Wort.
Angemessen ist vielleicht passender.

Es geht mir ja bei dieser ganzen Thematik nicht wirklich
darum, anderen vorzuschreiben, was sie zu empfinden haben.
Aber dass z.B. Raimund Herrn Rau zu Rücktritt auffordert, weil
er nicht dieses Stolzgefühl hat, das ärgert mich.

Darum geht es dir vielleicht nicht, aber ich denke, zumindest
zum Teil geht es eben auch darum.

wie kommst du darauf?

Nun kann man niemandem
vorschreiben, was er zu empfinden hat, weil sich das gar nicht
überprüfen läßt. Aber in gewisser Weise, wird man daran
gehindert, dieses Stolzgefühl öffentlich auszudrücken.
Entweder man macht das Gefühl lächerlich (was?? darauf kann
man doch nicht stolz sein!) oder man stellt die Person in die
rechtsradikale Ecke. Wie das funktioniert, konnte man in den
letzten Tagen ja recht gut beobachten.

naja, was man in den letzten Tagen beobachten konnte, war m.E. doch etwas vielschichtiger. Da hat ein scheinbar intellektuell minderbemitteltes Großmaul aus der linken Ecke ein ein scheinbar ebenso minderbemitteltes Großmaul aus der rechten Ecke angemotzt. Da wird auf niedrigem Niveau hin- und hergemotzt. Da wird ein Bundespräsident zum Rücktritt aufgefordert, weil er sich an dem erfolgreichen Spielen des FC St.Pauli „nur“ erfreut und den Verein aktiv unterstützt, statt zu sagen: „Ich bin so stolz ein St.Pauli-Fan zu sein“.

Ich möchte niemandem vorschreiben, dass er stolz auf
Deutschland sein muß, aber dann möchte ich auch die Toleranz
mir gegenüber, die mir erlaubt, stolz auf mein Land zu sein!

ich bin in der Hinsicht tolerant, würde es dir nicht verbieten stolz zu sein

Raimund setzt nun das Stolzgefühl auf Deutschland, oder auf
das Deutschsein, damit in Verbindung, dass jemand, der das
empfindet, das Beste für Deutschland will. Ich will Herr Rau
nicht unterstellen, dass er nicht das Beste für Deutschland
will, und ich denke, dass er, falls er auch auf Deutschland
nach seiner Definition nicht stolz sein kann, trotz allem
etwas für Deutschland empfindet. Jemand, der nämlich überhaupt
nichts für Deutschland empfindet, dem ist egal was daraus wird…

was man Rau wohl nicht unterstellen kann, deswegen meine Kritik an Raimunds - naja, nennen wir es „Beitrag“

…und der setzt sich nicht im erforderlichen Maß dafür ein. So
jemand, da stimme ich mit Raimund überein, sollte nicht die
Bundesrepublik Deutschland vertreten.

Nina

Salzmann

Hi, mal wieder! *g*

Das sollte jetzt natürlich einfach ein Beispiel dafür sein,
dass es eben auch andere Arten „Stolz“ gibt. Das das
lächerlich sein soll, kann ich jetzt so nicht nachvollziehen.
Ich meine, auch wenn du vielleicht nicht das alles
entscheidende Tor geschossen hast, warst du eben doch Teil der
Gemeinschaft. Du hast vielleicht nur deinen Mitgliedsbeitrag
bezahlt und so dafür gesorgt, dass die Mannschaft sich neue
Trikots leisten konnte, oder die Hallenmiete bezahlt werden
kann, aber dadurch das du dazu gehört, hast du auch Anteil am
Erfolg.

ok, aber ich bin vielleicht Stolz auf die Mannschaft und evtl.
noch die Fans (zu denen ich dann gehöre). Ich könnte sagen:
„Ich bin stolz auf den FC St.Pauli, weil die Leute so gut
spielen, und auf uns Fans, weil wir die Mannschaft so gut
unterstützt haben.“ Das fände ich angemessen.
Aber ich würde doch nicht sagen: „Ich bin stolz ein
St.Pauli-Fan zu sein.“ Das klingt doch lächerlich, oder?

Ich hatte jetzt eigentlich mehr an einen kleineren Verein gedacht, bei dem du selbst Mitglied bist. Du hast natürlich recht, das klingt lächerlich, aber das liegt einerseits daran, dass man das nie hört, es klingt also für unsere Ohren fremd und seltsam, außerdem wäre das unter Umständen auch einfach eine Frage der Formulierung, das Gefühl bleibt aber das gleiche, oder?

na, da bin ich wieder nicht genau genug mit meinen Worten
gewesen, wie peinlich. Unlogisch ist nicht das richtige Wort.
Angemessen ist vielleicht passender.

Da müßte man jetzt die Frage stellen, wer bestimmt, ob ein Gefühl angemessen ist?

Darum geht es dir vielleicht nicht, aber ich denke, zumindest
zum Teil geht es eben auch darum.

wie kommst du darauf?

Wenn ich mich recht entsinne, dann hat Trittin sinngemäß behauptet, jeder, der so etwas sage, sei geistig minderbemittelt und rechtsradikal. Wenn ich also nicht in diese Ecke gestellt werden will, darf ich nicht sagen, dass ich stolz darauf bin ein Deutscher zu sein. Damit wird doch meine Meinungsfreiheit schon in gewisser Weise eingeschränkt. Ist dir übrigens aufgefallen, dass Trittin sich für diesen Satz gar nicht entschuldigt hat? Er hat den Vergleich mit dem Skinhead zurückgezogen, aber er hat am gleichen Abend im ZDF diesen Satz aber aufrecht erhalten.

naja, was man in den letzten Tagen beobachten konnte, war m.E.
doch etwas vielschichtiger. Da hat ein scheinbar intellektuell
minderbemitteltes Großmaul aus der linken Ecke ein ein
scheinbar ebenso minderbemitteltes Großmaul aus der rechten
Ecke angemotzt. Da wird auf niedrigem Niveau hin- und
hergemotzt. Da wird ein Bundespräsident zum Rücktritt
aufgefordert, weil er sich an dem erfolgreichen Spielen des FC
St.Pauli „nur“ erfreut und den Verein aktiv unterstützt, statt
zu sagen: „Ich bin so stolz ein St.Pauli-Fan zu sein“.

Ich habe vorhin schon versucht zu erklären, wie so etwas zustande kommt, es ist sozusagen ein falscher Rückschluß, nämlich: ich bin stolz auf mein Land ich will das Beste für mein Land dürfte richtig sein.
ich bin NICHT stolz auf mein Land ich will NICHT das Beste für mein Land kann richtig sein, aber auch falsch. Ansonsten, sieh dir den letzten Abschnitt meines letzten Beitrags noch mal an.

ich bin in der Hinsicht tolerant, würde es dir nicht verbieten
stolz zu sein

Danke! (das würde ich mir übrigens auch nicht verbieten lassen :wink: )Das Problem ist halt leider, dass es hier nicht möglich ist, so etwas zu sagen, ohne sich absichtlich oder nicht, mit den Rechtsradikalen zu solidarisieren. Nichts liegt mir ferner und ich will diese bestimmt nicht unterstützen, aber ich will es trotzdem sagen können.

Jemand, der nämlich überhaupt
nichts für Deutschland empfindet, dem ist egal was daraus wird…

was man Rau wohl nicht unterstellen kann, deswegen meine
Kritik an Raimunds - naja, nennen wir es „Beitrag“

Wie du vielleicht festgestellt hast, stimme ich in diesem Punkt nicht mit Raimund nicht überein. Allerdings ist nicht alles was Raimund sagt, nur weil dieser Teil nicht stimmt, falsch. Zumindest muß ich Rau vorwerfen, dass er sich anscheinend nicht aus parteipolitischen Dingen raushalten kann.

Nina

Da mein Beitrag ziemlich unübersichtlich war, habe ich Teile der Zitate gelöscht, ich hoffe, du kannst noch erkennen, auf was sich die jeweilige Antwort bezog, ich war wohl ein wenig gründlich. *g*

Hi, mal wieder! *g*

ja, so schnell belommst du eine Antwort… :wink: (vielleicht macht man - wenn es so weiter geht - bald ein Brett nur für uns auf…
Dann müssen wir uns nur noch einig werden, wer von uns beiden MOD wird und die Beiträge des anderen zensieren darf *g*)

Aber ich würde doch nicht sagen: „Ich bin stolz ein
St.Pauli-Fan zu sein.“ Das klingt doch lächerlich, oder?

Ich hatte jetzt eigentlich mehr an einen kleineren Verein
gedacht, bei dem du selbst Mitglied bist. Du hast natürlich
recht, das klingt lächerlich, aber das liegt einerseits daran,
dass man das nie hört, es klingt also für unsere Ohren fremd
und seltsam,…

ich glaube, es liegt daran, dass es einfach keinen Sinn macht, so etwas zu sagen (aber: von mir aus können andere das sagen, wenn sie es möchten)

…außerdem wäre das unter Umständen auch einfach
eine Frage der Formulierung, das Gefühl bleibt aber das
gleiche, oder?

natürlich bleibt das Gefühl immer das gleiche. Nur führe ich Andere in die Irre, wenn ich es wie oben formuliere.

Angemessen ist vielleicht passender.

Da müßte man jetzt die Frage stellen, wer bestimmt, ob ein
Gefühl angemessen ist?

ich bestimme, ob ich mein Gefühl als angemessen empfinde.

Darum geht es dir vielleicht nicht, aber ich denke, zumindest
zum Teil geht es eben auch darum.

wie kommst du darauf?

Wenn ich mich recht entsinne, dann hat Trittin sinngemäß
behauptet, jeder, der so etwas sage, sei geistig
minderbemittelt und rechtsradikal. Wenn ich also nicht in
diese Ecke gestellt werden will, darf ich nicht sagen, dass
ich stolz darauf bin ein Deutscher zu sein. Damit wird doch
meine Meinungsfreiheit schon in gewisser Weise eingeschränkt.

ich nehme Trittin nicht in Schutz. Er lässt meiner Meinung nach genauso dumme links-populistische Phrasen raus, wie z.B. ein Herr Meyer (oder noch schlimmer: Herr Gloos/CSU) dumme rechts-populistische Wort-Ungebilde.
Ich habe auch nicht vor (und könnte es ja auch gar nicht), deine Meinungsfreiheit oder die eines Anderen einzuschränken.
Aber: In diesem Satz „I.b.s.e.D.z.s.“ steckt m.E. tatsächlich eine Missverständlichkeit, die von den finsteren Gestalten, auf die Trittin angespielt hat, gern und ja auch bekanntermaßen für nationalistische und fremdenfeindliche Idiotien ausgenutzt wird.

…Da wird ein Bundespräsident zum Rücktritt
aufgefordert, weil er sich an dem erfolgreichen Spielen des FC
St.Pauli „nur“ erfreut und den Verein aktiv unterstützt, statt
zu sagen: „Ich bin so stolz ein St.Pauli-Fan zu sein“.

Ich habe vorhin schon versucht zu erklären, wie so etwas
zustande kommt, es ist sozusagen ein falscher Rückschluß,
nämlich: ich bin stolz auf mein Land ich will das
Beste für mein Land dürfte richtig sein.
ich bin NICHT stolz auf mein Land ich will NICHT das
Beste für mein Land kann richtig sein, aber auch falsch.
Ansonsten, sieh dir den letzten Abschnitt meines letzten
Beitrags noch mal an.

dieser falsche Rückschluss kommt m.E. aber leider nicht aus Versehen, sondern absichtlich…

ich bin in der Hinsicht tolerant, würde es dir nicht verbieten
stolz zu sein

Danke! (das würde ich mir übrigens auch nicht verbieten lassen
:wink: )Das Problem ist halt leider, dass es hier nicht möglich
ist, so etwas zu sagen, ohne sich absichtlich oder nicht, mit
den Rechtsradikalen zu solidarisieren. Nichts liegt mir ferner
und ich will diese bestimmt nicht unterstützen, aber ich will
es trotzdem sagen können.

(siehe oben)

Wie du vielleicht festgestellt hast, stimme ich in diesem
Punkt nicht mit Raimund nicht überein. Allerdings ist nicht
alles was Raimund sagt, nur weil dieser Teil nicht stimmt,
falsch.

abgesehen davon, dass Raimunds Artikel nur diesen einen Inhalt hatte, und jener dann wirklich komplett falsch wäre, weil es keine anderen „richtigen“ Teile gibt:
Aufgrund meiner Erfahrungen hier mit dem genannten Raimund, muss ich mich jedes Mal dazu zwingen objektiv zu bleiben, wenn ich auf seine Artikel antworte (und das versuche ich - nicht immer erfolgreich - inzwischen zu vermeiden). So oft kamen von ihm Sachen, die ich ziemlich platt und zweifelhaft fand. Im Laufe von Diskussionen wird er dann auch noch regelmäßig persönlich beleidigend, ohne noch inhaltlich etwas zu bringen. Deswegen bin ich vielleicht - was Raimund angeht - etwas „vorbelastet“.

Zumindest muß ich Rau vorwerfen, dass er sich
anscheinend nicht aus parteipolitischen Dingen raushalten
kann.

naja, die angeregte Diskussion hier und auch im Land zeigt ja, dass es mehr als nur ein parteipolitisches Ding ist. Oder wirfst du ihm vor, Partei für eine Seite zu ergreifen.

Nina

Da mein Beitrag ziemlich unübersichtlich war, habe ich Teile
der Zitate gelöscht, ich hoffe, du kannst noch erkennen, auf
was sich die jeweilige Antwort bezog, ich war wohl ein wenig
gründlich. *g*

ich hier ebenfalls… spart ja Platz :smile:

Salzmann

sind alle die jenigen, die anderer Meinung als Du sind, dumm? Haben alle, die nicht nach Deinem Mund schreiben, platte Antworten?
Es fällt mir bei einigen hier im www deutlich auf, was sie unter freier Meinungsäußerung verstehen: nur die eigene Meinung gilt. Alles andere ist dumm, platt, idiotisch, rechtsradikal, undemokrartisch…
So hat man im Kaiserreich gedacht, in der Weimarer Republik, besonders im 3. Reich und leider immer noch in der BRD. Und zwar besonders in den Parteien: ob rechts oder links: die andere Meinung zählt nichts, ja sie ist s.o.
Versuche mal die Meinung Deiner scheinbaren Gegnern (zu denen ich nicht zähle) zu akzeptieren.
Grüße
Raimund

ja, so schnell belommst du eine Antwort… :wink: (vielleicht
macht man - wenn es so weiter geht - bald ein Brett nur für
uns auf…
Dann müssen wir uns nur noch einig werden, wer von uns beiden
MOD wird und die Beiträge des anderen zensieren darf *g*)

*lol*

Ich hatte jetzt eigentlich mehr an einen kleineren Verein
gedacht, bei dem du selbst Mitglied bist. Du hast natürlich
recht, das klingt lächerlich, aber das liegt einerseits daran,
dass man das nie hört, es klingt also für unsere Ohren fremd
und seltsam,…

ich glaube, es liegt daran, dass es einfach keinen Sinn macht,
so etwas zu sagen (aber: von mir aus können andere das sagen,
wenn sie es möchten)

Wir sollten natürlich nicht vergessen, dass der Verein nur ein Beispiel war. Es ist schließlich doch ein Unterschied, ob ich zu einem Verein oder zu einem Volk gehöre. Meine Absicht war ja eigentlich, aufzuzeigen, dass es halt nicht nur den Stolz auf die eigene Leistung gibt, sondern auch den Stolz auf das Wirken bzw. die Leistung einer Gemeinschaft. Genauso wie dein Fußballverein eine Gemeinschaft ist, ist auch die deutsche Nation eine Gemeinschaft. Zumindest teilweise hast du mir ja bei meiner Argumentation auch zustimmen müssen. Es bleibt also zu bemerken, dass der Stolz darüber, Angehöriger des deutschen Volkes zu sein, gar nicht so lächerlich und unglaubwürdig ist.

natürlich bleibt das Gefühl immer das gleiche. Nur führe ich
Andere in die Irre, wenn ich es wie oben formuliere.

Ich hätte das jetzt so auch nie gesagt (unter anderem auch, weil ich kein Fan des SC St-Pauli bin *g*). Aber solche Aussagen über Deutschland sind immer nur Schlagwörter, sie sind einprägsam und leicht zu merken. Oftmals muß auf solches noch eine Erklärung folgen, wenn Mißverständnisse vermieden werden wollen. Allerdings wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, dass Meyer sich damit mit den Rechtsradikalen solidarisieren wollte. Auch weiß ich nicht, in welchem Zusammenhang er den Satz gesagt hat. Vielleicht war er da ja gar nicht mißverständlich, sondern wurde nur dazu, weil er aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

Wenn ich mich recht entsinne, dann hat Trittin sinngemäß
behauptet, jeder, der so etwas sage, sei geistig
minderbemittelt und rechtsradikal. Wenn ich also nicht in
diese Ecke gestellt werden will, darf ich nicht sagen, dass
ich stolz darauf bin ein Deutscher zu sein. Damit wird doch
meine Meinungsfreiheit schon in gewisser Weise eingeschränkt.

ich nehme Trittin nicht in Schutz. Er lässt meiner Meinung
nach genauso dumme links-populistische Phrasen raus, wie z.B.
ein Herr Meyer (oder noch schlimmer: Herr Gloos/CSU) dumme
rechts-populistische Wort-Ungebilde.
Ich habe auch nicht vor (und könnte es ja auch gar nicht),
deine Meinungsfreiheit oder die eines Anderen einzuschränken.
Aber: In diesem Satz „I.b.s.e.D.z.s.“ steckt m.E. tatsächlich
eine Missverständlichkeit, die von den finsteren Gestalten,
auf die Trittin angespielt hat, gern und ja auch
bekanntermaßen für nationalistische und fremdenfeindliche
Idiotien ausgenutzt wird.

Vielleicht bin ich ja zu naiv, aber ich habe bei dem Satz zuerst an genau das gedacht, worüber wir schon die ganze Zeit reden. Dass das natürlich auch eine Parole der Rechtsradikalen ist, kam mir erst später wieder zu Bewußtsein. Wenn jetzt die Nazis den Satz: Ich liebe meine Heimat und freue mich Deutscher zu sein. zu ihrer Parole machen, darf man das dann auch nicht mehr sagen? Wird denn in unserer Gesellschaft von diesen paar Idioten vorgeschrieben, was ein Satz bedeutet? Außerdem s.o.

Außerdem finde ich wirklich, Trittin hätte sich wirklich auch dafür entschuldigen sollen, dass er alle „nur“ konservativen Personen, die sich dieses Gefühl zu eigen machen, beleidigt hat. :frowning:

Ich habe vorhin schon versucht zu erklären, wie so etwas
zustande kommt, es ist sozusagen ein falscher Rückschluß,
nämlich: ich bin stolz auf mein Land ich will das
Beste für mein Land dürfte richtig sein.
ich bin NICHT stolz auf mein Land ich will NICHT das
Beste für mein Land kann richtig sein, aber auch falsch.
Ansonsten, sieh dir den letzten Abschnitt meines letzten
Beitrags noch mal an.

dieser falsche Rückschluss kommt m.E. aber leider nicht aus
Versehen, sondern absichtlich…

Halte ich auch für wahrscheinlich, aber Rau hat das bis zu einem gewissen Grade, glaube ich herausgefordert. Bei der Weihnachtsansprache sagte er noch: „Ich bin aber sicher: Mit vielem können wir in Deutschland sehr zufrieden und auf manches auch mit Recht stolz sein.“ und ein paar Wochen später, weil es besser passt, „Stolz kann man nur auf die eigene Leistung sein.“
Ich finde, da leidet schon etwas seine Glaubwürdigkeit darunter.

abgesehen davon, dass Raimunds Artikel nur diesen einen Inhalt
hatte, und jener dann wirklich komplett falsch wäre, weil es
keine anderen „richtigen“ Teile gibt:
Aufgrund meiner Erfahrungen hier mit dem genannten Raimund,
muss ich mich jedes Mal dazu zwingen objektiv zu bleiben, wenn
ich auf seine Artikel antworte (und das versuche ich - nicht
immer erfolgreich - inzwischen zu vermeiden). So oft kamen von
ihm Sachen, die ich ziemlich platt und zweifelhaft fand. Im
Laufe von Diskussionen wird er dann auch noch regelmäßig
persönlich beleidigend, ohne noch inhaltlich etwas zu bringen.
Deswegen bin ich vielleicht - was Raimund angeht - etwas
„vorbelastet“.

Ich habe von Raimund noch nicht viel gelesen, deshalb kann ich dazu nicht allzuviel sagen. Aber der Satz stimmt trotzdem, auch wenn es Raimund an der erforderlichen Diskussionskultur fehlen sollte.

Zumindest muß ich Rau vorwerfen, dass er sich
anscheinend nicht aus parteipolitischen Dingen raushalten
kann.

naja, die angeregte Diskussion hier und auch im Land zeigt ja,
dass es mehr als nur ein parteipolitisches Ding ist. Oder
wirfst du ihm vor, Partei für eine Seite zu ergreifen.

Der Bundespräsident sollte eigentlich so weit wie möglich neutral sein und erst im Notfall ein beruhigendes Wort sprechen. Rau neigt leider dazu Partei zu ergreifen, normalerweise für seine Partei. (klingt jetzt ziemlich doof)

ich hier ebenfalls… spart ja Platz :smile:

Stimmt!:smile:

Nina

Raimund,

gleich vorneweg: Ich sehe dich nicht als meinen persönlichen Gegner. Wäre ja irgendwie platt und dumm von mir, oder?
Im besten Falle sehe ich dich als einen Kontrahenten innerhalb einer Diskussion, was diese ja ausmacht.

Zu deinem Vorwurf:

Eigentlich habe ich gar keine Lust darauf zu antworten. Denn das, was du mir (und anderen aus einem von dir scheinbar eingebildeten und als Feindbild dienendem Spektrum) vorwirfst, ist genau das, was mich immer auf die Palme bringt, wenn ich mit dir diskutiere.
Es ist mir jetzt wirklich zu mühselig, alle Beispiele aufzuführen (eines findest du gleich hier, etwas weiter oben), in denen du (nicht nur) auf meine Beiträge antwortest. Das hat sinngemäß dann den „Inhalt“:
„Überlege mal etwas. Das war einfach nur dumm, was du da geschrieben hast.“
Und deswegen nehme ich die Kritik von dir nicht an.

Salzmann

Beispiel gefällig?

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…

Gruß, Salzmann

Hallo again,

ich antworte mal ganz schnell, damit es auch mit unserem eigenen Brett etwas wird… :wink:

Wir sollten natürlich nicht vergessen, dass der Verein nur ein
Beispiel war. Es ist schließlich doch ein Unterschied, ob ich
zu einem Verein oder zu einem Volk gehöre. Meine Absicht war
ja eigentlich, aufzuzeigen, dass es halt nicht nur den Stolz
auf die eigene Leistung gibt, sondern auch den Stolz auf das
Wirken bzw. die Leistung einer Gemeinschaft. Genauso wie dein
Fußballverein eine Gemeinschaft ist, ist auch die deutsche
Nation eine Gemeinschaft. Zumindest teilweise hast du mir ja
bei meiner Argumentation auch zustimmen müssen. Es bleibt also
zu bemerken, dass der Stolz darüber, Angehöriger des deutschen
Volkes zu sein, gar nicht so lächerlich und unglaubwürdig ist.

meiner Meinung nach widersprichst du dir hier selbst (meiner Meinung nach wohlgemerkt, da es ja, wie wir festgestellt haben, sehr stark mit persönlichen Gefühlen verbunden ist, die schwer zu vermitteln sind):

„Stolz auf das Wirken bzw. die Leistung einer Gemeinschaft“
und
der Stolz, dieser Gemeinschaft anzugehören,
sind - finde ich - nicht gleichbedeutend. Weil - wiederum für mich persönlich - ersteres zwar existiert, das Zweite aber nicht.

Ich hätte das jetzt so auch nie gesagt (unter anderem auch,
weil ich kein Fan des SC St-Pauli bin *g*).

merkt man :wink: heißt auch FC St.Pauli… *g*

Aber solche Aussagen über Deutschland sind immer nur
Schlagwörter, sie sind einprägsam und leicht zu merken.

deswegen auch das flache Niveau solcher Schlagwörter und die Unsinnigkeit, andere auf solche Schlagwörter „zwangsweise“ (bei Androhung einer Rücktrittsforderung) verpflichten zu wollen

Oftmals muß auf solches noch eine Erklärung folgen,
wenn Mißverständnisse vermieden werden wollen.
Allerdings wäre ich auch nie auf die Idee
gekommen, dass Meyer sich damit mit den Rechtsradikalen
solidarisieren wollte.

das unterstelle ich nichtmal ihm, aber ich unterstelle ihm das Schüren von Emotionen, die diesen Leuten in die Hände spielen

Vielleicht bin ich ja zu naiv, aber ich habe bei dem Satz
zuerst an genau das gedacht, worüber wir schon die ganze Zeit
reden. Dass das natürlich auch eine Parole der Rechtsradikalen
ist, kam mir erst später wieder zu Bewußtsein. Wenn jetzt die
Nazis den Satz: Ich liebe meine Heimat und freue mich
Deutscher zu sein. zu ihrer Parole machen, darf man das dann
auch nicht mehr sagen? Wird denn in unserer Gesellschaft von
diesen paar Idioten vorgeschrieben, was ein Satz bedeutet?

Wir sollten uns mal fragen, warum sie sich diesen Satz zur Parole machen und nicht das andere, oder?
Vielleicht, weil er eben zweideutig ist und auch auf intolerante Weise interpretiert und verstanden werden kann?

Außerdem finde ich wirklich, Trittin hätte sich wirklich auch
dafür entschuldigen sollen, dass er alle „nur“ konservativen
Personen, die sich dieses Gefühl zu eigen machen, beleidigt
hat. :frowning:

entschuldigen sollte er sich auf jeden Fall…

dieser falsche Rückschluss kommt m.E. aber leider nicht aus
Versehen, sondern absichtlich…

Halte ich auch für wahrscheinlich, aber Rau hat das bis zu
einem gewissen Grade, glaube ich herausgefordert. Bei der
Weihnachtsansprache sagte er noch: „Ich bin aber sicher: Mit
vielem können wir in Deutschland sehr zufrieden und auf
manches auch mit Recht stolz sein.“ und ein paar Wochen
später, weil es besser passt, „Stolz kann man nur auf die
eigene Leistung sein.“
Ich finde, da leidet schon etwas seine Glaubwürdigkeit
darunter.

Wieso? Die beiden Aussagen passen doch logisch zusammen.

Der Bundespräsident sollte eigentlich so weit wie möglich
neutral sein und erst im Notfall ein beruhigendes Wort
sprechen. Rau neigt leider dazu Partei zu ergreifen,
normalerweise für seine Partei. (klingt jetzt ziemlich doof)

Ich glaube nicht, dass ein Bundespräsident neutral sein darf. Natürlich darf er nicht blind und intolerant wie ein Wahlkämpfer seine Partei unterstützen. Aber er muss doch seine Meinung sagen (auch wenn es natürlicherweise oft die ist, die auch seine Partei hat), sonst ist er ja nichts weiter als ein lächelndes Maskottchen zur Verwendung bei Staatsempfängen.

Nina

Salzmann

Hallo Raimund!
Da muß ich dir jetzt entschieden widersprechen. Salzmann und ich diskutieren weiter oben schon eine ganze Weile. Er hat jeden Beitrag beantwortet und natürlich versucht meinen Argumenten zu widersprechen und mich von seinen zu überzeugen, aber er war eindeutig zur Diskussion bereit und hat meine Meinung, die von seiner abweicht, auch immer anerkannt. Ihm einfach so Voreingenommenheit vorzuwerfen, bringt überhaupt nichts. Wenn du statt dessen versuchen würdest, Argumente und Beispiele zu finden, die deine Ansichten untermauern, kommst du wahrscheinlich ein ganzes Stück weiter.

mfg
Nina

Hallo again,

ich antworte mal ganz schnell, damit es auch mit unserem
eigenen Brett etwas wird… :wink:

Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. :wink:

meiner Meinung nach widersprichst du dir hier selbst (meiner
Meinung nach wohlgemerkt, da es ja, wie wir festgestellt
haben, sehr stark mit persönlichen Gefühlen verbunden ist, die
schwer zu vermitteln sind):

„Stolz auf das Wirken bzw. die Leistung einer Gemeinschaft“
und
der Stolz, dieser Gemeinschaft anzugehören,
sind - finde ich - nicht gleichbedeutend. Weil - wiederum für
mich persönlich - ersteres zwar existiert, das Zweite aber
nicht.

Da sehe ich persönlich jetzt eigentlich keinen großen Unterschied. Ich bin stolz auf die Leistung einer Gemeinschaft, also kann ich doch auch ein gewisses Selbstwertgefühl daraus ziehen, eben genau dieser Gemeinschaft anzugehören, oder? Wie du aber schon sagtest, ist das auch ein sehr stark persönliches Thema.

merkt man :wink: heißt auch FC St.Pauli… *g*

*ups* das war jetzt aber ein Flüchtigkeitsfehler, liegt daran, dass ich immer so schnell antworten will *g*

Aber solche Aussagen über Deutschland sind immer nur
Schlagwörter, sie sind einprägsam und leicht zu merken.

deswegen auch das flache Niveau solcher Schlagwörter und die
Unsinnigkeit, andere auf solche Schlagwörter „zwangsweise“
(bei Androhung einer Rücktrittsforderung) verpflichten zu
wollen

Zugegebenermaßen ist da wohl jemand über das Ziel hinausgeschossen. Ich sage ja auch nicht, dass alles, was die CDU macht, das Gelbe vom Ei ist.

Oftmals muß auf solches noch eine Erklärung folgen,
wenn Mißverständnisse vermieden werden wollen.
Allerdings wäre ich auch nie auf die Idee
gekommen, dass Meyer sich damit mit den Rechtsradikalen
solidarisieren wollte.

das unterstelle ich nichtmal ihm, aber ich unterstelle ihm das
Schüren von Emotionen, die diesen Leuten in die Hände spielen

Ich möchte jetzt nur mal anmerken, dass, wenn dieser Satz nicht so hochgespielt worden wäre, dieser gar nicht den Nazis in die Hände hätte spielen können. Ich zumindest kann mich nicht mal daran erinnern, wann er den gesagt hat. Falls du es weißt, sage es mir doch bitte, ich wüßte nämlich wirklich gerne den Zusammenhang. Andererseits merkt man doch auch am Aufwallen der Emotionen, dass dieses Thema die Leute beschäftigt und dass man vielleicht mal darüber diskutieren sollte.

Wir sollten uns mal fragen, warum sie sich diesen Satz zur
Parole machen und nicht das andere, oder?
Vielleicht, weil er eben zweideutig ist und auch auf
intolerante Weise interpretiert und verstanden werden kann?

Tja, dieser Satz ist einfach kürzer und dadurch einprägsamer. Ich bin mir leider gar nicht so sicher, ob sie sich nicht auch den anderen Satz zu eigen machen würden, wenn er kürzer wäre. Der Satz wurde erst dadurch zweideutig, das er mißbraucht worden ist und man ihm einen Inhalt zugeordnet hat, der eigentlich nicht darin enthalten ist. Bis zum 3.Reich war der Satz ja auch nicht negativ besetzt.

Halte ich auch für wahrscheinlich, aber Rau hat das bis zu
einem gewissen Grade, glaube ich herausgefordert. Bei der
Weihnachtsansprache sagte er noch: „Ich bin aber sicher: Mit
vielem können wir in Deutschland sehr zufrieden und auf
manches auch mit Recht stolz sein.“ und ein paar Wochen
später, weil es besser passt, „Stolz kann man nur auf die
eigene Leistung sein.“
Ich finde, da leidet schon etwas seine Glaubwürdigkeit
darunter.

Wieso? Die beiden Aussagen passen doch logisch zusammen.

Wenn ich nur stolz auf meine eigenen Leistungen sein kann, kann ich nicht stolz auf die Leistungen von Deutschland als ganzem sein. Schließlich ist das nicht meine eigene Leistung.

Ich glaube nicht, dass ein Bundespräsident neutral sein darf.
Natürlich darf er nicht blind und intolerant wie ein
Wahlkämpfer seine Partei unterstützen. Aber er muss doch seine
Meinung sagen (auch wenn es natürlicherweise oft die ist, die
auch seine Partei hat), sonst ist er ja nichts weiter als ein
lächelndes Maskottchen zur Verwendung bei Staatsempfängen.

Ok, diesmal geht die Wortwahl auf meine Kappe, ich hätte wohl eher objektiv sagen sollen. Als Staatsoberhaupt repräsentiert er ja Deutschland als ganzes und nicht seine Partei. Was das Maskottchen betrifft, außer repräsentativen Aufgaben hat der Bundespräsident gar keine.

Nina

hallo, Nina,

nein, da hast Du mich vollkommen falsch verstanden. Selbstverständlich hat er (oder sonst wer) eine andere Ansicht als ich!
Glaub mir, ich würde gar nicht in dieses Forum gehen, wenn jeder nur reinschreiben würde: „ja, Du hast Recht!“ Wie langweilig!
Mich stören seine Einwürfe: „Deine platten Anworten, …“ u.ä. Ich sage auch nicht zu ihm: " Deine saudumme Antwort von gestern…"
Grüße
Raimund

mönsch raimund
huhu.

Mich stören seine Einwürfe: „Deine platten Anworten, …“ u.ä.
Ich sage auch nicht zu ihm: " Deine saudumme Antwort von
gestern…"

… sei doch mal ehrlich, es ist ein geben und nehmen. die einwürfe, die du oben beschreibst, kommen oft, sehr oft auch von dir. du darfst dich nicht beklagen, wenn andere ebenso verfahren, auch wenn es heisst, man begebe sich nie auf das niveau des gegenüber. du solltest vieles gelassener nehmen…hatte ich dir schon mal geschrieben…

keep cool

CIAo

Hallo du Tapfere,

bist ja ganz schön hartnäckig! (Aber es macht Spaß, mit dir zu diskutieren… Warum schaltet sich eigentlich kein anderer ein? Sind wir zu schnell mit unseren jeweiligen Antworten? Interessiert es keinen? Oder liest man andächtig, was wir beide hier schreiben?)

Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. :wink:

genau! Und so langsam kann unser Gespräch ja auch als Buch veröffentlicht werden.

„Stolz auf das Wirken bzw. die Leistung einer Gemeinschaft“
und
der Stolz, dieser Gemeinschaft anzugehören,
sind - finde ich - nicht gleichbedeutend. Weil - wiederum für
mich persönlich - ersteres zwar existiert, das Zweite aber
nicht.

Da sehe ich persönlich jetzt eigentlich keinen großen
Unterschied. Ich bin stolz auf die Leistung einer
Gemeinschaft, also kann ich doch auch ein gewisses
Selbstwertgefühl daraus ziehen, eben genau dieser Gemeinschaft
anzugehören, oder?

naja, so langsam wird es diffizil. Ich bin stolz, auf das, was wir Deutschen so an Gutem in der Welt geleistet haben und leisten. Deshalb, weil ich dazu (so hoffe ich zumindest) meinen Beitrag leiste. Also Anteil daran habe. Also ist es etwas, was ich selbst (aber natürlich nicht allein) leiste.
Dass ich dazugehöre, zu dieser Gruppe, finde ich vielleicht schön (obwohl - das ist aber wieder etwas Persönliches - ich vielleicht auch froh wäre, als Franzose auf die Welt gekommen zu sein), aber es stellt sich bei diesem Gedanken einfach kein Gefühl von Stolz ein.

Wir sollten uns mal fragen, warum sie sich diesen Satz zur
Parole machen und nicht das andere, oder?
Vielleicht, weil er eben zweideutig ist und auch auf
intolerante Weise interpretiert und verstanden werden kann?

Tja, dieser Satz ist einfach kürzer und dadurch einprägsamer.
Ich bin mir leider gar nicht so sicher, ob sie sich nicht auch
den anderen Satz zu eigen machen würden, wenn er kürzer wäre.

ich glaube nicht, das es nur die Kürze ist. Es muss auch eine Interpretationsmöglichkeit drinstecken, die den Missbrauchenden passt. Der Satz „Ich bin froh ein Deutscher zu sein“ ist ja auch kurz. Ein Neonazi würde ihn aber vielleicht nicht als Parole benutzen, weil er diesen agressiven, intoleranten Unterton, dem man in ihm hören kann, nicht besitzt.

Wenn ich nur stolz auf meine eigenen Leistungen sein kann,
kann ich nicht stolz auf die Leistungen von Deutschland als
ganzem sein. Schließlich ist das nicht meine eigene Leistung.

siehe oben

Ich glaube nicht, dass ein Bundespräsident neutral sein darf.
Natürlich darf er nicht blind und intolerant wie ein
Wahlkämpfer seine Partei unterstützen. Aber er muss doch seine
Meinung sagen (auch wenn es natürlicherweise oft die ist, die
auch seine Partei hat), sonst ist er ja nichts weiter als ein
lächelndes Maskottchen zur Verwendung bei Staatsempfängen.

Ok, diesmal geht die Wortwahl auf meine Kappe, ich hätte wohl
eher objektiv sagen sollen. Als Staatsoberhaupt repräsentiert
er ja Deutschland als ganzes und nicht seine Partei. Was das
Maskottchen betrifft, außer repräsentativen Aufgaben hat der
Bundespräsident gar keine.

naja, ich denke schon, dass er eigentlich vermittelnd und ausgleichend wirken soll. Eine Stimme der Vernunft sozusagen…
Ob es dann immer gelingt, ist eine andere Frage…

Nina

Salzmann

.

Hallo du Tapfere®,(ja, was eigentlich?)

bist ja ganz schön hartnäckig!

kann ich dankend zurück geben

(Aber es macht Spaß, mit dir zu
diskutieren… Warum schaltet sich eigentlich kein anderer
ein? Sind wir zu schnell mit unseren jeweiligen Antworten?
Interessiert es keinen? Oder liest man andächtig, was wir
beide hier schreiben?)

Macht mir auch Spaß, sonst wäre ich ja schon längst nicht mehr dabei.

genau! Und so langsam kann unser Gespräch ja auch als Buch
veröffentlicht werden.

*lol* Teilen wir uns die Einnahmen?

„Stolz auf das Wirken bzw. die Leistung einer Gemeinschaft“
und
der Stolz, dieser Gemeinschaft anzugehören,
sind - finde ich - nicht gleichbedeutend. Weil - wiederum für
mich persönlich - ersteres zwar existiert, das Zweite aber
nicht.

Da sehe ich persönlich jetzt eigentlich keinen großen
Unterschied. Ich bin stolz auf die Leistung einer
Gemeinschaft, also kann ich doch auch ein gewisses
Selbstwertgefühl daraus ziehen, eben genau dieser Gemeinschaft
anzugehören, oder?

naja, so langsam wird es diffizil. Ich bin stolz, auf das, was
wir Deutschen so an Gutem in der Welt geleistet haben und
leisten. Deshalb, weil ich dazu (so hoffe ich zumindest)
meinen Beitrag leiste. Also Anteil daran habe. Also ist es
etwas, was ich selbst (aber natürlich nicht allein) leiste.
Dass ich dazugehöre, zu dieser Gruppe, finde ich vielleicht
schön (obwohl - das ist aber wieder etwas Persönliches - ich
vielleicht auch froh wäre, als Franzose auf die Welt gekommen
zu sein), aber es stellt sich bei diesem Gedanken einfach kein
Gefühl von Stolz ein.

Wenn du froh darüber bist, bin ich damit vollauf zufrieden, natürlich nur, wenn du anderen dann auch dass recht darauf gibst, stolz darauf zu sein. Zumindest wirst du zugeben können, dass es nicht vollkommen abwegig ist, stolz darauf zu sein. Natürlich wärst du, wenn du als Franzose zur Welt gekommen wärst, stolz auf Frankreich, schließlich hast du dann Anteil an deren Taten und Leistungen.

ich glaube nicht, das es nur die Kürze ist. Es muss auch eine
Interpretationsmöglichkeit drinstecken, die den
Missbrauchenden passt. Der Satz „Ich bin froh ein Deutscher zu
sein“ ist ja auch kurz. Ein Neonazi würde ihn aber vielleicht
nicht als Parole benutzen, weil er diesen agressiven,
intoleranten Unterton, dem man in ihm hören kann, nicht
besitzt.

Du hast leider Teile meiner Antwort weggekürzt. Der Satz „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein.“ hat seinen negative Unterton durch das, was im 3. Reich passiert ist. Ich denke, wenn es das 3. Reich nicht gegeben hätte, würde gar niemand etwas gegen diesen Satz sagen. Die Neonazis nützen nun diesen Unterton aus. Der Satz an sich, trägt aber, nach der Auslegung, die ich vertrete, gar kein rechtsradikales Gedankengut in sich. Wie Westerwelle und Schäuble sagten, man darf den Begriff des Nationalstolzes nicht einfach den Rechtsradikalen überlassen.

Wenn ich nur stolz auf meine eigenen Leistungen sein kann,
kann ich nicht stolz auf die Leistungen von Deutschland als
ganzem sein. Schließlich ist das nicht meine eigene Leistung.

siehe oben

Dein siehe oben finde ich nicht, schreibe es bitte noch mal hin.

naja, ich denke schon, dass er eigentlich vermittelnd und
ausgleichend wirken soll. Eine Stimme der Vernunft
sozusagen…
Ob es dann immer gelingt, ist eine andere Frage…

Dann sind wir ja eigentlich einer Meinung. Dass das nicht immer gelingt, ist klar, schließlich sind wir ja alle menschlich, aber unter Umständen wäre es manchmal auch einfach besser gewesen, wenn er sich ganz rausgehalten hätte, anstatt Öl ins Feuer zu streuen.

Salzmann

Nina

einmisch :wink:
Hallo ihr zwei Diskutanten,

… Warum schaltet sich eigentlich kein anderer

ein? Sind wir zu schnell mit unseren jeweiligen Antworten?
Interessiert es keinen? Oder liest man andächtig, was wir
beide hier schreiben?)

Doch, doch, ich lese mit und es interessiert mich auch. Aber andächtig bin ich dabei nicht gerade, eher positiv angetan, dass es hier doch möglich ist, sich zivilisiert auseinanderzusetzen, auch wenn man nicht die Meinung des anderen teilt :smile:)

Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. :wink:

genau!!!

„Stolz auf das Wirken bzw. die Leistung einer Gemeinschaft“
und
der Stolz, dieser Gemeinschaft anzugehören,
sind - finde ich - nicht gleichbedeutend. Weil - wiederum für
mich persönlich - ersteres zwar existiert, das Zweite aber
nicht.

Da sehe ich persönlich jetzt eigentlich keinen großen
Unterschied. Ich bin stolz auf die Leistung einer
Gemeinschaft, also kann ich doch auch ein gewisses
Selbstwertgefühl daraus ziehen, eben genau dieser Gemeinschaft
anzugehören, oder?

wie schwierig doch manche Wörter sein können…
Ich versuche jetzt mal, ein anderes Beispiel zu bringen:
Ich bin eine Frau. Das ist Fakt.
Ich bin stolz darauf, eine Frau zu sein???
Oder vielleicht doch besser:
Ich bin gerne eine Frau.
oder:
Ich bin blond. Auch das ist Fakt.
Ich bin stolz darauf, blond zu sein???
oder doch besser:
Ich finde es schön, dass ich blond bin. Die blonde Haarfarbe gefällt mir nämlich sehr gut und ich bin froh darüber, dass ich sie von meiner Mutter geerbt habe.

oder:
Ich habe eine helle Hautfarbe.
Ich bin stolz darauf, eine „Weiße“ zu sein???

oh oh…jetzt wird es kritisch, oder?

Alle meine Beispiele erfüllen folgende Kriterien:

  1. zufällige Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe
  2. ich habe persönlich nichts dazu getan, dass es so ist (außer der Haarfarbe vielleicht, die lässt sich beeinflussen…)

Wenn ich also nicht sage, dass ich auf eines dieser Merkmale stolz bin, heißt das dann, dass ich die jeweilige Gruppe verachte?..dass ich mich schäme, dieser Gruppe anzugehören??

ich glaube nicht, das es nur die Kürze ist. Es muss auch eine
Interpretationsmöglichkeit drinstecken, die den
Missbrauchenden passt. Der Satz „Ich bin froh ein Deutscher zu
sein“ ist ja auch kurz. Ein Neonazi würde ihn aber vielleicht
nicht als Parole benutzen, weil er diesen agressiven,
intoleranten Unterton, dem man in ihm hören kann, nicht
besitzt.

Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. „Stolz“ hat etwas mit Hochmut zu tun. Ich bin, ehrlich gesagt, lieber etwas bescheidener. Ich freue mich, wenn jemand meine Leistung lobt, meine Arbeit gut findet, aber ich käme trotzdem dann nicht auf die Idee, „stolz erhobenen Hauptes“ durch die Gegend zu laufen. Denn ich weiß, andere können in ihrem Bereich mindestens genau so viel wie ich.

Gruß
Uschi