eigentlich tust du mir fast schon leid, dass du täglich diese
Beschimpfungen, Beleidigungen und Schuldzuweisungen ertragen
musst…Wieso passiert mir das nie?
Schon seltsam…
Vermutlich weil Du keine Zeitung liest.
eigentlich tust du mir fast schon leid, dass du täglich diese
Beschimpfungen, Beleidigungen und Schuldzuweisungen ertragen
musst…Wieso passiert mir das nie?
Schon seltsam…
Vermutlich weil Du keine Zeitung liest.
HI!
eigentlich tust du mir fast schon leid, dass du täglich diese
Beschimpfungen, Beleidigungen und Schuldzuweisungen ertragen
musst…Wieso passiert mir das nie?
Schon seltsam…Ich denke, worauf Mathias hinauswill, ist folgendes, wie
übrigens auch bei zahlreichen Diskussionen im Internet zu
beobachten.
-> Jemand stellt sich hin und sagt, er sei stolz darauf
Deutscher zu sein.
Reaktionen:
a) Es ist nicht möglich auf seine Nationalität stolz zu sein.
b) Wie kannst du auf dieses Land stolz sein,
findest du das, was im 3. Reich passiert ist etwas gut?
c) Jemand, der so etwas sagt, kann ja nur ein
Neonazi sein. (übrigens Mathias, man wird nicht in die rechte
Ecke gestellt, rechts = konservativ = in Ordnung, man wird in
die rechtsextreme Ecke gestellt)
Vielen Dank für die moralische Unterstützung und den kleinen Exkurs über politische Standpunkte… 
Was Mathias, meiner Meinung nach, meint, ist, dass jemand
nicht automatisch rechtsextrem und ausländerfeindlich ist und
danach strebt die öffentliche Ordnung aus den Angeln zu heben.
Wenn man die oben genannten Reaktionen vermeiden will, bleibt
einem eigentlich nur die Möglichkeit, den Mund zu halten, oder
den anderen zuzustimmen.
…und genau das werde ich sicherlich nicht tun.
Dümmliche Anfeindungen muß sich jeder gefallen lassen, der nicht dem Mainstream hinterherplärrt. Was kann ich für Uschis Desensibilisierung der Wahrnehmung?
Man muß eben ach mal unbequem sein können.
Naja, wenigstens eine versteht mich. Danke *grins*
Viele Grüße,
Mathias
Hallo mal wieder,
Also: ist ein Wort grundsätzlich schlecht, weil schlechte
Leute es auch benutzen?
Das ist doch die eigentliche Frage.
Und ich lehne es eben kategorisch ab, mir von tumben,
ungebildeten Neonazideppen aufoktroyieren zu lassen, welche
Worte ich benutzen darf und welche nicht.
ok, kann ich verstehen und akzeptieren.
Und der deutsche Bundespräsident schlägt genau in dise Kerbe
indem er im Fazit behauptet, er schäme sich seiner
Nationalität.
Allein das ist doch schon absurd.genau, aber nur, weil du den Sinn verdrehst
Ich verdrehe nicht etwa den Sinn sondern erlaube mir eine
persönliche Interpretation. Falls Deine Interpretation hier in
eine andere Richtung geht, ist das Deine Sache.hey, ich wollte dich nicht anmotzen und es tut mir leid, wenn
es so klang. Aber meine persönliche Interpretation ist
einfach, dass du den Sinn verdrehst. Natürlich unterstelle ich
dir dabei keine Absicht.Ist mir recht.
Allerdings wäre mir ein stichhaltiges Statement Deinerseits
lieber als diese haltlose Unterstellung…naja, du stellst eine m.E. haltlose Unterstellung auf (der
Bundespräsident schäme sich seiner Nationalität), ich
bezeichne das als Sinnverdreherei, da er das nie gesagt hat
(und sicher auch nicht sagen würde).
Das ist dann eine haltlose Unterstellung?Das sehe ich anders. Er hat das natürlich so nicht gesagt.
Aber es ist nicht allzu abwegig, seine Einlassungen so zu
interpretieren. Was er wirklich gemeint hatte, weiß wohl nur
er selbst. Aber das ist bei den meisten Menschen so, daher
bleibt einem meistens nur die Interpretation.
ok, wahrscheinlich könnte man das unendlich diskutieren, weil es eben Interpretationen bleiben.
Aber auch gerade deswegen:
Du interpretierst seine Worte so - ich halte diese Interpretation für abwegig.
Es gibt Leute, die interpretieren den (jetzt schon viel zu oft zitierten) Satz (ich schreibe ihn nicht nochmal auf) eben sehr negativ, du nicht.
Ich bin auch froh hier zu leben, wäre aber sicher genauso
froh, wenn ich als Franzose oder Holländer geboren worden
wäre.Warum auch nicht.
Jetzt bist Du aber nun mal Deutscher.
Und es ist doch absolut unstrittig, daß man uns desöfteren im
Ausland gewisse patriotische Denkweisen nicht zugestehen
möchte, obwohl man selbst diese lebt.in meinen Auslandsaufenthalten ist es mir noch nie
untergekommen, dass mir jemand patriotische Denkweisen nicht
zugestehen wollte.Mir persönlich ist das bisher auch sehr selten passiert. Aber
darum geht es weniger. Vielmehr ist hier das Verhalten der
jeweiligen Politiker und v.a. der Presse ausschlaggebend für
meine Haltung.
Der einzelne Mensch ist meistens viel moderater. Das weiß ich
auch.
fragt sich nur, was wichtiger und des Aufregens wert ist: das (sowieso meistens verlogene) Geschwätz der Politiker, oder die Tatsachen, die man aus eigener Erfahrung kennt und nachvollziehen kann.
Leute, die wirklich viel in der Welt unterwegs sind und
sicherich keine tumben Faschisten sind (ich denke ich gehöre
zu diesen Leuten), sehen es in den allermeisten Fällen als
unheimlich wichtig an zu wissen, wo man hingehört.
Und ein Teil dieses Wissens ist immer auch die Nationalität.ich habe auch ein paar Jahre im Ausland gelebt. Aber scheinbar
trotzdem nicht die gleiche Gefühlswelt wie du. Auch wenn ich
mich natürlich nie geschämt habe, ein Deutscher zu sein.
Obwohl es schon ein komisches Gefühl war, als mir ein
steinalter Opa dort von seinem Lageraufenthalt im Deutschland
der 40er Jahre erzählt hat.Klar. Das hört ein US-Amerikaner in Vietnam, ein Franzose in
Guyana, ein Holländer in Südafrika…Natürlich darf ein intellektueller Linker wie Hesse von mir
aus dieser Meinung sein.
Nur ist er eben auch nie wirklich viel gereist. Theoretisieren
kann jeder…Meines Wissens war er schon in der Welt unterwegs…
Und - klingt da nicht ein bisschen In-die-Ecke-Stellen und
Pauschalisieren durch (was du ja anderen vorwirfst):
„intellektueller Linker…Theoretisieren kann jeder“?Schon richtig. Nur in diese Ecke hat er sich selber gestellt.
Da muß ich nichts zu tun.du beklagst dich darüber, dass Leute in eine Ecke gestellt
werden und gehst derart pauschal mit Anderen um? Wie fändest
du es, wenn dir jemand sagen würde: „Jammer nicht, in die
rechte Ecke hast du dich selbst gestellt!“Das höre ich jeden Tag.
Juckt mich nicht weiter.
das finde ich etwas schade. ich werfe dir vor, dass du dasselbe tust, was du anderen vorwirfst und du gehst nicht darauf ein…
Es geht mir im Ergebnis einfach nur darum, daß allein die
aktuelle Diskussion schon wieder zeigt, daß ein Deutscher, der
sein Land gut findet und das dann auch wagt zu kommunizieren,
sofort in der rechten Ecke steht. Es findet sich garantiert
binnen Stunden jemand, der einem dann die ganze
Verwerflichkeit des zweiten Weltkrieges u.s.w. vorhält und
daraus dann ableitet, daß D ja ein Schweinestaat ist, mit dem
man sich unmöglich identifizieren kann.das kommt mir, wenn ich den Ursprung dieser Diskussion
betrachte - nämlich die Worte von Rau - doch etwas überzogen,
wenn nicht paranoid vor. Der Bundespräsident hält also D für
einen Schweinestaat, unwürdig sich damit zu identifizieren?
Oder wer macht so etwas? (außer linken Chaoten und Radikalen)Er hat den Grundstein für diese Denke einmal mehr gelegt.
Ich glaube auch nicht, daß Rau so denkt.
Aber er gibt mit seiner laschen, wurschtigen Haltung die Bahn
frei für die ewigen Ankläger.Ein deutscher Bundespräsident muß m.E. hingehen und sagen:
„Leute, steht zu dem was Ihr tut, steht zu Eurem Land und
tragt Eure Nationalität mit Stolz aber ohne Überheblichkeit.
Seid fair und fordert Fairness ein…“
na, wenn er das gesagt hätte oder sagen würde, könnte ich mich dem jedenfalls auch anschließen.
Es hat immer gleich wieder ein selbsternannter Moralapostel
den Finger oben um uns ja nicht vergessen zu lassen, wer hier
zu bereuen, also zu bezahlen hat.
Und anstatt diesen Leuten zu zeigen, daß man vor uns keine
Angst haben muß, sondern daß wir faire Partner sein wollen
(die aber auch ihrerseits fair behandelt werden möchten), mit
denen man aber nicht alles machen kann, redet man ihnen nach
dem Mund und läßt sich jeden Tag aufs neue beleidigen.Das ist es, was mich eigentlich dabei stört.
irgendwie scheinen wir auf zwei verschiedenen Planeten zu
wohnen. Ich kann diese Gefühle von Beleidigt- und
Ausgenutzt-Werden einfach nicht nachvollziehen. Wer - mein
Gott - behandelt uns denn unfair? Wer fordert von uns ständige
Reue, wer lässt uns ständig zahlen? Tut mir leid, da komme ich
einfach nicht mehr mit…Allen voran unsere großmütigen Freunde in New York. Des
weiteren sehen wir ja auch bei der Diskussion um die
Verteilung der Wiedergutmachungsgelder, wessen Interessen hier
wirklich vertreten werden sollen.Noch deutlicher werde ich momentan nicht werden.
schade, da kann ich es natürlich auch nicht nachvollziehen, wenn du nicht weiter drauf eingehen willst
Gruß,
Mathias
Gruß,
Salzmann
mit was identifizieren wir uns eigentlich?
Hallo an die DiskussionsteilnehmerInnen,
beim Verfolgen der Diskussion sind mir ein paar Gedanken gekommen, die sich eher an das gesamte Hin und Her richten, also poste ich mal oben:smile:.
Zu deiner konkreten Frage Raimund:
noch ein Repräsentant des deutschen Volkes?
Kann ein Politiker, der sich scheinbar schämt, ein Deutscher
zu sein, noch deren Repräsentant sein?
Wenn er sich wirklich schämen würde, müsste er konsequenterweise zurücktreten. Ich könnte beispielsweise auch nicht Pressesprecherin einer Organisation sein, hinter der ich nicht stehe. Ob er das so gemeint hat, will ich jetzt gar nicht mehr diskutieren. Da ist hier schon ne Menge zu geschrieben worden.
Was mich eigentlich interessiert:
In der politischen Philosophie Amerikas ist in den letzen Jahrzehten die Diskussion aufgekommen, was denn ein Gemeinwesen zusammenhält. Und ob man für ein auf Dauer funktionierendes Gemeinwesen eine gemeinsame Idee, etwas, mit dem sich alle identifizieren, braucht…
Ich denke ja.
Und ich denke auch, dass unsere Gesellschaft daran krankt, dass wir eben keine gemeinsame Identifikationsbasis haben.
Das muss ja nicht ein „Blut und Boden-Nationalismus“ sein. Das können gemeinsame Werte und Normen sein, die wir für uns als verbindlich ansehen. Schlagworte wären für mich: Verfassungspatriotismus, Wertegemeinschaft. Eine demokratische Kultur der Auseinandersetzung, Menschen- und Bürgerrechte, soziales Wirtchaften, um ein paar Beispiele zu nennen. Ich brauch ja nicht Goethe, um festzustellen, dass ich gerne in Deutschland lebe. Und wenn ich mich auf unsere heutige Demokratie und Kultur der Auseinandersetzung beziehe, bin ich auch viel mehr in der Verantwortung, Dinge dich mich stören, zu verändern.
Was meint Ihr?
Beste Grüße, Barbara
hallo, Barbara,
na, hier sind wir aber mal gleicher Meinung.
Ein Gemeinwesen muss etwas gemeinsames haben, um bestehen zu können. Ob das jetzt Nationalismus oder die Hautfarbe oder… ist: es ist eine Gemeinsamkeit, ein Zugehörigkeitsgefühl. „Wir vom HSV“, „Wir Weisse“ (das wäre z.B. die schlechteste Gemeinsamkeit).
Doch was spricht gegen die „althergebrachte“ Gemeinsamkeit: Kultur, Geschichte, Kunst…? Muss man sich denn als Deutscher dafür schämen, dass Goethe in Deutschalnd geboren wurde und mit Hilfe der deutschen Kulturerziehung (Leitkultur?) überragendes geleistet hat? Ich möchte jetzt gar nicht hinterfragen, ob er als Franzose oder Engländer auch so Großes geleistet hätte.
Grüße
Raimund
Hi Salzmann!
Also: ist ein Wort grundsätzlich schlecht, weil schlechte
Leute es auch benutzen?
Das ist doch die eigentliche Frage.
Und ich lehne es eben kategorisch ab, mir von tumben,
ungebildeten Neonazideppen aufoktroyieren zu lassen, welche
Worte ich benutzen darf und welche nicht.ok, kann ich verstehen und akzeptieren.
Danke Dir.
Und der deutsche Bundespräsident schlägt genau in dise Kerbe
indem er im Fazit behauptet, er schäme sich seiner
Nationalität.
Allein das ist doch schon absurd.genau, aber nur, weil du den Sinn verdrehst
Ich verdrehe nicht etwa den Sinn sondern erlaube mir eine
persönliche Interpretation. Falls Deine Interpretation hier in
eine andere Richtung geht, ist das Deine Sache.hey, ich wollte dich nicht anmotzen und es tut mir leid, wenn
es so klang. Aber meine persönliche Interpretation ist
einfach, dass du den Sinn verdrehst. Natürlich unterstelle ich
dir dabei keine Absicht.Ist mir recht.
Allerdings wäre mir ein stichhaltiges Statement Deinerseits
lieber als diese haltlose Unterstellung…naja, du stellst eine m.E. haltlose Unterstellung auf (der
Bundespräsident schäme sich seiner Nationalität), ich
bezeichne das als Sinnverdreherei, da er das nie gesagt hat
(und sicher auch nicht sagen würde).
Das ist dann eine haltlose Unterstellung?Das sehe ich anders. Er hat das natürlich so nicht gesagt.
Aber es ist nicht allzu abwegig, seine Einlassungen so zu
interpretieren. Was er wirklich gemeint hatte, weiß wohl nur
er selbst. Aber das ist bei den meisten Menschen so, daher
bleibt einem meistens nur die Interpretation.ok, wahrscheinlich könnte man das unendlich diskutieren, weil
es eben Interpretationen bleiben.
Aber auch gerade deswegen:
Du interpretierst seine Worte so - ich halte diese
Interpretation für abwegig.
Es gibt Leute, die interpretieren den (jetzt schon viel zu oft
zitierten) Satz (ich schreibe ihn nicht nochmal auf) eben sehr
negativ, du nicht.
O.K. Lassen wir das so stehen. Ist akzeptiert.
Ich bin auch froh hier zu leben, wäre aber sicher genauso
froh, wenn ich als Franzose oder Holländer geboren worden
wäre.Warum auch nicht.
Jetzt bist Du aber nun mal Deutscher.
Und es ist doch absolut unstrittig, daß man uns desöfteren im
Ausland gewisse patriotische Denkweisen nicht zugestehen
möchte, obwohl man selbst diese lebt.in meinen Auslandsaufenthalten ist es mir noch nie
untergekommen, dass mir jemand patriotische Denkweisen nicht
zugestehen wollte.Mir persönlich ist das bisher auch sehr selten passiert. Aber
darum geht es weniger. Vielmehr ist hier das Verhalten der
jeweiligen Politiker und v.a. der Presse ausschlaggebend für
meine Haltung.
Der einzelne Mensch ist meistens viel moderater. Das weiß ich
auch.fragt sich nur, was wichtiger und des Aufregens wert ist: das
(sowieso meistens verlogene) Geschwätz der Politiker, oder die
Tatsachen, die man aus eigener Erfahrung kennt und
nachvollziehen kann.
Beides ist sehr wichtig für mich.
Ich ärgere mich darüber, daß bestimmte Interessengruppen auch nach 56 Jahren noch die Deutschen erpressen können. Wer etwas dagegen sagt, gilt sogleich als DVU-Wähler.
Zwischen einzelnen Menschen hingegen läuft das international natürlich eher locker.
Was kann denn der einzelne schon für die Politik seines Landes…?
Natürlich darf ein intellektueller Linker wie Hesse von mir
aus dieser Meinung sein.
Nur ist er eben auch nie wirklich viel gereist. Theoretisieren
kann jeder…Meines Wissens war er schon in der Welt unterwegs…
Und - klingt da nicht ein bisschen In-die-Ecke-Stellen und
Pauschalisieren durch (was du ja anderen vorwirfst):
„intellektueller Linker…Theoretisieren kann jeder“?Schon richtig. Nur in diese Ecke hat er sich selber gestellt.
Da muß ich nichts zu tun.du beklagst dich darüber, dass Leute in eine Ecke gestellt
werden und gehst derart pauschal mit Anderen um? Wie fändest
du es, wenn dir jemand sagen würde: „Jammer nicht, in die
rechte Ecke hast du dich selbst gestellt!“Das höre ich jeden Tag.
Juckt mich nicht weiter.das finde ich etwas schade. ich werfe dir vor, dass du
dasselbe tust, was du anderen vorwirfst und du gehst nicht
darauf ein…
O.K. Asche auf mein Haupt.
Auch ich bin nicht perfekt.
Allerdings halte ich mich aus kollektivem Kesseltreiben heraus.
Wenn ein einzelner, z.B. Du, am Ende einer sachlichen Diskussion nun zu dem begründeten Ergebnis kommt, ich sei ultrakonservativ, könnte ich das sofort akzeptieren (obwohl dies nicht meinem Selbstbild entspricht).
Aber Leute, die einen aufgrund der von mir vertretenen Meinungsrichtung für einen altbackenen Nazi halten ohne auch nur ein einziges stichhaltiges Argument zu bringen (und davon gibt es viele), kann ich nur in eine Ecke stellen. Und zwar in eine ganz bestimmte…
Es geht mir im Ergebnis einfach nur darum, daß allein die
aktuelle Diskussion schon wieder zeigt, daß ein Deutscher, der
sein Land gut findet und das dann auch wagt zu kommunizieren,
sofort in der rechten Ecke steht. Es findet sich garantiert
binnen Stunden jemand, der einem dann die ganze
Verwerflichkeit des zweiten Weltkrieges u.s.w. vorhält und
daraus dann ableitet, daß D ja ein Schweinestaat ist, mit dem
man sich unmöglich identifizieren kann.das kommt mir, wenn ich den Ursprung dieser Diskussion
betrachte - nämlich die Worte von Rau - doch etwas überzogen,
wenn nicht paranoid vor. Der Bundespräsident hält also D für
einen Schweinestaat, unwürdig sich damit zu identifizieren?
Oder wer macht so etwas? (außer linken Chaoten und Radikalen)Er hat den Grundstein für diese Denke einmal mehr gelegt.
Ich glaube auch nicht, daß Rau so denkt.
Aber er gibt mit seiner laschen, wurschtigen Haltung die Bahn
frei für die ewigen Ankläger.Ein deutscher Bundespräsident muß m.E. hingehen und sagen:
„Leute, steht zu dem was Ihr tut, steht zu Eurem Land und
tragt Eure Nationalität mit Stolz aber ohne Überheblichkeit.
Seid fair und fordert Fairness ein…“na, wenn er das gesagt hätte oder sagen würde, könnte ich mich
dem jedenfalls auch anschließen.
Tja, aber er tut es eben nicht. Und genau da ist das Problem!
Es hat immer gleich wieder ein selbsternannter Moralapostel
den Finger oben um uns ja nicht vergessen zu lassen, wer hier
zu bereuen, also zu bezahlen hat.
Und anstatt diesen Leuten zu zeigen, daß man vor uns keine
Angst haben muß, sondern daß wir faire Partner sein wollen
(die aber auch ihrerseits fair behandelt werden möchten), mit
denen man aber nicht alles machen kann, redet man ihnen nach
dem Mund und läßt sich jeden Tag aufs neue beleidigen.Das ist es, was mich eigentlich dabei stört.
irgendwie scheinen wir auf zwei verschiedenen Planeten zu
wohnen. Ich kann diese Gefühle von Beleidigt- und
Ausgenutzt-Werden einfach nicht nachvollziehen. Wer - mein
Gott - behandelt uns denn unfair? Wer fordert von uns ständige
Reue, wer lässt uns ständig zahlen? Tut mir leid, da komme ich
einfach nicht mehr mit…Allen voran unsere großmütigen Freunde in New York. Des
weiteren sehen wir ja auch bei der Diskussion um die
Verteilung der Wiedergutmachungsgelder, wessen Interessen hier
wirklich vertreten werden sollen.Noch deutlicher werde ich momentan nicht werden.
schade, da kann ich es natürlich auch nicht nachvollziehen,
wenn du nicht weiter drauf eingehen willst
Jetzt ließ doch bitte einfach mal etwas zwischen den Zeilen, dann kommst Du schon dahinter.
Grüße,
Mathias
Hallo Raimund,
Doch was spricht gegen die „althergebrachte“ Gemeinsamkeit:
Kultur, Geschichte, Kunst…? Muss man sich denn als Deutscher
dafür schämen, dass Goethe in Deutschalnd geboren wurde und
mit Hilfe der deutschen Kulturerziehung (Leitkultur?)
überragendes geleistet hat?
Nein muss man nicht. Ich finde ja ja ansich, dass diese sogenannte Leitkultur sowieso ein Produkt jahrtausendealter Praktizierung von Multikulti ist *gg*: die deutsche Philosophie hätts ohne den Bezug auf die alten Griechen gar nicht gegeben, unsere Religion ist im Nahen Osten und in der Türkei entstadnen (Paulus), Wein und echte Lebensart hätten wir ollen Germanen ohne die Italiener -sprich Römer- auch nicht hingekriegt uswusf.
(Nicht nur) in diesem Sinne empfinde ich die deutsche Kultur als etwas spannendes. Dinge werden integriert, neues geschaffen- lebendiges eben.
Ich möchte jetzt gar nicht
hinterfragen, ob er als Franzose oder Engländer auch so Großes
geleistet hätte.
Und Goethe war Kosmopolit und ein ganz wichtiger Europäer! Und das er in der deutschen Sprache - besser hessisch- geschrieben, gedacht hat, kreativ war, find ich klasse. Die deutsche Sprache ist etwas unglaublich tolles, sehr differenziert und spannend zu gebrauchen, mit vielen Nuancen…was ja auch andere bewiesen haben.
Ich selbst find ja Schiller klasse und es erfüllt mich als alte Kurpfälzerin mit Stolz (woher auch immer der jetzt kommt), dass Kabale und Liebe in Mannheim spielt und die Räuber da uraufgeführt wurden.
Beste Grüße,
Barbara
P.S. Und den besten Döner gibts da auch, in Mannheim *gg*
hallo, Barbara,
um dem Ganzen nocch ein Sahnehäufchen aufzusetzen: ich glaube, Deutschland hätte bei weitem nicht diese kulturellen und technischen Leistungen geschaffen, wenn wir irgend wo am Rande der Zivilisation leben würden.
Gerade weil wir genau in der Mitte wohnen, weil wir seit bald 3.000 Jahren regelmäßig „besucht“ wurden und die Besucher ihre Gene und vielleicht nur Splitter ihrer kultur bei uns gelassen haben, gerade deswegen war Deutschland zu diesen Leistungen fähig.
Gibt es denn überhaupt den Deutschen? Woran erkennt man ihn? An der Haarfarbe? An der Hautfarbe? Der Größe?
Es gibt wohl selten ein Volk, das so mit allen Genen der Welt vermischt ist, wie die Deutschen. Ok, die Juden sind auch so vermischt!
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
sorry, das ich erst heute antworte, meine alte e-Mail ging nicht mehr und ich hab keine Benachrichtigungen mehr bekommen und nach e-Mail-Wechsel findet man seine alten Beiträge kaum wieder, weil die nicht mehr grün sind:smile:
Dieser lange Vortrag eigentlich nur, um zu sagen, ich stimme dir auf voller Linie zu. Na sowas!
*kicher*, im Prinzip sind wir nicht nur Enkel von Hermann und Karl dem Großen, sondern auch von Atilla dem Hunnenkönig (oder war das Dschingis Kahn?*grübel*), Napoleon und wer sich hier sonst noch so rumtrieb.
Gerade in der Kurpfalz mekrt man das auch an der Sprache, viel französische Ausdrücke.
Beste Grüße,
Barbara